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Polizeiliches Lagebild im Online-Angebot für jedermann als Mittel der Kriminalprävention

Hausarbeit 2001 31 Seiten

Jura - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Begriffserklärungen

1) Einleitung

2) Begriffsbestimmungen
- das Lagebild
- die Kriminalprävention

3) das aktuelle Online – Angebot
3.1) BKA
3.2) Polizei Hessen
3.3) Pro PK
3.4) DFK
3.5) aktuelle Pressebericht

4) Polizeiliche Prävention anhand des Chicagoer Modells
4.1) Vor- und Nachteile des Chicagoer Modells
4.2) Datenschutzrecht

5) Schluss

6) Quellenverzeichnis

7) Anlagen

Erklärung

Begriffserklärungen

„User“

-> engl. Benutzer, hier: Benutzer im Internet

„Homepages“

-> Die Startseite eines Internetauftrittes. Dies ist die Seite, die der Betrachter durch die Eingabe des Domainnamens erreicht. Im Regelfall enthält die Homepage die Bezeichnung des Domaininhabers, Verweise (Links) auf das eigentliche Angebot und alle Angaben, die zu einer Kontaktaufnahme mit ihm nötig sind. Häufig wird der Begriff Homepage auch als Synonym für den gesamten Internetauftritt verwendet.

„PDV“

-> Polizeidienstvorschrift, Inhalt: Führung und Einsatz der Polizei

„www“

-> W orld- W ide- W eb. Übersetzt: Welt-weiter-Internetauftritt. Bekanntester Teil des Internets.

Ein Internetauftritt ist die Außendarstellung einer Person oder eines Unternehmens im Internet.

„BKA/ LKA“

-> Bundeskriminalamt/ Landeskriminalamt

„Link(sammlung)“

-> Verweis auf ein anderes Dokument im WWW oder auf eine andere Stelle im selben Dokument. Das Anklicken des Links aktiviert diesen und ruft automatisch das verknüpfte Dokument auf oder sucht die angegebene Stelle im selben Dokument auf.

„Online-Recherche“

-> Eine Suche im www

„Ku Klux Klan“

-> terroristischer Geheimbund in den Südstaaten der USA, gegr. 1865 als Zusammenschluß weißer Farmer, der seine Aktionen insbes. gegen emanzipierte Schwarze und radikale Republikaner richtete; gekennzeichnet durch hierarch. Aufbau, ordensähnl. Ritual, Symbole (Flammenkreuz) und Tracht (weiße Kutte, spitze Kaputze) [...]

„ProPK“

-> Pro Kriminalprävention. Diese beschäftigen sich mit der Kriminalprävention allgemein. Näheres, siehe Punkt 3.3

„downloads“

-> engl., herunterladen; Holen von Daten von einem Server. Das Herunterladen geschieht mit dem Browser und auch mit speziellen Übertragungsprogrammen. Jede Seite und jedes Bild, das der Browser anzeigt, wird von Ihm vom Server heruntergeladen und vorübergehend auf der Festplatte des Clients im sogenannten Cache abgespeichert. Soll der Seiteninhalt permanent abgespeichert werden kann dies mit Hilfe der Menüfunktion "Abspeichern" geschehen. Umfangreiche Dateien werden entweder vom Browser heruntergeladen oder es ist der Einsatz eines speziellen Übertragungsprogrammes notwendig. Programme zum Pflegen von Internetseiten sind ebenfalls zum Herunterladen der zu pflegenden Seiten in der Lage.

„DFK“

-> Deutsches Forum für Kriminalprävention; Beschäftigt sich wie ProPK mit der Kriminalprävention

„Newsticker“

-> ständig bewegende aktuelle Nachrichten auf der Startseite einer Homepage

( Die Definitionen stammen aus: Brockhaus und www.internetlexikon.de)

1) Einleitung

Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema „Polizeiliches Lagebild im Online Angebot für Jedermann als Mittel der Kriminalprävention“.

Mit dieser Ausarbeitung soll deutlich gemacht werden, dass das weit umfassende Thema der „Kriminalprävention“ einen enorm hohen Stellenwert verdient.

Gerade in Zeiten, in denen das Internet einen immer größeren Zuspruch in der Bevölkerung bekommt, ist es für die Polizei wichtig, sich dieses neuen Massenmediums zu bedienen.

So ist es möglich einen größeren, zuvor nicht oder nur schwer erreichbaren- Bevölkerungsteil mit Informationen und Ratschlägen anzusprechen und hiermit eine Beitrag zu mehr Bürgernähe zu leisten.

Das Internet macht es dem interessiertem „User“[1] möglich sich weltweit Ratschläge und Informationen auf diversen „Homepages“[2] lokaler Polizeeinrichtungen zu verschaffen und sich über bereits durchgeführte oder geplante Aktionen und deren Probleme bei der Durchführung und Erfolge zu informieren.

Durch die enorme Ausbreitung des Internets hat sich außerdem ein neues Kriminalitätsfeld mit nahezu gleich hohen Wachstumsraten entwickelt. Da in diesem Bereich repressive Maßnahmen bisher kaum durchführbar sind, kommt insbesondere auf diesem Gebiet der Prävention eine besondere Bedeutung zu.

Durch diese Ausarbeitung soll deutlich gemacht werden, wie wichtig es ist, daß sich die Polizei den aktuellen Entwicklungen anpaßt.

Weiterhin wird versucht den aktuellen Stand, die Möglichkeiten, Probleme und Ziele der polizeiliche Präsenz im Internet darzustellen.

2) Begriffsbestimmung

Für den Einstieg in das Thema ist es zunächst notwendig die grundlegenden Begriffe genauer zu erläutern.

Man muss sich zuerst einmal fragen, was unter den Begriffen „Polizeilichen Lagebild“ und „Kriminalprävention“ zu verstehen ist.

Antworten hierzu liefert uns unter anderem die PDV 100.

Unter Punkt 1.6.2.1. sind Lagebilder als „Voraussetzung für zielgerichtetes polizeiliches Handeln“ definiert.

Demnach dient es „dem Erkennen, der Analyse und der Prognose polizeirelevanter Ereignisse und Entwicklungen, sowie organisationsinternen Erfordernissen. Sie sind aufgabenbezogen und ebenenspezifisch zu erstellen, zu bewerten und fortzuschreiben. Dazu bedarf es der

- kontinuierlichen Informationserhebungen und Informationsverarbeitung
- Auswertung von Erfahrungen und Erkenntnissen, insbesondere auch aus bisherigen Einsätzen
- Zusammenführung relevanter Lagefelder
- Prägnanten und anschaulichen Lagedarstellungen
- Zielgerichteten Steuerung[3]

Folglich hilft das Lagebild unter anderem auch, den Erfolg präventiver Aktionen zu erkennen, zu beurteilen, Fehler und Schwachstellen festzustellen und dadurch präventive Maßnahmen zu optimieren.

Der Bevölkerung läßt sich, mit Hilfe des Lagebildes, anschaulich darstellen welche Erfolge durch präventive Maßnahmen erzielt wurden. Es trägt gegebenenfalls dazu bei, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu steigern, was gleichzeitig auch eines der Ziele der Kriminalprävention darstellt.

Der nächste zu klärende Begriff ist die „Kriminalprävention“.

Auch hierzu gibt uns die PDV 100 eine genaue Erklärung.

„Prävention umfasst die Gesamtheit aller staatlichen und privaten Bemühungen, Programme und Maßnahmen, welche die Kriminalität und die Verkehrsunfälle als gesellschaftliche Phänomene oder individuelle Ereignisse

- verhüten
- mindern oder
- in ihren Folgen gering halten.

Zu solchen negativen Folgen zählen physische, psychische und materielle Schäden, sowie Kriminalitätsangst, insbesondere die Furcht, Opfer zu werden.“[4]

Eine besondere Bedeutung kommt hier insbesondere dem Verhindern von Straftaten, dem Bewirken sicherheitsorientierten Verhaltens und dem Abbau von objektiv unbegründeter Kriminalitätsangst zu[5].

Zum Erreichen dieser Ziele werden generell 3 verschiedene Formen der Prävention unterschieden:

Die primäre Prävention:

Das Verbrechen soll hier an der Wurzel getroffen werden und idealtypisch die tiefere Ursache kriminellen Verhaltens beseitigt werden, z.B. durch das ,,Mobilization for Youth"- Konzept der Stadt New York in den 60er Jahren.

Hier werden unterprivilegierten Jugendlichen Ausbildungsplätze, Weiterbildungsmaßnahmen, Verbesserung der Wohnsituation und Familienberatung angeboten wurden, um sie vom Einstieg in eine kriminelle Kariere abzuhalten.

Die sekundäre Prävention:

Aktuell gefährdete oder tatbereite Personen sollen durch eine Veränderung der Tatgelegenheitsstruktur, oder aber durch eine aktive Stützung normangepassten Verhaltens von der Straftatbegehung abgehalten werden.

Hierzu wurden architektonische Ansätze erarbeitet. Am bekanntesten ist wohl der Architekt Oscar Neumann mit seinem Konzept des ,,defensible space". Diese ,,kriminalitätsabwehrende Architektur" hat das Ziel, zum einen durch ,,anheimelndes Ambiente" Vandalismus und Zerstörung zu verhindern und zum anderen durch erhöhte Kontrolle und der Zusammenarbeit der Nachbarn, die Sicherheit zu erhöhen.

Die tertiäre Prävention:

Diese zielt darauf ab den überführten Straftäter vor einem Rückfall zu bewahren, z.B. durch Diversionskonzepte ( Täter-Opfer Ausgleich )

Kriminalprävention besitzt angesichts wachsender Kriminalitätsfurcht (obwohl objektiv die Wahrscheinlichkeit Opfer einer Straftat zu werden schon seit 1993 stagniert bzw. sinkt) zunehmende Bedeutung.

Um so wichtiger ist es, mit den präventiven Maßnahmen einen möglichst großen Teil der Bevölkerung in einer, der jeweiligen Altersgruppe angemessenen Art und Weise, anzusprechen und zu erreichen[6].

3) Das aktuelle „Online-Angebot“

Wie im Vorwort bereits erwähnt, steigt die Anzahl an Internet-Usern von Jahr zu Jahr und somit auch das Angebot von Informationen im www (world wide web)[7].

Die folgende Statistik soll darstellen, welch starken Zuspruch das Internet in den letzten Jahren erfahren hat.

[...]


[1] Siehe Begriffserklärungen

[2] siehe Begriffserklärungen

[3] PDV 100, Punkt 1.6.2.1.

[4] PDV 100, Punkt 2.1.1.1.

[5] PDV 100, Punkt 2.1.2.1.

[6] Jehle, J.M. (1996). Kriminalprävention und Strafjustiz. Kriminologie und Praxis, Band 17. Wiesbaden Kriminologische Zentralstelle e.V.

[7] siehe Begriffserklärungen

Details

Seiten
31
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638138185
Dateigröße
679 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v6186
Institution / Hochschule
Hochschule RheinMain – VFHS
Note
12 P.
Schlagworte
Polizeiliches Lagebild Online-Angebot Mittel Kriminalprävention Seminar Prävention

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