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Poklatschen und Miniröcke - Sexuelle Belästigung im Wandel der Geschlechterverhältnisse - Eine Analyse der Definition der sexuellen Belästigung an der Hochschule

Magisterarbeit 2004 110 Seiten

Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter

Leseprobe

Inhaltsangabe

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz/Hochschule
2.1 Die Einwände gegen das Frauenstudium
2.2 Das Verständnis des Begriffs der sexuellen Belästigung in der Öffentlichkeit
2.3 Stand der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz in Deutschland
2.4 Die Dortmunder Studie
2.5 Sexuelle Belästigung an der Hochschule
2.6 Studie an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg
2.7 Untersuchung der Europäischen Kommission
2.8 Der weibliche Charakter der Definition der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz
2.9 Fazit

3 Überblick der rechtlichen Definitionen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz
3.1 Die Definition von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz im Strafrecht
3.2 Definition der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz im Arbeits- und Dienstrecht
3.2.1 Geltungsbereich
3.2.2 Definition
3.2.3 Einzelne Tatbestände
3.2.4 Schutzpflicht des Arbeitgebers
3.2.5 Die Rolle der Studenten im Beschäftigtenschutzgesetz
3.3 Fazit

4 Sexuelle Belästigung im Wandel der Geschlechterverhältnisse
4.1 Sexuelle Belästigung als Folge des patriarchalen Systems
4.2 Geschlechtsspezifische Sexualverhalten
4.3 Der natürlich-biologische Aspekt der Geschlechterdifferenz
4.3.1 Geschlechtsverständnis vor und nach dem 18. Jahrhundert
4.3.2 Körper und Geschlecht
4.4 Sex und gender
4.5 Der ethnomethodologische Aspekt der Geschlechterdifferenz
4.6 Doing gender
4.7 Das performative Geschlecht von Butler
4.8 Einfluß der geschlechtsspezifische Sozialisation auf die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
4.9 Fazit

5 Geschlecht als Serieller Kollektivität
5.1 Die Beweggründe
5.2 Das Konzept der seriellen Kollektivität von Sartre
5.3 Geschlecht als serieller Kollektivität
5.4 Fazit

6 Empirische Untersuchung
6.1 Anwendung des Verfahrens
6.1.1 Vorstellung der Gruppen
6.1.2 Durchführung der Gruppendiskussion
6.1.2.1 Vor der Diskussion
6.1.2.2 Beginn und während der Diskussion
6.1.2.3 Nach der Diskussion
6.2 Ergebnisse der Gruppendiskussionen
6.2.1 Teilnehmerrollen und Typen der Diskursorganisation
6.2.2 Definition der sexuellen Belästigung an der Hochschule
6.2.3 Sexuelle Belästigung und Geschlecht
6.2.4 Gruppenvergleich
6.3 Fazit

7. Abschlußbemerkung

Anhang

Literaturliste

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Bei sexueller Belästigung an der Hochschule handelt es sich um ein stark emotional besetztes Thema. Es ist ein Thema, zu dem fast jeder eine Meinung hat und es als sehr interessant und heikel betitelt. Bei den Diskussionspartnern stellt man aber fest, dass ihre Äußerungen oft Vorstellungen wiedergeben, die sich zwar in der Gesellschaft manifestiert haben, was das Ausmaß und die Definition der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz betrifft, aber größtenteils auf keinen persönlichen Erfahrungen basieren und damit eine eigene Begriffserklärung der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz nicht ermöglichen. Man hat nun mal irgendwelche skandalösen Schlagzeilen in den Medien wahrgenommen. Es entsteht ein Gefühl der Hilflosigkeit, bei ihrem Versuch sexuelle Belästigung an der Hochschule zu erklären.

In den Diskussionen über sexuelle Belästigung werden häufig sehr schnell die geschlechtlichen Rollen der Täter und Opfer festgelegt: Der Mann als Täter und die Frau als Opfer. Das klassische Beispiel der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz oder an der Hochschule ist die hübsche, junge und flott gekleidete Sekretärin oder Studentin, die von ihrem älteren Vorgesetzten oder Dozenten belästigt wird, sich aber nicht beschweren kann, weil sie sich um ihre Stelle oder Leistungsbeurteilung sorgt. Manchmal werden sogar aus den Opfern Täter gemacht, indem den Opfern vorgeworfen wird, dass sie die Belästigung selbst provoziert haben und somit die Verantwortung dafür tragen müssen.

Oft denkt man auch, dass es sich bei der sexuellen Belästigungen am Arbeitsplatz nur um Einzelfälle handelt. Die Vorstellung, dass zum Beispiel eine hierarchisch höher gestellte Person ihre Macht zur Umsetzung sexueller Handlungen ausnutzen könnte, ist in der Gesellschaft nicht ausgebreitet. Dabei übersehen viele, dass dieses Problem eine Erscheinung des Arbeitslebens war und ist. Überwiegend handelt es sich nicht um eine vorübergehende Erscheinung, sondern um ein Problem der heutigen Arbeitswelt, das in vielen wissenschaftlichen Studien deutlich wird[1].

Im deutschsprachigen Raum brachten erst in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts die ersten Studien die Einsicht, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz eine massive Einschränkung des persönlichen Wohlbefindens und der beruflichen Entwicklung darstellt, und dass deshalb wirksame Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, um diese zu verhindern. Sexuelle Belästigung kam demnach zwar nicht in jedem privaten und öffentlichen Betrieb vor, allerdings erklärte jede vierte Frau, sie sei einmal oder mehrfach sexuell belästigt worden[2]. Auch Männer können sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ausgesetzt sein, die überwiegende Zahl der Betroffenen ist jedoch weiblich[3]. Außerdem muss die geschlechtliche Festlegung der Täter- und Opferrollen auch nicht immer im Heterosexuellen Sinne geschehen. Mit der Etablierung des Homosexuellen Stellenwertes in der Gesellschaft, sind durchaus Fälle der gleichgeschlechtlichen Belästigung vorstellbar und nennbar.

In den Medien war die sexuelle Belästigung bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein Begriff[4]. Gemeint waren Skandalfälle, sexuelle Übergriffe durch meist Unbekannte an einem häufig anonymen Ort. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Bedeutung des Wortes, als die Medien von sexueller Belästigung als einem neuen Problem auf dem Arbeitsmarkt berichteten. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts begann dieses Thema immer mehr die Aufmerksamkeit der Medien, der politischen Kräfte und der Öffentlichkeit zu erregen, und entwickelte eine breitgefächerte Diskussion um das Problem: So machte beispielsweise im Februar 1999 der Fall einer jungen Polizeibeamtin aus München Schlagzeilen, die sich mit ihrer Dienstwaffe erschossen hatte: Die Beamtin soll von Kollegen und Vorgesetzten ausgegrenzt und belästigt worden sein. Insbesondere der Stellvertretende Leiter ihrer Dienstgruppe habe sie mit obszönen Bemerkungen beleidigt. Allgemein sei ihre Dienstgruppe als frauenfeindlich bekannt gewesen[5]. In den USA kam es sogar zu einem politischen Skandal, als der US-amerikanische Präsident Bill Clinton sich einem gerichtlichen Verfahren wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz während seiner Amtszeit nicht entziehen konnte[6].

Die Hochschule als Arbeitsplatz beinhaltet genau dieselben Probleme, die an anderen Arbeitsplätzen auch vorkommen. Das Besondere ist jedoch hier, dass neben in der Hochschule arbeitenden Personen auch alle Studierende von sexueller Belästigung betroffen sein können. Für viele ist es undenkbar, dass es an der Hochschule als einem Ort der Bildung, des Geistes und des zivilisierten Miteinanders, sexuelle Übergriffe geben kann. Bedauerlicherweise ist dies eine Fehleinschätzung. Sexuelle Belästigung gibt es an der Hochschule ebenso, wie in anderen Organisationen, Institutionen und Betrieben und wie überall ist sie ein erhebliches Problem für die Betroffenen. Sexuelle Belästigung zu vermeiden oder abzustellen, ist Aufgabe der Universitätsleitung. Die Frauenbeauftragten unterstützen sie dabei.

Schulen der höheren Ausbildung blieben nach Bußmann und Lange langer Zeit von der wissenschaftlichen Diskussion um sexuelle Belästigung unberührt[7]. Das tatsächliche Ausmaß der sexuellen Belästigung im höheren Bildungsbereich ist nicht bekannt. Es herrscht die Meinung, sexuelle Mißbräuche kämen nur in einem bestimmten Milieu vor – doch nicht an der Universität. Wurden bisher einzelne Mißbräuche bekannt, so wurden sie oft verharmlost oder klein geredet. Es folgten Aussagen, wie: Es ist ja nichts geschehen oder Das war sicher nicht so gemeint. Die Opfer wurden damit der Übertreibung der Geschehnisse verdächtigt. Es wurde erklärt, dass die als Belästigung empfundenen Handlungen von den Verursachern ganz anders gemeint seien, nämlich als harmloser Spass, Flirt oder Kompliment[8].

Sexuelle Belästigung an der Hochschule entspricht der soziologischen Definition eines sozialen Problems, das einen wichtigen gesellschaftlichen Stellenwert und Akzeptanz erhalten sollte. Sie umfaßt Fragen nach den Positionen, Erfahrungen und Sorgen der Belästigten und die Ursachen, die ein belästigendes Verhalten ermöglichen. Die natürliche Gruppierung der Geschlechter in weiblich und männlich, die geschlechtsspezifische Sozialisation und die traditionelle geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und die Machthierarchien auf allen gesellschaftlichen Ebenen, haben jeweils ihren Einfluß auf die Definition von sexueller Belästigung an der Hochschule.

Ein Weg aus dieser Misere könnte die Entmachtung der bisherigen Geschlechtsverhältnisse durch deren Konstruktionsaspekt und die Aufhebung des Gruppenverständnisses der Geschlechter darstellen. Doch zuerst drängt sich die Frage auf, wie sexuelle Belästigung an der Hochschule zu definieren wäre. Was verbirgt sich hinter dem Begriff der sexuellen Belästigung an der Hochschule? Ab welcher Grenze gilt ein bestimmtes Verhalten als sexuelle Belästigung? Betrachtet man die bisherigen Studien, die sich hauptsächlich mit diesem Problem am Arbeitsplatz befassen, stellt man fest, dass keine einheitliche Definition existiert[9]. Die vielfältigen Ausprägungen von sexueller Belästigung und die unterschiedlichen Beurteilungen der Frage, was als solche definiert werden soll und kann, deuten darauf hin, dass sie ein schwer fassbares Phänomen ist. Die Definition ist in großem Maße abhängig von der subjektiven Einschätzung der Betroffenen. Viele Handlungen sind somit oft nicht eindeutig als sexuelle Belästigung definierbar.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, die Besonderheiten dieser an der Hochschule inbegriffen, zu definieren. Dabei werden die theoretischen Aussagen durch eine eigens durchgeführte qualitative empirische Untersuchung, in Form von Gruppendiskussionen, gestützt[10]. Die Diskussionsteilnehmer sind Lehrende und Studenten der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.

Zuerst wird die geschichtliche Entwicklung der bisherigen Definition der sexuellen Belästigung dargestellt. Hierbei wird auf verschiedene Studien zurückgegriffen, die bisher in Deutschland das Thema der sexuellen Belästigung untersucht haben. Neben der Definition sind hier die Täter- und Opferrollen und die Belästigungssituation interessant. Danach werden die gesetzlichen Definitionen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz besprochen. In diesem Teil werden Definitionsmöglichkeiten im Strafrecht und Arbeits- bzw. Dienstrecht, insbesondere im Beschäftigtenschutzgesetz, vorgestellt. Im darauf Folgenden wird der Einfluß der geschlechtsspezifischen Sozialisation und Geschlechtskonstruktion auf die Definition der sexuellen Belästigung diskutiert. Es wird zuerst dokumentiert, wie die Geschlechter in zwei sich ausschließende Gruppen geteilt und als natürlich gegeben akzeptiert werden. Danach wird die Konstruktion der Geschlechter aufgrund der Sozialisation aufgedeckt. Im nächsten Teil der Arbeit soll versucht werden, mittels des Konzeptes der seriellen Kollektivität die Geschlechtsidentitäten, die hauptsächlich die Definition der sexuellen Belästigung prägen, aufzuheben. Danach wird auf Iris Marion Young eingegangen, die das Konzept der seriellen Kollektivität von Jean Paul Sartre auf die Geschlechtsidentitäten bezieht. Young’s Idee könnte ein Weg darstellen, aus dem Gruppendilemma herauszufinden. Schließlich werden die Gruppendiskussionen und ihre Ergebnisse vorgestellt.

Wichtig für das Verständnis dieser Arbeit sind folgende Punkte: Es wird versucht keine Bewertung der Handlungen aufzustellen. Das heißt, nicht in Kategorien wie gut/schlecht und positiv/negativ zu denken und zu argumentieren. Die Aussagen beziehen sich auf beide Geschlechtsgruppen, auch wenn in der verwendeten Literatur das Thema der sexuellen Belästigung überwiegend aus der weiblichen Sichtweise diskutiert wurde. Diese Arbeit versucht zu zeigen, dass die Definition der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz einer neuen Regelung bedarf. Sie möchte sie nicht rechtfertigen. Die Arbeit bezieht sich auf die sexuelle Belästigung an der Hochschule. Einerseits wird die Hochschule als ein Arbeitsplatz gesehen, andererseits wird versucht, auf die Problematik bezüglich der Studenten einzugehen. Ziel ist nicht, Ergebnisse und Wahrheiten zu schaffen, die unantastbar erscheinen. Die Problematik wird zwar unter bestimmten Sichtweisen besprochen, mögliche andere werden aber nicht ausgeschlossen. Das Phänomen der sexuellen Belästigung gehört zum komplexen und grenzenlosen System der Gesellschaft und darf nicht allein aus nur einer Perspektive gesehen werden. Schließlich sollte erwähnt werden, dass sich die Aussagen auf die deutsche Gesellschaft beziehen und nicht für andere Gesellschaftsformen gelten.

2 Definition der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz/Hochschule

Auch die Hochschule als Arbeitsplatz ist von der sexuellen Belästigung nicht verschont geblieben. Denn entgegen der Erwartung, dass solche Probleme an der Hochschule als einem Ort der Bildung und des Wissens keinen Platz finden würden, kommen Fälle von sexueller Belästigung vor, nicht weniger als in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Dennoch wurde das Problem der sexuellen Belästigung an der Hochschule lange Zeit ignoriert.

2.1 Die Einwände gegen das Frauenstudium

Eigentlich existiert dieses Problem schon, seit Frauen zum Studium an der Hochschule zugelassen sind. 1897 hat Arthur Kirchhoff eine Studie zum Thema Frauenstudium in Berlin veröffentlicht[11]. Kirchhoff befragte 120 deutsche Universitätsprofessoren aller Fakultäten, Lehrer von Mädchenschulen und Schriftsteller nach ihrer Meinung gegenüber dem Frauenstudium. Das Ergebnis beinhaltete 15 entschiedene Ablehnungen, 37 bedingungslose Zustimmungen und 70 Teilzustimmungen, die mit Bedingungen verbunden waren und auch als Ablehnungen einzustufen sind. Wie unterschiedlich die Meinungen ausgefallen sind, verdeutlichen die zwei folgenden Beispielen:

Dr. Ernst Eckstein (Schriftsteller): „Über die Frage, ob die Frau zum akademischen Studium befähigt sei, kann wohl ein Zweifel nicht mehr obwalten; denn die Erfahrung hat dieses längst zur Genüge dargetan. Ist die Frau aber dazu befähigt, so ist sie auch logischerweise dazu berechtigt.“[12]

Prof. Dr. med. Ernst von Bergmann (Chirurgie): „Ich halte die Frauen zum akademischen Studium und zur Ausübung der durch dieses Studium bedingten Berufszweige, für in körperlicher wie geistiger Beziehung für völlig ungeeignet.“[13]

Die Herausgabe der Studie geschah zu einer Zeit, zu der kaum Mädchengymnasien bzw. höhere Mädchenschulen existierten: Zum Beispiel wurde in Deutschland das erste Mädchengymnasium 1893 in Karlsruhe gegründet.

Eines der Argumente, Frauen nicht in die Hochschulen einziehen zu lassen, war nach Brunner, die weibliche Schamhaftigkeit, wie sie von Freud definiert wurde[14]. Die weibliche Schamhaftigkeit wurde häufig benutzt, um zu zeigen, dass es ungehörig sei, Frauen an bestimmten Vorlesungen mit Themen, wie dem Sezieren von Leichen, dem Bau des menschlichen Körpers, dem Bau und der Funktionsweise der Sexualorgane, Geschlechtskrankheiten oder erotischer Literatur, teilnehmen zu lassen. Die Anwesenheit weiblicher Studenten paßte nicht in das Anstandsverständnis der damaligen Gesellschaft: So hielt Prof. Bischoff „die Gegenwart von weiblichen Studierenden, zumal gleichzeitig mit männlichen, geradezu für einen groben Verstoß gegen Anstand und gute Sitte und für eine schamlose Preisgabe alles weiblichen Zartgefühles.“[15] Der weibliche Charakter, der als gefühlvoll, schwach und weich definiert wurde, eignete sich nicht dazu, das akademisch erlangte Wissen in die Praxis umzusetzen. Weitere Begründungen gegen das gemeinsame Studium von Männern und Frauen war einerseits die Befürchtung von sexuellen Beziehungen unter den Studierenden und andererseits die sexuelle Anziehungskraft der Frauen auf die Lehrenden. Hier wurde das Argument vertreten, Frauen seien hauptsächlich sexuelle Wesen, welche die Männer in ihrer Bemühung um die reine Wissenschaft stören würden[16]. Bischoff war der festen Überzeugung, dass Frauen zum Studium nicht geeignet seien. Diese Unfähigkeit bezog er auf körperliche Unterschiede im Vergleich zum Mann, Weichheit des Charakters, Lebhaftigkeit der Phantasie, fehlende Kombinationsgabe, fehlende Kraft und Energie, die Unfähigkeit des selbständigen Denkens und Urteilens und schließlich das geringere Gewicht des weiblichen Gehirns[17].

Die Bedenken gegen ein Frauenstudium konnten sich, dank der vielen Befürworter dessen und der engagierten Einsätze vieler Frauen, die sich nicht einschüchtern ließen letztendlich nicht durchsetzen. Johanna Kettler formulierte 1891 diesbezüglich:

„Die Frau, welche gleiche Menschenrechte fordert mit dem Manne, muß zuvor das erste und wichtigste dieser Rechte fordern: das Recht auf gleiche Bildung mit dem Mann.“[18]

Dass Frauen für das Studium an der Hochschule ungeeignet seien, ist nicht nur ein Bedenken aus alter Zeit. Noch vor etwa 50 Jahren fanden sich genügend Menschen, die solche Gedanken befürworteten. Verändert hatte sich nur der Hintergrund der Ablehnung: Ging es im 18. und 19. Jahrhundert darum, dass den Frauen das Bewältigen des Studiums wegen ihrem Körperbau und ihren geistigen Fähigkeiten nicht zugetraut wurde, war es später die Geschlechterbeziehung, die sich beim Studieren und Arbeiten in der Hochschule insofern als störend bemerkbar machte, dass die Frauen, auf ein Sexualobjekt reduziert, ständig um eine Abwehr sexueller Belästigungen seitens der männlichen Kollegen bemüht sein mußten[19].

2.2 Das Verständnis des Begriffs der sexuellen Belästigung in der Öffentlichkeit

Die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz stellte lange Zeit auch kein öffentliches Problem in der Gesellschaft und Arbeitswelt dar. Gisler verweist auf das Vorhandensein des Begriffs in den Medien, der parallel zu Notzucht, Unzucht und Vergreifen bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet wurde[20]. Diese Begriffe stützten sich auf sexuelle Übergriffe durch zumeist unbekannte Täter an einem häufig anonymen Ort. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts veränderte sich das Verständnis des Begriffs in der Berichterstattung, als die Medien in Deutschland zum ersten Mal von der sexuelle Belästigung amerikanischer Frauen am Arbeitsplatz berichteten: Als mein Boss das erste Mal über eine Gehaltserhöhung sprach, legte er seine Hand auf meine Knie, berichtete eine 24jährige Frau aus Tennessee[21].

Denn wie viele andere Themen auch, wurde die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im angloamerikanischen Raum, im Vergleich zu Deutschland, verhältnismäßig früh diskutiert[22]. Während jahrzehntelanger Tabuisierung in Deutschland, wurden Fälle sexueller Belästigung am Arbeitsplatz im angloamerikanischen Ausland bereits seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts als zivilrechtliche Delikte vor den Gerichten der Einzelstaaten zur Anklage gebracht[23]. Nordamerikanische Feministinnen verwendeten bereits den Begriff sexuell harassment ; Kitzinger und andere stellten diesbezüglich fest:

„Before the 1970s, then, the label (sexual harassment) didn`t exist and the behaviour it identified was „just part of life“ – a problem without a name. The term „sexual harassment“ is a word invented as part of woman`s renaming of the world, reflecting and constructing woman`s experience and labelling a form of behaviour newly recognized as something which woman need not passively endure, but can actively protest against and resist.“[24]

In der amerikanischen Auseinandersetzung um die Definition der sexuellen Belästigung wurde jedoch lange die Unterscheidung zwischen sexueller Belästigung (sexual harassment) und geschlechtlicher Belästigung (gender harassment) diskutiert[25], bevor der Begriff der sexuellen Belästigung sich durchsetzte.

2.3 Stand der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz in Deutschland

Knapp Zehn Jahre später erreichte die Diskussion über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz auch Deutschland. Die ersten Definitionen beziehen sich auf Zudringlichkeiten im Büro, vom Kniff in den Po bis zum eindeutigen Antrag[26]. 1983 wurden die Übergriffe des Grünen Politikers Hecker durch seine Partei im Bundestag veröffentlicht. Daraufhin gab die Partei der Grünen die erste Studie zum Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz in Deutschland in Auftrag. Dabei wurden 903 Personen aller Sparten und Schichten befragt: Die 1984 veröffentliche Infas-Studie hatte das Ergebnis, dass jede vierte arbeitende Frau über Erfahrungen mit sexueller Belästigung verfügte und dass sogar 7% der arbeitenden Frauen ihre Stellung dadurch verloren hatten[27]. Von den belästigten Frauen nannten 51% Poklatschen, 43% Brustanfassen, 13% unerwünschte Küsse, 17% Griff an die Genitalien und schließlich jeweils 4% erzwungene Griffe an die Genitalien des Belästigers und erzwungenen sexuellen Verkehr als bereits erlebte Belästigung[28]. Nun erreichte das Thema zum ersten Mal die Öffentlichkeit der deutschen Gesellschaft. Die Zeitungen berichteten von geforderten Maßnahmen der arbeitenden Frauen gegen die sexuelle Belästigung an ihrem Arbeitsplatz, welche die betroffenen Frauen in den Gewerkschaften zum Ausdruck brachten (IG Metall und ÖTV)[29]. Als Reaktion darauf kam es 1986 zu einer Wanderstellung der ÖTV Berlin. 1987 publizierte der DGB-Bundesvorstandes eine Informationsbroschüre zum Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz. Gerhardt, Heiliger und Stehr verweisen weiterhin auf eine Betriebsvereinbarung, die zum Thema entworfen wurde und Aufklärungsseminare für Betriebs- bzw. PersonalrätInnen und Führungskräfte[30].

Durch das Entfachten der Diskussion in der Öffentlichkeit wurde das Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz in unterschiedlichen Sichtweisen besprochen. Es konnte nicht mehr selbstverständlich von einem gemeinsamen Nenner ausgegangen werden, wenn über dasselbe Phänomen gesprochen wurde. Problematisch war das vor allem für die Gesetzgebung, die eine einheitliche Definition brauchte, um für eine rechtliche Regelung sorgen zu können. In der Europäischen Gemeinschaft entstand 1986 die Forderung an die Mitgliedsstaaten, für Informationskampagnen zu sorgen und die ersten Schritte für eine rechtliche Verankerung des Problems zu planen[31]. Die EG konkretisierte das Vorhaben am 30. Juli 1991, durch einen Entwurf für eine Empfehlung zum Schutz der Würde von Frauen und Männern am Arbeitsplatz[32]. Aus diesem Handlungsbedarf erstellten Andrea Schneble und Michel Domsch 1989, im Auftrag der Leitstelle Gleichstellung der Frau der Stadt Hamburg, die erste größere Studie zur Untersuchung des Phänomens der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, in der Literatur bekannt als die Hamburger Studie[33]. Zur gleichen Zeit wurde auf der Bundesebene vom Bundesministerium für Familie, Jugend, Frauen und Gesundheit 1987 eine ähnliche Untersuchung zu Ausmaß und Folgen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz bei dem Landesinstitut Sozialforschungsstelle Dortmund in Auftrag gegeben, die von Monika Holzbecher, Anne Braszeit, Ursula Müller und Sibylle Plogstedt bearbeitet und 1990 publiziert wurde (Dortmunder Studie)[34].

Im Folgenden wird auf die Dortmunder Studie näher eingegangen, da sie die einzige größere und repräsentative Studie über die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz in Deutschland ist. Allerdings muß erwähnt werden, dass ihre Ergebnisse nur in Einzelbereichen als repräsentativ bewertet werden können. Die Hamburger Studie ist dieser in ihrem Aufbau, ihrer Durchführung und ihren Ergebnissen sehr ähnlich.

2.4 Die Dortmunder Studie

Die Dortmunder Studie stützt sich auf Einzelinterviews mit von sexueller Belästigung betroffenen Frauen, schriftliche Befragungen in Form von Fragebögen (insgesamt wurden etwa 4000 Fragebögen ausgewertet), Gespräche mit betrieblichen Verantwortlichen (Vorgesetzte, InteressenvertreterInnen und AusbilderInnen), einen Workshop mit interessierten Frauenbeauftragten, zwei Rechtsgutachten, Befragung von JuristInnen und einen internationalen Vergleich der Rechtssituation der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz[35].

Ein Schwerpunkt der Untersuchung beschäftigte sich mit der Definition der sexuellen Belästigung, ein anderer mit dem Ausmaß dessen. Für die Definitionsklärung listeten die Forscher 15 verschiedene Verhaltensweisen auf, die in den Einzelinterviews genannt wurden[36]. Die Befragten sollten durch einen Fragebogen bewerten, inwieweit sie diese als ein sexuell belästigendes Verhalten einstufen würden. In der Abschlußfrage sollten die Befragten die Häufigkeit solcher Vorkommnisse am Arbeitsplatz nennen. Erst durch das mehrfache Erleben der jeweiligen Belästigungsverhalten ließe sich der Subjektivitätscharakter der Situationswahrnehmung vernachlässigen und somit Aussagen über den Umfang der sexuellen Belästigung ermöglichen[37]. Für die mehrheitlich als Belästigung bewerteten Verhaltensweisen ergab sich dabei folgendes Bild:

Tabelle 1: Männer und Frauen definieren „sexuelle Belästigung“ (in %)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Dortmunder Studie, S. 210, Tabelle 40.

In der Definition der sexuellen Belästigung lassen sich keine nennenswerte Unterschiede finden: Von den 15 zur Einschätzung vorgelegten Verhaltensweisen, würden nur drei mehrheitlich von den Männern und Frauen eher nicht als sexuelle Belästigung angesehen: Anstarren, Hinterherpfeifen, taxierende Blicke mit 36% bei den Männern und 41% bei den Frauen; anzügliche Witze mit 40% bei den Männern und 39% bei den Frauen und schließlich zufällige Berührungen mit 26% bei den Männern und 31% bei den Frauen[38]. Bei all den anderen Verhaltensweisen zeigt sich, dass mindestens 70% der Befragten (Männer und Frauen) sie als sexuell belästigendes Verhalten einordnen, wobei zehn der Verhaltensweisen bei den Frauen und acht bei den Männern die 90% Marke erreichen oder sogar überschreiten. Bemerkenswert ist die Ähnlichkeit der Ergebnisse bei den Männern und Frauen, auch wenn leichte graduelle Unterschiede vorhanden sind. Auffällig ist, dass während vier Verhaltensweisen von den Frauen mit 100% als sexuelle Belästigung festgelegt werden, nämlich Aufforderung zum sexuellen Verkehr, Aufgedrängte Küsse, Zurschaustellen des Genitals und Erzwingen sexueller Handlungen / tätlicher Bedrohung, keiner dieser Verhaltensweisen die 100% bei den Männern erreicht[39].

Die Ergebnisse der selbst erlebten Belästigungen der betroffenen Frauen zeigen, dass gerade die drei Erlebnisse, die mehrheitlich als nicht belästigend eingestuft waren[40], am häufigsten erlebt wurden: Während zwischen 59 und 77% der Befragten die drei oben erwähnten Verhaltensweisen als nicht belästigend einstuften, hatten zwischen 65 und 85% diese mindestens einmal persönlich erlebt. Die Forscher folgerten daraus, dass ein Erlebnis umso seltener als sexuelle Belästigung eingestuft wird, je häufiger die Betroffenen ihm ausgesetzt sind[41]. Mehr als 90% der Frauen gaben an, schon mindestens einmal am Arbeitsplatz mit einer der Verhaltensweisen konfrontiert worden zu sein, im Vergleich zu 19% der Männer, die ihre Erfahrungen zu einer Belästigungssituation schilderten.

Am häufigsten werden Belästigungserfahrungen aus den Arbeitsbereichen berichtet, in denen die Frauen überwiegend oder ausschließlich mit Männern zusammenarbeiten. Die Definition fällt den interviewten Frauen nicht schwer: Sie unterscheiden deutlich zwischen gewünschten und unerwünschten Verhaltensweisen mit sexuellem Bezug. Das Unterscheidungsmerkmal ist für sie deutlich die Sympathie der gegebenen Situation. Ist ihr Gegenüber ihnen sympathisch, wird ein Verhalten als etwas prickelndes und angenehm empfunden. Sie beschreiben die erwünschten Situationen als einen wechselseitigen Prozeß, in dem sie sich als gleichberechtigt und aktiv sehen. In diesem Prozeß gibt es Grenzen, deren Überschreitung dem anderen als unerwünscht signalisiert wird. Zu einer Belästigung wird ein Verhalten erst, wenn solche Grenzen nicht eingehalten werden[42].

Im Durchschnitt hatte jede Frau fünf der Verhaltensweisen aus der Befragung erlebt. Mehr als die Hälfte der Frauen (56%) hatten Erfahrungen mit anzügliche Bemerkungen über ihre Figur oder ihr sexuelles Verhalten im Privatleben. Ein Drittel der Frauen bekamen unerwünschte Einladungen mit eindeutiger Absicht (35%) und hatten Erfahrungen mit Pokneifen oder –klapsen (33%) und pornographische Bilder (33%). Fast jeder vierten Frau ist am Arbeitsplatz schon mindestens einmal an die Brust gefaßt worden (22%)[43].

Das Problemverständnis ist bei beiden Geschlechtern außer in einer Hinsicht fast gleich. Nur bei der Einschätzung der tatsächlichen Vorkommnisse der sexuelle Belästigung gegenüber Frauen sind die Männer mit 63% der Meinung, dass es sehr wenige Frauen gibt, die am Arbeitsplatz sexuell belästigt werden, gegenüber 43% der Frauen, die diese Meinung vertreten. Sonst stimmen beide Geschlechter deutlich überein, dass sexuelle Belästigung ein Machtmißbrauch gegenüber Frauen darstellt (71% bei Männer und 74% bei Frauen). Die Mehrheit der Befragten verneint, dass der Belästiger bei der sexuellen Belästigung eigentlich nur flirten wolle (62% bei Männer und 76% bei Frauen), dass Frauen die Belästigung selbst herausfordern (72% bei Männer und 79% bei Frauen) und dass Frauen sich durch sexuelle Beziehungen berufliche Vorteile verschaffen wollen (60% bei Männer und 55% bei Frauen). Ein Drittel der Männer sieht das eigene Geschlecht auch in der Opferrolle[44] (33%). 19% der Männer berichten von eigenen Erfahrungen bezüglich der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz. Ihre Definitionen über das belästigende Verhalten unterscheidet sich kaum von denen der Frauen. 36% der geschilderten Erlebnisse der Männer beziehen sich auf einmalige Vorkommnisse. Die Belästigung durch eine Frau wird am häufigsten genannt (37%), gefolgt von Kollegen (18%) und Kunden/Patienten/Klienten (18%). Beim Vergleich zu den Ergebnissen der belästigten Frauen kommen die Forscher zum Ergebnis, dass Männer weitaus häufiger als Frauen von Personen desselben Geschlechts belästigt werden[45].

Die Ergebnisse der Dortmunder Studie bezüglich der Person des Belästigers, des Belästigten und der Situation der Belästigung sahen wie folgt aus: Betroffen waren hauptsächlich 20 bis 30jährige alleinstehende Frauen, die erst seit kürzer Zeit im Betrieb arbeiteten. Die Belästiger gehörten häufig zur Gruppe der 30 bis 50jährigen Männer, die mehrheitlich verheiratet und mindestens zehn Jahre im Betrieb tätig waren. Die Belästigung fand überwiegend im normalen Arbeitsalltag statt und meistens dort, wo der Belästiger und die Belästigte sich häufig aufhielten[46].

Die Ergebnisse machten auch deutlich, dass Frauen häufiger ein Verhalten dann als sexuelle Belästigung definierten, wenn es auf die eigene Person gerichtet war und sie verunsichert reagierten. Die interviewten Frauen, die von eigenen Erfahrungen berichteten, erzählten von ihren Gefühlen, denen sie während und nach der Belästigung ausgesetzt waren: Sie waren peinlich berührt, fühlten sich unwohl, gedemütigt und ausgeliefert, häufig wurde ein Gefühl des Ekels und der Aggression genannt. Später kamen Angst, Depression und ein Gefühl des Versagens hinzu, weil sie nicht in der Lage waren sich zu wehren[47]. Männer blieben gegenüber der Belästigung meistens unbeeindruckt. Sie erlebten entweder keine negativen Folgen wie Streß, Ängste und Depressionen oder kompensierten diese viel besser und innerhalb kürzerer Zeit. Die Betroffenen nannten meist das Gefühl der Überraschung und Peinlichkeit in der unmittelbaren Situation[48].

Obwohl die Situation der sexuellen Belästigung vom subjektiven Erlebnis des Einzelnen abhängig war, kamen die Forscher zu einigen übergreifenden Merkmalen, die ein belästigendes Verhalten charakterisierten:

„Eine Frau wird durch die sexuelle Belästigung mit einem unerwünschtem Verhalten konfrontiert, das sie als Frau abwertet, erniedrigt und/oder in eine Situation zwingt, in der ein ablehnendes Verhalten gegenüber dem Belästiger zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsatmosphäre und Arbeitssituation führen kann.“[49]

In dieser Untersuchung wurde sexuelle Belästigung als geschlechtsspezifische Diskriminierung im Arbeitsleben verstanden, als Ausdruck der immer noch durchgängigen sozialen und politischen Nachrangigkeit von Frauen[50]. Holzbecher, Braszeit, Müller und Plogstedt verwiesen in dieser Hinsicht auf die Zuweisung bzw. Vorenthaltung von beruflichen Entwicklungschancen der Frauen, von aufstiegsrelevanten Positionen und Qualifikationen nach Geschlecht, aber auch auf die Unterbewertung der Arbeitsplätze, die überwiegend von Frauen ausgeübt wurden und die unterschiedliche geschlechtsspezifische Bewertung einer Leistung. Sie verstanden sexuelle Belästigung gegenüber Frauen als Mittel zur Ausgrenzung dieser aus dem Berufsleben seitens der Männer[51]. Somit hatte die sexuelle Belästigung eigentlich keinen direkten sexuellen Hintergrund, sondern war eher als sexueller Ausdruck der Aggression und Machtausübung zu verstehen, worin die Sexualität nur ein Hilfsmittel darstellte, um ein nicht-sexuelles Ziel zu erreichen. Als Begründung bezogen die Forscher sich auf ihre Ergebnisse über die Zielrichtung der sexuellen Belästigung, die überwiegend von den Befragten als nicht-sexuell bewertet, sondern vielmehr als Machtmißbrauch gegen Frauen und somit eindeutig dem Problemkreis der Hierarchie in den Geschlechterbeziehungen zugeordnet wurde[52]. Die Untersuchung machte vor allem deutlich, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz auf keinen Fall als Randerscheinung einer Gesellschaft zu verstehen war, in der sonst eine theoretische Gleichheit der Geschlechter herrschte. Sie mußte vielmehr als Resultat einer immer noch vorhandenen und praktizierten Hierarchie zwischen den Geschlechtern in der Gesellschaft eingeordnet werden. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass das Problem der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz weiter verbreitet war als bis dahin angenommen.

2.5 Sexuelle Belästigung an der Hochschule

Auch die Hochschule war lange Zeit in Männerhand. Die dort geltenden Regeln wurden von Männern festgelegt. Mit Hilfe dieser wurden nach Gerstendörfer Machtpositionen konstruiert, wie zum Beispiel die der Professoren, die Studenten fördern können oder nicht. Somit haben die Professoren eine indirekte Macht über Aufstieg und Teilhabe ihrer Studenten[53]. Nach Gerstendörfer werden die Personen in den unteren Hierarchieebenen, und dazu gehören auch die Studierenden, stark gefährdet, wenn eine Person seine hohe Machtposition mit sexuellen Interessen und Forderungen verbindet. Aus dem Hintergrund dieser Machtbeziehungen können sehr leicht Mißbräuche entstehen, die zur sexuellen Belästigung führen können. Denn einerseits gehört persönliche, unterstützende und motivierende Zuwendung von Lehrenden in gewissem Umfang zu ihrem pädagogischen Aufgabenbereich, andererseits aber kann dieser Zusammenarbeit leicht zu unerwünschte Verhaltensweisen führen. Als klassische sexuelle Belästigung an der Hochschule kann die Belästigung einer Studentin durch eine männliche Lehrperson in einer Einzelsituation oder die Belästigung von Studentinnen allgemein im Kontext einer Lehrveranstaltung dienen. Ulrike Gerhardt weist anhand von vier Fallbeispielen, in denen vier weibliche Studierende jeweils von männlichen Lehrenden sexuell belästigt wurden, auf die Abhängigkeitsverhältnisse, die in solchen Situationen entstehen, hin[54]. Dabei wird das besondere Machtgefälle und Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Professoren und den Studentinnen deutlich, welches besonders wirksam wird, wenn der Professor gleichzeitig auch der Betreuer, Prüfer oder Doktorvater ist. Bei allen vier Fällen nutzen die Professoren eine situationsbedingte Nähe zu Studentinnen aus, um ein sexuell gefärbtes Verhalten zu praktizieren, das einseitig ist und von den betroffenen Studentinnen als unerwünscht empfunden wird. Gerade als Doktorvater kann sich ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zwischen Studierenden und Professoren entwickeln, in dem beide regelmäßig mit einander kommunizieren und folglich auch über private Vorkommnisse sprechen. Diese Situation kann das Erkennen der ersten Grenzverletzung sehr schwierig machen, welche sich leicht und schnell zu schwerwiegenden Belästigungen steigern kann.

Wohl ist inzwischen die Verteilung der Geschlechtsgruppen unter den Studierenden gleich. Dies bezieht sich jedoch auf die Gesamtzahl der Studierenden, denn die geschlechtsspezifische Verteilung ist sicherlich in den einzelnen Studienrichtungen immer noch gegeben, wie zum Beispiel die überwiegend männlichen Studenten in den naturwissenschaftlichen Richtungen Mathematik oder Physik. Ungleich ist auch die Zahl der an der Hochschule beschäftigten wissenschaftlichen MitarbeiterInnen. Im Zuge einer Gesellschaftsveränderung und der damit verbundenen Arbeitsteilung, sind zwar, wie in den anderen Berufssparten auch, immer mehr Frauen an der Hochschule beschäftigt, mit aufsteigenden akademischen Rang vermindert sich ihr Anteil jedoch kontinuierlich.

Die Definition, Häufigkeit, Intensität, Belästigungssituation und die Folgen der sexuellen Belästigung an der Hochschule ähneln den Ergebnissen der bereits besprochenen und vorgestellten Studien[55], wie zum Beispiel die Ergebnisse der 1992 veröffentlichte Studie der freien Universität Berlin[56] und 1993/94 der soziologischen Fakultät Bielefeld[57] zeigen. Was die sexuelle Belästigung an der Hochschule von solcher an anderen Arbeitsplätzen unterscheidet, ist der Rechtsstatus der Studierenden. Denn sie sind nicht als Arbeitende zu klassifizieren und besitzen somit keinen Arbeitsvertrag. Folglich gelten keine arbeitsrechtliche Maßnahmen für die Studierenden, wenn es um eine sexuelle Belästigung an der Hochschule geht[58].

Die Albert-Ludwigs-Universität hat, sowie andere Hochschulen auch, eigene Richtlinien, die sich mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz beschäftigen[59]. Diese Richtlinien beziehen sich auf das Strafgesetz, Beschäftigtenschutzgesetz[60] und das Gesetz über die Universitäten im Land Baden-Württemberg (Universitätsgesetz - UG) in der Fassung vom 10. Januar 1995[61]. Nach diesen Richtlinien wird die Definition im Sinne des Beschäftigtenschutzgesetzes übernommen. Außerdem hat die Frauenbeauftragte u.a. die Aufgabe, bei sexueller Belästigung Ansprechpartnerin für wissenschaftlich tätige Frauen und Studentinnen zu sein. Zur Information über den rechtlichen Aspekt haben Rektor, Frauenbeauftragte und Frauenvertreterin die Broschüre Informationen zum Thema sexuelle Belästigung im Juni 2001 herausgegeben[62]. Sie soll Opfer über ihre Rechte aufklären und gibt Hilfestellung, wenn diese Unterstützung gegen sexuelle Belä­stigung brauchen. In der Broschüre finden Opfer auch eine Liste von Ansprechpartnerinnen und -partnern. In einem Rundschreiben an alle Mitarbeiter der Universität machte Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Jäger als Rektor der Albert-Ludwigs-Universität darauf aufmerksam, dass sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz nicht hingenommen und mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln sanktioniert werden wird[63]. Zusätzlich gibt es den Flyer Gegen Diskriminierung und sexuelle Belästigung, die von der Ständige Senatskommission zur Förderung von Studentinnen und Wissenschaftlerinnen, Frauenbeauftragte, Frauenvertreterin und Asta Frauenreferat, herausgegeben wurde[64]. In dieser wurde die sexuelle Belästigung in verbaler, nichtverbaler und körperlicher Form mit entsprechenden Beispielen gegliedert.

2.6 Studie an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg

Beide Studien, die Hamburger und die Dortmunder, dienten als Grundlage für die Erschaffung des Beschäftigtenschutzgesetzes von 1994, worin der Begriff der sexuellen Belästigung erstmals im Deutschen Recht definiert wurde[65]. Ein Jahr nach Erlaß des Beschäftigtenschutzgesetzes gab es in einer Forschungsgruppe an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg eine weitere Untersuchung zum Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, die 1997 veröffentlicht wurde[66]. Zur Auswertung lagen 123 Fragebögen zur Verfügung, 75 von Frauen und 48 von Männern ausgefüllt[67]. Unter anderem wurde nach einer Definition der sexuellen Belästigung gefragt, weil die Forscher selbst damit Schwierigkeiten hatten. Die Ergebnisse waren recht eindeutig: Sie bezeichneten nicht erwünschte körperliche Berührungen und diskriminierende und verletzende Witze und Bemerkungen als sexuelle Belästigung. Auch der Machtmißbrauch von Abhängigkeitsbeziehungen der hierarchischen Arbeitswelt wurde als ein möglicher Aspekt genannt. Die Befragten betonten den subjektiven Wahrnehmungscharakter der Situation, der ihrer Meinung nach keine objektive Aussagen zuläßt. Frauen schilderten eigene Erfahrungen, sprachen meistens aus eigener Sicht und von anzüglichen Verhaltensweisen, wie zum Beispiel von Gesprächen und Witzen, die Frauen auf bestimmte Körperteile reduzieren. Für sie repräsentierten hauptsächlich Männer die Gruppe der Belästiger. Die Männer dagegen wiesen auf Handlungen hin, die gegen den eigenen Willen durchgeführt werden und sprachen für beide Geschlechter.

Auf die Frage wann die Befragten sich selbst belästigt gefühlt hatten oder sich belästigt fühlen würden, haben Frauen ähnlich geantwortet, wie auf die Frage nach der Definition. Die meisten sprachen von sexueller Belästigung als alltäglichen Erfahrungen, die sie in Stichworten aufzählten. Nur ein Viertel der Männer konnten sich auf eigene Erfahrungen beziehen. Sie wurden meistens von anderen Männer belästigt. Die von Männern als Belästigungen empfundenen Verhaltensweisen der Frauen wurden wie folgt beschrieben: Anruf mit eindeutig zweideutigen Anspielungen; „sie mich am Hintern betatschte“; „hat sie mir zwischen die Beine gegriffen“; „ist mir eine Schülerin so nahe auf die Pelle gerückt, dass ich bewußt den Abstand vergrößert habe“; aufreizende Kleidung von Frauen, wie stark ausgeschnittene Dekolletés oder rosa, hautfarbene Radlerhosen, die wie lange Schlüpfer wirken; im Büro mit älteren Damen, „die in meinem Beisein Anspielungen machten und von mir als Mann schwärmten“ und „eine Arbeitskollegin wollte mir im Lagerkeller unbedingt Narben an den Lendenwirbelsäule zeigen und begann sich zu entkleiden“[68]. Die Forscher verwiesen auf die genaue Beschreibung der Erlebnisse seitens der Männer verglichen mit den Aussagen der Frauen. Des weiteren haben Männer eine ironische Haltung gegenüber Belästigungen eingenommen, die ihnen einen lockeren und selbstbewußten Umgang mit der Situation ermöglichte, im Gegensatz zu den Frauen, die durch solche Erfahrungen eher ängstlich und eingeschüchtert reagierten.

Die Forscher sorgten für eine Perspektivenänderung, indem sie eine Definitionsfrage jeweils auf das andere Geschlecht bezogen. Die Befragten sollten angeben, wann ihrer Meinung nach das andere Geschlecht sich sexuell belästigt fühlen würde. Die Männer hatten eine genaue Vorstellung davon, wann Frauen sich sexuell belästigt fühlen würden: Wenn Frauen anhand von Verhaltensweisen zum Sexualobjekt reduziert werden. Die Hälfte der Männer betonte, dass die sexuelle Belästigung als subjektiv und situationsbezogen zu verstehen und nicht geschlechtsspezifisch einzuordnen wäre. Frauen sahen die Männer in ähnlichen Situationen als sexuell belästigt an, wie das für sie selbst der Fall wäre. Nach ihrer Vorstellung würden sich Männer öfter am Arbeitsplatz sexuell belästigt fühlen, wenn sie sozial nicht anerkannt würden, etwa wenn die Frauen am Arbeitsplatz die Mehrheit bilden oder wenn es überwiegend weibliche Vorgesetzte geben würde. Die Forscher wunderten sich über die Genauigkeit und Ausführlichkeit der Vorstellungen der Frauen, wann sich ein Mann am Arbeitsplatz sexuell belästigt fühlen würde, weil diese nicht in den Erfahrungsberichten der Männer vorkamen. Ein Drittel der Frauen konnte sich sexuell belästigendes Verhalten gegenüber Männer nicht vorstellen, weil solches Verhalten nicht als weiblich gelten würde: „Frauen wollen erotische Zuwendungen nicht erzwingen“[69].

[...]


[1] Vgl. dazu die bisherigen Studien, wie Plogstedt/Bode, 1984; Schneble/Domsch, 1990 (Hamburger Studie); Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991 (Dortmunder Studie).

[2] Vgl. Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991 (Dortmunder Studie), S. 157 ff.

[3] Vgl. dazu die bisherigen Studien, wie Plogstedt/Bode, 1984; Schneble/Domsch, 1990 (Hamburger Studie); Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991 (Dortmunder Studie).

[4] Vgl. Gisler, 2001, S. 57 ff.

[5] Siehe Süddeutsche Zeitung v. 17.2.1999; FAZ v. 17.2.1999.

[6] Vgl. Herzog, 1997, S. 30.

[7] Vgl. Bußman/Lange, 1996.

[8] Ebenda.

[9] Vgl. dazu die bisherigen Studien, wie Plogstedt/Bode, 1984; Schneble/Domsch, 1990 (Hamburger Studie); Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991 (Dortmunder Studie).

[10] Die Untersuchung ist aufgrund ihres geringen Umfangs keinesfalls als repräsentativ einzustufen.

[11] Siehe Brunner, 1991, S. 9.

[12] Ebenda, S. 11.

[13] Ebenda, S. 12.

[14] Ebenda, S. 40 ff.

[15] Ebenda, S. 42.

[16] Ebenda, S. 78 ff.

[17] Ebenda, S. 93.

[18] Ebenda, S. 64.

[19] Vgl. Gerstendörfer, 1994, S. 37.

[20] Siehe Gisler, 2001, S. 15.

[21] Siehe Frankfurter Rundschau vom 2.1.1976: Arbeitende Frauen gelten häufiger als Freiwild.

[22] Vgl. Herzog, 1997, S. 43 ff.

[23] Siehe etwa Skousen v. Nidy, 90 Ariz. 215 (1961). In: Herzog, 1997, S. 43.

[24] vgl. Kitzinger, Celia; Thomas Alison: Sexual Harassment – a discoursive approach, 1995, S.32.

[25] Siehe Gisler, 2001, S. 100.

[26] Siehe Frankfurter Rundschau vom 2.1.1976: Arbeitende Frauen gelten häufiger als Freiwild.

[27] Siehe Gerhardt/Heiliger/Stehr, 1992, S. 9.

[28] Vgl. Mästle, 2001, S. 32.

[29] Vgl. die taz vom 12.04.85.

[30] Siehe Gerhardt/Heiliger/Stehr, 1992, S. 9.

[31] Ebenda, S. 10.

[32] Siehe den Anhang dieser Arbeit.

[33] Siehe Schneble/Domsch, 1990.

[34] Siehe Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991.

[35] Siehe Holzbecher, M: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. In: Gerhardt/Heiliger/Stehr, 1992, S. 22-39.

[36] Siehe die folgende Tabelle 1.

[37] Siehe Holzbecher, M: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. In: Gerhardt/Heiliger/Stehr, 1992, S. 22-39.

[38] Siehe Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991, Tabelle 19, S. 176.

[39] Ebenda, Tabelle 20, S. 177.

[40] Anstarren/Hinterherpfeifen/taxierende Blicke, anzügliche Witze, zufällige Berührungen.

[41] Siehe Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991, S. 176 f.

[42] Ebenda, S. 23 ff.

[43] Ebenda, S. 157 ff.

[44] also als sexuell belästigt.

[45] Siehe Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991, S. 204 ff.

[46] Ebenda, S. 179 ff.

[47] Siehe Holzbecher/Braszeit/Müller/Plogstedt, 1991, S. 157 ff.

[48] Ebenda, S. 205 ff.

[49] Ebenda, S. 10.

[50] Ebenda, S. 3.

[51] Ebenda, S. 4.

[52] Ebenda, S. 162 f.

[53] Siehe Gerstedörfer, 1994, S. 22.

[54] Siehe Gerhardt, U.: Erfahrungsprofile. In: Bußmann/Lange 1996, S. 50-57.

[55] Vgl. ebenso die im weiterem Verlauf dieser Arbeit vorgestellte Studie der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg.

[56] Vgl. Ripke,1992, S. 99 ff.

[57] Vgl. Holzbecher/Kneissler/Müller, 1994.

[58] Die rechtliche Lage der Studenten wird im 3. Kapitel besprochen.

[59] Siehe z. B. den Frauenförderplan am Anhang dieser Arbeit.

[60] Siehe Anhang dieser Arbeit.

[61] Ebenda.

[62] Diese Broschüre kann jeder Zeit vom Rektorat angefordert werden.

[63] Siehe Anhang dieser Arbeit.

[64] Ebenda.

[65] Siehe Kapitel 3: Überblick der rechtlichen Definitionen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz.

[66] Siehe Haug/Wittich-Neven, 1997, S. 18 ff.

[67] Aufgrund der geringen Menge der Teilnehmer, kann die Untersuchung nicht als repräsentativ eingestuft werden.

[68] Siehe Haug/Wittich-Neven, 1997, S. 21.

[69] Ebenda, S. 23.

Details

Seiten
110
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638586610
Dateigröße
926 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v67646
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Institut für Soziologie
Note
2,0
Schlagworte
Poklatschen Miniröcke Sexuelle Belästigung Wandel Geschlechterverhältnisse Eine Analyse Definition Hochschule

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Titel: Poklatschen und Miniröcke - Sexuelle Belästigung im Wandel der Geschlechterverhältnisse - Eine Analyse der Definition der sexuellen Belästigung an der Hochschule