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Internationale Migration als globale Herausforderung?

Hausarbeit 2006 56 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsbestimmungen
1.1 Internationle Migration – Flucht
1.2 Flüchtling

2. „Invasion der Armen“ oder „Sturm auf die Festung Europa“ – angstverzerrte Fehlwahrnehmung oder Realität im internationalen Migrationsgeschehen ?
2.1 Migration und Flucht im Wandel der Zeit
2.1.1 Wanderungsbewegungen bis zum 2. Weltkrieg
2.1.2 Das Jahrhundert der Flüchtlinge
2.2 Fluchtursachen
2.3 Zahlen und Fakten
2.4 Woher – wohin ? Überblick über Richtungstendenzen in aktuellen Wanderungsbewegungen

3. Wirkungszusammenhänge zwischen Globalisierung und internationaler Migration
3.1 Die 2 Seiten der Globalisierung
3.1.1 Was versteht man unter Globalisierung ?
3.1.2 Das Janusgesicht der Globalisierung
3.2 Auswirkungen der Globalisierung auf das Migrationsgeschehen
3.3 Verlagerung und Ausdifferenzierung von Migrationsformen im Zuge der Globalisierung
3.3.1 Irreguläre Migration als neues Kernproblem
3.3.2 Umweltflucht
3.3.3 Feminisierung der Migration

4. Ansätze und wegweisende Strategien im Umgang mit internationaler Migration
4.1 „Vorbeugen ist besser als helfen“ – Friedens- und entwicklungspolitische Präventivkonzepte
4.1.1 Präventive Interventionsmaßnahmen bezüglich Konfliktlösung und Menschenrechtspolitik
4.1.2 Globale Strukturpolitik – neue Aufgaben für die Entwicklungspolitik im Zeitalter der Globalisierung
4.2 Internationale Migration erfordert internationales Agieren
4.2.1 Internationales Migrationsregime als Baustein der Global Governance
4.2.2 „Festung Europa“ oder neue Wege – die Rolle der EU
4.3 Einmal die Blickrichtung geändert – Migration als Chance ?

5. Schlussbetrachtungen

Literaturverzeichnis

Einleitung

„Internationale Migration gibt es solange wie die Menschheit selbst“ heißt es in einem Kapitel der vorliegenden Arbeit. Seit sich die Menschen in bestimmten Strukturen organisieren, gibt es immer wieder Missverhältnisse zwischen den vorhandenen Ressourcen und der Anzahl der Bewohner einer bestimmten Region, was Menschen dazu bewegen kann, aufzubrechen, um das eigene Überleben (bzw. das der Familie oder der gesamten Sippe) zu sichern.

In den letzten Jahren gewinnt man verstärkt den Eindruck, es seien noch nie so viele Menschen unterwegs gewesen. Doch kann man wirklich schon von einem „historischen Ausnahmefall“ sprechen ? Sicher ist, dass im Zuge des Globalisierungsprozesses sich nicht nur althergebrachte Strukturen, sondern auch die weltweiten Wanderungsbewegungen verändern und immer weiter ausdifferenzieren. Gleichzeitig verändern sich auch die Anforderungen an die internationale Staatengemeinschaft.

Insbesondere stellt sich dabei die Frage, inwieweit sich die fortschreitende Globalisierung auf die weltweiten Wanderungsbewegungen auswirkt.

Ist die beispielsweise vielfach durch die Medien angekündigte „Invasion der Armen“ oder auch „Sturm auf die Festung Europa“, wie wir sie in diesen Monaten quasi „hautnah“ (bezogen auf das bemerkenswerte Foto[1] ankommender westafrikanischer Flüchtlinge an einem Touristenstrand) auf den kanarischen Inseln erleben eine logische Konsequenz aus der Umgestaltung der Weltgesellschaft und der zunehmenden Schere zwischen Arm und Reich ? Ist der „globale Marsch“ tatsächlich ein historischen Ausnahmefall oder handelt es sich dabei um mehr oder weniger dramatisierte und verzerrte Fehlwahrnehmungen, bezüglich des Ausmaßes, die vielmehr die Ängste der westlichen Industrienationen wiederspiegeln als der Realität gerecht zu werden?

Neben Formen, Ursachen und Dimensionen von internationaler Migration soll auf den folgenden Seiten der Bezug zur Globalisierung hergestellt werden sowie die daraus resultierenden Folgen auf das weltweite Migrationsgeschehen. Schliesslich werden mögliche Strategien und Handlungsmöglichkeiten präsentiert, die die globale Dimension dieser Herausforderung aufzeigen sollen.

Internationale Migration und Flucht als globale Herausforderung

1. Begriffsbestimmungn

1.1 Internationale Migration – Flucht

Da unter dem Begriff „Migration“, „...als befristete oder dauerhafte Verlagerung des Lebensmittelpunktes in eine andere Umgebung...“[2], eher die verschiedenen Formen einer mehr oder weniger freiwilligen Wanderung verstanden werden, Flucht dagegen eine erzwungene Wanderung darstellt, werden die beiden Begriffe häufig nebeneinander benutzt, wie auch im Titel dieser Arbeit. Dennoch ist diese Unterscheidung nicht ganz richtig: denn schliesslich kann Migration auch mit Zwang verbunden sein, nämlich dann, wenn sich Menschen, z.B. aus wirtschaftlicher Not dazu gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen.[3]

Im Gegensatz dazu verweist SIMON[4] auf einen Fluchttypus, innerhalb derer die Personen ihre Entscheidung nicht aufgrund von direktem oder persönlichem Zwang treffen (also vorwiegend passiv), sondern in Erwartung einer Gefahr, der sie sich daraufhin aktiv durch Flucht entziehen. Dies bringt sie in der Wahrnehmung natürlich leicht in die Nähe der „freiwilligen“ Migranten. Die Differenz liegt nach Simon in den Motiven: Während es bei den „freien“ Migranten überwiegend der Wunsch nach einer besseren Existenz ist, der die Migrationsentscheidung vorantreibt, so spielt im Falle der vorausplanenden Flüchtlinge das Wissen oder die Vermutung über eine herannahende Krise die entscheidende Rolle.

Bei der Beschäftigung mit der Thematik wird schnell deutlich, dass hier die Grenzen fliessend sind, eine begriffliche Abgrenzung schwierig ist und oft willkürlich vorgenommen wird, zumal sich objektive Tatbestände (z.B. Krieg) mit subjektiven Wahrnehmungen (z.B. Einschätzung der eigenen Lebensperspektive) vermengen und „Der Grad der eigenen Leidensfähigkeit [...] unterschiedlich hoch...“ ist, wie der Politikwissenschaftler Franz NUSCHELER zurecht bemerkt.[5]

Annette TREIBEL weist dagegen auf eine neue Praxis hin, die Migration als Oberbegriff setzt, unter dem Arbeits- und Fluchtmigration als 2 verschiedene Ausrichtungen von Migration subsumiert werden.[6] Auf diesem Wege wird man dem Anspruch gerecht, Migration als Gesamtphänomen zu betrachten, wie vermehrt gefordert wird.

Diese Unterteilung bedient auch Nuscheler, wie an seiner detaillierten Definition[7] von „internationaler Migration“ deutlich wird: So bezeichnet er den Begriff als Umfassung aller grenzüberschreitenden Wanderungen, wobei er neben der freiwilligen Auswanderung (Emigration), der Familienzusammenführung, der „Irregulären Migration“[8], dem zeitlich begrenzten Auslandsaufenthalt (z.B. von Studierenden) eben auch „die durch Kriege, politische Verfolgung, existenzielle Notlagen oder Umweltkatastrophen erzwungene Flucht , sofern sie Staatsgrenzen überschreitet,...“ mit dazuzählt.

Migrationsprozesse sind durch eine hohe Komplexität gekennzeichnet: So weist Annette Treibel[9] darauf hin, dass Wanderung schliesslich nicht nur die wandernden Personen betrifft, sondern genauso die Gesellschaften und Regionen, zwischen denen sich die Menschen bewegen, so dass auch eine systemische Betrachtungsweise von großem Interesse sein kann. In der Migrationsforschung hat sich daher der Begriff des Migrationssystems durchgesetzt: hierzu zählen neben Herkunfts- und Zielregion auch alle Institutionen, die an dem Prozess beteiligt sind, also Regierungen und sonstige Akteure, sowie auf internationaler Ebene das UNHCR, die Vereinten Nationen etc[10] Um dieser hohen Komplexität gerecht zu werden wurden in der Soziologie mehrere Typologien entwickelt, um den Migrationsbegriff differenzieren zu können:

1. Unter räumlichen Aspekten wird zwischen Binnenwanderung (meist vom Land in die Stadt) und internationaler Wanderung (kontinental und interkontinental) unterschieden
2. Unter zeitlichen Aspekten wird zwischen temporärer (z.B. Saisonarbeit) und permanenter Wanderung (der Aus- bzw. Einwanderung bzw. Niederlassung) unterschieden
3. Bezüglich der Wanderungsentscheidung oder Wanderungsursache unterscheidet man freiwillige Wanderung (Arbeitsmigration) und erzwungene Wanderung (Fluchtmigration, Vertreibung)

Um zur Ausgangsdifferenzierung zurückzukehren lässt sich festhalten, dass Flucht immer durch einen gewissen Zwang gekennzeichnet ist, die verschiedenen Formen von Migration man sich dagegen auf einem Strahl zwischen den Polen Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit bzw. Zwang vorstellen muß. Um diesem nicht unwesentlichen Unterschied gerecht zu werden, wird im Folgenden „internationale Migration“ (oder auch „nur“[11] Migration) und „Flucht“ dann gesondert aufgeführt, wenn genau diese Unterscheidung hinsichtlich der Freiwilligkeit eine spezielle Bedeutung im Kontext erhalten soll, ansonsten schliesse ich mich Treibel und Nuscheler an und benutze den Begriff der Migration als Oberbegriff für jede Form weltweiter Wanderungsbewegung.

1.2 Zum Flüchtlingsbegriff

Der Begriff „Flüchtling“ ist in der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) von 1951 völkerrechtlich definiert, der bislang 137 Staaten beigetreten sind. „Danach ist jemand Flüchtling, der sich außerhalb seines Herkunftslandes befindet und infolge begründeter Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe nicht dorthin zurückkehren kann.“[12]

Ein zentraler Bestandteil der GFK ist das Prinzip des sogenannten „non-refoulement“ (Artikel 33), d.h. dass Flüchtlinge nicht in Länder zurückgeschickt oder abgeschoben werden dürfen, in denen ihre Sicherheit gefährdet sein könnte. Dieser Artikel verpflichtet die Unterzeichnerstaaten jedoch nicht dazu, einem Flüchtling Asyl zu gewähren, sondern lediglich, ihn nicht zurückzuweisen, d.h. ein Staat kann Asyl gewähren, muß es aber nicht.[13] Ein Flüchtling gemäß der Konvention (Konventionsflüchtling) ist also jemand, der eine individuelle politische Verfolgung durch staatliche Stellen nachweisen kann, was ein äußerst schwieriges Unterfangen darstellt und einen weiten Ermessensspielraum eröffnet, denn was ist z.B. „begründete Furcht“ ? Hier vermischen sich erneut objektive mit subjektiven Tatbeständen.

Da sich das internationale Fluchtgeschehen nach Treibel aber dramatisch verändert hat, wird mit dieser Definition – quasi dem Idealtypus des Flüchtlings - der überwiegende Teil der weltweiten Flüchtlinge nicht mehr abgedeckt bzw. wird diese der aktuellen Situation nicht mehr gerecht.[14]

Es entsteht, wie Angenendt bemerkt, eine Schutzlücke.[15]

Mit der herkömmlichen Definition der GFK, die ursprünglich den Flüchtling vor der Nazi-Diktatur oder vor dem stalinistischen Terror im Blickfeld hatte[16], sind Binnenflucht, displacement (Verschleppung, Vertreibung), Flucht vor Krieg und Umweltflucht bzw. Flucht vor Naturkatastrophen ausgeschlossen. Die zuletzt genannten Flüchtlingsgruppen stellen jedoch heute die Mehrheit dar.[17] So verkündete auch das UNHCR in seinem Bericht von 1997 / 1998, die Zahl der Flüchtlinge, im strengen Sinne der GFK, hätte sich verringert – wobei gleichzeitig die Binnenvertreibung zugenommen hätte.[18]

Um dieser Definitionsproblematik (die auch dazu verleiten kann, sie für politische Zwecke zu benutzen, „wie es eben gerade passt“) entgegenzukommen, hat sich der Begriff der „De-Facto-Flüchtlinge“ etabliert, denn wer vor Krieg und Elend flieht, egal ob er dabei die Landesgrenze überschreitet oder politisch verfolgt wird, ist eben de facto ein Flüchtling.[19]

In einigen Staaten bzw. Zusammenschlüssen von Staaten ist durch mehrere Initiativen der enge Flüchtlingsbegriff der GFK erweitert worden. Als Beispiele sind hierzu die „Konvention über die spezifischen Aspekte von Flüchtlingsproblemen in Afrika“ (verabschiedet 1969 durch die Organisation für Afrikanische Einheit in Addis Abeba) zu nennen sowie 1984 die Einigung der mittelamerikanischen Staaten über die „Flüchtlingsdeklaration von Cartagena“, die beide „schwerwiegende Störungen der öffentlichen Ordnung“, die Leben, Sicherheit oder Freiheit der Menschen bedrohen in ihre Grundsatzformulierungen mit aufgenommen haben.[20] Ein größerer Konsens über die Genfer Konvention von 1951 kam bisher jedoch offiziell nicht zustande – das UNHCR, als Hüterin der Konvention, unterscheidet daher Konventionsflüchtlinge und Personen in fluchtähnlichen Situationen.

Festzuhalten ist, dass es einen engen (im juristischen Sinne der GFK) und einen weiten Flüchtlingsbegriff, im Ermessen der jeweiligen Staaten und Gruppierungen, gibt. Letzterer ist ein Sammelbegriff für diverse Typen von Flüchtlingen mit jeweils spezifischen Fluchtmotiven (s.o.). Im Folgenden wird der weite Flüchtlingsbegriff benutzt, um der Ausdifferenzierung im weltweiten Fluchtgeschehen gerecht zu werden.

2. „Invasion der Armen“ oder „Sturm auf die Festung Europa“ – angstverzerrte Fehlwahrnehmungen oder Realität im internationalen Migrationsgeschehen ?

2.1 Migration und Flucht im Wandel der Zeit

2.1.1 Wanderungsbewegungen bis zum 2. Weltkrieg

Zu Beginn dieses Punktes sei ein Zitat des US-amerikanischen Soziologen und Bevölkerungswissenschaftlers William PETERSEN genannt, der die vorherrschende Grundannahme, der Mensch sei quasi ‚von Natur aus’ sesshaft, auf den Kopf stellt: „Manchmal ist das grundlegende Problem nicht, warum Völker wandern, sondern eher, warum sie es nicht tun.“[21]

Diese These zeigt eine Alternative zur allgemeinen problemzentrierten Sicht von Migrationsphänomenen auf und unterstreicht in erster Linie die Normalität und die Verbreitung von Wanderungsbewegungen, welche insbesondere in der historischen Betrachtung deutlich werden.

Wanderungen sind kein neues Phänomen, sondern so alt, wie die Menschheitsgeschichte selbst.[22] Schon das Alte Testament beginnt mit einer Vertreibung: die Vertreibung aus dem Paradies. Auch im 1. Buch Moses, Kap. 45 überredet Joseph seine Brüder zur Flucht aus dem verdörrten Kanaan. Mit seinen Argumenten: „Denn dies sind zwei Jahre, dass es teuer im Lande ist, und es sind noch fünf Jahre, dass kein Pflügen noch Ernten sein wird.“ wäre er jedoch als Wirtschaftsflüchtling vom UNHCR nicht als Flüchtling anerkannt worden.

Seit sich Menschen in Gesellschaften und Herrschaftssystemen organisieren gibt es Flucht, Vertreibung und Völkerwanderungen. Die Weltgeschichte war eine gewalttätige Geschichte von „einander schiebenden und drängenden Völkern.“[23] Zunächst wurde um Jagd- und Weidegründe, später um Kolonialgebiete konkurriert – die Motive waren dabei immer ähnlich: es ging um ein Missverhältnis zwischen vorhandenen Ressourcen und dem wachsendem Bedarf aufgrund des Bevölkerungswachstums, sowie politischer Unterdrückung und religiöser Intoleranz. (Motive und Ursachen werden in Punkt 2.6 intensiver behandelt)

Angetrieben durch einen enormen Bevölkerungswachstum[24] kurz vor und während der Industrialisierung, entwickelte sich Europa zum Auswanderungskontinent: zwischen 1815 und 1930 emigrierten mehr als 50 Millionen Europäer aus ökonomischen, sozialen und politischen Gründen nach Nordamerika.[25] Europa lagerte somit seine soziale Frage aus und entlastete so die Arbeitsmärkte. Im Unterschied zu heute gab es damals aber genügend Raum, um derartige Fluchtwellen aus dem übervölkerten Europa aufzunehmen. Wobei in diesem Zusammenhang die Vertreibung der autochthonen Bevölkerungen in Nord- und Südamerika, die bis zum Massenmord getrieben wurde, und die damit einhergehende kulturelle Zerstörung in den Siedlungsgebieten der Europäer oft vergessen wird und Nuscheler zurecht auf den Mythos vom „leeren Raum“ hinweist.[26]

Die geplante Ansiedelung und Anwerbung von Arbeitskräften ist keine neumodische Erfindung, wie das Beispiel des kolonialen Weltmarktes für Arbeit im Zuge der Kolonialisierung (außerhalb des Sklavenhandels) zeigte. Treibel behauptet sogar, dass ohne die Wanderung von Arbeitskräften innerhalb und zwischen Gesellschaften die Industrialisierungsprozesse nie richtig in Gang gekommen wären[27] (genauso wie ohne die Anwerbung der „Gastarbeiter“ in den 60-er Jahren der Aufbau des Wohlstandes in der Bundesrepublik nicht in dem Maße möglich gewesen wäre).

Internationale Migration war also immer eine Begleiterscheinung innergesellschaftlicher und weltwirtschaftlicher Strukturveränderungen. In diesem geschichtlichen Zusammenhang bekommt auch das eingangs aufgeführte Zitat Petersens´ einen verständlicheren Sinn.

Mit der Errichtung von neuen Nationalstaaten wurden auch die Ansprüche auf ethnische und kulturelle Homogenität gesteigert.[28] Mit der Schaffung einer Vielzahl neuer ethnischer Minderheiten, sowie ein- und ausgrenzenden Nationalitäten wurde das sogenannte „Jahrhundert der Flüchtlinge“ eingeleitet.

2.1.2 Das Jahrhundert der Flüchtlinge

Nachdem das 19. Jahrhundert als Ära der friedlichen europäischen Migration galt, folgten Anfang des 20. Jahrhunderts Jahrzehnte der gewaltsamen Entwurzelung und Deportation, aufgrund dessen Millionen von Europäern die Flucht antraten, weniger aus wirtschaftlicher Not, denn aus Krieg und Verfolgung.[29]

Wie schon am Ende des letzten Punktes erwähnt, verstärkte sich durch die Errichtung neuer Nationalstaaten der Einfluss ethnisch-nationaler, religiöser und politischer Wanderungsgründe: In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg waren etwa 6 Millionen Menschen von Zwangsumsiedlung, ethnischen „Säuberungen“ oder Repatriierung als Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Grenzveränderungen betroffen.[30]

Die russische Oktoberrevolution („Revolutionsflüchtlinge“) und das Nazi-Regime in Deutschland setzten weitere politisch motivierte Massenmigrationen in Gang.

Im Verlauf des 2. Weltkrieges und seiner Folgegeschichte wurden schliesslich rund 60 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen.

Im historischen Rückblick unterscheidet Annette Treibel nach ZOLBERG et al. drei Flüchtlingskrisen:[31]

1) Nach dem 2. Weltkrieg (laut Schätzungen flohen 12 – 13 Millionen Menschen aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches und angrenzenden sozialistischen Staaten nach Westdeutschland)
2) In Folge der Entkolonialisierung – vor allem auf dem afrikanischen Kontinent; hinzu kamen Flüchtlinge in Asien
3) Die kriegerischen Auseinandersetzungen, inner- und zwischenstaatlichen Unruhen in lateinamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Staaten seit Mitte der 70-er Jahre (vielfach ausgelöst durch den Ost-West-Konflikt (Stellvertreterkriege) – einige dieser Länder entwickelten nach Ende des Kalten Krieges ein Eigendynamik ohne die Unterstützung der Supermächte[32])

Eine 4. Flüchtlingskrise sieht Treibel seit Beginn der 90-er Jahre, also seit dem Ende des kalten Krieges, dem Krieg in Jugoslawien, sowie der Ausweitung der Flüchtlingskrisen auf immer wieder neue Regionen.

Der Blick auf das „Jahrhundert der Flüchtlinge“ zeigt, dass in der ersten Hälfte des Jahrhunderts die meisten Flüchtlinge aus Europa stammten, in der zweiten Hälfte dagegen Europa zur Zielregion von Migranten wurde; sprich: die ehemaligen Auswanderungsländer haben sich zu Einwanderungsländern entwickelt. Dieses Wissen über geschichtliche Zusammenhänge im internationalen Migrationsgeschehen ist nicht unwesentlich, wenn z.B. im aktuellen Diskurs von einem „historischen Ausnahmefall“ gesprochen wird. Hier gilt es genau hinzuschauen, ob es sich tatsächlich um einen solchen Ausnahmefall handelt oder um eine subjektive Verzerrung. Dazu SEGBERS: „Gegenwärtigen Debatten suggerieren oft, diese Wanderungen seien neu oder besonders akut. Dabei ist zu bedenken, dass in den letzten 200 Jahren der Wanderungshöhepunkt zwischen 1845 und 1924 lag.“[33] Allerdings ist seit dem Jahr 1993, in dem dieser Beitrag Segbers entstand, schon wieder viel Zeit vergangen. Hier können nur statistische Bestandsaufnahmen, im Zusammenhang mit dem Blick auf die Geschichte, Klarheit bringen, was in Punkt 2.7 versucht wird.

Bemerkenswert ist auch SANTEL´s Hinweis, dass all die Gründe, „... die Menschen aus Osteuropa, Afrika oder Asien zu Abwanderungen aus ihren Heimatstaaten veranlasst – nämlich Verfolgung aufgrund von rassistischen, religiösen und politischen Gründen, wegen der „diffusen“ Gewalt eines Bürgerkriegs oder aufgrund des ökonomisch motivierten Wunsches nach verbesserten sozialen Lebensbedingungen – [...] seine historischen Vorbilder in der europäischen Migrationsgeschichte der zurückliegenden 150 Jahre...“ hat.[34]

Daher ist der Blick auf die Geschichte im Zusammenhang mit internationaler Migration und Flucht von entscheidender Bedeutung und müsste eigentlich tiefere Spuren im kollektiven Gedächtnis der ehemaligen Auswanderungsländer hinterlassen, doch die Geschichte wird anscheinend zu wenig berücksichtigt: „Trotz vielfältiger eigener historischer Erfahrung mit Massenmigration halten die meisten Europäer lebenslange Sesshaftigkeit für den Normalfall, Zu- und Abwanderungen hingegen für die Ausnahme.“[35] Diese Einstellung lässt bei den europäischen Einwanderungsländern laut Münz ein den demographischen und geopolitischen Realitäten angemessenes Selbstverständnis fehlen.

Die Geschichte zeigt auch, dass internationale Migration eine gesellschaftsverändernde Kraft ist, die politische, ökonomische und strategische Entwicklungen beeinflusst hat und beeinflussen kann. So hat der Flüchtlingsstrom aus dem Osten in den Westen zum Fall der Berliner Mauer beigetragen und die Vereinigungsprozesse vorangetrieben.[36]

2.2 Motive und Ursachen von Migration und Flucht

Migration und Flucht sind eine Antwort auf etwas, eine Reaktion auf eine Situation. Niemand wandert „einfach so“; auch der Abenteurer nicht, denn er sucht etwas, was er in seiner gewohnten Umgebung nicht mehr zu finden scheint.

Eine grundsätzliche Unterscheidung im Hinblick auf die Motive von Migration – unabhängig davon ob freiwillig oder erzwungen – liefert uns PETERSEN. Er nämlich differenziert Migranten hinsichtlich ihres Aktivitätspotentiales und stellt fest, dass es 2 Typen von Wanderern gibt: den konservativen und den innovativen Wanderer.[37] Der innovative Typ wandert mit der Absicht, dass Neue zu erlangen, der konservative Typ wandert in Reaktion auf die Änderung der Bedingungen, um das zu bewahren, was er hatte; dieser sucht auch in der Fremde nach Vertrautem und möchte eigentlich schnellstmöglich in die Heimat zurückkehren.

Die Voraussetzung für das Verlassen eines Landes ist in der Regel die unterschiedlich begründete Unzufriedenheit bis hin zur Unerträglichkeit mit den Lebensbedingungen in der Heimat.[38] Migration soll demnach als Konsequenz menschliche Grundbedürfnisse befriedigen: nach Nahrung, Unversehrtheit, Sicherheit, Freiheit vor Verfolgung – nach einer Lebensperspektive.[39]

Lange Zeit ging man davon aus, dass der Wanderer wandert, um seine Lebenssituation zu verbessern – nach dem Prinzip eines „ökonomischen Rationalismus“[40] – hierbei ging es nach RAVENSTEIN in erster Linie um ökonomische und demographische Faktoren, wie z.B. Arbeitsmarktsituation, Lohnniveau, Bevölkerungsentwicklung etc...; gerade die Überbevölkerung hielt Ravenstein für den Hauptgrund aller Wanderungsbewegungen.[41]

Da dieser Theorieansatz jedoch recht einseitig ist, wird im Push- / Pull – Modell versucht, das Zusammenwirken der Faktoren in der Herkunftsregion mit denen der Zielregion zu betonen:

Nach Nuscheler sind Push-Faktoren (Schubfaktoren) Faktoren, „...die Menschen dazu bewegen oder dazu zwingen, ihre Heimat (Dorf/Stadt, Region/Land) zu verlassen,...“[42]

Es sind Bedingungen, die als unerträglich erfahren oder als bedrohlich empfunden werden und können sehr unterschiedlich sein: Naturkatastrophen, Landknappheit, Arbeitslosigkeit (Armut), soziale Diskriminierung (z.B. von ethnischen Minderheiten), binnen- oder zwischenstaatliche Kriege, Zwang der Verhältnisse, subjektive Entfremdung... etc. sind nur einige Beispiele.

Abwanderung kann auch eine Form sein, die eigene Missgunst und den Widerspruch zur Regierung und / oder zu den bestehenden Verhältnissen kundzutun.

Pull-Faktoren (Sogfaktoren) entstehen dagegen in den Zielländern, indem sie etwas anbieten, was auf Angehörige anderer Staaten anziehend wirken kann, wie z.B. Arbeit, Einkommen, Sicherheit und Freiheit. Bei den Sogfaktoren spielt neben den tatsächlichen Faktoren genauso eine Perzeption über mögliche „Wunschvorstellungen“, die die Zielregion erfüllen soll, ein Rolle.

Grob lässt sich sagen, dass bei Fluchtbewegungen die Push-Faktoren überwiegen, der Flüchtling flieht vor etwas. Dies kann massenhaft und panikartig geschehen (z.B. vor auftretenden Bedrohungssituationen, wie Kriege oder Naturkatastrophen) oder vorausplanend. Wobei sich die Motive eines „vorausplanenden“ Flüchtlings, der seine Flucht in Etappen plant, kaum von denen eines Arbeitsmigranten unterscheiden.

Bei der Arbeitsmigration überwiegen dagegen eher die Pull-Faktoren.

In der Regel findet aber immer eine Vermengung von Schub- und Sogfaktoren statt. Obwohl dieses Modell weitgehend Zuspruch findet, muß man sich fragen, ob dieses Wechselspiel der Faktoren tatsächlich alle Dimensionen erfasst – es liefert zwar erklärungsfähige Grundmuster, bedarf jedoch einer weiteren Differenzierung (auch bzgl. des Unterschiedes: Wanderung – erzwungene Flucht).

So warnt Nuscheler z.B. davor, den Faktor Arbeitslosigkeit überzubetonen – wie es gerade in der Vergangenheit oft geschehen ist – denn die Erfahrung zeigt, dass viele Arbeitsmigranten relativ gut ausgebildet sind und in der Heimat sogar Arbeitsplätze aufgeben.[43]

Daher ist Vorsicht vor monokausalen Erklärungsansätzen angebracht. Wie im Rahmen der Sogfaktoren schon angesprochen, ist die Entscheidung zur Migration auch nie eine völlig rationale Entscheidung: nicht nur das Wanderungsgeschehen (was man noch statistisch erfassen könnte), sondern genauso Einstellungen, Vorstellungen, Verhalten, Erwartungen, Risikobereitschaft und Leidensfähigkeit unterschiedlichster Art müssen in ein Ursachentheorie miteinfliessen. Auch Migrationsnetzwerke, von Nuscheler als „Geheimnis der internationalen Migration“ bezeichnet, können bei den Fluchtursachen eine Rolle spielen, indem sie zur Selbstreproduktion der Wanderung beitragen und Kettenmigrationen erklären – also daran mitwirken, dass Einstiegssituationen (sozial, ökonomisch...) erleichtert werden und Hemmschwellen absinken.

Nur, fragt Nuscheler, kann man denn dann wirklich von einer Migrationstheorie sprechen oder haben wir es mit einem komplexen Gemenge von objektiven Bedingungen zu tun, die auf keinen Nenner zu bringen sind ?[44]

Auch in der Migrationsökonomie finden wir erklärende Theorien: die Theorie des dualen Arbeitsmarktes nach J. PIORE[45] beispielsweise fokussiert die Nachfrageseite von Arbeitsmigration und kommt zu dem logischen Ergebnis, dass durch die Vermeidung der einheimischen Arbeitskräfte des sekundären Arbeitsmarktsegmentes eine Mangel an Arbeitskräften auf der unteren Ebene der Jobhierarchie entstünde, die Unternehmen dazu zwinge, Migranten einzustellen, die zudem noch „flexibel einsetzbar“ seien. Gleichzeitig seien neue Beschäftigungschancen für hoch qualifizierte Mitarbeiter entstanden, die das eigene Bildungssystem nicht mehr in ausreichender Zahl bereitstelle.

Um der Ursachendifferenzierung zwischen Arbeitsmigration und erzwungener Flucht gerecht zu werden, sollen die 5 Hauptursachen von Fluchtbewegungen nach Nuscheler kurz dargestellt werden[46]:

1) Kriege (Kriegsforscher sind sich einig, dass der Ost-West-Konflikt durch die „Stellvertreterkriege“ maßgeblich zur Militarisierung, sowie zur Aufrechterhaltung von repressiven Regimen in der Dritten Welt beigetragen hat à daher hat Fluchtursachenforschung auch immer etwas mit Kriegsursachenforschung zu tun)
2) Diktaturen (Auch durchdachte staatliche Aktionen, die gezielt gegen bestimmte soziale Klassen und Gruppen in ihrem Land vorgehen, können massive Fluchtbewegungen auslösen[47] )
3) Minderheitenkonflikte
4) Historisches Wurzelgeflecht aus Konflikten (Fluchtursachen greifen oft tief in die Geschichte zurück, insbesondere hier sind die willkürlichen kolonialen Grenzziehungen zu nennen)
5) Umweltkrisen (werden aufgrund des globalen Klimawandels vermehrt zu Schubkraft von Fluchtbewegungen, s.a. Punkt 3.6.2)

[...]


[1] EL PAÌS – Ausgabe vom 31. 07.2006

[2] Angenendt, Dr. Steffen (Hrsg.). Migration und Flucht. Aufgaben und Strategien für Deutschland, Europa und die internationale Gemeinschaft. Bonn 1997. S. 9

[3] vgl. Angenendt, Dr. Steffen: Flucht und Vertreibung.

[4] Simon, Friedheim: Soziale Arbeit mit Asylbewerbern. Heidelberg 2000. S. 70 f

[5] Nuscheler, Franz: Internationale Migration. Flucht und Asyl (2. Auflage). Wiesbaden 2004. S. 52

[6] vgl. Treibel, Annette: Migration in modernen Gesellschaften. Soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit und Flucht. Karlsruhe 1998 (überarbeitete Auflage). S. 157

[7] vgl. Nuscheler (2004) ebd.

[8] hierbei handelt es sich um eine Sprachregelung der Vereinten Nationen, wahrscheinlich, um den Begriff der „Illegalität“ zu umgehen, und meint damit Zuwanderer, die ohne gültige Papiere einreisen

[9] vg. Treibel, Annette. O.o.A. S. 20

[10] ebd. S. 169

[11] mein Zusatz „international“ meint das Migrationsgeschehen weltweit, damit ist auch die Binnenflucht gemeint (aber sowohl z.B. in Afrika als auch in Lateinamerika)

[12] UNHCR: Zur Lage der Flüchtlinge in der Welt. 50 Jahre humanitärer Einsatz. Bonn 2000/2001. S. 2

[13] vgl. Angenendt, Dr. Steffen. O.o.A. S. 1

[14] vgl. Treibel, Anette. O.o.A. S. 161

[15] Angenendt, Dr. Steffen. Ebd. S. 3

[16] vgl. Nuscheler, Franz. Internationale Migration. Flucht und Asyl. Wiesbaden 2004 (2. Auflage). S. 107

[17] vgl. Treibel, Anette. Ebd und Nuscheler, Franz. Ebd

[18] UNHCR. Zur Lage der Flüchtlinge in der Welt 1997/1998. S. 59

[19] Nuscheler, Franz. Entwicklungspolitik. Bonn 2004. S. 299

[20] UNHCR 1994. S. 187-189 nach: Treibel, Anette. O.o.A. S. 161

[21] Petersen, William (1972) in: Treibel, Annette. Migrationen in modernen Gesellschaften. A.a.O., S. 164

[22] vgl. Segbers, Klaus. Entstehungsursachen und Entwicklungstrends von Wanderungsbewegungen. In: Butterwegge, Christoph / Jäger, Siegfried (Hrsg.). Europa gegen den Rest der Welt ? Köln 1993. S. 17

[23] Kulischer 1932. S. 27, in: Nuscheler, Franz. Internationale Migration. Flucht und Asyl. Wiesbaden 2004. S. 29

[24] auch in der Vergangenheit hatte es schon 2 große Bevölkerungskrisen in Europa gegeben: zur Zeit des Hochmittelalters (à Pest) und des 30-jährigen Krieges, bei denen massenhaft Menschen ums Leben kamen – als logische Antwort auf die Bevölkerungsdichte

[25] vgl. Münz, Rainer. Phasen und Formen der europäischen Migration, in: Angenendt, Steffen (Hrsg.). Migration und Flucht. O.o.A. S. 35

[26] Nuscheler, Franz. O.o.A. S. 30

[27] Treibel, Annette. O.o.A. S. 13

[28] vgl. Nuscheler, Franz. O.o.A. S. 31

[29] ebd.

[30] Münz, Rainer. O.o.A. S. 36

[31] vgl. Treibel. O.o.A. S. 169

[32] UNHCR. Zur Lage der Flüchtlinge in der Welt 2000/2001. S. 311 – hierzu ist noch anzumerken, dass ab dem Zeitpunkt, ab dem diese Konflikte nicht mehr im Kontext der großen Konfrontation zwischen den Supermächten standen, viele Flüchtlinge und Vertriebene von den mächtigen Staaten ignoriert wurden, die durch deren Notsituation nun keine wichtigen nationalen Interessen mehr berührt sahen

[33] Segbers, Klaus. O.o.A. S. 17

[34] Santel 1993, S. 63, in: Nuscheler, Franz. O.o.A. S. 33

[35] Münz, Rainer. O.o.A. S. 44 und vgl. Zitat Petersen am Anfang von Punkt 2.5.1

[36] Loescher, Gil. Wanderungsbewegungen und internationale Sicherheit. In: Angenendt, Steffen (Hrsg.). Migration und Flucht. Bonn 1997. S. 181

[37] Petersen 1972, S. 97, nach: Treibel, Annette. Migration in modernen Gesellschaften. S. 164 ff.

[38] vgl. Nuscheler, Franz. Internationale Migration. Flucht und Asyl. Wiesbaden 2004. S. 103

[39] vgl. Treibel, Annette. Migration als Form der Emanzipation ? Motive und Muster der Wanderung von Frauen. In: Butterwegge, Christoph / Hentges, Gudrun (Hrsg.). Zuwanderung im Zeichen der Globalisierung. Migrations-, Integrations- und Minderheitenpolitik. Opladen 2000. S. 75

[40] Ewers 1931. S. 39, nach: Treibel, Annette. Migration in modernen Gesellschaften. Soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit und Flucht. München 2003 (3. Auflage). S. 39

[41] Ravenstein 1972. S. 82 f. nach: ebd. S. 31

[42] Nuscheler, Franz. Internationale Migration. Flucht und Asyl. Wiesbaden 2004. S. 102

[43] ebd. S. 103

[44] ebd. S. 101

[45] Piore 1979, nach Nuscheler. Ebd. S. 105

[46] ebd. S. 108

[47] Loescher, Gil. Wanderungsbewegungen und internationale Sicherheit. In: Angenendt, Steffen (Hrsg.). Migration und Flucht. Bonn 1997. S. 181

Details

Seiten
56
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638589628
Dateigröße
675 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v66315
Institution / Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Note
1,0
Schlagworte
Internationale Migration Herausforderung Interdisziplinäres Projektseminar Studienschwerpunkt Kultur Identität

Autor

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Titel: Internationale Migration als globale Herausforderung?