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Deutschland als Exportweltmeister

Referat (Ausarbeitung) 2007 29 Seiten

VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2.Definitionen
2.1 Export:
2.2 Nettoexporte/Außenbeitrag
2.3 Globalisierung
2.4 Basarökonomie

3. Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“
3.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.2 Aktueller Standard

4. Exportentwicklung in Deutschland aus politischer Sicht
4.1 Aktueller Stand der Exportentwicklung in Deutschland Der Vorteil durch diese starke Exportentwicklung ist vor allem das Image deutscher Produkte, das immer mehr an Ansehen gewinnt. Somit stehen deutsche Produkte für Qualität und hohes technisches Niveau Unternehmer mit dem Produktionsstandort in Deutschland haben somit Vorteile im Exportgeschäft, da diese Produkte im Ausland sehr gefragt sind. Durch die hohe Nachfrage an Exportprodukten und das Heranwachsen dieser Sparte werden folglich auch neue Arbeitsplätze in diesem Bereich geschaffen
4.2 Internationaler Vergleich
4.3 Zukunftsprognosen

5. Deutschland als Exportweltmeister aus kritischer Sicht von Hans-Werner Sinn
5.1 Interpretation der Exportstatistik und Deutschlands Exportboom
5.2 Der Exportüberschuss- Kapitalflucht!

6. Finanzierung des Exports in Osteuropäischen Ländern
6.1 Die Entwicklung des Exports in Osteuropa
6.2 Unzureichende Finanzierungsmittel und Entwicklung von Finanzierungsmodellen
6.3 HERMES Deckungen
6.4 Öffentliche Hilfen durch Bund und Länder

7. Fazit

B Literaturverzeichnis

C Netzquellenverzeichnis

D Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Als Grundlage dieser Ausarbeitung dient das Thema „Deutschland als Exportweltmeister“. Es werden ausführlich die Vor- und Nachteile dieser Position aus Sicht der Politiker, sowie aus der Sicht des berühmten Ökonomen Hans-Werner Sinn erläutert.

Außerdem wird explizit auf die Finanzierung des Exports in osteuropäischen Ländern eingegangen, um den dort immer wichtig werdenden Markt genauer zu erläutern.

2.Definitionen

2.1 Export:

Mit Exporten (Ausfuhr) bezeichnet man die Menge der von der inländischen Volkswirtschaft produzierten und in ausländische Volkswirtschaften gelieferten Waren und Dienstleistungen.

Die in einem Staat exportierten Waren werden in Absichtsstaaten importiert.

2.2 Nettoexporte/Außenbeitrag

Unter Nettoexporten (NX) bzw. Außenbeitrag versteht man die Differenz zwischen Exporten und Importen einer Volkswirtschaft. ( NX= Exporte – Importe ) Ein positiver Außenbeitrag bedeutet, das unter Zugrundlegung des Wertes mehr Güter/ Dienstleistungen exportiert als importiert werden.[1]

2.3 Globalisierung

Globalisierung ist ein Prozess der zunehmenden internationalen Verflechtung in allen bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, etc.)

2.4 Basarökonomie

Der Begriff „Basarökonomie“ umschreibt eine Volkswirtschaft, in der nicht produziert wird, sondern (lediglich) Handel betrieben wird. Es werden in großem Ausmaß ausländische Vorleistungen importiert, die in der Basarökonomie nur endmontiert werden, um dann im In- oder Ausland vertrieben zu werden.

Dies alles geschieht unter inländischem Namen, (in diesem fall deutschen Namen) die Produkte, die kaum oder gar keine Bearbeitung deutscher Arbeitskräfte erfahren haben, werden trotzdem unter der Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ versehen.

3. Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“

3.1 Geschichtlicher Hintergrund

Schon vor dem ersten Weltkrieg wurden viele Produkte aus Deutschland neben der Herstellerbezeichnung mit „Made in Germany“ oder auch nur Germany gekennzeichnet.

Ende des 19. Jahrhunderts versuchte Großbritannien sich mit der Kennzeichnung des Herkunftslandes gegen viele europäische Industrienationen zu schützen, um Nachahmungsprodukte zu verhindern.

Ausländische Produkte wurden damals als minderwertig im Vergleich zur britischen Qualitätsware angesehen, "buy British" hieß die Devise. Durch das von den Briten erlassene Handelsmarkengesetz von 1887, engl. Merchandise Marks Act, sollte die britische Wirtschaft vor der Konkurrenz importierter Waren aus anderen aufstrebenden Industrienationen geschützt werden. Explizit sollten ausländische Waren von der Einfuhr ausgeschlossen werden.

Die Erweiterung der Bezeichnungen auf Made in Austria/ Hungary sollte britische Produkte besser schützen und das Erkennen von nicht britischen Produkten vereinfachen, um sie gegebenenfalls zu boykottieren. Die Kennzeichnung wurde auch nach dem Krieg beibehalten.

Das Qualitätssiegel Made in Germany blieb seiner Bedeutung treu und setzte sich nicht nur in Großbritannien durch, sondern auch in der restlichen Welt. Das besonders gegen deutsche Produkte gerichtete Gesetz erwies sich als ein Vorteil.[2]

Der Umstand, dass „Made in Germany" mehr zu einer werbenden Empfehlung wurde, führte dazu, dass immer mehr Firmen den Siegel auf ihren Waren anbrachten, obwohl sie gar nicht dazu verpflichtet waren.

Auch während des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg begleitete die Marke Made in Germany den wirtschaftlichen Aufstieg.

3.2 Aktueller Standard

Aus internationaler Sicht war Deutschland mit seiner Qualität, Leistung, Service und Zuverlässigkeit ein Vorbildsland. Deshalb war „Made in Germany“ nicht nur ein Zeichen der Herkunft, sondern zugleich ein Qualitätsemblem.

Die deutsche Wertarbeit war ein wichtiges Verkaufsargument. Produkte mit Made in Germany waren zwar ein bisschen zu teuer, aber dafür waren sie ihren Preis auch wert.

Deutsche Wertarbeit, war qualitativ und nicht zu letzt sicherte sie Arbeitsplätze in der heimischen Fertigungsindustrie.

Die Zeiten sind zwar nicht endgültig hier zu lande vorbei, denn Deutschland ist schließlich immer noch Exportweltmeister aber die glänzende Oberfläche hat mittlerweile so einige Kratzer, denn wo Made in Germany drauf steht, ist nicht unbedingt viel Germany drin.

Die deutsche Industrie hatte sich seit dem späteren 19. Jahrhundert darauf konzentriert qualitativ hochwertige Industriegüter nicht in der großen Serie herzustellen, sondern sich darauf konzentriert in kleineren Serien anspruchsvolle Güter mit einem hohen Wertschöpfungsanteil herzustellen. In diesen steckte in hohem Maße Ingenieurtechnik, Facharbeit und handwerkliche Qualität.

Dieser Hintergrund des deutschen Produktionssystems, wo Ingenieurtechnisches Wissen und qualifizierte Handarbeit eine Produktive Verbindung eingingen und im eigenen Land gefertigt wurden, wird immer seltener.

Denn das Handelsgesetz schreibt vor, dass nur 45% der Wertschöpfung in Deutschland erbracht werden müssen um beispielsweise ein Möbelstück oder ein Auto mit dem Zusatz Made in Germany zu versehen. Aber kaum ein Unternehmen stellt heute noch alle Teile in Deutschland her. Vieles wird aus dem Ausland geliefert, oft aus den so genannten Billiglohnländern in Osteuropa oder aus China, zum größten Teil ohne qualifizierte Handarbeit und ohne großes Fachwissen, was sich dann wiederum auf die Qualität auswirken kann.

4. Exportentwicklung in Deutschland aus politischer Sicht

4.1 Aktueller Stand der Exportentwicklung in Deutschland

Deutschland ist momentan die größte Volkswirtschaft und Industrienation Europas. Dies belegt ein Bruttoinlandsprodukt von 2247,4 Mrd. Euro (Stand: 23. Mai 2006, für das Jahr 2005, Quelle: Stat. Bundesamt).

Zusätzlich ist Deutschland die drittgrößte Volkswirtschaft und Industrienation der Welt.[3]

Deutschland hat weltweit die höchsten Warenexporte und demnach den Titel „Exportweltmeister“ nun schon seit dem Jahr 2003.

Dies ist bemerkenswert, da Deutschland im Vergleich zu anderen Industrienationen keine besonderen Rohstoffvorräte besitzt, die exportiert werden könnten.[4]

Der Vorteil durch diese starke Exportentwicklung ist vor allem das Image deutscher Produkte, das immer mehr an Ansehen gewinnt. Somit stehen deutsche Produkte für Qualität und hohes technisches Niveau[5].

Unternehmer mit dem Produktionsstandort in Deutschland haben somit Vorteile im Exportgeschäft, da diese Produkte im Ausland sehr gefragt sind. Durch die hohe Nachfrage an Exportprodukten und das Heranwachsen dieser Sparte werden folglich auch neue Arbeitsplätze in diesem Bereich geschaffen.[6]

Außerdem sind die Exporterfolge ein positives Zeichen dafür, dass Deutschland beim Internationalen Handel mithalten kann und gut auf die wachsende Globalisierung reagiert. Deutschland bleibt somit dem Rest der Welt gegenüber wettbewerbsfähig.[7]

Die momentane Wirtschaftspolitik lässt sich gut am so genannten „Magischen Viereck“ beschreiben. Dies ist ein System von vier wirtschaftspolitischen Zielen:

- Preisniveaustabilität
- Hoher Beschäftigungsstand
- Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
- Wirtschaftswachstum

Diese vier Ziele stehen allerdings in einem Konflikt zueinander. Da sie kaum alle gleichzeitig zu erreichen sind, spricht man deshalb vom „magischen“ Viereck.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/margisches_viereck)

Abbildung 4.1.1

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/_Nettoexporte

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_Deutschlands; gesehen am 23.12.2006

[4] http://kredit-magazin.com/kredite-news/artikel/deutschland-export-weltmeister-2005.htm; gesehen am

23.12.2006

[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Exportweltmeister; gesehen am 23.12.2006

[6] http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,442094,00.html; gesehen am 20.12.2006

[7] http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-10/artikel-7124390.asp; gesehen am 20.12.2006

Details

Seiten
29
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638627320
ISBN (Buch)
9783640667680
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v71049
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
2,0
Schlagworte
Deutschland Exportweltmeister

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Titel: Deutschland als Exportweltmeister