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Internationalisierung des deutschen Festnetz- und Mobilfunksektors: Tendenzen und technologisch-ökonomische Dynamik

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 21 Seiten

VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung und Fragestellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Definition der Konvergenz

2. Entwicklung des Festnetzsektors
2.1 Technische Entwicklung
2.2 Politische Entwicklung

3. Entwicklung des Mobilfunksektors
3.1 Von den anfänglichen Entwicklungen bis zum Ende des analogen Netzes
3.2 Die Digitalisierung des Mobilfunks

4. Entwicklungstendenzen hinsichtlich der Konvergenz
4.1 Einführung
4.2 Die Bedeutung der Konvergenz im IKT-Sektor
4.3 Die maßgeblichen Treiber für die Konvergenztendenzen
4.4 Auswirkungen der Konvergenz auf den Festnetz- und Mobilfunksektor

5. Zusammenfassender Ausblick und Fazit

Konvergenz in der Infrastruktur:

Festnetzanbieter geraten zunehmend in Bedrängnis

Literaturverzeichnis
Internetseiten
Bücher
Artikel/Diskussionspapiere/Stellungnahmen

1. Einleitung

1.1 Einführung und Fragestellung

In der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft gilt der Informations- und Telekommunikationssektor als das für den Umbruch in die Informationsgesellschaft notwendige Nervensystem. Die Internationalisierung dieses Sektors ist eingebettet in eine Reihe von Globalisierungstendenzen, wie der laufende Prozess der zunehmenden Konvergenz, die weltweit stattfindende Liberalisierung der bisher meist in staatlicher Hand befindlichen Telekommunikationsmärkte und die zunehmende Ausbreitung des Internets. „Die Telekommunikationsmärkte der Zukunft werden von grundlegenden Strukturveränderungen geprägt sein. An die Stelle des Verkäufermarktes tritt in den nächsten Jahren ein durch das Verhalten der Käufer geprägter Markt, bei dem weniger die technologische Umsetzung als vielmehr das Ausschöpfen der Anwendungs- und Kundenpotenziale im Vordergrund stehen. Neben den Preis- und Infrastrukturwettbewerb wird verstärkt der Wettbewerb der Anbieter mit Dienstleistungen und Servicepaketen treten.“

(Entwicklungstrends im Telekommunikationssektor bis 2010, April 2001)

Die Nachfrage von Unternehmen nach innovativen Telekommunikations-Dienstleistungen (TK-Dienstleistungen) wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Das Wissen um die strategische Bedeutung der Telekommunikation für Wachstum und Beschäftigung wird in der nahen Zukunft zu regen Investitionsaktivitäten in die Kommunikationsinfrastruktur führen. Die wachsende Bedeutung neuer TK-Dienste für die Organisation des Alltags und der deutliche Zusatznutzen lassen die Zahlungsbereitschaft für neue TK-Dienste auch in Zukunft weiter ansteigen. Insgesamt werden die Häufigkeit, die Intensität und die Reichweite der Nutzung und damit das Kommunikationsvolumen deutlich zunehmen und zu einer stark steigenden Nachfrage nach breitbandigen Übertragungskapazitäten führen.

Diese Hausarbeit geht der Frage nach, inwieweit die Konvergenztheorie auf den Informations- und Telekommunikationssektor anwendbar ist und welche Auswirkungen das auf die bisherigen Marktstrukturen hat.

Nachfolgend geht es um die Überprüfung folgender Hypothese:

„Im Informations- und Kommunikationssektor gibt es eine Tendenz zur Konvergenz.“

Im Verlauf der Hausarbeit werden also vergangene und zukünftige Entwicklungen im Informations- und Telekommunikationssektor, welche weitreichende Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft haben und hatten, genauer betrachtet.

1.2 Gang der Untersuchung

In Kapitel 2 werden vergangene Entwicklungen im Festnetzsektor dargestellt. Dies geschieht insbesondere in Bezug auf die technischen wie auch politischen Veränderungen.

In Kapitel 3 geht es um die geschichtliche Entwicklung im Mobilfunksektor.

In Kapitel 4 wird dann spezifisch auf das Hauptuntersuchungsthema der Arbeit, die Konvergenztendenzen im Informations- und Telekommunikationssektor, eingegangen. Die zugrunde gelegte Konvergenztheorie wird in der Arbeit nicht explizit aufgeführt. Sie fließt vielmehr in die Untersuchung in diesem Kapitel ein, da es sich hierbei maßgeblich um eine empirische Arbeit handelt. Die Aufgabe ist also die Beschreibung und Analyse tatsächlicher und zukünftig angenommener Entwicklungen, aus denen dann die Bestätigung der Hypothese erfolgt und damit praktisch die Konvergenztheorie bezüglich des Informations- und Telekommunikationssektors aufgestellt wird.

Das fünfte Kapitel beschäftigt sich dann mit einem zusammenfassenden Ausblick der Arbeit und mit einem abschließenden Fazit bezüglich der Annahme oder Ablehnung der einleitenden Hypothese.

1.3 Definition der Konvergenz

„Unter Konvergenz versteht man die Fähigkeit, auf verschiedenen Netzplattformen ähnliche Arten von Telekommunikationsdiensten zu übermitteln. Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen Wort „convergere“ ab, dieser Begriff steht für „sich hinneigen“, und er soll in der TK-Branche für eine Annäherung der verschiedenen Dienste stehen. Dabei hat der technische Fortschritt in drei Schlüsselbereichen eine Angleichung möglich gemacht:

Die Konvergenz von Mobilfunk und Festnetzvermittlung; die Konvergenz von leitungsgebundenen und drahtlosen Übertragungstechniken und die Konvergenz von Telekommunikations- und Medien- sowie Unterhaltungsdiensten. Neben der Konvergenz der Endgeräte wie Telefon, Fernseher und Personal Computer entwickeln sich eine zunehmende Konvergenz der Netze und Plattformen. Als konvergierende Märkte werden die ehemals separaten Bereiche der Telekommunikation, der Informationstechnologie und der Broadcast-Medien bezeichnet.“ (Pelzel, 2001, S. 143)

2. Entwicklung des Festnetzsektors

2.1 Technische Entwicklung

„Im militärischen Bereich wurde schon in vorchristlicher Zeit von Griechen und Persern die optische Nachrichtenübermittlung (Rauchzeichen, Feuersignale) praktiziert. Signalflaggen werden seit Jahrhunderten zur Verständigung zwischen Schiffen genutzt. Im Jahr 1792 entstanden in Frankreich die ersten festen optischen Telegrafiestrecken. Man errichtete dazu Telegrafenstationen, die so nahe beieinander lagen, dass sich die im Dienst befindlichen Stationsbesatzungen über Signalbalken verständigen konnten. Wegen der Wetterabhängigkeit der Sichtverbindungen wurde optische Telegrafie in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch die elektrische Telegrafie abgelöst. Im Jahr 1837 stellte Morse seinen ersten Schreibtelegrafen und 1843 sein Morsealphabet vor. Hughes hatte 1855 den ersten Typendrucktelegrafen erfunden, der die übermittelte Nachricht nicht mehr wie ein Morseapparat chiffrierte, sondern in Druckschrift auf einem Papierstreifen ausgab. Ab 1933 bot die Deutsche Reichspost das Fernschreiben als Postdienst im Selbstwählbetrieb (Telex-Dienst) an.

Reis stellte 1861 das von ihm konstruierte Telefon der Öffentlichkeit vor, das einen Resonanzkasten, der mit einer Membran bespannt war, als Mikrofon nutzte. Da dieses Gerät noch nicht technisch ausgereift war, blieb es Bell vorbehalten, 1876 das Telefon technisch entscheidend zu verbessern. Im darauf folgenden Jahr führte Generalpostmeister Stephan das Telefon in Deutschland ein und begann mit dem Aufbau eines leitungsgebundenen Festnetzes. 1889 entwickelte Strowger das Selbstwählprinzip und leitete damit die Automatisierung des Fernsprechverkehrs ein. Pupin erfand 1899 den Fernsprechverstärker, der Telefonverbindungen über größere Entfernungen ermöglichte.“

(http://www.fh-friedberg.de/fachbereiche/mi/history/hist_kom.htm, 13.05.2006)

„Bis ins zweite Drittel des 20. Jahrhunderts änderte sich an der Funktionsweise der Telefone kaum etwas, lediglich die Umstellung von manueller auf automatische Vermittlungstechnik beziehungsweise Selbstwählferndienst führte zu leicht variierten Geräten. Erst in den siebziger Jahren, als das Telefon zur Grundausstattung fast jeden Haushaltes gehörte, kam mit zunehmendem Wohlstand der Wunsch nach neuen Farben und Designs auf. Die Entdeckungen auf dem Gebiet der Mikroelektronik ermöglichten 1974 die ersten Tastentelefone. Ab diesem Zeitpunkt wurden Telefone in immer kürzeren Abständen technisch erweitert, zunächst durch Rufnummernspeicher und Displays, später unter anderem mit elektronischen Ruftönen und Freisprechfunktion. Auch wurden Mitte der achtziger Jahre die ersten schnurlosen Telefone auf den Markt gebracht. In jüngster Zeit kamen durch immer leistungsstärkere elektronische Bauteile noch Erweiterungen wie elektronische Telefonbücher und Benutzerführung über das Display hinzu.

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Details

Seiten
21
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638571524
ISBN (Buch)
9783638773737
Dateigröße
502 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v64284
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal – Lehrstuhl Professor Dr. Welfens
Note
2,3
Schlagworte
Internationalisierung Festnetz- Mobilfunksektors Tendenzen Dynamik Projekt Digital World Economy Telecommunications Dynamics Regulation

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