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Lernsoftware Französisch - Réalité Interactif

von Angelina Kalden (Autor) Julia Kirst (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 17 Seiten

Didaktik - Französisch - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medien im Fremdsprachenunterricht

3 Aufbau der Lernsoftware

4 Motivation

5 Das Thema des Entdeckenden Lernens in der Software

6 Abschlussbetrachtungen

Literatur

Einleitung

In der vorliegenden Arbeit soll nach einer allgemeinen Darstellung der Medien im Fremdsprachenunterricht das Medium der Lernsoftware anhand von Réalité Interactif genauer dargestellt werden. Diese Lernsoftware ist genau auf das Realschulwerk Réalités 1Nouvelle édition abgestimmt, kann aber auch unabhängig eingesetzt werden.

Nach einem Überblick über die Medien des Französischunterrichts, gehen wir auf den Aufbau der Software allgemein ein. Anschließend untersucht Julia Kirst den Aspekt des Motivationsgehalts und Angelina Kalden den des Entedeckenden Lernens.

Wir haben uns für diese Punkte entschieden, da sie in Bezug auf den Lernenden eine wichtige Rolle spielen. So ist der Motivationsgehalt bei einer Lernsoftware einer der wesentlichen Aspekte, die beim Lernprozess positiv auf den Schüler einwirken und ihn motivieren, das Programm komplett zu durchlaufen. Bei der Entwicklung von Réalié Interactif wurde scheinbar besonders auf die Motivation des Schülers Wert gelegt, weshalb wir uns diesem Thema widmen wollen. Theorien des Entdeckenden Lernens sind ebenso an mehreren Stellen im Programm vorzufinden. Darüber hinaus stehen beide Themen in Verbindung zueinander, da wir davon ausgehen, dass sich das Entdeckende Lernen motivationsfördernd auf den Schüler auswirkt. Dieser Annahme wollen wir u. a. im Folgenden nachgehen. Abschließend werden wir unsere Erkenntnisse in der Abschlussbetrachtung gemeinsam reflektieren.

2 Medien im Fremdsprachenunterricht

Medien werden nach Schulmeister (1997) nach dem Grad der Interaktivität, den sie erlauben, unterschieden[1]. Im Folgenden gehen wir von den traditionellen Medien zu den modernen vor. Schulmeister (1997) unterscheidet mit Bezug auf Jaspers (1991) zwischen linearen Medien, Feedback-Medien sowie adaptiven und kommunikativen Medien. Er gibt an, dass Medien statisch oder dynamisch sein können. Texte, Zahlen und Graphiken sind dementsprechend statisch, während Animationen, Lautsprache, Musik und Videos hingegen, zu den dynamischen Medien gehören.[2]

Das wichtigste Medium im Französischunterricht ist der Lehrer und seine Kreativität. Ein weiteres wichtiges traditionelles Medium, die Tafel, ist durch die Möglichkeit das Geschriebene abzuwischen, recht flexibel einsetzbar. Dazu gehört zum Beispiel auch die Magnettafel. Das Schulbuch zählt auch zu den traditionellen Medien. Es wird wegen seiner flexiblen Einsetzbarkeit nie als überholt gelten. Der Lehrer kann auch den OH-Projektor im Unterricht einsetzen, wobei sich im Fach Französisch z.B. ein Lückentext anbieten würde. Darüber hinaus bieten Bilder und Poster sowie Fotos oder Dias die Möglichkeit, den Unterricht anschaulicher zu gestalten. Bei einer Exkursion lässt sich beispielsweise ein Fotoapparat als Medium einsetzen, in dem man dort vorhandene Sehenswürdigkeiten oder Gegenstände, die mit dem Unterricht in Verbindung stehen fotografieren lässt. Je nach Unterrichtsgegenstand besteht auch die Möglichkeit, Früchte, Gemüse oder Haustiere mitbringen zu lassen. Ein weiteres Medium stellt das Sprachlabor dar, wo der Schüler sprachliche Fertigkeiten üben kann. In Deutschland benutzt man dieses Medium aber nicht so häufig. Ein klassisches Medium ist der Kassettenrekorder, durch den man fremdsprachliche Texte präsentieren kann und den Schülern die Möglichkeit bietet z.B. Muttersprachler sprechen zu hören. Des Weiteren kann man den Lernern fremdsprachliche Lieder vorspielen und diese singen, damit ihnen abwechslungsreich die französische Kultur näher gebracht werden kann.

Der Fernseher in Verbindung mit dem Videorekorder bzw. DVD-Player gehört zu den neueren einsetzbaren Medien. Hier würde sich ein themenspezifischer Videodreh oder dergleichen anbieten, was man mit Gruppenarbeit verbinden könnte. Dies wäre z.B. eine Möglichkeit, wenn ein Schüleraustausch stattfindet. Ein weiteres neues Medium ist der Computer, zu dem mittlerweile auch die Internet- und Emailnutzung gehört. Schüler können hier eigenständig recherchieren oder das Verfassen von Texten per Tastatur üben. Dadurch bereiten sie sich auf künftige Anforderungen, wie beispielsweise das Schreiben einer Bewerbung vor. Eine solche Vorbereitung ist mit Sicherheit in jedem Unterricht sinnvoll, da der Umgang mit dem Computer heutzutage in fast jedem Beruf, auch in fremdsprachlichen Berufen, erwartet wird. Durch den Computer sind weitere Medien, wie z.B. Lernsoftwares einsetzbar. Die Lernsoftware wurde einerseits als Hilfestellung für den Lehrer im Hinblick auf die Unterrichtsplanung oder die Entwicklung von Klassenarbeiten konzipiert, andererseits auch als unterrichtsbegleitendes Lernmedium für den Schüler. Hier gibt es z.B. Vokabeltrainer oder Grammatiksoftwares sowie digitale Nachschlagewerke. Zu den neueren Medien gehört auch die Power-Point-Präsentation mit dem Beamer, die vielfach z.B. bei Referaten verwendbar ist, aber auch den Lehrervortrag anschaulicher macht und sich dazu flexibel einsetzen lässt. Erwähnenswert wäre auch noch der Laserpointer, mit dem man den Schülern z. B. auf Landkarten präzise Städte zeigen kann.

Abschließend ist festzuhalten, dass der Lehrer die Medien abwechslungsreich einsetzen sollte, damit keine Eintönigkeit entsteht. Ferner sind stets Alternativen einzuplanen, fall ein Medium aus technischen Gründen versagen sollte. Man muss traditionelle wie neuere Medien gleichermaßen berücksichtigen, denn das Schulbuch ist für den Schüler schon allein aus praktischen und finanziellen Gründen wesentlich einfacher und flexibler zu konsultieren als ein Computer, der trotzdem auch erhebliche Vorteile bietet.

3 Aufbau der Software

Die Lernsoftware kann man als Ergänzung zum Lernwerk betrachten und dient den Schülern zur Anwendung und Vertiefung der Lerninhalte des Unterrichts. Das Lernprogramm ist für Anfänger gedacht und unterteilt sich in zwei Lernniveaus und kann zusätzlich auf Französisch oder deutsch durchlaufen werden. Die acht unterschiedlichen Unités befinden sich als Lernorte auf dem Lyoner Stadtplan. Der Stadtplan dient als Wegbegleiter und Übersicht für den Schüler. Hier kann er auch seinen Punktestand aus den unterschiedlichen Unités ablesen. Der Schüler kann, während er das gesamte Programm durchläuft, seinen Wissensstand an Hand eines Punktesystems kontrollieren. Der Schüler kann frei seine Lernorte wählen und sie jederzeit verlassen, um sich andere Lernorte des Programms anzuschauen. Er kann die Übungen auch beliebig verlassen, da seine Daten unter seinem Passwort gespeichert sind. Die Lernorte untergliedern sich in die Unités, den Kiosque und das Cybercafé. In den Unités gibt es mehrere Icons zu den Themen Vokabeln (V), Grammatik (G), Informationen zur Landeskunde (I) und zur aktiven Anwendung der französischen Sprache (A). Im Kiosque sowie im Cybercafé werden dem Schüler zusätzliche Übungen zum Vertiefen und Wiederholen geboten. Außerdem kann er seine Leistungen mit Hilfe von Tests in unterschiedlichen Niveaustufen überprüfen. Des Weiteren kann der Lernende das gesamte Programm hindurch ein Rätsel verfolgen, das Fantômas-Rätsel.

[...]


[1] Vgl. Schulmeister, 1997: 29.

[2] Vgl. ebd., 29.

Details

Seiten
17
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638599382
ISBN (Buch)
9783638768078
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v66715
Institution / Hochschule
Technische Universität Berlin
Note
2
Schlagworte
Lernsoftware Französisch Réalité Interactif Französischunterricht

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Titel: Lernsoftware Französisch - Réalité Interactif