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Schuld und System - Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ und das Leben der „Angestellten Cresspahl“ in New York

Hausarbeit (Hauptseminar) 2004 29 Seiten

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Die „Angestellte Cresspahl“ und ihre Arbeitswelt
2.1.1. Beruf und Privates
2.1.2. Gewalt und Rassismus als Subsysteme
2.2. Gesines kritisches Bewusstsein
2.3. Gesines Wahrnehmung der Stadt
2.4. Fluchtmöglichkeiten
2.4.1. Alternative Lebensentwürfe
2.4.2. Natur als Ausflucht
2.4.2.1. Die Stadt in der Natur
2.4.2.2. Die Natur in der Stadt
2.5. Gesines Jetzt-Situation

3. Schluss

4. Literatur

1. Einleitung

Diese Arbeit widmet sich der Darstellung des Lebens von Gesine Cresspahl, der Hauptperson aus Uwe Johnsons Roman Jahrestage, auf dessen Gegenwartsebene im New York der Jahre 1967 bis 1968. Gebürtige Mecklenburgerin wie Johnson selbst, ist Gesine nach ihrem Studium in Halle und ihrer Flucht nach Westdeutschland 1953 für eine deutsche Bank nach New York gekommen. Nun, mit Mitte dreißig, ist sie an einem Zustand angelangt, für den, wie Johnson es beschreibt, „die Wissenschaften noch keinen genauen Namen nennen. Grob umrissen ist es der Mangel an Vorfreude auf die Zukunft.“[1] Durch ihre Tätigkeit als Bankangestellte, die besonders betrachtet werden soll, ist Gesine in die Stadt eingebunden, zugleich wird sie nicht heimisch in ihr. Ihren Zustand etwas genauer zu beschreiben, ist ein Ziel dieser Arbeit.

Die Stadt New York wird in den Jahrestagen auf vielfache Weise als ein geschlossenes System beschrieben. Denken lässt sich etwa an die mehrfache Benennung des Himmels über der Stadt als „undurchlässige Kuppel“, die den „versammelte[n] Dreck“ nicht nach außen dringen lässt.[2] Dass sich dieses Kuppelmotiv mehrmals – etwa in der „Tonnenkuppel“ des Grand Central Hotels (vgl. 60, 240) – in der Stadt selbst wiederholt, würde bereits, z.B. in Anlehnung an Peter Sloterdijks „Makrosphärologie“Globen, rechtfertigen, New York als ein System innerhalb eines größeren Systems (der Erde) mit eigenen Subsystemen zu beschreiben.

Eine weitere Möglichkeit der Betrachtung ist die Topografie der Stadt, welche die Wege ihrer Bewohner lenkt:

„Auf der Höhe welcher Straßen wir aber sind im Park, das sehen wir an den Zahlenplatten an den Laternenpfählen, PL 38310 entspricht der 83. Straße, und daß die Laternen entworfen sind von Henry Bacon, dem Erbauer des Lincoln-Denkmals in Washington, wir haben es nachgelesen.“ (1189)

Durch die Verknüpfung der räumlichen mit der zeitlichen Ebene der Stadt, wie sie in diesem Ausschnitt demonstriert wird, lässt sich eine determinative Dimension der Stadt ausmachen: Das Individuum bewegt sich in vorgegebenen Bahnen – die durchscheinende Geschichtlichkeit der Stadt macht aus dem zweidimensionalen Raster der Straßen ein dreidimensionales. Dem Einfluss dieses Rasters ist jeder Großstadtbewohner ausgeliefert. Besonders eindrucksvoll beschrieben, steuert es die Lebensläufe der Protagonisten in John Dos Passos’ Roman Manhattan Transfer.[3]

Weniger abstrakt und mindestens ebenso einschneidend nimmt ein weiteres System Einfluss auf das Leben der Großstadtbewohner: Der Geldfluss in der Stadt ist, Georg Simmel folgend, die „funktional bedeutendste Form der Bewegung, die den Lebensrhythmus insgesamt dynamisiert“[4] – und sich somit auch auf alle Lebensbereiche überträgt. Die Verknüpfungen und Knotenpunkte, die durch Handel, Verwaltung und Organisation entstehen, nehmen modernen Großstädten ihren natürlichen Charakter – etwa als Menschenansammlungen an einem geografisch günstigen Ort – und bringen ihre „Widernatürlichkeit“ hervor, aus welcher die Entfremdung ihrer Bewohner entsteht.[5] Diese zunehmend auf Effizienz und Rentabilität ausgelegte Organisation beinhaltet auch eine zunehmende Fragmentierung des Arbeitens, deren störenden Einfluss auf das individuelle Leben Siegfried Kracauer beschreibt: Wer die immer gleichen banalen Arbeiten erledigen müsse, der sei in eine „Aura des Grauens gehüllt. Sie strömt von den verwesten Kräften aus, die innerhalb der bestehenden Ordnung keinen Ausweg gefunden haben.“[6]

Als Bankangestellte befindet Gesine sich an einem jener Knotenpunkte, die in der Sprache Kracauers den „dunkle[n] Himmel des Finanzkapitals“ mit dem „Leben in der Tiefe“ verknüpfen.[7] So sieht dieser Bankmitarbeiter als die „Krone der Angestelltenschöpfung“[8] an. Es ergibt sich ein Grundkonflikt: Wie ist es möglich, dass Gesine, die sich noch nach Jahren in New York manchmal nicht zurückhalten kann, die Hand zum sozialistischen Gruß zu heben (vgl. 1841) in einer Bank arbeitet? Schrittweise, über die Beschreibung ihrer Lebensumstände, möchte sich die vorliegende Arbeit diesem Konflikt nähern.

Siegfried Kracauers Text Die Angestellten (1930), der die Angestelltenkultur als einen eigenen Kosmos beschreibt, in welche vorzudringen „abenteuerlicher als eine Filmreise nach Afrika“[9] sei, auf die Jahrestage anzuwenden, mag weit hergeholt erscheinen. Jedoch erweist sich sein Text als sehr aktuell. Sätze wie der folgende ließen sich heute noch in Leitartikeln zitieren: „Es werden fortdauernd Betriebe fusioniert, Abteilungen aufgelöst oder zusammengelegt. Ist Stillstand Tod, so bedeutet diese Bewegung [...] keineswegs Leben.“[10] Im Übrigen war auch er geprägt von einem Selbstverständnis, das Exterritorialität und Anonymität durch die Erfahrung des Exiliertseins als zentrale Konstanten besitzt.[11]

Auf die Situation Gesines lassen sich die soziologischen Texte vom Anfang des Jahrhunderts vielleicht besonders gut anwenden, weil der Schock, dem sie durch den plötzlichen Kulturwechsel ausgesetzt ist, jenem ähnlich ist, dem sich das oft ländlich geprägte Individuum zu Beginn des Jahrhunderts im urbanen Raum ausgesetzt sah.[12]

Auch die Lektüre der Texte Theodor W. Adornos ist in diesem Zusammenhang sehr ergiebig. Sie betonen den Systemcharakter, die „Einheit des Systems“[13] und die „sinnhafte Planmäßigkeit“ der „totalen Kapitalmacht“ [128]. Jedoch sind sie noch unter einem weiteren Aspekt interessant: Besonders die beiden Werke Minima Moralia und die Dialektik der Aufklärung sind unter den Erfahrungen des Exiliertseins während der letzten Kriegsjahre in Amerika geschrieben worden.[14] So sind auch sie Zeugnisse eines „beschädigten Lebens“ ähnlich dem Gesines.

Obwohl diese Arbeit darum bemüht ist, die systemischen Zusammenhänge der Welt Gesines zu beschreiben, also auf eine Art „Vogelperspektive“ auf das gesamte Werk angewiesen ist, sollen auch einzelne Passagen eingehender beleuchtet werden. Die dabei gewählten Beispiele stehen stets nur stellvertretend für eine Vielzahl von Belegen, die sich finden lassen. Gerade diese Menge an möglichen Beispielen beweist aber auch die Schlüssigkeit des gesamten Buchs, und rechtfertigt so die Beschreibung der Stadtwelt New Yorks mit soziologischen Theorien, die eigentlich weniger zur Anwendung auf die Literatur, sondern vielmehr auf das Leben gedacht sind.

2. Hauptteil

2.1. Die „Angestellte Cresspahl“ und ihre Arbeitswelt

Bevor Gesine am Morgen durch das „marmorne Bankfoyer gespült“ wird und sich in die „Angestellte Cresspahl“ verwandelt, ist sie „für sich“ (vgl. 1036). Wenn sie dann ihren Arbeitsplatz betritt, verliert sie jedoch diese Individualität, ist „verkleidet“ und „unkenntlich geworden“ (1035). Sie wird zu einem funktionalen Element im Betriebsablauf, „gewiß entbehrlich, vorläufig und befristet eingebaut in den Betrieb des Unternehmens.“ (ebd.) Der Betrieb biete nicht Stellen und Tätigkeiten, die auf die Persönlichkeiten und besonderen Fähigkeiten des Individuums zugeschnitten seien, stellt Kracauer fest[15], sondern solche, die „je nach den Notwendigkeiten des Produktions- und Verteilungsprozesses geschaffen werden.“[16] In den Jahrestagen wird deutlich, dass Gesine sich und ihre Arbeit für so ersetzlich hält wie die Namensschilder an den Türen der Angestellten der Bank, „auswechselbar in einer Schiene“ (61).

Es ist das Bild eines komplett fremdbestimmten Arbeitens, das keinerlei Freiräume für die Angestellten lässt, welches insbesondere zu Beginn des Romans im Großraumbüro gezeichnet wird: Gesine befindet sich in einer „Zelle“ von „dreieinhalb mal drei Meter[n]“ (ebd.), das Vorübergehen der Arbeitszeit bemisst sich an kleinen, strikt festgelegten Einheiten von Freiheit: „Um elf kommt der Kaffeewagen, um zwölf ist Tischzeit, um fünf dürfen die Schreibkräfte gehen“ (ebd.). Nicht einmal das Wetter verbindet die Angestellten mit der Außenwelt, Gesine kann es lediglich anhand der Spiegelungen im gegenüberliegenden Gebäude beurteilen. Kracauer zitiert in seinem Angestelltenaufsatz den 1933 in die USA emigrierten Sozialwissenschaftler Emil Lederer, nach welchem „der gesellschaftliche Raum, in dem wir noch die moderne Sklaverei finden..., heute nicht mehr der Betrieb [ist], sondern [...] das Bureau.“[17] Als „sozialen Raum“ kann man das Büro in Gesines Bank allerdings nur bis zu Beginn der Arbeitszeit bezeichnen: „[N]och packen die Mädchen Arbeit aus, [...] zeigen sich Inserate in der Zeitung. [...] In zwei Minuten wird verflochtener Tastenlärm in der Luft hängen, plötzlich wie angeschaltet.“ (61) Mit dem Beginn der Arbeitszeit endet der individuelle Ausdruck des Subjekts.

Die Tatsache, dass vor ihrem Einstieg in de Rosnys ČSSR-Projekt (vgl. 1358-1359) ausgesprochen selten von Gesines eigentlicher Arbeit die Rede ist, zeigt jedoch, dass diese zunächst nur einen geringen Einfluss auf ihr Innenleben nimmt.

2.1.1. Beruf und Privates

Erst in den oberen Schichten der Hierarchie, stellt Kracauer fest, erlange die Persönlichkeit in der Arbeitswelt einen Platz.[18] Dies zeigt sich schon in der Einrichtung von Gesines Büro nach der Beförderung: „Stahlschrank“ und „Maschinenbock“ (61) in ihrer Zelle im Großraumbüro sind „Wohnmöbeln“ (1037) gewichen. Dennoch begreift sie sich immer noch als „Teil Maschine“ (610), das de Rosny, will er sie schonen, „für eine Weile ab[schaltet]“ (1746), und dem er, will er es überprüfen, nach „Belieben eine [...] Tiefenkontrolle verordnen darf.“ (1516) Mehr eigenverantwortliches Handeln bedeutet eine größere Einbringung des Individuellen in den Betriebsablauf. So hat sie zu Beginn Probleme, mit der neuen Freiheit umzugehen, ist z.B. von der Möglichkeit der freieren Zeiteinteilung „stumm, blind, taub und müde“ (821). Sie realisiert das zunehmende Verwischen der Grenzen zwischen Arbeit und Privatem als Problem: Als sie einmal auf der Arbeit die Zeit vergisst und das Büro eine halbe Stunde später als gewöhnlich verlässt, bezeichnet sie dies als „Versäumnis“ (822). Insbesondere ihre Beziehung zu de Rosny nimmt immer größeren Einfluss auf ihr Privatleben. Bei ihm selbst geht diese Einheit schon so weit, dass es keine unterscheidbare Differenz zwischen Individuum und Berufstätigem mehr zu geben scheint. Wer mit ihm spricht, spricht mit dem „Geld selbst“ (465), er seinerseits spricht nicht über es, sondern „mit dem Geld“ (916). Der Vize präsident de Rosny ist der oberste noch greif- und beschreibbare Vertreter der Finanzmacht in dem Buch. Kracauer folgend ist es typisch, dass der tatsächliche oberste Chef nie in Erscheinung tritt: „[D]ie Spitze der Hierarchie verliert sich im dunklen Himmel des Finanzkapitals. So fern sind die Erhabenen gerückt, daß sie von dem Leben in der Tiefe nicht mehr berührt werden und ihre Beschlüsse rein auf Grund wirtschaftlicher Erwägungen fassen können.“[19] Die Überhöhung der Finanzmagnaten, die Kracauer in seine Sprache umsetzt, zeichnet sich auch in der Beschreibung de Rosnys ab: Ein Blick seiner blauen Augen ist ein einzigartiger Moment, verschmilzt zum „Blauaugenblick“ (680). Er ist ein Mann, der „hat für seinen Körper gesorgt von Jugend an, an dem wird er nicht sterben. [...] Sie sieht ihn, sie würde ihn erkennen noch in Verkleidung; sie kann in den Anblick nicht einziehen, was sie weiß“ (1471). Um bei Gesines Bild zu bleiben: De Rosny pflegt seine Maschine perfekt. Er scheint mit sich selbst im Reinen zu sein, schläft gut, „[k]ann warten.“ (917) Daran, dass es für de Rosny keine Zweifel zu geben scheint, zeigt sich seine perfekte Eingebundenheit in das Finanzsystem. Er ist der richtige Mann an der richtigen Stelle.

Da Gesine in Lohnabhängigkeit steht, ist sie von seinen Weisungen abhängig, und wird ihrer Mitarbeit an dessen Kreditgeschäft mit der ČSSR wegen auf höchster Ebene in Geschäftsabläufe mit eingebunden. Sie hat darüber ebenso wenig zu entscheiden wie über ihre abrupte „Umtopfung“ (vgl. 713-714) in das neue Büro. Nun genügt es nicht mehr, nur für die Bank zu arbeiten, sie muss jetzt für sie „empfinden“: „Eine störrische Angestellte wäre vorgemerkt für die nächste Kürzung der Personalkosten“ (619). Zunehmend lässt sich das individuelle Dasein nicht mehr mit der Arbeit in Einklang bringen.

Auch ansonsten nimmt de Rosny Einfluss auf ihr Privatleben, etwa wenn er sie und Marie zu einem privat anmutenden Essen zu sich nach Hause einlädt, das sich als „unbarmherzige Prüfung“ für Gesine entpuppt, ob sie „das Finanzsystem der Č.S.S.R. richtig und vollständig verstanden habe“ (462). Dass einmal de Rosny ein Paar weißer Damenschuhe in Gesines neuem Schreibtisch „entdeckt“ (vgl. 717), ließe sich als Hinweis auf ein erotisches Interesses de Rosnys an Gesine lesen.[20] Seine Zusammenarbeit mit ihr tarnt er als Affäre („Wo doch Mrs Cresspahl etwas angefangen hat mit einem hohen Präsidenten ihrer Bank“ [793]), was zu Klatsch im Büro führt, welcher für ihn unerreichbar bleibt, Gesine jedoch direkt trifft (vgl. 1257).

So wie erotische Motive dergestalt also auf das Geschäftsleben übergreifen können, kommt es auch zu Einflussnahmen des Geschäftlichen auf das Private. Bereits Kracauer konstatiert eine solche Einflussnahme des Geschäfts- auf das Privatleben der Angestellten. So schildert er das Beispiel eines jungen Mannes, welcher die Briefe seiner Freundin mit Eingangsstempel versieht, akribisch sortiert in Mappen abheftet und sich mit ihr in einer umständlichen Geschäftssprache über Fragen der Sexualität austauscht.[21]

Auch in der Beziehung von Gesine und ihrem Freund D.E. gibt es Aspekte zweckrationalen, kalkulierenden Denkens. In einem ihrer erdachten oder erinnerten Gespräche hält sie ihm vor: „Du willst nur nicht allein sein, wenn du stirbst“ (43). Die Antwort, die er ihr gibt, lautet: „bei mir wäre aber das Kind versorgt“ (ebd.). Ob dieses Gespräch imaginiert ist oder nicht, spricht aus ihm die Zweckrationalität der Beziehung der beiden. Am Anfang jedenfalls sind Gesines Bedenken gegen eine festere Bindung erheblich, ist es das Kind, das er „herumkriegt“, sie besuchen zu dürfen – was bezeichnend ist, stellt doch Marie so etwas wie eine Verbindung zur Welt für Gesine dar. Auch später bleibt ein Rest an Vorbehalten bestehen, das völlige Vertrauen scheint zu fehlen. Dies könnte auch dadurch zu erklären sein, dass D.E. selten zugegen ist, sondern in der ganzen Welt herumfliegt. Zwar weint sie nach der Ermordung Kennedys an seiner Schulter, jedoch ist sie froh, dass er sie einfach festhält, „nicht mehr Berührungen als gewünscht“ sucht (1324). Auch, dass sie ihn meist nicht mit seinem Namen, sondern nur mit seinen Initialen bezeichnet, drückt Distanz aus. Er bleibt auf diese Weise weniger antastbar. Auch für den Leser wirkt er so distanzierter – wie auch de Rosny, dessen Vorname niemandem bekannt ist (vgl. 1052). Die beiden wichtigsten Männerfiguren auf der Jetzt-Ebene des Romans erscheinen entseelt und fern.

[...]


[1] Vgl. Uwe Johnson: Begleitumstände. Frankfurter Vorlesungen, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980, S. 415.

[2] Vgl. Uwe Johnson: Jahrestage. Aus dem Leben der Gesine Cresspahl, Band 1-4, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970-1983, S. 65. Zitate aus den Jahrestagen werden im Folgenden im fortlaufenden Text durch Seitenzahlen in Klammern belegt.

[3] Zum Determinismus des Rasters in Manhattan Transfer vgl. Werner Gotzmann: Literarische Erfahrung von Großstadt (1922-1988). Bei Joyce, Dos Passos – Johnson – Malerba, Calvino – McInerney, Genzmer, Morshäuser, Frankfurt am Main u.a.: Lang 1990, S. 51-71.

[4] Lothar Müller: Die Großstadt als Ort der Moderne. Über Georg Simmel, in: Klaus R Scherpe (Hrsg): Die Unwirklichkeit der Städte. Großstadtdarstellungen zwischen Moderne und Postmoderne, Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt 1988, S. 14-36, hier: S. 18.

[5] Ralph-Rainer Wuthenow: Die Entdeckung der Großstadt in der Literatur des 18. Jahrhunderts, in: Cord Meckseper u. Elisabeth Schraut (Hrsg.): Die Stadt in der Literatur, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 1983, S. 7-27, hier: S. 9.

[6] Siegfried Kracauer: Die Angestellten. Aus dem neuesten Deutschland, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1971, S. 68.

[7] Ebd., S. 37.

[8] Kracauer: Die Angestellten, S. 84.

[9] Ebd., S. 15.

[10] Ebd., S. 47.

[11] Vgl. Gerwin Zohlens Nachwort zu: Siegfried Kracauer: Straßen in Berlin und anderswo, Berlin: Arsenal 1987, S. 121-128, hier: S. 121.

[12] Ulrike Haß: Vom „Aufstand der Landschaft gegen Berlin“, in: Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Literatur der Weimarer Republik 1918-1933. Hrsg. v. Bernhard Weyergraf. München, Wien: Hanser 1995, S. 340-370, hier: S. 342.

[13] Max Horkheimer und Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, Frankfurt am Main: Fischer 2003, S. 129.

[14] Vgl. dazu die Vorworte beider Bücher.

[15] Vgl. Kracauer: Die Angestellten, S. 19.

[16] Ebd, S. 20.

[17] Zitiert nach: Ebd., S. 13.

[18] Ebd., S. 19.

[19] Ebd., S. 37.

[20] Vgl. dazu Ingeborg Gerlach: Auf der Suche nach der verlorenen Identität. Studien zu Uwe Johnsons „Jahrestagen“, Königsstein/Taunus: Scriptor 1980, S. 65.

[21] Vgl. Kracauer: Die Angestellten, S. 70; 45.

Details

Seiten
29
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638511087
Dateigröße
626 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v56439
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
Schuld System Johnsons Roman Leben Cresspahl“ York Johnson Sicht

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