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B2B-Standardsoftware

Seminararbeit 2006 28 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

1 Einführung

2 Standards
2.1 Warum Standards gerade im B2B-Bereich eine so große Rolle spielen
2.2 Der Nutzen eines Standards für das Unternehmen
2.3 Existierende Standards

3 Standardsoftware
3.1 Produktidentifikation
3.1.1 Standards
3.1.2 Anforderungen an eine Software
3.1.3 Beispielsoftware: BarTender
3.1.3.1 Die Eckdaten
3.1.3.2 Was das Programm kann
3.1.3.3 Fazit
3.1.4 Beispielsoftware: TBarCode OCX
3.1.4.1 Die Eckdaten
3.1.4.2 Was das Programm kann
3.1.4.3 Fazit
3.1.5 Nachteile ohne die Verwendung einer Software
3.2 Klassifikation und Katalogaustausch
3.2.1 Standards
3.2.2 Anforderungen an eine Software
3.2.3 Beispielsoftware: e-proVIEW
3.2.3.1 Die Eckdaten
3.2.3.2 Was das Programm kann
3.2.3.3 Fazit
3.2.4 Beispielsoftware: BMEcat Converter
3.2.4.1 Die Eckdaten
3.2.4.2 Was das Programm kann
3.2.4.3 Fazit
3.2.5 Beispielsoftware: w.e.b. eCl@ss Upgrade
3.2.5.1 Die Eckdaten
3.2.5.2 Was das Programm kann
3.2.5.3 Fazit
3.2.6 Nachteile ohne die Verwendung einer Software
3.3 Transaktionen
3.3.1 Standards
3.3.2 Anforderungen an eine Software
3.3.3 Beispielsoftware: EDICON
3.3.3.1 Die Eckdaten
3.3.3.2 Was das Programm kann
3.3.3.3 Fazit
3.3.4 Beispielsoftware: Storeserver BusinessConnector
3.3.4.1 Die Eckdaten
3.3.4.2 Was das Programm kann
3.3.4.3 Fazit
3.3.5 Nachteile ohne die Verwendung einer Software
3.4 Prozesse
3.4.1 Standards
3.4.2 Anforderungen an eine Software

4 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

Abbildung 1: Deutschland: B2B-E-Commerce-Umsatz in Mrd. Euro 2002-2004 und 2008 [2]

Abbildung 2: Elektronischer Datenaustausch mit Geschäftspartnern (Grundgesamtheit: 811 deutsche Unternehmen) [1]

Abbildung 3: Fachliche und technische Standards – Der Standard-Stapel [1]

Abbildung 4: Mehrere Etikettenentwürfe bearbeiten und beschriften [11]

Abbildung 5: Einbindung in Microsoft Word [15]

Abbildung 6: Die visuelle Unterstützung bei der Klassifikation von Produktdaten [4]

Abbildung 7: BMEcat Converter 2.0 für MS Excel [12]

Abbildung 8: Darstellungsmöglichkeit der Artikelliste [16]

Abbildung 9: Umfangreiche Funktionen zur Merkmalszuordnung [16]

Abbildung 10: Konvertierung von Rechnungsdaten in das SEDAS/EANCOM-Format [3]

Abbildung 11: Die Kopfdaten einer Nachricht im openTRANS-Format [14]

Abbildung 12: Konvertierung einer openTRANS-Bestellung ins CSV-Format [14]

1 Einführung

Die vorliegende Arbeit stellt eine kritische Auseinandersetzung mit aktueller Software zur Unterstützung von bestehenden Standards im Bereich Business To Business, kurz B2B, dar.

Hierbei erfolgt weitestgehend eine Konzentration auf den deutschen Markt, da international momentan noch unterschiedliche Standards bestehen und deren Beachtung den Diskussionsrahmen sprengen würde. Deutschland kann aber als Vorbild für andere europäische Märkte angesehen werden, da es mit 203 Milliarden Euro den größten Anteil am gesamten westeuropäischen E-Commerce-Umsatz einnimmt, nämlich 30%. [2]

Aus eben beschriebenem Problem folgt auch, dass hauptsächlich deutsche Software behandelt wird, da diese am besten auf die hierzulande bestehenden Standards eingehen.

Zunächst soll einleitend erläutert werden, durch welche Charakteristika der B2B-Bereich im Vergleich zu B2C (Business To Consumer) geprägt ist und warum Standards daher gerade für B2B-Unternehmen wichtig sind. Gegen Ende von Kapitel Zwei wird dann ein Überblick über die, hauptsächlich in Deutschland, meistverwendeten Standards gegeben und eine Strukturierungsmöglichkeit dieser vorgeschlagen, die dann als Gliederung für Kapitel Drei verwendet wird. Dort wird zuerst einführend die Funktion des jeweiligen Standards erläutert und die für Deutschland wichtigsten Formate kurz vorgestellt. Daraufhin werden aus der Funktionsweise des Standards die Anforderungen an eine entsprechende Software abgeleitet. Mittels Präsentation von zwei bis drei Beispielanwendungen pro Standard erfolgt ein kritisches Fazit zu diesen, welches die konkreten Vor- und Nachteile klarstellt und aufzeigt, welcher Nutzen mit der Software verfolgt werden kann. Zum Schluss des Kapitels wird nochmals verdeutlicht, wie die Situation beim B2B-Handel ohne Softwareunterstützung aussähe.

Das vierte Kapitel schließt mit einer Konklusion zu den behandelten Themen und beinhaltet eine sich aus der vorliegenden Ausarbeitung ergebende Forderung an die zukünftige Standard-Entwicklung.

2 Standards

2.1 Warum Standards gerade im B2B-Bereich eine so große Rolle spielen

B2B ist der Handel zwischen zwei Unternehmen. Im Jahr 2004 wurden in Deutschland auf diesem Gebiet 180,3 Milliarden Euro umgesetzt (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Deutschland: B2B-E-Commerce-Umsatz in Mrd. Euro 2002-2004 und 2008 [2]

Damit ist B2B der ertragreichste Bereich des E-Business mit einer außerordentlichen durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 39,8%.

Das wohl wichtigste Merkmal dieser Akteursdimension ist, dass in der Regel langfristige Geschäftsbeziehungen zwischen den Transaktionspartnern bestehen. Es erscheint logisch, anzunehmen, dass selbst zwei Unternehmen, die über viele Jahre hinweg Geschäfte miteinander betreiben, unternehmensintern nicht die gleichen Warenwirtschaftssysteme benutzen. Die Kommunikation zwischen diesen Systemen ist daher kompliziert, wenn nicht gar unmöglich. Es werden Standards benötigt, die die Geschäftsdaten in ein einheitliches Format transformieren und so den Datenaustausch und letztendlich die Geschäftsabwicklung zwischen den Beteiligten unterstützen.

An dieser Stelle soll ein kleiner Vergleich mit der Akteursdimension Business To Consumer, kurz B2C, erfolgen.

B2C beschäftigt sich mit dem Handel zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson. Transaktionen sind gekennzeichnet durch eher lockere Geschäftsbeziehungen, die hauptsächlich auf der Reputation eines Unternehmens aufsetzen, spontane Käufe und eher kleine bis mittlere Transaktionsvolumina. Mit B2C-Handel wurden im Jahre 2004 10,6 Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt. [5] Dies ist ein im Vergleich zum B2B sehr niedriger Betrag. Der Handel zwischen Unternehmen gewinnt dadurch noch mehr an Bedeutung.

Der große Unterschied zwischen B2B und B2C bezüglich einer möglichen Verwendung von Standards lässt sich daher wie folgt zusammenfassen: B2C-Handel kann aufgrund von fehlender Anwendungssoftware auf Kundenseite (nur Webbrowser) und individuellen Verkaufsmechanismen auf Anbieterseite wenig bis gar nicht standardisiert werden, wohingegen im B2B-Bereich dringend Standards für die Kommunikation und damit den Datenaustausch zwischen unternehmensinternen Systemen benötigt werden. [7]

2.2 Der Nutzen eines Standards für das Unternehmen

Die Nutzung von Standards schafft Unternehmen neue Potenziale. Diese beziehen sich insbesondere auf automatisierte, damit schnellere und letztendlich kostengünstigere Geschäftsprozesse. Im Extremfall ist beispielsweise bei der elektronischen Unterstützung der Beschaffung und gleichzeitigem Gebrauch von entsprechenden Standards eine Prozesskosteneinsparung um bis zu 90% möglich. [10]

Der Nutzen, der durch die Verwendung von Standards entsteht, ist jedoch meist für Großunternehmen (mehr als 500 Beschäftigte) größer als für KMU (bis zu 500 Beschäftigte). Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Großunternehmen den elektronischen Datenaustausch öfter einsetzen (siehe Abbildung 2), da sie einen größeren Kundenstamm haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung : Elektronischer Datenaustausch mit Geschäftspartnern (Grundgesamtheit: 811 deutsche Unternehmen) [1]

Ein Standard entfaltet seinen ganzen Vorteil, wenn mit vielen verschiedenen Unternehmen kommuniziert werden muss, da hier nicht für jeden Geschäftspartner ein neues Austauschformat ausgehandelt werden muss.

Für KMU, die den elektronischen Datenaustausch, aufgrund einer geringeren Anzahl Geschäftspartner, weniger benutzen, mag die Einführung eines komplexen Standards sehr aufwändig sein.

Während sich also für Großunternehmen neue Potenziale apropos Effektivität der Geschäftsprozesse und Kundenbindung erschließen, fehlt KMU zumeist noch das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Standards, der sich insbesondere für die Verwendung in der Nahrungsmittelbranche empfiehlt. Aufgrund der begrenzten Mittel und Ressourcen, ist der Einsatz von Standards speziell bei KMU erst in Verbindung mit einer passenden Standardsoftware fruchtbar.

2.3 Existierende Standards

Definition des Begriffs “Standard” nach Eva Söderström aus dem Jahr 2004 im Kontext des B2B-Handels:

“A B2B standard is defined as guidelines for how communication and information sent between organisations should be structured and managed.” [13]

Das heißt, Maschinen können mit unscharf formulierten Informationen nicht umgehen. Die verschiedenen elektronischen Systeme eines jeden Unternehmens benötigen also Regeln und gemeinsame Strukturen zur wechselseitigen Kommunikation. Dies wird mittels einheitlicher Datenaustauschformate bewirkt, welche durch Standards formuliert werden. Die Verwendung von Standards kann daher als elementar für das E-Business bezeichnet werden.

Im Allgemeinen wird zwischen technischen und fachlichen Standards unterschieden (siehe Abbildung 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 : Fachliche und technische Standards – Der Standard-Stapel [1]

Technische Standards sind generischer Natur und nicht speziell für das E-Business entwickelt worden. Sie stellen die technischen Voraussetzungen für das Funktionieren der fachlichen Standards dar und bilden darüber hinaus häufig die Grundlage für die Entwicklung dieser.

[...]

Details

Seiten
28
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638538411
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v60082
Institution / Hochschule
Universität Trier
Note
1,0
Schlagworte
B2B-Standardsoftware E-Business

Autor

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Titel: B2B-Standardsoftware