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Nachhaltigkeitskommunikation und -berichterstattung bei der Munich RE

Berichtsinhalt und Qualität des Munich RE Corporate Responsibility Berichts 2017/2018

Hausarbeit 2018 18 Seiten

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

1 Analyse und Bewertung des Munich RE Corporate Responsibility Berichts in Hinblick auf Klimathemen
1.1 Bestimmung der Inhalte des CR Berichts von Munich RE
1.2 Bestimmung der Qualität des CR Berichts von Munich RE
1.3 Bewertung des CR Berichts von Munich RE

2 Wesentlichkeitsanalyse von Munich RE zu Klimathemen
2.1 Darstellung der Prozesse der Wesentlichkeitsanalyse von Munich RE
2.2 Darstellung der Inhalte der Wesentlichkeitsanalyse von Munich RE
2.3 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Stakeholder Gruppen von Munich RE (Munich RE 2018a, 14)

Abb. 2: Wesentlichkeitsanalyse von Munich RE (Munich RE 2018a, 15)

Abb. 3: Vier Kernbereiche für TCFD-Empfehlungen (TCFD 2017a, V)

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsinhalte und der Berichtsqualität (GRI 2016a)

Tab. 2: Verfahren zur Einbindung der Stakeholder (Munich RE 2018a)

Tab. 3: Die Klimastrategie von Munich RE (Munich RE 2018a)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Analyse und Bewertung des Munich RE Corporate Responsibility Berichts in Hinblick auf Klimathemen

In der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind vor allem (v.a.) ökologische und soziale Aspekte von Bedeutung. Aufgrund ihrer qualitativen Natur sind diese schwer in Zahlen auszudrücken, was sich negativ auf die Sachlichkeit und Glaubwürdigkeit auswirken kann. Die GRI (Global Reporting Initiative) Prinzipien der Berichterstattung dienen als Orientierungshilfe zur Gewährleistung qualitativ hochwertiger Nachhaltigkeitsberichte (GRI 2016a). Im Folgenden wird der Corporate Responsibility (CR) Bericht von Munich RE in Hinblick auf die Berichterstattung zu Klimathemen auf dieser Grundlage analysiert und bewertet. Die GRI Prinzipien der Berichterstattung sind in zwei Gruppen aufgeteilt, welche in Tabelle (Tab.) 1 aufgelistet sind.

Tab. 1: Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsinhalte und der Berichtsqualität (GRI 2016a)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1 Bestimmung der Inhalte des CR Berichts von Munich RE

Einbeziehung von Stakeholdern

Dem 1. Grundsatz folgend muss Munich RE die eigenen Stakeholder ermitteln, nennen und erläutern, wie auf deren berechtigte Erwartungen und Interessen eingegangen wird (GRI 2016a). Die von Munich RE identifizierten Stakeholder sind in Abbildung (Abb.) 1 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Stakeholder Gruppen von Munich RE (Munich RE 2018a, 14)

Munich RE beschreibt alle Stakeholder Gruppen kurz. Allerdings besteht noch Verbesserungspotenzial, indem die relevanten Nichtregierungsorganisationen (NGOs) konkret benannt werden. Munich RE steht nach eigenen Angaben in einem offenen und stetigen Dialog mit den Stakeholdern, woraus sich ableiten lässt, dass deren Interessen berücksichtigt werden. Tab. 2 stellt die Verfahren dar, mit denen Munich RE die Interessen der Stakeholder Gruppen in die laufenden Geschäftstätigkeiten einbindet (Munich RE 2018a).

Tab. 2: Verfahren zur Einbindung der Stakeholder (Munich RE 2018a)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Klimawandel wurde von den Stakeholdern als ein strategisch wichtiges Themenfeld identifiziert und im CR Bericht auch mit hoher Priorität behandelt (Munich RE 2018a). Aus den Angaben geht jedoch nicht hervor, welche Stakeholder dieses Thema als besonders wichtig erachten, beziehungsweise welche Stakeholder Gruppen für Munich RE eine höhere Priorität haben. Diese Angaben würden die Qualität des Berichts noch steigern.

Nachhaltigkeitskontext

Zweitens muss die Leistung von Munich RE zu Klimathemen im breiteren Nachhaltigkeitskontext dargestellt sein (GRI 2016a). Der Klimawandel ist ein Faktor mit globaler Auswirkung, weshalb Munich RE das Thema im strategischen Ansatz des Unternehmens berücksichtigt. Zusätzlich setzt das Unternehmen das Thema in Verbindung zu relevanten SDGs (Munich RE 2018a, 6). Der strategische Ansatz umfasst sowohl geschäftsbezogenen Aktivitäten, als auch Maßnahmen im Rahmen der Unternehmensverantwortung (Munich RE 2018a). Die Beiträge von Munich RE um die Auswirkungen des Klimawandels abzufedern, sind in Tab. 3 dargestellt.

Tab. 3: Die Klimastrategie von Munich RE (Munich RE 2018a)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unternehmensintern wird der Indikator CO2-Emissionen verwendet um der Herausforderung Klimawandel zu begegnen. Seit 2012 verfügt Munich RE über ein einheitliches Umweltmanagementsystem (UMS), welches die Umweltleitlinien und Leistungsindikatoren, sowie die dafür notwendigen Prozesse beschreibt (Munich RE 2018a). Insgesamt wird eine Beziehung zwischen Nachhaltigkeit und Strategie der Organisation sowie der Kontext, innerhalb dessen die Offenlegung erfolgt, im Bericht herausgestellt. Munich RE legt durch das Engagement bei MICC und durch nachhaltige Investitionen zudem dar, wie das Unternehmen plant, auch zukünftig einen Beitrag zu leisten (Munich RE 2018a).

Wesentlichkeit

Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist Wesentlichkeit das Prinzip, nach dem entschieden wird, über welche Themen eine Berichterstattung erforderlich ist. Diese Themen müssen erhebliche ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen der Organisation aufzeigen, oder die Beurteilung und Entscheidungen der Stakeholder erheblich beeinflussen (GRI 2016a). In Abb. 2 werden die wesentlichen Themen der Stakeholder-Analyse in einer Matrix dargestellt. Diese dient als Erläuterung des Verfahrens, nach welchem die Priorität der Themen festgelegt wurde (Munich RE 2018a).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Wesentlichkeitsanalyse von Munich RE (Munich RE 2018a, 15)

Munich RE stellt zusätzlich heraus, dass der Klimawandel von hoher Bedeutung für die Versicherungsbranche und die Gesellschaft ist (Munich RE 2018a). Um die Aussagefähigkeit der Matrix zu erhöhen, sollten die Stakeholder zusätzlich aufgrund ihrer Bedeutung und Möglichkeit der Einflussnahme priorisiert werden (GRI 2016a).

Vollständigkeit

Die Vollständigkeit der Berichterstattung betrifft v.a. die wesentlichen Themen, deren Abgrenzung und den Berichtszeitraum (GRI 2016a). Munich RE beschreibt die Auswirkungen des Klimawandels auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Versicherungsbranche. In einem weiteren Punkt legt das Unternehmen mit den internen CO2-Emissionen die eigens verursachten Auswirkungen offen (Munich RE 2018a). Dabei werden die Auswirkungen der gesamten Munich RE Gruppe zusammengefasst dargestellt. Wünschenswert ist eine detaillierte Unterscheidung der Auswirkungen von Munich RE und der dazugehörigen ERGO Group um dem Prinzip der Vollständigkeit noch besser zu entsprechen. Das strategische Thema Klimawandel wird im Bericht klar von den anderen betrachteten Themen abgegrenzt. Die Berechnung der CO2­Emissionen erfolgt auf Basis der jeweils aktuellen Umrechnungsfaktoren des Greenhouse Gas Protocols (GHG) und des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU). Damit werden Aktivitäten, Ereignisse und Auswirkungen in dem Berichtszeitraum dargestellt, in dem sie aufgetreten sind und können von den Stakeholdern gut nachvollzogen werden. Munich RE stellt keine Schätzungen über zukünftige Auswirkungen auf und das Ziel der Einsparung von 35% CO2-Emissionen pro Mitarbeiter bis 2020 wird nicht weiter erläutert (Munich RE 2018a). Hier wäre eine Begründung der Zahlen angebracht (GRI 2016a).

1.2 Bestimmung der Qualität des CR Berichts von Munich RE

Genauigkeit

Damit die Stakeholder die Leistungen von Munich RE beurteilen können, müssen die im Bericht enthaltenen Informationen ausreichend genau und detailliert sein. Auf den Seiten 128 – 131 gibt Munich RE die gemessenen Daten zu den CO2-Emissionen detailliert und übersichtlich aufbereitet an. Dadurch ist eine gute Vergleichbarkeit mit ähnlichen Daten möglich. Die Daten werden durch ein UMS erhoben, für dessen Umsetzung an den einzelnen lokalen Standorten jeweils ausgewählte Mitarbeiter zuständig sind. Eine Auditierung durch ein externes Unternehmen bestätigt die Orientierung an den Anforderungen der Norm DIN ISO 14001 (Munich RE 2018a; Ernst & Young GmbH 2018). Munich RE bietet im CSR-Portal die Möglichkeit, sich näher zu den CO2-Zertifikaten zu informieren (Munich RE 2018b). Wesentliche Informationen des Berichts entsprechen dem Prinzip der Genauigkeit.

Ausgewogenheit

Munich RE behandelt das Thema Klimaschutz mit erkennbarer Priorität, was für das Prinzip der Ausgewogenheit spricht. Das Unternehmen stellt zudem Ziele zum Klimaschutz dar, die in zukünftig erreicht werden sollen (Munich RE 2018a). Daraus lässt sich ableiten, dass Entwicklungspotenzial von Munich RE erkannt wird. Konkret benannt werden in diesem Themenfeld aber nur positive Aspekte, weshalb eine fundierte Beurteilung der Gesamtleistung des Unternehmens nicht möglich ist. Zudem geht aus den Daten nicht hervor ob die gesetzten Ziele des letzten Berichtsjahres erreicht wurden. Die Ausgewogenheit kann damit nicht bestätigt werden (GRI 2016a).

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Details

Seiten
18
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783346156020
ISBN (Buch)
9783346156037
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v540200
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg – Centre for Sustainability Management
Note
1,3
Schlagworte
berichts berichtsinhalt corporate munich nachhaltigkeitskommunikation qualität responsibility
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Titel: Nachhaltigkeitskommunikation und -berichterstattung bei der Munich RE