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Jugendsprache. "Ey Alter, was geht ab?" Eine Annäherung

Hausarbeit 2006 12 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Gliederung

Einleitung

1. Versuch einer Klärung des Begriffs „Jugendsprache“

2. Gründe für eine Jugendsprache

3. Merkmale der Jugendsprache

4. Bewertung der Jugendsprache durch die Gesellschaft

Schlussbemerkungen

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die unzähligen Publikationen zum Thema Jugendsprache zeugen von einem ungebrochenen Interesse der Wissenschaft und Öffentlichkeit an diesem Themengebiet. Auffällig sind dabei die vielen Wörterbücher der Jugendsprache, bei denen vor allem die Aufzählung von Vokabular im Mittelpunkt steht. Das Problem solcher Wörterbücher ist, dass diese bereits bei ihrer Publikation schon als veraltet betrachtet werden können, da Sprache, und besonders die Jugendsprache, stets im Wandel begriffen ist. Auf diese Tatsache weist Müller-Thurau[1], selbst Verfasser eines solchen Wörterbuches, hin: Die Jugend (...) hat das Gesetz der Zeit auf ihrer Seite. (...) In jedem Moment, in dem man glaubt, die Sammlung abschließen zu können, ist man bereits abgehängt.“ Dennoch bieten diese Wörterbücher einen interessanten Anknüpfungspunkt.

Am Beginn einer Auseinandersetzung mit dem Thema Jugendsprache muss, meiner Ansicht nach, eine Begriffsklärung von „Jugendsprache“ stehen. Die vorliegende Hausarbeit versucht daher zunächst, die Frage zu beantworten, was Jugendsprache überhaupt ist und von wem diese Sprache gesprochen wird. So stellt sich zum Beispiel die Frage, ob die Jugend eine eigene Sprache spricht, wie die Bezeichnung „Jugendsprache“ vermuten lässt. Weiterhin gilt es zu klären, ob diese Sprache ausschließlich von Jugendlichen gesprochen wird und, ob alle Jugendlichen sich dieser Sprechweise bedienen.

In einem zweiten Schritt könnte man sich fragen, warum es überhaupt Jugendsprache gibt. Folglich wird in Punkt 2 versucht, verschiedene Gründe für die Existenz einer Jugendsprache zu liefern. Es ist in diesem Zusammenhang beispielsweise der Protestaspekt zu nennen, da mit der Jugendsprache eine Abgrenzung von der Erwachsenenwelt zum Ausdruck gebracht wird. Die gemeinsame Kreation sprachlicher Elemente schafft zudem eine gemeinsame Basis für die Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls.

Im Anschluss soll es darum gehen, herauszufinden, woraus diese Jugendsprache besteht, also was die charakteristischen Merkmale sind, welche Jugendsprache auszeichnen. Aus der Fülle der Kennzeichen von Jugendsprache können im Rahmen dieser Arbeit nur einige Merkmale exemplarisch genannt und erläutert werden, zu denen u.a. die Verwendung von Wortneuschöpfungen sowie die gehäufte Benutzung von Anglizismen gehören.

Der Jugendsprache wird häufig der Vorwurf gemacht, dass es sich bei ihr um eine Sprachverhunzung handele. Auf der anderen Seite hat Jugendsprache auch den Ruf, „trendy“ zu sein, was dazu führt, dass sich viele eigentlich dem Jugendalter entwachsenen Personen dieser Sprache bedienen. Mit diesen und anderen Bewertungen von Jugendsprache möchte ich mich im vierten Punkt auseinandersetzen, um im Anschluss die vorliegende Arbeit mit einigen Schlussbemerkungen zum Abschluss zu bringen.

[...]


[1] Müller-Thurau, Claus Peter: Lass uns mal ‚ne Schnecke angraben. Sprache und Sprüche der Jugendszene. Düsseldorf: Econ Verlag, 1983, S. 88

Details

Seiten
12
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638605007
ISBN (Buch)
9783638807012
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v67754
Institution / Hochschule
Universität Hamburg – Germanistik
Note
2,1
Schlagworte
Alter Eine Annäherung Thema Jugendsprache Einführung Semantik

Autor

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Titel: Jugendsprache. "Ey Alter, was geht ab?" Eine Annäherung