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Entwicklungsetappen im Programm 'Kulturhauptstadt Europas'. Ein Vergleich zwischen den Konzepten von Weimar (1999) und Essen (2010)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 30 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Untersuchungsgegenstand

2. Geschichte und Entwicklung des Programms „Kultur(haupt)stadt Europas“

3. „Weimar 1999 – Kulturstadt Europas“
3.1. Allgemeine Einordnung in das Programm „Kulturstadt Europas“
3.2. Ausgewählte Aspekte
3.2.1. Europäische Dimension
3.2.2. Stadt und Bürger
3.2.3. Nachhaltigkeit
3.3. Zwischenfazit

4. „Essen – Kulturhauptstadt Europas 2010“
4.1. Allgemeine Einordnung in das Programm „Kulturhauptstadt Europas“
4.2. Ausgewählte Aspekte
4.2.1. Europäische Dimension
4.2.2. Stadt und Bürger
4.2.3. Nachhaltigkeit

5. Zusammenfassender Vergleich

6. Ausblick

Literatur- und Quellenverzeichnis
Primärquellen
Sekundärquellen
Internetquellen

1. Untersuchungsgegenstand

Es gibt kein kulturpolitisches Programm der Europäischen Union, das so wirkungsvoll, populär und bekannt ist, wie die Initiative „Kulturhauptstadt Europas“.[1] Um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2010“ haben sich allein in Deutschland 18 Städte bemüht. Die hohe Beteiligung deutet darauf hin, dass viele Städte von der mittels Kultur möglichen Gestaltungs- und Entwicklungskraft überzeugt sind. Der Bewerbungsprozess ist auf ein großes öffentliches Interesse gestoßen und hat sich schon jetzt positiv ausgewirkt – nicht nur für die Stadt Essen (stellvertretend für das Ruhrgebiet), die mit einem gesellschaftspolitisch innovativen und kreativen Konzept überzeugte und nun gemeinsam mit Pécs (Ungarn) und Istanbul 2010 den Titel trägt. Auch in anderen Kandidaten-Städten ist ein gesellschaftlicher Gewinn entstanden. Das Projekt als solches hat profitiert. Olaf Schwencke spricht sogar von einem „kulturpolitischen Durchbruch“[2].

In dieser Arbeit sollen mit Weimar als „Kulturstadt Europas 1999“ und Essen als „Kulturhauptstadt Europas 2010“ zwei deutsche Kultur(haupt)städte Europas verglichen werden. Das Kulturhauptstadt-Projekt hat sich in den 22 Jahren seiner Existenz nicht nur namentlich (von „Kulturstadt Europas“ zur „Kulturhauptstadt Europas“) gewandelt.[3] Auch konzeptionell, finanz- und verfahrenstechnisch hat es Veränderungen gegeben. Weimar und Essen stehen für verschiedene Entwicklungsstufen der Kulturpolitik der EU und des Kulturhauptstadt-Projektes, wie sich im Folgenden zeigen wird. Beide Städte haben gemeinsam, dass sie als beispielhaft gelten: Weimar als erste „Kulturstadt Europas“ im ehemaligen Osten und Weichensteller für die Bewerbung vieler mittelgroßer Städte für 2010[4] ; Essen und das Ruhrgebiet als urban- und kulturpolitischer Wegweiser für zukünftige Kulturhauptstädte.[5] An Weimar und Essen lässt sich auch ein Stück weit der Beitrag zeigen, den deutsche Städte im Kulturhauptstadt-Projekt geleistet haben oder zu leisten anstreben.[6]

Diese Arbeit befasst sich speziell mit den Programmkonzepten und -inhalten der beiden Kulturhauptstädte – d. h. Bereiche wie Marketing oder Finanzierung bleiben weitgehend außen vor. Sie konzentriert sich auf drei Aspekte: Es wird untersucht, inwiefern bei Weimar und Essen eine europäische Dimension zu erkennen ist, in welchem Maß die Identifikation der Bürger mit der Stadt gestärkt wurde und ob nachhaltige Effekte erzielt wurden oder erwartet werden können. Damit orientiert sich die Analyse an den aktuellen Vorgaben für das Programm einer „Kulturhauptstadt Europas“, die sich in die zwei Kategorien „europäische Dimension“ und „Stadt und Bürger“ unterteilen. Die Nachhaltigkeit, die im Beschluss des EP und des Rates über die Einrichtung einer Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Veranstaltung „Kulturhauptstadt Europas“ für die Jahre 2007 bis 2019 in der Kategorie „Stadt und Bürger“ als Kriterium aufgeführt ist, soll als wichtiges Element einer modernen Kulturhauptstadt Europas in einem eigenen Unterkapitel untersucht werden.

In der Evaluationsstudie zu den Kulturhauptstadt-Veranstaltungen von 1995 bis 2004[7] sind gerade die fehlende Nachhaltigkeit, eine zu geringe Einbindung der Bürger in einigen Städten und der nicht deutlich erkennbare „europäische Mehrwert“[8] kritisiert worden. Bei Essen als aktuellem Kulturhauptstadt-Projekt sollte demnach gegenüber der Stadt Weimar, welche Teil der Studie war, eine Verbesserung in diesen Bereichen festzustellen sein. Die Arbeit wird zeigen, worin der von Edda Rydzy im Bewerbungsprozess für 2010 konstatierte „Qualitätssprung“ liegt.

Die Methodik der Arbeit spiegelt sich in ihrem Aufbau wider. Die Analyse erfolgt in vier Schritten. Zunächst wird die Entstehung und Entwicklung des Kulturhauptstadt-Projektes – mit besonderem Hinblick auf das Konzept – erläutert. Die Informationen dienen als Hintergrund für die Einordnung von Weimar und Essen in den Gesamt-Kontext. In einem zweiten Schritt widmet sich die Untersuchung der europäischen Kulturstadt Weimar: Dazu wird einleitend die besondere Rolle dieser Stadt im Programm „Kulturhauptstädte Europas“ herausgearbeitet. Dann erfolgt die Analyse in den genannten Schwerpunkten. Nach einem Zwischenfazit wird Essen in einem dritten Schritt nach derselben Vorgehensweise untersucht. Die Arbeit endet mit einem zusammenfassenden Vergleich beider Konzepte und einem Ausblick.

Die wissenschaftliche Literatur, die sich mit den „Kulturhauptstädten Europas“ befasst, ist überschaubar. Sie beschränkt sich auf wenige Autoren, die dafür mehrfach zu diesem Themengebiet publiziert haben. Dabei handelt es sich um Arbeiten, die spezielle Städte vorwiegend im Kontext der allgemeinen Entwicklung des Kulturhauptstadt-Projektes behandeln. Einen direkten Vergleich zwischen den Kulturhauptstädten Weimar und Essen scheint es bisher nicht zu geben. Die Informationen über das Kulturstadtjahr in Weimar basieren vor allem auf Publikationen der Veranstalter, der Evaluationsstudie von Robert Palmer und einer Abschlussarbeit, die Weimar und Stockholm miteinander vergleicht[9]. Die Materialien zu Essen stammen zum Großteil vom dortigen Kulturhauptstadtbüro. Zudem gibt es einige wissenschaftliche Artikel zu den deutschen Bewerbungen für das Jahr 2010 sowie eine akademische Abschlussarbeit, in der Essen und Salamanca verglichen werden[10].

2. Geschichte und Entwicklung des Programms
„Kultur(haupt)stadt Europas“

Unter dem Titel „Kulturstadt Europas“ rief der Kulturminister-Rat der Europäischen Gemeinschaft 1985 den Vorgänger der heutigen Initiative „Kulturhauptstadt Europas“ (Umbenennung 1999) ins Leben. Die Aktion ist die erste gemeinschaftliche Verabredung für Kulturpolitik der EG – allerdings ohne „Zuständigkeit“.[11] Die Idee, alljährlich eine Stadt zur „Kulturstadt Europas“ zu benennen, lancierte die griechische Kulturministerin Melina Mercouri. Seit 1985 trägt jedes Jahr mindestens eine Stadt den Titel.

In einer Entschließung des Kulturministerrates vom 13. Juni 1985 wurden Ziel, Inhalt, und Kriterien für die Auswahl sowie die Richtlinien zur Durchführung und Finanzierung des Projektes festgelegt. Die Intention war „Völker der Mitgliedsstaaten einander näher zu bringen“ und – dem Ansatz von Melina Mercouri entsprechend – einer Kultur Ausdruck zu verleihen, „die sich in ihrer Entstehungsgeschichte und ihrer zeitgenössischen Entwicklung sowohl durch Gemeinsamkeiten als auch durch einen aus der Vielfalt hervorgegangenen Reichtum auszeichnet.“[12]

Inhaltlich ist die Entschließung sehr vage. Der europäischen Öffentlichkeit sollten „besondere kulturelle Aspekte der Stadt, der Region oder des betreffenden Landes zugänglich gemacht werden“.[13] Den Städten war es freigestellt, wie sie das Kulturstadtjahr gestalten. Was eigentlich eine „Kulturstadt Europas“ ist und mit welchem Programm sie sich präsentiert, wurde letztlich sehr unterschiedlich interpretiert. Das betraf die Definition des Kulturbegriffs, die Auswahl von kulturellen Genres, Qualität und Quantität von Beteiligungen aus dem In- und Ausland, die Ziele und sogar die Dauer des Kulturstadtjahres.[14]

Zunächst ließ das Kulturstadt-Niveau laut Schwencke zu wünschen übrig. Traditionelle Kulturmetropolen, die den Titel nicht bedurft hätten, wurden nominiert. Erst für Amsterdam (1987) gab es ein spezifisches, auf eine „Kulturstadt Europas“ zugespitztes europäisches Programm, das ein bestimmtes Profil erkennen ließ. Es enthielt mehr als das, was in der Stadt ohnehin schon geplant war.[15]

Mit dem Erfolg von Glasgow (1990), das sich mit dem Kulturstadtjahr den Imagewechsel von einer niedergegangenen Industriestadt zu einer zukunftsfähigen Stadt erarbeitete, nahm die Hoffnung zu, dass die Kulturstadt-Initiative wirklich ein europäisches Programm von Belang werden würde. Kultur gehörte immer noch nicht zu den Pflichtaufgaben der EG, so dass die Aktion im Gesamtpolitikfeld der Gemeinschaft kaum eine Rolle spielte.[16]

Aufgrund des großen Interesses vieler Städte am Programm „Kulturstädte Europas“ beschloss der Kulturministerrat im Mai 1990 die Schaffung des „Europäischen Kulturmonats“. Dieser ähnelt der Kulturstadt-Aktion, läuft aber über einen kürzeren Zeitraum und richtet sich vor allem an europäische Länder außerhalb der EU.[17]

1992 wurden die bis dahin sehr unspezifischen Auswahlkriterien für die „Kulturstädte Europas“ präzisiert und ein neues Verfahren für die Ernennung eingeführt. Beide Festlegungen haben sich bis in die Gegenwart noch mehrfach geändert, weshalb eine Wiedergabe der Details hier unterbleibt.

Mit der Verankerung des Artikels 128 im Vertrag von Maastricht 1992[18] wurde der Kulturbereich rechtsverbindlich in die Zuständigkeit der EU aufgenommen. Der so genannte „Kulturartikel“ schuf auch die Grundlage für Programme zur gezielten Förderung kultureller Aktivitäten innerhalb der EU.[19] So erhielt auch die Aktion „Kulturstadt Europas“ ab 1997 Mittel aus dem Programm „Kaleidoskop“. Die Förderung durch die Europäische Union nimmt sich aber nach wie vor minimal aus. Den Großteil finanziert die Stadt aus der eigenen Kasse, mit Zuschüssen des jeweiligen Mitgliedslandes sowie mit Hilfe von privaten Unterstützern.

Während sich die EG in der Entstehungszeit des Projekts in Zielsetzung und Einfluss auf die Programmgestaltung zurück hielt, war Ende der 90er Jahre eine Bewusstseinsveränderung festzustellen. Weil die Aktion „Kulturhauptstadt Europas“ nur wenige urbane Glanzpunkte vorzuweisen hatte, wurde sie zeitweilig immer wieder als fragwürdig betrachtet. So diskutierten Experten 1998 in der Zeitschrift für KulturAustausch die Frage: „Kulturhauptstadt Europas – ein Auslaufmodell?“ Lutz Vogel, der damalige Leiter der Stadtkulturdirektion Weimar, kritisierte in seinem ansonsten für das Projekt eintretenden Statement:

„Die Verschiedenartigkeit der Programmgestaltungen muss eher als Nachteil gelten, verglichen mit etwa präzise definierten Kulturfestivals oder sportlichen Großereignissen. Daß das von den Kulturministern 1985 intendierte Ziel erreicht worden ist, kann als fraglich angesehen werden. Die Kulturstädte Europas waren zumeist Ereignisse von nationaler Bedeutung.“[20]

Im Rahmen ihrer Ratspräsidentschaft 1999 brachten die Deutschen – nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen von Weimar – eine neue Konzeption in die Debatte. Mit dem Beschluss 1419/1999/EG über die Einrichtung einer Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Veranstaltung „Kulturhauptstadt Europas“ für die Jahre 2005 bis 2019 vom Mai 1999[21] wurde die Vorgehensweise und Zielsetzung der Aktion nach 2004 festgelegt. Eine neue rechtliche Grundlage wurde geschaffen: Seit 1999 ist „Kulturhauptstadt Europas“ nicht nur ein intergouvernementales Programm, das lediglich zwischen den Mitgliedsstaaten abgestimmt wird, sondern ein offizielles Programm der EU. Das Auswahlverfahren wurde in ein gemeinschaftliches umgewandelt[22], ein Kriterienkatalog erstellt und ein unabhängiges Evaluationsgremium von Experten berufen. „Damit gewann dieses EU-Projekt angemessenes kultur- und europapolitisches Niveau; was sich bereits positiv auf die Konzepte der folgenden Kulturhauptstädte Europas – wofür namentlich Graz zu nennen ist – nachhaltig auswirkte und entsprechende Popularität gewann“, konstatiert Schwencke.[23]

Ab dem Jahr 2000 erhielten die „Kulturhauptstädte Europas“ den europäischen Anteil ihrer finanziellen Unterstützung aus dem ersten Rahmenprogramm zur Kulturförderung der EG, „Kultur 2000“[24]. Inzwischen kommt der Zuschuss aus dem Nachfolgeprogramm „Kultur 2007“. Im Programm „Kultur 2007“ wurde festgehalten, dass die Kulturhauptstadt-Aktion „Schwerpunkt“ der Kulturpolitik der EU ist. Es verweist – ähnlich wie der Prets-Bericht (2006)[25] – auf die positiven Auswirkungen der Aktion, „die bei den europäischen Bürgerinnen und Bürger auf große Resonanz stößt und dazu beiträgt, das Gefühl der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Kulturraum zu verstärken“. Es wird betont, dass „umfassende Mittel“ für die Veranstaltung bereitgestellt werden sollten.[26]

Der Beschluss des EP und des Rates von 1999 wurde in diesem Jahr durch einen neuen [27] abgelöst. Das aktuelle Konzept gilt als „umfassend neu und grundlegend“ – insbesondere im Blick auf das um eine nationale Wettbewerbskomponente erweiterte Bewerbungsverfahren.[28] Bei der inhaltlichen Gestaltung sind Erfahrungen und Erkenntnisse eingeflossen, die aus dem von der Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung initiierten und von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Kolloquienreihe Europäische Kulturstädte in Deutschland und Ungarn gewonnen wurden. In der Budapester Erklärung (Mai 2005), mit dem die Reihe abschloss, wird die Bedeutung der Kultur für die Urbanentwicklung hervorgehoben. „Die europäischen Städte können mittels kulturellem Engagement mehr für ihre eigene Entwicklung und für die Gestaltung der Zukunft Europas leisten“, lautete die Botschaft an die EU-Bürger.[29]

[...]


[1] Vgl. Rydzy, Edda: Kultur als Chance – am Beispiel der Kulturhauptstadtbewerber. In: Burmeister, Hans-Peter (Hrsg.): Stadt als Lebensraum. Europäische Perspektiven. Rehburg-Loccum 2005, S. 97-106, hier S. 99. Vgl. Dies.: Nicht in die Tiefe, sondern in die Breite bohren. Welche Anforderungen sollen europäische Kulturhauptstädte künftig erfüllen? In: Zeitschrift für KulturAustausch. 55. Jg., Heft 3+4/05, S.130-131, hier S. 130. Schwencke, Olaf: Das Europa der Kulturen –Kulturpolitik in Europa. Dokumente, Analysen und Perspektiven – von den Anfängen bis zur Gegenwart. 2. überarb. u. erw. Auflage. Bonn 2006, S. 345.

[2] Schwencke, Olaf: Kulturhauptstädte Europas. Die Zukunft der Stadt als europäische Lebensform. In : Kulturpolitische Mitteilungen. Nr. 111. IV/2005, S. 36-38, hier S. 37. Ders.: Das Europa der Kulturen, S. 345.

[3] Im Folgenden wird zur Vereinfachung die Bezeichnung „Kulturhauptstadt“ verwendet, außer wenn der Begriff „Kulturstadt“ eindeutig zutreffender ist – z.B. bei Weimar als Kulturstadt Europas.

[4] Vgl. Rydzy: Kultur als Chance, S. 100.

[5] Vgl. Ebd., S. 103.

[6] Berlin (1988) muss dabei schon deshalb ausgeklammert werden, weil die für einen Vergleich notwendigen Materialien nicht erhältlich waren. Insgesamt wird die Bedeutung des Berliner Kulturstadt-Jahres gering eingestuft. Die nachhaltige Wirkung ist stark begrenzt. Vgl. Schwencke, Olaf: Kulturhauptstadt Europas – Internationale Erfahrungen und Folgerungen. In: Burmeister: Stadt als Lebensraum, S. 87-96, hier S. 90.

[7] Vgl. Palmer/RAE Associates: European Cities and Capitals of Culture – City Reports. Study prepared for the European Commission. Part II. Brüssel 2004.

[8] Der europäische Mehrwert wird definiert als „eines der zentralen Bewilligungskriterien für Zuschüsse der EU. Zusätzlicher Wert, den ein Projekt durch die Kooperation mit Partnern auf europäischer Ebene erhält und der die EU-Förderung begründet, weil die Ziele, Methoden und Formen der Zusammenarbeit über lokale, regionale oder nationale Interessen hinaus weisen. Gemessen wird der europäische Mehrwert u.a. an dem Grad der Einbeziehung aller Kooperationspartner in Planung und Durchführung des Projekts, der Sachkenntnis und Erfahrung der Projektverantwortlichen, der europäischen Dimension der Zielgruppe des Projekts und dem nachhaltigen Nutzen auf europäischer Ebene (z.B. dauerhafte Vernetzung von Organisationen bzw. Einrichtungen). Er bezeichnet damit sowohl den ideellen als auch den praktischen Nutzen eines Projekts für den europäischen Einigungsprozess.“ http://www.europa-foerdert-kultur.info/glossar (Stand: 15.01.2007)

[9] Vgl. Olpp, Markus: „Stockholm – Kulturhauptstadt Europas 1998“ – „Weimar 1999 – Kulturstadt Europas“. Leitlinien europäischer Kulturpolitik der 90er Jahre im Vergleich – am Beispiel des EU-Projektes „Kulturstadt Europas“. 1999. (Freie Univ. Berlin, Magisterarbeit)

[10] Verbeet, Britta: Möglichkeiten und Grenzen einer „Kulturhauptstadt“ Europas. Salamanca (2002) und Essen (2010) – zwei Konzepte im Vergleich. 2006. (Univ. Duisburg-Essen, Bachelorarbeit)

[11] Vgl. Schwen>

[12] Entschließung der im Rat vereinigten für Kulturfragen zuständigen Minister vom 13.6.1985 für die alljährliche Benennung einer „Kulturstadt Europas“ (85/C 153/02). In : Amtsblatt der europäischen Gemeinschaften. C 153/2 vom 22.6.1985.

[13] Entschließung der im Rat vereinigten für Kulturfragen zuständigen Minister vom 13.6.1985.

[14] Vgl. Vogel, Lutz: Kulturstadt Europas – ein Auslaufmodell? Positive Nötigung. In: Zeitschrift für KulturAustausch. 48. Jahrgang, Heft 2/98, S. 6.

[15] Vgl. Schwen>

[16] Vgl. Ebd., S. 91.

[17] 1992 wurde in Krakau der erste Kulturmonat abgehalten. Es folgten Graz 1993, Budapest 1994, Nikosia 1995, St. Petersburg 1996, Ljublijana 1997, Linz und Valetta 1998, Plovdiv 1999, Basel und Riga 2001, St. Petersburg 2003 und Barcelona 2004. Zu den weiteren Nachfolge-Städten fanden sich keine Informationen.

[18] Der Art. 128 EGV wurde im Vertrag von Amsterdam 1999 in Art. 151 EGV umgewandelt, wobei es geringfügige Änderungen gab.

[19] Vgl. Singer, Otto W.: Kulturpolitik. In: Werner Weidenfeld/Wolfgang Wessels (Hrsg.): Europa von A-Z. 9. Auflage. Bonn 2006, S. 298-301, hier S. 299.

[20] Vogel: Kulturstadt Europas, S. 6.

[21] Beschluss Nr. 1419/1999/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Mai 1999 über die Einrichtung einer Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Veranstaltung „Kulturhauptstadt Europas“ für die Jahre 2005 bis 2019. In: ABl. L 166/1 vom 1.7.1999.

[22] Vgl. Schlußfolgerungen der im Rat vereinigten Minister für Kulturfragen vom 18. Mai 1992 zur Auswahl der Kulturstädte Europas nach 1996 sowie zum „Europäischen Kulturmonat“. In: ABl. C 151 vom 16.6. 1992. sowie Schlußfolgerungen der im Rat vereinigten Minister für Kulturfragen vom 12.11.1992 zum Verfahren für die Benennung der jeweiligen „Kulturstadt Europas“ (92/C 336/02). In: ABl. C 336/3 vom 19.12.1992.

[23] Schwen>

[24] Beschluss Nr. 508/2000/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Februar 2000 über das Programm „Kultur 2000“. In: ABl. L 63/1 vom 10.3.2000. L 63/1. Das spartenübergreifende Programm „Kultur 2000“ fasst die Förderprogramme Kaleidoskop, Ariane und Raphael zusammen.

[25] Christa Prets: Bericht über den Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einrichtung einer Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Veranstaltung „Kulturhauptstadt Europas“ für die Jahre 2007 bis 2019. (http://www.europarl.europa.eu/news/expert/briefing_page/6149-087-03-13-20060313BRI06148-28-03-2006-2006/default_p001c006_de.htm Stand: 17.1.2007)

[26] Beschluss Nr. 1903/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12 Dezember 2006 über das Programm Kultur (2007-2013). In: ABl. L 378 vom 27.12.2006.

[27] Vgl. Beschluss Nr.1622/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 2006 über die Einrichtung einer Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Veranstaltung Kulturhauptstadt Europas für die Jahre 2007 bis 2019. In: ABl. L 304 vom 03.11.2006.

[28] Schwen>

[29] Das Programm ist in Auszügen abgedruckt in: Schwencke: Die Zukunft der Stadt, S. 37.

Details

Seiten
30
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638615099
ISBN (Buch)
9783638674102
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v70195
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Note
1,0
Schlagworte
Entwicklungsetappen Programm Kulturhauptstadt Europas Vergleich Konzepten Weimar Essen Einführung Kulturpolitik Europa Kulturen Dokumente Regionen Kommunen

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Titel: Entwicklungsetappen im Programm 'Kulturhauptstadt Europas'. Ein Vergleich zwischen den Konzepten von Weimar (1999) und Essen (2010)