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Die Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch Titus - Vorsatz oder Unfall?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 36 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Jüdische Krieg
1.1. Periodisierung des Krieges
1.2. Auslöser des Krieges
1.3. Strukturelle Ursachen des Konfliktes
1.4. Kriegsverlauf

2. Das Judentum und die römische Herrschaft

3. Der erbitterte Charakter des Krieges

4. Die Bedeutung des Tempels für das Judentum

5. Titus Flavius Vespasianus

6. Die Zerstörung des Tempels
6.1. Die Lage in Jerusalem
6.2. Die Ausgangsposition
6.3. Das römische Vordringen
6.4. Wiederholte Verhandlungsangebote des Titus
6.5. Der Kampf um den Tempel bei Flavius Josephus
6.6. Titus Bemühungen zur Erhaltung des Tempels
6.7. Die schwierige Quellenlage

7. Die Zerstörung des Tempels – Vorsatz oder Unfall?

Schlussbemerkung

Literatur

Einleitung

Im Jahre 70 n. Chr. wurde der Tempel in Jerusalem durch römische Truppen zerstört. Die Vernichtung des Tempels war der Höhepunkt eines erbitterten Krieges, der im Jahre 66 n. Chr. als jüdischer Aufstand begonnen hatte.

Wie aber ist es zur Vernichtung des jüdischen Tempels gekommen? Haben ihn die Römer vorsätzlich in Brand gesetzt? Oder war es vielmehr so, dass das Bauwerk im Zuge der Kampfhandlungen unabsichtlich in Mitleidenschaft gezogen wurde, wir also eher von einem Unfall sprechen müssen?

Zu dieser Frage gibt es eine Vielzahl von Meinungen. So vertrat der jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus die Überzeugung, der Tempel in Jerusalem sei gegen den ausdrücklichen Willen des römischen Feldherrn Titus zerstört worden.[1] Demgegenüber pries der Dichter Valerius Flaccus Titus dafür, dass er den "Brandpfeil" auf das jüdische Heiligtum abgeschossen habe.[2] Moderne Autoren haben sich dagegen oft gescheut, in dieser Frage Position zu beziehen. So stellte der jüdische Historiker Cecil Roth fest: "Le Temple fut pris et, par accident ou à dessein, livré aux flammes."[3] Ebenso der Münchner Althistoriker Hermann Bengtson: "Die Frage, ob es Titus selbst gewesen ist, der den Befehl zur Zerstörung des Tempels gegeben hat, ist auch heute noch nicht mit voller Sicherheit zu beantworten."[4]

Die Quellenlage zur Zerstörung des Tempels ist zugegebenermaßen recht unbefriedigend – denn außer der sehr ausführlichen Schilderung des Flavius Josephus verfügen wir über keinen Bericht über die Einnahme Jerusalems, während derer der Tempel vernichtet wurde. Daher soll in der vorliegenden Arbeit die Ursache für die Zerstörung aufgeklärt werden, indem wir zunächst die näheren Umstände dieser Episode des Jüdischen Krieges betrachten. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse soll dann entschieden werden, welche Version vom Untergang des Tempels die plausiblere ist.

Daraus ergibt sich für die Arbeit folgender Aufbau: Zunächst einmal werden wir uns mit der Ereignisgeschichte des Jüdischen Krieges befassen, wobei der Schwerpunkt auf den Kämpfen um Jerusalem liegen wird. Darüber hinaus ist nach dem Verhältnis zwischen Judentum und römischer Herrschaft im Kaiserreich zu fragen. Weitere Kapitel der Arbeit widmen sich der Persönlichkeit des Feldherrn und späteren Kaisers Titus, der Bedeutung des Tempels für das Judentum sowie dem speziellen Charakter der Kämpfe des Jüdischen Krieges.

Im letzten Abschnitt der Arbeit werden dann die bisherigen Ergebnisse zusammengefasst und unter Einbeziehung der verfügbaren Quellen entschieden, ob es sich bei der Zerstörung des Tempels um Vorsatz oder einen Unfall gehandelt hat.

1. Der Jüdische Krieg

1.1. Periodisierung des Krieges

Der Jüdische Krieg dauerte von 66-73 n. Chr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kampfhandlungen wegen des Machtkampfes um die Nachfolge Neros von Juni 68 bis Anfang 70, also etwa anderthalb Jahre fast vollständig unterbrochen waren.[5] Aus diesem Grund zerfällt der Jüdische Krieg in zwei Phasen: Erstens die Eroberung fast ganz Judäas unter dem Oberbefehl Vespasians bis Juni 68, zweitens die Belagerung und Einnahme Jerusalems durch seinen Sohn Titus im Jahr 70, die den Krieg endgültig zugunsten Roms entschied. Demgegenüber waren alle weiteren Gefechte bis zum Fall der letzten Festung Massada im April 73 nurmehr der Schlussstrich unter den römischen Sieg.

1.2. Auslöser des Krieges

Als Auslöser für den Jüdischen Krieg kommen mehrere Ereignisse in Frage. So findet man, vor allem in populärwissenschaftlichen Darstellungen, immer wieder die Behauptung, Gessius Florus, der römische Statthalter von Judäa, habe im Mai 66 eine große Menge Gold (angeblich 17 Talente) aus dem Tempelschatz entnommen; die daraus resultierende jüdische Empörung habe dann zum Krieg geführt.[6] Es ist jedoch zweifelhaft, ob sich der Beginn des Aufstandes so zugetragen haben kann. Zum einen musste es einem Statthalter in Judäa klar sein, welchen Sturm der Empörung eine derartige Tat in der ohnehin stets unruhigen Provinz nach sich ziehen musste. Zum anderen war die Tätigkeit der römischen Statthalter mit Beginn des Prinzipats auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt worden. Spätestens mit Tiberius war die frühere Willkürherrschaft der römischen Repräsentanten beendet und den Provinzialen Möglichkeiten geschaffen worden, bei Übergriffen der Statthalter in Rom erfolgreich Klage zu führen.[7] Dies lässt ein willkürliches "sich-die-Taschen-füllen"[8] noch unwahrscheinlicher erscheinen. Plausibler ist da schon eine andere Version von den Anfängen des Aufstandes: Ihr zufolge hätten sich die jüdischen Priester im Jahre 66 geweigert, weiterhin Opfergaben von Nicht-Juden anzunehmen. Da dies die Verweigerung der bislang täglich für den römischen Kaiser dargebrachten Opfer bedeutete, muss es zu römischen Protesten gekommen sein, die sich ohne weiteres zum Aufstand ausgeweitet haben können.[9] Ein weiterer möglicher Auslöser des Krieges sind die Zustammenstöße zwischen Griechen und Juden in der Küstenstadt Caesarea, die in dieselbe Zeit fallen. Die dort schon länger bestehenden griechisch-jüdischen Spannungen hatten sich dadurch verschärft, dass der Philhellene Nero für die griechische Seite Partei ergriff.[10] Flavius Josephus, der von diesen Ereignissen berichtet hat, war sich sicher: "Damit nahm der Krieg seinen Anfang…"[11]

1.3. Strukturelle Ursachen des Konfliktes

Die wahren Gründe für den Krieg liegen jedoch tiefer. Sie haben ihre Ursachen in sozialen Problemen der damaligen jüdischen Gesellschaft sowie in der mangelnden Kompabilität von römischen Herrschaftsverständnis und jüdischer Religion, von der im nächsten Kapitel die Rede sein wird. Feststeht, dass die Herrschaft der Römer in der jüdischen Bevölkerung zutiefst verhasst war, mit Ausnahme nur der saduzäischen Oberschicht, die sich mit der römischen Präsenz arangiert hatte.[12] Religiöse Differenzen, wirtschaftliche Probleme sowie die Unzufriedenheit mit dem korrumpierten Adel beschworen eine Situation herauf, die jederzeit eskalieren konnte.[13]

Im Übrigen sollte die Spaltung der jüdischen Gesellschaft auch nach Kriegsausbruch nicht überwunden werden. Die daraus resultierenden Grabenkämpfe haben eine geschlossene Kriegführung der Juden zumindest erschwert (s.u.).

1.4. Kriegsverlauf

Zu Beginn des Konfliktes bemächtigte sich eine Gruppe Angehöriger der Sekte der Sikarier der Festung Massada am Toten Meer und ermordete die dortige römische Garnison.[14] Das gleiche Schicksal ereilte die Garnison Jerusalems, die von der Bevölkerung massakriert wurde, obwohl ihr ein freier Abzug zugesagt worden war.[15] Auch dem herbeigeeilten Legaten von Syrien, Cestius Gallus gelang es nicht, die Ordnung wiederherzustellen. Angesichts der Tatsache, dass die geringe Stärke der von ihm mitgeführten Truppen eine Belagerung des stark befestigten Jerusalems nicht zuließen, zog sich Gallus bald wieder zurück. Dabei geriet der Legat in einen Hinterhalt; in der Schlacht, die nun entbrannte, verloren die Römer 6000 Mann sowie den gesamten Troß[16]. Darüber hinaus gelang es den Juden, einen der römischen Legionsadler zu erbeuten, was als besonders schändlich galt.[17]

Die Schwere dieser Niederlage machte deutlich, dass Rom eine größere Streitmacht würde schicken müssen, um der aufbegehrenden Provinz wieder Herr zu werden. Das entsprechende Kommando enthielt der General Titus Flavius Vespasianus, der sich bereits in Germanien und Britannien ausgezeichnet hatte und der sich zu Beginn des Aufstandes gerade in Griechenland befand.[18]

Vespasian wurde für seine Operationen in Judäa ein gewaltiges Heer anvertraut, das sich aus etwas mehr als drei Legionen sowie Hilfstruppen verschiedener benachbarter Vasallenkönige zusammensetzte.[19] Im Wissen um die Überlegenheit seiner Truppen führte Vespasian den jüdischen Krieg gründlich und methodisch. Der Plan, den er verfolgte, bestand offensichtlich darin, den jüdischen Widerstand nach und nach in Jerusalem zu isolieren, ihn dort von sämtlichen Versorgungsquellen abzuschneiden, um schließlich die schwer befestigte Hauptstadt selbst einzunehmen.[20]

Eine militärische Besonderheit des jüdischen Krieges besteht darin, dass die Juden sich nicht auf offene Feldschlachten einließen, sondern den Krieg ausschließlich um die Städte führten.[21] Diese nahm ihnen Vespasian nun eine nach der anderen ab. Ende des Jahres 67 hatten die Römer die Herrschaft über Galiläa und die wichtigsten Küstenorte gewonnen, im Juni 68 kontrollierten sie praktisch das ganze Land – mit Ausnahme Jerusalems. Doch bevor Vespasian nun auch die Hauptstadt einnehmen und damit den Krieg beenden konnte, erreichte ihn die Nachricht vom Ende Neros und der Machtübernahme Sulpicius Galbas.[22] Die Einzelheiten des nun folgenden Kampfes um die Macht, in welchem kurz hintereinander Galba, Otho, Vitellius und schließlich Vespasian amtierten, gehören hier nicht zum Thema. Wichtig für uns ist jedoch, dass das "Vierkaiserjahr" 68/69 zu einer über einjährigen Kampfpause in Judäa führte.[23] Denn für Vespasian machte es keinen Sinn, den Krieg fortzusetzen, solange die Machtfrage in Rom nicht geklärt war. Stattdessen verhielt er sich zunächst ruhig und ließ seine Truppen nacheinander auf alle drei Herrscher vereidigen.[24] Dann aber begann der römische General, selbst die Kaiserwürde anzustreben. Nachdem er im Juli 69 sowohl in Ägypten als auch in Syrien zum neuen Kaiser proklamiert worden war, begab sich Vespasian nach Alexandria, um diese Schlüsselstellung während des entscheidenden Zusammenstoßes mit Vitellius besetzt zu halten und sich nicht zu weit von seiner Machtbasis im Osten zu entfernen.[25] Im Dezember 69 eroberten Vespasians Anhänger die Macht in ganz Italien. Damit war Vespasian zum Alleinherrscher des römischen Reiches geworden.

Diese Wendung der Ereignisse gab den Kampfhandlungen in Judäa neuen Auftrieb. War die Fortsetzung des Jüdischen Krieges angesichts der ungeklärten Machtfrage ausgesetzt worden, so erschien es nun umso dringlicher, den Feldzug zu einem raschen und siegreichen Ende zu führen. Denn ein derartiger außenpolitischer Erfolg war der ideale Weg, die Legitimität des neuen Kaisers Vespasian zu unterstreichen.[26] Dies war umso mehr geboten, als die Familie der Flavier im Gegensatz zu allen bisherigen Kaisern keineswegs auf eine Herkunft aus der hohen Aristokratie verweisen konnte.[27]

Der neue Kaiser überließ es seinem Sohn Titus, den jüdischen Feldzug zu beenden. Titus, der den Krieg von Anfang an mitgemacht hatte, begann im Frühling des Jahres 70 mit der Belagerung Jerusalems, die uns im nächsten Kapitel beschäftigen soll.

Hier sei nur vorweggenommen, dass der Kampf um Jerusalem mit einer kompletten jüdischen Niederlage endete. Trotz der schwer einnehmbaren Lage der auf vier Hügeln gelegenen Stadt, trotz der meterdicken Mauern, die sie und die einzelnen Stadteile umgaben und trotz des fanatischen Widerstandswillens der Verteidiger erwies sich die römische Kriegskunst letztlich als überlegen. Im Mai 70 eroberten die Römer die im Norden gelegene Neue Stadt[28], am 10. August wurde der Tempel erobert, geplündert und vollkommen zerstört.[29] Nach dem Fall auch der Oberen Stadt im September 70 machten die Römer ganz Jerusalem dem Erdboden gleich. Damit hatte Rom den Krieg faktisch gewonnen, wenngleich der letzte jüdische Widerstand erst im April 73 erstickt wurde.[30] Dementsprechend feierten Vespasian und Titus schon im Juni des Jahres 71 einen Triumph für den Sieg über das aufständige Judäa.[31]

2. Das Judentum und die römische Herrschaft

Wenn die Zerstörung des jüdischen Tempels vorsätzlich erfolgt ist, so muss man hier von einem Akt der Bestrafung ausgehen (wenn es nur um Trophäen ging, hätte auch die Plünderung des Heiligtums gereicht). Aber entsprach es römischer Herrschaftspraxis, aufbegehrende Provinzen zu bestrafen? Um dies zu klären, wollen wir nun einen Blick auf die römische Herrschaftspraxis und das spezielle jüdisch-römische Verhältnis im frühen Prinzipat werfen.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. lebte im Römischen Reich etwa 5 (nach anderen Angaben: 7) Millionen Juden.[32] Damit machten die Juden 8-10% der Gesamtbevölkerung aus.[33] Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass nur knapp die Hälfte aller Juden in Palästina, der Rest jedoch über das restliche Reich verteilt lebte.[34] Die Juden hatten während der Regierung des Klientelfürsten Herodes (37 v. Chr.-4 n. Chr.) von den Römern eine Reihe von Sonderrechten erhalten, wie etwa die Befreiung vom Militärdienst oder die Anerkennung des Sabbats.[35] Erst diese Sonderrechte hatte es ihnen ermöglicht, römische Untertanen zu sein, ohne den jüdischen Glauben aufgeben zu müssen. Durch die zunehmende staatliche Integration im Prinzipat wurde die jüdischen Sonderrechte jedoch immer mehr in Frage gestellt. Denn die staatliche Durchdringung des gesamten römischen Herrschaftsbereichs ließ keinen Raum mehr für eine bevorzugte Stellung einzelner Bevölkerungen, insofern, als sie dem römischen Grundsatz der Rechtsgleichheit zuwiderlief.[36] Hieraus ergab sich ein unauflösliches Dilemma: Die Juden mussten auf Sonderrechte bestehen, wenn sie nicht ihre Religion verleugnen wollten. Die römischen Herrscher mussten ihnen die Sonderrechte nehmen, um nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz zu verstoßen. Dies war schon deshalb geboten, weil eine bevorzugte Behandlung der Juden, besonders in der Diaspora, bei anderen Volksgruppen "Unwillen, Neid und Feindschaft" hervorrufen und mithin den Frieden im Reich bedrohen konnte.[37] Angesichts dessen musste den Juden als römische Schikanen erscheinen, was für die Römer nicht weiter war als die Durchsetzung des Gleichheitsgrundsatzes. Die Folge war, dass es in den ersten 150 Jahren des Prinzipats zu wiederholten schweren Zusammenstößen zwischen Judentum und römischer Staatsgewalt kam, von denen einer der schwersten der Jüdische Krieg war.

Was die Legitimität ihrer Herrschaft betraf, so leiteten die Römer diese daraus ab, das Rom stets gerechte Kriege geführt habe, indem es in jedem Krieg entweder sich selbst oder seine Verbündeten verteidigt habe.[38] Die römische Herrschaft war also legitim, zudem hielten die Römer sie für gerecht und gut, da sie für alle Bürger Frieden und Wohlstand bedeute.[39] Da verstand es sich von selbst, dass jeder Aufstand von den Römern als schlimmer Rechtsbruch angesehen wurde. Getreu der Divise, die "Unterworfenen zu schonen und die Hochmütigen niederzuwerfen"[40] mussten derartige Versuche entschieden bekämpft werden. Hieraus erklärt sich die Brutalität, mir der Vespasian und Titus dem 66 n. Chr. ausgebrochenen jüdischen Aufstand entgegentreten sollten.

[...]


[1] Josephus, Flavius, Geschichte des Jüdischen Krieges. Übersetzt und mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Dr. Heinrich Clementz, Wiesbaden 1994, VI, 4, 7. S.a. Abschnitt.

[2] Zit. n. Bengtson, Hermann, Die Flavier. Vespasian, Titus und Domitian. Geschichte eines römischen Kaiserhauses, München 1979, 75.

[3] Roth, Cecil, Histoire du peuple juif, Paris 1962, 129.

[4] Bengtson, 75.

[5] Die Kampfpause wurde lediglich durch eine kurze Phase militärischer Aktivität Vespasians im Anschluss an den Tod Othos im April 69 unterbrochen. Vergl. Jones, Brian W., The Emperor Titus, London 1984., 44f., der auch die Schwierigkeiten einer genauen Datierung diskutiert.

[6] Vergl. Fiedler, Teja, Das auserwählte Volk und seine vielen Feinde, erschienen auf stern.de am 1. Dezember 2003 (http://www.stern.de/politik/historie/516510.html?eid=501169&nv=cb); ebenso Senftleben, Martin, Die Zerstörung Jerusalems (http://www.daskirchenjahr.de/tag.php?name=zerstoerungjerusalems&zeit=AndereFeste1).

[7] Vergl. Baltrusch, Ernst, Die Christianisierung des Römischen Reiches: Eine Zäsur in der Geschichte des Judentums?, in: Historische Zeitschrift 266 (1998), 41 sowie Dahlheim, Werner, Die griechisch-römische Antike. Bd. 2, Rom, Paderborn; München; Wien; Zürich 1997, 219.

[8] Fiedler, Teja, a.a.O.

[9] Vergl. Noethlichs, Karl Leo, Das Judentum und der römische Staat, 1996, 19.

[10] Vergl. Baltrusch, in: HZ, 37, Anm. 51, ebenso Jones, 34.

[11] Flavius Josephus, II, 14, 4.

[12] Bengtson, 36 sowie Roth, 122.

[13] Vergl. Jones, 34.

[14] Roth, 123.

[15] Bengtson, 37.

[16] Roth, 124.

[17] Suetonius Tranquillus, Gaius, Kaiserbiographien. Lateinisch und deutsch von Otto Wittstock, Berlin 1993, Vespasian, IV, 5, 425. Laut Tacitus starb Cestius Gallus kurz darauf "eines natürlichen Todes oder aus Verdruss" über seinen Misserfolg (Tacitus, Historien V, 10, zit. n. Clementz, Flavius Josephus, 11). Seine Nachfolge als Legat von Syrien trat Lucius Mucianus an (Bengtson, 43f.).

[18] Vespasian hatte an Neros "Griechenland-Tournee" teilgenommen. Er war jedoch laut Sueton durch ostentatives Desinteresse an Neros Vorträgen in Ungnade gefallen und erwartete in einer kleineren griechischen Stadt sein weiteres Schicksal, als ihm dieser das neue Kommando übertrug (Sueton, Vespasian, IV, 4).

[19] Bengtson, 37f.

[20] Vergl. Jones, 36.

[21] Bengtson, 40.

[22] Bengtson, 42.

[23] Vergl. Amerkung 5.

[24] Bengtson, 43.

[25] Sueton, Vespasian, VII, 1.

[26] Christ, Karl, Geschichte der römischen Kaiserzeit, München 1988, 254.

[27] Sueton, Vespasian, I, 1.

[28] Jones, 51.

[29] Jones, 52f..

[30] Bengtson, 80.

[31] Bengtson, 79.

[32] Baltrusch, in: HZ, 23 bzw. Noethlichs, 10.

[33] Baltrusch, in: HZ, 23.

[34] Noethlichs, 10.

[35] Baltrusch, Ernst, Die Juden und das Römische Reich. Geschichte einer konfliktreichen Beziehung, Darmstadt 2002., 35 und 39.

[36] Vergl. Baltrusch, Die Juden, 36f. Zum Prinzip der Rechtsgleichheit, Noethlichs, 39.

[37] Baltrusch, in: HZ, 42.

[38] Vergl. Noethlichs, 38; Baltrusch, Die Juden, 68; Meier, Christian, Caesar, Berlin 1982, 291 und 294.

[39] Vergl. Noethlichs, 38.

[40] So fasste der römische Dichter Vergil (70-19 v. Chr.) die römische Herschaftspraxis zusammen, zit. n. Baltrusch, Die Juden, 59 sowie Anm. 1, 173.

Details

Seiten
36
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638570015
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v64109
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Schlagworte
Zerstörung Jerusalemer Tempels Titus Vorsatz Unfall Juden Tempelzerstörung

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