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Die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts

Seminararbeit 2006 13 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: USA

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entdeckung Amerikas

3. Entwicklung der Kolonien
3.1 Immigration der Pilgerväter
3.2 Der siebenjährige Krieg

4. Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg
4.1 Erster Kontinentalkongress 1774
4.2 Zweiter Kontinentalkongress 1775 – 1789
4.2.1 Articles of Confederation
4.2.2 Philadelphia Convention

5. Entwicklung der jungen Nation
5.1 Sklavenfrage
5.2 Sezessionskrieg
5.3 Post Kriegs- Ära

6. Parteienentwicklung
6.1 Erstes Parteiensystem 1789 – 1828
6.2 Zweites Parteiensystem 1828 – 1860
6.3 Drittes Parteiensystem 1866 – 1896

7. Schlussbemerkung

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese als Ergebnisprotokoll konzipierte Hausarbeit beschäftigt sich mit den einzelnen Phasen der US-amerikanischen Geschichte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Im ersten Teil dieser Arbeit gibt der Autor einen Überblick über die Geschichte des kolonialen Amerika bis hin zur eigentlichen Staatsgründung der Vereinigten Staaten. Beginnend mit der (offiziellen) Entdeckung des amerikanischen Kontinents durch Christoph Kolumbus im Jahre 1492 wird die weitere Entwicklung der Kolonien auf dem Gebiet der heutigen USA nachgezeichnet. Besondere Beachtung in diesem Zusammenhang findet die Besiedlung durch die sogenannten „Pilgerväter“ als auch der Siebenjährige Krieg, der mit dem Friedensschluß von Paris auch die französische Kolonialzeit auf dem amerikanischen Kontinent beendet. Abschließend wird mit dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg der zur Staatsgründung der Vereinigten Staaten von Amerika führt das zentrale Ereignis dieser frühen Zeit dargestellt. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Entwicklung der USA ab dem Jahr 1789 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die ungelöste Sklavenfrage, die unter anderem Mitte des 19. Jahrhunderts in den amerikanischen Sezessionskrieg mündet als auch auf politischer Seite die Entwicklung der Parteiensysteme stellen hierbei die zentral zu erläuternden Aspekte dar. Zum Schluss wird anhand der aufgezeigten Historie der Versuch einer Bewertung unternommen, die zeigen soll inwieweit die Entwicklung der USA bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts als Erfolgsmodell zu bewerten ist.

2. Entdeckung Amerikas

Auch wenn es als erwiesen gilt, dass die Wikinger bereits im 10. Jahrhundert über den Seeweg den amerikanischen Kontinent erreicht hatten, so wird doch in der offiziellen Geschichtsschreibung die Entdeckung Amerikas auf das Jahr 1492 datiert. Am zwölften Oktober dieses Jahres landete Christoph Kolumbus mit seiner Expedition auf den Bahamas. Er war aus der „alten Welt“ mit dem Ziel aufgebrochen eine neue, westliche Handelsroute nach Indien zu finden.[1]

3. Entwicklung der Kolonien

Im Wesentlichen waren es vier Nationen die durch ihre Auswanderer die Kolonialzeit in den nordamerikanischen Territorien prägten. Hierbei handelt es sich um das Vereinigte Königreich, Frankreich, Spanien und die Niederlande. Während die Spanier vor allem Kolonien in Mittel- und Südamerika unterhielten, konzentrierten sich die kolonialen Bestrebungen Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande auf die nordamerikanischen Territorien. Die Besiedlung dieser Gebiete durch europäische Einwanderer begann bereits in den 1550er Jahren durch spanische Kolonisten. Diese gründeten vor allem in den westlichen Gebieten des heutigen Kalifornien und Neu-Mexiko erste Siedlungen. Zeitgleich erfolgte unter Führung des Briten Sir Walter Raleigh die Besiedlung der Ostküste. So wurde 1585 die erste britische Siedlung mit dem Namen Roanoke errichtet. Konfrontiert mit Krankheiten und gezeichnet von Unterernährung starben jedoch alle Siedler bis zum Jahr 1607. Raleigh kehrte daraufhin ins Vereinigte Königreich zurück.

3.1 Immigration der Pilgerväter

Im Jahre 1620 kam es dann zur ersten religiös motivierten Immigrationswelle aus Europa. Zusammen mit den Puritanern stellten die „pilgrim fathers“ die erste ernstzunehmende Gruppierung dar, die den Versuch der dauerhaften Besiedelung der nordamerikanischen Territorien unternahm. Die Mitglieder dieser Gruppe distanzierten sich von der „Church of England“ da sie der Meinung waren, dass diese die Anforderungen der englischen Reformation nicht genügend umgesetzt hatte. Dadurch wurden sie als Seperatisten angesehen was die meisten dazu Zwang aus dem Land zu flüchten um in den als liberal geltenden Niederlanden Zuflucht zu suchen. Aus diesem Exil verfassten einige Mitglieder Schriften, die ins Mutterland geschickt wurden, dort allerdings als revolutionär angesehen wurden. Großbritannien übte daraufhin diplomatischen Druck auf die niederländische Krone aus und die Pilgerväter sahen sich gezwungen in die „neue Welt“ zu flüchten. Sie segelten an Bord der „Mayflower“ in das Gebiet des heutigen Plymouth (Massachusetts) und gründeten dort die Küstensiedlung „Gods Own Country“. Auf Grund einer fehlenden Ermächtigung zur Kolonisierung dieses Gebietes installierten sie den sog. „Mayflower Vertrag“, der eine eigene Satzung darstellte.

3.2 Der siebenjährige Krieg

Der siebenjährige Krieg, der von 1756 bis 1763 zwischen England und Frankreich ausgefochten wurde, hatte zunächst nur Schauplätze auf dem europäischen Kontinent. Als jedoch britische Siedler und Händler in das von Frankreich beanspruchte Tal des Ohio vordrangen, weitete sich der Konflikt auch auf die Kolonien aus. Trotz einiger anfänglicher Abwehrerfolge konnten sich die Briten nicht zuletzt wegen ihrer klaren Vormachtsstellung auf See, die das Eintreffen von Verstärkungen für die Franzosen nahezu aussichtslos machte durchsetzten. Durch den Frieden von Paris, mit dem der siebenjährige Krieg 1763 endete, verlor Frankreich seine nordamerikanischen Besitzungen.

4. Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

Als Folge des siebenjährigen Krieges waren die britischen Staatsfinanzen vollends zerrüttet. Nach Meinung der Briten hatten die Siedler in den nordamerikanischen Kolonien einen Teil der Kriegskosten zu tragen, was von diesen allerdings vehement abgelehnt wurde, da man der Ansicht war bereits genug gezahlt zu haben. Dies erregte den Unmut der englischen Krone die darauf verschiedene Maßnahmen ergriff um dem Problem Herr zu werden. In diesem Zusammenhang wären der sogenannte „Quatering Act“[2] sowie der „Stamp Act“[3] zu nennen. Ein weiters Problem stellte die nichtvorhandene politische Repräsentation der Kolonisten dar. Diese lehnten eine Besteuerung ohne Mitsprache („no taxation without representation“) kategorisch ab. Als Initialzündung für den Beginn des Krieges gilt die sogenannte „Bosten Tea Party“ bei der, als Indianer verkleidete amerikanische Patrioten britische Schiffe kaperten und Kisten voller Tee ins Hafenbecken von Boston schmissen. Dies setzte eine Ereigniskette in Gang an deren Ende die Briten sich mit den amerikanischen Milizen im Jahr 1775 erste Scharmützel lieferten, die sich schliesslich zu einem landesweiten Krieg entwickelten.

[...]


[1] Tiradi, Thomas C.: Christopher Columbus, In: Microsoft Encarta Premium 2006, zuletzt aufgerufen: 23.07.2006

[2] Die Siedler wurden gezwungen britische Soldaten zu beherbergen und zu versorgen um so die britischen Aufwendungen für das Militär in den Kolonien zu entlasten.

[3] Nach einem Beschluß des englischen Parlaments mußten Steuermarken an sämtlichen Zeitungen, juristischen Dokumenten und Lizenzen angebracht werden. Ziel war es die Staatsfinnazen zu entlasten und die Kolonisten an den Kosten zu beteiligen. 1765 mußte die britische Regierung dem Druck der Siedler nachgeben und setzte den „Stamp Act“ auf unbestimmte Zeit aus.

Details

Seiten
13
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638576086
ISBN (Buch)
9783638767583
Dateigröße
524 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v64916
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Institut für Politische Wissenschaft
Note
2,3
Schlagworte
Geschichte Vereinigten Staaten Amerika Beginn Jahrhunderts Regierungssystem

Autor

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Titel: Die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts