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Die Förderung der Lernautonomie durch die Nutzung von neuen Medien im Daf-Unterricht

Hausarbeit 2020 11 Seiten

Didaktik - Deutsch - Deutsch als Fremdsprache

Leseprobe

Yvonne Dounang (Universitat Dschang)

Die Forderung der Lernautonomie durch die Nutzung von neuen Medien im Daf-Unterricht

Abstract

Heutzutage lernt man fast uberall die Sprache des Fremden. Ein konkretes Beispiel ist der Fall von afrikanischen Landern, die Germanistik als ein Fach im Gymnasium und an den Universitaten gesetzt haben. Aber sehr haufig ist man mit der Tatsache konfrontiert, dass Deutschstudenten sich nicht gut auf Deutsch aufiern konnen oder Deutsch als eine schwierige Sprache empfinden. Diese Schwierigkeit gilt als den Grund fur die Untersuchung der Unterrichtsmethode im Deutsch als Fremdsprache. In diesem Artikel beschaftige ich mich mit dem Beitrag der neuen Medien wie Handy und Computer im Daf-Unterricht zur Lernautonomie. Das Ziel dieses Artikels ist zu zeigen, dass Studenten durch ihre Handys und anhand audiovisueller Sequenzen das Lernen erleichtern und autonom werden konnen.

Schlusselworter: Germanistik, Lernautonomie, neuen Medien, audiovisuelle Sequenz, Kommunikation.

1. Einleitendes

Die Welt wird heute durch den Prozess der Globalisierung gepragt. Hier verweist die Globalisierung auf die Tatsache, dass Lander im Kontakt miteinander seien. Der Hauptunterschied zwischen diesen Landern ist die Sprache. Diese Sprache ist auch was, das die menschliche Kommunikation erlaubt. Damit Menschen unterschiedlicher Lander sichverstehen, mussen sie die Sprache des Fremden lernen, deswegen haben wir an den kamerunischen Universitaten das Fach Germanistik, wo man Deutsch als Fremdsprache lernt und studiert. Nach funf Jahren an der Universitat Dschang, wurde bemerkt, dass Deutschstudenten viele Probleme mit der Zielsprache (Deutsch) haben. Aber es wurde durch Umfrage auch bemerkt, dass alle Studenten mindestens ein von diesen neuen Medien besetzen: Handy, Smartphone, Tablette, und Computer. Man darf die Tatsache nichtvergessen, dass die neuen Medien in fast allen Bereichen Fortschritte herbeigefuhrt haben. Die Kommunikation ist durch das Handy und Internet leicht gewesen. Dadurch konnen die Studenten auch ihr Lernen erleichtern. Sie benutzen Smartphone und Computer, um Film zu schauen und mit Freunden auf soziale Netzwerke zu kommunizieren. Das Ziel ist hier zu zeigen, dass das Schulsystem eine Unterrichtsform setzen kann, die den Lernenden die Moglichkeit gibt, mit Filmen oder Musik zu arbeiten und dadurch ihre Sprachkompetenz zu verbessern. Eine Sprache lernen verweist am meisten auf das Sprechen und es ist klar, man kann sich nicht gut auBern, wenn man nichts verstehen kann (vgl Lang 2010: 65).

2. Beitrag der neuen Medien zur Lernautonomie

Der Konzept „Lernautonomie“ verweist auf die Tatsache, dass der Lernende selbst die Aktivitaten und Methoden des Lernens fuhrt. Das bedeutet aber nicht, dass es keinen Dozenten gibt, sondern dass der Dozent nur notig ist, wenn der Student Schwierigkeiten hat. Holec zufolge bezieht sich die Lernautonomie darauf, dass der Student sehr aktiv im Prozess des Lernens ist, die Moglichkeiten sucht, das Lernen zu erleichtern und zu evaluieren. Neue Medien tragen zu dieser Autonomie insofern als sie die Lernkontexten verbreiten und den Studenten motivieren.

2.1. Audiovisuelle Sequenzen als Vermittler zwischen dem Lernenden und der Zielsprache

Die Ergebnisse der neuen Medien geben die Moglichkeit im Kontakt mit Menschen an anderen Ecken der Welt zu kommunizieren. In demselben Sinne geben auch die audiovisuellen Sequenzen die Moglichkeit, einer Fremdsprache nahe zu sein. Die Geschwindigkeit eines Lernprozesses hangt auch von den Methoden und Materialen, die dem Lernenden zur Verfugung stehen. Je mehr ein Mensch einer Sprache nahe ist, desto schneller lernt er die Sprache. Andersgesagt, es ware dem Lernenden vorteilhaft, der deutschen Sprache mittels der audiovisuellen Sequenzen oder Dokumente nahe oder damit haufiger im Kontakt zu sein.Ann Sass(2007: 13)ist der Meinung, dass audiovisuelle Sequenzen und besonders der Film „ein Turoffner in eine neue Welt ist und fordern das Eintauchen in die Zielsprachenkultur“. Der Lernende gewohnt sich an die deutschen Worter, ihre Aussprache und ihre Variation nach Kontexten. Indem der Lernende mehrere Filme guckt, merkt er, dass Worter unterschiedliche Bedeutungen haben konnen. Nimmt man den Begriff „Operation“

2.2. Verbreitung der Lernkontexten

Die Wechselung von Lernkontexten ist den Lernenden motivierend und vorteilhaft. Je mehr sie die Lernsituationen wechseln konnen, desto besser fuhlen sie sich beim Lernen. Hier wird daran gedacht, dass Lernende auch beim Spielen oder Laufen lernen konnen. Es ware also gut, dass Lehrer zur Schule den Studenten zeigen, wie man mit neuen Medien arbeiten kann, wieweit kann eine audiovisuelle Sequenz das Lernen erleichtern. In diesem Sinne behaupten Lavergne und Parra (2010: 125), es ist besser jemandem zu lernen, wie man Kenntnisse sammeln, anstatt ihm Losungen bestimmter Situationen zu geben. Hier versteht man auch, dass es besser ist den Studenten zu zeigen, wie man mit irgendwelchen Dokumenten mitmachen kann, anstatt zu zeigen, wie ein bestimmtes audiovisuelles Dokument notig werden kann. Mit Materialien, die der Student allein benutzen kann, kann er seine Lernaktivitaten selbst veranstalten und fuhren. Es gibt auch die Moglichkeit, Texte der audiovisuellen Sequenz zu haben. Der Lernende versucht zuerst, die Worter der Sequenz zu verstehen, sie abzuschreiben und kann danach gucken, ob sie richtig sind und falls es Fehler gibt, ist er in der Lage sich selbst Kritik zu machen. Gegenuber dem Beitrag von neuen Medien im Sprachunterricht ist Huang Ching-Shih der Meinung, dass «Die Lernaktivitaten sind Nachahmung, Gedachtnis, Wiederholung, Rezitation und Ubungen zu den Sprachstrukturen oder zu den Dialogen. Computer als Hilfsmittel konnen den Lernern helfen, ihre sprachlichen Handlungen zu intensivieren. Computer im Sprachunterricht spielen eine zuverlassige Rolle als „Mechanischer Tutor“ » (2010: 85)

Ein Student, der eigene Materialien hat, kann Kursteilen wiederholen, wenn er nicht gut verstanden hat. Indem er wiederholt, versucht er Methode zu finden, die ihm erlaubt, schneller und leichter Kenntnisse zu sammeln.

2.3. Die Melodie und nicht-verbalen Zeichen der audiovisuellen Sequenz

Die Tatsache, dass eine audiovisuelle Sequenz mehrere Dimensionen hat, kann auch dazu beitragen, dass Lernende ihre Sprachkompetenz verbessern. Mit audiovisuellen Sequenzenhat man verbale und non-verbale Dimensionen. Mit verbalen werden Worter gemeint. Diese Dimension betrifft die Tatsache, dass Personen mittels der Sprache miteinander kommunizieren. Um eine Sprache zu sprechen, das heiBt mit anderen zu kommunizieren, muss man diese Sprache zuerst verstehen. Die verbale Dimension dient also dazu, dass der Lernende seine Horkompetenz verbessert, seinen Wortschatz verbreitet, damit das Sprechen leicht wird. Die nicht-verbale Dimension hilft dem Lernenden, indem Bilder und Umwelt mehr Informationen zu dem Gesagten bringen. Der audiovisuellen Sequenz gegenuber auBert sich Tanja Pananis (2016: 65):

« Beim Horsehverstehen handelt es sich um einen Prozess, in dem die Lerner „ simultan oder sukzessive einen auditiven und einen visuellen Input“ erhalten. Uber den visuellen Kanal werden beispielsweise Personen, Handlungen, Schauplatze, Mimik und Gestik erschlossen, der auditive Wahrnehmungskanal seinerseits nimmt Informationen zur Sprache der Personen, zu Gerauschen sowie paraverbalen Elementen wie Stimmlage, Tonfall, Sprechtempo und Lautstarke auf und zieht sie zur Unterstutzung des Verstehensprozesses heran»

Diese Aussage erklart die Notwendigkeit dieser Art Materialien im Lernprozess einer Fremdsprache. Die audiovisuelle Sequenz ist auch dank ihrem multidimensionalen Charakter sehr attraktiv. Es ist besser mit solchen Materialien zu arbeiten als mit Bucher, die nur zu lesen sind, deswegen schlagen wir den Studenten vor, nicht nur mit Buchern zu arbeiten, sondern auch mit audiovisuellen Sequenz, um den Lernprozess zu erleichtern. Uber die Attraktivitat behauptet Judith Friebe (2005: 85) folgendes: „Diese Medien sind multimedial, d.h. es kann uber verschiedene Kommunikationskanale gelernt werden. Dies hat auch wiederum fur den Lernenden eine hohe Attraktivitat“. Sowohl durch die gesprochenen Worter als auch die Bilder, die Gestik und die Mimik kann gelernt werden.

Indem der Lernende mit audiovisuellen Sequenzen die Zielsprache ubt, kann er leicht die Zusammenfassung eines Dokumenten schriftlich oder mundlich machen, weil die im Video enthaltenen Bilder dazu helfen, die Nachricht besser zu verstehen. Als konkretes Beispiel hier nehmenwir eineMiniserie,dasderLernende guckt.Eskannsein,dasseralle Worter nicht versteht. Anhand des visuellen Aspekts kann er sich vorstellen, worum es sich in der Serie handelt. Damit kann er mit eigenen Wortern die Erzahlung formulieren oder die Teile der Sequenz anders sagen, wo er die benutzten Worter schwierig beherrscht. In diesem Sinne haben wir eine Fallstudie mit den Germanistikstudenten des ersten Jahrgangs gemacht. Hier handelte es sich darum, den Gesagten in der Praxis zu setzen.

3. Fallstudie mit den Germanistikstudenten und audiovisuellen Sequenzen an der Universitat Dschang

In dieser Praxis haben wir die Miniserie „Mein Weg nach Deutschland“ benutzt, die von dem Goethe-Institut im Jahre 2013 veroffentlicht wurde (https://www.goethe.de/prj/mwd/de/ deu/mse/fo1.html). Darin handelt es sich um den Integrationsprozess einer Turkin in Deutschland. Die Studenten waren 40 mit 29 Madchen und alle waren zwischen 17 et 26 Jahre alt. Wir haben die erste, die vierte und die siebte Folgen („Im Bus“, „Neue Freunde“ und „Unterwegs auf der StraBe“) gewahlt und damit drei Sitzungen gemacht. Hier habe icheine Methode (vglPeter Bimmel und alli, 2013) benutzt, die vier Phasen vorschlagt: Einfuhrungs- , visuelle, audiovisuelle und Evaluationsphase.

3.1. Erste Folge „Im Bus“

In dieser Folge haben wir mit Nevin zu tun, die einenBus nehmen mochte. Sie kann die Stadtplan und die Fahrzeiten nicht lesen. Wenn ein alter Mann ihr zeigt, welchen Bus sie nehmen muss, muss sie nochmal eine Fahrkarte am Automaten kaufen. Das kennt sie auch nicht und glucklicherweise wird sie von einen netten Dame geholfen. Hier ist die Sprache sehr einfach, weil die Worter langsam nacheinander ausgesprochen werden.

Bei der Einfuhrungsphase haben wir den Paratext dargestellt, der aus zwei Figuren besteht: Nevin Coskun und der Busfahrer. Danach habe ich den Studenten gefragt, die Worter zu suchen, die sich auf Bus beziehen. Die Ergebnisse waren folgende: Fahrer, Mitfahrer, Fahrkarte, Sitz, Wagentur, Klingel. Diese Phase erlaubt den Studenten, eine Idee uber die audiovisuelle Sequenz zu haben.

Die visuelle Phase bestand darin, die Folge ohne Ton zu gucken. Hier konzentrieren sich die Studenten auf die non-verbalen Elementewie Bilder, Mimik, Gestik und Umwelt. Nach dem Schauen sollten sie Hypothesen dazu formulieren. Die Studenten haben vier Hypothesen vorgeschlagen:

- Nevin hat Angst vor dem Mann, der er im Bushaltstelle getroffen hat
- Sie will denBus ohne Fahrkarte nehmen
- Sie kann keinen Automaten benutzen
- Sie hat so Angst, dass sie ihre Dokumente im Bus vergessen hat

Diese Hypothesen wurden in der audiovisuellen Phase nachgepruft und der Vorteil mit diesen Folgen ist die Dauer. Sie sind zwischen 5 und 10 Minuten, deswegen kann man sie mehrmals wiederholen.

Nach einer Pause von 10 Minuten haben wir mit der dritten Phase weitergemacht. Die audiovisuelle Phase war ein Mittel fur die Studenten, ihre Hypothesen zu bestatigen. Indem sie audiovisuell guckten, notierten sie schwierige Worter fur spatere Erklarungen. Am Ende der ersten Folge gab es drei Worter auf zu ubersetzen: « Arbeitsamt» (Bureau de l'emploi), « Auf die Eins drucken » (Appuyer le numero 1 sur l'automate), « Gerne » (Je vous en prie/volontier).

Nach dieser Begriffserklarung, waren die Studenten damit einverstanden, dass Nevin in Deutschland neu war und konnte am Anfang die Fahrzeiten nicht lesen, deswegen hat sie sich an einem alten Mann gekundigt, nachdem sie ihm gesagt hat, wo sie hin mochte. Im Bus hat sie dem Fahrer gesagt, dass sie keine Fahrkarte hat. Die sollte sie am Automaten Kaufen und leider war das nicht einfach fursie. Sie wurde endlich dafur geholfen.

Bis hier war sehr interessant zu wissen, dass jeder Student sich gegenuber der Folge auBern mochte. Auch wenn es keinen hatte, wollten sie immer etwas mundlich vorschlagen oder etwas im Zusammenhang sagen. Diese Reaktion zeigt, dass Studenten sehr motiviert sind, wenn sie mit audiovisuellen Materialen arbeiten. So konnen sie parallel Bucher lesen und Videos benutzen.

Bei der vierten Phasen, habe ich den Studenten Luckentexte gegeben und die sollten sie beim Gucken fullen. Die Folge hat eine Dauer von 07 Minuten und 04 Sekunden. Der Text enthielt insgesamt 10 Lucken.

Im Bus (Folge 1)

Nevin: Entschuldigung, bin ich hier richtig?

Mann: Das kommt darauf an. Ich weiB ja nicht, wo Sie hin.

Mann: Wohin wollen Sie denn?

Nevin: Agentur fur Arbeit.

Mann: Ach, zum Arbeitsamt wollen Sie! Ja, da sind Sie hier schon richtig.

Mann: Ah, da kommt er.

Nevin: Ist das mein Bus?

Mann: Ja, ja...

*

Nevin: Ich mochte zur Agentur fur Arbeit.

Busfahrer: Haben Sie eine Fahrkarte?

Nevin: Nein. Noch nicht.

Busfahrer: Das Ticket mussen Sie Automaten kaufen.

Busfahrer: Auf die Eins drucken! Nummer eins!

Jungere Frau: Er meint die Eins beim Automaten.

Nevin: Danke.

Jungere Frau: Warten Sie, Sie brauchen Kleingeld-....zwei. vier, funf.

Nevin: Vielen Dank!

Jungere Frau: Gerne.

Jungere Frau: noch, auf Wiedersehen!

Nevin: Wiedersehen!

Altere Frau: Kann ich mich bitte setzen? Schauen Sie, der Platz ist fur Alten und Kranken-. Busfahrer: Junge Frau! Junge Frau! Sie mussen hier austeigen. Agentur fur Arbeit!

Nevin: Danke.

Busfahrer: Bitte.

Nevin: Tschuss.

Busfahrer: Ciao.

Nevin: Vielen, vielen Dank.

40 Studenten waren evaluiert und nur 15 konnten die Halfte von Lucken gut ausfullen, was einen Prozent von 37,5 gab. Ich habe mir gesagt, dass es nur das erste Mal war. Ich ermutigte die Studenten, dass mit Weiterarbeiten werden sie ihre Sprachkompetenz verbessern.

3.2. Zweite Sitzung „Neue Freunde“

Hier habe ich die Prozedur je nach dem Wunsch der Studenten geandert. Den Paratext dieser Folge wurde von Studenten dargestellt. Mit dem Titel „Neue Freunde“ haben sie gerade vorgeschlagen, dass Nevin andere Einwohner der Gebaude oder auf der StraBe kennenlernen wird. Klar handelt die Folge daruber.

Die folgende Phase war die visuelle Projektion, wobei Studenten nochmal folgende Hypothesen vorgeschlagen haben.

- Die alte Dame hat Angst vor den Unbekannten
- Die anderen Mieter essen gern das Kuchen, das Nevin gemacht hat
- Die alte Dame spricht mit den anderen von Nevin, die neu in der Gebaude ist

Mit Bilder und andere non-verbale Elemente haben die Studenten festgestellt, dass es auch eine Party sein konnte. Als Beweis haben sie folgende Element zitiert: Kuchen, Wein, viele Leute, Kekse.

Die dritte Phase war die audiovisuelle Projektion des Dokuments, wobei einige Hypothesen abgelehnt wurden. Die Dame hat keine Angst vor den Unbekannten, sondern isst nichts SuBes. Die Idee der Party war richtig, weil ein Einwohner (Peter) gesagt hat: «Wir machen eine Party. Vielleicht magst du ja mit uns feiern? ». Wenn die alte Dame bei Peter kommt, das ist nicht um die neue Einwohnerin zu sprechen, sondern ihm zu bitten, mit der Musik leiser zu machen, weil sie schlafen mochte.

Fur die vierte Phase habe ich ihnen zwei Arte Ubungen gegeben. Sie sollten zuerst den Luckentext (Text 1) ausfullen und danach einen umstrukturierten Text (Text 2) je nach der Logik der Folge neu strukturieren. Hierunter stehen diese Texte.

Text 1: Neue Freunde (Folge 4)

Nevin: Guten Tag!

Nachbarin: Guten Tag. Kenne ich Sie?

Nevin: Ahm...nein. Ich bin neu hier. Ich wohne oben, im dritten Stock.

Nevin: Ich habe einen Kuchen gebacken. Mochten Sie ein Stuck?

Nachbarin: Oh, das ist sehr nett von Ihnen, aber leider darf ich nichts SuBes essen.

Nevin: Nichts SuBes? Das tut mir leid. Ich wunsche Ihnen einen schonen Tag.

Nachbarin: Danke, ich Ihnen auch.

Nevin: Auf Wiedersehen.

*

Nachbar: Hey, du bist doch neu-, oder?

Nevin: Mhm.

Junge Frau: Wir machen eine Party. Vielleicht magst du ja mit uns feiern?

Nevin: Ich weiB nicht.

Junge Frau: Es ist nur was Kleines, mit ein paar Freunden.

Nachbar: Komm schon, wir beiBen auch nicht.

Nachbar: Komm einfach mit, es wird lustig, bestimmt.

Nevin: Okay.

Junge Frau: Super! Ich bin Sofie.

Nevin: Ich heiBe Nevin.

*

Junge Frau: Das schmeckt gut! Was ist das?

Nevin: Das ist Revani, aus meiner Heimat.

Junge Frau: Ist wirklich sehr lecker!

Nevin: Danke! Alle lieben es.

Nevin: Ich komme gleich wieder.

Junge Frau: Okay!

*

Nevin: In der Turkei gibt es keine Party ohne Essen!

Nachbar: Ich meine, wir haben doch was zum Essen, oder?

Junge Frau: Lebst du eigentlich allein?

Nevin: Nein, ich lebe mit meinem Mann zusammen. Er arbeitet oft im Ausland. Aber er kommt morgen wieder!

Junge Frau: Das ist gut.

Peter: GruB Sie, Frau Schweiger.

Frau Schweiger: Hallo Peter, es ist ja sehr schon, dass du schon wieder feierst, finde ich auch alles in Ordnung. Aber geht's ein bisschen leiser mit der Musik?

Peter: Ja klar, machen wir.

Frau Schweiger: Ich mochte namlich gern schlafen.

Peter: Selbstverstandlich.

*

Nevin: Und dann hat er gesagt, Sie mussen hier austeigen.

Junge Frau: Willst du noch etwas?

Nevin: Nein, danke. Ich gehe jetzt.

Junge Frau: Hm, das ist aber schade!

*

Junge Frau: Gehst du schon?

Nevin: Ja, ich bin sehr mude. Danke fur alles! Es war sehr schon!

Junge Frau: Schon, dass du da warst! Komm bald wieder!

Nevin: Tschuss!

Alle: Ciao!

Text 2: Neue Freunde (Folge 4)

Nachbarin: Guten Tag. Kenne ich Sie?

Nevin: Guten Tag!

Nevin: Ahm...nein. Ich bin neu hier. Ich wohne oben, im dritten Stock. Nachbarin: Oh, das ist sehr nett von Ihnen, aber leider darf ich nichts SuBes essen.

Nevin: Ich habe einen Kuchen gebacken. Mochten Sie ein Stuck?

Nachbarin: Danke, ich Ihnen auch.

Nevin: Nichts SuBes? Das tut mir leid. Ich wunsche Ihnen einen schonen Tag.

Nevin: Auf Wiedersehen.

Nach der Korrektur habe ich bemerkt, dass der Prozent des Erfolgs steigenderweise ging und war diesen Moment 55%. Diese Steigerung von Prozent hat nicht nur die Studenten motiviert, sondern mich auch. Ich habe mir gesagt, wenn die Studenten solche Ubungen haufig machen konnten, dann konnten sie auch leicht eine Fremdsprache lernen.

3.3. Dritte Sitzung „Unterwegs auf der Strafie“

Bei dieser Sitzung war die Fahigkeit der Studenten autonom zu arbeiten schon sichtlich. Sie wollten nicht mehr, dass wir Zeit fur die Darstellung des Paratexts verbringen, weil sie spater Hypothesen vorschlagen wurden. Ich habe einfach gerade mit der visuellen Phase begonnen, wobei sie Hypothesen formulierten.

Danach haben sie die audiovisuelle Version der Sequenz geguckt und haben mir gefragt, ihnen einige Worter zu erklaren: Ausweis (piece d'identite), Aufenthaltsgenehmigung (carte de sejour), Fuhrerschein (Permis de conduire), Ordnungswidrigkeit (Contravention), Strafe (Punition), Unfalle (accidents).

Als Ubung handelte es sich nicht mehr um den Luckentext auszufullen, sondern auch die Folge mundlich zusammenzufassen. Sie konnten auch irgendwelche Satze formulieren, indem sie neue Worter benutzten. Das Wichtige war mir, dass sie sich mundlich gut auBern, weil das Lernen nicht nur schriftlich, sondern auch mundlich ist. Beim sprechen berucksichtigten sie die non­verbale Dimension, die mehr Erklarungen zu ihrer Nachricht brachten. Manchmal war ich mit der Tatsache konfrontiert, dass ein Student Worter schlecht aussprach, aber das konnte ich anhand seiner Gestik verstehen.

Am Ende dieser Fallstudie haben die Germanistikstudenten nach anderen deutschen audiovisuellen Dokumente gefragt, um weiter allein odermit Kommilitonen zu arbeiten. Diese Reaktion habe ich als ein Motivationsmerkmal betrachtet.

Schlussbemerkungen

Wer heutzutage eine sprachliche Kompetenz haben oder auch weltweit kommunizieren will, muss die Sprachen der Fremden lernen. Um eine Sprache schnell und leicht zu lernen, ist es doch besser im Kontakt mit dieser Sprache zu sein. Die audiovisuellen Medien gibt die Moglichkeit, der Zielsprache nahe zu sein. Unter audiovisuelle meinen wir die Hor-seh-texte, die Filmen, Musik, Serien usw. Je langer man mit einer Sprache im Kontakt ist, desto besser lernt er die Sprache. (vgl. Seara: 2001). Im Kontakt bedeutet hiernicht, dass der Lernende immer sprechen muss, sondern dass er die gesprochene Sprache zuerst regelmaBig hort und dann versucht er die Worter zu produzieren.

Literatur

Bimmel Peter &alli., Deutschunterrichtplanen : Neu, Klett-Langenscheidt, Munchen, 2013

Friebe, Judith (2005): Merkmale unternehmensbezogener Lernkulturen und ihr Einfluss auf die Kompetenzen der Mitarbeiter, RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITAT-HEIDELBERG, p 85

Huang,Ching-Shih, (2010): Die Verwendung multimedialer Hilfsmittel im DaF-Unterricht an taiwanesischen Universitaten, Munster, Westfalischen Wilhelms-Universitat, p 85

Holec, Henri (1991): Autonomie de l'apprenant : de l'enseignement a l'apprentissage dans Education permanente. N° 107, CRAPEL, Universite de Nancy 2

Lang, Eva (2010): L'apprentissage autonome dans l'enseignement du franqais langue etrangere : theorie etpratique, University of Zurich Lavergne, Jacques Ley et PARRA, Andrea (2010): La culture dans l'enseignement apprentissage d'une langue etrangere, in: Zona Proxima, n° 13, pp 116-129

Pananis,Tanja (2016): Durch Sehen und Horen zum Verstehen - Horsehverstehen im Italienischunterricht: Tutta la vitadavanti, in:KLEIN, Erwin und MEISSNER, Franz-Joseph (Hg ), Giessener Fremdsprachendidaktik, no5,p 64

Sass, Anne (2007): Filme im Unterricht-Sehen (d) lernen,in: Fremdsprache Deutsch Zeitschrift fur die Praxis des Deutschunterrichts, Hueber Verlag, n° 37, pp 5-14

Seara, Ana Rodriguez (2001): L'evolution des methodologies dans l'enseignement du Franqais langue etrangere depuis la methodologie traditionnelle jusqu'a nos jours, Tudela

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Details

Seiten
11
Jahr
2020
ISBN (Buch)
9783346164919
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v585224
Note
Schlagworte
Autonomie Neuen Medien

Autor

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