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Sportverletzungen und wie sie richtig behandelt werden

Hausarbeit 2002 11 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. 10 Sportverletzungen, und wie sie richtig behandelt werden
2.1. Schürfwunde
2.2. Platzwunde
2.3. Muskelfaserriss
2.4. Ermüdungsbruch
2.5. Offener Bruch
2.6. Schlüsselbeinbruch
2.7. Umgeknickter Finger
2.8. Bänderriss
2.9. Achillessehnenriss
2.10. Muskelkater

3. Das Auf- und Abwärmen beim Sport

4. Regeneration

5. Das Stretching

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Sport – ob Freizeit-, Schul- oder Leistungssport – trägt das Risiko einer möglichen Verletzung immer in sich.

Über die Schicksalhaftigkeit der Sportverletzung, die eine Karriere beenden oder die Lebensfreude mindern kann, wird in den Medien wie in der Familie und unter Freunden diskutiert. Die Angst und Hilflosigkeit bei Sportverletzungen wird durch Unwissenheit und Unsicherheit verursacht.

In dieser Hausarbeit möchte ich zunächst einige typische Sportverletzungen, die sich auch nicht selten im Schulsport ereignen können, erörtern und Hinweise zu Sofortmaßnahmen geben.

Ein wichtiges Mittel, um Verletzungen zu minimieren, nämlich korrektes Auf- und Abwärmen, versuche ich im nachfolgenden Teil näher zu erläutern.

Weiterhin gehe ich, um die Gesundheit zu fordern bzw. zu fördern, des weiteren in Kapitel 3 dieser Ausarbeitung auf die richtige und wichtige Regeneration von Sportlern näher ein.

Abschließend beschreibe ich Vorteile des häufig genannten Stretchings.

2. 10 Sportverletzungen und wie sie richtig behandelt werden

2.1. Schürfwunde

Bei einer Schürfwunde, die natürlich bei Grundschulkindern häufig auftreten kann, ist das Wichtigste zuallererst, die Wunde zu säubern. Bevor man mit der Betätigung fortfährt, muss die Wunde mit einem Verband oder zumindest einem sauberen Tuch vor Keimen geschützt werden. Die Abschürfung sollte sicherheitshalber noch mit Wasser ausgespült werden. Feuchte Wunden wollen feucht behandelt werden. Das bedeutet ein Pflasterverbot. Schürfungen heilen nach spätestens sieben Tagen – meist sogar, ohne Narben zu hinterlassen. Auch wenn Schürfwunden vergleichsweise harmlos sind (Desinfizieren nicht nötig): Wer keine Tetanusimpfung hat, sollte das gleich nachholen.

2.2. Platzwunde

Bei dem Auftreten einer Platzwunde wäre es das allerbeste, sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus zu fahren bzw. gefahren zu werden. Auch wenn eine starke Blutung irgendwann einmal stoppt, wenn man Druck ausübt: Wird eine Platzwunde nicht penibel versorgt, verzögert sich die Heilung und die Narbe wird viel größer.

Im Vergleich zu Schürfwunden sehen Platzwunden meist sehr dramatisch aus. Unter Umständen kann bei dem Verletzten Benommenheit auftreten – eine Gehirnerschütterung ist nicht auszuschließen.

Zur Vorbeugung dienen bei gefährdeten Körperpartien z.B. Schienbeinschützer im Fußball.

2.3. Muskelfaserriss

Ein Muskelfaserriss kommt gewöhnlich bei Kindern selten vor, dennoch ist es eine ansprechbare Verletzung. Man spürt plötzlich einen stechenden Schmerz in der Wade oder im Oberschenkel. Die Verletzung muss sofort versorgt werden. Denn je mehr Blut in die Muskellücke strömt, desto länger dauert die Heilung. Eine frühzeitige Versorgung zahlt sich also aus. Es gilt die Regel unter Sportmedizinern, dass sich pro unversorgter Stunde die Heilung um einen Tag verlängert. Das betroffene Bein sollte erst mal hochgelagert werden; danach ist ein Druckverband anzulegen – auch wenn dieser Vorgang weg tut – und schließlich kühlen mit Eiswasser, um die Schwellung zu verringern. Von Eissprays sollte man die Finger lassen, denn wer sie verwendet, riskiert schwerste, verbrennungsähnliche Gewebeschäden. Später beim Sportmediziner wird der Bluterguss in der Muskellücke abgesaugt.

2.4. Ermüdungsbruch

Wenn sich beispielsweise während oder nach sehr hoher und ungewohnter Belastung bei jedem Schritt ein starker Belastungsschmerz meldet, muss man eine Pause machen. Treten die Schmerzen dann jedoch weiterhin auf, sollte man andere Schuhe ausprobieren. Ändert diese Variante ebenfalls nichts, ist ein Gang unvermeidbar. Allerdings werden selbst im Röntgenbild die meist haarfeinen Knochenrisse nicht immer gesehen. Trotzdem sollte die Angelegenheit schon genau untersucht werden, denn nur ein kranker Knochen bricht. Beim Laufen ist davon in den meisten Fällen der Mittelfußknochen oder das Schienbein betroffen.

2.5. Offener Bruch

Ein schöner Anblick ist es mit Sicherheit nicht: Jemand knickt mit dem Bein um und man erkennt beispielsweise die Schienbeine durch die Haut gucken. Hier ist als Sofortmaßnahme der sofortige Transport ins Krankenhaus und eine damit verbundene Operation vonnöten. Hier kann man sich beim Besitz eines Handys glücklich schätzen – der Verletzte kann schnell abgeholt werden. In der Zwischenzeit versucht man, die Blutung zu stoppen und das verletzte Bein zu schienen. Für solche Fälle eignet sich ein Antibiotikum zur Abwendung von Infektionen, aber wer rechnet mit solch einer Verletzung und hat diese Utensilien parat.

2.6. Schlüsselbeinbruch

Oben genannte Verletzung tritt nicht selten beim Skifahren oder Handball-Spielen, aber auch bei bösen Stürzen bei Fußballern auf. Die Erstversorgung sieht so aus, dass man den betroffenen Arm anwinkelt und ihn in Schonhaltung vor den Bauch bindet. Dann muss man noch die beiden Bruchenden des Schlüsselbeins auf eine Höhe bringen. Dies ist zwar eine provisorische Verarztung, aber rund 90 Prozent der Schlüsselbeinbrüche heilen mit einem professionellen Verband ohne weitere Komplikationen gut aus. Bei verunglückten Sportlern entscheidet man sich meist für eine Operation, damit sie das Training schneller wieder aufnehmen können. Die ideale Lösung ist das jedoch keineswegs: Die Narben sind nicht selten besonders hässlich anzuschauen und ziemlich breit. Außerdem bilden sich auffällig oft unstabile Pseudo- Gelenke an der Bruchstelle.

2.7. Umgeknickter Finger

Ist es nur ein umgeknickter Finger, bindet man ihn mit Pflastertape an den nächsten Finger und kann bestimmte Sportarten sogar fortführen. Viel Mehr würde auch ein Arzt in dieser Situation wohl nicht tun, da eine Operation wegen erfahrungsgemäß schlechter Ergebnisse nicht in Frage kommt.

Schon etwas ernster ist die Situation, wenn der Daumen verletzt wurde. Das Grundgelenk ist komplizierter, als es von außen erscheint., und für das richtige Greifen von Gegenständen unverzichtbar. Passiert die Verletzung im Schul- oder Freizeitsport, sollte man den Daumen in der sogenannten Funktionsstellung (Besenstilgriff) ruhig stellen und ihn anschienen. Anschließend müsste man in eine Klinik fahren, wo dann ein Gips oder sogar eine Operation anstehen könnte.

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Details

Seiten
11
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638140805
Dateigröße
446 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v6537
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover – Institut für Sportwissenschaft
Note
1,5
Schlagworte
Wunden Risse Brüche diverser Körperpartien

Autor

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