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Formen der Erinnerungsdarbietung in Elias Canettis autobiographischem Kernwerk

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 27 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Gliederung

Einleitung

I. Die Autobiographie als literarische Gattung
1. Der Stellenwert der Autobiographie innerhalb des literarischen Kanons
2. Wichtige Strukturmerkmale einer „eigentlichen“ Autobiographie

II. Strukturanalyse des autobiographischen Kernwerkes Canettis
1. Ordnungskategorien – Der Aufbau der drei Bände
2. Die zentralen Themen - Wesen und Zielrichtung des autobiographischen Werkes von Elias Canetti

III. Erfüllung der Strukturmerkmale und Besonderheiten in der Erinnerungsdarbietung
1. Der Erinnerungsdarbietung in der Autobiographie Elias Canettis
1.1. Begegnungen mit Brueghel
1.2. Der Triumph des Todes“
1.3. Der Blindensturz
2. Die Dynamik von Preisgabe und Aussparung

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis
1. Werke Elias Canettis
2. Sekundärliteratur
3. Internet

Einleitung

Die vorliegende Untersuchung „Formen der Erinnerungsdarbietung in Elias Canettis autobiographischem Kernwerk“ will sich mit dem autobiographischen Werk des jüdischen Schriftstellers auseinandersetzen.[1] Das Corpus umfasst inzwischen vier Bände: „Die gerettete Zunge“ (1905 – 19121) [GZ], „Die Fackel im Ohr“ (1921 – 1931) [FiO], „Das Augenspiel“ (1931 – 1937) [AS], sowie das postum erschienene Opus „Party im Blitz“. Aufgrund des Umfanges kann eine erschöpfende Analyse des autobiographischen Gesamtwerkes im Rahmen einer Seminararbeit weder sinnvoll noch erstrebenswert sein, weshalb Schwerpunkte gesetzt werden müssen und erkenntnisleitende Fragen aufgeworfen werden sollen, die sich mit der Klärung von wichtigen Einzelaspekten befassen. So wird versucht werden, die Frage, ob die canettischen Lebensbeschreibungen den gattungstypischen Normen entsprechen, bzw. wo und wie sie davon abweichen, zu klären. Außerdem steht die Art und Weise der Erinnerungsdarbietung, also die Frage, wie Elias Canetti die eigenen Erinnerungen dem Leser schildert und vergegenwärtigt, im Mittelpunkt. Die Untersuchung ist von ihrer Grundstruktur her induktiv angelegt. So soll zuerst eine einführende, allgemeine Darstellung der Strukturmerkmale einer Autobiographie als literarische Gattung die Grundlage bilden, auf die im Folgenden zurückgegriffen werden kann um herauszuarbeiten, wann sie davon abweicht. Gattungstypische Besonderheiten, wie z.B. die Zäsuren der drei ersten Bände und die Titelwahl, sollen untersucht werden um zunächst einen Eindruck vom selbstbiographischen Gesamtkonzept und erste Hinweise auf zentrale Themen und Motive zu bekommen. Im weiteren Verlauf werden dann die Gesichtspunkte im Blickpunkt der Untersuchung stehen, die eine Abweichung von der gattungspoetologischen Form konstitutionalisieren bzw. Besonderheiten darstellen. Hierzu gehört vor allem die Frage, wie der Autor seine Erinnerungen dem Leser zu vergegenwärtigen sucht, wie das Erinnern funktioniert. Da Erinnerung, „wenn sie absichtlich geschieht und erfolgreich sein will, visuell organisiert“[2] ist, steht hier die Untersuchung der bildhaften Erinnerungspräsentation in der Selbstbiographie Canettis im Mittelpunkt. Hierauf sollen beispielhaft eine Auswahl der wichtigsten Schlüsselereignisse und Themen (die Canetti selbst als bestimmend für sein Leben angesehen hat) und deren Darstellung untersucht werden.

I. Die Autobiographie als literarische Gattung

1. Der Stellenwert der Autobiographie innerhalb des literarischen Kanons

Zuerst muss die Frage geklärt werden, was für eine literarische Kunstform die Gattung der Autobiographie repräsentiert und welche Aspekte daher beim Umgang mit diesem Genre besonders berücksichtigt werden müssen.

Der Philosoph Wilhelm Dilthey ist bei seinen Überlegungen zur Autobiographie und ihrem Stellenwert für die Geschichtswissenschaft zu der Überzeugung gelangt, dass die „vollkommenste Explikation (der Geschichte) die Selbstbiographie“ sei.[3] Diametral hierzu hat Hans-Georg Gadamer die Meinung vertreten, eine Autobiographie sei durch den „Fokus der Subjektivität […] ein Zerrspiegel“[4], wodurch sie für die Geschichtswissenschaft als Quelle an Wert einbüße. Den konkurrierenden Aussagen liegt der alte Streit zugrunde, wie objektiv ein geschichtswissenschaftliches oder auch ein selbstbiographisches Werk sein kann, da doch in beiden Fällen das zu untersuchende Objekt nicht vom untersuchenden Subjekt zu trennen ist, wie es in der Naturwissenschaft hingegen zu gelingen scheint.[5] Hier stellt sich nun die Frage, ob eine Selbstbiographie ein historisches oder ein literarisches Produkt ist; ist sie rein an Tatsachen gebunden oder doch ein fiktionaler Text? Goethe scheint auch hier seiner Zeit voraus gewesen zu sein, wenn er in Bezug auf die Kunstform der Autobiographie meint, sie sei „halb historisch und halb poetisch.“ Der Autobiographie kommt hiernach also eine Stellung zwischen empirisch nachvollziehbarer Historiographie und fiktionaler Literatur zu. Der Autor kann sich einerseits nicht von der Realität, die ihn umgeben und geprägt hat, frei machen, will er sich nicht dem Vorwurf der Entstellung aussetzen. Andererseits ist es doch sein retrospektiv-subjektiver Blickwinkel, der ihn an einer tatsächlichen objektiven Lebensbeschreibung hindert und so die Autobiographie eben doch zu mehr als einem bloßen Tatsachenbericht macht. Sind die Realitätsbezüge und geschilderten Tatsachen für den Historiker von Bedeutung, so ist gerade der Teil einer Lebensbeschreibung, der einen fiktiven Charakter offenbart, für den Literaturwissenschaftler von Bedeutung. Jede Autobiographie hat also auch einen fiktionalen Charakter und zwar in dem Sinne, daß „es sich immer um eine nachträgliche und sprachlich vermittelte Rekonstruktion handelt, womit dem Autor keineswegs freie Erfindung unterstellt wird.“[6] Hieraus leitet sich die Grundregel für das Verfassen einer Autobiographie ab: Der Selbstbiograph darf entscheidende, ihn nachhaltig beeinflussende Geschehnisse nicht aussparen und er darf nur das berichten, was in seiner Erinnerung auch tatsächlich so vorhanden ist oder sich mit Hilfsmitteln rekonstruieren lässt. Aus der dargestellten Zwischenstellung der Gattung Autobiographie ergeben sich daher allgemeine Regeln für ihre Rezeption und Analyse. Denn „die Organik der Kunstform Autobiographie beruht auf der Vermittlung von Erzähler-Gegenwart und erzählter Vergangenheit, und die in der Autobiographie dargestellte Wahrheit ist die Wahrheit des sich erinnernden Menschen, der sich des Vergangenen zu seinem Zweck bedient.“[7] Mit dieser Herangehensweise wird man einer Autobiographie am ehesten gerecht, da so weder der autorbezogene Wahrheitsgehalt nivelliert wird, noch die subjektiven Einflüsse unbeachtet bleiben. Von dieser Grundüberlegung ausgehend, lassen sich einerseits prototypische Strukturmerkmale einer Autobiographie herausarbeiten, andererseits schärft sie den Blick für die Untersuchung der canettischen Lebensbeschreibung en gros: denn oftmals ist gerade die scheinbare Glaubwürdigkeit Canettis, z.B. durch dessen explizite Hommage an seine Erinnerung, vor der er sich verneige[8], gerade durch diese erschüttert, will man ihm nicht übernatürliche Erinnerungskräfte zugestehen.

2. Wichtige Strukturmerkmale einer „eigentlichen“ Autobiographie

Eine „eigentliche“ Autobiographie zeichnet sich durch die retrospektive Schilderung der Gestaltung des Lebenszusammenhanges, des Werdens der Persönlichkeit, der Totalität des Individuums, sowie durch die Betrachtung der Wechselwirkung zwischen Ich und Umwelt unter ständiger Integration individueller Erfahrung und retrospektiver Wertung aus.[9] Neben der retrospektiven Darstellung sind auch eine chronologische bzw. memorialistische Erzählweise, also ein „geringfügig modifiziertes Nacheinander“ Wesensmerkmal einer Selbstbiographie. Innerhalb des chronologischen Aufbaus hat der Autor die Hauptaufgabe zur Systematisierung, (Neu-)Ordnung, Auswahl und einheitlichen Wertung der eigenen biographischen Fakten. Hierin manifestiert sich zugleich ein Hauptziel autobiographischer Schriften: Der Autor ist um die Sinngebung des eigenen Lebens bemüht.

Für die Gliederung und den Schluss eines solchen literarischen Vorhabens bieten sich in der Regel zwei Vorgehensweisen an. Entweder wird sie bis zu einem markanten Ereignis, das für das Leben des Autors von zentraler Bedeutung war, heraufgeführt, oder sie endet mit dem erreichen des Zeitpunktes der Niederschrift. Darüber hinaus sind lediglich noch zukunftsungewisse Prolepsen möglich. Ein Ende, wie es dem Leser im Roman begegnet, gibt es hingegen in der Autobiographie nicht, da nicht etwas beendet werden kann, was ja noch nicht beendet ist. Die Ich-Form ist ein weiteres typisches Merkmal. Zwar verbietet sich die Er- oder Sie-Form prinzipiell nicht, doch ist die Identität des Autors mit dem „Helden“ der Selbstbiographie und somit ein autodiegetischer Erzähltypus die logische Konsequenz eines solchen Vorhabens. Die dritte Person hingegen taucht vor allem dort auf, wo der Autor Distanz zwischen sich und die Ereignisse bzw. Erlebnisse bringen möchte. „Die Überschaubarkeit des Lebens, prägnante Momente, die es gliedern, sind schon immer Desiderat verschriftlichten Lebens gewesen.“[10] Dieser Feststellung folgend lässt sich ein weiteres wichtiges Strukturmerkmal und zugleich ein Kernproblem autobiographischen Schreibens herausarbeiten: Welchen Wahrheitsgehalt hat eine Autobiographie und welchen Gestaltungsfreiraum hat ein Autobiograph in Bezug auf seine Lebensbeschreibung? Eine Lebensbeschreibung muss die wichtigsten Erlebnisse und Ereignisse, die für das Leben des Autors von Bedeutung waren, wiedergeben. Diese dürfen weder verfremdet werden, noch darf auf ihre Darstellung verzichtet werden, will der Autor nicht seine Glaubwürdigkeit gefährden.[11]

Da Erinnerung und deren Wiedergabe wie bereits angedeutet bildlich funktioniert, kommt der symbolischen Organisation einer Lebensgeschichte besondere Bedeutung zu. Mit symbolischer Organisation ist der „Verweischarakter“ im Sinne Eiglers gemeint, „den Bilder, Szenen oder Geschichten dadurch erlangen, dass sie über das dargestellte Ereignis auf eine umfassende Sinnstruktur hinausweisen.“[12] Mit Bildern sind hier nicht nur Tropen im allgemeinen Sinne des Wortes gemeint, sondern auch real existierende Bilder der bildenden Kunst.[13] Hierbei spielen Fragen nach der Auswahl[14] und der Beschreibung der Bilder eine besondere Rolle, wie auch deren Verbindungen zu anderen wichtigen, zum Teil immer wiederkehrenden Motiven. Die Analyse dieser übergeordneten Ebene wiederum kann einen erweiterten, z.T. neuen Einblick in die Thematik und Intention einer autobiographischen Schrift geben. Aus dem Wesen der Gattung erschließen sich aber nicht nur Strukturmerkmale, die häufig anzutreffen sind, sondern ebenso erzähltechnische Mittel, die dem Autobiographen nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung stehen. Allwissenheit, wie einem Erzähler in einem Roman verbietet sich logischerweise ebenso, wie die erlebte Rede als Erzählform. Zudem muss der Autor auf die Darstellung von Ereignissen, die sich außerhalb der eigenen Erlebnissphäre befinden, verzichten. Aus den bereits geschilderten Eigenheiten und Entstehungsbedingungen leitet sich ebenso eine Einschränkung bei szenischer, dialogischer Darstellung ab. Die genaue Wiedergabe von längeren Gesprächen als reinem Gedächtnisprodukt widerspricht den Wahrheitsbestrebungen, die der Gattung eigen sind.

II. Strukturanalyse des autobiographischen Kernwerkes Canettis

Das autobiographische Werk eines Dichters beschreibt nicht nur dessen Leben, sondern wird durch dieses geschaffen. Eine wichtige Frage, die daher zu Beginn geklärt werden soll, bezieht sich auf die Ordnung und Anlage der Lebensgeschichte. In diesem Kapitel soll versucht werden, anhand der „Gliederung“ des autobiographischen „Kernwerkes“ („Die Gerettete Zunge“ [GZ], „Die Fackel im Ohr“ [FiO], „Das Augenspiel“ [AS]) das Wesen der Autobiographie zu entdecken, sowie durch eine Untersuchung der Titel sich der Intention, sowie wichtigen Grundthemen des Opus’ zu nähern.[15] Denn beides ist an und für sich schon augen- und auffällig gestaltet. Die Entscheidung, die Lebensgeschichte nicht als ein geschlossenes Werk zu veröffentlichen, sowie die auf den ersten Blick etwas „merkwürdig“ anmutende Titelwahl, verdienen daher eine gesonderte Betrachtung. Im weiteren Verlauf soll dann mit Rückbezug auf Kapitel I.2 exemplarisch einige wichtige Strukturmerkmale untersucht werden.

1. Ordnungskategorien – Der Aufbau der drei Bände

Die drei ersten Bände der Autobiographie sind strukturanalog aufgebaut, d.h. sie bestehen aus jeweils fünf Teilen, wobei jeder Teil den thematischen Rahmen für eine Reihe von Kapiteln bildet. Insgesamt lässt sich „eine Verlagerung von chronologischen zu thematischen Ordnungskategorien“[16] bestimmen. Ist GZ noch dem chronologischen Prinzip fest unterworfen, so ist es in der FiO nur noch subtitular vorhanden, also thematischen Aspekten untergeordnet. Das AS kommt sogar weitgehend ohne Zeiteinteilung aus. Auch in den einzelnen Kapitelüberschriften sind explizite Zeitbezüge nur selten zu finden. Im Gegenteil lassen sich auch hier die meisten Überschriften als Hinweis auf eine „gestaltete Erzählung“[17] verstehen, ein erster Anhaltspunkt, dass die canettische Autobiographie doch ein hohes Maß an Fiktionalität besitzt. Die Titel selbst sind nicht weniger interessant, sondern symbolisieren bei genauerem Hinsehen die einzelnen wichtigen Etappen einer Bildungsgeschichte.[18] Würde nur eine davon fehlen, so wäre eine Ausbildung der Dichterpersönlichkeit nicht möglich gewesen. Der Titel „Die gerettete Zunge“ wird scheinbar gleich im ersten Kapitel offenbar. Hierin verdeutlicht sich die Angst eines Dreijährigen, nach der Drohung eines fremden Mannes seine Zunge zu verlieren. Doch lässt sich der Titel auch auf eine weitere übergeordnete Ebene projizieren: Der Titel bzw. das Erlebnis erhält insofern „symbolischen Charakter, als mit der Zunge auch die Sprache gerettet wurde, also das zentrale Medium von Canettis Sozialisation und Bildung.“[19] Doch wird nicht nur die „Muttersprache“ gerettet, sondern auch die „Elternsprache“. Nach dem Tod des Vaters erlernt Elias Canetti die deutsche Sprache. Auch wenn die Umstände den jungen Elias fast über die Grenzen des Möglichen gefordert hatte und der Unterricht schon traumatisierend gewirkt haben muss, so war es doch die Sprache des verstorbenen Vaters und die Sprache der liebenden Eltern, die Canetti so für sich retten konnte und in der er später sein gesamtes dichterisches Oeuvre verfassen sollte, obwohl es hierfür auch Alternativen gegeben hätte. In dieser Zeit wurde also mittels der sprachlichen Fertigkeiten eine der wichtigsten Voraussetzungen für das spätere Dichterhandwerk gelegt. Neben dem Ergebnis steht vor allem die Bedrohung, die Angst vor dem Verlust im Mittelpunkt. Angst als ureigenes menschliches Gefühl macht sich Canetti immer wieder motivisch in der Autobiographie zueigen.

[...]


[1] Davon zu trennen sind weitere autobiographische Schriften in Form von Aufzeichnungen, wie z.B. die Provinz des Menschen (1942 – 1972) und das Geheimherz der Uhr (1973 – 1985).

[2] Pfotenhauer, Helmut: „Autobiographie als Schwellenereignis.“ Semiotische Zwiespältigkeit der Moderne. In: Saul, Nicholas; Steuer, Daniel et al. (Hrsg.): „Schwellen.“ Germanistische Erkundungen einer Metapher. Würzburg 1999. S. 349.

[3] Dilthey, Wilhelm: „Zum Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften.“ Leipzig 1927. S. 204.

[4] Gadamer, Hans-Georg: „Wahrheit und Methode.“ Tübingen 1960. S. 261.

[5] Vgl. hierzu ausführlich Rüsen, Jörn: „Historische Objektivität.“ Aufsätze zur Geschichtstheorie. Göttingen 1975.

[6] Eigler, Friederike: „Das autobiographische Werk von Elias Canetti.“ Verwandlung, Identität, Machtausübung. Tübingen 1988. S. 26.

[7] Bollacher, Martin: „Ich verneige mich vor der Erinnerung.“ Elias Canettis autobiographische Schriften. In: Ders. et.al.: „Hüter der Verwandlung.“ Beiträge zum Werk Elias Canettis. München, Frankfurt 1985. S. 246.

[8] Canetti, Elias: „Die Fackel im Ohr.“ S. 342.

[9] Definition in Anlehnung an Kohlschmidt, Werner; Mohr, Wolfgang (Hrsg.): „Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte.“ Begr. von Paul Merker und Wolfgang Sammler. Band 3. Berlin 1977. S. 803.

[10] Pfotenhauer, Schwellenereignis, S. 350.

[11] Vgl. als Beispiel Hebbels Verfremdung seiner eigenen Lebensgeschichte durch Verschleierung seiner proletarischen Herkunft in: ????

[12] Eigler, Canetti, S. 27.

[13] Vgl. hierzu Meeuwen, Piet van: „Elias Canetti und die bildende Kunst.“ Frankfurt am Main 1988. S. 2. Meeuwen vertritt die These, dass eine Gesamtdeutung Canettis im Spiegel seiner Bildbegegnungen möglich sei.

[14] Auffällig bei Canettis Bildauswahl ist vor allem, dass sich mit Ausnahme der Werke Goyas der geistige Kontext in dem die Bilder stehen immer der Selbe ist: Die Bibel. Vgl. ebd.

[15] Eine grundlegende Strukturanalyse verbietet sich aus Platzgründen, weshalb sich hier auf einige grundlegende Überlegungen in Bezug auf das autobiographische Kernwerk, sowie eine Reduktion der Analyse mit Bezug auf die in I.2 dargebotenen Strukturmerkmale beschränkt wird.

[16] Eigler, Canetti, S. 33.

[17] Eigler, Canetti, S. 35 .

[18] Ebd. S. 38.

[19] Ebd.

Details

Seiten
27
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638490597
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v53680
Institution / Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Philosophische Fakultät
Note
1
Schlagworte
Formen Erinnerungsdarbietung Elias Canettis Kernwerk Hauptseminar Bildverlust Bildgewinn Texte Gegenwartsliteratur

Autor

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Titel: Formen der Erinnerungsdarbietung in Elias Canettis autobiographischem Kernwerk