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Normen, Vorschriften und Richtlinien für die Produkte des Unternehmens

Am Beipiel wichtiger Vorschriften für Geräte, Einrichtungen und Möbel im Bereich der Gastronomie und von gewerblichen Küchen

Hausarbeit 2004 15 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Vorbemerkung
1.2. Die Normung und das DIN in ihrer geschichtlichen Entwicklung

2. Begriffsdefinitionen
2.1. DIN und DIN-Normen
2.2. CEN und EN-Normen..
2.3. ISO und ISO-Normen
2.4. Vorschriften
2.5. VDI - Richtlinien
2.6. CE - Richtlinien

3. Normen, Vorschriften und Richtlinien
3.1. Einteilung der Normung
3.1.1. Nach dem EU-Harmonisierungskonzept
3.1.2. Nach den Normenarten
3.2. Normen in ihrer Entstehung
3.3. Die Bedeutung von Normen für Geräte, Einrichtungen und Möbel im
Bereich der Gastronomie und von gewerblichen Küchen
3.3.1. Die Bedeutung im Allgemeinen und für die Produkte
eines Unternehmens
3.3.2. Wichtige Normen im Bereich der Gastronomie und von gewerblichen
Küchen
3.3.3. Die DIN 18860-1, offene Arbeitstische

4.Schlussfolgerung

Anhang

Literaturverzeichnis / Internetquellen

1. Einleitung

1.1. Vorbemerkung

In dieser Hausarbeit wird neben allgemeinen Begriffsdefinitionen und der geschichtlichen Entwicklung, vor allem Wert auf die Erörterung der Zusammenhänge zwischen Normen, Vorschriften und Richtlinien gelegt. Die hier vorgestellten Einteilungen sind natürlich nicht vollständig, sondern geben nur eine bestimmte Sichtweise wieder, man könnte noch weitere Einteilungen vornehmen.

Nach der Klärung der Bedeutung wird auf die Entwicklung eingegangen.

Außerdem wird die Wichtigkeit von Normung für die Produkte eines Unternehmens am Beispiel wichtiger Normen für Einrichtungen im Bereich der Gastronomie und von gewerblichen Küchen erläutert: speziell die DIN 18860-1 (offene Arbeitstische).

1.2. Die Normung und das DIN in ihrer geschichtlichen Entwicklung

Normen, wie wir sie heute gebrauchen und kennen, sind eng mit der Geschichte des Deutschen Instituts für Normung (DIN) gekoppelt. Dieses wurde 1917 als Normenausschuss der deutschen Industrie (NADI) gegründet. 1918 veröffentlichte man die erste DIN-Norm (DIN 1 Kegelstifte). Mit dem sich ausweitenden Handel zwischen den Industrienationen wurde in de 20er Jahren erkannt, dass eine Angleichung der technischen Parameter eine Voraussetzung für den Warenaustausch zwischen den Ländern sei. Deshalb gründete man 1926 die Internationale Normungsorganisation ISA (heute ISO).[1]

Der alliierte Kontrollrat beauftragte nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches das DIN die Arbeit für Gesamtdeutschland wieder aufzunehmen. 1954 wurde das Amt für Standardisierung (AfS) der DDR eingerichtet. Der AfS-Präsident oder sein Beauftragter wurde Vizepräsident im DIN. Das Europäische Komitee für Normung (CEN) wurde 1961 gegründet. 1990 stellte das Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung (ASMW) der DDR seine Tätigkeit ein und das DIN erhielt wieder die Zuständigkeit für Gesamtdeutschland.[2]

2. Begriffsdefinitionen

2.1. DIN und DIN-Normen

Das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. ist ein technisch wissenschaftlicher Verein. Es ist als Selbstverwaltungsorgan der Wirtschaft zuständig für die technische Normung in Deutschland. In den internationalen und europäischen Normungsorganisationen vertritt das DIN die Interessen unseres Landes.[3]

DIN-Normen sind Regeln der Technik. Sie dienen der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, der Sicherheit, dem Umweltschutz und der Verständigung in der Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. DIN-Normen basieren auf beweisbaren naturwissenschaftlichen Argumenten und beziehen gesamtgesellschaftliche Ziele ein.[4]

Der Nutzen für alle steht über dem Vorteil Einzelner. Die Mitwirkung an der Normungsarbeit ist ebenso freiwillig, wie die Anwendung der Normen. Die Normen des DIN sind durch ihre sachliche Kompetenz und die Art ihrer Erarbeitung als Empfehlungen legitimiert.[5]

2.2. CEN und EN-Normen

Der Europäische Binnenmarkt verlangt nach technischen Normen, die in allen Mitgliedsländern identisch sind, um technische Handelshemmnisse zu beseitigen, die den Binnenmarkt behindern und die Gewinne klein halten. Einheitliche Europäische Normen werden in der gemeinsamen europäischen Normungsorganisation CEN/CENELEC (eingetragene Vereine nach Belgischem Recht) erarbeitet. Die Europäischen Normen müssen von allen Mitgliedsländern unverändert als nationale Normen übernommen werden.[6]

2.3. ISO und ISO-Normen

Die ISO ist ein eingetragener Verein nach Schweizer Recht mit 132 Mitgliedsinstitutionen (je Land ein Mitglied).[7]

Die ISO-Normen werden in Komitees erarbeitet, deren Sekretariate dezentralisiert in den Mitgliedsländern in aller Welt geführt werden. Die Mitgliedsländer sind nicht verpflichtet, ISO-Standards in ihr nationales Normenwerk zu übernehmen. Die Welthandelsorganisation WTO strebt jedoch eine stärkere Verpflichtung zur Übernahme der ISO-Normen an. Viele Internationale Normen werden als Europäische Normen übernommen und bekommen auf diesem Weg den Status einer DIN-Norm. Einige ISO-Normen werden auch direkt als DIN-Norm übernommen.[8]

2.4. Vorschriften

Eine andere Bezeichnung für Rechtsvorschrift ist eine Vorschrift diese bezeichnet einen Rechtssatz in einem Gesetz, oder eine Rechtsverordnung. Sie ist daher zwingend anzuwenden und wendet sich an die Allgemeinheit.[9] Meistens verweisen Vorschriften auf Normen oder Richtlinien.

2.5. VDI-Richtlinien

Der VDI, gilt in Deutschland als führender Sprecher für Technik und der Ingenieure. Er hat ein technisches Regelwerk aufgebaut, das das breite Feld der Technik weitgehend abdeckt. Es gibt über 1.650 gültige VDI-Richtlinien. Regelmäßig werden die bestehenden Richtlinien, Entsprechend den technischen Entwicklungen aktualisiert. 120 - 150 neue VDI-Richtlinien kommen jährlich hinzu.[10]

An der Entstehung von VDI-Richtlinien sind Fachleute aus allen Bereichen von Forschung und Lehre, Industrie, technischer Überwachung und öffentlicher Hand in ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit beteiligt. Dies gewährleistet Neutralität gegenüber wirtschaftlichen Einzelinteressen sowie Aktualität und Praxisnähe. VDI-Richtlinien erlangen national rechtliche Bedeutung zum Beispiel durch ihre Aufnahme in Gesetze, Rechtsverordnungen, Erlasse oder Vorschriften. VDI-Richtlinien ergänzen auch die europäischen und internationalen Regeln oder dienen als nationaler Standpunkt bei deren Erarbeitung.[11]

2.6. CE-Richtlinien

Die CE-Richtlinien legen für Produkte Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen fest, die nicht unterschritten werden dürfen. Diese Richtlinien sind gedacht für den freien Warenverkehr im europäischen Wirtschaftsraum. Wenn die CE-Kennzeichnung für ein bestimmtes Produkt gefordert wird, bringt der Hersteller zum Ausdruck, dass er die geforderten Anforderungen alle eingehalten hat.[12]

Die CE-Kennzeichnung gilt nur für technische Produkte und behandelt nur Mindestsicherheitsanforderungen. Die CE-Richtlinien werden in den Generaldirektionen der Europäischen Kommission erarbeitet und vom Rat der Europäischen Gemeinschaft verabschiedet. Anschließend müssen die CE-Richtlinien von den Mitgliedsstaaten der EU in ihre nationalen Gesetze umgesetzt werden. CE-Richtlinien werden in das Deutsche Recht übernommen, sind also zwingend anzuwenden.[13]

[...]


[1] vgl. Deutsches Institut für Normung, Chronik, URL: http://www2.din.de/ Chronik [Stand 2004-04-22]

[2] vgl. Deutsches Institut für Normung, Chronik, URL: http://www2.din.de/ Chronik [Stand 2004-04-22]

[3] vgl. Deutsches Institut für Normung, DIN Service in Standards., 2001, Seite 4

[4] vgl. Deutsches Institut für Normung, DIN-Normen für den Unterricht Technisches Zeichnen, 1996, Seite IX

[5] vgl. Deutsches Institut für Normung, DIN Service in Standards., 2001, Seite 4

[6] vgl. Bresemann, H., Zimders, J., Skalski, D., Wie finde ich Normen, Patente, Reports, 1995, Seite 23-25

[7] vgl. Deutsches Institut für Normung, DIN Service in Standards., 2001, Seite 9

[8] vgl. Bresemann, H., Zimders, J., Skalski, D., Wie finde ich Normen, Patente, Reports, 1995, Seite 27-29

[9] vgl. Westdeutscher Rundfunk Köln, Ratgeber Recht, URL: http://www.ratgeberrecht.de/worte/rw04322.html,[Stand 2004-04-23]

[10] vgl. Verein Deutscher Ingenieure, VDI-Richtlinienkatalog, 2003, Seite 5-7

[11] vgl. Verein Deutscher Ingenieure, VDI-Richtlinienkatalog, 2003, Seite 7

[12] vgl. Verein Deutscher Ingenieure, CE - Richtlinien, URL: http://www.vdi-nachrichten.com/ce-richtlinien/navigator/umsetzung_teil1u5.asp?hl_id=702, [Stand 2004-04-23]

[13] vgl. Verein Deutscher Ingenieure, CE - Richtlinien, URL: http://www.vdi-nachrichten.com/ce-richtlinien/navigator/umsetzung_teil1u5.asp?hl_id=702, [Stand 2004-04-23]

Details

Seiten
15
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638495264
ISBN (Buch)
9783638791830
Dateigröße
575 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v54281
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
2,3
Schlagworte
Normen Vorschriften Richtlinien Produkte Unternehmens Fallstudie Integration

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Titel: Normen, Vorschriften und Richtlinien für die Produkte des Unternehmens