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"The Wonderfull Discovery of Witches" - Merkmale und Ursprünge der Hexenverfolgungen im England der Frühen Neuzeit

Hausarbeit (Hauptseminar) 2004 36 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG

TEIL 1: MERKMALE ENGLISCHER HEXENVERFOLGUNGEN
1) Die Unterschiede des englischen zum kontinentalen Verfolgungsszenarios
1.1) Das Hexereikonzept und seine Rezeption
1.2) Das Reglement des Foltergebrauchs und das englische Rechtssystem als hemmende Faktoren

TEIL 2: GRUNDLAGEN DER ENGLISCHEN HEXENVERFOLGUNGEN
2. Die auslösenden Faktoren der Verfolgungen: Wissenschaftliche Erklärungsmodelle
2.1) Die politische Erklärungstheorie
2.2) Die religiöse Erklärungstheorie
2.3) Die sozial-anthropologische Erklärungstheorie

Schlusswort

Bibliographie

Einleitung

Das ausgehende Mittelalter und die Frühe Neuzeit bildeten den zeitlichen Rahmen für eines der faszinierendsten und auch kontroversesten Phänomene der europäischen Geschichte: die Hexenverfolgungen.

Obgleich England aufgrund seines Inselcharakters in vielen Aspekten seiner Geschichte von jener der Kontinentalmächte abweicht, machte die Welle der sogenannten „Witchcrazes“ nicht vor dem Ärmelkanal halt. Dennoch lautet der Konsens der modernen Forschung, dass es sich auf der britischen Insel um eine Art gemäßigtem Sonderfall handelt, da mehrere Grundzüge der kontinentalen Verfolgungen[1] hier nicht griffen, während andere wiederum – wenn auch oft mit geringer zeitlicher Verzögerung – wiederzufinden sind. In der neueren Forschung wurde diese zunächst sehr strenge Sicht Englands als ein absolut verfolgungsarmer Ausnahmefall immer weiter relativiert, so dass zu fragen bleibt, wie sich das Verfolgungs-Szenario der britischen Insel tatsächlich ausnahm.

Allein die temporären Verfolgungswellen treffen nicht direkt mit den stärksten kontinentalen Höhepunkten der Verfolgungen zusammen, sondern scheinen eher wie ein Echo dieser. England erlebte die Blüte der Verfolgungen in den 1640er bis 1690er Jahren, während der Regierung Elizabeths, und sah ihren ersten Rückgang bereits wenig später, mit einem anzusetzenden Endpunkt zur Zeit der letzten Hinrichtung im Jahre 1684 und dem letzten Hexereiprozess anno 1717. Insgesamt gehen wissenschaftliche Schätzungen der Todesopfer zwischen 1542 und 1736 (dem Jahr der Außerkraftsetzung der Hexerei-Statute James I.) von weniger als 1000 ausgeführten Todesurteilen aus.[2] Diese Jahre sollen auch den Zeitrahmen für meine Ausführungen bieten.

Mehrere Rahmenbedingungen trugen zum außergewöhnlichen Status Englands innerhalb der Geschichte der Hexenverfolgungen bei. In dieser Arbeit wird es mein Ziel sein, diese darzustellen und einige der grundlegenden Erklärungsmodelle zu erläutern, die helfen sollen, das Phänomen der Hexenverfolgungen zu beleuchten[3].

Eine der bedauerlicherweise spärlich gesäten schriftlichen Quellen der englischen Hexenverfolgungen ist die Druckschrift des Gerichtsbeamten Thomas Potts, der im Jahre 1612 einen der spektakulärsten Prozesse der englischen Verfolgungsgeschichte, nämlich den Massenprozess der Pendle Forest Hexen, aus erster Hand aufzeichnete. Sein relativ kurzes Werk erschien im Jahre 1612 unter dem Namen The Wonderfull Discoverie of Witches in the Countie of Lancashire[4] und stellt eines der wichtigsten Berichte eines englischen Hexenprozesses im 17. Jahrhundert dar. Wie die meisten Flugblätter und Druckschriften dieses Zeitrahmens versucht es die Zeugenaussagen, Voruntersuchungen, Geständnisse und Beweismittel der Prozesse möglichst genau wiederzugeben. Allerdings wird dabei nicht auf die Einordnung der Geschehnisse in einen moralischen Hintergrund verzichtet.[5] Auch dies kann jedoch für den Historiker durchaus hilfreich sein. Im Falle von Potts‘ Werk können wir darüber hinaus von einer relativ unverzerrten Darstellung ausgehen, da es von einem der damaligen Richter Sir Edward Bromley redigiert und abgesegnet wurde[6].

Der Prozess der Lancashire-Hexen ist in vieler Hinsicht ein gutes Beispiel für die dynamischen Grundzüge der englischen Hexenverfolgungen und des Hexereikonzeptes sowie dafür, wie man sich ihre Realität im frühneuzeitlichen Gerichtsprozess vorzustellen hat. Auf der anderen Seite hilft der Bericht, das englische Rechtssystem und den Prozessalltag zu erläutern. Er soll hier als vergleichende Primärquelle für die folgenden Ausführungen dienen.

1. Die Unterschiede des englischen zum kontinentalen Verfolgungsszenario

Für eine detaillierte Betrachtung der englischen Hexereiprozesse wie des Prozesses der Pendle Witches von Lancashire ist es unerlässlich, sich die Haupteigenarten und Rahmenbedingungen des englischen Verfolgungsszenarios vor Augen zu führen, da dieses zu einem großen Teil vom zeitgenössischen Hexereikonzept – ob theologisch oder sozial geprägt - abhängt. Schließlich bildet dieses Konzept die Grundlage für die Definition und das Vorgehen zur Auffindung vermeintlicher „Hexen“.[7] Doch auch die juristische und rechtliche Seite der Geschehnisse darf nicht außer Acht gelassen werden.

Aus diesem Grund wird im Folgenden nicht nur auf das auf der britischen Insel verbreitete Bild der Hexe und ihrer Machenschaften, sondern auch auf die dort gebräuchliche Verwendung der Folter sowie das englische Rechtssystem als hemmenden Faktor der Hexenverfolgungen eingegangen werden müssen.

1.1 Das Hexereikonzept und seine Rezeption

Als Definition des Tatbestandes der Hexerei spielt das Hexereikonzept und Hexenbild eines Volkes eine essentielle Rolle in dessen Umgang mit der Thematik. Auch wenn dem modernen Menschen der Gedanke an mit übernatürlichen Kräften begabte Wesen als absurd vorkommt, so muss dennoch an dieser Stelle klar darauf aufmerksam gemacht werden, dass diese Vorstellung fest in der Welt der Frühen Neuzeit verankert war. Im Weltbild des 16. und 17. Jahrhunderts befanden sich sowohl Gott als auch die Menschen in ständiger Auseinandersetzung mit den Mächten des Bösen, personifiziert durch das Konzept des Teufels. Die Hexe oder der Hexer[8] fügte sich als fünfte Säule Satans, als Agent und Medium des Bösen, nahtlos in das Puzzle dieser spirituellen Schlacht um das Universum ein.[9]

Doch die Hexe war in erster Linie nicht nur ein theologisches Konzept, sie war eine reale, greifbare Erscheinung, die im Dorf der frühen Neuzeit Tür an Tür mit ihren Opfern leben konnte. Diese Beziehung brachte Reibungen mit sich, die sich oft in Prozessen entluden. Auch war die Hexe keine Erfindung der frühen Neuzeit oder des späten Mittelalters. Vorstellungen von Bezauberung, Verhexung und von nächtlichem Ritt durch die Lüfte hatte es bereits vor der Geburtsstunde des Christentums gegeben. Neu seit dem Spätmittelalter und genuin christlich war die Verknüpfung jener magischen Praktiken mit dem Bund, den die Hexe mit dem Teufel geschlossen haben sollte.[10]

Das Volk glaubte an jenen Pakt mit dem Teufel. Auf der Ebene des Volksglaubens ist kaum ein Unterschied zwischen kontinentalen und insularen Vorstellungen festzustellen. Doch das kontinentale Hexenkonzept der geistigen und besonders theologischen Elite sollte nur verspätet nach England übertragen werden. Während das kontinentale Hexereikonzept (welches Aspekte wie den nächtlichen Besenritt, den Schadenszauber und den Hexensabbat in sich vereinte) im 17. Jahrhundert immer größere Anwendung in Europa fand, konnte es in England nicht in derartigem Maße Fuß fassen, nicht zuletzt dadurch, dass die herrschende und Verwaltungsschicht es eher halbherzig und nur in Bruchstücken verbreitete.[11] Sharpe spricht der geistigen Elite Englands sogar jeglichen Beitrag zur Bildung oder Erweiterung des Hexereikonzeptes ab.[12]

Die in diesem Stereotyp der Hexe vorhandene Idee des Teufelspaktes als strafbares Delikt ist nicht sehr ausgeprägt in englischen Hexereiprozessen und tritt häufiger in Kirchenprozessen auf als vor weltlichen Gerichten, was den Schluss nahe legt, dass Gerichte der gebildeten Sphäre eine eigene Betonung auf den Teufelsbund legten und somit die am Prozess beteiligten Parteien beeinflussten. Zudem erwähnen lateinische Berichte den Anklagepunkt des Diabolismus viermal häufiger als jene in der Landessprache. Für die gelehrte theologische Elite war der Teufelsbund der Hexe der essentielle Aspekt der Thematik.[13]

Selbstverständlich spielte der Teufelspakt während der Klärung der Ereignisse auch für das Volk eine Rolle. Es war die Haupterklärung für die Tatsache, dass der vermeintlichen Hexe die Kraft gegeben war, anderen Schaden zuzufügen, doch der Schadenszauber selbst schien dem Volk eindeutig von größerer Bedeutung zu sein. Die meisten Anklagen bezogen sich auf das sogenannte maleficium, den Schadenszauber gegenüber einer Person oder ihrem Hab und Gut. Hexereiprozesse wurden im frühneuzeitlichen England fast ausschließlich „von unten“ angestrengt. Staatliche Organe initiierten kaum eine Verfolgung von sich aus, übernahmen jedoch die Kontrolle, wenn der ‚Stein einmal ins Rollen gekommen‘ war.[14] Das einfache englische Volk aber zog zu 94% wegen praktischer Gesichtspunkte vor die vom Staat gesandten und herumreisenden Home Circuit Gerichte und verlangte Genugtuung für ein Unheil, das über den eigenen Hof und die eigene Familie gekommen war.[15] Bei ihnen lag kein Interesse an den endlosen auf dem Kontinent entstandenen, theologischen Diskussionen über die Erscheinungsformen des Teufels und seinen sexuellen Umgang mit Hexen. Zeugenaussagen, die sich auf derartige Sachverhalte bezogen, halfen lediglich, das Bild des oder der Angeklagten als Hexe/Hexer zu untermauern und die Anwendung des Hexereikonzepts zu festigen. Gerichte waren mehr daran interessiert herauszufinden welchen Schadenszauber der oder die Angeklagte ausgeführt hatte als zu erfahren, wie diese „kriminelle“ Energie zustande gekommen war und inwiefern der Teufel seine Finger im Spiel hatte. Dies schlug sich auch in der Gesetzgebung nieder, welche den Schadenszauber und nicht den Bund mit dem Teufel als kriminelles Delikt definierte.[16] Auch das Gericht, welches die Pendle Witches aburteilte, interessierte sich in seinem Urteilsspruch einzig und allein für das durch die Frauen herbeigeführte Übel:

„But the bloud of those innocent children, and others his Maiesties Subiects, whom cruelly and barbarously you haue murdered (...), with all the rest of your offences, hath cryed out unto the Lord against you, and sollicited for satisfaction and revenge, and that hath brought this heauie iudgement upon you.“[17]

Wie auf dem Kontinent bestanden typische englische maleficia in der Herbeiführung des Todes oder der Krankheit (darunter auch der Impotenz) eines Menschen oder des Viehs, im Wetterzauber und der Verderbung der Ernte sowie im Verhindern von hauswirtschaftlichen Vorgängen wie der Produktion von Butter, Käse und Bier.[18] Auch der Pendle Witches Prozess dreht sich um Schadenszauber wie diese. So wird Elizabeth Sowtherns von ihrer eigenen Enkeltochter bezichtigt, die Kuh des Nachbarn John Nutter und das Kind eines Richard Baldwyn bis zum Tode behext zu haben.[19] Realisiert werden konnten derartige maleficia im Volksglauben durch die Anwendung von Artefakten, die dem Opfer gehört hatten oder – was häufiger der Fall war – durch Worte und Zauberformeln.[20]

Im englischen Verständnis war die Hexe folglich eine normale, sterbliche Frau aus dem Volk, die sich freiwillig vom christlichen Glauben abgewandt und einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte, um im Gegenzug mit übernatürlichen Kräften ausgestattet zu werden, die sie zu ihrem eigenen Vorteil gegen ihre Opfer verwandte. So schildert es auch Elizabeth Sowtherns, genannt Old Demdike, die Hauptangeklagte des ersten Lancashire Prozesses, in ihrem ‚freiwilligen Geständnis‘ vom 2. April des Jahres 1612:

„In the sayd Forrest of Pendle, a Spirit or Deuill in the shape of a Boy [...] [appeared to her and said to her] that if she would giue him her Soule, she should haue any thing she would request. [...] This Examinate in hope of such gaine as was promised by the sayd Deuill or Tibb, was contented to giue her Soule to the said Spirit“[21]

Doch es gehörte noch mehr zu der Doktrin des frühneuzeitlichen Hexenbildes auf dem Festland: Man ritt auf Besen, Spindeln oder fliegenden Ziegen durch die Lüfte und traf sich mit seinesgleichen auf nächtlichen Versammlungen, sogenannten Hexensabbaten, an deren Spitze der Teufel selbst stand. Dort verhöhnte man zur Verehrung des Satans christliche Riten, tanzte und kopulierte miteinander oder mit Dämonen und feierte Orgien der genusslosen Völlerei, bevor man sich bei Tagesanbruch wieder trennte.[22]

In England nahmen sich die wenigen Berichte des Hexensabbats ungleich züchtiger aus. Man ritt nicht zum Sabbat, sondern lief. Anstatt das Fleisch gestohlener Kinder zu verzehren, labte man sich an Roastbeef und Bier.[23] Sexualverkehr zwischen dem Teufel und der Hexe kam äußerst selten vor.[24] Auch die Gelehrten interessierten sich weniger für den Sabbat als für den Teufelspakt.[25]

Im Allgemeinen sind Beschreibungen des Hexensabbats nur nach 1645 auszumachen, seit den Essex Prozessen, die von dem Hexenaufspürer Matthew Hopkins in die Wege geleitet wurden und in vielerlei Hinsicht eine Ausnahme in der Geschichte englischer Hexenverfolgungen bilden.[26] Die Versammlung der Lancashire Hexen 30 Jahre zuvor hatte keinerlei Sabbat-Züge, sondern glich vielmehr einer konspirativen Zusammenkunft, um einen Plan für die Rettung der inhaftierten Mithexen zu beschließen.[27] Dennoch findet sich im Rahmen von Potts‘ Bericht die erste Nennung einer sabbat-ähnlichen Zusammenkunft in einem englischen Hexenprozess: Der Bericht über die Lancashire Prozesse wird kurz durch eine Wiedergabe des Prozesses der Hexen von Salmesbury unterbrochen, in dem drei Frauen von einem 14jährigen Mädchen beschuldigt wurden, sie zu einem Hexentreffen geführt zu haben, wo sie ein Kind exhumierten, kochten und aßen. Die drei vermeintlichen Hexen wurden freigesprochen, als herauskam, dass die junge Anklägerin von einem katholischen Seminarpriester in der Kunde der Hexerei unterrichtet worden war und alles frei erfunden hatte.[28] Dies ist besonders dahingehend interessant, dass es zeigt, auf welchem Wege kontinentale Konzepte nach England getragen wurden. Selbst Matthew Hopkins‘ Kollege John Stearne erkannte klar die Parallele zwischen Volksglauben und der Verbreitung des kontinentalen Hexereikonzepts, indem er feststellte, dass viele Menschen das, was sie über Hexerei wussten von Predigern erfahren hatten (welche selbst höchstwahrscheinlich mit den verbreiteten Hexereitraktaten vom Festland in Berührung gekommen waren).[29]

[...]


[1] Es versteht sich von selbst, dass hier nicht suggeriert werden kann oder soll, die Verfolgungen hätten auf dem Festland überall dieselben Wesenszüge getragen. Vielmehr möchte ich den Oberbegriff kontinental in dieser Arbeit als einen Bezug zu den Zentren großer Massenverfolgungen wie den deutschsprachigen Raum der Schweiz und des Deutschen Reiches verstanden wissen.

[2] Manche Schätzungen variieren von kaum 500 bis zu 1500 Opfern aus. So z. B. Wolfgang Behringer, Hexen. Glaube, Verfolgung, Vermarktung, München 2002, S. 66 (Im Folgenden: BEHRINGER, S. x), der allerdings die schottischen Massenverfolgungen in seine Berechnungen mit einbezieht. Auch die von Matthew Hopkins angefachten Prozesse können das Bild der Verfolgungswellen verzerren.

Vgl. ebenso zu den generellen Statistiken der Hexenverfolgungen: Hugh Trevor-Roper, The European Witchcraze of the 16th and 17th Centuries, London 1978, S. 19, 89f (Im Folgenden: TREVOR-ROPER, S. x) und Marijke Gijswijt-Hofstra, Brian P. Levack and Roy Porter (Hg.), Witchcraft and Magic in Europe: the 18th and 19th centuries, London 1999, S. 78 (Im Folgenden: LEVACK Witchcraft, S. x) und Brian P. Levack, The Witch-Hunt in Early Modern Europe, London & New York 1987, S. 175, 182f (Im Folgenden: LEVACK, Witch-Hunt, S. x). Vgl. auch Geoffrey Scarre, Witchcraft and Magic in sixteenth- and seventeenth-century Europe, Basingstoke 1987, S. 23f (Im Folgenden: SCARRE, S. x) und James Sharpe, Instruments of Darkness. Witchcraft in England 1550-1750, London 1997, S. 125 (Im Folgenden: SHARPE Instruments, S. x) und Ders., Witchcraft in Early Modern England, Harlow 2001, S. 25 (Im Folgenden: SHARPE Witchcraft, S. x).

[3] Hierbei werde ich das Problem der weißen Hexer, des sogenannten „cunning folk“ außer Acht lassen, da es als Sonderfall der Magie betrachtet werden muss und nicht mit dem noch zu erläuternden englischen Hexenkonzept Hand in Hand geht.

[4] In dieser Arbeit verwendete Edition: Thomas Potts, The Trial of the Lancashire Witches, A.D. MDCXII, hg. mit einer Einleitung von G.B. Harrison, London 1929, Neudruck 1971 (Im Folgenden: POTTS, S. x).

[5] Zu den Charakteristika der Pamphletliteratur Vgl. SHARPE Witchcraft, S. 20f.

[6] Vgl. die Einleitung zu POTTS, S. xxiv und xli. Weitere Informationen zu Potts Druckschrift siehe SHARPE Instruments, S. 99f.

[7] Vgl. TREVOR-ROPER, S. 14.

[8] Ich werde aus stilistischen Gründen von der Unterscheidung zwischen Hexe und Hexer Abstand nehmen. Dies sehe ich dadurch gerechtfertigt, dass, wie noch zu zeigen sein wird, ein Großteil der Angeklagten Frauen waren.

[9] Vgl. TREVOR-ROPER, S. 18, 101 und SCARRE, S. 12.

[10] Vgl. SHARPE Witchcraft, S. 6.

[11] Vgl. Richard Kieckhefer, European Witch Trials and their Foundations in Popular Learned Culture, 1300-1500, London 1976, S. 36f (Im Folgenden: KIECKHEFER, S. x) und LEVACK Witch-Hunt, S. 183.

[12] Vgl. SHARPE Witchcraft, S. 15.

[13] Vgl. KIECKHEFER, S. 98f und SHARPE Witchcraft, S. 41.

[14] Allerdings ist auch zu beachten, dass es Anklagen gab, die allein den Diabolismus einer Hexe anklagten, ohne einen Schadenszauber nachweisen zu können bzw. zu wollen und ebenso vereinzelte Fälle, in denen beide Anklagepunkte des maleficium und des Teufelspaktes zusammen kamen. Vgl. hierzu LEVACK Witch-Hunt, S. 9, 156.

[15] Vgl. SHARPE Instruments, S. 70, 114.

[16] Vgl. SCARRE, S. 4, 22f und KIECKHEFER, S 36f und SHARPE Instruments, S. 60, 89f.

[17] POTTS, S. 164. "Doch das Blut dieser unschuldigen Kinder, und das anderer Untertanen seiner Majestät, die ihr grausam und barbarisch ermordet habt, mit dem ganzen Rest eurer Vergehen hat vor dem Herrn gegen euch ausgeschrien und nach Genugtuung und Rache verlangt, und hat dieses schwere Urteil über euch gebracht." (Übersetzung I.K.)

[18] Vgl. SCARRE, S. 4 und TREVOR-ROPER, S. 16f.

[19] Vgl. POTTS, S. 23f.

[20] Vgl. SHARPE Witchcraft, S. 65.

[21] POTTS, S. 18f. "Im besagten Wald von Pendle [ erschien ihr ] ein Geist oder Teufel in Gestalt eines Jungen [ und sagte ihr ] ,, dass wenn sie ihm ihre Seele geben würde, sie alles bekommen würde, was sie begehrte. In der Hoffnung auf das, was besagter Teufel oder Tibb versprach, war die Befragte damit einverstanden, besagter Erscheinung ihre Seele zu schenken." (Übersetzung I.K.)

Ähnliches sagen auch die zweite Hauptangeklagte Anne Whittle, alias Old Chattox, und andere Befragte aus: Vgl. POTTS, S. 21f, 35f

[22] Vgl. die Einleitung zu POTTS, S. viii und 67-69 und TREVOR-ROPER, S. 15f. Zur Parallele mit den schottischen Hexensabbatvorstellungen Vgl. Isabel Adam, Witch hunt. The great Scottish Witchcraft Trials of 1687, London 1978, S. 12f , 78-80 (Im Folgenden: ADAM, S. x). Während in England der Teufel oft in Gestalt eines Tieres erschien, berichten schottische Quellen öfter von Erscheinungen des Satans in Gestalt eines schwarzgekleideten Mannes. Vgl. hierzu: ADAM, S. 69, 83-85.

[23] Vgl. TREVOR-ROPER, S. 16 und LEVACK Witch-Hunt, S. 183.

[24] Vgl. SHARPE Instruments, S. 74 und SHARPE Witchcraft, S. 12.

[25] Vgl. SHARPE Witchcraft, S. 59f.

[26] Vgl. SCARRE, S. 23.

[27] Vgl. POTTS, S. 51, 59-61.

[28] Vgl. SHARPE Instruments, S. 76f.

[29] Vgl. SHARPE Witchcraft, S. 59.

Details

Seiten
36
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638539364
ISBN (Buch)
9783656448440
Dateigröße
636 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v60197
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Historisches Institut - Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit
Note
1,0
Schlagworte
Wonderfull Discovery Witches Merkmale Ursprünge Hexenverfolgungen England Frühen Neuzeit Geschichte Europa

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Titel: "The Wonderfull Discovery of Witches" - Merkmale und Ursprünge der Hexenverfolgungen im England der Frühen Neuzeit