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Die klassische Kritik Maslows - Theorie und neue Erkenntnisse

Hausarbeit 2005 13 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Maslows Theorie
2.1 Die Entstehung von Bedürfnissen
2.2 Bedürfnispyramide von Maslow
2.3 Das Prinzip der relativen Vorrangigkeit

3. Die klassische Kritik an der Theorie

4. Neue Erkenntnisse

5. Schlussfolgerung

1. Einleitung

In dieser Hausarbeit im Rahmen meines Schwerpunktfaches Personalmanagement II möchte ich kritisch auf das Modell von Maslow, die Bedürfnispyramide, eingehen und neugewonnene Erkenntnisse in Bezug auf die Motivationstheorie darstellen.

In dieser Hausarbeit wurden folgende Quellen herangezogen: Internet, Bücher, Skripte. Zum Aufbau der Hausarbeit ist folgendes zu sagen.

Zuerst gehe ich näher darauf ein, wie Bedürfnisse beim Menschen geweckt werden bzw. entstehen können. Anhand von Beispielen aus dem Alltagsleben werden diese Aussagen und Theorien unterstützt. Anschließend erkläre ich die von Maslow entwickelte Bedürfnispyramide, welche eine wichtige Rolle in Maslows Theorie und Ansicht spielt. Zur Erklärung der Bedürfnispyramide werden ausschließlich Originalquellen von Maslow selbst heran gezogen um eine verfälschte Wiedergabe zu vermeiden.

Jede Theorie hat ihre Schwächen und Stärken, so auch diese von Herrn Maslow, die im zweiten Kapitel dargelegt werden; dazu gehört auch der Punkt der relativen Vorrangigkeit, auf die im Kapitel 2.3 gesondert eingegangen wird.

Nach den Punkten zwei und drei gibt Ihnen diese Hausarbeit einen Überblick neuerworbener Erkenntnisse der Motivationstheorien im Berufs- und Alltagsleben.

Am Ende steht die Schlussfolgerung, die sich aus verschiedensten Theorien und Erfahrungen zusammensetzt und auch teilweise die eigene Meinung des Verfassers der Hausarbeit widerspiegelt.

2. Maslows Theorie

Abraham Maslow (1908-1970) stellte in seiner Theorie nicht die Verhaltensweisen von Tieren oder von neurotischen Menschen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen, sondern sah den Menschen in seiner Theorie als zielstrebendes, nach Annerkennung und Selbstverwirklichendes suchendes Individuum. Das unterscheidet im Wesentlichen seine Theorie von den bereits da gewesenen Theorien erheblich. Die Theorie wird auch als humanistische Psychologie bezeichnet und grenzt sich klar von dem Behaviorismus und von der Psychoanalyse ab. Zu den wichtigsten Thesen der humanistischen Psychologie gehört unter anderem auch, dass die Person im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, dass jeder Mensch verschieden ist und somit verschiedenste Fähigkeiten bzw. Wertschätzungen und damit verbundene Präferenzen hat.[1] Nach Maslows Theorie wird menschliches Handeln durch zwei verschiedene Arten von Motiven unterschieden. Zum einen die Defizitmotive. Diese treten bei dem Menschen in Form einer Mangelerscheinung auf, worauf in dieser Hausarbeit im Kapitel 2.1 insbesondere mit Beispielen eingegangen wird. Als zweites Motiv, welches Maslow beim Menschen sieht, ist das Wachstumsmotiv zu nennen. Dieses unterscheidet sich im Wesentlichen vom Defizitmotiv dadurch, dass dieses Motiv verkümmert, wenn es nicht befriedigt wird. Hier als geeignetes Beispiel ist das Streben nach Selbstverwirklichung zu nennen. Beispiel: Ein Facharbeiter in der Werkshalle strebt deshalb nicht nach Selbstverwirklichung, weil dieser bei seiner monotonen Arbeit nicht befriedigt bzw. gefordert wird.[2]

2.1 Die Entstehung von Bedürfnissen

Bedürfnisse, was sind Bedürfnisse? „Ein Zustand des Wünschens und Begehrens, der ein bestimmtes Verhalten (Handlung) hervorruft. Bedürfnisse haben einen großen Einfluss auf die sich daraus ergebenden Motivationen.“[3]

Bedürfnisse beim Menschen entstehen, wenn ein Mangel vorliegt. „Ein Bedürfnis ist alltagssprachig der Wunsch oder die Notwendigkeit, einen Mangel zu beseitigen.“[4]

Beispiel:

Der Mensch sucht nach Nahrung, um zu überleben. Ein Mangel an Nahrung macht sich beim Mensch als Hungergefühl bemerkbar. Wenn dieses Hungergefühl auftritt, ist dies aber schon eine Mangelerscheinung. Schlussfolgerung: der Mensch versucht seinen Hunger zu stillen und den entstandenen Mangel zu beseitigen. Bedürfnisse entstehen also, wenn ein Mangel vorliegt. Diese Bedürfnisse stehen im gegenseitigen Wechsel zwischen Unlust und Spannung. Ein Individuum versucht demnach immer, ein Ziel mit dem entsprechenden Bedürfnis zu erreichen. Ein ebenfalls gutes Beispiel aus der Praxis, wie Bedürfnisse im alltäglichen Leben des Menschen entstehen können, belegt die AIDA-Formel[5] aus der Marketing Sicht TV-Werbung wieder.

A= Attention, die Aufmerksamkeit des Zuschauers wird erregt durch bspw. optische oder akustische Signale im TV.

I= Interest, das Interesse des Zuschauers an dem geworbenen Produkt im TV wurde geweckt.

D= Desire, Wünsche, Begehren des Zuschauers werden geweckt, dieses bestimmte Produkt haben zu wollen.

A= Action, Der Zuschauer versucht nun das geweckte Bedürfnis zu befriedigen bzw. den Mangel zu beseitigen und kauft das geworbene Produkt.

[...]


[1] Vgl. URL: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MOTIVATION/Beduerfnisse.shtml [14.06.2006]

[2] Vgl. Friedemann / W. Nerdinger (2003), S.16

[3] Vgl. URL: http://beduerfnis.know-library.net/ [17.06.2006]

[4] Vgl. URL: http://wikipedia.org/wiki/Bedürfnisse.de [20.06.2006]

[5] Vgl. URL: http://beduerfnis.know-library.net/ [17.06.2006]

Details

Seiten
13
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638591249
ISBN (Buch)
9783638848886
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v66558
Institution / Hochschule
Fachhochschule Nordhausen
Note
2,3
Schlagworte
Kritik Maslows Theorie Erkenntnisse Personalmanagement/-wesen

Autor

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