Lade Inhalt...

J2EE Web-Entwicklung mit Eclipse

Hausarbeit 2006 10 Seiten

Informatik - Programmierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Java 2 Platform - Enterprise Edition
1.1 Infrastruktur von J2EE Web-Anwendungen
1.2 J2EE Programmierschnittstellen

2 Beispielanwendung

3 Eclipse

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Komplexität des Internets hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Angefangen
bei statischen Internetseiten, die mit einer Visitenkarte vergleichbar waren, über dynamische
Internetportale, welche in Abhängigkeit von Benutzerinteraktionen Datenbankinhalte auf Webseiten
veröffentlichten, bis hin zum semantischen Web, welches die Kommunikation zwischen Mensch und
Maschine ermöglicht. Mit dem Aufkommen neuer Technologien und Möglichkeiten wuchsen die
Ansprüche an das Internet. Dadurch konnten sich die verschiedensten Einsatzgebiete für webbasierte
Anwendungen entwickeln, die heutzutage vollwertige, komplexe Client- / Server-Software-Systeme
darstellen.

Hypertextsysteme, multimediale Systeme, Kommunikationssysteme, Web Services, Web Portale, Web Communities und Web Informationssysteme sind Beispiele für solche Software-Systeme.

In dieser Hausarbeit wird näher auf die J2EE Web-Entwicklung mit Eclipse als Entwicklungsumgebung eingegangen. Es werden die Grundlagen von J2EE erläutert, eine Beispielanwendung implementiert und Eclipse als IDE vorgestellt.

1 Java 2 Platform - Enterprise Edition

Java 2 Enterprise Edition (J2EE) ist die Spezifikation einer Standardarchitektur zur Entwicklung und Ausführung komponentenbasierter, mehrschichtiger Anwendungen.

Die Spezifikation basiert auf der Java 2 Plattform (J2SE) und nutzt dabei die Vielfalt der zur Verfügung gestellten Funktionalitäten. Darüber hinaus erweitert sie die Basisspezifikation um die Unterstützung von JavaBeans, die Java Servlet API, JavaServer Pages und die XML (eXtensible Markup Language), mit denen sich komplexe Web-Anwendungen realisieren lassen.

Zusätzlich wird die Entwicklung von auf J2EE basierenden Web-Anwendungen enorm erleichtert, indem der Entwickler vorgefertigte Komponenten nur einzusetzen braucht. Immer wieder geforderte Funktionalitäten von Web-Anwendungen sind beispielsweise die Sitzungsverfolgung bei einem Online-Shop oder die Personalisierbarkeit von Websites.

Solche größtenteils automatisierten Vorgänge stellen eine enorme Entlastung dar und ermöglichen eine schnellere Entwicklung.

Methoden, die Interoperabilität und Portabilität von Web-Services über unterschiedliche Systeme hinweg ermöglichen, werden ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Hier wird, wie allgemein bei Java-Anwendungen, das Prinzip „Write Once, Run Anywhere“ verfolgt. [SuMi04]

Die Zusammenarbeit verschiedenster Hersteller von Software soll über klar definierte Schnittstellen zwischen den Komponenten und Schichten gewährleistet werden.

Die Realisierung web-basierter Anwendungen erfolgt mit der J2EE Spezifikation unter Verwendung
von den Java Technologien JavaServer Pages, Servlets, Tag-Libraries, JavaBeans und Enterprise Java
Beans.

Grundlage für die nach der J2EE Spezifikation entwickelten Web-Anwendungen ist die Verwendung des Model-View-Controllers (MVC). Er sieht die Unterteilung eines Softwaresystems in die Ebenen Datenmodell (Model), View (Präsentation) und Controller (Programmsteuerung) vor. Damit wird das Ziel verfolgt, Anwendungslogik aus der Präsentation fern zu halten. Die View hat dabei die Aufgabe der Präsentation der Benutzerschnittstelle und wird durch die Präsentationsschicht realisiert. Das Model greift auf die Daten der Anwendung zu und übergibt sie dem Controller, der für die Steuerung und Verarbeitung der Daten zuständig ist. [CrBa99]

1.1 Infrastruktur von J2EE Web-Anwendungen

J2EE-Komponenten erfordern als Laufzeitumgebung eine spezielle Infrastruktur. Diese Infrastruktur stellt der sogenannten J2EE Application Server zur Verfügung. Er gewährleistet technische Funktionalitäten wie Sicherheit, Transaktionsmanagement, Namens- und Verzeichnisdienste, Kommunikation zwischen J2EE-Komponenten, Management der Komponenten über den gesamten Lebenszyklus inklusive Instanziierung und Unterstützung für die Installation, das sogenannte Deployment zur Verfügung. Des Weiteren kapselt der Server den Zugriff auf die Ressourcen des zugrunde liegenden Betriebssystems.

Ein J2EE Application Server wird in diverse logische Komponenten unterteilt. Diese werden Container genannt. Die aktuelle Spezifikation erfordert die folgenden Container:

- einen EJB-Container als Laufzeitumgebung für Enterprise Java Beans (EJB)
- einen Web-Container als Laufzeitumgebung für Servlets und Java Server Pages (JSP) · einen JCA-Container als Laufzeitumgebung für JCA Connectoren

Es sind zahlreiche Implementierungen für J2EE Application Server verfügbar. Als J2EE Application Server für die Beispielanwendung dieser Hausarbeit wurde der Apache Tomcat verwendet. Dieser ist ein in Java geschriebener Servlet-Container, der mithilfe des JSP-Compilers Jasper auch

Java Server Pages in Servlets übersetzen und ausführen kann. Dazu kommt ein kompletter HTTPServer.

Der Application Server Apache Tomcat bietet sich bei der Entwicklung von Web-Anwendungen mit Eclipse an, da es für diesen mehrere Eclipse-Plugins gibt (mehr dazu später).

[...]

Details

Seiten
10
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638605489
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v67851
Institution / Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,0
Schlagworte
J2EE Web-Entwicklung Eclipse Java

Autor

Teilen

Zurück

Titel: J2EE Web-Entwicklung mit Eclipse