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Ein neuer "Kalter Krieg"? Historische Entwicklungen der letzten 15 Jahre im Vergleich zu Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001

Bachelorarbeit 2016 103 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Russland, Länder der ehemal. Sowjetunion

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Methodik der Bearbeitung

2. Forschungsstand
2.1 Russlands Bedrohungswahrnehmung
2.2 Die Bedrohungswahrnehmung der USA

3. Der „Kalte Krieg“ (1945 – 1991)
3.1 Historische, politische & humanitäre Paukenschläge
3.1.1 Die Berlin-Blockade (1948-1949)
3.1.2 Die Kuba-Krise (1962)
3.1.3 Der NATO-Doppelbeschluss (1979)
3.1.4 Der Zerfall der Sowjetunion (1991)

4. Theorien internationaler Beziehungen
4.1 Neorealismus
4.1.1 Balance-of-Power-Theorie (BOP)
4.1.2 Balance-of-Threat-Theorie (BOT)

5. Ausgewählte historische Ereignisse der letzten 15 Jahre
5.1 Die Rede Wladimir Wladimirowitsch Putins vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001
5.2 Wladimir Wladimirowitsch Putins Rede auf der 43. Münchener Sicherheitskonferenz am 10. Februar 2007
5.2.1 Resonanz & Folgen
5.3 Die Ukraine-Krise (2013 – heute)
5.3.1 Internationale Reaktionen & Folgen
5.4 Die Rede des russischen Premierministers Dmitri Anatoljewitsch Medwedew vom 13. Februar 2016 auf der 52. Münchener Sicherheitskonferenz

6. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse
6.1 Fazit
6.2 Diskussion & Ausblick

7. Literaturhinweise

8. Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Plakat einer Anti-Raucher-Kampagne in Moskau, Russland http://image.stern.de/6701880/16x9-972-547/f33549268271feb1953972257f3757f5/Xd/plakat-obama-teaser.jpg[Letzter Zugriff am 01.08.2016].

Abbildung 2: Aufruf an der Außenfassade des Mauermuseums in Berlin, Deutschland Oleg Lepschin

Abbildung 3: „Kalter Krieg“ – Bipolare Weltordnung Oleg Lepschin

Abbildung 4: Multipolarität Oleg Lepschin

Abbildung 5: Monopolare Hierarchie Oleg Lepschin

Abbildung 6: Sicherheitsdilemma Oleg Lepschin

1. Einleitung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Plakat einer Anti-Raucher-Kampagne in Moskau, Russland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Aufruf an der Außenfassade des Mauermuseums in Berlin, Deutschland

Nach der durch den Zerfall der Sowjetunion 1991 bedingten Aufbruchsstimmung setzte Anfang der 90er Jahre eine Phase der Entspannung ein, welche abgesehen von innerrussischen Entwicklungen 2001 durch Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag, gemessen an der Resonanz der deutschen Bundestagsabgeordneten, als euphorisch bezeichnet werden kann.1 2 Dabei stellen aus soziologischer Perspektive z.B. das Deutschlandbild der Russen und das Russlandbild der Deutschen eine genauso messbare, wie essentielle Größe in den kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen und somit für die gesamteuropäische Zukunft dar. Diese Wahrnehmungen haben in unmittelbarer Vergangenheit eine ernst zu nehmende Veränderung erfahren und können dahingehend verstanden werden, dass Gesellschaftsteile, die nie mit dem „Kalten Krieg“ in Berührung gekommen sind bzw. zu Zeiten der Sowjetunion und eines gespaltenen Europas aufgewachsen sind, ein grundsätzlich negatives und beeinträchtigtes Bild von Russland und allem, was damit assoziiert werden kann, entwickeln können.3 Unberührt von dieser Feststellung bleibt aufgrund mangelnder Datenbasis eine Betrachtung der Meinungsbilder verschiedener Altersgruppen und somit die Differenzierung hinsichtlich historisch-chronologisch unterschiedlicher Sozialisierungsphasen. Neben den vorgenannten Perspektiven und Ebenen gibt es noch die der politischen, welche mit der Ukraine-Krise Ende 2013 einen negativen Höhepunkt nahm und in einem bis heute andauernden Bürgerkrieg im Osten des Landes mündete.4 Hierzu trugen verschiedene Akteure und Rahmenbedingungen bei, die beiden Seiten, also Russland und sämtlichen westlichen Staaten, zuzurechnen sind.5 Hier beruhen die Ursachen und die anschließenden Folgen zudem auf davor getroffenen Entscheidungen. Zuletzt hat der russische Premierminister Dmitri Anatoljewitsch Medwedew ausgesprochen: “One could go so far to say that we have slid back to a new cold war. […] Sometimes I wonder whether it is 2016 we live in or 1962.” 6 Die hier angedeutete Kuba-Krise (1962) wird im Kapitel 3.1.2 näher erläutert. Vor dem Hintergrund, welche historischen und politischen Paukenschläge in der Vergangenheit beinahe von einem „Kalten“ zu einem „Heißen Krieg“ geführt hätten, ergibt sich die Fragestellung dieser Bachelorarbeit. Des Weiteren, insbesondere hinsichtlich der Ukraine-Krise, ergibt sich aus humanwissenschaftlichem und humanitärem Blickwinkel perspektivisch die Fragestellung, inwieweit eine der größten humanitären Krisen, v.a. im europäischen Raum, vermieden und abgewendet werden kann, welche im Rahmen dieser Bachelorarbeit nur am Rande beantwortet werden kann. Bereits jetzt zählt die Ukraine mehr als 1,4 Millionen Binnenvertriebene.7

1.1 Fragestellung

Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, inwiefern sich Russland und der Westen in einem neuen „Kalten Krieg“ befinden.

1.2 Ziel der Arbeit

Diese Bachelorarbeit macht sich zum Ziel, ausgewählte historische, politische und gesellschaftliche Handlungen darzustellen und zu analysieren, um der Fragestellung auf den Grund zu gehen, ob die heutige Gesellschaft, sowohl des Westens als auch des Ostens, in die Rhetorik und die Sprache des Kalten Krieges zurückgekehrt sind. Außerdem soll diese Bachelorarbeit dazu dienen, die Handlungen aller hier beschriebenen Akteure aus einer übergeordneten Sichtweise zu betrachten, ohne dabei eine bestimmte Seite zu favorisieren. In dem Kapitel Zusammenfassung und Diskussion & Ausblick werden dennoch klare Bewertungen vorgenommen und Handlungsempfehlungen abgegeben. Ein übergreifendes Ziel dieser Bachelorarbeit soll es sein, vergangene bzw. historische Negativentwicklungen darzustellen und anzumahnen, um die Wiederholung dieser zu vermeiden und Missstände permanent vor Augen zu führen.

1.3 Methodik der Bearbeitung

Forschungsmethoden dieser Bachelorarbeit werden Literatur-, Inhalts-, Rede- und Feindbildanalysen sein. Zudem werden Theorien der internationalen Beziehungen (IB) verwendet, genauer genommen die BOP-, sowie die BOT-Theorie von Stephen M. Walt, um die Sicht- und Argumentationsweise des jeweiligen Akteurs besser nachvollziehen und bewerten zu können. Die BOP-Theorie besagt als Instrument der Sicherheitspolitik, dass sowohl Frieden, als auch Stabilität in einem internationalen Staatensystem aufrecht gehalten werden können.8 Im Rahmen der BOT-Theorie und der Annahme eines Mächtegleichgewichts werden die ausgewählten historischen, politischen und gesellschaftlichen Handlungen analysiert und anschließend bewertet. Die detaillierten Funktions- und Betrachtungsweisen der vorgenannten Theorien werden in dem Kapitel 4. Theorien internationaler Beziehungen spezifiziert und erörtert. Nach der Einleitung befasst sich die Arbeit mit den fachlichen Grundlagen sowie Begriffsdefinitionen. In den folgenden Kapiteln werden hauptsächlich inhaltliche und literarische Auswertungen vorgenommen. Im Anschluss folgen die Abschnitte Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse, Fazit, Diskussion & Ausblick, die dazu dienen in einer abschließenden und kritischen Bewertung die Arbeitsergebnisse gegenüberzustellen und ein Resümee zu ziehen. Englische und russische Abkürzungen, Begriffe und Bezeichnungen werden in dieser Bachelorarbeit Anwendung finden, wenn sie fachsprachlich gängig, der Arbeit dienlich sind und den Inhalt nicht verzerren. Die verwendete Literatur sowie weitere Quellen werden bei den Literaturhinweisen dargelegt. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Bachelorarbeit auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für jegliches Geschlecht.

2. Forschungsstand

Hinsichtlich der in Kapitel 1.1 dargestellten Fragestellung gibt es keinen direkten Bezug zu einem aktuellen Stand in der Forschung und der Wissenschaft. Jedoch ist die Frage nach dem „Kalten Krieg“ bzw. einem neuen „Kalten Krieg“ von großer Bedeutung, da sie in Kommentaren und Reflektionen renommierter und bedeutender Autoren wiederholt Verwendung findet respektive umschrieben und in Frage gestellt wird.9 Im Hinblick auf den „Kalten Krieg“ (1945 – 1991) wird in den nachfolgenden Kapiteln dieser Bachelorarbeit ein umfangreicher Forschungs- und Wissenstand benannt und verwendet.

Nichtsdestotrotz ist für die Beantwortung der Fragestellung eine Betrachtung des Forschungsstandes hinsichtlich der Bedrohungswahrnehmung Russlands und v.a. der USA/NATO zielführend. Außerdem können die Standpunkte, Handlungen und Verhaltensweisen der einzelnen Akteure hierdurch besser nachvollzogen und in die Gesamtlage der internationalen Staatengemeinschaft eingeordnet werden.

2.1 Russlands Bedrohungswahrnehmung

Der langjährige Direktor des Carnegie Moscow Centers (eine Denkfabrik oder in Englisch: think tank) Dr. Dmitri Vitalyevich Trenin, PhD, fasst zusammen, dass Russland sich in Bezug auf seine außenpolitische Ausrichtung zwischen 2003 und 2005 final vom Westen abgekoppelt hätte.10 Weiterhin argumentiert Trenin, dass das Hauptaugenmerk der Bedrohungswahrnehmung Russlands auf der Außen- und Sicherheitspolitik der USA liege. Aus russischer Perspektive würden die USA Russland nach wie vor als einen Kontrahenten betrachten und es in eine Kategorie mit Staaten wie China, dem Iran oder Nordkorea einordnen.11 In geo-strategischer Hinsicht fühle sich Russland durch das Vorgehen und die Präsenz des US-Militärs nahe russischer Grenzen provoziert, da die USA in den vergangenen Jahren mehrere Basen in Osteuropa und Zentralasien errichtet haben.12 Zusätzlich hätten russische Strategen seit Mitte der 1990er-Jahre erkannt, dass die USA bereit seien, ihre politischen Ziele notfalls auch mit militärischen Mitteln zu erreichen und dabei auf UN- und NATO-Legitimation verzichten würden, um stattdessen eine Koalition der Willigen für ihr Vorgehen zu bilden.13 Obendrein würden z.B. der Rücktritt der USA vom ABM-Vertrag, welcher die Ausdehnung von Raketenabwehrsystemen regelte und die Expansionspläne der NATO als feindselige Handlungen gegenüber Russland gewertet.14 Punktuell spiegeln sich diese Ansichten und Wahrnehmungen in den Aussagen Putins und Medwedews wieder, siehe Kapitel 5.1, 5.2 und 5.4.

2.2 Die Bedrohungswahrnehmung der USA

Laut PD Dr. habil Markus Kaim, Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, wurde die Bedrohungswahrnehmung der USA unter dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush durch die terroristischen Anschläge vom 11. September 2001 maßgeblich geprägt. Demnach hatten die Anschläge tiefgreifende Veränderungen wie z.B. die Umstrukturierung bestehender Behörden, die Gründung eines neuen Ministeriums, den Eingriff in die Bürgerrechte von US-Amerikanern, den Einmarsch der US-Armee in Afghanistan und zahlreiche weitere Ereignisse zur Folge.15

Unabhängig von dem internationalen Terrorismus sehen einer Meinungsumfrage nach zu urteilen, welche vom in Washington D.C., USA ansässigen Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Gallup durchgeführt wurde rund 49% der US-Amerikaner das russische Militär als Bedrohung für die USA, während 15% der Befragten angeben, Russland gehöre, neben weiteren Staaten wie Nordkorea (16%), China (12%) und Iran (14%) zu den größten Staatsfeinden der USA. Gallup sieht die Ursachen und Beweggründe für dieses Resultat in den Spannungen beider Länder betreffend der Ukraine-Krise und der Stärke des russischen Militärs. Die Ergebnisse selbiger Befragung stellen das schlechteste Resümee bezüglich Russland seit dem Ende des „Kalten Krieges“ dar.16

3. Der „Kalte Krieg“ (1945 – 1991)

Gesamthistorisch betrachtet gibt es für den „Kalten Krieg“ kein Start- und Enddatum, allerdings lässt sich anhand bestimmter Ereignisse und Entwicklungen ein Gesamtrahmen für den Zeitraum stecken, in dem die Gegensätze, Unterschiede und Auseinandersetzungen zwischen den USA, seinen Verbündeten und der UdSSR mit den Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrages (1955) ihren Beginn fanden bzw. eskalierende Ausmaße annahmen, die schließlich im Zentrum Europas zu einer über 40-jährigen deutschen Teilung führten und schließlich durch den Zerfall der Sowjetunion 1991 ein vorläufiges Ende nahmen. Je nach Interpretation und Deutung historischer und politischer Begebenheiten grenzen verschiedene Experten, Historiker und Wissenschaftler die Periode des „Kalten Krieges“ unterschiedlich ein.17 Für die Betrachtung im Rahmen dieser Bachelorarbeit wird die zeitliche Eingrenzung des „Kalten Krieges“ auf die Jahre 1945-1991 festgelegt, da sich bereits unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa z.B. im Rahmen der Potsdamer Konferenz (1945) eklatante Unterschiede in der Handhabung und im Umgang mit dem von den drei Hauptmächten, Großbritannien, den USA und der UdSSR, besetzten Deutschland herauskristallisierten. Zugleich spielten unterschiedliche Weltanschauungen eine zentrale Rolle in dem Entwicklungsprozess des Nachkriegsdeutschlands und der folglich „bipolaren Weltordnung“.18

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: „Kalter Krieg“ – Bipolare Weltordnung

Die Abgrenzung der Bezeichnung „Kalter Krieg“ von dem Begriff des „Heißen Kriegs“ manifestiert sich durch die Tatsache, dass ein „Kalter Krieg“ ohne den aktiven Einsatz von militärischen Mitteln geführt wird und stattdessen z.B. durch ein Wettrüsten bzw. durch gegenseitige Agitationen ausgetragen wird. Dadurch besteht stets die Bedrohung, dass dieser Konflikt zu einem sogenannten „Heißen Krieg“ umschwenkt, also durch den aktiven Einsatz von militärischen Mitteln und sonstigen Waffen ausgetragen wird.19 Zusammengefasst kann demnach gesagt werden, dass die über 40-jährige Zeit des „Kalten Kriegs“ durch teils tiefgreifende Verstimmungen und Zwischenfälle gekennzeichnet war, jedoch zu keiner kriegerischen Auseinandersetzung auf dem europäischen Kontinent zwischen den bipolaren Supermächten und ihren Verbündeten geführt hat.20

3.1 Historische, politische & humanitäre Paukenschläge

Aufbauend auf die zuvor beschriebene Periode des „Kalten Krieges“ dient das folgende Kapitel dazu, ausgewählte Ereignisse, Vorfälle und Momente zu skizzieren, damit der immer wieder stattfindende Rückbezug und Vergleich zu den in dieser Bachelorarbeit beleuchteten v.a. rhetorischen Auseinandersetzungen nachvollzogen und in den Gesamtkontext eingeordnet werden kann. Diese Vorgehensweise erscheint für die Beantwortung der zugrundeliegenden Fragestellung als unausweichlich. Davon unberührt bleibt die Tatsache, dass sich zahlreiche weitere Ereignisse und Entwicklungen im historischen Rahmen des „Kalten Krieges“ zugetragen haben, die in dieser Bachelorarbeit nur am Rande behandelt oder beleuchtet werden können. Die hier zugrunde gelegten Vorkommnisse dienen somit dazu, den „Kalten Krieg“ skizzenhaft darzustellen und Höhepunkte der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Supermächten aufzuzeigen.

3.1.1 Die Berlin-Blockade (1948-1949)

Die sogenannte Berlin-Blockade vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 stellt rückblickend den ersten Gipfelpunkt des „Kalten Krieges“ dar.21

Hauptauslöser für die Berlin-Blockade war das Scheitern bzw. die Uneinigkeit über eine Währungsreform in den besetzten Gebieten Nachkriegsdeutschlands.22 Die drei westlichen Besatzungsmächte Frankreich, Großbritannien und die USA teilten die Auffassung, dass auch die sowjetische Besatzungszone die Deutsche Mark als gesetzliches Zahlungsmittel einführen sollte. Nach sowjetischer Ansicht sollte Gesamt-Berlin eine Ausnahme von dieser Reform bleiben, welches durch den Beschluss des Alliierten-Gremiums vom 18. Juni 1948 ad acta gelegt wurde. Als Reaktion darauf verkündete der sowjetische Gouverneur, Marschall Wassili Danilowitsch Sokolowski, die sowjetische Währungsreform zum 23. Juni 1948 und dehnte diese auf ganz Berlin aus, welches die Deutsche Mark in den westlichen Besatzungszonen somit für ungültig erklärte. Trotz zeitnah einsetzender Beratung unter den westlichen Alliierten zur Lösung des sich anbahnenden Konflikts, entschied man sich für die Umsetzung der Währungsreform auch in den westlichen Teilen Berlins, woraufhin die sowjetischen Partner unverzüglich mit Konsequenzen entgegneten. So wurden z.B. die Energieversorgung West-Berlins und der Schienenverkehr nach Berlin unterbrochen.23 Der einzige noch verbleibende Versorgungsweg nach West-Berlin bestand somit aus den Luftkorridoren, welche erstmalig am 28. Juni 1948 für die Versorgung der Berliner Bürger genutzt wurden.24 Der damalige Oberbürgermeister Berlins, Ernst Rudolf Johannes Reuter, fand inmitten der Krise folgende Worte: „Völker der Welt! (…) Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt! (...) Und Volk von Berlin, sei dessen gewiss, diesen Kampf, den wollen, diesen Kampf, den werden wir gewinnen.“ 25 Ihren Höhepunkt erreicht die Versorgung der Bevölkerung Berlins am 16. April 1949 mit einer Flugleistung von 1.398 Flügen in 24 Stunden und beförderten Gütern von mehr als 11.000 Tonnen. 26 Summiert innerhalb eines Zeitraums von über 15 Monaten kamen so 555.370 Hin- und Rückflüge der USAF und der RAF zu Stande, mit deren Hilfe Lebensmittel, Kohle und sonstige Waren in einer Gesamtmenge von über 2 Millionen Tonnen nach Berlin gebracht wurden. Über 70 Menschen verloren in dieser Zeit ihr Leben. 27

3.1.2 Die Kuba-Krise (1962)

„Ich fragte mich beim Anblick dieses herrlichen Sonnenuntergangs über dem Potomac, wie viele Sonnenuntergänge ich wohl noch sehen werde"28

So soll der ehemalige Verteidigungsminister unter John F. Kennedy, Robert McNamara, seine Gefühlslage beschrieben haben als die Kuba-Krise im Oktober 1962 ihren Gipfel erreichte.29

In dieser Arbeit werden die Ereignisse, Zusammenhänge und Folgen der Kuba-Krise auf den zeitlichen Rahmen vom 14. Oktober 1962 bis zum 28. Oktober 1962 beschränkt. Dennoch ist es von Relevanz zu erwähnen, dass die Tragweite und Bedeutung der Kuba-Krise 1962 auf Annahmen und Vorkommnissen fußen, deren Wurzeln, je nach historischer Betrachtung, bereits auf das Jahr 1956 zurückzuführen sind, als Fidel Castro mit gleichgesinnten Anhängern seinen Kampf gegen die damalige kubanische Regierung unter Fulgencio Batista y Zaldivar begann, welcher letzten Endes zur Flucht und Vertreibung Batistas führte und wenig später zum Ende des US-amerikanischen Einflusses auf Kuba durch Castros erfolgreiches Vorgehen zwischen 1956 und 1959.30

Am 14. Oktober 1962 wurden im Rahmen eines Aufklärungsfluges durch eine Lockheed U-2 der US-Luftwaffe die entscheidenden Bilder für die Auslösung der Kuba-Krise geschossen. Die Bilder ergaben Hinweise auf die Existenz russischer Kriegsapparatur, genauer Mittelstreckenraketen, auf Kuba, die ohne weiteres die Südstaaten der USA und z.B. Washington D.C. hätten erreichen können.31 Auf Basis der UN-, sowie OAS-Charta verhängten die USA, durch die Inanspruchnahme von Selbstverteidigungsmaßnahmen, eine Quarantäne über Kuba und appellierten an die Sowjetunion unter Führung Nikita Sergejewitsch Chruschtschows die Raketenstellungen abzubauen.32 Zunächst zwar unter Protest, schließlich jedoch einlenkend, konnten sich das US-Amerikanische Staatsoberhaupt Kennedy und Chruschtschow darauf einigen, dass die Sowjetunion die Raketen abziehen würden, wenn die USA im Gegenzug auf die Einnahme Kubas verzichten und dem Abbau ihrer Raketen vom Typ Jupiter in der Türkei zustimmen würden.33 Somit konnte die Transformation des „Kalten Krieges“ hin zu einem „Heißen Krieg“ verhindert werden und die Sowjetunion gab am 28. Oktober 1962 bekannt, ihre Raketenstellungen auf Kuba abzubauen.34

3.1.3 Der NATO-Doppelbeschluss (1979)

Als mittel- bis langfristige Folge der Kuba-Krise 1962 wurde die sogenannte Phase der Entspannungspolitik eingeläutet, welche von beiden Konfliktseiten unterstützt wurde. Folglich wurde der Dialog beider Parteien gefördert und die Zusammenarbeit und Übereinkunft nahmen zu.35

Am 12. Dezember 1979 entschlossen sich die NATO-Mitgliedsstaaten in Brüssel dazu, verstärkt ihre Bedenken gegenüber der auf Westeuropa gerichteten sowjetischen Kriegsapparatur zu äußern, sowie den sowjetischen Partner dazu zu bewegen, in gewisser Hinsicht Abrüstungsverhandlungen zu führen. Außerdem wurde vereinbart, dass im Falle eines negativen Verhandlungsverlaufs mit der Sowjetunion gleichermaßen westliche Raketenstellungen seitens der USA in Europa errichtet werden würden, welches 1983 zur Realität wurde.36

Auch gesellschaftlich blieben diese Entwicklungen nicht unbeachtet und mündeten in einer der größten Friedensbewegungen Nachkriegsdeutschlands, welches sich ebenfalls auf die Ergebnisse der Bundestagswahl 1983 auswirkte.37 Neben den politischen Widerständen, die sich vor allem auf der Seite der Grünen wiederspiegelten, kam es weiterhin zu Protesten und Demonstrationen in der breiten Bevölkerungsmasse. Selbst Mitglieder der SPD schlossen sich dieser Bewegung an, obwohl sie bzw. ihre Parteigenossen maßgeblich an der Entscheidungsfindung und Beeinflussung des NATO-Doppelbeschlusses beteiligt waren.38

Der Deutsche Bundestag selbst betitelt den damaligen NATO-Doppelbeschluss als „(…) eine der umstrittensten Entscheidungen, die die NATO, das Nordatlantische Verteidigungsbündnis, je getroffen hatte: (…)“39

3.1.4 Der Zerfall der Sowjetunion (1991)

Nur acht Jahre nach der Umsetzung des NATO-Doppelbeschlusses (1983), also einem weiteren Aufeinandertreffen der zwei Supermächte und ihren Verbündeten, läuteten die Entwicklungen innerhalb der UdSSR ein neues Kapitel der Geschichtsschreibung ein. Den Zerfall der Sowjetunion 1991 bezeichnete der amtierende russische Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin 2004 als „gesamtnationale Tragödie von gewaltigen Ausmaßen“ und legte 2005 nach, indem er den Zusammensturz als „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ charakterisierte.40

Bereits Ende der 1980er Jahre zeichneten sich KPdSU-interne Machtkämpfe zwischen den Schlüsselfiguren Michail Sergejewitsch Gorbatschow, bis zum August 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU und zwischen März 1990 und Dezember 1991 Staatspräsident der Sowjetunion, und Boris Nikolajewitsch Jelzin, erster Präsident Russlands, ab.41 Nachdem Jelzin und seine Parteigenossen im Juni 1990 aus der KPdSU austraten, fand Gorbatschow eine endgültig gespaltene Partei vor.42 Hinzu kamen die zunehmend bedrohliche ökonomische Lage der Sowjetunion und das Bestreben der Sowjetteilrepubliken nach Eigenständigkeit und Unabhängigkeit.43 Trotz aller heute bekannten Variablen und Umstände Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre gibt es bis heute unter renommierten Politologen und Historikern Uneinigkeit darüber, was genau den Zerfall der Sowjetunion bewirkte. So fasst Susanne Schattenberg, Professorin für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas, die Ansichten von Archie Brown, Politologe, und Stephen Kotkin, Professor für Geschichte, zusammen: „Es habe bis zu Gorbatschows Machtantritt keine Krise gegeben: Die Wirtschaft lief schlecht, aber sie lief, der "militärisch-industrielle Komplex" verschlang unglaubliche Ressourcen, aber das war in den USA auch nicht anders, und die Bevölkerung hatte sich in der Sowjetunion in bescheidenem Wohlstand eingerichtet. Erst der neue Generalsekretär habe so grundlegend an den Säulen des Regimes gerüttelt, dass er den Zusammenbruch nolens volens herbeiführte: (…)“44

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Multipolarität

Andererseits begann der sowjetische Einfluss in Osteuropa, der DDR und Staaten wie Vietnam und Kuba an Bedeutung zu schwinden.45 Trotz Gorbatschows Bemühungen den Erhalt der Sowjetunion sicherzustellen, führten die inneren Kämpfe in der KPdSU zu einem erfolglosen Putsch im August 1991 unter Führung hochrangiger Offizieller. Der zuvor gewählte, erste Präsident der Russischen Föderation, Boris Jelzin, ließ daraufhin die KPdSU verbieten und sorgte für die Inhaftierung der an dem Putsch beteiligten Offiziellen. Mit der Gründung der GUS am 08. Dezember 1991 und dem späteren Anschluss weiterer ehemaliger sowjetischer Teilrepubliken am 21. Dezember 1991, war die Ära der Sowjetunion offiziell beendet. Am 25. Dezember 1991 trat Gorbatschow von seinem Amt als Staatspräsident der Sowjetunion zurück.46

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Monopolare Hierarchie

Der Zerfall der Sowjetunion läutete endgültig das Ende der bipolaren Weltordnung ein und begründete zugleich das unter Experten durchaus diskutierte Zeitalter der monopolaren bzw. der multipolaren Welt. Letzteres Modell sieht die Verteilung von Macht, Wirtschaftsstärke, Austausch und Globalisierung als unter der internationalen Staatengemeinschaft gleichwertig verteilt an, während die monopolare Welt sich an einem einzigen Akteur ausrichtet, in diesem Fall an den USA.47

4. Theorien internationaler Beziehungen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt ist für die Beantwortung der zugrundeliegenden Fragestellung eine wissenschaftliche und theoretische Herangehens- und Betrachtungsweise der vorliegenden und zu analysierenden Quellen nicht nur von signifikanter Bedeutung, sondern gerade im Hinblick auf die hier gegenübergestellten Weltansichten und ihren unmittelbaren Konsequenzen für die internationale Staatengemeinschaft von elementarer Wichtigkeit. Demgemäß beschäftigt sich im Rahmen der Politikwissenschaften die Sektion Internationale Beziehungen (IB) mit verschiedenartigen Theorien und Erklärungsansätzen des Zusammenlebens und der Interaktion unterschiedlicher Staaten. Hierbei gilt es zu beachten, dass je nach Anwendung und Heranziehung spezifischer Theorien gewisse historische Momente, Reaktionen, Taten und Ereignisse einer differenzierten Betrachtung und Gewichtung unterliegen können und ferner zu einem Verlust oder vielmehr einer Stärkung von Teilaspekten der betrachteten Geschehnisse führen können.48 Hinzu kommen mögliche Einflüsse weiterer Disziplinen, auch außerhalb der Politikwissenschaften, und schließlich spezifische Einstellungen und Ideologien, die wiederum zu einer gezielten Weltanschauung und somit zu differenzierten Ausgestaltungen der Weltpolitik und des Miteinanders führen.49 Deshalb gilt, dass die in diesem Abschnitt eingenommene Auffassung einer gezielten Theorie der IB unterliegt und stets mit Vorsicht hinsichtlich einer Deutung der Realität und Erklärung von resultierenden Handlungen zu behandeln ist.

4.1 Neorealismus

Im Rahmen dieser Bachelorarbeit wird die Theorie des Neorealismus, genauer die der Balance-of-Power und der Balance-of-Threat herangezogen, da aus neorealistischer Perspektive das Zusammenleben und die Wechselbeziehungen des westlichen Staatenverbundes zu Zeiten des „Kalten Krieges“ v.a. von ökonomischen Beweggründen und Gründen der Verteidigung gegenüber der Sowjetunion getrieben und am Leben erhalten wurden.50 Diese Betrachtung stellt lediglich einen Teilaspekt der Wechselwirkungen zwischen den westlichen Staaten dar und schließt an dieser Stelle bewusst die positiven und voranbringenden Entwicklungen, wie etwa wirtschaftliche Fortschritte und friedenspolitische Errungenschaften, aus, damit fokussiert hinsichtlich der übergeordneten Fragestellung diskutiert werden kann.51

Die in den 70er-Jahren von Kenneth N. Waltz begründete Theorie des Neorealismus hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer der bedeutungsvollsten Theorien der IB entwickelt und zugleich vielfältige Kritik auf sich gezogen.52 Wie bereits im oberen Absatz erwähnt, konzentriert sich der Betrachtungsrahmen dieser Arbeit auf bestimmte Aspekte der IB und des Neorealismus und setzt zugleich Weiterentwicklungen, Vertiefungen, sowie Abänderungen der Theorie in den Fokus, siehe Abschnitte 4.1.1 und 4.1.2.

Speziell der Waltzsche Neorealismus wird auch als „struktureller Neorealismus“53 bezeichnet und benennt somit parallel eines der Alleinstellungsmerkmale seiner Auffassung, dass sich Staaten aufgrund der ihnen zugrundeliegenden und umgebenden Strukturen ein bestimmtes Verhaltensmuster aufweisen.54 Dem zugrunde liegen laut Auth fünf essentielle Annahmen:

1.) Anarchie als Grundvoraussetzung der IB: Jeder Staat ist für sich selbst verantwortlich, wodurch alle Akteure im internationalen Verbund die gleiche Funktion haben und individuelle Souveränität genießen.55
2.) Alle Akteure haben eine Grundfurcht voreinander, welches nicht automatisch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führt, aber gewisse Maßnahmen und Aktionen hervorrufen kann. Dies wird in den Politikwissenschaften allgemeingültig als Sicherheitsdilemma bezeichnet, welches in den IB erstmalig in den 1950er-Jahren von dem US-amerikanischen Politikwissenschaftler John Herz beschrieben wurde.56
3.) Die Staaten im internationalen Verbund haben unterschiedlich ausgeprägte Voraussetzungen um für ihre eigene Sicherheit zu sorgen, welches sich laut Auth „[…] im Nuklearzeitalter vorrangig an seiner Verfügung über Nuklearwaffen (neben biologischen, chemischen und konventionellen Waffen, ausgereifter Technologie und einem fortgeschrittenen Stand in der industriellen Entwicklung)“57 bemisst.
4.) Das Fort- und Überleben eines Akteurs wird durch seine Sicherheitsstrategie und seinem Umgang damit gegenüber den restlichen Teilnehmern im Verbund gewährleistet.58
5.) Hierarchien und Rangordnungen innerhalb des internationalen Systems können prinzipiell entstehen, werden jedoch durch das stetige Bestreben eines jeden Akteurs nach anarchischer Selbstbestimmung und Selbstregulation, wie in der ersten Grundannahme beschrieben, durch das Grundprinzip des automatisierten Mächtegleichgewichts wieder aufgelöst und sind demnach von temporärer Natur.59

4.1.1 Balance-of-Power-Theorie (BOP)

Grundsätzlich bezeichnet die Balance-of-Power-Theorie in den IB ein Mächtegleichgewicht zwischen zwei oder verschiedenen anderen Akteuren im internationalen Staatenverbund, welches zumeist die militärische Ebene betrifft und besagt, dass eben diese militärischen Kräfte so verteilt sein müssen, dass kein Staat in der Lage sein sollte, alle anderweitig verbleibenden Staaten zu dominieren.60 Folglich besagt die Theorie, dass im Falle der Machtkonzentration zugunsten eines Akteurs eine Ausnutzung dieser in Kraft tritt und demnach schwächere Akteure in Mitleidenschaft gezogen werden, welches für diese wieder eine Vorbedingung zur Gründung einer Koalition gegenüber dem erstarkten Akteur führt.61 Diese Theorie findet sowohl im Klassischen Realismus, als auch im Neorealismus Anwendung.62

Es wird u.a. zwischen dem balancing und bandwagoning differenziert. Letzteres beschreibt die Handlung, dass sich ein oder mehrere Akteure einem Staat anschließen, welcher ein vermeintlich höheres Machtpotential aufweist bzw. eine größere Gefahr darstellt.63 Das balancing hingegen bezeichnet den Vorgang der Allianzbildung oder Gegenpolbildung verschiedener Akteure gegenüber dem Akteur mit dem vermeintlich höheren Machtpotential bzw. gegenüber demjenigen, von dem die höhere Gefahr ausgeht.64 Hier kann in vier Varianten des balancing unterschieden werden: 1.) hard balancing (Einsatz von militärischen Mitteln), 2.) soft balancing (Mittel non-militärischer Art), 3.) positives balancing (Fokus auf innerstaatliche Stärken) und 4.) negatives balancing (Fokus auf Gefahr/Macht).65

Ursprünglich wird mit der Balance-of-Power Doktrin die spezifische außenpolitische Linie Großbritanniens vom Mittelalter bis zum Ende des 2. Weltkriegs bezeichnet, welche im Rahmen dieser Bachelorarbeit keine Beachtung findet.66

4.1.2 Balance-of-Threat-Theorie (BOT)

Die Balance-of-Threat-Theorie ist so gesehen ein Ableger des balancing, welche 1985 von Stephen M. Walt begründet wurde.67 Im Folgenden wird die englische Bezeichnung threat analog für das Wort Gefahr verwendet. Seine Theorie bietet einen Ansatz um zu erklären, warum balancing gegenüber Hegemonien in der Vergangenheit nicht durchgehend folgerichtig und widerspruchsfrei war und argumentiert weiterhin, im Gegensatz zu klassischen Ansichten der Balance-of-Power-Fraktion, dass Staaten bzw. Akteure betreffend threats balancen sollten und nicht alleinig bezogen auf ihre Vormachtstellung, woraus die Annahme resultiert, dass Staaten vielmehr auf threats reagieren, als auf Macht.68

Walt legt hierbei vier zentrale threat -Quellen zu Grunde:

1.) Ansammlung von Macht: Je größer die angesammelte Macht oder sich die Vormachtstellung eines Akteurs als solches darstellt, desto größter ist der threat, den dieser Akteur verkörpert.69
2.) Geographische Nähe: Je größer die geographische Distanz zwischen zwei Akteuren oder vielmehr zwischen zwei Konkurrenten ist, desto eingeschränkter kann ein Akteur seine Vormachtstellung bzw. Macht demonstrieren, ergo wird der potentielle threat limitierter wahrgenommen.70
3.) Offensivkraft: Je größer die offensichtliche, genauer gesagt die zur Schau gestellte Vormachtstellung, desto größter ist der threat, den dieser Akteur verkörpert. Diese threat-Quelle ist wiederum eng mit der Ansammlung von Macht und der geographischen Nähe verbunden.71
4.) Aggressive Absichten: Diese Quelle ist abhängig von der subjektiven Wahrnehmung eines jeden Akteurs.72

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Walt den Faktor Macht als elementaren Bestandteil der Gefahrenwahrnehmung eines Staates gegenüber einem anderen anerkennt, jedoch den o.g. vier Quellen eine ebenso große Bedeutung beimisst.73

5. Ausgewählte historische Ereignisse der letzten 15 Jahre

Die Arbeit setzt sich mit Ereignissen der letzten 15 Jahre auseinander, da in dem besagten Zeitraum eine Kehrtwende in den internationalen Beziehungen Russlands, der USA und sämtlichen westlichen Staaten beobachtet werden kann. Trotz weitestgehend positiver Entwicklungen speziell nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 und zu Beginn der Jahrtausendwende innerhalb Russlands und zu seinen westlichen Partnerstaaten, kam es spätestens mit Putins Rede vor der Münchener Sicherheitskonferenz 2007 zu einem ersten bedeutenden Ereignis, welches innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft für Erstaunen, Aufregung und Aufruhr sorgte.74 Zudem führte die Eskalation der Ukraine-Krise zu einem beständig gestörten Verhältnis zwischen Russland und seinen westlichen Partnern, wie im Kapitel 5.3 Die Ukraine Krise (2013 – heute) erläutert wird. Daher erscheint es zielführend, aufbauend auf dem Vortrag Putins 2001 vor dem Deutschen Bundestag, die letzten 15 Jahre anhand gezielter Begebenheiten zu verfolgen, miteinander in den Kontext zu stellen und die daraus resultierende Entwicklung zu analysieren und wiederum den Vorgängen des „Kalten Krieges“ von 1945 bis 1991 gegenüberzustellen, um der Fragestellung dieser Bachelorarbeit nachzukommen.

5.1 Die Rede Wladimir Wladimirowitsch Putins vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001

Auf der Grundlage der zuvor genannten historischen Ereignisse und der wissenschaftlichen Betrachtung von Sichtweisen der internationalen Sicherheit und Ordnung wird Wladimir Putins Rede vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001 analysiert und hinsichtlich der Fragestellung mit historisch aufeinanderfolgenden Ereignissen verglichen, bzw. in den Kontext gesetzt. Hierbei findet die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, genauer gesagt die Technik der Zusammenfassung, Anwendung.75 Somit ist es ausgeschlossen, dass auf alle inhaltlichen Aspekte der Rede Putins eingegangen wird, sondern der Fokus auf für die Fragestellung relevante Standpunkte gerichtet wird. Hierzu werden die folgenden Kategorien gebildet: K1 – „Kalter Krieg“, K2 – Partner/Partnerschaft/Freunde, K3 – Zusammenarbeit, K4 – Frieden und K5 – Multipolar vs. Monopolar. Zum Zeitpunkt seiner Rede war Wladimir Putin seit etwas mehr als 16 Monaten im Amt des russischen Präsidenten.76 Ferner ist seine Darbietung in den zeitlichen Rahmen kurz nach den terroristischen Anschlägen vom 11. September 2001 in New York City, USA, und vor dem Beginn der US-Amerikanischen Militäroperation in Afghanistan vom 07. Oktober 2001 einzuordnen.77 Die Rede in voller Länge liegt zur ganzheitlichen Betrachtung auf Seite 63 im Anhang vor.

Nachdem Putin seine Rede mit Lobeshymnen auf Deutschland, der kulturellen Verbundenheit Russlands mit den Deutschen und der Bedeutung Berlins für die Weltgeschichte beginnt, verweist er zugleich auf die Zukunft seines Landes und die Folgen des „Kalten Krieges“:

„[…] ein Volk, das gute Lehren aus dem Kalten Krieg und aus der verderblichen Okkupationsideologie gezogen hat. […] Europa unmittelbar an der Weiterentwicklung des Verhältnisses zu Russland interessiert.“78

Hierbei spricht Putin die Kategorie K1 – Kalter Krieg an und gibt dieser einen klaren negativen Charakter. Offen bleibt an dieser Stelle welcher Akteur diese Charaktereigenschaft getragen hat und die Verantwortung für diese übernimmt, welches in Anbetracht der positiven Vollendung seines Gedankengangs von geringerer Relevanz bleibt. Ebenfalls werden von dieser Textpassage die Kategorien K2 – Partner/Partnerschaft/Freunde und K3 – Zusammenarbeit berührt, da es zusammenfassend um eine gemeinsame Zukunftsgestaltung geht. Wie bereits in der Einleitung dieser Bachelorarbeit bekundet, werden Putin heute Eigenschaften und Absichten zu Lasten gelegt, die er in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag entschieden abgewiesen hat. So spricht der Aufruf auf dem großflächigen Plakat auf der Außenfassade des Mauermuseums in Berlin von geopolitischen Ambitionen und Belagerung der Ukraine, siehe Abbildung 2, Kapitel 1. Einleitung.

Weiterhin werden die Kategorien K2, K3 und K5 – Multipolar vs. Monopolar durch Putins Aussage hinsichtlich einer aus seiner Perspektive notwendigen Kooperation Europas mit Russland verstärkt zum Ausdruck gebracht, in der Absicht die eigene und zugleich die europäische Position in der internationalen Staatengemeinschaft zu stärken, welches zugleich ein Abrücken von einer monopolaren Weltordnung hin zu einer Multipolarität bedeuten würde: „[…] seine eigenen Möglichkeiten mit den […] Russlands vereinigen […].“79

Nicht nur die Kooperation, sondern auch die Kategorie K4 – Frieden wird von Putin aktiv in den Vordergrund gestellt, dabei lässt er es sich nicht nehmen seinen Unmut über einige NATO-Mitglieder zu äußern:

„Eine der Errungenschaften des vergangenen Jahrzehnts war die beispiellos niedrige Konzentration von Streitkräften und Waffen in Mitteleuropa und in der baltischen Region. Russland ist ein freundlich gesinntes europäisches Land. […] Wie bekannt, haben wir den Vertrag über das allgemeine Verbot von Atomtests, den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, […] ratifiziert. Leider folgten nicht alle NATO-Länder unserem Beispiel.“80

Heutige Entwicklungen belegen im Gegensatz zu den von Putin damals positiv benannten Fakten eine anderweitige Ausrichtung der NATO-Aktivitäten, so hat z.B. die Bundeswehr ihren Einsatz im Baltikum vor Kurzem verstärkt und die Truppenverlegungen auf NATO-Ebene und russischer Seite zeigen erhöhtes Engagement.81 Die Thematik der Bedrohungswahrnehmung v.a. baltischer Staaten wird im weiteren Verlauf in Kapitel 5.3.1 Internationale Reaktionen & Folgen behandelt.

Eine Art Andeutung und zugleich klare Worte lässt Putin bezüglich der internationalen Sicherheitsarchitektur an folgender Stelle verlauten:

„[…], müssen wir uns zuerst klar machen, vor wem und wie wir uns schützen müssen. […], weil wir es immer noch nicht geschafft haben, die Veränderungen zu erkennen, die in der Welt in den letzten zehn Jahren stattgefunden haben. Wir leben weiterhin im alten Wertesystem. Wir sprechen von einer Partnerschaft. In Wirklichkeit haben wir aber immer noch nicht gelernt, einander zu vertrauen. […] Tatsächlich lebte die Welt im Laufe vieler Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts unter den Bedingungen der Konfrontation zweier Systeme, welche die ganze Menschheit mehrmals fast vernichtet hätte. […], als ob wir nicht bemerken würden, dass die Welt nicht mehr in zwei feindliche Lager geteilt ist. Die Welt ist sehr viel komplizierter geworden.“82

Die erste Aussage des russischen Präsidenten lässt jegliche Interpretation offen, während die weiteren Ausführungen, die der Kategorie K1 – „Kalter Krieg“ zuzuordnen sind, auf vergangene Zeiten zweier aufeinander- und gegeneinanderprallender Supermächte und Ideologien verweisen. Zudem reflektiert Putin, dass die Bedrohungslage und die Gemengelage von Interessen und Akteuren eine viel Größere sei, als das bloße Blockdenken von zwei konkurrierenden Staaten und ihren Verbündeten. Trotz dieser negativ stimmenden Aussagen versucht Putin eine Argumentationslinie aufzubauen, die darauf abzielen soll, Altes zu vergessen bzw. zu überwinden und ein Zeitalter der Kooperation im Sinne der Kategorien K2 – Partner/Partnerschaft/Freunde, K3 – Zusammenarbeit und K4 – Frieden einzuläuten:

„Oft streiten wir uns weiterhin über Fragen, die unserer Meinung nach noch wichtig sind. […] erkennen wir die neuen realen Bedrohungen nicht und übersehen die Möglichkeit von Anschlägen […] Heutzutage verschärfen sich nicht nur die Probleme, die wir schon kennen, sondern es entstehen auch neue Gefahren. […] Darum sollten auch die Kampfmittel gegen diese Probleme universal sein. Aber zuerst sollten wir uns in einigen grundlegenden Fragen einigen.“83

Putins Einschätzung und Betrachtungsweise wird durch den Applaus im Deutschen Bundestag deutlich bestätigt und wieder bemerkt er nachdrücklich, dass eine gemeinsame Strategie, im Sinne der Kategorien K2, K3 und K4, verschiedener Staaten miteinander eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit der internationalen Sicherheitsordnung darstellt: „[…] gemeinsam Kräfte zu bündeln um diese realen Gefahren, die nicht erdacht sind, zu bekämpfen, […].“84

[...]


1 Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/RussischeFoederation/Bilateral_node.html; Vgl. https://dgap.org/de/think-tank/publikationen/weitere-publikationen/russland-der-westen-und-die-grundlagen-der; Vgl. http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8087100/russland-macht-barack-obama-zum-massenmoerder.html; Vgl. http://www.bmz.de/de/ministerium/wege/multilaterale_ez/akteure/G8/ [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

2 Vgl. https://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966 [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

3 Vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/410678/umfrage/aussagen-und-meinungen-zu-russland/; Vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/316315/umfrage/ansichten-und-meinungen-in-deutschland-zum-ukraine-konflikt/; Vgl. http://www.deutsch-russisches-forum.de/20jahre/tl_files/drf/material/2008/Studie_Russlandbild_Praesentation-dt.pdf; Vgl. http://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_reportsndocs/FAZ_April_2014_Russland.pdf; Vgl. http://www.bpb.de/apuz/194826/zum-russlandbild-in-den-deutschen-medien?p=all [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

4 Vgl. https://www.lpb-bw.de/ukrainekonflikt.html [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

5 Vgl. http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/putin-reagiert-560/; http://www.handelsblatt.com/politik/international/attraktivitaet-des-standorts-sinkt-oekonom-gibt-westen-mitschuld-fuer-ukraine-krise/9164376-2.html [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

6 https://www.securityconference.de/mediathek/image/dmitry-a-medvedev-1/?tx_dreipctvmediacenter_mediacenter[venue]=36&cHash=7f6c883ef62b7195056726b466c3360d [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

7 Vgl. http://www.internal-displacement.org/europe-the-caucasus-and-central-asia/ukraine/figures-analysis [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

8 Vgl. http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-322-80529-4_9 [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

9 Vgl. http://carnegie.ru/publications/?fa=62801; Vgl. http://library.fes.de/pdf-files/ipg/ipg-2007-3/03_mangott-senn_d.pdf; Vgl. http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Sicherheitskonferenz/2007-ehlers.html; Vgl. https://www.securityconference.de/ueber-uns/muenchner-momente/ein-hauch-von-kaltem-krieg/; Vgl. https://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/bU7BDoIwFPsiNpZoDN4kePCqMYoX84DneGFs5PGAix_vOBgvtk0vbZrqh470MJMFoeDB6bsua9pXi6r62aqR6ha5RZJxCI6EOgXeYhUEFSM0yM8_FZO8oJPA6BPkJSbIUcmvqawLFTgaCXnyVt_WGw2qOniU1QW9UHTLEHfUEFjcmkwcR0VRo8vUFHlq0i_MO7tmx0u22W2LU37WQ98fPkCk9b8!/ [Letzter Zugriff am 03.08.2016].

10 Vgl. Trenin, 2007, S. 35.

11 Vgl. Trenin, 2007, S. 38.

12 Vgl. Trenin, 2007, S. 38 f.

13 Vgl. Trenin, 2007, S. 39.

14 Vgl. Trenin, 2007, S. 39 ff.; Vgl. http://sicherheitspolitik.bpb.de/ruestungskontrolle/hintergrundtexte-m7/Kurzportraets-bedeutender-atomarer-Ruestungskontrollvertraege [Letzter Zugriff am 03.08.2016].

15 Vgl. http://www.bpb.de/apuz/33227/internationale-sicherheitspolitik-nach-dem-11-september?p=all [Letzter Zugriff am 03.08.2016].

16 Vgl. http://www.gallup.com/poll/181568/americans-increasingly-russia-threat-top-enemy.aspx; Vgl. http://www.gallup.com/poll/189503/four-nations-top-greatest-enemy-list.aspx [Letzter Zugriff am 03.08.2016].

17 Vgl. http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/18464/warschauer-pakt; Vgl. http://www.bpb.de/izpb/181036/kalter-krieg-von-1945-bis-1989?p=all [Letzter Zugriff am 09.07.2016].

18 Vgl. http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/marshallplan/40004/potsdamer-konferenz [Letzter Zugriff am 09.07.2016]; Goll, S. 29.; Vgl. http://www.bpb.de/internationales/amerika/usa/10614/kalter-krieg [Letzter Zugriff am 09.07.2016].

19 Vgl. http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-junge-politik-lexikon/161276/kalter-krieg [Letzter Zugriff am 10.07.2016].

20 Vgl. ebda. [Letzter Zugriff am 10.07.2016].

21 Vgl. http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-junge-politik-lexikon/160874/berliner-blockade [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

22 Vgl. http://www.bpb.de/izpb/10083/berlin-auf-dem-weg-zur-geteilten-stadt [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

23 Vgl. ebda. [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

24 Vgl. http://www.alliiertenmuseum.de/themen/berliner-luftbruecke.html [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

25 Prell / Wilker, 1987, S. 31.

26 Vgl. http://www.alliiertenmuseum.de/themen/berliner-luftbruecke.html [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

27 Vgl. ebda. [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

28 http://www.spiegel.de/einestages/kuba-krise-aufklaerungsbilder-schockieren-die-welt-a-947760.html [Letzter Zugriff am 28.05.2016].

29 Ebda. [Letzter Zugriff am 28.05.2016].

30 Vgl. Görtemaker, 1977, S. 198-202.; Vgl. Cardozo, 2010, S. 76.

31 http://www.bpb.de/izpb/10339/vom-kalten-krieg-zur-aera-der-entspannung; Vgl.: https://www.google.de/maps/dir/Miami,+Florida,+USA/Kuba/@30.1176389,-81.3463113,5.75z/data=!4m13!4m12!1m5!1m1!1s0x88d9b0a20ec8c111:0xff96f271ddad4f65!2m2!1d-80.1917902!2d25.7616798!1m5!1m1!1s0x88cd49070f7a4cb5:0x798cf7529110a41a!2m2!1d-77.781167!2d21.521757; Vgl. https://www.google.de/maps/dir/Washington,+D.C.,+District+of+Columbia,+USA/Kuba/@29.9253737,-86.4162749,5z/data=!3m1!4b1!4m13!4m12!1m5!1m1!1s0x89b7c6de5af6e45b:0xc2524522d4885d2a!2m2!1d-77.0368707!2d38.9071923!1m5!1m1!1s0x88cd49070f7a4cb5:0x798cf7529110a41a!2m2!1d-77.781167!2d21.521757 [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

32 http://www.bpb.de/izpb/10339/vom-kalten-krieg-zur-aera-der-entspannung [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

33 Vgl. ebda. [Letzter Zugriff am 18.06.2016].

34 Vgl. Görtemaker, 1977, S. 198.

35 Vgl. http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/17407/entspannungspolitik [Letzter Zugriff am 19.06.2016].

36 Vgl. https://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a08/25482592_debatten09/200098 [Letzter Zugriff am 19.06.2016].

37 Vgl. https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/42884746_kw09_wahlen_1983_kalenderblatt/210888 [Letzter Zugriff am 19.06.2016].

38 Vgl. ebda.; Vgl. https://www.boell.de/de/demokratie/archiv-gruene-geschichte-friedensbewegung-1983-16647.html [Letzter Zugriff am 19.06.2016].

39 https://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a08/25482592_debatten09/200098 [Letzter Zugriff am 19.06.2016].

40 Vgl https://www.km.bayern.de/download/13662_ep_116_web.pdf, S. 23. [Letzter Zugriff am 19.06.2016].

41 Vgl Ballhausen, 1997, S. 118-125.

42 Vgl Ballhausen, 1997, S. 123.

43 Vgl ebda.

44 http://www.bpb.de/apuz/59630/das-ende-der-sowjetunion-in-der-historiographie?p=all [Letzter Zugriff am 19.06.2016].

45 Vgl. Ballhausen, 1997, S. 124 ff.

46 Vgl. Ballhausen, 1997, S. 125.

47 Vgl. Goll, 2011, S. 29 ff.

48 Vgl. Auth, 2015, Vorwort.

49 Vgl. Auth, 2015, Vorwort.

50 Vgl. Auth, 2015. S. 62 ff.

51 Vgl. Auth, 2015. S. 62.

52 Vgl. Auth, 2015. S. 55 ff.

53 Vgl. Auth, 2015. S. 55.

54 Vgl. Auth, 2015. S. 55 ff.

55 Vgl. Auth, 2015. S. 57.

56 Vgl. Roe, 1999, S. 183.

57 Auth, 2015, S. 57.

58 Vgl. Auth, 2015, S. 57 ff.

59 Vgl. Auth, 2015, S. 58.

60 Vgl. http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/17149/balance-of-power [Letzter Zugriff am 03.07.2016]; Vgl. Kegley, Wittkopf, 2005, S. 503.

61 Vgl. ebda.

62 Vgl. Auth, 2015.

63 Vgl. Walt, 1990, S. 5 ff.

64 Vgl. ebda.

65 Vgl. http://www.otago.ac.nz/politics/otago077522.pdf, S. 8 ff.

66 Vgl. https://www.britannica.com/topic/balance-of-power [Letzter Zugriff am 03.07.2016]

67 Vgl. Walt, 1990.

68 Vgl. Walt, 1990, S. 5 ff.

69 Vgl. Walt, 1990, S. 20 - 26.

70 Vgl. ebda.

71 Vgl. ebda.

72 Vgl. ebda.

73 Vgl. Walt, 1990, S. 20 - 26.

74 Vgl. https://www.securityconference.de/ueber-uns/muenchner-momente/ein-hauch-von-kaltem-krieg/ [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

75 Vgl. https://www.ph-freiburg.de/quasus/einstiegstexte/datenauswertung/qual-inhaltsanalyse/qualitative-inhaltsanalyse-nach-mayring.html [Letzter Zugriff am 30.07.2016].

76 Vgl. http://en.putin.kremlin.ru/bio [Letzter Zugriff am 07.08.2016].

77 Vgl. http://www.bpb.de/internationales/asien/afghanistan/; https://www.lpb-bw.de/11september.html [Letzter Zugriff am 01.08.2016].

78 http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966 [Letzter Zugriff am 02.08.2016].

79 http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966 [Letzter Zugriff am 02.08.2016].

80 http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966 [Letzter Zugriff am 02.08.2016].

81 Vgl. http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9nHK9ktTEXL3UzLxivcTsEjCdl1iQpF-Q7agIABXPChI!/; Vgl. https://www.tagesschau.de/ausland/russland-truppenverstaerkung-101.html [Letzter Zugriff am 02.08.2016].

82 http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966 [Letzter Zugriff am 02.08.2016].

83 http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966 [Letzter Zugriff am 02.08.2016].

84 http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort/244966 [Letzter Zugriff am 02.08.2016].

Details

Seiten
103
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783346147844
ISBN (Buch)
9783346147851
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v536375
Institution / Hochschule
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
kalter bundestag deutschen ansprache putins wladimir vergleich jahre entwicklungen historische krieg september

Autor

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Titel: Ein neuer "Kalter Krieg"? Historische Entwicklungen der letzten 15 Jahre im Vergleich zu Wladimir Putins Ansprache vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001