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Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet?

Seminararbeit 2006 35 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Klassifikationen
1.1 Begriffsbestimmung „Klassifikation“
1.2 Entstehung von Klassifikationssystemen
1.3 Die Verwendbarkeit von Klassifikationssystemen
1.4 Verschiedene Klassifizierungssysteme in der Pflege

2. Klassifikation der Pflegephänomene
2.1 Die Verwendbarkeit von Klassifikationen der Pflegephänomene
2.2 ICNP (International Council of Nurses Project)

3. Klassifikation der Pflegeinterventionen
3.1 Die Verwendbarkeit von Klassifikation der Pflegeinterventionen
3.2 NIC (Nursing Interventions Classification)

4. Klassifikation der Pflegeergebnisse
4.1 Die Verwendbarkeit von Klassifikation der Pflegeergebnisse
4.2 NOC (Nursing Outcomes Classification)

5. Klassifikation der Pflegediagnosen
5.1 Begriffsbestimmung
5.2 Die Verwendbarkeit von Klassifikationen der Pflegediagnosen
5.3 Entstehung der Pflegediagnosen
5.4 Aufbau und Struktur der NANDA-Taxonomie-II
5.4.1 Die Ebenen der NANDA-Taxonomie-II
5.4.2 Die Achsen der NANDA-Taxonomie-II
5.5 Arten von Pflegediagnosen
5.6 Die Weiterentwicklung der NANDA Struktur

6.Klassifikationssysteme im Kontext zum Pflegeprozesses

7. Fazit

Quellenangaben

Erklärung

Einleitung

Unsere Gesellschaft hat stets die Entwicklung von Berufen unterstützt, die ihre Bedürfnisse erfüllen und ihre Probleme mit qualifiziertem und fundiertem Wissen lösen. Viele dieser Berufsgruppen haben sich so im laufe der Zeit professionalisieren können. Bezieht man dies auf den Bereich der Pflege, ist es realistisch anzunehmen, dass es gleichermaßen Wunsch der Pflegenden und der zu pflegenden Menschen ist, die Pflegequalität weiter zu verbessern und für eine zunehmende Professionalisierung zu sorgen.

Gegenwärtig befindet sich jedoch dieser Beruf in einer Phase, in der er dem Druck der Ökonomisierung, den immer umfangreicher werdenden Gesetzen und nicht zuletzt dem steigenden Qualitätsniveau gerecht werden muss. Die Frage, wie die Berufsgruppe der Pflege in dieser komplexen Situation ihre Leistung detailliert und darüber hinaus unmissverständlich darstellen und erfassen kann, ist bedeutender als je zuvor. Seit Beginn der siebziger Jahre werden in den USA Klassifikationssysteme weiterentwickelt und unter anderem auch zur Leistungserfassung eingesetzt. Die vorliegende Ausarbeitung soll einen Einblick verschaffen, wie und ob Klassifikationssysteme, die nun auch im deutschsprachigen Raum diskutiert werden, geeignete Instrumente zur Abbildung der Leistungen von professioneller Pflege sein können.

Die Diskussion über Klassifikationssysteme ist in Deutschland stark von der Entwicklung im Ausland, insbesondere in den USA abhängig. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass dort eine Pflegefachkraft für die von ihr bestimmten Therapiemaßnahmen die Verantwortung trägt, eine Kompetenz, die berufspolitische und juristische Dimensionen hat. Dort wählt eine Pflegefachkraft Maßnahmen und Pflegeziele häufig mit Hilfe von Klassifikationssystemen, wie beispielsweise Pflegediagnosen aus. Neben einigen anderen Ordnungssystemen wird auch auf diese im Hauptteil eingegangen. Bei den zur Veranschaulichung ausgewählten Klassifikationen handelt es sich um die hierzulande wohl bekanntesten und zudem auch am fortschrittlichsten herangebildeten Systematiken. Ihre Historie, ihre Ziele, ihr Aufbau und ihr Nutzen für die Pflege werden nachfolgend darlegt. Im Fazit soll abschließend versucht werden, eine Antwort auf die abgewandelte Frage zu finden, ob und wie Klassifikationssysteme das geeignete Instrument zur Darstellung sind, „was Pflege leistet“.

1. Klassifikation

1.1 Begriffsbestimmung „Klassifikation“

Ein Begriff kann nur durch mehrere Wörter definiert werden. Wichtig zur Handhabung ist hierbei deren Präzisierung. Deshalb soll die Wortbedeutung von „Klassifikation“ und zusammenhängender Begriffe näher erörtert werden.

Das Anliegen, Phänomene[1] die miteinander in Beziehung stehen, systematisch zu ordnen, beschreibt man als klassifizieren[2]. Dabei werden wahrgenommene Gegenstände, Ereignisse oder Verhaltensweisen als Phänomen bezeichnet. Für diese Phänomene werden Begriffe oder Konzepte gebildet die gekennzeichnet sind durch eigens zugeordnete Wörter. Hierbei bildet eine Zusammenstellung ähnlicher Gegenstände oder Phänomene eine „Klasse“. Werden diese Benennungen typischerweise von einer bestimmten Benutzergruppe verwendet, entsteht eine Auswahl von Bezeichnungen, die ein System von Begriffen repräsentiert, wie z. B. medizinische Fachbegriffe. Dieser Fachwortschatz wird als Terminologie[3] bezeichnet. Das Klassifizieren von Begriffen einer Terminologie, die Taxonomie[4] (Synonym für Klassifikation, das folgend weiter verwendet wird) entspricht somit einem „terminologischen System“, welches zudem die Beziehung der Begriffe zueinander ausdrückt.[5]

Eine weitere Erklärung beschreibt Klassifikation als „[…] die Zusammenfassung von Objekten/Subjekten zu Teilmengen aufgrund ihrer Ähnlichkeit. Eine Klasse (Gruppe, Cluster) ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einerseits in sich homogen ist, andererseits sich zu anderen heterogen verhält, […].“[6]

1.2 Entstehung von Klassifikationssystemen

Etwas systematisch einteilen, gliedern und strukturieren sind charakteristische Verhaltensweisen von Menschen. Im Alltag der Pflegenden ist von einer einzuhaltenden Anordnung der Medikamente, über die Lagerung der Pflegehilfsmittel bis hin zu der Belegung einer Station sehr vieles mit dieser Systematik verbunden.[7]

So ist es auch sinnvoll, erwobenes Wissen und Erfahrungen bspw. über Krankheiten und deren Therapien methodisch zu erfassen. Ansonsten würde man in der Praxis tendenziell in Dimensionen der Rituale, Traditionen oder Überlieferungen agieren. Klassifizierungssysteme gliedern Erkenntnisse, machen Wesentliches sichtbar, benennen das, was sie strukturieren und definieren Begriffe, die sie verwenden. Wie in auch der originären Medizin sind Taxonomien in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft früh zu Stande gekommen. Kennzeichen und Symptome von Krankheiten wurden mit Namen benannt, welche in einigen Fällen heute noch Gültigkeit besitzen und in ihrem Ursprung bis in die antike Zeit reichen. Somit entstehen durch sie auch Fachsprachen. Werte und Überzeugungen einer Gesellschaft hatten schon immer großen Einfluss auf die Einteilung von Begriffen. Eine Schwangerschaft z.B. war in der Vergangenheit in den meisten Fällen ein unkomplizierter physischer Vorgang. Heute wird sie als Umstand eingestuft, der einer medizinischen Versorgung bedarf. Wenn in einem bestimmten Fachbereich, wie z. B. in der Pflege oder in der Medizin, gewonnene Daten klassifiziert werden sollen, lässt sich bereits anhand der Begriffsbestimmung deuten, dass dazu bestimmte Vorrausetzungen erforderlich sind. Ein bestimmtes Maß an spezifischen Kenntnissen ist wünschenswert, daneben eine gut entwickelte Kognition[8], um Phänomene die typisch in einem dieser Bereiche auftreten, wahrnehmen und später klassifizieren zu können.[9]

1.3 Die Verwendbarkeit von Klassifikationssystemen

Taxonomien werden nicht ohne Intension entwickelt sondern stets auf Ziele hin entworfen, die sich in ihnen wiederfinden lassen. Die Absichten bestimmen den Fokus einer Klassifikation. Beim Aufbau eines solchen Systems sind eine eindeutige Zielsetzung über den zu klassifizierenden Gegenstand und Zweckbestimmung eine wichtige Grundlage. So sollen z.B. Überschneidungen oder Fehlinterpretationen verhindert werden.

Sie sind ein Werkzeug zur Beschreibung und Bündelung von Phänomenen und lassen Rückschlüsse auf deren komplexe Zusammenhänge zu. Zusammengetragene Daten aus einem bestimmten Bereich werden repräsentiert und aufgrund der entstehenden Vergleichbarkeit nutzbar gemacht. In der medizinischen Wissenschaft kann man mit den bereits herangebildeten und angewendeten Klassifikationssystemen u.a. Diagnosen strukturieren und erfassen, Behandlung planen und Prognosen erstellen. Zusätzlich bilden Ordnungssysteme eine breite Basis für Forschung und Wissenschaft. Taxonomien eines Spezialgebiets sind nicht nur ein Instrument zur Einteilung und Anordnung von Phänomenen und gesammelter Fakten bezogen auf die eigene Ausrichtung, sondern können auch angewendet werden, um weitere Klassifikationen mit abweichenden Zielrichtungen zu entwerfen. Klassifikationssysteme bilden eine Quelle, die sich zur Qualitätssicherung und Förderung von Innovation nutzen lässt. Mittels ihres festgelegten sprachlichen Aufbaus, ihrer eigenen Nomenklatur[10], wird es möglich, präzise und einheitlich auftretende Phänomene zu benennen. Fachgebiete werden in die Lage versetzt, Nachschlagewerke zu verfassen, die wiederum einen uniformierten[11] Sprachgebrauch ermöglichen.[12]

1.4 Verschiedene Klassifizierungssysteme in der Pflege

In der Medizin existieren bereits zahlreiche unterschiedliche Taxonomien. Renommiert ist die von der Weltgesundheitsorganisation anerkannte ICD-Systematik (International Statistical Classification of Diseases and Relatet Health Problems) zur Erfassung von medizinischen Diagnosen.

Auch in Rehabilitations- und Langzeitversorgungsbereichen im Gesundheitssystem hat sich ein Klassifikationssystem fest etablieren können. Leider sind Ordnungssysteme in der Pflege, die einen sehr großen Bereich des Gesundheitswesens einnimmt, kaum oder wenig bekannt.[13]

Dennoch haben sich auch dort in den letzten Jahrzehnte unterschiedliche Ordnungssysteme neu gebildet oder es wurden verfügbare Gliederungen weiterentwickelt. Angesichts des vorgegebenen Rahmens muss sich diese Arbeit auf vier Klassifikationssysteme beschränken.

Beispielhaft und stellvertretend für andere Taxonomien werden die wahrscheinlich bekanntesten und am weitesten beforschten Systeme hier dargestellt. Softwarehersteller für den Gesundheitssektor nutzen sie teilweise heute schon als Grundstruktur in ihren Programmen. Die folgende Abbildung soll die Kategorien, in die sich Klassifikationssysteme der Pflege einteilen lassen, veranschaulichen und ihre Stellung zum Pflegeprozess (links) andeuten. Aus Gründen der vereinfachten Illustration ist dieser Prozess nicht wie angedacht als Regelkreis beschaffen, sondern als Ablaufdiagram.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Obwohl die Lage der Pflegeergebnisse hier an dritter Stelle abgebildet ist, kann ihre Position im Pflegeprozess auch nach der Phase des Assessments und vor den Pflegeinterventionen gesehen werden, da sie gleichfalls Pflegeergebnisse und Pflegeziele benennen. Aufgrund der gestellten Pflegediagnosen wird bestimmt, welche Ergebnisse erreicht werden sollen.[14]

Die Klassifizierung der Pflegeinterventionen wird am Modell der NIC[15] (Nursing Interventions Classification) vorgestellt und die der Pflegeergebnisse anhand der NOC[16] (Nursing Outcomes Classification). Das Ordnungssystem der Pflegephänomene sollen im Rahmen der INCP[17] ( International Classification of Nursing Practice ) erläutert werden.

Diese drei Systeme (NIC, NOC, INCP) bilden nur eine kleine Auswahl an ähnlichen Taxonomien, die in der Vergangenheit ausgebildeten wurden und stetig weiterentwickelt werden. Sie können in dieser Arbeit nur relativ kompakt zur Darstellung kommen. Auf die Pflegediagnosen der NANDA[18] wird konkreter eingegangen.

2. Klassifikation der Pflegephänomene

2.1. Die Verwendbarkeit von Klassifikationen der Pflegephänomene

Phänomende in der Pflege werden mit alltagsgebräuchlichen Wörtern, also mit Sprache umschrieben. Menschliche Befindlichkeiten werden bspw. als wach, traurig, verstört u.s.w. charakterisiert. Sprache ist alltäglich, sie ist zudem flexibel und formbar. Faktoren wie Religion, Geschlecht, Schichtzugehörigkeit und Kultur beeinflussen sie stark. Ein Anwender kann daher gleichen Begriffen unterschiedliche Inhalte zuordnen. Die Individualität der Lebensbezüge im Sprachgebrauch spielt eine wichtige Rolle und nimmt Einfluss auf die Bedeutung des Beschriebenen. Begriffen haftet oft eine unterschiedliche Bedeutsamkeit an, die abhängig ist von ihrem Bezug. Ein Prozess kann sich auf eine Gerichtsverhandlung, eine Handlungskette von Pflegeinterventionen oder auf allgemeine Geschehnisse wie den Alterungsprozess beziehen. Daran wird deutlich, das Präzisierung und Klärung vom Kontext unerlässlich ist, um den Sinn eines Wortes korrekt zu erfassen. Worte und Begriffe veranlassen Menschen auch zu weiteren Aktivitäten. Daher muss das tatsächliche Handeln von einzelnen Personen und zwischenmenschliche Aktionen von zwei oder mehrerer Personen einer Gruppe mit betrachtet werden. Daraus begründet sich die Notwendigkeit, Sprache in Fachbereichen zu standardisieren.

Ziel muss es sein, “das Gleiche” zu verstehen. Polysemie[19] und Synonymie[20] soll ausgeschlossen werden, damit ein Fachbegriff für einen Experten auch ohne Kenntnis über die Zusammenhänge verständlich sein kann. Das Projekt des ICN[21] versucht, “[…] die in die Sprache gefasste Beschreibung des Gegenstandes pflegerischen Handelns und das Handeln selbst in ein formal eindeutig definiertes Begriffsraster zu bringen”[22].[23]

2.2. ICNP (International Council of Nurses Project)

Die Beschreibung dieses Klassifikationssystems muss ausführlicher ausfallen, da sie drei Kategorien und zwar die der Pflegephänomene, der Interventionen und der Resultate erfasst.

1899 gründete sich die ICN (International Council of Nurses) als eine Koalition von nationalen Pflegeorganisationen aus über 120 Ländern. Damit ist sie die erste und umfangreichste internationale Repräsentation für Mitarbeiter in Gesundheitsberufen. Mitglieder sind Pflegende aus aller Welt, die an den Zielen der ICN wie u.a. der Sicherung von Pflegequalität, einer weltweit guten Gesundheitspolitik, die Weiterentwicklung pflegerischen Wissens und der Professionalisierung der Pflege arbeiten.[24]

In Seoul wurden 1989 auf einer Konferenz der Mitgliedsländer des ICN Fragen der Kommunikation und Schwierigkeiten bei der Formulierung von Phänomenen in der Pflege erörtert. Anlass dieser Diskussion war, den Beitrag der Pflege im Gesundheitswesen zu beschreiben. Die Teilnehmer erkannten die Schwierigkeit dieser Aufgabe. 1991 war dies der Anstoß des Projektes INCP (International Classification of Nursing Practice). Schnell wurde festgestellt, dass auf nationaler Ebene bereits verschiedene Ordnungssysteme verwendet wurden. So entstand das Ziel, eine einheitliche, internationale Klassifikation für die Pflegepraxis zu schaffen. Der Gegenstand dieser neuen Klassifizierung wurde breit angelegt und soll alle in der Pflegepraxis gebräuchlichen Begriffe erfassen. Dabei möchte man sich besonders auf mehrdeutige Begriffe konzentrieren, die im Verständnis der ICNP als mehr oder weniger gebräuchlich einstuft werden.

Eine Beschreibung der INCP von 1995 umschreibt sie als „ein multidimensionales Ordnungssystem der Pflegepraxis, das es ermöglicht, Pflegephänomene aus drei Gebieten, nämlich der Pflegediagnostik, Pflegeinterventionen und Pflegeergebnisse zu benennen, zu klassifizieren zu kodieren und miteinander zu verbinden“[25].[26]

Von 1995 bis 1996 wurde die Konstruktion der Alpha-Version entwickelt und modifiziert. Sie wurde 1998 Experten, Berufsverbänden und Institutionen vorgestellt, die sich bis 1999 intensiv mit dieser Version auseinandersetzen. So konnte die INCP ihr erstes Modell evaluieren[27]. Zeitgleich erfolgte die Verbreitung der Beta-Version. In der aktuellen INCP-Beta-2-Version sieht sich die INCP als Referenzklassifikation, die mit ihrem System eine gemeinsame Fachsprache für Pflegende zur Verfügung stellen und es ermöglichen möchte, unterschiedlichste Daten aus verschiedenen Ländern zu vergleichen. Sie möchte einen Begriffsrahmen für andere vorhandene Klassifikationssysteme entwerfen und diese in die Lage versetzen, untereinander Verknüpfungen herzustellen.[28]

Vor sechs Jahren wurden die Ziele von einer Kommission überarbeitet und man kann sie in Auszügen zusammengefasst wie folgt darstellen:[29]

- Etablierung einer internationalen Fachsprache
- Repräsentation von Begriffen
- Beschreibung der pflegerischen Versorgung
- Datenerfassung und ihr Vergleich
- Unterstützung der Pflegeforschung

Bis 1996 gab es im deutschsprachigen Raum keine Aktivitäten der ICNP. Dieser Mangel wurde spätestens erkannt, als erste Pflegesoftware entwickelt wurde, welche die Klassifikationen der ICNP enthielt.

1998 kam es zur Bildung einer deutschsprachigen Nutzergruppe, die aus den Berufsverbänden der Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht und die Interessen der ICN im deutschsprachigen Raum vertritt. Durch eine Fusion dieser Gruppen entstand 2004 die:[30]

ICN Accredited Research and Development Centre: Deutschsprachige ICNP Nutzergruppe (German-Speaking ICNP User Group)

3. Klassifikation der Pflegeinterventionen

Die Verwendbarkeit von Klassifikation der Pflegeinterventionen

Festzuhalten für die Taxonomie der Interventionen, wie auch für andere Struktursysteme ist, dass durch sie eine einheitliche Fachsprache angewendet werden kann und so im pflegerischen Prozess alle Mitwirkenden „vom Gleichen“ sprechen. Eine Handlung, wie z.B. einen Patienten „waschen“, kann (abgesehen davon, dass diese Art Beschreibung an sich völlig unzulänglich ist) in Ihrer Durchführung völlig unterschiedlich sein. Sie kann verstanden werden als:

[...]


[1] Phänomen: [...] etwas, was als Erscheinungsform auffällt, ungewöhnlich ist; Erscheinung.

Vgl. Duden, (2005).

[2] Klassifizieren: [...] jemanden. od. etwas (z. B. Tiere, Pflanzen) in Klassen einteilen, einordnen.

Vgl. Duden, (2005).

[3] Vgl. Duden (2005).

[4] Taxonomie: […] Teilgebiet der Linguistik, auf dem man durch Segmentierung u. Klassifikation sprachlicher Einheiten den Aufbau eines Sprachsystems beschreiben will. Vgl. Duden (2005)

[5] Vgl. König, P., (2000), In: Etzel, B. S., (2000).

[6] Zitat nach: Schanz, B., Herzer, R., (2002). In: Die Schwester/Der Pfleger, 41. Jhg., 01/02, S. 46.

[7] Vgl. v. d. Bruggen, H., ( 2002) S. 17.

[8] Kognition: [...] Gesamtheit aller Prozesse, die mit dem Wahrnehmen u. Erkennen zusammenhängen.

Vgl. Duden (2005).

[9] Vgl. Gordon, M., Bartholomeyczik, S., (2001), S. 73.

[10] Nomenklatur: [...] System der Namen u. Fachbezeichnungen, die für ein bestimmtes Fachgebiet, o. Ä. (allgemeine) Gültigkeit haben. Vgl. Duden, (2005).

[11] Uniform: [...] gleich-, einförmig; gleichmäßig, einheitlich. Vgl., Duden, (2005).

[12] Vgl. Gordon, M., Bartholomeyczik, S., (2001), S. 471.

[13] Vgl. Lauer, A. (2000). In: Die Schwester/Der Pfleger, 39 Jhg., 08/00, S. 694.

[14] Vgl. Lauer, A., (2000). In: Die Schwester/Der Pfleger, 39 Jhg., 02/00, S. 164 –165.

[15] NIC: Nursing Interventions Classification. In: v. d. Bruggen, H., ( 2002), S. 65.

[16] NOC: Nursing Outcomes Classification. In: v. d. Bruggen, H., ( 2002), S. 74.

[17] ICNP: International Classification of Nursing Practice. In: http://www.icn.ch/icnp.htm, 28.01.2006.

[18] NANDA: North American Nursing Diagnosis Association. In: Georg, J., (2005).

[19] Polysemie: [...] Das Vorhandensein mehrerer Bedeutungen zu einem Wort. Vgl., Duden, (2005).

[20] Synonymie: [...] Die inhaltliche Übereinstimmung von verschiedenen Wörtern in derselben Sprache. Vgl. Duden

[21] ICN: International Council of Nurses, http://www.icnp.info/index.htm, 27.01.2006.

[22] Zitat nach: Bartholomeyczik, S.. In: Hinze, M., Dörre, F., König, P. et. al., (2003), S. 77.

[23] Vgl. Bartholomeyczik, S.. In: Hinze, M., Dörre, F., König, P. et. al., (2003), S. 77 - 79.

[24] Vgl. Hinze, M., Dörre, F., König, P., et al. (2003), S. 23.

[25] Zitat aus: v. d. Bruggen, H., (2002), S. 83.

[26] Vgl.: v. d. Bruggen, H., (2002).

[27] Evaluieren: [...] begutachten, beurteilen, eine Wertung vornehmen, einschätzen, eintaxieren. Vgl., Duden.

[28] Vgl. Hinze, M., Dörre, F., König, P. et. al., (2003).

[29] Vgl. Hinze, M., Dörre, F., König, P. et. al., (2003), S. 133.

[30] Vgl., http://www.icnp.info/index.htm, 27.01.2006.

Details

Seiten
35
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638512244
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v56577
Institution / Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz – Fachhochschule
Note
1,3
Schlagworte
Pflege Pflegeklassifikationen

Autor

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