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Giovanni Battista Tiepolos Ausmalung des Treppenhauses der Würzburger Residenz

Hausarbeit 2005 17 Seiten

Kunst - Malerei

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

Giovanni Battista Tiepolo – Leben und Werke

Tiepolos Auftraggeber:

Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau

Die Würzburger Residenz

Das Treppenhauses

Die Ausmalungen des Treppenhauses

Tiepolo als Meister der Illusionistischen Darstellung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die italienischen Künstler waren im 18. Jahrhundert in erster Linie glänzende Innenarchitekten und wahre Meister in Stuckarbeit und dem Malen von großen Fresken. Diese verhalfen jeder Schloss- und jeder Klosterhalle zu einem feierlichen, festlichen Glanz und gaben ihr den besonderen Ausdruck. Diese Fertigkeiten machten die italienischen Künstler in ganz Europa bekannt. Einer der berühmtesten Meister war Giovanni Battista Tiepolo, auch Giambattista Tiepolo genannt, der nicht nur in Italien, sondern auch in Deutschland und Spanien arbeitete.

Giovanni Battista Tiepolo – Leben und Werke

Giovanni Battista Tiepolo wurde am 05.03.1696 in Venedig als Sohn des Kaufmanns Domenico Tiepolo und seiner Ehefrau Orsetta geboren. Sein Vater starb allerdings ein Jahr nach seiner Geburt und hinterließ seine Frau mit fünf Kindern in wohlhabenden Verhältnissen.

1715 kam Tiepolo mit 19 Jahren in die Lehre zu dem Maler Gregorio Lazzarini. Außerdem bildete er sich selbständig weiter unter dem Einfluß von Giovanni Battista Piazzetta und Sebastiano Ricci. 1719 heiratete er Cecilia Guardi, die Schwester der Maler Antonio und Francesco Guardi, die ihm neun Kinder gebar. 1727 kam sein erster Sohn Giovanni Domenico in Venedig zur Welt und neun Jahre später sein zweiter Sohn Lorenzo, ebenfalls in Venedig. Nur von diesen beiden ist immer die Rede, die sie, wie auch ihr Vater, Maler wurden. Nach seinen ersten Aufträgen in Venedig und Udine 1710 - 1729, reiste er zwischen 1731 und 1737 in die Lombardei und nach Venetien. 1737 bis 1750 folgten große Dekorationen, besonders 1741 bis 1750 die großen dekorativen Zyklen in Venedig.

Im Sommer 1750 begannen die Würzburger Jahre. Tiepolo erhielt die Aufforderung, in die fränkische Hauptstadt zu kommen, um den Speisesaal, später Kaisersaal genannt, der neuen Residenz mit Fresken auszumalen. Dies sollte in Übereinstimmung mit den Plänen des aus Böhmen gebürtigen Architekten Balthasar Neumann geschehen. Die Verhandlungen wurden in Venedig von dem deutschen Bankier Mehling geführt, einem Agenten des Fürstbischofs Carl Philipp von Greiffenclau. Endlich am 12. Oktober 1750 unterschrieb Tiepolo den Vertrag für die Ausmalung des Würzburger Kaisersaales gegen ein wahrlich fürstliches Gehalt. Im Dezember desselben Jahres kam er dann mit seinen beiden Söhnen (inzwischen 14 und 23 Jahre alt) nach Würzburg. Im April 1751 besuchte Fürstbischof von Greiffenclau Tiepolo in seinem Atelier und sah sich dessen Entwürfe für die Fresken im Kaisersaal an. Zehn Tage später begann Tiepolo mit der Arbeit im Kaisersaal. Am 04. Juli 1752 vollendete er dort nach 15 Monaten das letzte der drei Fresken. Bereits im April 1752 besichtigte Fürstbischof von Greiffenclau Tiepolos Entwurf für das Treppenhausfresko. Im Juli unterschrieben beide den Vertrag dafür. 1753, nach über einem Jahr, jedoch mit großen Unterbrechungen, vollendete Tiepolo das Deckenfresko im Treppenhaus der Würzburger Residenz. Am 08.11. desselben Jahres, also nach drei Jahren in Deutschland, verließen die Tiepolos Würzburg. 1754 – 1761 nahm Tiepolo Tätigkeiten in Venedig und Venetien an und von 1762 – 1770 war er in Madrid. In Venedig war er unter anderem zwei Jahre Präsident der Accademia di Pittura e Scultura. Am 27.03.1770 starb Giovanni Battista Tiepolo unerwartet im Alter von 74 Jahren in Madrid.

Weitere bedeutende Werke von Giambattista Tiepolo:

­1726: Dekoration der Sakramentskapelle im Dom von Udine
­1730 – 1731: Dekoration der Colleoni-Kapelle im Dom zu Bergamo/Mailand
­1737: Drei Fresken in der Basilika di Sant`Ambrogio. Drei Altarbilder für den Dom in Udine; Fresken in Santa Maria del Rosario bis 1739
­1740: Fresken im Palazzo Clerici in Mailand
­1744: Fertigstellung der Deckenbilder der Scuola Grande dei Carmini
­1745: Deckenfresko in der Scalzi-Kirche (1915 zerstört); Übergabe des „Martyriums des Hl. Johannes“ an den Dom von Bergamo
­1748: Übergabe des Altarbildes „Madonna mit den Heiligen Katharina, Rosa da Lima und Agnes von Montepulciano“ an die Gesuati-Kirche
­1754: Fresken in Santa Maria della Visitazione (Pietá-Kirche in Venedig)
­1759: Fresken für das Oratorio della Puritá in Udine. Übergabe des Altarbildes “Die Hl. Thekla befreit Este von der Pest” an den Dom von Este

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Details

Seiten
17
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638613491
Dateigröße
392 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v69469
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Giovanni Battista Tiepolos Ausmalung Treppenhauses Würzburger Residenz Malerei Jahrhunderts Italien

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Titel: Giovanni Battista Tiepolos Ausmalung des Treppenhauses der Würzburger Residenz