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Inszenierungsanalyse von Thomas Ostermeiers Nora oder ein Puppenheim von Henrik Ibsen an der Berliner Schaubühne

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 26 Seiten

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe

Inhalt

1. EINLEITUNG

2. REGIEBUCHAUSSCHNITT
2.1 Vorbemerkung und Zeichenerklärung
2.2 Gegenüberstellung Originaltext und Sprechtext der Inszenierung
2.3 Notation der szenischen Ereignisse
2.3.1 Abkürzungen / Beschreibung der Hauptpersonen
2.3.2 Bewegung/Aktionen
2.3.3 Regiebuchskizze vom Anfang des ausgewählten Ausschnitts

3. TRANSFORMATIONSANALYSE
3.1 Textbearbeitung/Striche
3.2 Neustrukturierungen

4. INSZENIERUNGSANALYSE
4.1 Szenische Konkretisierung
4.1.1 Bühnenraum und Beleuchtung
4.1.2 Kostüme
4.1.3 Schauspiel
4.1.4 Symbole und Zeichen
4.2 Stilistische Einordnung

5. NACHWEISE
5.1 Bibliographie
5.2 Abbildungsverzeichnis
5.3 Internetquellen

6. ANHANG
6.1 Technische Daten
6.1.1 Mitwirkende an der „Nora“-Inszenierung
6.1.2 Daten der „Nora“-Aufzeichnung

1. EINLEITUNG

Eines seiner berühmtesten Werke schuf Henrik Ibsen 1879 mit „Ein Puppenheim“ („Et dukkehjem“), dem später der heute geläufigere Titel „Nora“ hinzugefügt wurde. Das Stück löste in allen Kreisen, öffentlich und privat, heftige Diskussionen aus und wurde Ibsens erster internationaler Erfolg. Mit ihm schrieb er sich in die Weltliteratur ein.

2002 inszenierte Thomas Ostermeier das Stück an der Berliner Schaubühne und erhielt damit eine Einladung zum 40. Berliner Theatertreffen, bei der bemerkenswerte Theaterinszenierungen der Saison ausgezeichnet werden. Vor allem Anne Tismer, die Darstellerin der Nora, wurde dort besonders gelobt und erhielt den Schauspiel-Preis 2003 des Deutschen Kritikerverbandes.

Der Folgenden Inszenierungsanalyse dient als Grundlage der von Richard Linder ins Deutsche übersetzte Text für den Reclamverlag[1], im Folgenden Originaltext genannt, vereinzelt der norwegische Originaltext[2] und die Inszenierung von Thomas Ostermeier in Form der Fernsehadaption des ZDF für den Theaterkanal 2003[3].

Da mich die Fragestellung, inwieweit es Ostermeier gelungen ist, den 120 Jahre alten Stoff in unsere heutige Zeit zu transportieren, besonders interessierte, werde ich ihr an einigen Stellen der Arbeit kritisch nachgehen. Eine Gegenüberstellung von Original- und Sprechtext, ursprünglichen Regieanweisungen und Ostermeiers praktischer Umsetzung erscheint mir hierbei besonders sinnvoll, da es Ostermeier zueigen ist, seine Inszenierungen mit starken Brüchen und neuen Interpretationsmöglichkeiten zum jeweiligen Original zu versehen.

Die vorliegende Arbeit ist in drei Hauptteile gegliedert, beginnend mit dem Regiebuchauszug, gefolgt von einer Transformationsanalyse[4] und einer abschließenden Inszenierungsanalyse mit stilistischer Einordnung. Die Untersuchungen verlaufen hierbei anhand einiger ausgewählter Passagen und beanspruchen keine Gesamtanalyse.

2. REGIEBUCHAUSSCHNITT

2.1 Vorbemerkung und Zeichenerklärung

Um einen konkreten Einblick in Ostermeiers Regiearbeit und seine Inszenierung der „Nora“ zu bekommen, wählte ich einen Ausschnitt der die wesentlichsten stilistischen Eigenheiten der Inszenierung enthält. Zu finden ist er auf der vorliegenden DVD zwischen der 18. und 23. Minute[5].

Da der Sprechtext der Inszenierung fast überall vom Originaltext abweicht und daher ein traditionelles Einstreichen nicht dienlich wäre, ist er im Folgenden dem von Richard Linder übersetzten Originaltext der Reclamausgabe von 1974 gegenübergestellt.

In der linken Spalte befindet sich der Originaltext, rechts der Sprechtext der Inszenierung. Um Unterschiede gut sichtbar zu machen, ist Ostermeiers gekürzter Sprechtext mit längeren Leerzeilen versehen, bis er dem der Reclamausgabe sinngemäß wieder entspricht.

Der Originaltext befindet sich auf den Seiten 23 bis 27, 1. Akt, 6. und 7. Auftritt.

Diese ältere deutsche Übersetzung von Richard Linder bietet sich zum Vergleich mit Ostermeiers Inszenierungstext besser an, als die komplett revidierte Fassung von Aldo Kehl in neueren Reclamausgaben, da sie näher am norwegischen Originaltext bleibt und daher Unterschiede besser herausstellen kann. Die Unterteilung der Akte in Aufzüge ist zwar weder im Original noch in den neueren Ausgaben angedacht, soll hier jedoch nicht hinderlich sein, da sie keine Rolle spielt.

(1): geklammerte Zahlen beziehen sich auf Anmerkungen zu Bewegung, Aktionen und Mimik (siehe 2.3.2)

…: drei Punkte zeigen an, dass der Sprecher in seiner Rede unterbrochen wurde

- : ein Querstrich zeigt kurze oder lange Sprechpausen

2.2 Gegenüberstellung Originaltext und Sprechtext der Inszenierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Ibsen, Henrik: Nora oder ein Puppenheim. Übertr. Von Richard Linder. Stuttgart: Reclam 1974

[2] Ibsen, Henrik: Et dukkehjem. Oslo: Gyldendal 2005

[3] Ostermeier, Thomas: Nora. ZDF Theaterkanal in Zusammenarbeit mit arte, 2003: Fernsehregie Hannes Rossacher. Der Timecode der beigelegten DVD wird in den folgenden Fußnoten in diesem Format notiert: (hh:mm:ss).

[4] Balme, Christopher: Einführung in die Theaterwissenschaft. Berlin: Erich Schmid Verlag 1999, S. 93

[5] Vgl. Ostermeier 2003 ( 00:18:15 und 00:22:55 )

Details

Seiten
26
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638509459
ISBN (Buch)
9783638664417
Dateigröße
708 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v56191
Institution / Hochschule
Universität Bayreuth
Note
1,0
Schlagworte
Inszenierungsanalyse Thomas Ostermeiers Nora Puppenheim Henrik Ibsen Berliner Schaubühne

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Titel: Inszenierungsanalyse von Thomas Ostermeiers Nora oder ein Puppenheim von Henrik Ibsen an der Berliner Schaubühne