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"elearning" - Zauberwort oder eine Chance für die Bildung?

Hausarbeit 2005 31 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des eLearning
2.1 Was ist eLearning?
2.2 Wieso überhaupt eLearning?
2.3 Formen des eLearning
2.3.1 Computer Based Training (CBT)
2.3.2 Web Based Training (WBT)
2.3.3 Tele Learning
2.3.4 Blended Learning

3 eLearning aus wirtschaftlicher Sicht

4 Erfahrungen mit eLearning

5 Bewertung und Ausblick

6 Literaturverzeichnis

7 Webliographie

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Erklärung zur Haus-/Diplomarbeit gemäß § 26 Abs. 6 DiplPrüfO

1 Einleitung

„Online learning is not the next big thing; it is the now big thing.“ Donna J. Abernathy, Redakteurin der „Training and Development“[1]

Es scheint der Mode-Buchstabe des 21. Jahrhunderts zu sein, das kleine oder große, jedoch aber einem anderen Wort vorangestellte „e“. Sowohl in Zeitungen als auch in der einschlägigen Literatur werden immer häufiger auf zahlreiche Beispiele des „e“-Wortes, wie z. B. E-Commerce, E-Engineering, E-Banking, E-Recruiting und jetzt noch E-Learning, gestoßen. Relativ unsicher sind die Aussagen zahlreicher Autoren bzgl. der Schreibweise des Zauberbuchstabens „e“. E-Learning oder eLearning? In der vorliegenden Arbeit ist die kleine Schreibweise gewählt worden.

Mit dem Begriff des eLearning wird im Vergleich zum herkömmlichen Lernen ein computergestütztes u. U. webbasiertes Lernen, welches zeit- und ortunabhängig genutzt werden kann, verstanden. Erforderlich sind nur ein Personal Computer (PC), eine Internetverbindung, Eigenmotivation und natürlich gesunde Neugier.

Mit dem eLearning werden aus heutiger Sicht viele Hoffnungen verbunden. Die einen sehen es als Durchbruch in die globale Wissensgesellschaft. Andere betrachten eLearning für die neueste Welle der Digitalisierung und als größte Chance für Internetgeschäfte. Dritte hoffen auf eine effiziente Bildung, welches eLearnern gegenüber anderen einen deutlichen Vorteil bietet.

eLearning fand sowohl in vielen großen Unternehmen, wie VW-AG als auch in kleine Handwerksbetriebe Zugang. Neben Unternehmen haben auch Universitäten, Hochschulen und auch Gesamtschulen die Chancen des eLearning entdeckt und in die Veranstaltungen mit eingebaut. Vorbei ist das „Schleppen“ von schweren mit Büchern gepackten Schultaschen – benötigt werden nur noch sog. webfähige Laptops. Auch zahlreiche Fernstudien-Agenturen, wie die SGD in Darmstadt oder die ILS in Hamburg bieten Online-Kurse für die private Weiterbildung an.

Mit der vorliegenden Arbeit soll zunächst ein Einblick in das Zauberwort „eLearning“ ermöglicht werden. Was ist eLearning? Wieso ist eLearning mittlerweile erforderlich?

Des Weiteren werden die vier häufigsten Erscheinungsformen des eLearning vorgestellt und abschließend die wirtschaftlichen Aspekte anhand eines Beispiels und einer Graphik erläutert.

Mit Hilfe von drei ausländischen Erfahrungsberichten soll dem Leser ein Überblick gegeben werden, in wie weit sich eLearning weltweit, neben dem herkömmlichen Lernen, integrieren konnte.

Ob eLearning nur ein Zauberwort des 21. Jahrhunderts ist oder ein effektives, in den individuellen Lernprozess des Menschen integriertes, Hilfsmittel wird im letzten Kapitel erläutert.

2 Grundlagen des eLearning

Wie lässt es sich besser lernen, alleine aus Büchern oder online mit einer unbegrenzten Lerngemeinschaft? Das ist eine der wichtigsten Hauptfragen, mit dem sich Lehrende und Lernende beschäftigen. In dem folgenden Kapitel wird zunächst versucht den Begriff des eLearning zu definieren. Anschließend werden wichtige Gründe genannt, weshalb eine eLearning-Form oft besser abschneidet als eine herkömmliche Seminar- bzw. Vorlesungsveranstaltung. Nach dem die wichtigsten Gründe erläutert sind, werden die vier wichtigsten Formen des eLearning (CBT, WBT, Tele Learning und Blended Learning) vorgestellt.

2.1 Was ist eLearning?

Für den Begriff des eLearning gibt es in der Literatur eine enorme Anzahl von Definitionen. Eine einheitliche Definition hat sich bis heute nicht auf dem Markt durchsetzen können. Für die einen ist schon der einfache Einsatz einer Präsentationssoftware in einem Seminar eine Form des eLearning, für die anderen erst ein aufwendig gestalteter webbasierter Onlinekurs zu einem bestimmten Thema.[2]

Aber dennoch haben alle Definitionen eines gemeinsam: eLearning ist ein Sammelbegriff für alle Formen des technologiegestützten Lehrens und Lernens.

Konkreter lässt sich eLearning wie folgt formulieren: Zu eLearning gehört jeder Lehr- und Lernprozess, der die vier Merkmale

- Nutzung moderner Multimedia-Technologie,
- Angebot von autonomen und interaktivem Lernen,
- Möglichkeit von persönlicher Betreuung und
- Nutzung von elektronischen Daten- und Kommunikationsnetzen

gleichzeitig unterstützt.[3]

Folgende Abbildung gibt einen gelungenen Überblick über die Reichweite des Distance Learning. Wie schon die Bezeichnung Distance Learning verrät, werden unterschiedliche Lernmethoden, bei denen sowohl Lernende unter sich als auch Lernende und Lehrende distanziert voneinander lernen und lehren, verstanden.[4] Distance Learning auch non-face-to-face genannt, umfasst sowohl das Offline- als auch das Online-Learning.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Reichweite des Distance Learning

Quelle: Detecon, eLearning – die zweite Welle, Varianten des Lernens, S. 11

Zudem zeigt Abbildung 1 auch, dass es keine klare Trennung zwischen dem Offline- und dem Online-Learning gibt. Diese Hausarbeit wird sich hauptsächlich mit dem Online-Learning beschäftigen. Die Begriffe aus Abbildung 1, CBT, WBT, Tele Learning und Blended Learning werden in den folgenden Kapiteln näher erläutert.

Nach den nun unterschiedlich aufgeführten Definitionsvorschlägen kann eLearning vereinfacht wie folgt formuliert werden:

eLearning ermöglicht das selbständige Lernen mit Hilfe von digitalen Medien.[5]

2.2 Wieso überhaupt eLearning?

Wie im vorherigen Kapitel bereits erläutert, gibt es keine klare und einheitliche Definition von eLearning auf dem Markt. Viele Autoren haben unterschiedliche Ansatzpunkte für die Erklärung dieses Begriffes. Dennoch sind sich alle Autoren darüber einig, welch enorme Chance eLearning sowohl für die schulische und betriebliche Bildung, als auch für die private Weiterbildung für den Menschen bietet.

Folgend werden entscheidende Gründe genannt, weshalb eLearning dringend Beachtung finden sollte:

Die drei Hauptvorteile des eLearning sind

- das individuelle Lernen,
- die zeitliche Flexibilität und
- die geographische Unabhängigkeit der Lernenden.[6]

Die folgenden Aufzählungen der Gründe bauen auf diesen drei Hauptvorteilen auf.

eLearning ermöglicht jedem Einzelnen mit der wachsenden Gesellschaft und technischen Entwicklung Schritt zu halten. Unternehmen expandieren in fremden Ländern mit fremder Sprache und fremden Kulturen. Sie beteiligen sich an Neugründungen im Ausland oder erschließen mit ihren Produkten und / oder Dienstleistungen völlig neue Märkte. Dies ist meistens mit Hilfe des Internets möglich, denn heutzutage hat (fast) jedes Unternehmen eine Onlinepräsenz und öffnet ihren global angesiedelten Kunden eine Tür.

Dies betrifft nicht nur die Hersteller von Schuhen, Werbekampagnen oder Luxusautos. Die Produzenten von Bildung sind ebenfalls stark im Kommen. Ein globaler Bildungsmarkt der an einem globalen Arbeitsmarkt angekettet ist, bietet für jeden Einzelnen eine enorme Chance.[7]

Ein weiterer wichtiger Grund für die Nutzung von eLearning-Angeboten ist, dass den Lernenden die Möglichkeit eingeräumt wird, dann zu lernen wann es ihre Tagesabläufe zulassen.[8] Vor allem Berufstätige und Eltern kämpfen damit, dass viele sie interessierende Kurse zu unmöglichen Zeiten stattfinden. Durch eLearning wird gerade diesen Lerninteressierten die Möglichkeit gegeben, dann zu lernen wann es ihnen zeitlich am besten passt. eLearning ermöglicht somit einen individuellen Lernrhythmus.

Ein weiterer bedeutsamer Vorteil des eLearning ist, die (weltweite) Streuung der Lernenden und Lehrenden. Es ermöglicht ein gemeinsames effektives Lernen für Menschen die räumlich voneinander getrennt leben bzw. arbeiten. Durch das Internet wird simultan eine unbegrenzte Anzahl von Lehrenden und Lernenden erreicht.

Viele Unternehmen agieren auf diese Weise mit Mitarbeitern aus anderen Niederlassungen, mit Geschäftspartnern oder Kunden. Auch Universitäten bieten mittlerweile Kurse an, an denen Studenten aus anderen Ländern teilnehmen können, z. B. weltweite Business Schools in den USA und Asien.[9]

Nicht nur dann zu lernen wann jeder Einzelne Zeit hat, sondern auch die freie Gestaltung des Lerninhaltes und die freie Testanmeldung, ist ein weiterer Grund für das eLearning. Es gibt jedem Einzelnen die Möglichkeit den Lernstoff selber zu gestalten, d. h. jeder ist eigenverantwortlich wann er was lernen will bzw. wie oft er das Gelernte wiederholen will. Selbst die Prüfungsteilnahme erfolgt erst dann, sobald sich der Lernende für „fit“ hält und sich anmeldet.[10]

Ein ebenso wichtiger Grund für die Nutzung von eLearning-Angeboten ist das aktive Lernen. eLearning-Produkte zwingen die User sich aktiv am Lernprozess zu beteiligen. In einem Vortrag ist es meistens der Fall, dass der Vortraghaltende die meiste Zeit über selbst redet. Ab und zu fordert er seine Zuhörer auf Fragen zu stellen. Aus Erfahrung weis man aber oft, dass die Seminarteilnehmer meistens keine Fragen stellen, um den Vortrag eventuell schneller zu beenden.

Durch die Nutzung von eLearning-Produkten werden alle Teilnehmer selber zu Vortraghaltenden. Jeder hat zu jeder Zeit die Möglichkeit etwas zu sagen und Fragen oder Anregungen zu äußern. Weiter gibt es bei eLearning-Produkten Schnittstellen, die solange unterbrochen werden, bis der jeweilige Benutzer selber aktiv wird.[11]

Zu den wichtigsten Gründen der eLearning-Nutzung zählen jedoch die geringen Kosten, verglichen mit u. U. mehrtägigen auswärtigen Seminarveranstaltungen.[12] Die hohen Kosten für die Entwicklung von eLearning-Produkten entstehen nur einmal am Anfang in einer solch enormen Höhe. Doch sowohl für Unternehmen als auch für Privatleute lohnt sich die Teilnahme an Onlinekursen deutlich mehr, als an mehrtägigen Seminarveranstaltungen teilzunehmen (konkretes Zahlenbeispiel erfolgt in Kapitel 3). Im Corporate Learning entfallen die gesamten Reise- und Unterbringungsaufwendungen, für Mitarbeiter die auf Seminare geschickt werden, schlagartig. Die Mitarbeiter können sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz das Internet für ihre berufliche Weiterbildung nutzen, anstatt auf mehrtägigen Seminarveranstaltungen herum zu sitzen und irgendwann abzuschalten.[13]

[...]


[1] Zitat aus E-Learning, Bentlage U., Glotz P., Hamm I., Hummel J., S. 7

[2] vgl. Sommer D., S. 1,2

[3] vgl. Bauer R., Phillipi T., S. 108

[4] vgl. Detecon & Diebold Consultants, S. 10, siehe 7. Webliographie

[5] vgl. http://www.elearning-zentrum.de, siehe 7. Webliographie

[6] vgl. http://www.elearning-zentrum.de, siehe 7. Webliographie

[7] vgl. Bauer R., Phillipi T., S.126

[8] vgl. http://www.elearning-zentrum.de, siehe 7. Webliographie

[9] vgl. Bauer R., Phillipi T., S. 148

[10] vgl. http://www.elearning-zentrum.de, siehe 7. Webliographie

[11] vgl. Bauer R., Phillipi T.,S. 149

[12] vgl. http://www.elearning-zentrum.de, siehe 7. Webliographie

[13] vgl. Bauer R., Phillipi T., S. 36

Details

Seiten
31
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638537841
Dateigröße
623 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v60015
Institution / Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen – Wirtschaftsinformatik
Note
1,3
Schlagworte
Zauberwort Chance Bildung

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