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Strategische Handelspolitik im Vergleich: Importsubstitution vs. Exportorientierung am Beispiel der asiatischen Tigerstaaten und Lateinamerika

Seminararbeit 2006 26 Seiten

VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Importsubstitution durch Industrialisierung (ISI)
2.1. Theorie des ISI-Ansatzes
2.2. Anwendung von ISI in Lateinamerika

3. Theorie der exportorientierten Handelspolitik
3.1. Die neue Exportorientierung in Südostasien

4. Ergebnisse der lateinamerikanischen und asiatischen Handelsstrategien
4.1. Lateinamerika
4.2. Asien

5. ISI und Exportorientierung: zwei gegensätzliche Ansätze?

6. Fazit

A. Anhang

1. Einleitung

Die Länder Südostasiens und Lateinamerikas haben sich seit Beginn der 60er Jahre von armen und isolierten Volkswirtschaften zu Akteuren auf dem Weltmarkt gewandelt und verfügen heute oftmals über ein Vielfaches ihres damaligen Wohlstands. Dennoch ist unter den Nationen die Bandbreite des inzwischen erlangten Reichtums und der Be- deutung von Exporten für die verschiedenen Volkswirtschaften groÿ. So verbindet man heute besonders Länder wie Südkorea und Taiwan mit dem Phänomen des exportieren- den und stetig wachsenden Tigerstaates. Im Unterschied dazu konnten sich die Länder Lateinamerikas bisher nicht im selben Ausmaÿ als global player etablieren.1 (siehe hier- zu auch Abbildung A.1 auf Seite 23) Diese Arbeit veranschaulicht die verschiedenen Handelsstrategien der Länder im südostasiatischen Raum und Lateinamerika, welche sich als bedeutende Determinanten des späteren Exporterfolges erwiesen haben. Auch das wirtschaftliche Wachstum der Länder hing entscheidend von den jeweils gewählten Strategien ab.

Dem chronologischen Ablauf entsprechend befasst sich die Arbeit auf Seite 4 zunächst mit dem Modell der Importsubstitution durch Industrialisierung (ISI), welches bis in die 60er Jahre in beiden Regionen Anwendung fand. Im Anschluss wird auf Seite 10 der nach- folgende asiatische Ansatz der Exportorientierung dargestellt. Zusammenfassend erfolgt auf Seite 15 eine Bewertung der zeitversetzten Handelspolitiken unter den Gesichtspunk- ten, wie e zient sie funktionierten und dabei die Faktoren Wohlstand und Exporte für die Länder der jeweiligen Region verbessern konnten. Ferner wird kurz auf das dritte Modell Lateinamerikas eingegangen, mit dem versucht wurde, an den Erfolg der asiati- schen Exportförderung anzuknüpfen. Abschlieÿend wird auf Seite 20 der Fragestellung nachgegangen, inwiefern sich die Konzepte Importsubstitution und Exportorientierung unterscheiden, bzw. ob sie sich ergänzen.

2. Importsubstitution durch Industrialisierung (ISI)

Dieses Kapitel erläutert im ersten Abschnitt die theoretischen Fundamente des ISI- Ansatzes und erklärt, aus welchen Gründen lateinamerikanische Staaten hierin eine passende Antwort auf die aus ihrer Sicht unvorteilhafte wirtschaftliche Position der Ent- wicklungsländer gegenüber den Industriestaaten sahen. Der zweite Teil illustriert die Durchführung von ISI-orientierter Handelspolitik anhand des Beispiels einiger latein- amerikanischer Länder.

2.1. Theorie des ISI-Ansatzes

Importsubstitution war ein wichtiger Bestandteil der Auÿenhandelspolitik von vielen Entwicklungsländern in den 50er und zu Beginn der 60er Jahre. Motiviert wurde der Ansatz insbesondere durch die vorherrschende Handelsstruktur zwischen den Ländern der ersten und dritten Welt: Die Volkswirtschaften der Entwicklungsländer waren hauptsächlich auf die Produktion von Primärgütern konzentriert, welche im Anschluss in den reichen Norden1 exportiert wurden. Die Herstellung von Industriegütern fand praktisch nicht statt, wodurch Produkte dieser Art aus den Industrieländern importiert werden mussten. Besonders in Südamerika bewerteten Verfechter des ISI-Modells diesen Vorgang als unvorteilhaft für die lateinamerikanischen Volkswirtschaften. Sie lehnten somit die klassisch orientierte Denkweise ab, wonach Entwicklungsländer durch Spezia- lisierung auf Primärexporte, in denen sie komparative Vorteile besaÿen, als Exporteure vom Auÿenhandel pro tieren würden. (Narula, 2002, S. 7) Das Importsubstitutionsmo- dell basierte somit auf einem ausgeprägten Exportpessimismus (Krueger, 1997, S. 3) Die wichtigste theoretische Fundierung dieser Haltung erfolgte durch die Prebisch-Singer- These. Dieses 1950 von Hans Singer und Raúl Prebisch2 formulierte Konzept bezieht sich auf die Terms of Trade zwischen den Entwicklungs- und Industrieländern. Die Au- toren begründeten dabei ihre negative Einstellung gegenüber freiem Handel mit der systematischen Benachteiligung von Primärexporteuren gegenüber den Industriestaaten durch die sekuläre Verschlechterung der Terms of Trade.3 (Waterbury, 1999, S. 331) So schreibt Hans Singer:

It is a matter of historical fact that ever since the [eighteen] seventies the trend of price has been heavily againt sellers of food and raw materials and in favor of the seller of manufactured articles (Lutz, 1999, S. 44)

Prebisch und Singer bedienten sich mehrerer Konzepte zur Erklärung der Terms of Trade Entwicklung: Prebisch führte Disparitäten in den Einkommenselastizitäten der Importnachfrage in Entwicklungs- und Industrieländern für seine Argumentation her- an. (Prebisch, 1959, S. 252) (Siehe hierzu auch Gra k A.2 auf Seite 23) Demnach war die Einkommenselastizität der Nachfrage für Primärgüter niedriger als für Industrie- güter. Begründet wurde diese These mit dem Engelschen Gesetz, wonach mit steigen- dem Einkommen die Ausgaben für Nahrungsmittel relativ abnehmen. (Bruton, 1998, S. 905) Im Gegensatz dazu unterlag die Nachfrage nach Industriegütern einer hohen Einkommenselastizität, da in den Entwicklungsländern insbesondere Investitionsgüter für die Industrialisierung benötigt wurden.4 Zusätzlich unterhielten die Industrieländer eine protektionistische Handelspolitik, welche die Nachfrage nach Exporten aus den Ent- wicklungsländern beschränkte. (Waterbury, 1999, S. 331) Eine weitere Verschlechterung der Position von Primärexporteuren entstand durch die fortschreitende Substitution von Rohsto en durch synthetische Materialien. Das Nachfragewachstum nach Exporten aus den Entwicklungsländern wuchs bedingt durch diese Prozesse somit unterproportional zum weltweiten Wachstum.

Die Entwicklungsländer wurden des weiteren durch die Preissetzungsmechanismen im Norden und Süden benachteiligt. (Bruton, 1998, S. 905) So bewirkten Produktivitäts- steigerungen in den Industrieländern keine Preissenkungen und somit auch keine Terms of Trade Verbesserung für die Entwicklungsländer. Stattdessen führten laut Prebisch die Macht der Gewerkschaft und die Monopolstruktur der Unternehmen in den Industrie- ländern sogar zu einem Anstieg der Preise für Industriegüter. In den Entwicklungslän- dern verursachten Produktivitätssteigerungen hingegen keine Preissteigerungen. Bedingt durch strukturelle Arbeitslosigkeit und schwache Gewerkschaften blieben die Löhne kon- stant. Zusätzlich unterlagen die Produkte der Entwicklungsländer einem groÿen Wett- bewerbsdruck, der dafür sorgte, dass Kostensenkungen über die Preise an die Nachfra- ger weitergegeben wurden. Produktivitätsfortschritte der Entwicklungsländer übertru- gen sich somit in Form von Einkommenstransfers an die Nachfrager, d.h. vornehmlich die Industrieländer.

Aus Sicht der Vordenker des ISI-Ansatzes ergab sich aus diesem Missstand für die Entwicklungsländer akuter Handlungsbedarf: Um wirtschaftlich zu expandieren und vom internationalen Handel zu pro tieren würden Entwicklungsländer zunächst eine autonome Strategie verfolgen müssen und eine eigene industrielle Basis benötigen. Nur so wäre es ihnen möglich, die Rolle des Primärexporteurs zu verlassen, der gleichzeitig seine Industrieprodukte importieren muss.

Der ISI-Ansatz besitzt hierfür eine Zwei-Säulen-Struktur, um an zwei Punkten in den wirtschaftlichen Ablauf einzugreifen: interventionistische Wirtschaftspolitik auf dem Heimatmarkt, sowie durchgreifende Regulierung des Auÿenhandels d.h. Pro- tektionismus. (Waterbury, 1999, S. 332) Letzterer zielte darauf ab, neu aufgebaute Industrien anfänglich vor Importen aus den wesentlich produktiveren und somit rela- tiv billigeren Industrieländern zu schützen und Leistungsbilanzde zits zu verhindern. Jegliche Importe von Industriegütern, die nicht als Kapitalgüter den Produktionsstock aufbauen konnten, sollten unterbunden werden. Der Idealfall gemäÿ ISI wäre es somit gewesen, sich nur zum Aufbau der industriellen Basis überhaupt dem Import von Indus- triegütern zu bedienen.

Diese starke Schutzbedürftigkeit der heimischen Industrie wurde mit dem von Frede- rick List verfassten infant-industry Argument begründet: Demnach hat ein neu aufgebau- ter Industriesektor anfänglich höhere Durchschnitts- und Grenzkosten als beispielsweise die etablierte Industrieproduktion im Norden, die bereits in ihrem Optimum produziert. Um jedoch den Bestand der Industrie zu sichern, bis auch diese in ihrem wettbewerbsfä- higen Kostenminimum produzierte, waren besagte protektionistische Maÿnahmen seitens des Staates erforderlich.5 (Krueger, 1997, S. 4), (Krueger, 1982, S. 1142) Die neuen Indus- trien würden dann Güter produzieren, welche die bisherigen Importe aus dem Ausland substituieren, die sich wiederum durch protektionistische Maÿnahmen stark verteuert hatten. Die Hauptmotivation von ISI lag somit darin, die Preise der heimischen Pro- duktion von den Weltmarktpreisen abzukoppeln, um somit einen Anreiz zu scha en, die Produktion auf den heimischen Markt auszurichten. (The Economist, 2001)

2.2. Anwendung von ISI in Lateinamerika

Wie bereits im vorherigen Abschnitt dargestellt, stellt ISI einen massiven Eingri des Staates in die wirtschaftlichen Abläufe und die Handelsbeziehungen eines Landes dar. Während eine Marktliberalisierung staatliche Eingri e abbaut basiert ISI auf stark ausgeprägten Ein ussmöglichkeiten. Diese Struktur ist somit im Einklang mit der eingangs vorgestellten Logik des Modells, dass ein uneingeschränktes Wirken von Marktkräften für Entwicklungsländer einen Nachteil bedeutet.

Der Aktionsrahmen von ISI-Politik konzentriert sich gemäÿ der oben aufgezeigten Zwei-Säulen Struktur auf auÿenwirtschaftliche und makroökonomische Variablen. Eine bedeutende Rolle kommt im Rahmen von ISI somit dem Wechselkurs zu: Bestandteil von Importsubstitution in jedem ausführenden Land war eine künstliche Überwertung der eignen Währung. Grundidee war es, hierdurch den Import von Gütern zur Kapital- formation zu erleichtern und somit Investitionen im Industriesektor anzuregen. (Bruton, 1998, S. 907) Krueger (1997, S. 6) verweist zusätzlich darauf, dass die Überbewertung der eigenen Währung neben der Subvention von Kapitalimporten auch eine Steuer auf Agrarexporte darstellen sollte.6 Chile, Argentinien und Uruguay unterhielten beispiels- weise gemäÿ Shatz und Tarr (2000, S. 10) während ihrer ISI-Phase eine stark überbewertete Währung.

Im engen Zusammenhang hierzu stehen Importbeschränkungen. Diese hatten eine Doppelfunktion: Zum einen führten Einfuhrverbote ein zentrales Anliegen von ISI aus, indem sie die Nachfrage nach Produkten auf den heimischen Markt umlenken. Zum an- deren kompensierten die Verbote den wachsenden Druck auf die Zahlungsbilanz, welche auf Grund des künstlich niedrigen Wechselkurses für Fremdwährungen sehr leicht in ein De zit geraten konnte. (Bruton, 1998, S. 908) Brasilien dient als gutes Beispiel für diese Importbeschränkungen: Im Rahmen des Law of the Similars wurden hier Importe von Waren aus dem Ausland stark eingeschränkt. Unternehmen, die mit heimischen Produk- ten vergleichbare Importe bezogen, mussten mit dem Verlust von Privilegien rechnen, die ihnen der Staat im Regelfall garantiert hätte. (Baer und Kerstenetzky, 1964, S. 414), (Krueger, 1997, S. 5) Zusätzlich zu direkten Beschränkungen unterhielten ISI ausführen- de Länder des weiteren eine Reihe von Zollregimen und Importquoten, welche Importe von Industrieprodukten nicht unterbanden, sie aber stark verteuerten und somit unat- traktiv machten.

Neben der staatlichen Regulierung des Handelsverkehrs durch Protektionismus ba- siert auch das zweite Standbein von ISI auf der Idee, ungünstige wirtschaftliche Zustände durch ein hohes Maÿ an Zentralplanung und Intervention zu korrigieren. So lag der zwei- te Interventionsmechanismus von ISI darin, durch ein starkes staatliches Engagement im Produktionssektor den in der Mehrheit der Fälle schwach ausgeprägten Industriesektor aufzubauen. Als Ergebnis entstanden in Lateinamerika im Rahmen von massiven In- vestitionsprogrammen groÿ dimensionierte staatliche Unternehmen. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass private Investitionen in diesem Bereich auf Grund der hohen Markteintrittskosten als unwahrscheinlich erachtet wurden. (Narula, 2002, S. 8), (Krue- ger, 1997, S. 2) Die typischen Aktionsfelder dieser Staatsunternehmen waren in der Regel ressoursenintensive Schwerindustrien wie beispielsweise der Stahl- und Chemiesektor.7 Grund für diese Politik war wie beispielsweise im Falle von Indien der Glaube, dass insbesondere die Schwerindustrie positive E ekte, wie zum Beispiel Produktivitätser- höhungen in der gesamten Volkswirtschaft induzieren konnte. Auÿerdem sah man diese Industriezweige als besonders geeignete Kandidaten für die anvisierte Scha ung einer industriellen Basis und somit der Aufwertung der wirtschaftlichen Struktur.8 Venezuela ist hier gemäÿ DiJohn (2005, S. 1) ein adäquates Beispiel für die staatliche Scha ung von Schwerindustrien in Lateinamerika: So fand die Industrialisierung des Landes einem big-push Schema folgend durch intensive staatliche Investitionen in ressourcen- und arbeitsintensive Industrien wie den Stahl-, Chemie-, und Energiesektor statt. Als Ergebnis wuchs der Anteil von staatlichen Industrieunternehmen an der Gesamtwertschöpfung des Landes bis 1986 auf 18 Prozent. (DiJohn, 2005, S. 19) In anderen Ländern kam es zu Investitionen in Sektoren wie der Stahl-, Zement-, Maschinenbau-, und Flugzeugindustrie. (Hopenhayn und Neumeyer, 2004, S. 14)

[...]


1 Eine gute Vergleichsmöglichkeit bietet der Anteil der Exporte von Ländern aus den zwei Regionen am Welthandel: Südkorea (2,18 %), Taiwan (1,79 %), Brasilien (0,81 %). Mexiko (1,96 %) (Pocket World in Figures, 2004, S. 34)

1 Zur vereinfachten Darstellung orientiert sich die Arbeit an der in der Literatur oft anzu ndenden Nord Süd Aufteilung: Dementsprechend werden die reichen Industriestaaten Europas und die USA als den Norden bezeichnet, der Süden umfasst primär Lateinamerika

2 Raúl Prebisch (1901-1986) war ein argentinischer Entwicklungsökonom und bis 1962 Generalsekretär der CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe). Neben dem ISI Modell ist er auÿerdem verantwortlich für den Dependencia Ansatz und das Zentrum-Peripherie Modell

3 terms of trade:[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

4 Sei M∗ die Importnachfrage für primäre Güter aus den Entwicklungsländern , M die Nachfrage nach Industriegütern aus dem Norden sowie Y das Einkommen der jeweiligen Volkswirtschaft dann gilt [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

5 Eine detailliertere Darstellung des infant-industry Arguments be ndet sich in (Schafaeddin, 2000, S. 16 .)

6 Laut Bruton (1998, S. 913) trat in vielen Fällen gleichzeitig das sog. Dutch Disease auf: eine hohe Nachfrage nach bestimmten Rohsto en der Entwicklungsländern verteuerte zusätzlich die Währung der Entwicklungsländer, wodurch sich der Export von anderen Produkten stark verteuerte und somit erschwert wurde.

7 Hopenhayn und Neumeyer (2004, S. 14) verweisen darauf, dass staatliche Unternehmen auch andere Unternehmen subventionierten, indem sie Produktionsfaktoren wie Strom und Stahl bewusst unter Produktionspreis verkauften und somit in der Verlustzone operierten

8 Zahlreiche Entwicklungsökonomen waren zum damaligen Zeitpunkt Anhänger der auf Rosenstein- Rodan zurückgehenden Theorie vom big push , wonach ein Förderschub durch zeitgleiche Investi- tionen in mehrere Industriezweige gleichzeitig eine Volkswirtschaft aus der Strukturschwäche führen kann.

Details

Seiten
26
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638518413
ISBN (Buch)
9783638665230
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v57349
Institution / Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen – Ibero-Amerika Institut für Wirtschaftsforschung
Note
1,0
Schlagworte
Strategische Handelspolitik Vergleich Importsubstitution Exportorientierung Beispiel Tigerstaaten Lateinamerika Wirtschaftskunde

Autor

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Titel: Strategische Handelspolitik im Vergleich: Importsubstitution vs. Exportorientierung am Beispiel der asiatischen Tigerstaaten und Lateinamerika