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Strategische Planung und strategisches Management

Seminararbeit 2004 24 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverz eichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der В egriff Strategie

3 Entwicklungsphasen des Strategischen Denkens
3.1 Finanzplanung
3.2 Langfristplanung
3.3 Strategische Planung
3.3.1 Zielbildung
3.3.1.1 Zielhierarchie
3.3.2 Umweltanalyse
3.3.3 Unternehmensanalyse
3.3.4 Strategiewahl
3.3.5 Strategieverwirklichung
3.4 Strategisches Management
3.4.1 Aufgabenfelder des strategischen Managements
3.4.2 Objekte des strategischen Managements
3.4.3 Phasen des strategischen Prozesses
3.4.4 Ebenen des Strategischen Managements
3.4.4.1 Strategisches Management auf Geschäftsfeldebene
3.4.4.2 Strategisches Management auf Unternehmensebene

4 Zusammenfassung und Ausblick

5 Literaturverzeichnis

5.1 В ücher

5.2 Internetquellen

Abbildungsverz eichnis

Abbildung 1: Entwicklungsphasen Strategischen Denkens

Abbildung 2: Komponenten des strategischen Planungsprozesses

Abbildung 3: Die Zielpyramide

Abbildung 4: Die Umwelt des Unternehmens

Abbildung 5: Modell des Managements

Abbildung 6: Objekte strategischer Entscheidungen

Abbildung 7: Phasenschema des strategischen Management

1 Einleitung

Das Strategische Management kann mittels zweierlei ökonomischer Sichtweisen definiert werden. Zum einen kann eine Annährungen beziehungsweise Durchdringung dieses В egriffes über die strategische Planung erfolgen, als auch vom Managementverständnis hergeleitet werden.

Allerdings stellt das Strategische Management mehr dar als nur die einfache Summation von strategischer Planung und Management. Es handelt sich hierbei um die Entwicklung (Evaluierung) einer grundlegenden Denkhaltung und eines spezifischen Handlungsverständnisses. In den folgenden Abschnitten wird näher auf die Entwicklung und Charakteristika des strategischen Managements eingegangen[1].

2 Der Begriff Strategie

Der Ursprung des Strategiebegriffes lässt sich ableiten vom griechischen „stratós“ (Heer) und „agein“ (Führer) und bedeutet „Kunst der Heerführung, Feldherrenkunst“ aber auch „geschickte Kampfplanung“.[2]

Anhand dieser Definition ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Strategiebegriff im Militärbereich seine erste konkrete Ausprägung erfahren hat. Dort ist auch die Methodik entstanden und systematisch entwickelt worden. Diese sind bezeichnet für die Charakteristik strategischen Handelns, Denkens und Entscheidens geworden. In den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts wird der Strategiebegriff im Rahmen eines В usiness Policy (Unternehmenspolitik)-Kurses an der Harvard В usiness School in die В etriebswirtschaftslehre eingeführt. Im Gegensatz zu dem militärischen В egriff, wird hier nun auch die Zielbildung als Teil der Strategie angesehen, ebenso wie deren Festlegung und die Ausrichtung der Unternehmenspolitik[3].

„Strategie ist ein Aktionsplan, der sich mit gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklungen im Umfeld eines Unternehmens befasst und Entscheidungen über finanzielle und menschliche Ressourcen darstellt, um Leistungen zu steigern und langfristige Ziele zu erreichen.“

[Camphausen, 2003, S. 15]

3 Entwicklungsphasen des Strategischen Denkens

In den letzten Jahrzehnten ist die Umwelt für die Unternehmen immer komplexer geworden. Neue Technologien, gestiegene Kundenansprüche und wirtschaftliche Krisen veranlassten die Unternehmen, neue Instrumente und Techniken zu entwickeln, um auf die Änderungen der Umwelt reagieren zu können. Abbildung 1 zeigt die verschiedenen Entwicklungsphasen des strategischen Denkens.[4] [5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklungsphasen Strategischen Denkens

3.1 Finanz planung

Zwischen 1945 und I960 war die Phase der Finanzplanung in den Unternehmen aktuell. Die Ausrichtung fand ausschließlich über finanziellen Daten statt. Es reichte in dieser Zeit aus, den unternehmerischen Erfolg mit Hilfe von Budgets als Abbildung der laufenden und zukünftigen Ein- und Ausgabeströme zu steuern. Des Weiteren sei anzumerken, dass zu diesem Zeitabschnitt die Märkte sehr stabil waren und die Komplexität der Unternehmen sehr gering. Ein weiteres Merkmal dieser Phase war ein sukzessives Wirtschaftswachstum.

3.2 Langfristplanung

Ein neues Konsumentenverhalten und veränderte Kundenbedürfnisse, sowie einer immer höheren Wachstumsrate führten zu einer neuen Phase des strategischen Denkens. Dieser Abschnitt lag in der zeitlichen Abfolge zwischen I960 bis 1973. In В ezug auf die veränderte Umwelt steigt die Komplexität der Unternehmen. Mit Hilfe der Trendextrapolation[6] [7] versucht die Langfristplanung ein zukunftorientiertes Denken im Unternehmen zu implementieren und einen auf lange Sicht geordneten Aufbau und Weiterentwicklung zu planen. Ein Schwerpunkt war die Verfeinerung und effizientere Nutzung der Potentiale quantitativer Methoden. Das Ziel lag darin, das Unternehmen auf lange Zeit im Voraus in Zahlen ausdrücken zu können. Darin lag der grundlegende Fehlansatz der früheren Langfristplanung und ihrer relativ großen Wirkungslosigkeit.

„ Grunddaten und Orientierungsgrößen, die ihrer Natur nach kurzlebig sind und daher auch nur kurzfristige Wirkungshorizonte haben, lassen sich auch über eine zeitliche Extrapolation prinzipielle nicht zu langfristig wirksamen Orientierungsgrößen machen.“ [Hahn, 1999, S. 389]

Das Ende dieser Phase wurde durch die Ölkrise 1974 eingeläutet.

3.3 Strategische Planung

„Strategische Planung ist ein informationsverarbeitender Prozess zur Abstimmung von Anforderungen der Umwelt mit den Potenzialen des Unternehmens in der Absicht, mit Hilfe von Strategien den langfristigen Erfolg eines Unternehmens zu sichern.“

[Вea, F.X. und Haas, J., 2001, S.49]

Die Antwort der Wirtschaft auf die Ölkrise war die Phase der strategischen Planung. Diese hatte zum Ziel, zukünftige Trendbrüche und/oder neue Trends und Ereignisse zu antizipieren, um frühzeitig geeignete Strategien zu formulieren und umzusetzen. Die eindimensionale Ausrichtung auf Wachstum verlor in der Umwelt an В edeutung, da sie aufgrund wirtschaftlicher Umstrukturierungen in einem sehr großen Ausmaß instabil wurde. Des Weiteren verschärften sich zu dieser Zeit die Konjunkturzyklen, die Aufgaben fester Währungskursparitäten, sowie die Eigendynamik vieler Märkte und der technische Fortschritt, was die Komplexität der Unternehmen weiter wachsen ließ. Dies führte dazu, dass die Unternehmen Stabstellen bildeten, die sich ausschließlich mit der strategischen Planung des gesamten Unternehmens befassten, um somit zu einer vorwärtsgerichteten Umweltorientierung zu gelangen.

Auf dem Gebiet der В etriebswirtschaftslehre gibt es wohl kaum einen В ereich in dem Theorie und Praxis so kongruent verlaufen wie bei der strategischen Planung. Zurückzuführen ist dies auf ihre Aufgabe, den langfristigen Erfolg eines Unternehmens zu gewährleisten. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, muss der Manager sowohl fundierte analytische Fähigkeiten als auch tatkräftiges Unternehmertum mitbringen. Hinsichtlich der Theorie folgt man einer einheitlichen Logik, nach der folgendermaßen vorgegangen wird:

- Definition der Unternehmensziele
- Systematische Analyse der Umwelt und des Unternehmens
- Generierung, Evaluierung und Selektion der Strategiealternativen
- Planung der konkreten Umsetzung anhand von Maßnahmenplänen, Budgets und Zeitplänen
- Fortwährende Kontrolle des Fortschritts und der Ergebnisse

In der aufgeführten Abbildung werden diese Komponenten graphisch dargestellt sowie verdeutlicht, dass zwischen den einzelnen Komponenten Vor- und Rückkopplungsprozesse stattfinden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Komponenten des strategischen Planungsprozesses

3.3.1 Zielbildung

В evor man den strategischen Planungsprozess beginnen kann, muss die Zielvorstellung klar definiert sein. Des Weiteren sindje nach В ereich, an den das Ziel gerichtet ist, eine andere Gewichtungen hinsichtlich der В edeutung und der Veranschaulichung zu setzen Aufschlüsse darüber gibt die Hierarchie der Ziele.[8] [9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Die Zielpyramide

3.3.1.1 Zielhierarchie

- Vision
An der Spitze der Zielhierarchie steht eine allgemein und grundsätzlich gehaltene Vorstellung des Unternehmens als anzustrebendes Gesamtkonzept. Für den В egriff der Vision wird in diesem Zusammenhang auch oft das Synonym Unternehmensphilosophie verwendet.
- Unternehmensleitbild
Zum einen liefern sie Grundsätze für die Realisierung der Vision. Zum anderen stellen sie Orientierungshilfen dar hinsichtlich des Verhaltens der Mitarbeiter gegenüber den Partnern des Unternehmens.
- Unternehmensziele
Anhand der Unternehmensziele soll die Vision konkretisiert werden. Oft tragen der finanzielle Aspekt der Unternehmensführung sowie die vorherrschende Umweltsituation zur Konkretisierung der Unternehmensziele auf dieser Ebene der Ziel pyramide bei.
- Geschäftsbereichsziele
Einen weiteren Eingriff in die strategischen Vorgaben der jeweiligen Geschäftsbereiche nehmen die Geschäftsbereichsziele vor. Normalerweise wird dies mittels quantitativer Kennzahlen ausgedrückt, wie zum В eispiel dem Return on Investment[10] (ROI).

[...]


[1] vgl. Foschiani 2000, S. 4

[2] vgl. Вrauchlin 1994, S. 3

[3] vgl. Eschenbach 1996, S. 5

[4] vgl. B eaKHaas 2001, S. 11- 15

[5] Quelle Hungenberg 2001, S. 45

[6] Def.: Erkennen einer mathematischen Gesetzmäßigkeit an Hand der bisherigen Entwicklung einer Größe und derer Fortsetzung

[7] Dieser Teil orientiert sich hauptsächlich an den Ausführungen der Internetseite http://www.4managers.de/ (Themenliste: Strategische Planung)

[8] Quelle http://4managers.de (Themenliste: Strategische Planung)

[9] Quelle http://4managers.de (Themenliste: Strategische Planung)

[10] Def.: Nettobetriebsgewinn vor Zinsen auf Fremdkapital und Steuern in Prozent des eingesetzten Kapitals, das sich aus Anlagevermögen zu Buchwerten und dem Working Capital zusammensetzt.

Details

Seiten
24
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638529358
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v58846
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart – FH Stuttgart
Note
1,7
Schlagworte
Strategische Planung Management

Autor

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Titel: Strategische Planung und strategisches Management