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Psychiatrische Versorgung von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland

Diplomarbeit 2007 84 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Migration als Schlüsselbegriff
1.1. Begriff der Migration – Zahlen und Fakten
1.2. Migration in der Bundesrepublik Deutschland: Ein Blick in die Vergangenheit

2. Migration und Gesundheit
2.1 Macht Migration krank?
2.2 Prävalenz psychischer Erkrankung bei Migranten

3. Psychische Erkrankung und Migration – Darstellung seelischer Erkrankungs-bilder – migrationsspezifische Gesichtspunkte und transkulturelle Perspektiven
3.1 Depressionen
3.2 Psychosomatiken
3.3 Posttraumatische Belastungsstörungen
3.4 Süchte
3.5 Schizophrenien

4. Versorgung von psychisch kranken Migranten in Deutschland
4.1 Probleme in der Versorgung von psychisch kranken Migranten – Kommunikationsschwierigkeiten und andere Zugangshindernisse
4.2 Handlungsansätze für die Arbeit mit den Betroffenen
4.2.1 Leitlinien für die Arbeit mit psychisch kranken Migranten
4.2.2 Dolmetscherdienste
4.2.3 Interkulturelle Kompetenz in der psychiatrischen Arbeit mit Migranten
4.2.4 Der transkulturelle Übergangsraum

Schlussbetrachtungen

Literaturverzeichnis

Einleitung

„Das Phänomen der Migration ist so alt wie die Menschheit selbst.“ (Hegemann, Salman 2001, S.15) Die „Migration ist ein Lebensphänomen. Als solches ist sie auf die Erhaltung des Lebens und auf die Förderung der Produktivität in diesem Leben gerichtet. Migration ist deshalb ein Lebenszeichen, denn nur lebendige Wesen migrieren. Sie migrieren, um ihre Existenz zu retten und sich unter besseren Bedingungen zu entwickeln.“ (Koptagel-Ilal 2000, S. 105) „Doch bleiben Migrationsprozesse nicht ohne Auswirkungen. (...) Migration birgt (...) häufig große persönliche und seelische Belastungen.“ (Assion 2005, Vorwort)

„Moderne Gesellschaften sind durch einen so hohen Grad an Mobilität gekennzeichnet, dass man sie geradezu als „Migrationsgesellschaften“ charakterisieren kann. Damit ist gesagt, dass die Probleme der Migration – und damit des plurikulturellen Zusammenlebens – nicht nur eine Minderheit betreffen, sondern in zunehmendem Maße die gesamte Bevölkerung, wenn auch auf unterschiedliche Weise.“ (Pfeiffer 2002, S.7)

In dieser Arbeit soll es in erster Linie darum gehen, welche Auswirkungen die Migration auf den Einzelnen hat, und dabei vornehmlich darum, wie sich Veränderungen hinsichlich psychiatrischer Entwicklungen zeigen.

Nachdem im ersten Teil dieser Arbeit allgemeine Auskünfte zum Begriff der Migration, zu gegenwärtigen Tendenzen und zu geschichtlichen Aspekten bezüglich des Migrationsgeschehens in Deutschland gegeben werden, soll dann im zweiten Teil dieser Arbeit geklärt werden, welche Auswirkungen die Migration auf den Gesundheitszustand insgesamt hat und ob ein Zusammenhang zwischen Migration und psychischer Erkrankung gefunden werden kann. Im dritten Teil werden einzelne psychiatrische Krankheitsbilder beschrieben und auf migrationsspezifische und transkulturelle Aspekte hin untersucht, um im vierten Kapitel Probleme hinsichtlich der Versorgung von Migranten zu beschreiben und Handlungsansätze für die Arbeit mit den Betroffenen aufzuzeigen. Dieses kann im Rahmen der Arbeit natürlich nur exemplarisch geschehen. Mein Versuch in dieser Arbeit besteht darin, den Fokus auf häufig beschriebene Aspekte der aktuellen Wissenschaft und Praxis zu legen. Bestimmte Migrantengruppen nehmen aufgrund dessen in verschiedenen Teilen dieser Arbeit einen höheren Stellenwert ein, dieses wird dann aber deutlich.

1. Migration als Schlüsselbegriff

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Bezeichnungen wie Ausländer, Migrant, Asylbewerber, Aussiedler, Flüchtling etc. oft synonym benutzt. Es wird kaum differenziert aus welchen Gründen Menschen ihre Heimat verlassen, wie lange sie bereits in Deutschland leben oder welchen rechtlichen Status sie besitzen.

Aufgrund dessen ist es zunächst erst einmal wichtig den Begriff der Migration näher zu betrachten und mögliche Motive für das Verlassen der Heimat zu beschreiben, um überhaupt auf eventuelle Ursachen im Bezug auf Migration und seelische Gesundheit eingehen zu können.

1.1 Begriff der Migration - Zahlen und Fakten

Im soziologischen Sinn ist mit Migration die „Wanderung, Bewegung von Individuen oder Gruppen im geographischen oder sozialen Raum, die mit einem Wechsel des Wohnsitzes verbunden ist“, gemeint. (Duden 5, 2001)

Der Begriff der Migration sagt nichts über die Aufenthaltsdauer der Individuen oder Gruppen in der Fremde aus. Ein dauerhafter Wechsel in eine andere Gesellschaft bezeichnet man als Immigration.

Um Migration zu konkretisieren unterscheidet man zwischen räumlichen Aspekten (Binnenwanderung vs. internationaler Wanderung), zeitlichen Aspekten (temporäre vs. permanenter Wanderung) und bezüglich der Wanderungsursache (freiwillig (z.B. Arbeitsmigration) vs. erzwungen (Vertreibung oder Flucht)). (vgl. Treibel 2003, S. 20-21)

Die wesentlichen Motive für die Migration nach Deutschland sind Aussicht auf Wohlstand und Arbeit, die hier herrschende Freiheit, Demokratie und Toleranz, ein gesundes Klima und die hier schon lebenden Freunde und Verwandten. Diese Faktoren bezeichnet man auch als Pull-Faktoren. Zu den so genannten Push-Faktoren gehören wiederum politische Verfolgung, Arbeitslosigkeit, Hunger und Umweltkatastrophen. (vgl. Dirscherl 2004, S.55) Neben diesen Motiven kann aber auch die Aufnahme eines Studiums oder der Erwerb einer Green Card für IT-Fachkräfte Auslöser für die Migration nach Deutschland sein. Zu den Migrantengruppen (Nr.1) gehören neben IT-Fachkräften und Studenten, die eher den kleineren Teil ausmachen, EU-Binnenmigranten (72,1 % aus Polen), die Gruppe der Ehegatten und Familienangehörigen von Drittstaatanghehörigen (27 % aus der Türkei), Spätaussiedler[1], jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion[2], Asylzuwanderer[3], Flüchtlinge[4] und die Gruppe der Werkvertrags-, Saison-, Gast- und Grenzarbeitnehmer sowie sonstige zeitlich begrenzte Arbeitsmigranten. (vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2005, S.28ff)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2005, S. 28

Die größte Gruppe der zugewanderten Migranten haben 2004 neben den Rückkehrern mit deutscher Staatsangehörigkeit, die Gruppe der Polen, Türken und Russen ausgemacht. (Nr.2) Es gibt darüber hinaus es eine nicht unerhebliche Zahl von Migranten, die sich illegal in unserem Land aufhalten. Im Jahre 2004 wurden rund 63000 unerlaubt aufhältige Personen registriert, was aber als so genannte Untergrenze betrachtet werden muss. (vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2005, S.93)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nr. 2 Nr. 3

Quelle: Bundesamt für Migration und Quelle: Bundesamt für Migration und

Flüchtlinge 2005, S. 21 Flüchtlinge 2005, S.104

Sieht man sich neben den Zahlen der aktuellen Migrationsbewegungen, die Zahlen der in Deutschland lebenden Ausländer an, so ergibt sich ein völlig anderes Bild. Wie zu erwarten, führt hier die Gruppe der türkischen Mitbürger, neben Italienern, Menschen aus Serbien und Montenegro und Griechenland, die Statistik ganz deutlich an. (Nr.3) Zu berücksichtigen bei der Auswertung der Statistiken hinsichtlich der Thematik der Arbeit ist, dass es durchaus eine beachtliche Zahl an Ausländern gibt, die nicht direkt von Migration betroffen sind, sondern in Deutschland geboren sind (20,9 %), aber keinen deutschen Pass besitzen. Die Zahl der Ausländer betrug 2004 in Deutschland 8,1% (Nr.4). Menschen mit Migrationshintergrund (Vater und/oder Mutter Migrant) und deutscher Staatsanghörigkeit sind hier nicht erfasst. Diese Gruppe ist aber, genauso wie die Gruppe der Spätaussiedler mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei der Bearbeitung der Thematik „Migration und seelische Erkrankung“ zu berücksichtigen.

Assion betont, um einen wichtigen Punkt vorweg zu nehmen, dass die Gruppe der Migranten, ihre Lebensgeschichten und Hintergründe derart heterogen sind, dass sich „die möglichen psychologischen Reaktionen und psychischen Störungen, die im Zusammenhang mit Migrationsprozessen auftreten nicht nach migrationsbezogenen Auslösern und Faktoren kategorisieren lassen.“ (Assion 2005, S. 133) Einige allgemeingültigen Aussagen im Zusammenhang mit dem Migrationsprozess können dennoch getroffen werden, wie ich im nächsten Kapitel aufzeigen werde. Aufgrund der Heterogenität der Gruppe der Migranten, werde ich in dieser Arbeit dennoch versuchen, die spezifische Gruppenzugehörigkeit der Migranten deutlich zu machen, auch wenn dies nicht immer möglich sein wird, da die Datenlage in diesem Zusammenhang nur unzureichend vorhanden ist. (vgl. Lampert et al. 2005, S. 127)

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Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2005, S. 103

Für die Zukunft bleibt festzuhalten, dass der Anteil ausländischer Mitbürger steigen wird. Selbst wenn die Zuwanderungszahlen abnehmen sollten, gleicht eine höhere Kinderzahl und die jugendliche Altersstruktur der Ausländer dieses aus. Auch die niedrige Geburtenrate der deutschen Bevölkerung in den letzten Jahren tut ihr übriges zu dieser Prognose. (vgl. Ulrich 1999, S. 20-26)

1.2 Migration in der Bundesrepublik Deutschland: ein Blick in die Vergangenheit

Dass man in Deutschland vor allem auf türkische Migranten trifft, resultiert aus dem in den 50er Jahren abgeschlossenen Anwerbungsabkommen der Bundesregierung mit verschiedenen Ländern, wie Griechenland, Italien und vor allem der Türkei, um den damals aufkommenden Arbeitskräftebedarf zu decken. Die Mehrzahl der Migranten plante einen Aufenthalt von wenigen Jahren, um anschließend in ihr Heimatland mit den erhofften Ersparnissen zurückzukehren. Es gab ein so genanntes Rotationsprinzip, was einen stetigen Wechsel der Arbeitnehmer vorsah. Dieses Rotationsprinzip wurde jedoch bald aufgegeben, da die Industriellen nicht mehr bereit waren, ständige Anlernkosten zu tragen und auch auf Seiten der Migranten bestand kein Interesse an einer schnellen Rückkehr. Die Ersparnisse konnten nicht in der erhofften Zeit „angehäuft“ werden, zudem bestand nach dem Anwerbestopp von 1973 aufgrund der aufkommenden Rezession, die Angst unter den Arbeitskräften, nicht wieder nach Deutschland zurückkehren zu können. Somit stellten sich vor allem türkische Migranten auf einen längeren Aufenthalt in Deutschland ein, auch wenn dieses Phänomen von Seiten der Regierung lange keine Beachtung fand, vor allem hinsichtlich aufkommender Integrationsprobleme. Die Migranten richteten sich samt ihrer nachgezogenen Familienangehörigen in Deutschland ein, was eine ständig wachsende Population türkischer Migranten zur Folge hatte, bis 1984, aus Angst vor Überfremdung des Landes, das Rückkehrförderungsgesetz geschaffen wurde.

Die Einreisebestimmungen für Italiener war sehr viel lockerer und die Entfernung eine wesentlich kürzere. Ein stetiges Wachsen der italienischen Bevölkerung blieb deshalb aus, die Bevölkerungspopulation blieb konstant. Da viele Familien ein so genanntes Pendlerleben führten bzw. immer noch führen, wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff der Transnationalität benutzt.

Insbesondere griechische Migranten sahen ihre Zukunft nicht in Deutschland, was zum Einem mit dem Anwerbestopp von 1973 zusammenhängt und zum Anderem mit dem Ende der Militärjunta in Griechenland begründet wird. (vgl. Boos-Nünning, Karakasoglu 2005, S. 47 ff)

2. Migration und Gesundheit

Mögliche Gründe für eine Migration nach Deutschland sollten bis hierhin deutlich geworden sein. Wie aber verkraften Menschen die Umstellung in der neuen Kultur? Besteht ein Zusammenhang zwischen ihrem Wohlbefinden bzw. ihrer psychischen und physischen Verfassung und der Tatsache, dass sie einen Migrationshintergrund besitzen? Hat dieser Zustand eher etwas mit dem Herkunftsland der Betroffenen zu tun, der dortigen Versorgung und dem vorhandenen Gesundheitssystem, den Lebensgewohnheiten der Migranten? Wie groß sind die Differenzen zu Menschen ohne Migrationshintergrund und welche Faktoren spielen in diesem Zusammenhang noch eine Rolle?

2.1 Macht Migration krank?

Um auch gleich einen wichtigen Aspekt vorwegzunehmen, sei gesagt, dass auch in der Fachwelt sehr kontrovers darüber diskutiert wird, ob „soziale oder mit dem Migrationsprozess verbundene Faktoren (...) verantwortlich sind“ für einen tatsächlich schlechteren Gesundheitszustand bei Migranten. (Keller,Braune 2004, S.47)

Faltermaier (in Keller,Braune 2004) nennt in seinem Gesundheitsmodell drei wesentliche Kategorien, die Einfluss auf den Gesundheitszustand von Migranten haben. Auch im Beitrag des Robert-Koch-Instituts zum Thema Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit werden diese drei Punkte benannt. (vgl. Lampert et al. 2005, S. 128)

Die ethnische Zugehörigkeit, mitverantwortlich für die Identität des Menschen, sagt beispielsweise etwas über die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerungsgruppe aus, wie körperliche Hygiene verläuft oder welche Genussmittel typischerweise bevorzugt werden. So hat man z.B. feststellen können, dass ausländische Männer wesentlich häufiger rauchen als Männer deutscher Herkunft. Untersuchungen haben darüber hinaus gezeigt, dass ältere ausländische Frauen häufiger zu Übergewicht neigen als deutsche und dass Migrantenjugendliche weniger Alkohol trinken, wenn sie nicht in Deutschland geboren sind, wobei Aussiedlern hingegen ein höherer Alkoholkonsum nachgesagt wird. (vgl. Lampert et al. 2005, S.131 / Boos-Nünning, Siefen 2005, S. 198) Erhöhte Suchtwerte können natürlich auch die Folge des Migrationsprozessen sein und als so genannte Coping-Mechanismen verstanden werden (vgl. Keller, Braune 2004, S. 69), wobei sich die Grenze hier nicht genau ziehen lässt. Mehr hierzu im Kapitel über Sucht.

„Auch die Art und Weise der Symptomäußerung sowie spezifische Krankheitskonzepte, die oft unvereinbar mit westlichen Diagnose- und Handlungsschemata sind“ (Keller, Braune 2004, S. 49), gehören zu dieser Kategorie. So findet man beispielsweise bei Franzosen, den Begriff der „Leberkrise“ für Kopfschmerzen; Deutsche nehmen etwa sechsmal so viele Medikamente für Herzprobleme wie Franzosen oder Engländer, was nicht mit einer derart erhöhten Prävalenz von Herzkrankheiten erklärt werden kann, sondern ein kulturspezifisches Krankheitskonzept oder Körperkonzept zu Grunde legt. Neben unterschiedlichen Körperkonzepten spricht man in diesem Zusammenhang auch von so genannten kulturpezifischen Syndromen (KSS). „Das am besten untersuchte KSS ist zweifellos Susto, ein durch Erschrecken ausgelöster „Seelenverlust“ in Lateinamerika.“ (Wiezoreck, Diesfeld 1998, S. 41) „In der transkulturellen Psychiatrie versteht man darunter Schreckreaktionen unspezifischer Ursache, die mit Schwäche, Appetitlosigkeit und depressiver Verstimmung verbunden sind.“ (Hoffmann 1998, S. 288) Andere untersuchte KSS sind beispielsweise Koro, Latha oder Amok. (vgl. Hoffmann 1998, S. 288)

Je nach Ethnie können auch traumatische Erlebnisse wie zum Beispiel Krieg eine Rolle spielen, bestimmte Krankheiten aufgrund von Unterversorgung in der Heimat verstärkt auftreten oder vererbbare Krankheiten einer höheren Prävalenz im Herkunftsland zu Grunde liegend importiert werden. Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder HIV sind wesentlich häufiger bei Zuwanderern zu finden als bei der einheimischen Bevölkerung. Insbesondere Zuwanderer aus Afrika und aus osteuropäischen Ländern sind hier betroffen. (vgl. Lampert et al. 2005, S. 130)

Neben der ethnischen Zugehörigkeit spielt der Migrationsprozess, wie soeben bereits erwähnt, eine wichtige Rolle. „Migration (..) muss als Prozess der Eingliederung, der Anpassung und neuer Identitätsbildung verstanden werden. Hierbei spielen die Bedingungen der Migration – zum Beispiel die Freiwilligkeit der Migration, ein Familienmitzug sowie die Lebensbedingungen im Aufnahmeland – eine bedeutende Rolle.“ (Keller, Braune 2004, S. 50) Somit kann es beispielsweise sehr entscheidend sein, welchen Aufenthaltsstatus ein Migrant besitzt. Muss er sich ständig Sorgen um eine etwaige Rückführung machen oder hat er die Möglichkeit sein leben uneingeschränkt zu gestalten? Auf welche finanziellen Ressourcen und tragfähigen Beziehungen kann er zurückgreifen? Ist das Betroffene als Kind immigriert? Ist dies der Fall, so ist er auf seine Eltern angewiesen und steht in einer gewissen Abhängigkeit zu ihnen; er hat die schwierige Aufgabe der Identitätsfindung im Aufnahmeland vor sich oder befindet sich mittendrin. Wie schwierig diese Aufgabe sein kann, beschreiben Sauer und Heim in ihrem Beitrag zur Integration von türkischen Migranten. „Trotz der abnehmenden Absicht zur Remigration und der Einbürgerung ist für viel Migranten die kulturelle und/oder nationale Verortung zwischen Deutschland und der Türkei problematisch, insbesondere bei der zweiten und dritten Generation.“ (Sauer, Halm 2005, S. 69) Bei einer Umfrage stimmten beispielsweise 41,1 % der Befragten der Aussage „Manchmal fühle ich mich heimatlos und weiß nicht, wohin ich gehöre“ zu. Der Aussage „Eigentlich fühle ich mich weder in Deutschland noch in der Türkei richtig zuhause“ stimmten 30 % der Befragten zu. Nur 12,2 % gaben an sich den Deutschen „ziemlich nahe zu fühlen“, was auf eine gewisse Desintegration schließen lässt. (vgl. Sauer, Halm 2005, S. 69) Dass allerdings eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der Identitätsfindung gerade bei Migranten zur Lebensgeschichte hinzugehört und sogar Vorraussetzung für einen gelungenen Migrationsprozess darstellt, betont Salman auf der Grundlage des 4-Phasen-Modells von Hellage-Vergas, in dem nach der Phase der Orientierungslosigkeit, der Phase der Überanpassung oder Integrationsverweigerung, der Phase der Bewusstwerdung und reflektiven Krise, „die Phase der lebensgeschichtlichen Selbstverständlichkeit mit einem bikulturellen Selbstbild und einem Gefühl bikultureller Zugehörigkeit“ (Salman 1995, S. 98) folgen kann. Der Autor gibt hier allerdings ausschließlich die „Hintergründe einer gelungenen Migration“ wieder, wie der Titel seines Aufsatzes zeigt. Jedoch ist solch eine gelungene Migration nicht von jedem Migranten zu erwarten, wobei sich die Frage stellt, was denn als gelungen zu werten ist. (vgl. Salman 1995, S. 90-100)

Battegay macht in diesem Zusammenhang auf gruppendynamische Prozesse aufmerksam, die zu einer unterschwelligen Ablehnung der Migranten in der Aufnahmegesellschaft führen. „Bei der Begegnung (...) von zwei Menschengruppen stellen sich die Beteiligten primär vor, dass die anderen ihnen weitgehend ähnlich seien und gleich wie sie denken müssten. Sind aber deren Gesichtszüge, deren Hautfarbe, deren Sprache und deren Einstellungen nicht entsprechend, so kommt es zu Enttäuschungen, Wut und Aggressionen. Es tritt nun der psychische Prozess der projektiven Identifikation ein.“ (Battegay 2000, S. 128) Das bedeutet, dass die aufkommenden Aggressionen auf die Andersartigen, in dem Fall die Migranten, übertragen werden und dann als Bedrohung wahrgenommen werden.

Eine psychiatrischen Klinik in Kaufbeuren wertete in den 90er Jahren verschiedene Krankheitsgeschichten ausländischer Klienten der 2. Arbeitsmigrantengeneration hinsichtlich migrationsspezifischer und kultureller Problemlagen aus, um einen Leitfaden für die biografische Anamnese, Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Als zu berücksichtigende Punkte haben sich unter anderem der Migrationsverlauf, der Integrationsstatus, der Migrationsverlauf der Eltern, Kind-Elterkonflikte und Partnerkonflikte herausgestellt. So spielen beispielsweise das Alter bei der Migration, Trennungszeiten von den Eltern, vorübergehende Remigrationserfahrungen, sprachliche Fertigkeiten, Diskriminierungserfahrungen, das Verhältnis zur Herkunftskultur, Brüche zwischen Herkunfts- und Umgebungskultur oder Aufgaben- und Rollenverteilungen in der Ehe eine Rolle bei der Beurteilung und Behandlung der Erkrankung. (vgl. Kuhlmann 1995, S. 186-193)

Auch der Verlust der Mentalität und damit der Verlust wichtiger persönlicher Kompetenzen ist bei der Migration aus einfachen dörflichen Struktur mit „geselligem Zusammensein und hoher Bedeutung der sozialen Verflechtungen“ (Koch 1995, S. 110), wo viele der Arbeitsmigranten herstammen, in eine hoch industrialisierte Gesellschaft zu befürchten. (vgl. Koch 1995, S. 102, 110)

Eine gesundheitliche Stabilität der Migranten hängt somit unmittelbar mit dem Gelingen des Migrationsprozesses zusammen. Aufkommender Stress aufgrund von Integrationsproblemen und Diskriminierungserfahrungen wirken sich destruktiv aus. (vgl. Keller, Braune 2004, S. 50)

Neben migrationsspezifischen Faktoren, muss die soziale Lage der Migranten in Deutschland berücksichtigt werden, will man mögliche Indikatoren für den Gesundheitszustand der Betroffenen ausfindig machen. Wichtige Merkmale für den sozialen Status sind neben materiellen Ressourcen, der Bildungsgrad, der berufliche Status und das Vorhandensein von sozialen Netwerken. Auch das Alter und Geschlecht spielen hierbei eine Rolle. Migranten sind überdurchschnittlich schlecht gestellt, wenn es um die Beurteilung der sozialen Lage geht. Sie sind beispielsweise überdurchschnittlich häufig arbeitslos und verfügen über niedrigere Bildungsabschlüsse, die bei Arbeitsmigranten der ersten Generation noch auf eine unzureichende Bildungsversorgung im Herkunftsland zurückzuführen sind. (vgl. Koch 1995, S. 102)

Beispielhaft soll der Zusammenhang von Gesundheit und sozialem Status am Bildungsniveau und am Grad der Arbeitslosigkeit dargestellt werden.

Arbeitslose beurteilen ihren Gesundheitszustand generell schlechter als Nichtarbeitslose (Nr.5), wobei berücksichtigt werden muss, dass die Krankheit Ursache für Erwerbslosigkeit sein kann. Es kann jedoch von einer wechselseitigen Verstärkung zwischen Arbeitslosigkeit und beeinträchtigter Gesundheit ausgegangen werden.

Nr.5 Nr.6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Lampert et al. 2005, S. 75 Quelle: Lampert et al. 2005, S. 76

Um einen, wenn auch indirekten Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit herstellen zu können, wurden Arbeitslose befragt, inwiefern ein schlechter Gesundheitszustand als Grund für die Arbeitslosigkeit gesehen werden kann. (Nr.6) „Von den aktuell arbeitslosen Männern gab jeder Vierte und von den Langzeitarbeitslosen sogar jeder Dritte an, dass Einschränkungen der Gesundheit ein Grund für die Arbeitslosigkeit sind. Frühere Arbeislosigkeitserfahrungen werden hingegen nur selten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht.“ (Lampert et al. 2005, S. 76) Diese Erkenntnisse zeigen zwar keinen unmittelbaren Zusammenhang; es hat sich aber dennoch gezeigt, dass eine längere Arbeitslosigkeit einen schlechteren Gesundheitszustand vor allem bei Männern mit sich bringt und dass beide Wirkungsrichtungen bedacht werden müssen (Wechselwirkung).

Bei vielen Krankheiten, wie Bronchitis, Rückenschmerzen oder Depressionen wurde bei Arbeitslosen ein erhöhtes Auftreten festgestellt. (Nr.7) Neben der Tatsache, dass arbeitslosen Menschen oftmals eine Tagesstruktur fehlt und das Gefühl des „nicht gebraucht werden“ nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen auftreten kann, was wiederum Auswirkungen auf die psychische und damit auch auf die körperliche Verfassung der Betroffenen hat, kann ein schlechtes Gesundheitsverhalten als Auslöser für einen negativen Gesundheitszustand bei Arbeitslosen gesehen werden. Die Schaubilder (Nr.8) und (Nr.9) verdeutlichen dieses beispielhaft anhand von Rauchgewohnheiten und sportlicher Inaktivität bei Arbeitslosen. Ich denke, dass man kann auch hier verstärkt von einer Wechselwirkung ausgehen kann.

Nr.7

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Quelle: Lampert et al. 2005, S. 78

Nr.8

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Quelle: Lampert et al. 2005, S. 81

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Lampert et al. 2005, S. 82

Ein Bereich der sehr stark mit Arbeitslosigkeit zusammenhängt, ist der Bereich der Bildung. Betrachtet man das Bildungsniveau der Bevölkerung im Kontext des Arbeitsmarktes, dann ergeben sich eben beschriebene Belastungen aufgrund von Arbeitslosigkeitserfahrungen. „Eine Unterversorgung mit Bildungsgütern geht oftmals mit prekären Beschäftigungsverhältnissen einher und lässt sich angesichts der gegenwärtigen Arbeitsmarktsituation als eine zentrale Ursache für Arbeitslosigkeit ansehen. (...) Die Bildung stellt aber auch außerhalb der Arbeitswelt eine wichtige Ressource für die Gesundheit dar.“ (Lampert et al. 2005, S. 37) Bildung spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, komplexe gesellschaftliche Anforderungen der heutigen Zeit zu meistern, sinnstiftende soziale Beziehungen aufzubauen und zu erhalten oder eine gesundheitsförderliche Lebensweise zu etablieren. Die Erziehung spielt hier eine zentrale Rolle. Statistik (Nr.10) und (Nr.11) zeigen den Zusammenhang von Schulabschlüssen und aufkommenden Gesundheitsstörungen sehr deutlich, obwohl hierbei berücksichtigt werden muss, dass der Schulabschluss sehr offensichtlich mit der sozialen Herkunft korreliert. Nicht immer stehen hier die vorhandenen Ressourcen, sondern vielmehr die Bildungschancen im Mittelpunkt.

Nr.10

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Quelle: Lampert et al. 2005, S. 39

Nr.11

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Quelle: Lampert et al. 2005, S. 40

Anlage (Nr.12) verdeutlicht, dass auch bei auftretender Krankheit statistisch gesehen der Bildungsabschluss eine gewisse Rolle spielt, wenn es darum geht, so gut wie möglich mit dieser Krankheit umzugehen. Betrachtet man den subjektiv eingeschätzten Gesundheitszustand, so ergeben sich ebenfalls klare Unterschiede, insbesondere bei Männern. (Nr.13)

Nr.12 Nr. 13

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Quelle: Lampert et al. 2005, S. 41 Quelle: Lampert et al. 2005, S.43

Wie zu erwarten, hat die Bildung demzufolge einen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten. Menschen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen rauchen überdurchschnittlich viel, sind häufiger von Übergewicht betroffen und treiben unterdurchschnittlich häufig Sport (Nr.14,15,16). (vgl. Lampert et al. 2005, S.37-53, S.73-84)

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Quelle: Lampert et al. 2005, S. 45

Nr.15

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Lampert et al. 2005, S. 46

Nr. 16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Lampert et al. 2005, S. 47

In welcher sozialen Lage sich ein Mensch befindet, ist auch immer abhängig von der Gesellschaft in der er lebt. Insbesondere bei Migranten wird ständig von so genannten Teilhabechancen gesprochen. “Ausschlaggebend für die subjektive Einschätzung der Angemessenheit von Teilhabechancen sind dabei die Vergleichs- oder Referenzgruppen, denn Statusdeprivation[5] entsteht im sozialen Vergleich mit anderen Gruppen.“ (Sauer, Halm 2005, S. 67,68) Deprivationstendenzen bei türkischen Migranten beispielsweise beziehen sich in erster Linie auf die berufliche Stellung und nicht erreichte Bildung, weniger auf finanzielle Möglichkeiten und soziale Anerkennung. (vgl. Sauer, Halm 2005, S. 80)

Nach Keller und Braune haben migrationsspezifische und ethnische Faktoren einen stärkeren Einfluss auf die Gesundheit als soziale Faktoren. In Fachkreisen wird jedoch immer wieder darüber diskutiert, welche Einflussfaktoren höher zu gewichten sind. Differenzen bei empirisch ermittelten epidemiologischen Daten geben dazu Anlass. (vgl. Riecken, Schwichtenberg 2002, S. 233)

Weitere Gründe für einen schlechteren Gesundheitszustand von Migranten können Zugangsbarrieren zum Hilfesystem im Aufnahmeland sein, auf die ich im vierten Kapitel noch ausführlicher eingehen werde. Im Sonderbericht über die Gesundheitslage der Zuwanderer in NRW werden u.a. Sprachprobleme, Angst vor aufenthaltsrechlichen Folgen und die Unkenntnis über das Hilfesystem von den Betroffenen genannt. (vgl. Keller, Braune 2004, S. 49-54, 74-78)

Migranten nehmen z.B. wesentlich seltener an präventiven Maßnahmen zur Gesunderhaltung teil. Ganz deutlich wird dieses, wenn man die Statistiken zur Grippeschutzimpfung näher betrachtet. Hier liegt die migrierte Gesellschaft klar hinter der deutschen Bevölkerung. Auch Statistiken zur Krebsvorsorge, zur zahnmedizinischen Vorsorge oder zur Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft bestätigen dieses. (vgl. Lampert et al. 2005, S. 133) Die Rate der Totgeburten, ein wichtiger Indikator für die Gesundheitsversorgung, ist bei Ausländern deutlich erhöht. (vgl. Stöckl-Hinke 2002, S. 290)

Auch wenn nur unzureichende Untersuchungen zur gesundheitlichen Lage von Migranten in Deutschland vorhanden sind, betont Keller, dass vieles darauf hindeutet, dass Migranten stärker von bestimmten Krankheiten betroffen sind, „hierbei spielen psychosomatische Beschwerdebilder und Krankheiten, die sich auf schlechte oder schwierige Lebens- und Arbeitsbedingungen zurückführen lassen, eine besondere Rolle.“ (Keller, Braune 2004, S. 53) Collatz bestätigt diese These wie folgt: „In der Literatur finden sich für die verschiedensten Migrantengruppen immer wieder stark überhöhte Befunde an psychosomatischen Befindlichkeitsstörungen, verbunden mit Ängsten, depressiven und psychosexuellen Störungen.“ (Collatz 1999, S. 48,49) Diese Störungen stehen im Mittelpunkt ärztlicher Versorgung von Migranten.

Collatz und Fischer betonen an anderer Stelle die schlechte Datenlage, gehen aber, wie eben erwähnt, von deutlich erhöhten „Erkrankungs- und Sterblichkeitsraten“ bei Migranten aus, wobei die soziale Situation, im Gegensatz zu Keller, der eher migrationsspezifische Ursachen hervorhebt, und Probleme mit der Versorgung besonders berücksichtigt werden.

Was mit Sicherheit festgestellt werden kann ist, dass die so genannten Arbeitsmigranten auf Grund ihrer beruflichen Stellung (monotone Tätigkeiten, Arbeitshaltung, Arbeitsort) und gesundheitsschädigender Verhaltensweisen erhöhte Arbeitsunfähigkeitstage aufweisen, überdurchschnittlich oft von Arbeitsunfällen betroffen sind und früher berentet werden.

Studien zeigen darüber hinaus, dass Kinder von Migranten wesentlich häufiger von Identitätsstörungen, Ängsten, Verhaltensstörungen und psychosomatischen Befindlichkeitsstörungen betroffen sind. Auch die Zahlen der Infektionskrankheiten, der Unfallopfer und die des Behinderungsgrades sind bei Migranten erhöht. (vgl. Collatz, Fischer 1998, S. 17-31)

Eine besondere Bedeutung nimmt die Gruppe der Flüchtlinge ein, wie ich es bereits angedeutet habe. Flüchtlinge weisen häufiger Befindlichkeitsstörungen auf als Deutsche. „Insbesondere langfristige Internierung[6], Unplanbarkeit der Zukunft und anhaltende Lebensbedrohung, vor allem aber auch die erzwungene Untätigkeit hindern Flüchtlinge am Erwerb und an der Entfaltung einer neuen Identität und führen sehr häufig zu Hoffnungslosigkeit, Depressivität, Sexualstörungen, Aggressivität, gesundheitsschädigendem Bewältigungsstrategien und psychosomatischen Erkrankungen.“ (Collatz, Fischer 1998, S. 28)

Warum Migrantengruppen ein erhöhtes Risiko von Krankheit betroffen zu sein tragen, habe ich anhand von ethnischen, migrationsspezifischen und sozialen Faktoren versucht zu verdeutlichen. Des Weiteren bin ich soeben auch auf „migrationstypische“ Krankheitsbilder eingegangen, was ich im folgenden Abschnitt, bezogen auf den Bereich der Psychiatrie, weiter vertiefen möchte.

[...]


[1] „Spätaussiedler sind Volkszugehörige, die unter einem so genannten Kriegsfolgeschicksal gelitten

haben“ (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2005, S.39) Sie kommen vor allem aus Polen und

der ehem. Sowjetunion

[2] die oberste Landesbehörde kann im Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Inneren

anordnen, dass Ausländer aus bestimmten Staaten oder bestimmte Ausländergruppen eine

Aufenthaltserlaubnis erteilt wird; in diesem Fall beispielsweise zur Stärkung der jüdischen

Gemeinde in Deutschland

[3] nach dem Grundgesetz wird politisch verfolgten Ausländern das Recht auf Asyl gewährt

[4] für Menschen aus Krisengebieten ist eine schnelle Aufnahme möglich, wenn Gefahr für Leib und

Leben besteht

[5] Deprivation: „Mangel, Verlust, Entzug von etwas Erwünschtem“ (Duden 5 2001)

[6] internieren: „jmdn. in einem Lager festsetzen“ (Duden 5 2001)

Details

Seiten
84
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638608381
ISBN (Buch)
9783638694810
Dateigröße
912 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v70115
Institution / Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel
Note
2,0
Schlagworte
Psychiatrische Versorgung Migranten Bundesrepublik Deutschland Ausländer Psychiatrie Migration Sucht Schizophrenie Depressionen Psychosomatik

Autor

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Titel: Psychiatrische Versorgung von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland