Lade Inhalt...

Einführung in die Entscheidungstheorie

Seminararbeit 2006 12 Seiten

VWL - Statistik und Methoden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition
2.1. Definitionen

3. Was Entscheiden schwierig macht

4. Entscheidungsphasen
4.1. Makromodell
4.2. Mikromodell

5. Präskriptive und Deskriptive Entscheidungstheorie
5.1. Präskriptive Entscheidungstheorie
5.1.1. Entscheidung bei Sicherheit
5.1.2. Entscheidung bei Risiko
5.1.2.1 Das Bernoulli-Prinzip
5.1.3. Entscheidung bei Ungewissheit
5.1.4. Gruppenentscheidung
5.2. Deskriptive Entscheidungstheorie

6. Entscheidungsmodelle
6.1 Entscheidungsmatrix
6.2 Entscheidungsbaum

7. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Jeder Mensch wird tagtäglich mit zu treffenden Entscheidungen konfrontiert. Viele davon laufen im Unterbewusstsein des Menschen ab, wie die Entscheidung zu Atmen um weiter zu leben. Dann gibt es die allmorgendliche Entscheidung „Was ziehe ich an“, die von der Wahl der Schuhe über die Hose bis hin zum Oberteil reicht. Über die wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben wird mehr nachgedacht als über die oben genannten. Zum Beispiel bei der Wahl des Studienfachs und der Hochschule werden im Vorhinein die ausschlaggebenden Punkte (Normen) dargelegt und die Alternativen miteinander verglichen. Man kann bei diesen genannten Beispielen auch die unterschiedlichen theoretischen Entscheidungssituationen zuordnen. Beim Atmen ist es eine Entscheidung unter Sicherheit, wenn man atmet lebt man, wenn nicht stirbt man. Es sind also alle Konsequenzen bekannt. Bei der Wahl des Outfits ist es schon eher eine Entscheidung unter Ungewissheit, da man nicht genau weiß, wie Andere auf dieses Outfit reagieren. Eine Risikoentscheidung ist die Wahl des Studienfachs oder der Hochschule, man muss hier durch so genannte Kennzahlen die Eintrittswahrscheinlichkeiten mitberücksichtigen um die optimale Handlungsalternative zu wählen.

Diese Arbeit ist eine Einführung in die Entscheidungstheorie in der ich genauer auf die verschiedenen bereits oben genannten Entscheidungsarten (Präskriptive Entscheidungstheorie) eingehen werde. Des Weiteren kommen mehrere Definitionen und der historische Ursprung zu meiner Arbeit hinzu und werden durch die deskriptive Entscheidungstheorie, den verschiedenen Entscheidungsmodellen und der Antwort auf die Frage „Was entscheiden schwierig macht“ komplettiert.

2. Definition

2.1 Definitionen

Es existieren mehrere Definitionen für den Entscheidungsbegriff, die uneinheitlich gehandhabt werden und je nach Standpunkt des Autors variieren. Hier nun einmal drei verschiedene Definitionen der Entscheidungstheorie, welche für die Einführung in das Thema relevant sein könnten:

„Als Entscheidungstheorie kann man allgemein die logischen und empirischen Analysen des rationalen oder intendiert rationalen Entscheidungsverhaltens bezeichnen“ (Bamberg/Coenenberg 2002: 1).

„Im Prinzip kann die gesamte Betriebswirtschaft als Entscheidungstheorie aufgefasst werden, geht es doch hier praktisch um das Fällen der jeweils „richtigen“ Entscheidung“ (Dörsam 2003: 5).

“Die Entscheidungstheorie befasst sich mit dem Entscheidungsverhalten von Individuen (Theorien der Individualentscheidungen) und Gruppen bzw. Organisationen (Theorie der Kollektiventscheidungen“ (Alisch/Arentzen/Winter 2005:894)

Man erkennt hier genau die Unterschiede in der Definition des gleichen Begriffs. Die einfachste zu verstehende Definition ist die Letztere. Sie stammt aus einem Lexikon und betrachtet die Entscheidungstheorie nur ganz grob. Die erste Definition ist aus einem Lehrbuch und erklärt den Begriff der Entscheidungstheorie schon ziemlich genau in einem Satz.

3. Was macht Entscheiden schwierig

„Was macht Entscheiden schwierig? Zum einen kann es die Unsicherheit der Zukunft sein. Es ist nicht mit Bestimmtheit absehbar, welche Folgen die eine oder die andere Handlungsalternative haben wird“ (Eisenführ/Weber 1999: 2). Egal was man tut, man hat immer mindestens zwei Handlungsalternativen und für eine muss man sich entscheiden.

Ein Beispiel hierzu wird vielleicht die Problematik besser zu verstehen geben. Nehmen wir an ein Mineralölkonzern hat vor sein Tankstellennetz zu erweitern. In Frage kommende Standorte sind a1 (Alternative 1, Standort im Stadtzentrum) und a2 (Alternative 2, Standort am Stadtrand). Der Mineralölkonzern strebt nach Gewinnmaximierung und es wird angenommen dass der Konzern die Gewinne beider Standorte bereits kennt. Der Gewinn für a1 beträgt 125000,- EUR und für a2 150000,- EUR, also wird sich das Unternehmen für a2 entscheiden, da an diesem Standort mehr Gewinn gemacht wir. Wenn das Unternehmen jetzt aber gleichzeitig zur Gewinnmaximierung noch eine Umsatzmaximierung anpeilt und der Umsatz für a1 bei 2000000,- EUR und für a2 bei 1800000,- EUR liegt gibt es einen Zielkonflikt und das Unternehmen kann keine einfache Entscheidung mehr treffen (Dörsam 2003: 8).

Eine weitere „Quelle der Schwierigkeit kann darin liegen, dass zu wenige oder zu viel Alternativen zur Verfügung stehen. Im ersten Fall gibt es ein Dilemma, sich auf die unter Umständen aufwendige und vielleicht erfolglose Suche nach weiteren Möglichkeiten zu begeben oder sich mit der besten der bekannten, aber wenig attraktiven Lösungen zu begnügen. Im zweiten Fall müssen Strategien der Vorauswahl gefunden werden, um die Fülle der Möglichkeiten auf eine überschaubare Anzahl von detaillierter zu bewertenden Alternativen zu reduzieren“ (Eisenführ/Weber 1999: 2f).

Der Entscheidungsfäller hat eine Reihe Faktoren die er berücksichtigen muss bei seiner Entscheidung. Dazu gehören zum Einen, die Faktoren die der Entscheidungsfäller selber beeinflussen kann, sie werden Entscheidungsvariablen oder Aktionen genannt. Des Weiteren gibt es die Faktoren die für den Entscheidungsträger nicht kontrollierbar sind, sie werden als Parameter oder Zustände bezeichnet. Die Zusammenhänge zwischen Aktionen und Zuständen bilden das Ergebnis. (Zimmermann 1987: 12)

„Die Informationslage ist bei vielen Entscheidungssituationen derart diffus, dass weder die verschiedenen Handlungsalternativen, geschweige denn die sich jeweils ergebenden Ergebnisse auszumachen sind. In derartigen Situationen wir notwendigerweise aus dem Bauch heraus entschieden“ (Dörsam 2003: 7)

Ein weiteres Problem bei der Entscheidungsfindung ist die Dominanz die bei manchen Handlungsalternativen auftreten kann. Man unterscheidet hierbei zwischen Zustandsdominaz und Wahrscheinlichkeitsdominanz. Die Zustandsdominanz meint, dass eine Alternative in jedem Zustand besser ist als jede andere Alternative. Bei der Wahrscheinlichkeitsdominanz gibt es Zustände bei der die eine Alternative besser ist als die andere Alternative aber auch genau umgekehrt (Dörsam 2003: 15ff).

[...]

Details

Seiten
12
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638571593
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v64306
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen
Note
2,5
Schlagworte
Einführung Entscheidungstheorie Seminar

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Einführung in die Entscheidungstheorie