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Der Einfluss von Schule auf die Adoleszenz in Westdeutschland

Hausarbeit 2005 16 Seiten

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Der Einfluss von Schule auf die Adoleszenz ?
1.1 Schule und Adoleszenz in Westdeutschland nach 1970
1.2 Begriffsdefinitionen

2. Aufwachsen mit und in der Schule in Westdeutschland seit
2.1 Schulsysteme Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik
2.2 Zensuren, Leistung und Beurteilung
2.3 Orientierungsstufe, Wettbewerb und Leistungsdruck
2.4 Schulangst

3. Der ökonomische Aspekt – Fazit

Literaturverzeichnis

1. Der Einfluss von Schule auf die Adoleszenz?

1.1 Schule und Adoleszenz in Westdeutschland nach 1970

Sprechen wir heute über den Prozess des Aufwachsens, die Adoleszenz, also den Zeitraum, in dem ein Kind zum Erwachsenen heranreift, so fällt sicherlich so manches Erlebnis in diesen Lebensabschnitt, in dem Jeder mit vielen Dingen konfrontiert wird, die ihn später als Individuum ausmachen – der Prozess der Sozialisation durch Familie, Freunde, Umfeld, Gesellschaft und letztlich auch durch die Schule formt und formte uns zu dem, was wir sind, waren und werden.

Doch inwiefern ist die Schule in Westdeutschland nach 1970 nun als ein signifikanter Faktor der Adoleszenz betrachtenswert, interessiert sich man sich für den Vergleich mit dem Schulwesen gleichen Zeitraumes in der Deutschen Demokratischen Republik in den letzten 20 Jahren, nach Inkrafttreten der letzten bedeutenden Schulreformen, vor der Wiedervereinigung Deutschlands ?

Welchen Einfluss übt eine Art von Bildungswesen auf Persönlichkeitsbildung gewollt oder ungewollt aus ?

Genau diesen Fragen soll im Folgenden nachgegangen werden – interessant sind hier die Grundzüge des ländergebundenen Schulsystems Westdeutschlands, vor allem der Übergang von der Grundschule hin zur Orientierungsstufe, vorbereitend auf die Einordnung in Gymnasien, Realschulen oder Hauptschulen – welche den Grundstein bzw. das Fundament für Beruf und Karriere in der Bundesrepublik darstellen und darstellten. Wie beeinflusste vor allem der Bereich der Orientierungsstufe die Adoleszenz? Welchen Einfluss und welchen Stellenwert hatten Zensuren, Leistungsdruck, und Beurteilung? Für Kinder bzw. Jugendliche im Bereich der Orientierungsstufe der alten Bundesländer stellte sich hier ein Komplementärbild zu dem staatlich forcierten Einheitsschulsystem der DDR, welches eine derart strikte Bildungstrennung generell nicht vorsah – bedingt durch eine andere bildungspolitische Zielsetzung des ostdeutschen Bildungssystems.

1.2 Begriffsdefinitionen

Um nun den Rahmen für die Betrachtung dieser Fragestellung zu verfestigen, ist es wichtig, einige Begriffe klar einzugrenzen:

So zum Beispiel der Begriff der Adoleszenz, der Kern dieser Betrachtung ist:

Nach Horst Schaub[1] ist Adoleszenz die „Zeit des Überganges von der Pubertät in das junge Erwachsenenalter“[2] – somit also nicht an bestimmtes Lebensalter sondern eher an eine gesellschaftliche Sichtweise gebunden. Formal erwachsen sein, im rechtlichen Sinne, das bedeutet in unserer Gesellschaft das 18. Lebensjahr vollendet zu haben – der Eintritt in die Pubertät ist individuell, beginnt jedoch gemeinhin mit der „Veränderung der körperlichen Proportionen sowie […] Ausbildung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale“[3] – und ist daher somit ein durch beginnende biologische Veränderung des Kindeskörpers definierter Neuabschnitt des Aufwachsens eines Menschen.

Einer weiteren Erklärung bedarf der Begriff der Orientierungsstufe:

Im Bildungswesen der Bundesrepublik Deutschland vor der Wiedervereinigung, erfolgte allgemein nach der einheitlichen Grundschule in den meisten Bundesländern eine meist zweijährige Phase der Orientierung, die es Schülern ermöglichen sollte, weitgehend nachteilsfrei die an die Grundschule anschließende Schulart auch noch zu wechseln, wenn sie bereits eine solche weiterführende Schule besuchten – eine gewisse Homogenität der Lehrpläne in diesem Zeitraum zwischen Gymnasium, Realschule und Hauptschule war bundeslandintern angestrebt.

„Aufgabe der Orientierungsstufe[...] [war] es, die Schüler in diesen zwei Jahren intensiv in ihrem Lernverhalten zu beobachten, um sie dann an die für sie geeignete weiterführende Schule zu verweisen“[4] oder sie an der bereits besuchten Institution zu belassen.

Findet im Rahmen dieser Arbeit der Begriff der Konkurrenz Verwendung, so ist hier rein der Begriff des Wettbewerbs an sich gemeint, keine Sonderformen wie generische, soziologische oder wirtschaftliche Konkurrenz[5], auch wenn diese in Teilen situativ eventuell ebenso richtig und ebenso zutreffend wären.

2. Aufwachsen mit und in der Schule in Westdeutschland seit

2.1 Schulsysteme der Bundesrepublik Deutschland und Deutschen Demokratischen Republik

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Gerade die Orientierungsstufe bildet einen der interessantesten Unterschiedsaspekte zwischen den beiden Schulsystemen der Bundesrepublik und der DDR. Die beiden anstehenden Grafiken zeigen die Bildungssysteme im Überblick.[6]

[...]


[1] Vgl. H. Schaub, Wörterbuch Pädagogik, S. 14

[2] a. a. O.

[3] a. a. O.

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Orientierungsstufe

[5] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Konkurrenz

[6] Aus H. Schaub, Wörterbuch Pädagogik, S.142 (Abb.1) sowie S. 146 (Abb. 2)

Details

Seiten
16
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638601887
ISBN (Buch)
9783656362357
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v67209
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg – Fakultät für Pädagogik
Note
2,3
Schlagworte
Einfluss Schule Adoleszenz Westdeutschland Aufwachsen Ost-

Autor

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Titel: Der Einfluss von Schule auf die Adoleszenz in Westdeutschland