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Die Entwicklung der Sprache beim Grundschulkind - Eine Analyse und Aufzeichnung von Möglichkeiten schulischer Förderung

Hausarbeit (Hauptseminar) 2000 14 Seiten

Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der mündliche Sprachgebrauch im Deutschunterricht

3. Die Sprache des Kindes
3.1 Die Phasen der kindlichen Sprachentwicklung
3.2 Das erste Stilalter (nach Pregel)
3.3 Das zweite Stilalter (nach Pregel)

4. Authentische Erzähltexte von Grundschulkindern und ihre analytischen Darstellungen
4.1 Erzähltext eines siebenjährigen Grundschuljungen und seine analytische Darstellung
4.2 Erzähltext eines neunjährigen Grundschulmädchens und seine analytische Darstellung

5. Möglichkeiten zur gezielten schulischen Förderung der mündlichen Kommunikation

6. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In unserer Arbeit über die Sprachentwicklung des Grundschulkindes möchten wir zunächst erwähnen, welche Be-deutung der mündliche Sprachgebrauch im Deutschunterricht hat.

Danach werden wir auf die Sprache des Kindes eingehen, wobei wir speziell die Phasen der kindlichen Sprachentwicklung sowie das erste und zweite Stilalter nach Pregel erläutern möchten.

Als Nächstes werden wir ein Interview zitieren und analy-sieren, das wir mit zwei Grundschulkindern gehalten haben.

Als Letztes möchten wir dann noch einige Möglichkeiten zur gezielten schulischen Förderung der mündlichen Kommunikation im Deutschunterricht aufzeigen.

2. Der mündliche Sprachgebrauch im Deutschunterricht

Im aktuellen Lehrplan Sprache von 1985 gibt es die vier Oberbegriffe: „Mündlicher Sprachgebrauch“, „Schriftlicher Sprachgebrauch“, „Umgang mit Texten“ und „Sprache untersuchen“.

Der „Mündliche Sprachgebrauch“ spielt ganz am Anfang der Schulzeit die größte Rolle im Deutschunterricht, denn die meisten Kinder können noch nicht lesen und schreiben, aber reden können alle schon.

Die Kinder bringen zum Schuleintritt eine bereits individuell entwickelte Sprache mit. „Wichtige Schritte der Sprachentwicklung sind vor Eintritt in die Schule bei allen Kindern bereits vollzogen.“ (Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in NRW: Sprache. Unveränd. Nachdr. von 1985. Düsseldorf: Verlagsgesellschaft Ritterbach mbH 1996, S. 22.)

Nicht alle sprechen Hochdeutsch. Oft ist der Dialekt ver-breitet. Dieser sollte den Kinder nicht „aberzogen“ werden, sondern er sollte in den Unterricht eingebaut werden.

Für Kinder, die nicht Deutsch als ihre Muttersprache erlernt haben, ist es sehr schwierig, sich diese Sprache genauso wie deutsche Kinder anzueignen. Es kann daher sein, dass sie dies „nur mit einem grösseren Zeitaufwand erreichen können“ (ebenda, S. 23.).

„Das Hauptgewicht“ des Deutschunterrichts sollte „auf die gesprochene Sprache gelegt werden“ (Bartnitzky, Horst/ Wittenbruch, Wilhelm (Hg.): Kommentar zum Lehrplan Sprache. Heinsberg: Agentur Dieck 1986 (Kurzkommentar zu den Lehrplänen für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen), S. 32.).

Der Lehrer gilt vor allem beim mündlichen Sprachunter-richt als Vorbild in Aussprache und Stil.

Durch die vielen neuen Situationen im Klassenleben (neue Mitmenschen kennenlernen, Aufgaben bewältigen, mit anderen Freude und Streit erleben) bereichert sich die Sprachfähigkeit der Schüler wie von selbst. Wichtig ist dann, als Lehrer fördernd anzusetzen, denn gerade zu Beginn der Schulzeit müssen die Kinder dazu angeregt werden, ihre Bedürfnisse und Sorgen verbal auszudrücken.

Nur so kann auch ein harmonisches Miteinander in der Klassengemeinschaft erzielt werden, denn „Sprache ist eine symbolische Form sozialen Handelns und für die Ver- ständigung unverzichtbar“(ebenda, S. 30.).

3. Die Sprache des Kindes

Das Sprechen lernen ist für Kinder wohl eine der schwierigsten Fertigkeiten, die sie sich je aneignen müssen, denn neben dem sinnvollen Verbinden von Lauten müssen sie auch noch wissen, was das Gesprochene be-deutet.

Für gewöhnlich lernen Kinder mit etwa einem Jahr erste Worte wie „Mama“ und „Papa“ zu sprechen. Davor „gurren“ oder „lallen“ sie meist nur, um sich auszudrücken.

Die Fähigkeit, kleine Sätze zu bilden, erwirbt das Kind etwa mit 1 1/2 Jahren.

Die „Babysprache wird“ oft „beibehalten, bis das Kind anfängt, mit anderen Kindern zu spielen“ (Hurlock, Elizabeth B.: Die Entwicklung des Kindes. Deutsche Bearbeitung von Barbara und Hubert Feger. Weinheim: Beltz Verlag 1970, S. 169.).

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Details

Seiten
14
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638137447
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v6073
Institution / Hochschule
Universität Paderborn – Pädagogik
Note
1,7
Schlagworte
Entwicklung Sprache Grundschulkind Eine Analyse Aufzeichnung Möglichkeiten Förderung

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Titel: Die Entwicklung der Sprache beim Grundschulkind - Eine Analyse und Aufzeichnung von Möglichkeiten schulischer Förderung