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Heimat und Fremde beim Tiroler Schriftsteller Norbert Gstrein

Fachbuch 2001 69 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 PROLEGOMENA
1.1 Motivation
1.2 Die Wahl des Themas
1.3 Textgrundlage
1.4 Zum Begriff „Heimat und Fremde“
1.5 Vorgehensweise

2 WERKANALYSE
2.1 Zum Terminus „Heimat“
2.1.1 Autobiographisches
2.1.1.1 Biographische Angaben zu Norbert Gstrein
2.1.1.2 Biographische Elemente
2.1.2 Lokale Differenzen
2.1.2.1 Räumliche Darstellung
2.1.2.2 Die Dorfgemeinschaft
2.1.2.3 Das Stadtleben
2.1.3 Tourismus
2.1.3.1 Entwicklung des Fremdenverkehrs
2.1.3.2 Auswirkungen des Fremdenverkehrs
2.1.3.3 Literarische Verarbeitung der Fremdenverkehrsthematik
2.1.4 Gesellschaftliche Parameter
2.1.4.1 Die Familie
2.1.4.2 Frauenfiguren
2.1.4.3 Männer
2.1.4.4 Väter und Söhne
2.1.4.4.1 Das Identitätsproblem - Norbert Gstrein in der Tradition der postmodernen Literatur
2.1.4.4.2 Überlegungen zu den Einflüssen Franz Kafkas
2.1.4.5 Heimat im Glauben
2.1.5 Nationalsozialismus und Erbe
2.1.6 Sprache und Sprachlosigkeit
2.1.7 Literatur als Heimaterfahrung
2.1.8 Wissenschaft als Heimat
2.2 Zum Terminus „Fremde“
2.2.1 „Vergrößerungen wie Flüchtling oder sogar Exilant sind ohnehin
schon so sehr verbraucht“
2.2.2 Leben im Ausland – „Paris“
2.2.3 Der Prozess der Entfremdung
2.2.3.1 Kindheit
2.2.3.2 Die Umgebung
2.2.3.3 Gefühlsfremde und sexuelle Degeneration
2.2.3.4 Identitätsverlust und Apathie
2.2.3.5 Innerliche Fremde und Opposition
2.2.3.6 Möglichkeitssinn contra Wirklichkeitssinn
2.2.4 Gästefiguren

3 NACHWORT

4 ANHANG
4.1 Verzeichnis der verwendeten Singlen
4.2 Photographien
4.3 Bibliographie
4.3.1 Primärliteratur
4.3.2 Sekundärliteratur
4.3.2.1 Rezensionen und Kritiken
4.3.2.2 Online-Rezensionen
4.3.2.3 Nachschlagewerke
4.3.2.4 Tondokumente
4.3.2.5 Briefwechsel

„Die Hölle erkennen wir

immer erst rückblickend

nach der Vertreibung;

solange wir in ihr schmoren,

reden wir von Heimat.“[1]

Robert Menasse

1 Prolegomena

1.1 Motivation

Wieso gerade Norbert Gstrein? Allzu oft stellte ich mir diese Frage bei der Ausarbeitung des Themas selbst. Inwiefern ist denn eine geisteswissenschaftliche Arbeit über einen Autor, der weder besonders bekannt scheint, noch Gefallen daran findet, wenn „definitive Aussagen“[2] aus seinen Texten abgeleitet und diskutiert werden, überhaupt zu rechtfertigen. Nicht umsonst ist der als „philosophischer Dandy“[3] und „Weltfremder“[4] titulierte Tiroler Schriftsteller auf Grund seiner Polemik gegen den politisch „engagierten Autor“[5] zu einer stark umstrittenen Figur in der österreichischen Gegenwartsliteratur geworden.

Bei genauer Lektüre seiner jüngsten Arbeiten drängte sich mir immer mehr die Frage auf, inwieweit Norbert Gstrein noch in der Tradition der österreichischen, postmodernen Literatur steht, beziehungsweise, ob sich in ihm der Typus einer neuen Art von Schriftsteller manifestiert, der von der Thematisierung von „Herkunftskomplexen“[6] Abstand nehmend zu sprachlicher „Fiktion“[7], als biographische Fremde und Kompensationsraum für den gescheiterten innerlichen Dialog mit der Heimat[8], übergeht?

1.2 Die Wahl des Themas

Es ist besonders verwunderlich, dass sich die zwar junge Gstrein Rezeption mit dieser überaus widersprüchlichen Frage noch nicht befasst hat. Es finden sich sowohl Abhandlungen zum Tirolbild in Gstreins Werk, Überlegungen zu den bedrohlichen Einflüssen des Tourismus als auch sprachanalytische Annäherungsversuche,[9] jedoch scheint jener meiner Meinung nach dominierende thematische Faktor regelrecht übergangen worden zu sein.

Natürlich bin ich mir bewusst in dem bescheidenen Rahmen einer Fachbereichsarbeit der gesamten Komplexität und dem Detailreichtum der beiden Begriffe nicht gerecht werden zu können, was aber auch nicht meine primäre Aufgabe sein soll. Ich werde vielmehr versuchen die Thematik der Heimat und Fremde auf ihre Vielschichtigkeit und Deutbarkeit in Hinblick auf Gstreins Werk zu prüfen und auf einige Aspekte ausführlicher einzugehen.

1.3 Textgrundlage

Das gesamte bisher vorliegende Werk Norbert Gstreins umfasst zwei Romane, vier Erzählungen, eine Novelle und eine Anzahl kürzerer Prosatexte. Mit Ausnahme der zuletzt genannten Kurzprosa, die verstreut in verschiedenen Zeitschriften erschienen ist, wurden die Texte bei Suhrkamp verlegt, waren mir also deshalb leicht zugänglich.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit sollen fünf Werke des Autors stehen: die Erzählungen Einer (ersch. 1988) und Anderntags (1989), der Roman Das Register (1992) sowie die Novelle O2 (1993) und der „Bericht“Der Kommerzialrat (1995)[10].

Nach einer persönlichen Aussage Norbert Gstreins lassen sich diese fünf Texte zu seiner ersten entscheidenden Werkphase zusammenfassen[11]. Als die wohl markantesten Affinitäten zwischen den Arbeiten der ersten Periode erscheint dem Autor der Umstand, dass dieser zu jener Zeit in ein „autobiographisches Schreiben geradezu verfangen war“[12] und dass die Texte große „Ähnlichkeiten in Sprache und Form“[13] als auch in „Figuren und Handlungsgestaltung“[14] aufweisen.

Die drei erstgenannten Werke, sowie ferner der „Bericht“Der Kommerzialrat, der einen thematischen Rückgriff auf „die engen heimatlichen Verhältnisse als [...] Ursachen für Unglück, Leid“[15] und die Probleme einer „verdrussbringenden Hochgebirgslandschaft“[16] darstellt, sind, „wenn auch nicht gerade eine Trilogie, so doch recht eng miteinander verbunden“[17]. Die Novelle O2 nimmt insbesondere aufgrund der teilweisen Verlegung des Handlungsschauplatzes aus den Ötztaler Alpen und der historischen Hauptfigur einen Sonderstatus in Bezug auf Norbert Gstreins neueste Werke ein. Daher scheint es durchaus plausibel, die Novelle nicht als primäre Quelle in meine Arbeit einzubeziehen, obwohl es dennoch unumgänglich ist, sie in verschiedenen Kontexten gesondert zu diskutieren.

Natürlich wäre es interessant, alle bisher erschienenen Werke Gstreins in eine Analyse einzubeziehen, doch dem Rahmen dieser Arbeit genügen die fünf genannten Texte.

1.4 Zum Begriff „Heimat und Fremde“

Durch die ausgesprochene ideologische Ambivalenz und Deutbarkeit dieser beiden Begriffe ist es obligatorisch, zuerst eine psychologische Klärung der beiden „klassischen Polaritäten“[18] vorzunehmen, bevor wir spezifisch auf Norbert Gstreins Werk eingehen können. Als profunde Unterlage zur Ausarbeitung dieser Begriffsbestimmung verwende ich eine Studie von Beate Mitzscherlich, die hier in anschaulicher Weise den menschlichen Prozess der Beheimatung umschreibt.

Laut der ostdeutschen Psychologin kann das Begriffspaar nicht nur als dualistischer Kontrast verstanden werden, sondern wird sogar häufiger „als (dialektische) Einheit dargestellt“[19]:

„[...] die Fremde hat eine enorme Anziehungskraft und konstituiert die Heimat mit. Es gibt das Fremde als das Andere, das Ängstigende, das zu Weite, Haltlose [...]. Aber es gibt auch die Fremde als das Verlockende, Anziehende, möglicherweise sogar Heimischere: Wenn ich mich nun in der Heimat unheimlich fühle und in der Fremde geborgen, gerade weil sie nicht mein Eigenes ist, sondern eben fremd und damit heimlich?“[20]

Oftmals wird Fremde erst durch die verlorene Heimat erfahrbar. Sie verdichtet Hölderlins ehemalige „Heimkunft“[21] aus heutiger Sicht nicht nur zu einem regressiven, utopischen Entwurf, sondern gibt uns auch, so Fontane, „das Maß aller Dinge“[22] und schärft den Blick auf die Heimat mit ihrem „Nebeneinander von Idealität und Lächerlichkeit“[23]. Genauso scheint im Menschen eine Ursehnsucht nach dem Fernen verankert zu sein, eine „Lust auf das Fremde, das andere, auf die eigene noch nicht gehabte Möglichkeit“[24], wenn wir an bisher nicht bekannten, vertrauten Orten zu spüren meinen, „vom Fernen weht da etwas wie Heimat“[25].

Nicht zuletzt kann uns die Fremde ebenfalls im Alltag der Heimat als präsent erscheinen, bis zu jenem Punkt, „an dem Fremdes als Eigenes wahrgenommen wird“[26]. Diese innere und äußerliche Verfremdung kann wie im Beispiel der Gstreinschen Figuren zu einem Verlust der Intimsphäre, sowie in Folge auch zu menschlicher, als auch psychischer Degeneration und zu einer Überbewertung des Materiellen führen. Schlussendlich kann die „eigentliche Heimat“[27] gleichermaßen als „Produkt der Konfrontation mit dem Fremden“[28] wahrgenommen werden, zwischen dessen Spektrum es fließende Übergänge gibt.

1.5 Vorgangsweise

Trotzdem wird es wohl unumgänglich sein, die beiden Termini zuerst von einander getrennt in einer facettenreichen Analyse zu behandeln, ehe es uns möglich ist, die beiden Begriffe als dialektische Einheit im Werk von Norbert Gstrein begreifen zu können.

2 Werkanalyse

2.1 Zum Terminus „Heimat“

2.1.1 Autobiographisches

Nach Norbert Gstreins persönlichen Aussagen sind insbesondere seine ersten drei Texte autobiographisch geprägt[29], was jedem Kenner seiner Biographie ohnedies evident erscheint. Dennoch wehrt sich der Autor entschieden dagegen seine Texte voreilig autobiographisch zu deuten[30], obwohl es geradezu vermessen sein würde, Gstreins Lebensgeschichte nicht als Triebfeder für ein therapeutisches Schreiben[31] zu sehen, zudem der Schriftsteller eingesteht, dass er sich thematisch „nicht einfach alles so aussuchen“[32] habe können, „es habe auch etwas durch ihn hindurch geschrieben“[33].

2.1.1.1 Biographische Angaben zu Norbert Gstrein

Norbert Gstrein wurde am 3. 6. 1961 in Mils (Tirol), dem Heimatort seiner Mutter Maria, geboren.[34] Bereits sein Großvater hatte sich als Fremdenverkehrspionier in ganz Tirol einen Namen gemacht, nachdem er in Vent, einem kleinen Bergdorf auf 1896 Metern Seehöhe im Tiroler Ötztal, das Hotel „Gstrein“ eröffnete. Traditionsgemäß wurde die Gaststätte dem ältesten der drei Söhne Martin vererbt, währenddessen der zweite Sohn Jakob naturgemäß zu Hause bleiben musste.

Der jüngste Sohn Norbert (sen.) trat als Schischulleiter in die Fußstapfen seines Vaters und gründete am Beginn der sechziger Jahre das berühmte Hotel „Similaun“, in dem Norbert Gstrein (jun.) mit seinen fünf Geschwistern die Kindheit verbrachte und seine ersten Erfahrungen mit dem Massentourismus machte. Da der Vater bereits früh an einem Herz- und Nierenleiden starb, wurde das Hotel von Markus, dem dritten der fünf Söhne, und dem einzigen Mädchen Ulrike übernommen. Norbert Gstrein spricht wenig über seine Beziehung zu seinem Vater, nur war er „sehr streng [...] wie alle Väter“[35]. Der bekannteste der Gstrein Brüder ist wohl Bernhard Gstrein, der lange Zeit Mitglied im österreichischen Ski-Nationalteam war und anlässlich der Olympischen Spiele in Calgary eine Silbermedaille errungen hat.

Norbert Gstrein maturiert mit zwei seiner anderen Brüder Arnold und Viktor im 75 Kilometer entfernten Klosterinternat in Imst, wo „rauhe Sitten“ und „ein strenges hierarchisches Gefüge“[36] herrschten. Nach eigenen Aussagen war dieser „mit Schundliteratur [...] aufgewachsen, bis ihn mit 18 die große Lesesucht befiel und er wie besessen alles nachholte.“[37] Daraufhin studierte Norbert Gstrein an der Universität Innsbruck Mathematik und schloss sein folgendes Doktoratsstudium mit der Dissertation „Zur Logik der Fragen“[38] 1988 ab, als auch sein Prosadebüt, die Erzählung Einer, im Suhrkamp-Verlag erschien.

Im Laufe seines Studiums reiste der Autor zweimal im Rahmen von Stipendienaufenthalten ins Ausland (Stanford-University[39], Erlangen). Seit 1988 hält es den Autor auf Grund der Enge Österreichs[40] nicht mehr in seiner Heimat. Graz[41], Kalifornien, Kroatien, Amsterdam, Paris und sogar London sind nur einige Stationen seines unsteten Wanderlebens.

Die ersten für ihn als „unseriös“[42] geltenden Schreibversuche machte Norbert Gstrein mit 18 Jahren und veröffentlichte sie als „realistische Kalendergeschichten“[43] in Tiroler Literaturzeitschriften. 1984 erhielt der Autor den ersten Preis beim Kurzgeschichtenwettbewerb der RAI Bozen für seinen Text „Er“.[44] Nach der Veröffentlichung seines ersten Romans Das Register verlegte er wegen seiner als Medizinerin an der Universität Zürich arbeitenden Frau seinen Wohnsitz nach Solothurn in der Schweiz, von wo er sich aufgrund einer Handgreiflichkeit mit einem ortsansässigen Polizisten für einige Monate in seine Heimat Tirol zurückzog. Nach letztem Stand vom März 2001 lebt der Autor derzeit in Zürich.

Trotz seiner relativ kurzen Karriere erhielt der Tiroler Autor eine Vielzahl von Auszeichnungen[45], sowie 2001 den Konrad-Adenauer Literaturpreis.

2.1.1.2 Biographische Elemente

Um die Problematik der Heimat und Fremde handhaben zu können, ist es unumgänglich zu verstehen, dass Gstreins „Schreiben [...] ja nicht nur eine – verbergende – Praxis der Selbstoffenbarung“[46] darstellt, sondern „zugleich auch eine kulturelle Praxis der Distanzierung“[47] symbolisiert. Gstrein repetiert in seinen Texten vorzugsweise weder seine genauen Lebensumstände noch irgendwelche persönliche traumatische Erlebnisse, dagegen zeigt er wiederholt die Konflikte und das letztliche Zugrundegehen einer Figur an ihrem sozialen Umfeld. So sind Norbert Gstreins Arbeiten andererseits „als rein literarische Produkte anzusehen“[48]. Barbara Müller-Vahl bemerkt dazu in einem Interview mit dem Autor:

„Vor allem aber spüren wir, dass die Erfahrungen und Phänomene, die hier schriftstellerisch gestaltet werden, dem Schreibenden aus der Innenperspektive her vertraut sind, daß die Personengestaltung biographisch inspiriert – jedoch in grundsätzlich Erfahrbares transzendiert – ist.“[49]

Diese Arbeit ist nicht der Ort, um sämtliche biographische Äquivalenzen zu Norbert Gstreins Figuren zu untersuchen, jedoch ist es notwendig, die Vorgangsweise des Autors wenigstens an einem Beispiel zu erläutern:

So ist Moritz, einer der zwei Protagonisten im Roman Das Register, gleichsam wie Norbert Gstrein Schriftsteller, stammt als Zweitgeborener aus einem kleinen Tiroler Fremdenverkehrsort in den Bergen, hat an der Universität Innsbruck Mathematik studiert, nebenbei als Gletschervermesser gearbeitet und ein halbes Jahr in Kalifornien verbracht. Überdies besitzt er einen Bruder, der ein berühmter Schiläufer ist.

Friedrich Dürrenmatts bekannter Empfehlung folgend, dichtet er den Lebensläufen seiner Figuren „die schlimmstmögliche Wendung“[50] an. So erscheinen Gstreins Protagonisten sozusagen als „Möglichkeitsfiguren“[51], die sich aufgrund ihres sozialen Status ohnedies von ihrem realen Modell abheben.

2.1.2 Lokale Differenzen

2.1.2.1 Räumliche Darstellung

Bei der näheren Betrachtung von Gstreins Werken werden wir zwar erkennen, dass die zeitliche Kategorie gegenüber der räumlichen Darstellung im Vordergrund steht, doch wenn der zeitliche Ablauf durch die vielfach in die Erzählgegenwart eingeschobenen Wiederholungen[52] beinahe zum Stillstand gebracht wird, ist es gerade die Raumwelt, welche zunehmend an Bedeutung gewinnt.[53]

Die physische und psychische Entfremdung als auch innere Verlorenheit in verschiedenen Raumwelten sind zentrale Themen der modernen Literatur, so auch bei Norbert Gstrein. Es ist nur zu offensichtlich, dass den Raumdarstellungen in Gstreins Arbeiten seine eigene Heimat zugrunde liegt. So treten zum Beispiel bei den beschriebenen Lokalitäten in Einer unverkennbare Parallelen mit Gstreins Heimatort Vent auf, sowie in Anderntags sogar einige Stadtteile Innsbrucks[54] als Heimstätte des Protagonisten, ein gescheiterter Schriftsteller, genannt werden.

In den häuslichen Räumen wird normalerweise keine Handlung entfaltet, sogar zentrale, familiäre Einrichtungen wie die Küche im Gasthaus von Jakobs Eltern oder Kresenz‘ Wohnzimmer werden als ungemütliche und lebensfeindliche Orte geschildert, wobei zweiterer überdies mit einem „Bahnhofswarteraum“[55] verglichen wird. Das in Gstreins Zimmern gestapelte Umzugsgut, “Plastiksäcke, offene Koffer“[56], glättet den Eindruck der Unwohnlichkeit und lässt den Leser erahnen, dass sich alles erst in einem vorläufigen Zustand befindet und die Personen immer auf ein Verreisen vorbereitet sind. Diese Vorstellung gipfelt in dem Verhalten des erfolglosen Schriftstellers in der Erzählung Selbstportrait mit einer Toten[57], der kartonweise mit Autos seine Bücher nach Hause bringen lässt, um sie vor dem Verramschen schützen zu können.

Wie bereits angedeutet herrscht in den Räumen „ein Kommen und Gehen, eine Herein- und Herausbewegung“[58], besonders unterstrichen durch die außergewöhnliche Bedeutung der Vorzimmer und Treppen innerhalb eines Hauses. Sie lassen den Leser sozusagen in der Zeit vor- und zurückblicken, ferne Geschehnisse erahnen oder Verdrängtes wieder ins Bewusstsein rufen. So sind sie auch Ursache und Ausgangspunkte vieler Geräusche, die das gesamte Haus gleichsam durchdringen:

„Büro- und Toilettengestöhn, [...] Knarren der Holzdielen, [...] Stiegenhausknarren, [...] Speisesaalknarren, Stubentürknarren, und nach einer kurzen Stille das Ächzen der Feder, von der die Haustür ins Schloß gezogen wird – ein leichter Schlag.“[59]

Gernot Pfandler deutet die Tatsache, dass sich eine Vielzahl bedeutender Szenen „gerade im Vorhaus lokalisieren,“[60] als ein „deutliches Signum für“[61] eine „Tendenz zur Peripherisierung“[62]. Der Grund für dieses Phänomen ist der den Menschen verloren gegangene „Bezug zu Räumen [...], die auch in emotionaler Hinsicht als Zentren angesprochen werden dürfen“[63]. Dieses „Verlorengehen der Beziehung zu einer Identität und Integrität stiftenden Mitte“[64] kann auch als „Verlust des Zentrums“[65] gesehen werden.

Infolge empfindet der Protagonist den Drang aus den einengenden Verhältnissen der Heimat zu entkommen und wendet dabei den Blick ständig vom Innenraum ausblickend dem Außenraum zu. Diese Tendenz zur Periphisierung lässt sich insbesondere in Gstreins ersten Arbeiten nachvollziehen. Hier einige Beispiele, worauf sich Pfandlers Hypothese stützt:

„Sie kommen, und jetzt erheben wir uns vom Tisch, an dem unverändert das Frühstücksgeschirr steht, und treten zur Mutter, die mit ausgestrecktem Arm wortlos nach draußen weist.“[66]

„Valentin sieht uns an, aber was haben sie schon gewusst und wie wenig gehört in den letzten Jahren? War es unsere Schuld? Sie blickten nach draußen; [...]“[67].

„Wir lauschen, als von draußen, wahrscheinlich aus dem Wald, ein Geräusch zu hören ist, ein Knarren, Knacken, Knacksen, nicht zuordbar, und wenden uns ostentativ dem Fenster zu; aber nichts, nicht mehr – [...]“[68].

„Zuerst kaum wahrnehmbar, lauter und lauter werdend, - dringt von draußen ein Geräusch herein – wir drehen uns um und schauen aus dem Fenster – [...]“[69].

Im Gegensatz zu der Außenwelt, die Otto F. Bollnow in seiner Arbeit „Mensch und Raum“[70] als Raum der Fremde, der Ungeborgenheit und der Gefahren klassifiziert, kann der Innenraum nur mehr das „Gefühl der Heimatlosigkeit“[71] vermitteln. Die Protagonisten Gstreins werden regelrecht von der Außenwelt angezogen, so verbringt Jakob in Einer seine glücklichen Stunden bei seinem „Lieblingsplatz“[72] in der Nähe eines Baches, in der Dachkammer und in der „Bastellkammer“[73], oder leben die Brüder Vinzenz und Moritz viele Jahre im Ausland und unternehmen sogar am Ende ihrer Karriere weite, ziellose Autofahrten, nur um Abstand von ihrer Heimat gewinnen zu können.

Die Opposition Dorf – Stadt gehört wohl ebenfalls in den größeren Zusammenhang der „Tendenz zur Dezentralisierung.“[74] So ist das Dorf als Zentrum und die Stadt als Peripherie zu denken. Die Diskrepanzen zwischen diesen zwei Welten zu untersuchen wird nun mein nächstes Ziel sein.

Dazu noch ein Zitat aus dem Werk des Dichters:

„In all der Zeit nämlich hatte er sich nie richtig eingelebt, [...] im Glauben – anerzogen und nicht mehr abgelegt -, der Fleck der Kindheit sei das Mekka, und ein paar Kilometer weiter begann schon die Fremde, in einer über Jahrhunderte festgefahrenen Grenzziehung, mit einer anderen Sprache, einem anderen Denken und anderen Formen des Wahnsinns.“[75]

2.2.1.2 Die Dorfgemeinschaft

Sämtliche in den Werken beschriebenen Dörfer „erinnern frappant an Gstreins Herkunftsort“[76] Vent. So scheinen die Namen von Personen[77] sowie real existierenden Lokalen und Hotels[78] in Vent ebenfalls in den Arbeiten Einer und Der Kommerzialrat auf, obwohl der Autor sich ohnedies nicht zu bekennen scheut, dass ihm sein Herkunftsort als Vorlage zum Schreiben gedient hat.[79]

Die in Gstreins Texten beschriebenen Dorfgemeinschaften zeichnen sich insbesondere durch ihre geographische Lage aus, deren Spektrum von einer alpinen Abgelegenheit bis zur vollkommenen „Abgeschiedenheit zur Außenwelt“[80] reicht. Seltene Einflüsse werden durch die Meinung, dass „von draußen, taleinwärts [...] noch nie etwas Gutes gekommen“[81] ist, von vornherein als negativ eingestuft. Selbst die staatliche Autorität ist der „Gemeindepolitik“[82] gewichen, wo „die Wortführer diejenigen sind, die es am besten verstehen vom Tourismus zu profitieren“[83].

Da die Geschichten zu einer Zeit spielen, „in der die Motorisierung noch keinen so hohen Grad wie in der Gegenwart erreicht hat [...]“[84], ist die Dorfgemeinschaft in seinen Werken an sich auch eine historische. Daneben erscheint sie dem Leser oftmals wie eine Momentaufnahme ,temporär, aber unveränderlich. Diese von Dorfbewohnern erwünschte, geistige Kontinuität, welche „die traditionelle, männliche Erziehung“[85] gewährleistet, wird nur von dem „saisonalen Rhythmus des Fremdenverkehrs“[86] gebrochen.

Die Zwischensaison ist dominiert von „den langen Herbstabenden, wenn die Dorfbewohner untätig in ihren leeren Häusern saßen [...] und in Gedanken, die um Alltäglichkeiten kreisten oder leer waren, oder längst im nächsten Winter, wenn das Leben weiterginge und sie hervorholte und wieder zurückstieße in dieselbe Einsamkeit oder eine tiefere.“[87] Erst wenn wieder die ersten Touristen in den Wintersportort strömen, entsteht ein enormes Konkurrenzdenken. Um diese zwei seelischen Extremlagen ausbalancieren zu können, benötigen die Dorfbewohner immer wieder persönliche „Bestätigung, dass ihre Lebensweise die einzig richtige ist.“[88] Als Wertmaßstab für ein „gelungenes Leben“[89] fungiert ausschließlich „Eigentum in Form von Bargeld“[90], das vornehmlich zur Stärkung der eigenen „Vormachtstellung im Dorf“[91] dient.

Martin Lüdke schreibt in einem Artikel, der in der Frankfurter Rundschau publiziert wurde, über das Thema „Dorfgemeinschaft“:

„Aus der einst existierenden Dorfgemeinschaft ist dank des Tourismus längst ein Interessenverband geworden, der Moral durch Kalkulation ersetzt [...]“[92]

Auch in dem Heimatort Jakobs, dem Protagonisten in Einer, bleibt kein Platz mehr für Menschlichkeit, dieser verkommt zur Dorfschande, einer „nutzlosen Kreatur, [...] die nach Belieben gequält werden darf“[93], da er sich nicht im Rahmen des Tourismus betätigt.

Eine nostalgische Bindung „an die gute alte Zeit, von der sie wussten, [...] dass es sie nicht gab“[94] besteht nicht mehr, dennoch wird bei genauem Lesen deutlich, dass die Dorfbewohner noch einige von der nationalsozialistischen Ideologie übernommene Gedanken- und Verhaltensmuster aufweisen und somit doch noch mit der Vergangenheit verwachsen sind. Selbst Jakob nimmt in dieser Situation keine Sonderstellung in der Dorfgemeinschaft ein und steht exemplarisch für die Beziehung der Bevölkerung zu ihrer Vergangenheit: Dieser ist als Sohn oder Enkel der„Aufbau- und Pioniergeneration“[95] aufgewachsen und findet deshalb auch gar keinen Zugang mehr zu der Zeit, wo noch nicht im saisonalen Rhythmus Touristen in das Tal strömten.

Kennzeichnend für die Dorfgemeinschaft ist weiters die „selektive Wahrnehmung, [...] welche die Dörfler unter anderem davor bewahrt, sich [...] ihr Gefangensein in den von der dörflichen Gesellschaft festgesetzten Rollen eingestehen zu müssen.“[96] Als Maxime gilt dabei, nur jenes zu akzeptieren, was mit den eigenen Vorstellungen korreliert.

Schlussendlich wird das gesamte Verhaltensmuster der Bevölkerung zu einer theatralischen Farce, wie sie zum Beispiel „tatsächlich das Familienspiel eines Sonntagsspazierganges in der Innenstadt spielten, mit ihren Frauen, zu diesem Anlass eigens aus schmuddeligen Küchen geholt, aufgeputzt und in Pelzmäntel oder Designerkleidung gezwängt [...]“[97].

Sogar wenn Dorfbewohner in die Städte ziehen, behalten sie ihre in der Heimat erlernten Umgangsformen bei und können sich dadurch nur teilweise an ihre neue Umwelt anpassen.[98] Dieser Umstand darf bei der folgenden Untersuchung auf keinen Fall aus den Augen verloren werden.

2.2.1.3 Das Stadtleben

Wie bereits hingewiesen wird im Werk Gstreins die Stadt als Peripherie zum Dorf dargestellt. Eine besondere Bedeutung erfährt dabei der Ballungsraum Innsbruck, der aber niemals mit seinem Namen, sondern bloß als „sogenannte Landeshauptstadt“[99] in seinen Arbeiten Erwähnung findet.

Andere Städte scheinen kaum auf, sie dienen lediglich dazu die Biographie einer Figur auszuschmücken und werden oftmals in Verbindung mit einem Universitätsstudium genannt. Nur selten verwandelt sich eine europäische Metropole zu einer Projektion von jugendlichem Fernweh, selbst der fünfzehnjährige Jakob kehrt „mit dem festen Entschluss“[100] aus der Stadt zurück, „das Dorf nie mehr zu verlassen.“[101]

Weiters wird es uns auch hier nicht mehr verwundern, dass der Handlungsort oftmals in der Peripherie der Städte liegt. So hat sich der in der Erzählung Anderntags geschilderte Protagonist Georg „in einem städtischen Außenquartier ein Zimmer gemietet“[102] und macht mit seiner Freundin einen Ausflug nach Mühlau, zum „Grab des Dichters“[103] Georg Trakl, von dem sich Norbert Gstrein auch den Vornamen für seine Hautfigur entlehnt hat[104]. Nicht umsonst stellt Norbert Gstrein seinem ersten Roman ein Zitat, aus dem von Thomas Bernhard verfassten Buch „Amras“[105], ein Vorort von Innsbruck, voran, in dem es heißt: „Wie viele unserer Talente hätten wir zu erstaunlicher Größe entwickeln können, wären wir nicht in Tirol geboren worden und aufgewachsen.“[106]

[...]


[1] Die hier zitierte Stelle entnehme ich: Robert Menasse: Die Vertreibung aus der Hölle. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2001.

[2] Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? Der Schriftsteller Norbert Gstrein. In: die horen 37 (1992). S. 101 - 105. Hier: S. 101.

[3] Gerhard Roth: Österreich provinziell – Randbemerkungen zum politischen Klima des Landes und Wissenswertes zum Weisenbericht aus Weiseninnensicht. Von Dandys und Demagogen. In: Der Standard 13. 9. 2000.

[4] Michael Amon: Wortmeldung eines Weltfremden. In: Der Standard 26. 9. 2000.

[5] Norbert Gstrein: Das Ende der Sanktionen und eine „österreichische Autorenfarce“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 11. 9. 2000.

[6] Hans Höller: Thomas Bernhard. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag 1993. (= rowolth monographie 504). S. 91. Vgl. Markus Kreuzwieser: Ich habe den Bau eingerichtet und er scheint wohl gelungen. Zum lebens- und werkgeschichtlichen Motiv des Bau(en)s bei Thomas Bernhard. In: Die Rampe – Extra. Thomas Bernhard, Johannes Freumbichler, Hedwig Stravianicek. Hg. v. Manfred Mittermayer. Linz: Rudolf Trauner Verlag 1999. S. 167 - 176. Hier: S. 167.

[7] Ich zitiere hier Norbert Gstrein aus einem Tondokument: Norbert Gstrein. Im Gespräch mit Peter Huemer. In: Ö1 2000.

[8] Vgl. Beate Mitzscherlich: Heimat ist etwas, was ich mache. Eine psychologische Untersuchung zum individuellen Prozess von Beheimatung. In: Münchner Studien zur Kultur- und Sozialpsychologie. Bd.9. Hg. v. Heiner Keupp. Herbolzheim: Centaurus 2000.

[9] Vgl. u.a. Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. Diplomarbeit. Innsbruck: o.V. 2001. Weiters: Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. Diplomarbeit. Wien: o.V. 1996. Ferner: Andrea Koller: Bedrohte Heimat – Bedrohte Identität. Österreichische Literatur und Landeskunde im Unterricht Deutsch als Fremdsprache, dargestellt an der Erzählung „Einer“ von Norbert Gstrein. Diplomarbeit. Graz: o.V. 1990.

[10] Ich werde anhand folgender Ausgaben arbeiten: Norbert Gstrein: Einer. Erzählung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1988 (= es 1483). Im folgenden zit. als: E. Norbert Gstrein: Anderntags. Erzählung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1989 (= es 1625). Im folgenden zit. als: A. Norbert Gstrein: Das Register. Roman. Frankfurt a.M.: 1992 (= suhrkamp taschenbuch 2298) Im folgenden zit. als: Re. Norbert Gstrein: O2. Novelle. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1993. Im folgenden zit. als: O2. Norbert Gstrein: Der Kommerzialrat. Bericht. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1995 (= suhrkamp taschenbuch 2718). Im folgenden zit. als: K. Weiters sind vom Autor erschienen: Norbert Gstrein: Die englischen Jahre. Roman. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1999. Im folgenden zit. als: EJ. Norbert Gstrein: Selbstportrait mit einer Toten. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2000. Im folgenden zit. als: ST.

[11] Ich interpretiere hier Norbert Gstrein aus einem Tondokument: Norbert Gstrein. Im Gespräch mit Peter Huemer. In: Ö1 2000.

[12] Zitat anhand eines Tondokuments: Norbert Gstrein. Im Gespräch mit Peter Huemer. a.a.O.

[13] Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. S. 5.

[14] Ebda. S. 5.

[15] Eberhard Fal>

[16] Thomas Bernhard. Zitiert nach: Eberhard Fal>

[17] Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 101.

[18] Beate Mitzscherlich: Heimat ist etwas, was ich mache. a.a.O. S. 76.

[19] Ebda. S. 76.

[20] Ebda. S. 76.

[21] Friedrich Hölderlin. Zitiert nach: Walter Jens: Nachdenken über Heimat. Fremde und Zuhause im Spiegel deutscher Poesie. o.O.: o.V. 1984. S. 312.

[22] Theodor Fontane. Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Zitiert nach Walter Jens: Nachdenken über Heimat. Fremde und Zuhause im Spiegel deutscher Poesie. o.O.: o.V. 1984. S. 312.

[23] Theodor Fontane. Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Zitiert nach Walter Jens: Nachdenken über Heimat. Fremde und Zuhause im Spiegel deutscher Poesie. o.O.: o.V. 1984. S. 112

[24] Beate Mitzscherlich: Heimat ist etwas, was ich mache. a.a.O. S. 77.

[25] Ebda. S. 77.

[26] Ebda. S. 77.

[27] Ebda. S. 77.

[28] Ebda. S. 77.

[29] Vgl. Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 101.

[30] Vgl. Johannes Jetschgo: Die Schrift läßt sich nicht den Mund verbieten. In: Parnaß 1/1990. S. 85 - 87.

[31] Ich entnehme den Begriff: Der in der Psychologie bekannte Terminus des Wiederholungszwanges lässt sich eingeschränkt auch auf Norbert Gstreins Werk anwenden. Vgl. dazu: Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. S. 18.

[32] Norbert Gstrein. Zitiert nach: Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 101.

[33] Ebda. S. 101.

[34] Im Folgenden beziehe ich mich, wenn nicht anders angegeben, auf die Recherchen von: Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. Diplomarbeit. Innsbruck: o.V. 2001. Vgl. dazu: Christoph Horst: Wer aber ist Jakob? In: Profil 19. 12. 1988. S. 94 - 96.

[35] Norbert Gstrein. Zitiert nach: Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 102.

[36] Norbert Gstrein. Beide Zitate nach: Ebda. Hier: S. 102.

[37] Norbert Gstrein. Beide Zitate nach: Ebda. Hier: S. 102.

[38] N. Gstrein schrieb seine Dissertation im Umfeld der Sprachphilosophie: Norbert Gstrein: Zur Logik der Fragen. Dissertation. Innsbruck: o.V. 1988. Vgl. ferner: Norbert Gstrein: Ausgleichung von Rückwärts- und Vorwärtsschritten für die Rechenanlage CYBER 74 (CDC). Diplomarbeit. Innsbruck: o.V. 1983.

[39] So schrieb Gstrein 1986 sein Prosadebüt „Einer“ in Palo Alto, Kalifornien. Vgl. dazu: Christoph Horst: Distanz zur Nähe. In: Profil 28. 9. 1992.

[40] Vgl. Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 102.

[41] N. Gstrein verbrachte 1989 als „Stadtschreiber“ in Graz, wo er die ersten, bedeutenden Notizen zu seinem Roman „Das Register“ machte. Vgl. dazu: Sabine Sütterlin: Chaos, Geheimnisse – das zieht ihn an. In: Die Weltwoche 15. 6. 1989.

[42] Norbert Gstrein. Zitiert nach: Bettina Steiner: o.T. In: Die Presse 30. 9. 1992. S. 17. Vgl. ferner: Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 19.

[43] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 4.

[44] Wie die meisten frühen Werke Gstreins ist diese Arbeit verloren gegangen oder wird vom Verfasser zurückgehalten. Vgl. dazu: Unb. Verf.: Die besten Kurzgeschichtenschreiber des Wettbewerbs der RAI Bozen. In: Tiroler Tageszeitung. 30. 1. 1985.

[45] Dazu gehören: Bremer Literaturförderungspreis (1989), Rauriser Literaturpreis (1989), Ingeborg-Bachmann Preis (1989), Robert-Musil Stipendium (1993), Grillparzer-Preis (1993), Friedrich-Hölderlin Preis (1994), Berliner Literaturpreis (1994), Alfred-Döblin Preis (1999).

[46] Hans-Ulrich Treichel. Zitiert nach: Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 102.

[47] Hans-Ulrich Treichel. Zitiert nach: Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 102.

[48] Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 18.

[49] Barbara Müller-Vahl: Waren wir glücklich? a.a.O. Hier: S. 101.

[50] Unb. Verf.: Das Register. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 24. 8. 1992.

[51] Christoph Horst: Distanz zur Nähe. a.a.O.

[52] Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 37ff.

[53] Ebda. S. 81.

[54] Ebda. S. 82.

[55] Re. S. 31.

[56] Ebda. S. 32.

[57] ST. S. 20ff.

[58] Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 83.

[59] E. S. 115.

[60] Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 84.

[61] Ebda. S. 84.

[62] Ebda. S. 84.

[63] Ebda. S. 84.

[64] Ebda. S. 84.

[65] Ebda. S. 84.

[66] E. S. 11.

[67] Ebda. S. 66.

[68] Ebda. S. 113.

[69] Re. S. 221.

[70] Otto F. Bullow: Mensch und Raum. Stuttgart: o.V. 1963.

[71] Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 85.

[72] E. S. 18, S. 34.

[73] E. S. 52.

[74] Gernot Pfandler: Das Strukturprinzip der Wiederholung bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 86.

[75] Re. S. 61.

[76] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 49.

[77] Vgl. dazu: Christoph Horst: Wer aber ist Jakob. a.a.O. Vgl. ferner: Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 23.

[78] Vgl. : Tourismusverband Ötztal Arena (Hg.): Prospekt Holiday Prices 1999/2000. Ötztal Arena Sölden-Hochsölden-Zwieselalm-Vent. Innsbruck: o.V. 1999. S. 62ff. Vgl. ferner: Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 23, S. 49.

[79] Vgl.: Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 49.

[80] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 50.

[81] E. S. 70.

[82] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 50.

[83] Ebda. S. 50.

[84] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 51.

[85] Ebda. S. 51.

[86] Ebda. S. 51.

[87] E. S. 58.

[88] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 51.

[89] Ebda. S. 50.

[90] Ebda. S. 50.

[91] Ebda. S. 50.

[92] Martin Lüdke: Gute Freunde, das braucht der Mensch zum Leben. In: Frankfurter Rundschau 21. 10. 1995.

[93] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 52.

[94] E. S. 68.

[95] Re. S. 62.

[96] Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 51.

[97] Re. S. 62f. Vgl. dazu: Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 53.

[98] Vgl.: Alexandra Perger: Das Tirolbild bei Norbert Gstrein. a.a.O. Hier: S. 52.

[99] Re. S. 113.

[100] E. S. 37.

[101] Ebda. S. 37.

[102] Heinz Hug: Norbert Gstrein. Anderntags. In: Neue Deutsche Hefte 1989. H.3. S. 514 - 516. Hier: S. 514.

[103] A. S. 67.

[104] Vgl. dazu: Martin Hielscher: Norbert Gstrein. Tod in Innsbruck. In: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt 3. 8. 1990.

[105] Thomas Bernhard: Amras. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1964. (= suhrkamp taschenbuch 1506)

[106] Ebda.: S. 95.

Details

Seiten
69
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638507431
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v55909
Institution / Hochschule
Universität Wien
Note
1,50
Schlagworte
Heimat Fremde Tiroler Schriftsteller Norbert Gstrein

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Titel: Heimat und Fremde beim Tiroler Schriftsteller Norbert Gstrein