Lade Inhalt...

Chinas Aufstieg zur Schneiderei der Welt - Analyse vor dem Hintergrund des ausgelaufenen Multifaserabkommens

Seminararbeit 2006 40 Seiten

VWL - Fallstudien, Länderstudien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungen

Abbildungen

1. Einleitung

2. Protektionismus
2.1. Freihandel
2.2. Protektionismus als handelspolitische Option
2.3. Tarifärer Protektionismus
3.4. Nicht tarifärer Protektionismus
3.5. Zwischenergebnis

3. Chinas Aufstieg zur Schneiderei der Welt
3.1. Globalisierung der Textil- und Bekleidungsproduktion
3.1. Multifaserabkommen
3.3 Chinas Dominanz im Welttextilhandel
3.4 Die Folgen der Liberalisierung des Welttextilhandels

4. Wertung

5. Literatur

Anlagen

1. Einleitung

Zum Jahreswechsel 2004/2005 ist das Agreement on Textiles and Clothing (ATC) ausgelaufen. Nach mehr als vier Jahrzehnten unterliegt der internationale Handel mit Textil und Bekleidung somit den allgemeinen WTO- Regeln der Handelsliberalisierung, Nicht Diskriminierung und Reziprozität. Zuvor war der internationale Handel durch ein kompliziertes System von Importquoten gegen einzelne Länder und in diversen Produktkategorien reguliert, das v.a. dem Schutz der heimischen Industrie vor Auslandskonkurrenz diente.

Infolge der Liberalisierung werden sich nach allg. Konsens die Gewichte im Internationalen Textil- und v.a. im Bekleidungshandel verschieben. Auf der einen Seite sollten diejenigen Länder, die bisher am stärksten durch die Quoten eingeschränkt wurden (z.B. China und Indien), von der Liberalisierung profitieren. Andererseits sollten diejenigen Länder, die sich nur unter dem Schutz des Quotenregimes zu bedeutenden Produzenten entwickelt haben, Marktanteile einbüßen (hierzu zählen z.B. die Sub Sahara Region und Nepal).

Gerade die Rolle Chinas und die damit verbundene Furcht der Industrienationen mit billigen Textil- und v.a. Bekleidungsimporten überschwemmt zu werden, wird in diesem Zusammenhang häufig diskutiert. So prognostizieren diverse Studien, dass China schon kurzfristig bis zu 50% des internationalen Textil- und Bekleidungshandels beherrschen könnte. Wenngleich China seine Ausfuhren in die USA und die EU in der ersten Jahreshälfte 2005 um ca. 50% steigern konnte (Anlage 5), sollten dennoch einige einschränkende Faktoren betrachtet werden. Hierzu zählt in erster Linie die Wiedereinführung der Quoten auf diverse sensible Produktkategorien durch die Hauptabnehmermärkte der EU und den USA.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Liberalisierung des Welttextilhandels in das Spannungsfeld aus Freihandel und Protektionismus einzuordnen, vorrangig die Rolle Chinas im internationalen Textil- und Bekleidungshandel zu charakterisieren und den Effekt der Aufhebung des Quotenregimes auf ausgesuchte Ländergruppen darzustellen.

Nach der Definition einiger Determinanten des Protektionismus werden hierzu die Globalisierung der Welttextilproduktion und das Multifaserabkommen in das Spannungsfeld aus Freihandel und Protektionismus eingeordnet. Anschließend soll die Bedeutung der VR China im internationalen Textil- und Bekleidungshandel geklärt werden. Im Schluss möchte ich kurz auf die Folgen der Liberalisierung für ausgesuchte Ländergruppen eingehen und die Ausführungen in einen globalen Kontext bringen.

2. Protektionismus

2.1. Freihandel

Als Freihandel bezeichnet man den freien Handel von Gütern (Waren- und Dienstleistungen) zwischen Menschen in verschiedenen Staaten ohne Zölle, mengenmäßige Beschränkungen oder Grenzkontrollen. Eine daraufhin ausgerichtete Wirtschaftspolitik, die auf die Selbststeuerungskräfte des Weltmarktes setzt, bezeichnet man als Freihandelspolitik. Eine dem Freihandel entgegengesetzte Politik als Protektionismus[1].

Ideengeschichtlich ist das Konzept des Freihandels in die Theorie der Außenwirtschaft eingegliedert, die Erklärungen für die Entstehung, die Veränderungen und die Auswirkungen der Welthandelsverflechtungen sucht. In diesem Kontext gelten die Verfügbarkeit bestimmter Ressourcen, Preisunterschiede, Transportkosten oder Produktdifferenzierungen als bedeutsam. Wesentliche Treiber der außenwirtschaftlichen Verflechtung sind internationale Kostenunterschiede[2], die unter Freihandelsbedingungen allerdings nur dann zu einem für alle Länder vorteilhaften Außenhandel führen, wenn sie mit komparativen Kostendifferenzen verbunden sind[3].

In der klassischen Außenhandelstheorie werden dabei komparative Kostenunterschiede auf internationale Produktivitätsunterschiede, also auf international divergierende Produktionsfunktionen homogener Produkte zurückgeführt[4]. Die Theorie der komparativen Kosten besagt, dass im Außenhandel auch die Volkswirtschaft jenes Landes, die den anderen Ländern kostenmäßig absolut zwar unterlegen ist, zum Zuge kommt, wenn sich die Partner auf die Herstellung jener Sachgüter und Dienstleistungen konzentrieren, bei denen der komparative (=vergleichsweise) Kostenunterschied am größten ist[5] und die nicht selbst verbrauchten „Überschüsse“ gegen andere Güter, die es nur mit komparativen Nachteilen erzeugen könnte, tauscht[6].

Das Theorem erfuhr durch das Faktorproportionentheorem eine theoretische und praxisbezogene Präzisierung[7]. Die neoklassische Außenhandelstheorie sieht die Ursachen der komparativen Kostenunterschiede entsprechend darin, dass Länder in unterschiedlichem Verhältnis mit den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital (respektive Boden) ausgestattet sind, während die Produktionsfunktionen völlig identisch sind. Allgemein kann man sagen, dass ein Land jenes Gut exportiert, welches den Faktor relativ intensiv nutzt, mit dem das Land relativ reichlich ausgestattet ist[8].

Grundsätzlich eröffnet Freihandel Chancen zu produktivitätssteigernder Spezialisierung unter der Maßgabe internationaler Arbeitsteilung. Die am Welthandel beteiligten Länder konzentrieren sich auf die Erzeugung jener Produkte, die sie mit vergleichsweise geringeren Kosten herstellen als ihre Tauschpartner, um diese auf dem Weltmarkt gegen Produkte zu tauschen, die im eigenen Staatsraum gar nicht oder nur mit erheblich höheren Kosten hergestellt werden können. Internationaler Wettbewerb setzt zudem Anpassungsprozesse frei, die sowohl die Dynamik als auch die Effizienz der beteiligten Unternehmen stärkt (z.B. durch Skaleneffekte). Vollzieht sich der Außenhandel dabei frei von staatlichen Eingriffen, dann bewirkt er weiterhin eine Wohlfahrtssteigerung in allen Volkswirtschaften, die durch wirtschaftliche Beziehungen miteinander verbunden sind[9].

2.2. Protektionismus als handelspolitische Option

Dem entgegengesetzt handelt es sich beim Protektionismus um eine Politik zum Schutz der inländischen Wirtschaft und umfasst dabei sämtliche Maßnahmen, die in den internationalen Leistungsverkehr eingreifen, um die inländische Wertschöpfungsintensität und die inländischen ökonomischen Renten zu begünstigen oder zu stabilisieren[10].

Protektionistische Maßnahmen strategischer Handels-, Industrie- oder Zollpolitik, sowie „Managed Trade“ etc.[11] ersetzten entsprechend die auf komparativen Kostenunterschieden basierende Freihandelsordnung, wenn wirtschaftspolitische Instrumente zur Lenkung der Außenhandelsströme auf Produzenten- oder Nachfragerschutz ausgerichtet werden[12] bzw. die Terms of Trade so verändern, dass der Wohlstand im geschützten Markt über das bei Freihandel theoretisch erreichbare Niveau hinaus steigt[13].

Fehlt es an Bereitschaft sich dem ständig fortwährendem internationalem Strukturwandel anzupassen und trotz veränderter Faktorpreisrelationen, sich wandelnden Konsumgewohnheiten und technischem Fortschritt international wettbewerbsfähig zu bleiben, dann drohen Beschäftigungseinbußen und ein abnehmender Anteil am Welthandel. Dies und die Reaktion auf protektionistische Maßnahmen des Auslandes verleihen dem Wunsch nach importbeschränkender oder exportfördernder Protektion Ausdruck[14], der sich im Allgemeinen an folgenden Determinanten festmachen lässt:

- Schutz alter Industrien, die Ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren haben,
- Schutz aller Industrien,
- Schutz spezifischer Sektoren oder Unternehmen,
- Schutz sich entwickelnder Sektoren oder Unternehmen („Infant Industry“),
- Verbesserung der Produktionsbedingungen aller Sektoren[15],
- Schutz inländischer Nachfrager von Importen oder Exporten gegenüber konkurrierender Auslandsnachfrage[16],
- Beseitigung externer Effekte (z.B. Umweltzerstörung oder Unterbeschäftigung),
-Skalenerträge[17] usw. (siehe auch Abb.1/2[18] ).

Abbildung 1/2: Instrumente des Protektionismus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Protektionistische Maßnahmen lassen sich grundsätzlich in zwei Gruppen einteilen. Tarifäre Handelshemmnisse umfassen dabei sämtlich Zollarten, während die nicht tarifären Handelshemmnisse alle Maßnahmen einschließen, die neben Zöllen dazu beitragen, den Handel oder die Wirtschaft in ihrer Aktivität zu fördern oder zu schützen[19].

2.3. Tarifärer Protektionismus

Zölle stellen eines der ältesten Instrumente der Handelspolitik dar. Grundsätzlich handelt es sich bei Zöllen um staatliche Abgaben im grenzüberschreitenden Warenverkehr[20]. In ihrer Eigenschaft als Preisbelastung sind Zölle durch zwei spezifische Merkmale gekennzeichnet: Sie wirken diskriminierend, setzen aber den Marktmechanismus nicht außer Kraft[21].

Zölle lassen sich am einfachsten anhand ihrer Bemessungsgrundlage, dem Erhebungsereignis und dem Erhebungsmotiv charakterisieren:

Die Bemessungsgrundlage determiniert den zu erhebenden Zollsatz. Man unterscheidet Spezifische Zölle und Wertzölle. Beim heute dominierenden Wertzoll berechnet sich die Abgabe aus dem Zollsatz und dem Warenwert des Importgutes. Der spezifische Zoll wird einfach in Abhängigkeit einer Mengen- oder Maßeinheit (z.B. Gewicht, Länge, Fläche, Liter, Stückzahl) eines Gutes berechnet, verliert aber bei steigenden Preisen schnell seine Schutzwirkung[22]. Zwischen beiden Zollformen sind mannigfaltige Kombinationen in Form von Misch und Gleitzöllen möglich, die hier nicht weiter erklärt werden sollen.

Das Erhebungsereignis stellt auf den Tatbestand ab, an dem sich die Zollerhebung ausrichtet. Einfuhrzölle haben hierbei die größte Bedeutung und werden erhoben, wenn eine aus dem Ausland kommende Ware die Zollgrenze überquert. Entsprechend umgekehrt bei Ausfuhrzöllen, die auf auszuführende inländische Waren erhoben werden. Durchfuhrzölle werden auf Güter erhoben, die zunächst importiert werden, aber nicht im Land verbleiben[23].

Wie oben bereits angedeutet ist das Erhebungsmotiv in ökonomischer und politischer Hinsicht zumeist sehr vielfältig. Je nach Ausgestaltung der Zölle lassen sich Schutzzölle, sowie Finanz– und Instrumentalzölle unterscheiden. Schutzzölle, wie etwa aus dem „Infant Industry“[24] Argument hergeleitet, verschaffen Unternehmen, Sektoren oder ganzen Regionen wirtschaftliche Vorteile gegenüber ausländischer Konkurrenz, während Finanzzölle primär der staatlichen Einkommenserzielung dienen. Instrumentalzölle dienen als Instrument der Wirtschaftspolitik so z.B. zur Sicherung der Beschäftigung in einem Sektor[25]. Die extremste Form ist der sogenannte Prohibitivzoll, der den Importpreis über den inländischen Gleichgewichtspreis hebt und die inländische Importnachfrage komplett abschneidet[26].

Zölle wirken wie Transportkosten. Je höher sie sind, desto größer werden die in Kosten gemessenen ökonomischen Entfernungen und desto geringer wird die Chance, Produktionskostenvorteile auf dem Auslandsmarkt als Preisvorteile geltend zu machen. Zölle reduzieren somit das Ausmaß der bei Freihandel möglichen internationalen Arbeitsteilung[27] und die weltweit optimale Faktorallokation. Jeder Importzoll erzeugt nämlich eine Spaltung des Preissystems homogener Außenhandelsgüter in einen (niedrigeren) Weltmarktpreis und einen (höheren) Inlandspreis für importierte Güter[28] (Abb. 3[29] ). In dem Maße, wie durch Zölle Kostenvorteile ausländischer Anbieter zunichte gemacht werden, verlagern sich Produktionen von kostengünstigen Standorten außerhalb des zollerhebenden Landes zu solchen höherer Kosten im Inland. Die Verbraucher müssen sich zu höheren Preisen mit geringeren Mengen begnügen und subventionieren so jene inländischen Anbieter (und somit jene inländische Beschäftigung), die bei Freihandel nicht wettbewerbsfähig wären[30].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3:

Zollwirkungen „kleines Land“

Zur formalen Darstellung (anhand von Partial- und Totalmodellen im Handel zwischen „kleinen“ oder „großen“ Ländern) der spezifischen Zolltheorien des Effektiv-, Optimal- und Erziehungszolls sei auf die entsprechende Fachliteratur verwiesen. Diese behandeln die zollinduzierten Schwankungen der Weltmarktpreise und der Terms of Trade anhand entsprechender Modelle und beziehen zum Teil die Interdependenzen zwischen den einzelnen Gütermärkten mit in die Analyse ein.

2.4. Nicht tarifärer Protektionismus

Im Gegensatz zu den tarifären Handelshemmnissen sind die Erscheinungsformen der nicht tarifären Barrieren äußerst vielfältig, weniger eindeutig zu systematisieren und darüber hinaus kaum zu quantifizieren[31]. Im Zuge der Erfolge der GATT - Freihandelspolitik scheint es, als hätten sie den Protektionismus mit Zöllen substituiert. Nicht Tarifäre Barrieren umfassen diejenigen Instrumente, die sowohl auf direkten als auch auf indirektem Wege den Handel beeinflussen. Die Wirkungen dieser oft selektiv wirkenden Instrumente auf die zentralökonomischen Variablen sind mit denen von Zöllen grundsätzlich vergleichbar, wenngleich gerade Mengenbeschränkungen in Form von Importquoten den internationalen Wettbewerb stärker verzerren als Zölle. Dies hängt damit zusammen, dass mengenpolitische Eingriffe den Preiswettbewerb außer Kraft setzen[32].

[...]


[1] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Freihandel

[2] zur Formaldiskussion vgl. Rose, Sauernheimer, 1995, S. 345ff

[3] vgl. Bender, 1999, S. 464 Anmerkung: Es gelten die Annahmen der Vollbeschäftigung und der vollständigen Konkurrenz.

[4] vgl. Bender, 1999, S. 464

[5] vgl. Zeller, 1983, S. 1

[6] vgl. Rose, Sauernheimer, 1995, S. 356

[7] vgl. Zeller, 1983, S. 1

[8] vgl. Rose, Sauernheimer, 1995, S. 389

[9] vgl. Berg , 1999, S. 545f

[10] vgl. Schmüser, 1998, S. 125, Anmerkung: Der Begriff „Inländisch“ soll an dieser Stelle von der nationalstaatlichen Perspektive auch auf größere Wirtschaftsräume wie z.B. auf die EU abstrahieren.

[11] vgl. Schmüser, 1998, S. 125

[12] vgl. Bender, 1999, S. 497

[13] vgl. Schmüser, 1998, S. 125

[14] vgl. Berg, 1999, S. 547f

[15] vgl. Schmüser, 1998, S. 125

[16] vgl. Bender, 1999, S. 497

[17] vgl. Weck-Hannemann, 1992, S. 25ff

[18] 1) Bender, 1999, S. 497; 2) Foliensammlung Bender „Internationaler Handel“ im SS 2005

[19] vgl. Schmüser, 1998, S. 126

[20] vgl. Rose, Sauernheimer, 1995, S. 563

[21] vgl. Schmüser, 1998, S. 126 Anmerkung: Diskriminierung des inländischen Konsumenten sowie des ausländischen Produzenten.

[22] vgl. Berg, 1999, S. 549

[23] vgl. Schmüser, 1998, S. 128

[24] Zeitlich befristete Maßnahme zur Sicherung eines aufstrebenden Wirtschaftssektors, der unter Freihandelsbedingungen noch nicht wettbewerbsfähig wäre.

[25] vgl. Schmüser, 1998, S. 128

[26] vgl. Bender, 1999, S. 498ff

[27] vgl. Berg, 1999, S. 549

[28] vgl. Bender, 1999, S. 498

[29] http://www.rmoser.ch/downloads/t28.pdf; zugrunde liegende Annahmen: Importland; Weltmarktpreis liegt unter dem inländischen Gleichgewichtspreis; Importland ohne Einfluss auf Weltmarktpreis; Einfuhren verursachen keine Transportkosten. Zur Formaldiskussion bitte dem angegebenen Link folgen.

[30] vgl. Berg, 1999, S. 549

[31] vgl. Schmüser, 1998, S. 128f

[32] vgl. Bender, 1999, S. 506ff

Details

Seiten
40
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638538671
ISBN (Buch)
9783638667067
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v60109
Institution / Hochschule
Hochschule Bochum
Note
1,3
Schlagworte
Chinas Aufstieg Schneiderei Welt Analyse Hintergrund Multifaserabkommens Ausgewählte Entwicklungsprobleme Raumes

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Chinas Aufstieg zur Schneiderei der Welt - Analyse vor dem Hintergrund des ausgelaufenen Multifaserabkommens