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Lokales Handeln und Vitalität in Afrika im Kontext der Globalisierung

Hausarbeit 2006 33 Seiten

Ethnologie / Volkskunde

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Das Lokale
2.1. Was ist das Lokale?
2.2 Lokales Handeln oder die Produktion des Lokalen
2.3 Das Lokale im Verhältnis zum Globalen
2.4 Das Lokale im Kontext der Globalisierung
2.5 Lokales Handeln im Kontext der Globalisierung

3. Lokale Vitalität
3.1 Annäherung an das Konzept der „Lokalen Vitalität“
3.2. Vitalität im Wandel der Zeit
3.3 Das Konzept der „Lokalen Vitalität“ im Verhältnis zur ELVT
3.4 Verschiedene Formen der Vitalität
3.4.1 Aneignung
3.4.2 Expansion
3.4.3 Widerstand
3.4.4 Selbstbehauptung
3.4.5 Parallelität der Handlungen
3.5. Nicht-vitale Handlungen

4. Homogenisierung oder Heterogenisierung?

5. Schlussbemerkungen

6. Bibliographie

7. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Am 7. März 2006 erschien in der „Tageszeitung“ (taz) ein Artikel über eine neue Theorie der Verbreitung des Vogelgrippevirus H5N1. Nachdem darüber spekuliert wurde, dass sich das Influenzavirus durch Zugvögel so rasant über den Globus verbreite, berichtete die Zeitung, dass Birdlife, der internationale Dachverband der Vogelschutzorganisationen, der Überzeugung sei, dass Wildvögel nur eine untergeordnete Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen. Verantwortlich sei vielmehr der legale und illegale Handel mit Abfällen und infizierten Produkten der weltweit agierenden Geflügelindustrie. Denn mit dem Export von Millionen von einen-Tag-alten Bruteiern und jung geschlüpften Hühnerküken auch aus aktuellen Infektionsgebieten können H5N1-Viren ungehindert von Kontinent zu Kontinent springen. Als Beweis für ihre These führte Birdlife die bis zu dem Erscheinen der Zeitung jüngsten Infektionsfälle an. Die Seuchenausbrüche folgten bis dato nicht dem zeitlichen und geographischen Muster der Vogelzüge. Die Infektionsfälle traten zudem in einigen Ländern zuerst in Geflügelbeständen auf.[1]

Sollte sich die Theorie bewahrheiten, fällt dieser momentan in der Presse viel diskutierte Fall zur globalen Verbreitung des H5N1 Influenzavirus in ein Themengebiet, das auch seit den 1990er Jahren in den Sozial- und Kulturwissenschaften vielfach diskutiert wird (Förster 2005): die Globalisierung. Das Virus wird dann nicht, wie zuvor angenommen, durch den Vogelzug in den Vögeln transportiert – und entzieht sich so weitestgehend der menschlichen Einflussnahme – sondern Menschen selber haben an dessen Verbreitung einen entscheiden-den Anteil.

Auch die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Globalisierung als übergeordnetes Thema. Unter Globalisierung wird im Allgemeinen eine zunehmende Verflechtung der Welt verstanden. Durch den rapiden Fortschritt im Bereich der Informations- und Kommuni-kationstechnologien und den Ausbau von Transportkapazitäten kommt es zu einer Ver-dichtung des Raumes und Beschleunigung der Zeit. Ständige Flüsse von Kapital, Menschen, Waren, Zeichen und Ideen erreichen, oft ungehindert über politische Grenzen hinweg, nahezu jeden noch so entlegenen Winkel des Erdballs in immer kürzerer Zeit (Inda/Rosaldo 2002). Dabei kommt es zu einer Generierung von Neuem durch Verschmelzung von Elementen verschiedener Kulturen, aber auch zur Rückbesinnung auf Eigenes durch die Betonung lokal-spezifischer Merkmale. Globalisierung macht sich daher nicht nur auf der ökonomischen Ebene bemerkbar, sondern sie ist auch auf der politischen, sozialen und kulturellen Ebene deutlich sichtbar (Egbert 2001).

Ereignisse, Entscheidungen und Handlungen auf der einen Seite des Globusses können Konsequenzen für Gemeinschaften und Kulturen auf der anderen haben. Globalisierung hat also eine erhöhte Verwicklung des Globalen mit dem Lokalen zur Folge, weil, während jeder weiterhin lokal lebt, das Lokale bis zu einem gewissen Grad global geworden ist. Entfernte Ereignisse können Einwirkungen auf das Lokale haben. Ebenso können lokale Entwicklungen globale Auswirkungen haben (Inda/Rosaldo 2002).

Durch die Globalisierung wird Kultur von einer Lokalität deterritorialisiert und an einer anderen territorialisiert. In dem Diskurs vom „cultural imperialism“ wird davon ausgegangen, dass bei dieser De/Territorialisierung Kultur primär in eine Richtung fließt – vom Zentrum zur Peripherie bzw. von der ersten zur dritten Welt: „The center mostly speaks, and the periphery mostly listens, without talking back“ (Hannerz 1989: 206). Der Diskurs versteht also die zunehmende globale asymmetrische Bewegung von kulturellen Praktiken, Institutionen, Waren und Ausdrucksweisen als einen Prozess der kulturellen Auferlegung und Dominanz des Westens über den Rest, der letztendlich zu einer kulturellen Homogenisierung der Welt führe (Inda/Rosaldo 2002). Beispiele hierzu sind aus entsprechender Literatur hinreichend bekannt und finden in Metaphern wie „CocaColonization“, „McDonaldisierung der Kultur“ etc. ihren Ausdruck.

Eine zweite Strömung geht vom Gegenteil aus. Anhänger dieser Strömung räumen zwar ein Machtdifferenzial ein, verweigern aber die Vorstellung, dass Kultur einseitig vom Zentrum zur Peripherie fließt. Zudem haben sie ein multizentrisches Globalisierungskonzept. Und auch wenn dieser Fluss von den Zentren zur Peripherie eine wesentliche Komponente der Globalisierung sei, so würde er aber auch zwischen den Peripherien stattfinden. Außerdem handle es sich um eine irrtümliche Vorstellung, dass dieser Prozess zwangsläufig zu einer Homogenisierung der Welt führe. Globalisierung sei vielmehr als ein nicht-linearer Prozess zu betrachten, bei dem das Fremde transformiert und umgedeutet wird: „The peoples of the periphery do not simply or necessarily absorb the ideologies, values, and life-style positions putatively embedded in the foreign cultural goods they consume. More often than not they actually customize these imported forms, interpreting them according to local conditions of receptions“ (Inda/Rosaldo 2002: 25). Die Anhänger dieser Strömung, die diese Prozesse z.B. als „Kreolisierung“, „Hybridisierung“ und „Synkretisierung“ konzeptionalisiert haben, gehen somit von einer Heterogenisierung der Welt aus (Wimmer 2002).

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit „Lokalem Handeln“ und „Lokaler Vitalität“ im Kontext der Globalisierung. Daraus wird ersichtlich, dass die Globalisierungsprozesse nicht aus einer Makroperspektive heraus, sondern auf der Ebene der lokalen Akteure untersucht werden sollen. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht daher das Lokale, das hier nicht als gegeben vorausgesetzt, sondern aus einer Handlungsperspektive heraus genauer untersucht wird. Gefragt wird daher nicht nur was das Lokale ist oder tut, sondern auch, wie es sich konstituiert, wie das Lokale durch das Handeln der Akteure geschaffen wird. Im Kontext der Globalisierung muss zudem gefragt werden, wie sich das Lokale durch äußere, globale Einflüsse verändert. Denn das Lokale ist unter den Bedingungen der Globalisierung nicht mehr nur lokal, sondern immer auch global konstituiert. Zur Verständlichung der Relation des Lokalen mit dem Globalen muss daher genauer bestimmt werden, was das Lokale und was das Globale ist bzw. was diese beiden Kategorien ausmacht. Wie noch gezeigt werden wird, ist der Versuch einer genauen Bestimmung des Globalen problematisch, weil es im Gegensatz zum Lokalen keinen festen Ort hat.

Soziales Handeln ist in dieser Arbeit also zentraler Bestandteil und der Schlüssel zur Beschreibung der Auswirkungen der Globalisierung auf das Lokale. Ausgehend von Till Försters (2005) Aufsatz „Globalisierung aus einer Handlungsperspektive“, werden die verschiedenen möglichen Handlungen lokaler Akteure bei der Auseinandersetzung mit Fremdem bestimmt. Dabei werden den verschiedenen Handlungsintentionen der lokalen Akteure die verschiedenen Verläufe des sozialen Handelns gegenübergestellt.

Einige der von Förster beschriebenen Handlungsintentionen in Globalisierungsprozessen werden in das Konzept der „Lokalen Vitalität“ einbezogen, um die Vitalität ethnischer Gruppen zu untersuchen. Es handelt sich hierbei um ein neueres Konzept, das von einer Gruppe Wissenschaftlern des Instituts für Afrika-Studien in Verbindung mit dem Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg SFB/FK 560 der Universität Bayreuth unter der Leitung von Gerd Spittler entwickelt wurde. Kern dieses Konzeptes ist es, die Vitalität einer ethnischen Gruppe zu bestimmen, indem sie mit einer anderen, meist stärkeren Gruppe in Bezug gesetzt wird. Es geht hier also um die Relation verschiedener Lokalitäten, durch die dann der Vitalitätsgrad ethnischer Gruppen bestimmt werden kann. Dazu werden die bekannten Konzepte Aneignung, Expansion, Widerstand und Selbstbehauptung zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst und auch ein zeitlicher Rahmen berücksichtigt. Auf der Prozessebene lassen die jeweiligen Handlungsverläufe dann Rückschlüsse auf die Vitalität ethnischer Gruppen zu.

Ich werde mich dem Konzept der „Lokalen Vitalität“ Schritt für Schritt annähern, indem ich zunächst einen allgemeinen Überblick zu diesem Thema gebe, dann die Geschichte des Begriffs der „Vitalität“ ausleuchte und danach den Bezug zum Ursprung des Vitalitätskonzeptes in der Soziolinguistik herstelle. Anschließend werde ich mich näher mit den einzelnen Arten lokaler Handlungen befassen, in denen sich Vitalität zeigen kann. Da das Konzept der „Lokalen Vitalität“ nur dann sinnvoll ist, wenn es auch nicht-vitale Handlungen gibt, wird ein Unterkapitel auch diesem Thema gewidmet.

Das Konzept der „Lokalen Vitalität“ zusammen mit Försters Typik möglicher Handlung bei der Auseinandersetzung mit Fremdem in Globalisierungsprozessen könnten bei der Unter-suchung nützlich sein, ob es sich bei der Globalisierung um eine Homo- oder Heterogeni-sierung des Lokalen handelt. Es wird die These aufgestellt, dass bei ethnischen Gruppen mit einem hohen Vitalitätsgrad das Lokale heterogenisiert wird, da dann z.B. fremde Elemente nicht unverändert übernommen werden, sondern sie durch Aneignung einen Umdeutungs-prozess durchlaufen. Dieser Argumentation folgend würde das Lokale bei ethnischen Grup-pen mit niedrigem Vitalitätsgrad homogenisiert werden, da fremde Elemente z.B. durch einen gescheiterten Widerstand dann unverändert einfließen könnten. Im letzten Teil dieser Arbeit wird diese These auf ihre Richtigkeit hin überprüft.

In der vorliegenden Arbeit stehen zwei Bände im Mittelpunkt, die beide vom Institut für Afrika-Studien der Universität Bayreuth herausgegeben wurden. Bei dem einen handelt es sich um den Band „Globalisierung im lokalen Kontext. Perspektiven und Konzepte von Handeln in Afrika“ und bei dem Anderen um „Between Resistance and Expansion. Explorations of Local Vitality in Africa“. Aufgrund des begrenzten mir zur Verfügung stehen-den Platzes, musste auf ausgiebigere Fallbeispiele aus Afrika verzichtet werden. Mit Förster sei an dieser Stelle gesagt, dass Afrika sich für die Untersuchung der Globalisierung deshalb so vorzüglich eigne, da hier das zu beobachtende Ineinandergreifen von Lokalem und Globa-lem in zugespitzter Weise das zeige, was Prozesse dieser Art überall auf der Welt auszeichne: „In Afrika spiegelten sich [...] die Widersprüche und Probleme der Globalisierung wie in einem Brennglas“ (Förster 2005: 41).

2. Das Lokale

Der Begriff des Lokalen ist keineswegs neu. Tatsächlich gehörte das Thema „Lokalität“ und „Landschaft“ zu den Urbeständen der älteren ethnologischen Forschung. Es geriet jedoch später aus der Mode und wurde erst in jüngerer Zeit von Geographen, Architekten, Histo-rikern und auch von Ethnologen „wiederentdeckt“. Es handelt sich hierbei aber nicht um die Wiederentdeckung von Altbekanntem, sondern vielmehr um die Entwicklung neuer Pers-pektiven. In der älteren Forschung wurde das Lokale als etwas mehr oder minder Selbst-verständliches, Gegebenes und Grundlegendes angesehen (Lentz 2000). Jüngere Arbeiten setzen hier neue Maßstäbe an, weil sie nämlich das, was gestern als selbstverständlich erschien, heute hinter-fragen. Im Folgenden möchte ich auf das Lokale aus einer Handlungsperspektive im Kontext der Globalisierung näher eingehen.

2.1. Was ist das Lokale?

Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch hat das Wort „Lokal“ zwei verschiedene Bedeu-tungen. Zum einen verweist das Lokale auf einen konkreten Ort. Demnach stellt das Wort einen Orts- bzw. Herkunftsbezug her. So spricht man zum Beispiel von „lokalen Stoffen“ oder „lokalen Weinen“. Zum anderen bezeichnet das Wort aber auch den Ort, an dem sich ein Warenwechsel zwischen Gast und Gastwirt vollzieht; eine Gaststätte, ein Restaurant – ein Lokal. In dem Sinne bezeichnet das Lokal aber auch einen Wandel, in der der Fremde zum Gast wird, indem ihm zu Essen und zu Trinken angeboten wird (Probst 2005).

Die Wissenschaft beleuchtet das Lokale und hinterfragt die Bedeutung des Lokalen jedoch genauer. Wenn man nur vom Räumlichen ausgeht, dann ist das Lokale „der kleinste unteilbare Baustein von Regionen, ein Atom mit bestimmten Eigenschaften und einer festen Position innerhalb eines komplexen räumlichen Gebildes, ein ‚Ort’“ (Müller-Mahn 2005: 155). Nach dieser Definition verweist das Lokale auf einen beliebigen geographischen Ort. Sie sagt aber nichts darüber aus, wie oder wann der Ort entstanden ist. Sie sagt also nichts über die Menschen aus, die diesen Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte erschaffen oder wie sie ihn im Laufe der Zeit durch ihr Handeln verändert haben. Der Ort bzw. das Lokale bleibt so ein statisches Gebilde ohne Vergangenheit und Zukunft.

Eine Definition des Lokalen aus einer Handlungsperspektive heraus sollte hingegen das menschliche Handeln betonen, durch das der Ort irgendwann einmal durch Aneignung und Transformation geschaffen wurde. Sie sollte außerdem den Wandel des Lokalen betonen, der sich zu jedem Zeitpunkt innerhalb eines Ortes durch dieses Handeln vollzieht. Eine Definition des Lokalen muss aber die Menschen auch mit dem konkreten Ort verbinden, in dem sie leben. Es muss die Verbindung geschaffen werden, in der „das Soziale zum Räumlichen und das Räumliche zum Sozialen“ (Pred in Müller-Mahn: 156f) wird. Denn die Menschen konstruieren die Welt in der sie leben nicht nur, sondern sind in diese als historische Subjekte ebenso eingebettet (siehe z.B. Probst 2005: 203).

Eine gute Definition des Lokalen, die diese Punkte berücksichtigt, stammt von Allen Price. Nach ihm beinhaltet ein Ort immer „an appropriation and transformation of space and nature that is inseparable from the reproduction and transformation of society in time and space. As such, the place is characterised by the uninterrupted flux of human practice – and experience thereof – in time and space“ (Pred in Müller-Mahn: 156f). Das Lokale wird hier als soziales Konstrukt und als Resultat von konfliktreichen Aushandlungsprozessen verstanden. Außerdem wird die Notwendigkeit einer historischen Perspektive ausdrücklich betont. Letztlich werden die Individuen mit dem Raum in Verbindung gebracht, in dem sie leben.

2.2 Lokales Handeln oder die Produktion des Lokalen

Um menschliches Handeln verständlich zu machen und beschreiben zu können, wie dieses Handeln das Lokale verändert, werde ich im Folgenden näher darauf eingehen, wie sich Handeln im Allgemeinen konstituiert. Ich folge dabei dem ethnomethodologischen Ansatz, wie Elísio Macamo (2005) ihn in seiner Analyse über die Konstruktion Afrikas durch die afrikanischen Intellektuellen beschreibt.

Um menschliches Handeln zu beschreiben und zu analysieren, kommt dem Begriff der Reflexivität eine entscheidende Bedeutung zu. Im Unterschied zur herkömmlichen Soziologie,

die entweder dem Handeln oder dem Rahmen den analytischen Vorrang gibt und somit davon ausgeht, dass sowohl Handeln als auch Rahmen diskrete Erscheinungen seien, die man unabhängig voneinander empirisch untersuchen könne, geht die Ethnomethodologie davon aus, dass sowohl Handeln als auch Rahmen sich gegenseitig bedingen. Dies wird durch den Begriff der Reflexivität ausgedrückt. Das Handeln konstruiert demnach den Rahmen und der Rahmen das Handeln. Handelnde reagieren nicht einfach nur auf den jeweiligen Rahmen bzw. Kontext, sondern verändern diesen durch ihr Handeln auch noch entscheidend mit: „Handelnde schaffen den Kontext, innerhalb welchem sie handeln und tragen dazu bei, diesen Kontext mitzukonstruieren. Der Rahmen ist in gewisser Weise eine interpretative Leistung in dem Sinne, dass seine unmittelbare Wirklichkeit für den Handelnden durch die Art und Weise gegeben ist, wie Handelnde ihn auslegen“ (Macamo 2005: 139). Die Handelnden besitzen demnach die Fähigkeit, Rahmen gleichzeitig vorauszusetzen und sie zu konstruieren. Das Handeln findet in einem Rahmen statt, wobei dieser Rahmen aber zunächst interpretiert wird. Der durch das Handeln neu geschaffene Rahmen bestimmt also das Handeln der lokalen Akteure, welche durch ihr Handeln dann wiederum einen neuen Rahmen erschaffen (Macamo 2005). Dieser kontinuierliche Prozess des Handelns verändert die Wirklichkeit und damit das Lokale in stetiger Weise. Individuen interpretieren die Welt und reagieren dabei nicht nur auf gegebene Strukturen, sondern verändern sie.

[...]


[1] Vgl.: Die Tageszeitung (taz) vom 07. März 2006, S. 5

Details

Seiten
33
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638601337
ISBN (Buch)
9783638718448
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v69482
Institution / Hochschule
Universität Basel – Ethnologisches Seminar
Note
1,5
Schlagworte
Lokales Handeln Vitalität Afrika Kontext Globalisierung Lokale

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