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Das Klima in Costa, Sierra und Oriente Ecuadors

Hausarbeit 2006 9 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie

Leseprobe

GLIEDERUNG

1. Einführung
1.2 Das Klima in westlichen Lateinamerika
1.3 Das Klima Ecuadors in der Übersicht

2. Das Klima der Costa

3. Das Klima der Sierra
3.1 Die interandinen Becken und Täler
3.2 Das Klima in Höhen oberhalb 3.000 m NN und die Zone des ewigen Eises

4. Das Klima des Oriente

5. El Niño und La Niña

6. Schlusswort

1. Einführung

1.1.Begriffsklärung "Klima"

„Klima ist die langfristige Synthese der Variationsbreite des Wettergeschehens und der Witterungszustände in einem Gebiet“ (vgl. www.Lateinamerika-studien.at 2005)

1.2 Das Klima in westlichen Lateinamerika

Die annähernd meridianparallel strei-chenden Höhenrücken der Anden bilden die bedeutendste Klimabarriere in Süd-amerika und insbesondere in Ecuador. Dadurch gibt es in Lateinamerika eine zusätzliche azonale Komponente zu den idealtypisch breitenkreisparallel angeord-neten großen Klimaeinheiten der Erde (vgl. Gomez 2002, S. 55ff).

1.3 Das Klima Ecuadors in der Übersicht

Die Topographie Ecuadors zusammen mit der starken Sonneneinstrahlung sind die wichtigsten autochthonen Klimafaktoren der Region.

Ecuador weist auf kleinem Raum eine große Klimavielfalt auf: Es gibt heiße trockene Wüsten, heißen, immerfeuchten Regenwald, gemäßigte Zonen und Zonen ewigen Frostes.

Naturräumlich ist Ecuador grob in drei Einheiten gegliedert: Das Küstentiefland der Costa mit nur relativ niedrigen Erhebungen, die beiden Kordilleren und die interandinen Täler der Sierra (oberhalb 1.200 m NN im Westen, oberhalb 2.000 m NN im Osten) und der Oriente, das Amazonastiefland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der Sierra und besonders in der Costa gibt es eine weitere klimatische Feinunterterteilung.

Durch die äquatoriale Lage Ecuadors ist das Klima je nach Höhenstufe durch ein mehr oder weniger deutlich ausgeprägtes Tageszeitenklima mit relativ geringen Jahrestemperaturamplituden charakteri-siert. In der Sierra gibt es im Gegensatz zu den meisten Gebieten der Costa und dem Oriente einen deutlichen Jahreswandel der Temperatur. Das Niederschlagsregime wird allgemein durch die Lage in der innertropischen Konvergenzzone und äquatorialen Tiefdruckrinne geprägt. Winde aus Nordost und Südost dominieren im Osten des Landes, Westwinde überwiegen im Westen.

Die westlichen und vor allem die östlichen Andenhänge sind um ca. 1.000 m durch starke Bewölkung infolge der Kondensation in den aufsteigenden Luftmassen durch hohe Niederschläge geprägt. Dadurch erfährt diese Zone eine geringere Globalstrahlung, was zu vergleichsweise niedrigen Jahresmittel-temperaturen führt (vgl. Gomez 2002, S. 55ff).

2. Das Klima der Costa

Der kalte Humboldtstrom beeinflusst vor allem den südlichen Teil und der warme Panamastrom den nordwestlichen Teil der Costa.

Die feuchten Luftmassen der äquatorialen Konvergenzzone beeinflussen durch höhere Niederschläge das Klima de Costa von Dezember bis Juni. Von Juni bis Dezember prägen trockene, heiße Luftmassen vom Pazifik das Klima vor allem im Südteil der Costa.

Die Jahresmitteltemperatur der Costa liegt mit geringen Jahresschwankungen all-gemein bei 23 °C und darüber. Nur auf der Halbinsel Santa Elena werden stärkere Jahresschwankungen gemessen.

Die Tagestemperaturen in der Costa schwanken zwischen einem nächtlichen Minimum von 20 °C und einem Maximum von 30 °C mittags.

Die einzelnen Klimaeinheiten der Costa differenzieren sich vor allem durch ihre unterschiedlichen Niederschlagsregime (vgl. Abb. 3) (vgl. Schwerdtfeger 1976).

In der Costa sind auf engen Raum die vier verschiedenen Koeppen-Klimate B, Aw, Am und Af zu finden (vgl. Abb. 4). Das klimatische Spektrum bewegt sich von einem der weltweit trockensten Wüsten-klimas um Salinas an der äußersten Westspitze Ecuadors bis hin zu dem stark durch den Panamastrom beeinflussten immerfeuchten tropischen Af-Regenklima um San Lorenzo im Nordwesten. Diese Region grenzt an eines der niederschlags-reichsten Gebiete der Erde an der Pazifikküste Kolumbiens an, wo über 6.000 mm gemessen werden (vgl. Blandin 1989)

Außer dem äußersten Nordwesten gibt es eine weitere Af-Zone in der Costa: Den Regengürtel nordwestlich von Guayaquil.

Nur eine kurze Distanz südwestlich davon Richtung Esmeraldas liegt ein Gebiet mit einem Am-Klima, das durch eine deutliche Trockenzeit mit Monatsniederschlägen von teilweise unter 60 mm von Juni bis Oktober und relativ hohe Niederschläge in der Regenzeit geprägt ist, wodurch sich hier trotz der Trockenperiode Regenwald halten kann. Diese Am-Zone erstreckt sich von Esmeraldas im Norden über Babahoyo bis nach Machala im äußersten Süden. Sie ist im Osten durch die Andenhänge und im Westen durch die küstenparallel streichenden, über 600 m NN aufsteigenden Höhenzüge der "Cordillera Costañera" begrenzt und reicht am Golf von Guayaquil bis ans Meer.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Von Esmeraldas an der Küste entlang nach Süden wird das Klima durch den wachsenden Einfluss des Humboldtstroms immer trockener und geht ungefähr in Bahia de Caraquez über in ein Aw-Klima mit insgesamt geringeren Niederschlägen als in Esmeraldas und einer stärker ausgeprägteren Trockenzeit von Juni bis November (vgl. Schwerdtfeger 1976, S.147-200 )

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Details

Seiten
9
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638510264
Dateigröße
868 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v56311
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Geographisches Institut
Note
1,7
Schlagworte
Klima Costa Sierra Oriente Ecuadors Seminar Hauptexkursion Ecuador Südamerika Amzonas Regenwald Anden Tieflandebene

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Titel: Das Klima in Costa, Sierra und Oriente Ecuadors