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Karl der Große als Vater Europas? Auf der Suche nach einem Symbol für die europäische Einheit

Magisterarbeit 2005 57 Seiten

Romanistik - Französisch - Landeskunde / Kultur

Leseprobe

Gliederung

0. Einleitung

1. Das Konzept „Europa”
1.1 Das mythologische Europa
1.2 Das geographische Europa
1.3 Das kulturelle Europa
1.4 Das politische Europa
1.5 Fazit

2. Das Frankenreich vor Karl dem Großen
2.1 Die historische Entwicklung vom 4. bis zum 8. Jahrhundert
2.2 Die Rolle des Christentums und des Papstes
2.3 Das kulturelle Leben
2.4 Recht und Gesetz
2.5 Zusammenfassung

3. Das Frankenreich unter Karl dem Großen
3.1 Militärische Eroberungen
3.1.1 Das Reich der Langobarden
3.1.2 Sachsen
3.1.3 Die iberische Halbinsel
3.2 Der Erwerb der Kaiserkrone
3.3 Karl der Große als geistlicher Herrscher
3.4 Reformen
3.4.1 Das Bildungswesen
3.4.2 Die Kirchenreform
3.4.3 Die Verwaltung
3.4.4 Das Recht
3.4.5 Das Münzwesen
3.4.6 Architektur, Kunst und Literatur
3.5 Europa am Königshof
3.6 Zusammenfassende Betrachtung

4. Das Frankenreich und die Nachfolgestaaten nach Karl dem Großen
4.1 Die historische Entwicklung im 9. und 10. Jahrhundert
4.2 Der Karlsmythos
4.2.1 Karl der Große als Legitimationsfigur
4.2.1.1 Legitimation der mittelalterlichen Herrscher
4.2.1.2 Napoleon Bonaparte
4.2.1.3 Die NS-Propaganda
4.2.1.4 Europapolitik und Visionen nach dem Zweiten Weltkrieg
4.2.2 Karl als Heiliger und Märtyrer
4.2.3 Karl als literarische Figur
4.2.4 Karl als Gründungsfigur
4.3 Zusammenfassung

5. Karl der Große als Vater Europas

Bibliographie

0. Einleitung

Die europäische Integration ist heute ein wichtiges politisches Thema. Bei der Suche nach einer Identifikations- und Gründungsfigur bietet sich Karl der Große an. In zeitgenössischen Lobgedichten und Epen zu Beginn des 9. Jahr- hunderts wird der Begriff „Europa” häufig mit dem karolingischen Reich in Verbindung gebracht. Sein Herrscher Karl der Große wird mit dem Titel Pater Europae - Vater Europas geschmückt.

Dieses Bild eines fürsorglichen Vaters, der sich um die Belange ganz Europas kümmert, hat sich über die Jahrhunderte hinweg erhalten. In der europäischen Geschichtsbetrachtung ist es üblich, die Karolinger als prägende Herrscher- familie und ihren berühmtesten Vertreter, Karl den Großen, als Vater Europas zu bezeichnen. Doch kann man den Anfang Europas, den Beginn eines euro- päischen Gedankens und eines Gemeinschaftsgefühls tatsächlich in ein so fernes Jahrhundert legen?

Innerhalb weniger Generationen hatten sich die Karolinger zur bestimmenden Macht Europas hochgearbeitet und dem Frankenreich zu glänzendem Ruhm verholfen. Dieses Reich, das Karl der Große über den Pyrenäenkamm, nach Mittelitalien und Sachsen ausdehnte, war für damalige Verhältnisse zweifellos ein riesiges Gebiet. Nicht jeder Herrscher war in der Lage, ein solches Reich längere Zeit zusammenzuhalten. Seinen Nachfolgern fehlte die nötige Autorität, so dass die Einheit nach dem Tod Karls des Großen recht schnell zerfiel. Doch trotz der Lage mitten in Europa und der beeindruckenden Größe des Frankenreiches ist es nicht mit dem identisch, was man heute unter Europa verstehen würde. Es stellt sich also die Frage, was der Europäer des Mittel- alters unter „Europa” verstand. War es nur eine geographische Bezeichnung oder auch Ausdruck einer gemeinsamen Identität?

Genau wie das Bild Europas hat sich auch das Bild, das sich die Menschen von Karl dem Großen machen und gemacht haben, innerhalb von mehr als tausend Jahren verändert. Der Karolinger ging in die Literatur ein, regte die Fantasie der Menschen an und wurde zu einem Mythos. Immer wieder diente er als Vorbild und Legitimation für nachfolgende Herrscher.

Inzwischen wird die Karlstradition nur noch an wenigen Orten gepflegt. Im Alltag ist das Karlsbild verblasst und fast vergessen. Auch in der Politik spielt es kaum noch eine Rolle. Niemand mehr scheint sich am Vorbild Karls des Großen zu orientieren, obwohl es einst wichtiges Argument und Stütze für verschiedene Ziele sein konnte.

Bei Festreden von europäischem Format wandelt sich jedoch die Einstellung zu Karl, dem Kaiser des christlichen Abendlandes. Dann nutzt man den Karolinger als Identifikationsfigur und preist sein Europa, das man mit dem heutigen Europa gleichsetzt. Dann erinnert man sich wieder an Karl den Großen, den Vater Europas.

Doch was macht einen Vater Europas aus? Welche Leistungen berechtigen zu einem solchen Titel? Oder handelt es sich damals wie heute nur um eine wohl klingende Metapher, um ein übertriebenes Herrscherlob, dem der Bezug zur Realität fehlt?

1. Das Konzept „Europa”

Der Begriff „Europa” erscheint in verschiedenen Dimensionen. Er bezeichnet nicht nur einen Kontinent oder eine Personengruppe mit gemeinsamer politischer und kultureller Basis. Auch in Mythologie und Religion hat „Europa” seit Jahrhunderten einen festen Platz. Die Inhalte der einzelnen Dimensionen verändern sich im Laufe der Zeit und bedingen sich gegenseitig. Für das Verständnis der mittelalterlichen Vorstellungen und für eine Ein- schätzung der Bedeutung Europas im 9. Jahrhundert ist es deshalb wichtig, zu- nächst auf all diese Dimensionen mit ihren wandelbaren Inhalten einzugehen und sie in Bezug zu den modernen Vorstellungen von „Europa” zu setzen.

1.1 Das mythologische Europa

Zum ersten Mal begegnet uns „Europa” im 8. Jahrhundert in der griechischen Mythologie. Es ist der Name einer phönizischen Prinzessin, die von Götter- vater Zeus in Gestalt eines Stieres nach Kreta entführt wurde1, um nicht nur der Insel, sondern einem nach und nach immer größer werdenden Gebiet den Namen zu geben. Dieser Mythos der Königstochter Europe war ursprünglich Gegenstand religiöser Verehrung, wurde aber bereits in der Antike schwächer, so dass er von den Christen als Bildungsgut überliefert werden konnte.2

Die Griechen verwendeten den Begriff Europa auch im Zusammenhang mit der harmonischen Aufteilung der Erde zwischen Meer und Kontinenten.3 Im Mittelalter wurde auf diesen Entwurf zurückgegriffen, um ihn in die christ- liche Heilsgeschichte einzufügen. Demnach ist Europa genauso groß wie Afrika, aber nur halb so groß wie Asien. Das Zentrum der Welt bildet Jerusalem, während Mittelmeer, Don und Nil die Grenzen zwischen den Kontinenten markieren.4 Dass diese Aufteilung der Erde theologisch ausgerichtet war und keinen Wert auf geographische Exaktheit legte, muss nicht betont werden.

Seit dem 7. Jahrhundert wurden schließlich die drei Söhne Noahs auf die drei Erdteile bezogen: Sem erhielt Asien, Ham Afrika und Japhet Europa. Die göttliche Weltordnung und der Verlauf der Heilsgeschichte konnten nun auch biblisch begründet werden.5

So existierten bereits im Mittelalter vielfältige Vorstellungen von Europa, die jedoch alle „einem die göttliche Ordnung von Welt und Geschichte auf- spürenden und von Autoritäten geformten Denken verpflichtet”6 waren.

1.2 Das geographische Europa

Das aus dem Semitischen abgeleitete Wort „Europa” trug ursprünglich die Bedeutung der Sonnenuntergang, das Dunkle und bezeichnete das Land, hinter dem die Sonne unterging. Für die Griechen, die den Begriff von phönikischen Seeleuten übernahmen, war es das Land, in dem die von ihnen so genannten Barbaren lebten. Nach und nach erfuhr die Bezeichnung Europa eine Ausweitung und umfasste schließlich das Gebiet zwischen dem Schwarzen Meer und der Straße von Gibraltar.7

Bereits in der Vorstellung der antiken Geographen zeigten sich die heute noch immer vorhandenen Schwierigkeiten, die Grenzen Europas eindeutig zu klären, da der Kontinent „im Osten deutlich der maritimen Umschließung entbehrt”8. Eine unstrittige natürliche Trennlinie fehlt, und so einigten sich die Gelehrten auf den Don, später auf die Wolga als Grenzfluss. „La fausse limite des monts Oural”9 ist eine Verlegenheitslösung seit dem 18. Jahrhundert. So wurde die Grenze zwischen Europa und Asien im Laufe der Zeit immer weiter nach Osten verschoben. Diese Festlegungen waren keine geographischen, sondern stets politische Entscheidungen, und auch heute ist die Gestalt Europas keine Frage der Geographie.10

1.3 Das kulturelle Europa

Kontakte mit fremden Kulturen fördern das Bewusstsein für die eigene Identität. Für die Griechen der Antike kam das Fremde und Feindliche aus Asien, das ihnen näher und vertrauter, gleichzeitig aber auch bedrohlicher erschien als Europa. So bezeichnete Europa „die höhere Einheit einer Vielzahl kleinerer, freiheitlich organisierter Staatswesen in Griechenland, die sich bei allem Unterschied im einzelnen doch wieder in einem höheren Sinne zusammengehörig fühlten und dabei vor allem von dem despotisch regierten Großreich der Perser abgrenzten”11. Während die Europäer als mutig, kriegerisch, angriffslustig und freiheitsliebend charakterisiert wurden, zeigten sich die Asiaten als weise, kultiviert, träge und friedfertig.12

Dieser grundsätzliche Gegensatz von Europa und Asien wurde in späteren Jahrhunderten immer wieder aufgegriffen, um das verbindende Eigene zu unterstreichen.13 Das Charakteristische Europas war dann „eine gemeinsame Kultur, die aus der griechisch-römischen Vergangenheit stammte und die durch ein anderes wichtiges Phänomen, die Christianisierung, umgestaltet worden war”14. Diese lateinische Christenheit grenzte sich von der byzan- tinischen Christenheit einerseits und vom Islam andererseits ab und war in der Lage, sich in bedrohlichen Situationen gegen eine Gefahr zusammenzuballen. Berühmtes Beispiel dafür ist der Zusammenschluss von mehreren gallisch- romanischen und germanischen Stämmen unter Karl Martell gegen die muslimischen Eindringlinge aus dem Süden im Jahre 732. Der Chronist fand für sie den Begriff Europenses, doch diese Europäer gingen nicht in einem Europa auf, und nach der Schlacht löste sich die Gruppe schnell wieder auf. Es handelte sich lediglich um „eine zeitweilige kriegerische Schicksals- gemeinschaft gegenüber den Arabern”15.

Für die Bevölkerung blieb Europa ein weit entfernter Mythos. Trotz des gemeinsamen Glaubens, der das Alltagsleben der Menschen prägte und einen Faktor für die Einheit der Gemeinschaft bildete, konnte aus dem europäischen Ideal keine Realität werden: „le résultat fut finalement une civilisation commune, une civilisation qu’il faut bien appeler européenne, mais qui, si on lui demandait son nom, ne répondait pas Europe, elle répondait chrétienté”16.

1.4 Das politische Europa

Unter der Herrschaft Karls des Großen wurde die Einheit Europas vor allem von ausländischen Dichtern verstärkt beschrieben. Immer wieder findet sich der Begriff in Gedichten und Epen. Dieses Europa umfasste den karo- lingischen Herrschaftsraum, „une grande formation politique et administrative et religieuse commune”17.

Doch dieses Europa war bedeutend kleiner als das, was wir uns heute unter Europa vorstellen. Die britischen Inseln, Skandinavien, Teile Italiens und fast die gesamte iberische Halbinsel lagen außerhalb des karolingischen Reiches. Im Osten bildeten Elbe und Saale praktisch die Grenze.18 Aus der Sicht des 21. Jahrhunderts handelte es sich nur um ein Rumpf-Europa, aber es entsprach dem Gebiet der katholischen Kirche und damit dem Kern, um den sich das heutige Europa geformt hat: „l’Europe carolingienne, c’est le cœur, c’est le levain qui a fait fermenter la pâte européenne. C’est autour de l’Europe carolingienne que s’est constituée notre Europe”19.

1 Doch der Europa-Gedanke blieb auf einen kleinen Kreis von Intellektuellen bei Hofe beschränkt. Vor allem irische und angelsächsische Dichter nahmen ihn in ihren Werken auf. Eine einheitliche Idee konnte daraus aber nicht abgeleitet werden. „Europa” wurde nie zum Bestandteil des offiziellen Reichs- und Herrschertitels und stellte auch „keine herrschaftliche, geistige oder konzeptionelle Größe im Denken Karls und seines Hofes”20 dar.

Die Einheit Europas konnte jedoch jederzeit bei drohenden Gefahren be- schworen werden. Auch in späteren Jahrhunderten, als der Begriff Europa angesichts des zerfallenen karolingischen Reiches längst an Aktualität verloren hatte, bediente man sich zu gegebener Zeit gern dieses Begriffs. Die jeweiligen Herrscher beschworen Europa im Kampf gegen die Ungarn, Türken oder Mongolen. Papst Urban II. rief im Namen Europas zum Kreuzzug gegen die Ungläubigen auf. Auch bei vermeintlichen Gefahren innerhalb Europas, die durch Demokratie, Jakobinertum, Sozialismus oder Juden entstanden, wurde die Einheit propagiert.21

Europa erscheint in diesen Momenten als Gemeinschaft, ist aber eher ein „beliebiger Abrufbegriff für den je eigenen politischen Verband”22, mit dem ganz unterschiedliche Ziele verfolgt werden können. Während Napoleon sich selbst als Verteidiger der europäischen Zivilisation sieht, wird er gleichzeitig von seinen Feinden als Widersacher Europas bekämpft.23 Die Verwendung des Begriffes gibt deshalb eher Aufschluss „über die Menschen oder Gesell- schaften, die Europa so unterschiedlich verstanden oder ihr eigenes Europa propagierten, Aufschluß über Interessen und Absichten, nicht über Europa als objektive Größe”24.

1.5 Fazit

Nur auf den ersten Blick scheint „Europa” leicht zu definieren zu sein. „Mais beaucoup de choses s’appellent de ce nom, ou plutôt, beaucoup de choses se sont appelées ainsi au cours des temps, au cours des temps qui continuent de couler”25. Die Spannbreite reicht von der geraubten Königstochter über eine politisch, theologisch oder ideologisch motivierte Abgrenzung vom Rest der Welt bis zur christlichen Abwehrgemeinschaft des Spätmittelalters.

Der Begriff „Europa” hat keine klare und allgemein gültige Definition und stellt sich je nach Perspektive höchst unterschiedlich dar. Deshalb wurde er sowohl von den griechischen Geographen als auch von den Intellektuellen am karolingischen Hof nur selten verwendet. Der Bevölkerung entzog sich Europa ganz.

Andererseits bietet der biegsame Begriff die Möglichkeit, sich das passende Europa selbst zu schaffen und es dem eigenen Konzept so anzupassen, dass die jeweiligen Ziele optimal unterstützt werden. Nicht selten wird Europa von zwei verfeindeten Parteien gleichzeitig propagiert.

Europa entpuppt sich dabei eher als Mythos, nicht als Realität. „Die Wirklichkeit Europas wurzelt im Bewußtsein der Menschen, ein kollektiver imaginärer Entwurf, der sich wandelt, wie sich die Menschen wandeln.”26

2. Das Frankenreich vor Karl dem Großen

Im folgenden Abschnitt geht es um Entstehung und Etablierung des Frankenreiches. Zusammenfassend wird die Regierungszeit der Merowinger und der ersten Karolinger dargestellt, um die politische und gesellschaftliche Situation zu präsentieren, die beim Regierungsantritt Karls des Großen bestand. Besondere Berücksichtigung finden dabei die enge Verbindung zwischen Staat und Kurie sowie die kulturellen Gegebenheiten im Franken- reich.

2.1 Die historische Entwicklung vom 4. bis zum 8. Jahrhundert

Im 4. Jahrhundert ließen sich salische Franken nördlich der Schelde-, Maas- und Rheinmündung als römische Föderaten nieder. Wie alle anderen germa- nischen Stämme, die von den Römern Siedlungsgebiet erhielten und mit der Verteidigung des Reiches betraut wurden, durften sie ihr eigenes Recht be- halten und sich im Rahmen ihrer traditionellen Rechtsordnung selbst ver- walten.27

Während Italien in dieser Zeit in einem politischen Konflikt zerrieben wurde, da das Byzantinische Reich seinen Einfluss auf dieses Gebiet geltend zu machen versuchte28, war Nordgallien von Byzanz weit genug entfernt und bereits im 5. Jahrhundert für das Imperium verzichtbar.29 So konnten in Nord- gallien mehrere fränkische Königreiche aufgebaut werden, in denen sich trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der romanischen Bevölkerung30 die Herr- schaftsverhältnisse allmählich änderten. Unter den rivalisierenden Adels- familien waren es schließlich die Merowinger, die ab dem 5. Jahrhundert vor allem unter der Führung von Chlodwig ihren Machtbereich stark ausdehnten und die anderen herrschenden Adelsgeschlechter eliminierten.31

Mit seiner eindrucksvoll inszenierten Taufe durch den Bischof Remigius von Reims begründete Chlodwig ein historisches Bündnis zwischen der Kirche und der Monarchie. Der Merowinger wurde allerdings nie ein Christ im mora- lischen Sinne, zeigte weder Nächstenliebe noch Friedfertigkeit. „Vielmehr war sein Übertritt zum Christentum in erster Linie das Ergebnis kühlen politischen Kalküls.”32

Die Merowingerherrschaft dauerte fast dreihundert Jahre, doch die letzten Herrscher waren schwache Könige, die meist im Kindesalter den Thron bestiegen. An ihrer Stelle übernahmen die Hausmeier, die den König gegen- über dem Adel vertreten sollten, die Regierungsgeschäfte. Pippin der Mittlere, Urgroßvater Karls des Großen, war der Erste von ihnen, dessen Macht über das gesamte Reich nicht angezweifelt wurde, obwohl es noch immer merowingische Könige gab.33

Pippins unehelicher Sohn Karl Martell musste sich die Stellung seines Vaters zwar erst hart erkämpfen34, genoss dann als Hausmeier jedoch das Prestige eines unbestrittenen Herrschers. Nach dem Tod des Merowingerkönigs Theuderich IV. konnte er sogar auf eine Neuwahl verzichten und den Thron unbesetzt lassen.35

Karl Martells Söhne Karlmann und Pippin übernahmen „die Hausmeierwürde nicht mehr als ein Amt, sondern schon als absolute Herrschaft”36, doch wenige Jahre später verzichtete Karlmann überraschend auf die Herrschaft und zog sich in ein Kloster zurück. Pippin wurde zum alleinigen Hausmeier, bevor ihm mit päpstlicher Unterstützung der Erwerb der Königskrone gelang.37

Damit stellte Pippin die von Gott gewollte Weltordnung wieder her, denn nun hatte wieder derjenige, der sich König nannte, die Macht im Frankenreich. Doch ihm fehlte die mit der mythischen Herkunft verknüpfte Geblüts- heiligkeit38, mit der die merowingische Königssippe ihre Herrschaft begründet hatte. Stattdessen verliehen ihm Weihe und Salbung das nötige Charisma und sorgten für die sakrale Erhöhung seiner Herrschaft.39

Anders als einige Jahre zuvor sein Vater Karl Martell40 war Pippin dazu bereit, auf das Hilfegesuch des Papstes, der sich von den Langobarden bedroht fühlte, zu reagieren. Zweimal zog der neue Frankenkönig erfolgreich nach Italien, um dem Papst in der so genannten Pippinischen Schenkung die von den Lango- barden besetzten Gebiete zu übergeben. Doch obwohl Pippin die Möglichkeit dazu hatte, warf er die Langobarden nicht nieder. Stattdessen begnügte er sich mit einer losen Oberhoheit, um das Gleichgewicht zwischen den Langobarden und der Kurie zu erhalten. Ein zu mächtiger Kirchenstaat lag nicht in Pippins Interesse.41

2.2 Die Rolle des Christentums und des Papstes

Den Grundstein für die starke Verbindung zwischen fränkischem Königtum und römischem Papsttum legte der Merowinger Chlodwig. Mit seiner Taufe passte er sich der zahlenmäßig weit überlegenen romanisierten und christianisierten Bevölkerung an und stellte in seinem Reich eine Glaubens- einheit her. Durch die Religion konnte eine gemeinsame Identität geschaffen werden, so dass sich eine Gesellschaft entwickelte, „die sich auf das Erbe römischer wie auch barbarischer Traditionen stützte”42.

Mit dem Übertritt zum Christentum konnte Chlodwig aber „nicht nur die einfache Bevölkerung hinter sich stellen, sondern auch den Klerus als aktiven und erfahrenen Bundesgenossen für sich gewinnen”43. Die römisch-katho- lische Kirche war von großer gesellschaftlicher Bedeutung, denn sie verfügte über Macht, Einfluss und ein gut organisiertes Verwaltungssystem. Seit dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches hatten die Bischöfe die Aufgaben des Staates erfüllt. Sie waren die Einzigen, die lesen und schreiben konnten und im römischen Recht und in römischer Verwaltungstechnik geschult waren. Die Franken waren von der Mitarbeit dieser Geistlichen ab- hängig, denn für die königliche Zentralgewalt war das Reich zu groß.44

Das enge Verhältnis zwischen Staat und Kurie wurde beim Dynastiewechsel im Frankenreich erneut gestärkt. Pippin reformierte die im Verfall begriffene Kirche, so dass sich eine einheitliche fränkische Kirche mit einer starken und hierarchisch gestuften Organisation herausbildete, die der Führung des Königs unterstand. Sie diente gleichermaßen der Grundlage des religiösen Lebens im Frankenreich als auch als Machtinstrument.45

2.3 Das kulturelle Leben

Mit dem Eindringen der germanischen Stämme setzte auf dem Gebiet des Weströmischen Reiches ein rascher Niedergang des kulturellen Lebens ein. Zwar übernahmen die Eroberer aus der antiken Kultur, was für sie von praktischem Nutzen war, wie das Wissen aus Recht, Medizin, Architektur und Vermessungskunst, doch alles andere geriet in Vergessenheit. Literarische Traditionen blieben nur in einigen Klöstern erhalten.46

Es kam zu einem Verfall des Bildungswesens, der Wissenschaften und der Kunst, so dass es am Ende des 7. Jahrhunderts keine gebildete Gesellschafts- schicht mehr gab. Am Königshof existierte noch einige Zeit lang ein Elementarunterricht, doch die meisten Adligen konnten nicht einmal ihren Namen schreiben. Und auch unter den Angehörigen des Klerus gab es viele Analphabeten.47

Zwischen 650 und 750 erreichte das kulturelle Leben im Merowingerreich seinen Tiefpunkt. Die Werke der wenigen Chronisten waren von schlechter Qualität. Dennoch kam es zu keiner völligen Kulturlosigkeit.48

Karl Martell war noch zu sehr mit den äußeren Gefahren beschäftigt, um sich um die Förderung der Kultur zu kümmern. Bei seinen Nachfolgern stellte sich die Lage des Frankenreiches bereits stabiler dar. Nach einer Zeit der litera- rischen Armut nahmen Wissenschaft und Kreativität unter Pippin wieder einen größeren Raum ein.49

Klöster bildeten die letzten kulturellen Zentren, in denen heilige und profane Literatur gesammelt und gelesen wurde. Die Geistlichen waren als Einzige in der Lage, das sprachliche und kulturelle Erbe zu bewahren, wenn auch „von fast unglaublicher Primitivität”50.

Pippin verband Kultur und Klerus durch Gesetze noch stärker miteinander. Bischöfe, Priester und Mönche mussten sich die Grundlagen der geistlichen Wissenschaft sowie Grammatikkenntnisse aneignen, um die biblischen Texte richtig verstehen, Gebete korrekt sprechen und ihr erworbenes Wissen weiter- geben zu können. Für das Seelenheil der Gläubigen war ein gut ausgebildeter Kleriker von großer Bedeutung.51

Auch die königliche Kanzlei, die von Geistlichen geführt wurde, profitierte von diesen Maßnahmen. Nach der Reformierung der Orthographie enthielten die Urkunden weniger Fehler.52

2.4 Recht und Gesetz

Die Germanen erscheinen nur auf den ersten Blick als ein homogenes Ganzes. Tatsächlich bestanden sie aus mehreren Volksgruppen, die sich lediglich bei Bedarf zu einer zerbrechlichen Einheit zusammenschlossen. Jeder Stamm ver- fügte über eigene Sitten und eigene Rechtsvorstellungen, die auch dann noch beibehalten wurden, als das fränkische Reich sich auszudehnen begann und mehrere dieser Völker miteinander vereinte. Auch unter den Karolingern herrschte noch Rechtspluralismus. Jeder wurde nach dem Recht des eigenen Stammes gerichtet, unabhängig davon, wo er sich gerade aufhielt. Für die romanisierte Bevölkerung galt das römische Recht.53

Auf dem Gewohnheitsrecht basierten die alten Gesetze. Sie waren von den Vorfahren mündlich überliefert worden und durften weder geändert noch abgeschafft werden. Der germanischen Tradition folgend wurden Ent- scheidungen mündlich getroffen, doch allmählich setzte sich unter dem Ein- fluss des römischen Staatswesens das Prinzip der Schriftlichkeit durch.54

2.5 Zusammenfassung

Bereits seit Chlodwig stand die Kirche als solche und als Verwaltungs- instrument im Dienst des Gedankens der Reichseinheit. Durch die mit Salbung und Weihe verbundene Königserhebung stärkte Pippin die Verbindung zwischen geistlicher und weltlicher Macht und gab der karolingischen Monarchie eine wichtige Prägung. Unter dem starken Einfluss der Kirche musste der König eine Mission erfüllen, die ihm von Gott anvertraut wurde. Als weltlicher Führer war er ebenfalls für das geistliche Wohl seiner Unter- tanen sowie für den Schutz von Papst und Kirche verantwortlich.

Die Glaubenseinheit schuf die Grundlage zur Entwicklung einer Gesellschaft mit gemeinsamer Identität. Doch auch unter den Karolingern bestanden noch die traditionellen Unterschiede zwischen den Angehörigen verschiedener Stämme, zwischen germanischen und römischen Überlieferungen.

Nach einem tiefgreifenden Verfall des kulturellen Lebens setzte unter Pippin eine allmähliche Wiederbelebung ein. Wissenschaft und Kunst standen noch an ihren Anfängen, als seine Söhne die Herrschaft übernahmen. Pippins Reformversuche bildeten die Ansätze, die später fortgeführt wurden.

3. Das Frankenreich unter Karl dem Großen

Mit Karl dem Großen besteigt erst die zweite Generation der Karolinger den fränkischen Königsthron. Dennoch ist die Macht dieses Adelsgeschlechts bereits gefestigt, ihr Herrschaftsanspruch unbestritten.

Karl baut auf der Politik seines Vaters Pippin auf und führt fort, was er begonnen hatte, so dass unter ihm die Karolinger den Höhepunkt ihrer Macht erreichen. Doch es sind nicht allein seine militärischen Erfolge, sondern auch das Errichten des fränkischen Kaiserreiches und die von Karl angeregten Reformen, die ihm einen so großen Platz in der Geschichtsbetrachtung einbringen. Das Charakteristische seiner Herrschaft sowie die wichtigsten Errungenschaften politischer und kultureller Art sollen nun im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen.55

3.1 Militärische Eroberungen

3.1.1 Das Reich der Langobarden

Nach dem Tod Pippins wird das Reich zwischen seinen Söhnen Karl und Karlmann geteilt. Beide werden zu gleichberechtigten Königen erhoben, die gemeinsam regieren sollen. Doch schnell zeigt sich, dass sich die Geschwister nicht einig sind. Einen Aufstand in Aquitanien muss Karl allein nieder- schlagen, nachdem sein jüngerer Bruder vorzeitig umgekehrt war.

Der Langobardenkönig Desiderius nutzt diese unsichere Lage im Franken- reich, um seine Macht auszudehnen. Er hält die Gebiete um Rom, auf die der Papst Anspruch erhebt, besetzt und erlangt außerdem durch Hochzeiten seiner Töchter Zugriff auf Benevent und Bayern.

Um den Einfluss des Langobarden zu beschränken, strebt Karls Mutter Bertrada ein franko-langobardisches Bündnis an, das durch eine Hochzeit zwischen Karl und einer Desideriustochter abgesichert werden soll. Trotz der heftigen Proteste des Papstes findet die Hochzeit statt.

Doch das neue Bündnis zwischen Franken und Langobarden bringt nicht den erhofften Erfolg. Karl entschließt sich, zur Politik seines Vaters zurück- zukehren und das Bündnis mit den Langobarden aufzulösen. Als er seine langobardische Gemahlin verstößt, wenden sich Bertrada und Karlmann endgültig von ihm ab.

Es besteht sogar die Gefahr eines Bruderkrieges, doch bevor die Situation eskaliert, stirbt Karlmann überraschend. Karl reagiert sofort und lässt sich schnell zum König des gesamten Frankenreiches wählen.

Karlmanns Witwe flieht mit ihren Söhnen zu Desiderius. Sie hofft auf Unter- stützung durch Papst Hadrian, der Karlmanns Söhne salben und zu Königen des Frankenreiches erheben könnte. Doch Hadrian, der von den Langobarden bedrängt wird und keine Chance sieht, die besetzten Gebiete von ihnen zurückzuerhalten, wendet sich an den Frankenkönig, der gleichzeitig der Schutzherr der römischen Kirche ist.

Karl der Große versucht zunächst, das Problem auf diplomatischem Wege zu lösen. Da er damit jedoch keinen Erfolg hat, muss er schließlich nach Italien ziehen. Aber die Stimmung bei den Franken ist nicht einheitlich: Karl ist ein schwacher König.

Doch Karl erringt klare und schnelle Siege. Er setzt sich selbst an die Spitze des Langobardenreiches, das er dem Namen nach bestehen lässt. Sein neuer Titel Rex Francorum et Langobardorum baut die Illusion einer gewissen Eigenständigkeit auf. Auch Jahrzehnte später verfügt dieses Gebiet noch über ein starkes ethnisches Eigenbewusstsein und bewahrt sich noch lange die Erinnerung an seine Unabhängigkeit.

Tatsächlich setzt der Karolinger zwar zahlreiche Franken zur Verwaltung ein, doch die langobardischen Adeligen dürfen ihre alte Stellung behalten. Karl baut gleichermaßen auf Loyalität und Kontinuität.

Durch diese Personalunion werden fränkische und langobardische Interessen in Einklang gebracht. Ein politisches Gegengewicht zu den Langobarden, wie es in einem möglichst starken und selbstständigen Kirchenstaat bestanden hatte, ist nun nicht mehr erwünscht. Die territorialen Ansprüche des Papstes werden daher verweigert. Pippins Zusagen werden zwar bestätigt, aber auch neu ausgelegt. Sie beschränken sich nun „auf das schmale Recht, das Protektorat der Krone künftighin in Anspruch nehmen zu dürfen”56.

[...]


1 Vgl. Le Goff 2004:21; Mordek 1992:23f. und Girault 1995:55f.

2 Vgl. Fischer 1957:8.

3 Vgl. Febvre 1999:119.

4 Vgl. Schneidmüller 1997:6 und Mordek 1992:24.

5 Vgl. Schneidmüller 1997:7 und Fischer 1957:10ff.

6 Schneidmüller 1997:8.

7 Vgl. Schulze 1995:19.

8 Mordek 1992:24.

9 Febvre 1999:127.

10 Vgl. Schulze 1995:17; Le Goff 2004:23 und Febvre 1999:132.

11 Erkens 1999:3.

12 1Vgl. Le Goff 2004:21f.; Schulze 1995:19 und Febvre 1999:119f.

13 Vgl. Schneidmüller 1997:14f.

14 Girault 1995:58.

15 Fischer 1957:51; vgl. dazu Schulze 1995:21; Le Goff 2004:44f.; Feuerstein-Praßer 1993:149ff. und Schneidmüller 1997:1.

16 Febvre 1999:134; vgl. dazu Girault 1995:58f.

17 Febvre 1999:109; vgl. dazu Fischer 1957:78ff.; Schneidmüller 1997:9f. und Erkens 1999:3.

18 Vgl. Mordek 1992:41; Febvre 1999:110f. und Erkens 1999:2. Jacques Le Goff (2004:51f.) spricht dem Karolingerreich außerdem fast jeden Einfluss auf die Gebiete östlich des Rheines ab.

19 Febvre 1999:111.

20 Fried 2003:41; vgl. dazu Mordek 1992:41; Schneidmüller 1997:9; Le Goff 2004:13 und Erkens 1999:3.

21 Vgl. Schulze 1995:21f.; Erkens 1999:3 und Schneidmüller 1997:13ff.

22 Schneidmüller 1997:10.

23 Vgl. Schulze 1995:23ff.

24 Schneidmüller 1997:12.

25 Febvre 1999:119.

26 Schulze 1995:19.

27 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:53ff.; Boussard 1968:8; Dopsch 1968:56 und Banniard 1993:71.

28 Vgl. Bowle 1993:179.

29 Vgl. Geary 2002:131.

30 Fernand Braudel (1990:93f.) schätzt die Anzahl der fränkischen Invasoren auf 80.000. Da aber auch viele Germanen unabhängig von den Einfällen in das römische Gallien drangen, geht er insgesamt von etwa einer Million Franken aus, während Karin Feuerstein-Praßer (1993:54) von höchstens 150.000 bis 200.000 spricht. Michel Banniard (1993:72) nimmt an, dass die Franken etwa 10% der Gesamtbevölkerung ausmachten.

31 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:71ff. und Wahl 1955:5.

32 Feuerstein-Praßer 1993:79; vgl. dazu Bowle 1993:181.

33 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:125ff. und Wahl 1955:5f.

34 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:137ff.; Wahl 1955:7 und Boussard 1968:20f.

35 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:154f. und Boussard 1968:21.

36 Wahl 1955:7; vgl. dazu Feuerstein-Praßer 1993:155.

37 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:200ff.; Wahl 1955:8 und Steinruck 1995:33.

38 Das altfränkische Adelsgeschlecht der Merowinger blickte auf eine halb- göttliche Abkunft zurück und zählte den sagenhaften Merowech, den Sohn eines Meerungeheuers, zu seinen Vorfahren. Zum äußeren Zeichen der Königswürde trugen die Merowinger ihr Haar in langen Locken, denen ein mythisch-religiöser Bedeutungsgehalt zukam (vgl. Wahl 1955:5; Bowle 1993:180; Feuerstein-Praßer 1993:56, 64f. und Geary 2002:133f.).

39 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:206 und Steinruck 1995:33f.

40 Als sich Papst Gregor III. von den Langobarden bedroht sah, wandte er sich an den fränkischen Hausmeier Karl Martell. Der Papst bot Karl sogar an, ihn zum König der Franken zu erheben, doch der Hausmeier lehnte das Hilfegesuch immer wieder ab (vgl. Feuerstein-Praßer 1993:153f.; Dopsch 1968:122 und Wahl 1955:7).

41 Vgl. Feuerstein-Praßer 1993:213ff. und Wahl 1955:12f.

42 Geary 2002:134; vgl. dazu Dopsch 1968:250.

43 Feuerstein-Praßer 1993:80.

44 Vgl. Dopsch 1968:250ff.; Boussard 1968:98; Bowle 1993:184 und Wahl 1955:5.

45 Vgl. Boussard 1968:99f.

46 Vgl. ebd.:127ff. und Banniard 1993:100.

47 Vgl. Boussard 1968:130.

48 Vgl. Banniard 1993:100f.

49 Vgl. ebd.:102.

50 Boussard 1968:129.

51 Vgl. Banniard 1993:103.

52 Vgl. ebd.:104.

53 Vgl. Boussard 1968:13.

54 Vgl. ebd.:88.

55 Die folgenden Ausführungen zur Vereinigung des Langobardenreiches mit dem Frankenreich stützen sich auf Wahl 1955:11-35 sowie Feuerstein- Praßer 1993:224-229.

56 Wahl 1955:33.

Details

Seiten
57
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638504850
ISBN (Buch)
9783638866293
Dateigröße
623 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v55578
Institution / Hochschule
Technische Universität Chemnitz – Philosophische Fakultät
Note
1,3
Schlagworte
Karl der Große Europa Leitfigur Mythos

Autor

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Titel: Karl der Große als Vater Europas? Auf der Suche nach einem Symbol für die europäische Einheit