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eLearning - Alternative oder Ergänzung zur Präsenzveranstaltung?

Hausarbeit 2005 16 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Ziel und ruktur der Arbeit

2 Grundlagen
2.1 Formen des eLearnings
2.2 Präsenzveranstaltungen

3 Aufstellung eines Kriterienkatalogs
3.1 Individualität
3.2 Effektivität
3.3 Effizienz
3.4 Nachhaltigkeit
3.5 Aktualität

4 Analyse der Lernmethoden
4.1 Bewertung anhand des Kriterienkatalogs
4.2 Probleme bei der Realisierung
4.3 Lösungsansätze

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

Globalisierung, erhöhter Wettbewerbsdruck und eine Vielzahl technologischer Innovationen stellen Unternehmen heutzutage immer wieder vor neue und unerwartete Herausforderungen. Mitarbeiter stehen neuen Aufgaben gegenüber und müssen immer höhere Erwartungen erfüllen. Diese Tatsache trägt dazu bei, dass betriebliches Lernen als eine zwingend erforderliche Investition in die Zukunft betrachtet werden muss. Gegenüber den herkömmlichen monetären Vermögensgegenständen wird Wissen deshalb immer häufiger als gleichwertiges Gut bezeichnet.1

Wie kann das im Betrieb benötigte Wissen aufgebaut, erhalten und weitergegeben werden? Früher wurden minare, hulungen und Workshops mit dieser Fragestellung assoziiert, während heute in diesem Zusammenhang oft die Themen Wissensmanagement und eLearning genannt werden. Welche der beiden Methoden der Wissensvermittlung sich besser eignet, hängt nicht zu letzt vom Unternehmen und den Mitarbeitern selbst ab. Vor dem Hintergrund des stets steigenden Kostendrucks scheint eLearning sich gegenüber den konventionellen Präsenzveranstaltungen immer weiter in den Vordergrund zu drängen.

Obwohl Wissensmanagement und eLearning nur schwer voneinander zu trennen sind, beschränkt sich die Arbeit in diesem Fall auf das Thema eLearning, da sonst der vorgegebene Rahmen überschritten werden würde.

1.2 Ziel und ruktur der Arbeit

In dieser Arbeit soll die grundlegende Fragestellung behandelt werden, in wie fern Weiterbildungsmaßnahmen in Form von eLearning eine Alternative oder eine Ergänzung zu den konventionellen Präsenzveranstaltungen darstellen können.

Hierzu wird in Kapitel 2 auf eine Auswahl unterschiedlicher Formen des eLearnings und der klassischen Präsenzveranstaltungen eingegangen. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Definition von Kriterien zur Bewertung der verschiedenen Lern- und Lehrmethoden, die im vierten Kapitel auf die vorangegangen Formen angewandt und diskutiert werden. Des Weiteren wird auf mögliche Probleme bei der Einführung von eLearning eingegangen und es werden Lösungsansätze formuliert. Abschließend erfolgt ein Fazit.

2 Grundlagen

2.1 Formen des eLearnings

Der Begriff eLearning steht für electronic learning und beschreibt einen durch Elektronik unterstützten Lernprozess Die Definitionen reichen vom einfachen Lernprogramm auf Compact Disc (CD) oder Digital Versatile Disc (DVD) bis hin zu unternehmensübergreifend vernetzten Lernportalen zur Umsetzung der individuell abgestimmten Personalentwicklungsziele.

Grundsätzlich wird bei eLearning zwischen synchronem und asynchronem Informationsaustausch unterschieden. Während erster durch bidirektionale Kommunikation in Echtzeit am ehesten der traditionellen Lernmethode entspricht, erfolgt bei letzterem eine zeitversetzte Diskussion beispielsweise in Form von eMail oder Forenbeiträgen.2

Computer Based Training (CBT) ist die älteste Form des eLearnings. Es existiert bereits seit 1980 und bezeichnet meist Programme mit multimedialen Inhalten auf CD oder DVD, die zum lbststudium verwendet werden. Diese Art des computergestützten Lernens wird häufig bei der Vermittlung kognitiven Wissens eingesetzt wie beispielsweise dem Erlernen von Fachwissen oder Fremdsprachen.3

Bei der Weiterentwicklung von CBT wird der Informationsaustausch und die Kommunikation nicht auf den so genannten stand-alone Arbeitsplatz beschränkt, sondern erfolgt durch eine Vernetzung über Intranet oder Internet weltweit. Diese Form nennt sich Web Based Training (WBT) und bietet eine Reihe von weiterführenden Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation. können Dozenten und Teilnehmer zum einen über eMail, Foren, Newsgroups oder auch per Chat Fragen stellen und Antworten geben. Zum anderen besteht die Möglichkeit auf stets aktualisierte Unterlagen aus dem gesamten vernetzten Bereich zuzugreifen.4

Der im Zusammenhang mit eLearning häufig fallende Begriff des virtuellen Klassenzimmers, oder auch Virtual Classroom (VC), bezeichnet „die Vermittlung von Lerninhalten im Rahmen einer virtuellen hulung“5, wobei Dozenten und Teilnehmer räumlich getrennt sind, jedoch durch audio-visuelle Übertragung über das Internet in einem fiktiven Raum zusammengeführt werden. Diese Form ermöglicht sowohl das gemeinsame Bearbeiten von Aufgaben und Dokumenten als auch die Bildung von Gruppen. können auch Diskussionen in voneinander separierten Teams geführt werden.

Business Television (BTV) ist eine speziell auf die Unternehmenskommunikation ausgerichtete Form des eLearnings, bei der sowohl Mitarbeiter und Kunden als auch Lieferanten und Anteilseigner informiert, motiviert und geschult werden sollen. Die Informationsvermittlung erfolgt hierbei über Fernsehgeräte, die zum Teil auch kombiniert mit Zusatzkomponenten die Einbindung von interaktiven Inhalten erlauben.6 können beispielsweise gezielt Informationen zu bestimmten Themen abgerufen werden, wie eine Bilanzanalyse nach eigens gewählten Kriterien.

2.2 Präsenzveranstaltungen

wohl in der öffentlichen Bildung als auch im betrieblichen Umfeld wird ein Großteil der Bildungsmaßnahmen in Form von Präsenzveranstaltungen absolviert. beginnt üblicherweise die schulische Laufbahn im Alter von etwa sieben Jahren mit der Grundschule. Daran schließen sich die weiterführenden hulen bis zum entsprechenden hulabschluss an. wohl bei Beginn einer Berufsausbildung als auch bei Aufnahme eines udiums sind die Lehrveranstaltungen durch Kommunikation mit einem Tutor gekennzeichnet. Diese Form des Lernens setzt sich ebenfalls bei anderen Weiterbildungseinrichtungen, wie beispielsweise der Volkshochschule oder beim Bildungsverein fort.

Im Bereich der Erwachsenenbildung vor dem Hintergrund der betrieblichen Fort- und Weiterbildung, kommen minare, hulungen, Workshops oder aber auch Konzepte, wie training-on-the-job und Jobrotation zum Einsatz. Während die beiden letzt genannten nur wegen der Kommunikation mit einem Individuum anstatt eines Computers hier aufgeführt werden, sind die drei erst genannten eindeutig den Präsenzveranstaltungen zuzuordnen.

Für die weitere Betrachtung und anschließende Bewertung wird im Folgenden ausschließlich auf die Anwendung von Präsenzveranstaltungen im betrieblichen Umfeld eingegangen und mit der möglichen Alternative oder Ergänzung eLearning verglichen.

3 Aufstellung eines Kriterienkatalogs

3.1 Individualität

Individualität bezeichnet die Eigenschaften eines Objektes, das in Beziehung zu anderen Objekten steht, selbst aber weder Eigenschaft noch Objekt ist und meint die Persönlichkeit eines Menschen, die durch unterschiedliche Persönlichkeitsfaktoren, wie beispielsweise Belastbarkeit oder Flexibilität ausgedrückt werden kann.7

Beim Lernen spielt die Individualität in Form von Lernbereitschaft, Aufnahmefähigkeit, technischem Verständnis und Organisationsvermögen eine wichtige Rolle. Wie schnell kann der zu vermittelnde off aufgenommen werden?

nd Vorkenntnisse und Interessen erforderlich oder vorhanden und wie ist die Fähigkeit zur lbstmotivation ausgeprägt? Bei der Klärung der Fragestellung, ob eLearning als Alternative oder als Ergänzung zu Präsenzveranstaltungen etabliert werden kann, ist zu analysieren, inwiefern die Vermittlung der Lerninhalte auf das Individuum abgestimmt werden kann. Faktoren, wie beispielsweise Geschwindigkeit und Intensität sollten möglichst mit den individuellen Gegebenheiten übereinstimmen.

3.2 Effektivität

Effektivität wird als Wirksamkeit bezeichnet.8 e stellt den Zielerreichungsgrad bezogen auf die Erlangung des zu vermittelnden Wissens in einer vorgegebenen Zeit dar. wohl das zu vermittelnde Wissen als auch die Zeit müssen vorher definiert werden, da sonst ein Abgleich des zu erreichenden ll- mit dem erreichten IstZustand nicht möglich ist.

3.3 Effizienz

Während die Effektivität als ein absolutes Maß gilt, wird Effizienz als Verhältnis von Zielerreichungsgrad zu dem dazu notwendigen Ressourceneinsatz bezeichnet. Dieser ist sowohl in Zeit als auch in finanziellen Aufwand zu unterteilen. Wie viel Zeit und Geld ist für den Besuch von minaren oder eLearning-Maßnahmen notwendig? eht das erlernte Wissen in angemessenem Verhältnis zum Aufwand? Die finanziellen Mittel für entsprechende Investitionen sind leicht zu bestimmen, während sowohl der Nutzen als auch die nicht monetären Aufwendungen, wie beispielsweise die Bewertung der Abwesendheit der Mitarbeiter vom Arbeitsplatz, Probleme bei der Ermittlung hervorrufen können.

3.4 Nachhaltigkeit

Das Kriterium der Nachhaltigkeit bezieht sich sowohl auf die Aufnahme und eicherung als auch auf den Abruf von Informationen.

[...]


1 Vgl.: THINQ’s Research Department (Hrsg.) (o. Jg.), http://www.llmagazine.com/e_learn/resources/ pdfs/ROI_training.pdf.

2Vgl.: Köllinger, P. (2002), http://www.symposion.de/elearning-r/elr_02.htm

3Vgl.: Mandl, H. / Winker, K. (2003), 3-4.

4Vgl.: Mandl, H. / Winker, K. (2003), 4.

5 Mandl, H. / Winker, K. (2003), 4.

6Vgl.: Harhoff, D. / Küpper, C. (2003), 19.

7 Vgl.: www.wissen.de

8 Vgl.: www.wissen.de

Details

Seiten
16
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638535779
ISBN (Buch)
9783638792646
Dateigröße
431 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v59716
Institution / Hochschule
Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta-Diepholz-Oldenburg; Abt. Vechta
Note
1,7
Schlagworte
Alternative Ergänzung Präsenzveranstaltung Studiengang Diplom-Wirtschaftsinformatiker

Autor

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