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Kindermedien 2000 - Mit der Lizenz zum Erfolg

Examensarbeit 2000 82 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Aspekte zur Themenrelevanz
1.2. Konzeption und Fragestellung

2. Veränderungen und Entwicklungen im kindlichen Medienallta

3. Einblicke in das aktuelle Medienangebot für Kinder und dessen Nutzung
3.1. Fernsehen
3.2. Printmedien
3.2.1. Kinderbücher
3.2.2. Zeitschriften
3.2.3. Comics
3.3. Theate
3.4. Hörfunk
3.5. Tonträge
3.6. Film.
3.6.1. Kinofilm.
3.6.2. Videofilm
3.7. Computermedie
3.7.1. Computer- und Videospiele
3.7.2. Lern- und Unterhaltungsprogramme
3.7.3. Internet
3.8. Zusammenfassung der Ergebnisse

4. Herausstellung einer der bedeutendsten Entwicklungen im Bereich Kindermedien: Das kommerzielle Medienverbundsystem
4.1. Medienverbundsystem und Merchandising
4.2. Die geschichtliche Entwicklung von Merchandising und Medienverbundsystem
4.3. Die derzeitige Situation der Medienverbundsysteme auf dem Medienmarkt für Kinder
4.4. Ein aktuelles Beispiel - Der Pokémon -Medienverbund..
4.5. Die Bedeutsamkeit medialer Verbundsysteme für Kinder
4.6. Zusammenfassung und Ausblick

5. Positive wie negative Auswirkungen des derzeitigen Medienangebots auf Kinder – Medienpädagogische Diskussion

6. Eigene medienpädagogische Sichtweise zu den Auswirkungen des Medienangebots auf Kinder

7. Schlussbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichni

Anhang

1. Einleitung

1.1. Aspekte zur Themenrelevanz

Wer heute mit Kindern zu tun hat – sei es beruflich in Kindergarten, Schule, in der Sozialarbeit oder sei es privat als Elternteil – der wird tagtäglich auch mit den Medienerfahrungen der Kinder konfrontiert.

Wie oft erlebt man Kinder, die untereinander Ereignisse, Erfahrungen, Erlebnisse aus Fernsehsendungen und Videospielen austauschen oder von Medienfiguren berichten, die vielen Erwachsenen völlig fremd sind bzw. fremd erscheinen.

Auch bestimmte Ausdrucksweisen, Handlungsmuster oder Kleidungsvorlieben der Kinder, scheinen für viele Erwachsene merkwürdig, befremdend oder gar absurd zu sein. Sie erscheinen ihnen schlicht unergründbar, weil der entsprechende Medienhintergrund einfach nicht bekannt ist.

So berichten Kinder von für sie ganz selbstverständlichen Medienereignissen, die aber schon einem Menschen, dessen Kindheit vielleicht auch erst zwanzig Jahre zurückliegen mag, bereits völlig unverständlich und nicht mehr nachvollziehbar erscheinen.

Bedenkt man nun die Tatsache, dass ein Großteil der heutigen Lehrerschaft ihre Kindheit weit früher, beispielsweise in den 50er Jahren verbracht hat, wird es natürlich immer schwieriger für diese Generation, die Medienerfahrungen und Medienvorlieben ihrer jetzigen Schülerinnen und Schüler zu verstehen.

Die heutigen Kinder sind die Generation, welche nicht nur von Beginn an mit verschiedenen elektronischen Medien groß wird, sondern die Generation, die erstmalig in sogenannten multimedialen Erfahrungswelten aufwächst, in denen der Einfluss der Medien auf das tägliche Leben allgegenwärtig ist.

Die Medien, insbesondere die elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, bestimmen den Alltag der Kinder entscheidend mit, so dass von einer sogenannten „Mediatisierung der Kindheit“ gesprochen wird - ein Begriff, der mit unterschiedlichen Wertungen verbunden ist.

Zudem durchdringen und überschneiden sich mediale und nicht-mediale Erfahrungswelten immer stärker gegenseitig, so dass heutige Erziehungs- und Sozialisationsprozesse kaum noch ohne Bezug auf medial vermitteltes Verhalten zu denken sind. Denn wenn man einmal überlegt, wie Menschen in der heutigen Zeit und in einer hochentwickelten Industrienation wie Deutschland aufwachsen, und wie sie dabei lernen, wird man um den Einfluss der Medien nicht herum kommen.

Kindheit ist daher (genauso wie Jugend und Erwachsenenalter) als Lebensphase ohne Einbezug der Reflexion auf die Medien kaum noch zu beschreiben. Von daher müssen die von Kindern genutzten und präferierten Medien heute immer mehr auch als ‚Lernmedien’ begriffen werden, mit denen verschiedenste Kompetenzen und Fähigkeiten auch abseits von den formellen Bildungsinstitutionen wie Familie und Schule erworben werden. Die „mediale Sozialisation“ ist eines der Schlagworte innerhalb dieser Entwicklung. (vgl. Moser 1999, S.28)

Dazu kommt, dass heutige Kinder vor allem mit den elektronischen Medien sehr viel selbstverständlicher umgehen, als es viele Erwachsene glauben möchten.

Zahlreiche Untersuchungen zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen verdeutlichten, dass sich die drei bis siebzehnjährigen zu einer Generation von ‚Medienkids’ entwickelt haben, die medial alles sehen, hören und erleben wollen. (Fehr 1997, S.77)

Dadurch, dass die Dominanz der Medien im täglichen Leben durch immer neue Technologieschübe weiter zunimmt, sieht andererseits so manch kritischer Betrachter gerade die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft dem expandierenden Medienbetrieb am hilflosesten ausgeliefert.

So verfügen Kinder angeblich noch über unzureichende Differenzierungs- und Verarbeitungsstrategien und würden von einer wahren „Bilderflut“ überrollt werden. Zudem geraten sie als „ungeschützte Rezipienten“ zunehmend in den Blickpunkt der Medienindustrie und würden einer völligen „Kommerzialisierung der Kindheit“ ausgesetzt werden, so die häufige Einstellung vieler Medienkritiker.

Der Medienkonsum von Kindern wird zudem oftmals als eine Fluchtbewegung interpretiert, die weg von den Problemen des Alltags führe und diese verdränge.

Diese häufig zu hörenden Äußerungen verdeutlichen, dass die gängige Diskussion über Medien zumindest bisher, meistens bei den Gefahren und Risiken ansetzte, was auf der anderen Seite jedoch der von Politik und Wirtschaft propagierten Entwicklung hin zu einer „Medien- und Informationsgesellschaft“ entgegensteht.

Schließlich hat sich die Medienentwicklung in den letzten zehn Jahren noch stärker beschleunigt als von vielen vorhergesehen. Angebot und technische Veränderung sind noch größer geworden und in allen Bereichen, auch im Bereich der Kindermedien, sind starke Erweiterungen sowie Ausdifferenzierungen im Angebot festzustellen.

Vor allem die derzeitige, allgegenwärtige Diskussion um die neuen bzw. neuesten Entwicklungen rund um das Internet, sind nicht zu ignorieren. Die ständig voranschreitenden Innovationen im Bereich der Mikroelektronik und der elektronischen Datenübermittlung scheinen auf dem Weg zu sein, die gesamte Medienwelt erneut (nach der Erfindung des Fernsehens) zu revolutionieren. Auch die der Kinder.

Die in der Regel vorbehaltlosere Akzeptanz der Kinder neuen Medien gegenüber, macht diese Altersgruppe somit zu einer der vorrangigen Zielgruppen für neue Medientechnologien. (vgl. Heidtmann 1999c, S.1f)

Die Erkenntnis, dass Kindheit heute auch Medienkindheit ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die entsprechende Fachliteratur. Sie bezeichnet die Relevanz dieses Themas wie ich finde sehr deutlich. Für die pädagogische Arbeit mit Kindern ist daher eine Auseinandersetzung mit „ihren“ Medien nicht nur sinnvoll, sondern notwendig, will man Kinder in ihren Handlungs- und Ausdrucksweisen, mit ihren Vorlieben und Wünschen verstehen und ernstnehmen.

Um nicht auf eine weitere Entfremdung pädagogischer Institutionen – vor allem der Schule – von der Lebenswelt der Kinder hinzuarbeiten, muss die Pädagogik bzw. müssen die Pädagoginnen und Pädagogen die Medienwelt der Kinder zunächst akzeptieren, um sich schließlich konstruktiv mit ihr auseinander zu setzen. „Pädagogisches Handeln muss immer auch heißen, sich den Erlebniswelten von Schülerinnen zu öffnen, Neugierde für dortige Entwicklungen zu zeigen, um damit überhaupt in einen sinnvollen Dialog treten zu können.“ (Aufenanger 1997, S.310)

1.2. Konzeption und Fragestellung

Die geschilderten Aspekte und Diskussionspunkte habe ich daher unter anderem zum Anlass genommen, in dieser Arbeit den Bereich Kindermedien einmal näher zu beleuchten und mich mit folgender übergeordneter Fragestellung zu befassen:

Wie stellt sich die aktuelle Situation der Kindermedien dar?

Diese Frage beschäftigt sich mit den derzeit vorhandenen Medienangeboten für Kinder und damit, welche dieser Angebote bzw. Ausprägungen als besonders bedeutsam im Hinblick auf die Kinder, wie auch im Hinblick auf die Medienproduzenten zu sehen sind.

Es sollen derzeitige Trends unter die Lupe genommen werden, um möglicherweise auch eine Richtung erkennen zu können, in die sich der ganze Bereich Kindermedien entwickelt. Auf diese Weise möchte ich einen Überblick über das derzeitige Medienangebot für Kinder erhalten, bzw. entstehen lassen, gerade auch im Hinblick auf die derzeitige Expansion innerhalb bestimmter Segmente, die zum Teil recht unüberschaubar erscheinen.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit befasst sich mit einem Aspekt, welcher mittlerweile als ein wesentlicher Faktor von Kindheit und „Kind-Sein“ gilt und die Kindermedien in seiner Gesamtheit umfasst: Dem kommerziellen Medienverbund.

Neben der Vorstellung und Erläuterung dieses Begriffs, sollen anhand eines aktuellen Beispiels einmal die möglichen Dimensionen aufgezeigt werden, die ein solches Medienverbundsystem innerhalb der Kindermedien sowie auch innerhalb der gesamten Kinderkultur erlangen kann.

Daran anschließend möchte ich außerdem auf die Situation der Kinder in ihrer multimedialen Umwelt eingehen und einmal die Frage diskutieren, welche Vorteile oder aber auch Probleme sich durch das vielfältige Angebot auf dem Medienmarkt für Kinder ergeben könnten, um schließlich eine eigene medienpädagogische Position entwickeln zu können.

Zum Schluss möchte ich mit einigen Worten auf den gewählten Untertitel dieser Arbeit eingehen und einen Ausblick auf die Zukunft der Kindermedien wagen.

„Kinder und Medien“ ist ein Thema, welches über Jahre hinweg nie an Bedeutung verloren hat und wohl auch in Zukunft nichts an Bedeutung einbüßen wird.

Eine Anmerkung in eigener Sache:

Ich mache innerhalb dieser Arbeit häufig Gebrauch von Quellenmaterial, welches nicht in gedruckter Form, sondern nur elektronisch im Internet veröffentlicht wurde. Da es einen allgemein anerkannten Standard für das wissenschaftliche Zitieren von Online-Publikationen bisher nicht gibt, orientiere ich mich im wesentlichen an der von Bleuel (1996) und Graf (2000) vorgeschlagenen Technik.

Quellen aus dem World Wide Web (WWW) zitiere ich nach dem folgenden Muster:

(Autor) : (Titel des Beitrags). (Jahr der Veröffentlichung). Online im Internet: (URL: www.adresse.de) (letztes Abrufdatum)

In diesem Fall können innerhalb der gekürzten Quellenangaben im Text Seitenzahlen nur dann aufgeführt werden, wenn der Beitrag in einem Dateiformat veröffentlicht wurde, welches eine Seitennummerierung zulässt (z.B. PDF).

2. Veränderungen und Entwicklungen im kindlichen Medienalltag

Aufgrund medientechnischer und –ökonomischer Entwicklungen ist es auch auf dem Gebiet der Kindermedien zu einer Expansion gekommen, die vor zwanzig Jahren noch nicht absehbar schien. (vgl. Heidtmann 1992, S. VIII)

In nur wenigen Jahrzehnten haben sich für Kinder Medienangebote sowie Mediennutzung grundlegend verändern können:

Seit den 80er Jahren, mit der Öffnung des Rundfunkbereichs für private Anbieter und dem damit einhergehenden Mehrangebot an Programmen, sowie durch die Verbreitung von elektronischen Geräten in Folge deren massiver Verbilligung, hat die Nutzung audiovisueller Medienangebote bei Kindern stark zugenommen. (vgl. Moser 1999, S.124f)

Durch diese Entwicklungen ergaben sich große Verschiebungen in den Medienpräferenzen der Kinder, was sich zusätzlich auf einen Ausbau der Stellung des Fernsehens als das Leitmedium auswirkte.

Heute wachsen Kinder in der Bundesrepublik Deutschland in Haushalten mit einem durchweg hohen Medienstandard auf. Einige Zahlen sollen dies verdeutlichen:

100 Prozent aller Haushalte verfügen inzwischen über mindestens ein Radio, 99 Prozent über einen Fernseher, 92 Prozent besitzen einen Videorecorder, 72 Prozent einen CD-Spieler und mittlerweile über 40 Prozent bereits einen PC und/ oder eine Videospielkonsole. (Feierabend/Klingler 1999, S.61 0)

Auch der Eigenbesitz bzw. die Verfügbarkeit von Medien durch Kinder hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Genauer gesagt, der Gerätebesitz unter Kindern und Jugendlichen expandiert.

Besaßen beispielsweise in den 50er Jahren nur sechs Prozent der 15- bis 18jährigen ein eigenes Radio, so nennt heutzutage schon jeder zweite 6jährige ein Radio sein eigen. (Baake, Ferchhoff, Vollbrecht, 1997, S.44f)

Nach Angaben von Müttern verfügen 1999 mehr als die Hälfte aller Kinder über einen eigenen Walk - oder Discman. Etwa jedem dritten Sechs- bis 13jährigen steht sogar ein eigenes Fernsehgerät zur Verfügung. Ähnlich hoch ist die Ausstattungsrate bei Stereoanlagen und Videospielkonsolen. Lediglich Computer (PCs) und

Videorecorder sind in deutschen Kinderzimmern - jedenfalls zurzeit - noch nicht so stark verbreitet: „Erst“ 11 bzw. 10 Prozent aller Kinder besitzen einen eigenen PC bzw. Videorecorder. (Feierabend/Klingler 1999, S.611)

Diese Daten verdeutlichen, dass der heutige kindliche Medienalltag nur noch von der prinzipiellen häuslichen Verfügbarkeit von Fernsehen und Hörfunk her, Ähnlichkeit zu dem von Ende der 70er Jahre aufweist. Differenziert man stärker, zum Beispiel hinsichtlich der Ausstattung und vor allem der Angebotsmenge (z.B. 1979: ca. drei bis vier Fernsehprogramme pro Haushalt, 1999: ca. 30 bis 35), so zeigen sich dagegen extreme Unterschiede. (Feierabend/Klingler 1999, S.610f)

Vor allem private, kommerziell orientierte Medienanbieter produzieren heute in ständig steigendem Maße für die Zielgruppe Kind. Dabei weitet sich insbesondere die multimediale Verwertung der Kindermedienprodukte immer mehr aus.

Kinder werden heute als eine Zielgruppe, die nicht zu unterschätzende Kaufkraft bzw. Einfluss auf die Einkäufe der Eltern besitzt, ernstgenommen und daher auch früher als Konsumenten angesprochen und umworben. Zudem entscheiden Kinder heute bereits früher und vor allem selbstbewusster über ihre Medienpräferenzen und ihre Freizeitgestaltung im allgemeinen. (vgl. Heidtmann 1994, S. 9)

Zwar orientiert sich das Medienverhalten der Kinder einerseits noch immer stark an den Medienpräferenzen der Eltern (vgl. Grimm, 1998), doch sind Kinder und Jugendliche die Bevölkerungsgruppe, die am stärksten unterschiedliche Medien in verschiedener Weise tatsächlich nutzt; vor allem aber die ganze Bandbreite der zur Verfügung stehenden Unterhaltungsmöglichkeiten auch nutzen will. (vgl. Baake, Ferchhoff, Vollbrecht 1997, S.44f u. Heidtmann 1994, S. 9)

Diese Tatsache ist auch den großen Multimediafirmen bekannt, die sich bereits 1992 zu einer Zusammenarbeit entschlossen, um die ‚Neuen Medien’ vor allem Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen. Es wurde davon ausgegangen, dass eben diese Zielgruppe ganz anders als die Erwachsenen, unvoreingenommen an neue Medien herangeht und daher eine leichter erschließbare Zielgruppe für die „New Media Industrie“ darstellt. (Fritz/Fehr 1997, S.7)

Eine Tatsache ist auf jeden Fall, dass Kindern heute ein so noch nie da gewesenes, umfangreiches und weitgefächertes Angebot an speziell für sie produzierten Medienangeboten zur Verfügung steht, welches in folgendem Kapitel näher vorgestellt werden soll.

3. Einblicke in das aktuelle Medienangebot für Kinder und dessen Nutzung

Bei der Vorstellung bzw. der Unterteilung des Bereiches Kindermedien in die einzelnen Mediengruppen, orientiere ich mich hauptsächlich an dem System von Heidtmann (1992).

Im Folgenden wird auf die Gruppen Fernsehen, Printmedien (Bücher, Zeitschriften und Comics), Theater, Hörfunk, Tonträger, Film (Kinofilm und Videofilm) und Computermedien mit den Facetten PC- und Videospiel, Unterhaltungs- und Lernsoftware, sowie auf das Internet eingegangen.

Aus Gründen der Aktualität und der derzeitigen Entwicklung, welche im Verlauf des folgenden Kapitels deutlich werden, sowie des eigenen Interesses, habe ich mir erlaubt, den Schwerpunkt bei der Vorstellung der einzelnen Medien auf die Bereiche Fernsehen und Computermedien zu legen und diese in einem größeren Umfang darzustellen, als die übrigen Medien.

3.1. Fernsehen

Das Angebot an kinderspezifischen Sendungen belief sich 1997 auf über 300 Programmstunden in der Woche. Das sind rund sechsmal mehr als 1992. (Medien und Erziehung 4/97, S.219)

Mit SuperRTL (Seit 1995) und dem ARD-Sender Kinderkanal (Seit 1997) gibt es derzeit zwei Fernsehsender im sogenannten „Free-TV“, die sich hauptsächlich bzw.

ausschließlich als Programme für Kinder verstehen, nachdem der dritte im Bunde, Nickelodeon, seinen Sendebetrieb am 31.Mai 1998 eingestellt hatte.

Zusätzlich sind im Programmpaket Family World der Pay-TV-Plattform Premiere World mit Junior, KToon und Disney Channel, drei spezielle Kindersender enthalten. Ein vierter TV-Kanal für Kinder, FoxKids, will dort im Herbst diesen Jahres starten. (Weser-Kurier, 12.04.2000, S.11)

Zudem gibt es sogenannte „Kinderschienen“ z.B. auf Pro7, RTL, besonders aber auf RTL II („Pl@net Zone“) mit ausschließlich kinderspezifischen (Trickfilm-) Angeboten.

Diese „Kinderschienen“ sind mehrstündige Sendeplätze, z.B. vormittags am Wochenende und unter der Woche vor- und nachmittags, die für die Sender als unattraktiv gelten, d.h. in denen geringere Einschaltquoten und damit weniger Einnahmen durch Werbung (für Erwachsene) erzielt werden können. Da hauptsächlich Kinder innerhalb dieser Zeiten fernsehen, versuchen die meisten Fernsehsender den Anteil an „Kindersendungen“ in diesen Zeiten zu erhöhen. Zeichentrickfilme, auf dem Markt günstig und in großer Menge vorhanden, nehmen aus diesem Grund im Programm der Sender einen immer größeren Zeitraum ein. (vgl. Böll 1996, S.167) Kinderfernsehen wird daher auch „mittlerweile fast wie selbstverständlich mit Zeichentrickfilm gleichgesetzt“ (Erlinger 1995, S.432), und eigentlich alle Fernsehsender versuchen die junge Zielgruppe mit diesem Sendungsgenre anzusprechen, bzw. an ihr Programm zu binden. Auf der anderen Seite sind Zeichentrickfilme aber auch nach wie vor die bei Kindern mit Abstand am beliebtesten Sendungen.

Dass für Kinder gerade Zeichentrickfilme so attraktiv sind, liegt nicht nur an deren spezifischer Qualität, auf die in diesem Rahmen nicht näher eingegangen werden kann, sondern auch oder gerade an der Fülle von Verbundmedien, die immer wieder auf die Zeichentrickfiguren zurückweisen und so das Interesse zusätzlich wach halten. (vgl. Feierabend/Klingler 1999, S.613 u. Gerke-Reineke, 1995, S.110)

Die Tendenz der Medienanbieter, Kinder nur noch ausschließlich als Kunden zu betrachten, sowie die steigende Nachfrage der Kinder nach erlebnisorientierten Programmangeboten, hat eine Besonderheit auf dem Markt für Kinderfernsehen hervorgebracht: Die Clubsendung.

Clubsendungen sind Magazinsendungen, d.h. sie setzen sich aus einer Rahmenhandlung, z.B. einer kleinen Show im Studio und Einspielfilmen zusammen. Die Clubsendungen konfrontieren den Zuschauer bei ihrer Einführung jedoch nicht mit etwas völlig Neuem, sondern greifen zielgerichtet auf bereits Bekanntes und Bewährtes zurück: Sie setzen auf die Anziehungskraft eines bei den Kindern bekannten (Marken-)Namens, einer Zeichentrickfigur oder ähnlichem. Clubsendungen stützen sich somit also von Beginn an auf eine bereits vorhandene Fangemeinde.

Clubsendungen sind auch als Kinderprogrammangebote mit Warencharakter zu bezeichnen, denn sie präsentieren Produkte eines bestimmten Herstellers und machen diese somit für die Zielgruppe begehrenswert.

Beispiele für solche Clubkonzepte sind u.a. der Disney Club, Käpt’n Blaubär Club oder der Tigerenten Club. (vgl. Hollstein 1997, S.50f)

Seitdem Kinder mit Einführung des Kabel- bzw. Satellitenfernsehens aus einer Fülle von Programmen wählen können, hat sich die Bevorzugung bestimmter Sender klar herauskristallisiert. Eine zentrale Rolle bei der Fernsehnutzung der Kinder nehmen die privaten Anbieter mit ihrem Nachmittags- und Vorabendprogramm ein (s.o.).

Der nach einer Analyse der Fernsehnutzung von sechs bis 13jährigen Kindern (KIM-Studie 1999) erfolgreichste Sender (1999) ist RTL, gefolgt von SuperRTL, Kinderkanal, Pro7 und RTL II.

Die Differenzierung nach Altersgruppen macht den Kinderkanal bei den jüngeren Befragten zum eindeutigen Sieger, während RTL als Heimatsender der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bei den älteren Kindern gewinnt. (Feierabend/Klingler 1999, S.616)

Neben den nach wie vor beliebten Zeichentrickserien, haben jedoch auch in der Fernsehnutzung von Kindern sogenannte „Soap Operas“ in den vergangenen Jahren einen immer höheren Stellenwert einnehmen können. Diese in der Regel täglich ausgestrahlten TV-Serien erreichen bereits bei Kindern im frühen Grundschulalter Spitzeneinschaltquoten. Die Vorabendserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) ist die erfolgreichste deutsche „daily soap“. Allein bei den 10- bis 13jährigen Mädchen erreicht GZSZ einen Marktanteil von 60 Prozent. (Heidtmann 1999a, S.9f)

Daneben werden selbstverständlich auch spezifische Kindersendungen, aber auch Werbung und Musiksendungen gesehen.

Insgesamt ist festzustellen, dass Kinder immer weniger die Programmangebote des intentionalen Kinder- und Jugendfernsehens annehmen, das mit seinen, z.T. anspruchsvolleren Produktionen, generell an Boden verloren hat. Von diesen Programmen konnte sich noch am ehesten die Sendung mit der Maus (ARD) halten, die bei den Kindern im Vorschulalter 1996 noch die erfolgreichste Sendung war. Tendenziell jedoch findet das „eigentliche Kinderprogramm“ nur noch bei den ganz jungen Kindern genügend Anklang.

Die Nutzung des Mediums Fernsehen von Kindern und Erwachsenen wird sich damit immer weiter annähern. (vgl. Heidtmann 1994, S.6 u. Moser 1999, S.127)

Diese Tatsache wurde schon vor geraumer Zeit sehr treffend mit dem heute bekannten Zitat: „Kinderfernsehen ist, wenn Kinder fernsehen“ (Müntefering 1972 zit. in: Kübler 1994, S.327) ausgedrückt.

Trotz des attraktiven Mehrangebots im Fernsehen, steigt die Sehdauer der 6- bis 13jährigen nur leicht an: 1992 sahen Kinder im Schnitt 93 Minuten pro Tag fern. 1998 waren es gerade einmal neun Minuten mehr.

In Deutschland ist die Gruppe der Kinder, die mehr als drei Stunden am Tag fernsehen, mit 6,3 Prozent nicht sehr groß, vergleicht man diese Zahlen mit denen aus den USA, wo bereits Mitte der 80er Jahre Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren durchschnittlich vier Stunden täglich vor dem Fernsehapparat verbrachten. (Medien und Erziehung 4/97, S.219 u. Feierabend/ Klingler/ Simon 1999, S.174f)

Trotzdem stellt auch bei uns das Fernsehen heute für viele Kinder den wichtigsten und oft einzigen Geschichtenerzähler dar. Nur noch ein Bruchteil der von den Kindern rezipierten Geschichten erreicht diese durch die Lektüre von Büchern. (Heidtmann 1994, S.5)

Fernsehen belegt bei der Mediennutzung der Kinder nach wie vor unangefochten Platz 1. Es ist für Kinder Trendsetter und Leitmedium schlechthin und gilt mittlerweile gar als symptomatische Verkörperung der Kinderkultur. Das Fernsehen ist „von einem zunächst marginalen Präsentator tradierter Formen und Produktionen von Kinderkultur“ zur „maßgeblichen, form- und idolstiftenden Agentur avanciert, die sie heute gleichsam als Synonym für die Kinderkultur insgesamt erscheinen lässt.“ (Kübler 1994, S.338)

Drei Viertel aller Kinder sehen täglich bzw. fast täglich fern. Das Fernsehen ist damit gemessen an der Nutzungshäufigkeit das meistgenutzte Medium. (Feierabend/Klingler 1999, S.613) Wobei diese Aussage für Aufenanger nur noch bedingt gilt. Laut seiner Aussage ergeben sich bei den 11- bis 13jährigen Kindern schon andere Präferenzen, nämlich Computer und Videospiele. (Aufenanger 1999, S.7)

Dennoch: Durch eine noch weitere Diversifizierung des Angebotes (z.B. durch digitale Satellitenprogramme) wird wohl für Kinder Fernsehen auf lange Zeit ein wichtiges Medium bleiben.

3.2. Printmedien

3.2.1. Kinderbücher

Wie für den gesamten Buchmarkt, zeichnen sich auch für die Kinderliteratur Titelreduzierungen ab.

Die Anzahl der Kinderbuchkäufer stellt sich zwar als noch nicht übermäßig rückläufig dar, jedoch wird von zwei Dritteln aller deutschen Haushalte kein einziges Kinderbuch im Jahr mehr gekauft.

Fast ausschließlich Erwachsene kaufen Kinderbücher – hauptsächlich für eigene oder verwandte Kinder.

Während die traditionellen Unterhaltungsgenres (u.a. Krimi, Science Fiction) in den Verkäufen stark rückläufig sind, legen Sachbücher und Sachbilderbücher zu.

Kinderbücher übernehmen mittlerweile in immer größerem Umfang Stoffe und Figuren aus anderen Medien, vor allem aus Film und Fernsehen und erreichen damit überproportionales Umsatzwachstum.

Denn Kinder und Jugendliche schätzen es (wie viele Erwachsene auch), durch erzählende Literatur Erlebnisse wiederholen und noch einmal nachvollziehen zu können, die sich bereits vorher in Filmen, Fernsehserien oder Computerspielen ereignet haben.

Auf die dauerhaftesten Erfolge mit medialen Verbünden in diesem Bereich kann die Disney Company verweisen. Aber auch die Mehrheit der übrigen Verlage hat auf diesen Trend bereits reagiert, so dass das Buch als Ergänzung zum Film, zur Fernseh- oder Hörspielserie - also als ein Bestandteil von medialen Verbundsystemen - zukünftig noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Das Kinderbuch ist somit zukünftig vor allem als ein spezifisches Segment einer multimedial strukturierten Kinderkultur zu begreifen, die sich zudem immer enger mit der gesamten Populärkultur verzahnt. Produktion wie Vermittlung von Kinder- und Jugendliteratur müssen daher von dieser Entwicklung ausgehen. (Heidtmann 1994, S.3)

Der Zwang zur seriellen Produktion in den AV-Medien fördert die Serienproduktion im Kinder- und Jugendbuchbereich. (Heidtmann 1994, S.2ff)

Andererseits erwecken aber gerade die AV-Medien diverse tot geglaubte Buchgestalten und -helden wieder zum Leben. Viele Kinderbuchklassiker wie z.B. „Ronja Räubertochter“ oder „Das doppelte Lottchen“ erfuhren durch ihre Verfilmung eine Neuentdeckung und umfassendere Popularität als zuvor. (vgl. Grimm, 1998)

Während Karl May „in die ewigen Jagdgründe der Jugendliteratur“ eingegangen zu sein scheint, sind andere Klassiker nicht in Gefahr, von diesem Schicksal ereilt zu werden. Astrid Lindgren oder Enid Blyton beispielsweise, haben nach wie vor viele Fans unter den jungen Lesern. (Felsing 2000, S.5)

Allgemein sind Geschichten, die Serien oder Filme aufgreifen bei Kindern besonders beliebt, wie z.B. die Bücher zur Fernsehserie Süderhof.

Der derzeit mit Abstand größte „Hit“ auf dem Buchmarkt für Kinder ist allerdings die Harry Potter – Reihe der schottischen Autorin Joan K. Rowling, die nicht nur Kinder, sondern auch zahllose Erwachsene begeistert.

Die drei bisher erschienenen Bände um die Romanfigur eines Waisenkinds und Zauberlehrlings stellen - von den Verkäufen und der Hysterie her - alles bislang auf dem Kinderbuchmarkt Dagewesene in den Schatten. Weltweit wurden bereits 35 Millionen Exemplare verkauft, sowie die Geschichten in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Seit dem ersten Band, der 1998 noch mit mäßigem Erfolg veröffentlicht wurde, ging Harry Potter im deutschsprachigen Raum mittlerweile schon über 1,7 Millionen mal über den Ladentisch.

(Financial Times, 07.07.2000 u. Frankfurter Neue Presse, 07.07.2000)

Die Firmen Mattel, Hasbro und Warner haben mittlerweile von der Autorin die Vermarktungsrechte an Harry Potter erworben, so dass die Versorgung der Zielgruppe mit Film, Sammelkarten, Plüschtieren und ähnlichem nur noch eine Frage der Zeit ist. (Ceschi/ Schenk 1999)

Das Lesen von Büchern in der Freizeit hat für Kinder noch einen recht hohen Stellenwert.

Das heißt, „auch im Zeitalter der Computer und Videos schmökern Kinder gerne.“ (Felsing 2000, S.5) Trotzdem hat sich der Stellenwert des Lesens verringert, und zwar sowohl bezüglich der Reichweite als auch bezüglich der Dauer. (Heidtmann 1994, S.2)

Im Rahmen der KIM-Studie 1999 gaben 15 Prozent der Befragten an, jeden bzw. fast jeden Tag zu lesen. 40 Prozent lesen mindestens einmal die Woche in einem Buch, weitere 32 Prozent lesen zumindest selten. Der Anteil der expliziten Nichtleser beträgt mittlerweile 12 Prozent. (Feierabend/ Klingler 1999, S.618f)

3.2.2. Zeitschriften

Neben den Büchern sind auch Zeitschriften im Medienrepertoire der sechs- bis 13jährigen ein fester Bestandteil, deren Nutzungshäufigkeit vergleichbar mit der des Buches ist. (vgl. Heidtmann 1994, S.3)

In Deutschland existieren über 100 spezifische Kindertitel mit einer jährlich verkauften Auflage von ca. 130 Millionen Exemplaren. (Neumann-Braun/ Erichsen 1997, S.31)

Dadurch dass tragbare AV-Unterhaltungsmedien, wie Gameboy oder Walkman, Kinderzeitschriften immer mehr auch aus ehemals typischen Rezeptionssituationen wie Krankenbett, Autofahrt etc. verdrängen, haben sich Kinderzeitschriften mittlerweile stark den Medienvorlieben der Kinder anpassen müssen.

Durch den großen Erfolg von Video- und Computerspielen drängen z.B. diverse Spielemagazine auf den Markt, die sich speziell an Kinder als Zielgruppe richten. Erfolgreich sind außerdem die sogenannten „Spieleberater“ die Hilfen und Tipps zu Video- und Computerspielen anbieten, die zum Teil aber wohl zum Bereich Buch gerechnet werden müssen.

Eine relativ neue Art von Kinderzeitschrift stellt z.B. das Magazin „Kids Zone“ dar, welches jeweils die aktuell bei Kindern angesagtesten Medienthemen, hauptsächlich aus den Bereichen Videospiel und TV, zum Inhalt hat und auf diese Weise an deren Erfolg partizipiert.

Seit Jahrzehnten ungebrochen ist die Nachfrage nach der „Teenager-Zeitschrift“Bravo, die mittlerweile jedoch immer jüngere (neun- bis zwölfjährige), hauptsächlich Leserinnen erreicht und der spezifische, ebenso konsumorientierte Folgeproduktionen nachgeschickt worden sind: Derzeit sind neben der „normalen“Bravo die Zeitschriften Bravo Girl, Bravo Sport, Bravo Screenfun (Computer und Spielkonsole) sowie Bravo NetFun (Internet und Handy) erhältlich .

Die Bravo -„Zeitschriftenfamilie“ kann somit fast das gesamte, zumindest das für Kinder und Jugendliche hauptsächlich relevante Spektrum des Unterhaltungs- und Informationsbereiches abdecken.

Nach wie vor sind auch diverse pädagogisch intendierte Titel für Vor- und Grundschüler, wie z.B. die Sesamstraße, Sendung mit der Maus und ähnliche im Angebot, die eigentlich alle als Begleitung einer beliebten Fernsehsendung zu verstehen sind und auch als solche vermarktet werden.

Eine intensiv genutzte, spezifische Form der Kinderpresse sind außerdem die Kinderseiten in diversen Publikumszeitschriften für Erwachsene, welche eine starke Konkurrenz zur intentionalen Kinder- und Jugendpresse darstellen. (vgl. Heidtmann 1994, S.4f)

Auflagenstärkste, sowie äußerst beliebte, aber oftmals übersehene Gattung in diesem Bereich ist die Werbezeitschrift bzw. Kundenzeitschrift für Kinder, die beispielsweise von Apotheken, Sparkassen oder Krankenkassen, aber auch von Spielwarenherstellern (z.B. Mattel, Nintendo), kostenlos abgegeben wird. Diese befriedigen kostenlos oftmals die gleichen Lektürebedürfnisse wie die kommerzielle Konkurrenz und werden daher auf absehbare Zeit bedeutsam bleiben.

Völlig in die Bedeutungslosigkeit abgedrängt sind „jugendeigene“ Kinderzeitschriften, die von Kindern oder mit ihrer Beteiligung produziert werden. (Heidtmann 1992, S.9f)

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass im Prinzip alle kommerziellen Kinderzeitschriften vornehmlich im Medienverbund vermarktet werden.

Zu jeder erfolgreichen TV-Serie, zu jedem großen Videospielerfolg erscheint innerhalb kürzester Zeit auch eine Zeitschrift. Bei besonders populären Sendungen bzw. Spielen auch mehrere Titel.

Die Kinderzeitschriftenregale großer Supermärkte erscheinen mittlerweile wie Auszüge aus den Programmen der Fernsehsender. Doch Kinderzeitschriftentitel werden nicht nur bereits seit längerem als „Begleitung“ populärer Fernsehserien konzipiert (vgl. Heidtmann 1992, S.9), sie werden als Begleitung sämtlicher Medienpräferenzen der Kinder angeboten. Immer verbunden mit einem nicht zu übersehenden Verweis auf weitere, dazugehörende Medien und Produkte.

Daher dürfte die Bedeutung der Kinderzeitschriften auch in Zukunft noch weiter zulegen, da nicht nur die Medienanbieter, sondern auch die Konsumgüterindustrie, diese zunehmend als Medium für eine besonders zielgruppengerechte Werbeplattform entdeckt hat. (vgl. Heidtmann 1994, S.5)

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Details

Seiten
82
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638133401
ISBN (Buch)
9783656380399
Dateigröße
725 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v5480
Institution / Hochschule
Universität Bremen – Fachbereich Medienwissenschaften
Note
1
Schlagworte
kommerzieller Medienverbund Pokemon Kindermedienmarkt Mediennutzung

Autor

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