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Lernbeeinträchtigung bei ADHS

Hausarbeit 2006 9 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

Begriffliche Bestimmung:
Wahrnehmung und Lernprozess:
Effizientes Lernen:
Fazit:
Literaturangabe:

Einleitung:

Aufgrund des besuchten Seminars „Lernen lernen“ beschloss ich, über das Aufmerksamkeit Defizit Syndrom ( ADS) meine Hausarbeit zu schreiben. Da das Lernen intensives Auseinandersetzen mit einer Sache bedeutet und dieser Ablauf, wenn dieser Mechanismus zu einer dauernden Verankerung in unserem Gedächtnis führen soll, steter Wiederholung bedarf, ist daraus zu folgern, dass dies nur unter hoher Konzentration geschehen kann.

Das Gehirn eines gesunden Menschen kann, wenn die geistige Fähigkeit kontinuierlich trainiert wird, ein hohes Maß an Leistungskapazität erreichen. Dies bedeutet, dass keine hirnorganischen oder biochemischen Defekte bestehen dürfen, um diese Leistungsfähigkeit zu erlangen. Gerade solche Problematik liegt bei ADHS/ ADS- Erkrankten vor. Diesen Defiziten, ihrer Begründung und deren teilweisen Bewältigung möchte ich in dieser Arbeit nachgehen.

Begriffliche Bestimmung:

Die Kinder, die heute von ihren Mitmenschen als „ Zappelphilipp“ aufgrund ihrer massiven Unruhe beurteilt werden, beschrieb der Psychologe Heinrich Hoffmann ( 1845) in seinem bekannten Buch „ Struwwelpeter“ sehr charakteristisch.

Heute bestehen viele fachliche Begriffe, die Aufmerksamkeitsdefizite umschreiben, wie das Hyperkinetische Syndrom (HKS), das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität (ADHS), aber auch die minimale cerebrale Dysfunktion (MCD), sowie das psychoorganische Syndrom (POS), Hyperaktivität, Hypermotorisches Verhalten, Zappelphilipp-Syndrom, etc.

Als Basissymptome der ADHS-Störung werden folgende Merkmale gezählt:

- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung
- Impulsivität
- Hyperaktivität

Diese Menschen sind durch ständig neue Reize der Außenwelt leicht ablenkbar, es fällt ihnen schwer, sich kontinuierlich auf eine Sache zu konzentrieren. Das Interesse wechselt von einem Objekt zum anderen, der Betroffene beendet die angefangene Aufgabe nicht und wendet seine Aufmerksamkeit einer neuen Reizzufuhr zu. Hier liegt ein deutlicher Mangel der selektiven Aufmerksamkeit vor, die dafür erforderlichen Mechanismen wie visuelle, auditive, somatische oder internale Art zum ausschalten von Reizen wird nicht aktiviert. Die Ausdauer für eine vor allem fremdbestimmte Aufgabe kann kaum aufgebracht werden. Aktives zuhören gelingt sehr schwer, dadurch wird vieles rasch vergessen.

Impulsivität ist gekennzeichnet von spontanen, unüberlegten Handlungsweisen. Es besteht die Unfähigkeit, Handlungen aufzuschieben oder zu erwarten. Gerade die kognitive Impulsivität wirkt sich negativ aus, voreilige, hastige Lösungsstrategien weisen auf eine schwache Selbstkontrolle, wobei unbefriedigende Ergebnisse daraus resultieren.

Hyperaktivität zeigt sich in einer stark motorischen Unruhe. Vor allem im Kindesalter kann kaum still gesessen werden. Es besteht die Schwierigkeit, ruhig zu spielen oder sich einer Freizeitbeschäftigung längerfristig hinzugeben. Der Betroffene wirkt auf andere wie getrieben und spricht auch oftmals übermäßig viel.

Häufig, aber keineswegs immer, werden diese Störungen gekoppelt mit einer motorischen Unruhe. Diese Störungen setzen relativ früh in der Entwicklung ein und werden zu den externalisierenden Beeinträchtigungen subsumiert.

Alle diese Primärsymptome sind unterschiedlich ausgeprägt und sollten beim ADS-Betroffenen in der Regel vor dem 7. Lebensjahr aufgetreten sein und mindestens 6 Monate angedauert haben.[1]

[...]


[1] vgl.: Kurt Czerwenka: Das aufmerksamkeitsgestörte u. hyperaktive Kind, 2. Aufl. 2002, Verlag: Beltz

Details

Seiten
9
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638605809
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v67923
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,2
Schlagworte
Lernbeeinträchtigung ADHS Lernen

Autor

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Titel: Lernbeeinträchtigung bei ADHS