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Soziale Verantwortung in der Bekleidungsindustrie. Chancen und Probleme von Sozialstandards

Diplomarbeit 2006 113 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Themenprogramm

2. Die globale Produktion und deren soziale Folgen
2.1. Historischer Abriss: Entwicklung der Weltwirtschaft
2.2. Ökonomie globaler Produktion
2.3. Die sozialen Folgen der Globalisierung

3. Globale Sozialstandards
3.1. Historische Betrachtung von Sozialstandards
3.2. Umfang der Verstöße gegen fundamentale Arbeiterrechte
3.3. Ökonomische Begründungen für Sozialstandards

4. Internationale Institutionen und Regierungsorganisationen
4.1. Die Rolle der Nationalstaaten
4.2. Internationale Institutionen
4.2.1. Die Internationale Arbeiterorganisation (ILO)
4.2.2. Beitrag der UNO
4.2.3. Die Welthandelsorganisation (WTO)
4.2.4. OECD
4.3. Die Bedeutung von Nichtregierungsorganisationen (NGOs)

5. Die globale Bekleidungsindustrie
5.1. Produktionsprozess
5.2. Charakteristika
5.3. Strukturwandel der Bekleidungsindustrie
5.4. Unternehmerische Strategien der Bekleidungsindustrie
5.5. Die Bedeutung des Handels
5.6. Handelsbeschränkungen

6. Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Bekleidungsindustrie
6.1. Arbeitszeit
6.2. Löhne
6.3. Gesundheits- und Sicherheitsstandards
6.4. Qualifizierung der ArbeiterInnen
6.5. Die Problematik gewerkschaftlicher Organisierung.
6.6. Fabrikdisziplin

7. Instrumente zur globalen Durchsetzung fundamentaler Arbeiterrechte
7.1. Sozialklauseln
7.2. Verhaltenskodizes
7.3. Soziale Gütesiegel.
7.4. Umsetzung und Kontrolle
7.5. Probleme und Effizienz von Verhaltenskodizes
7.6. Probleme und Effizienz von Gütesiegel
7.7. Aktuelle Positionen wichtiger Akteure

8. Bestandsaufnahme der Umsetzung von Sozialstandards am Beispiel deutscher Bekleidungsunternehmen
8.1. Die adidas-Salomon AG
8.2. Die KarstadtQuelle AG
8.3. Gegenüberstellung der Ergebnisse.
8.4. Chancen privatwirtschaftlicher Verhaltenskodizes.
8.5. Handlungsoptionen und politische Forderungen

9. Schlussbetrachtung

Anhang

Glossar

Literaturverzeichnis

ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS

Abbildung 1: Jährliche durchschnittliche Wachstumsraten deutscher

Unternehmen von Auslandsumsatz und Beschäftigung

1996 bis 2001

Abbildung 2: Hauptmotiv für standortbedingte Produktions-

verlagerungen (deutsche Unternehmen)

Abbildung 3: Mitgliedsländer OECD

Abbildungen 4a und 4b: Fotos von Näherinnen in den Bekleidungs-

fabriken

Abbildung 5: Beschäftigte in der deutschen Textil- und Bekleidungs-

Industrie

Abbildung 6: Prozessablauf des AVE-Sektorenmodell. Anhang

Tabelle 1: Entwicklung von FEZ

Tabelle 2: Vergleich der fünf prominentesten Verhaltenskodex- Modelle im Bekleidungssektor. Anhang

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Themenprogramm

Die Textil- und Bekleidungsindustrie steht unter einem starken Wettbewerbsdruck und gilt als Vorreiter der Globalisierung. Bereits in den 70er Jahren hat die Branche mit Produktionsverlagerungen begonnen und lässt seitdem ihre arbeitsintensiven Produkte weltweit, meist in freien Exportzonen (FEZ) und kleineren Werkstätten (Sweatshops), fertigen. Personalintensive Handarbeit und weltweite Produktion sind charakteristisch für diese Branche und zugleich jene Faktoren an denen sich viele Probleme gerade im sozialen Bereich zeigen. Die relative technologische Anspruchslosigkeit sowie die Lohnintensität der Arbeit gehen einher mit der Notwendigkeit vieler Entwicklungsländer, die komparativen Kostenvorteile in diesen Bereichen zu nutzen, um als Produktionsstandort wettbewerbsfähig zu werden oder zu bleiben. Dies führt zu einem erheblichen Druck auf die Arbeitsbedingungen und die sozialen Rechte der Beschäftigten in diesen Ländern. Hinzu kommt ein hoher Kosten- und Zeitdruck durch die Abnehmer der Produkte. Gleichzeitig weisen jedoch diese Abnehmer darauf hin, dass sie aus eigener Überzeugung oder durch Druck ihrer Abnehmer und Stakeholder bemüht sind, die Einhaltung von bestimmten Sozialstandards bei ihren Zulieferern durchzusetzen. Desgleichen befinden sich diese Händler und Hersteller jedoch ebenfalls im Wettbewerb und sind somit auf preisgünstige Produktion angewiesen. Bei der Bemühung der Hersteller und Händler, soziale Verantwortung zu übernehmen, orientieren sich ihre unternehmenseigenen Verhaltenskodizes meist an den Standards der Internationalen Arbeiterorganisation (englisch: International Labour Organization: ILO).

Menschenrechtsorganisationen weisen jedoch immer wieder auf massive Arbeitsrechtsverletzungen und unakzeptable Arbeitsbedingungen in den sogenannten Weltmarktfabriken der Entwicklungsländer und anderen Ortes hin, die weder den Standards der ILO noch den Verhaltenskodizes von multinationalen Unternehmen entsprechen.

Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Probleme und welche Chancen hinsichtlich einer Durchsetzung von sozialen Standards zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Fabriken der Bekleidungsindustrie bestehen. Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund der Arbeit:

Welchen Anteil hat die Internationalisierung der Produktion in der Bekleidungsindustrie an den negativen Auswirkungen auf Arbeits- und Sozialstandards? Wer ist für die sozialen Rahmenbedingungen einer globalen Wirtschaft verantwortlich? Inwiefern bieten firmeneigene und privatwirtschaftliche Verhaltenskodizes Chancen zur effektiven Umsetzung und Kontrolle von Sozialstandards? Welche weiteren Instrumente oder gesetzlichen und vertraglichen Möglichkeiten bestehen, globale Standards weltweit umzusetzen?

Die Ausgangssituation der Arbeit bildet die Darstellung der Entwicklung der Weltwirtschaft sowie deren soziale Folgen seit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Anschließend wird die historische Entwicklung sowie die wirtschaftswissenschaftliche Diskussion um weltweite soziale Mindeststandards betrachtet. Nachfolgend werden die wichtigsten Akteure, Institutionen und Regelungsebenen vorgestellt sowie deren Beiträge zur Formulierung und Durchsetzung von Sozialstandards erörtert. Anknüpfend wird auf die Charakteristika sowie den Strukturwandel der globalen Bekleidungsindustrie eingegangen, gefolgt von der Darstellung von Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, wie sie in weiten Teilen dieser Branche vorzufinden sind. Die Möglichkeiten der Regulierung durch Sozialklauseln, Verhaltenskodizes und andere Instrumente werden im folgenden Kapitel aufgezeigt. Abschließend folgen eine Bestandsaufnahme der Umsetzung von Sozialstandards am Beispiel von zwei führenden Unternehmen des Bekleidungssektors sowie die Bewertung der Instrumente und eine Betrachtung möglicher Handlungsoptionen.

2. Die globale Produktion und deren soziale Folgen

2.1. Historischer Abriss: Entwicklung der Weltwirtschaft

Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges fand ein fundamentaler Strukturwandel in der Weltwirtschaft statt. Die weltweite Verflechtung wirtschaftlicher Aktivitäten wurde durch die Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen begünstigt. Die Weltwirtschaftspolitik im Rahmen der bislang insgesamt acht Gatt-Verhandlungsrunden zielte vor allem auf die gegenseitige Verminderung von tarifären Handelshemmnissen ab.[1] Die Expansion und Vernetzung der Märkte wurde insbesondere von den Industrienationen gefördert (GATT, WTO). Aus der Liberalisierungs-politik resultierte eine gestiegene Mobilität[2] der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital über nationale Grenzen.[3] Die weltweit treibende Kraft für eine globale Weltordnung waren dabei die USA. Hier wurden bei der Konferenz von Bretton Woods 1944 die Grundlagen für die zukünftige internationale Wirtschaftszusammenarbeit gelegt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank wurden gegründet. Als Antrieb für den Freihandel wurde 1946 eine Internationale Handelsorganisation (ITO) konzipiert und die Charta von Havanna beschlossen mit der Zielsetzung, Wohlstand, Frieden und Beschäftigung durch die zukünftige Wirtschaftsordnung sicherzustellen. Artikel 7 der Charta forderte bereits ausdrücklich faire Sozialstandards.[4] Die ITO und die Charta scheiterten jedoch an der Nicht-Ratifizierung durch die USA.[5] Anstelle der ITO wurde das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen GATT gegründet, welches allmählich die Funktion eines multilateralen Rahmen für den internationalen Handel einnahm.

Unter den Mitgliedsstaaten wurden die Zölle in fast allen Marktsegmenten entscheidend gesenkt und nicht-tarifäre Handelshemmnisse abgebaut.[6] Die Integration der Weltwirtschaft erfolgte jedoch nicht nur durch die Welthandelsbeziehungen bzw. die politische Unterstützung für den Außenhandel.[7] Auch die technischen Innovationen der Kommunikations- und Transporttechnologien haben aufgrund der kürzeren Transportzeiten und der globalen Kommunikation die wirtschaftliche Verflechtung weltweit unterstützt.[8] Allerdings werden wertmäßig über 80 Prozent des internationalen Handels zwischen den Industrieländern getätigt, und davon wird wiederum der größte Teil des Handels innerhalb der regionalen Wirtschaftszonen abgewickelt. Die Binnen-Verflechtung der Wirtschafts-regionen Europa, Nordamerika und Japan/pazifischer Raum sowie deren geografische Erweiterung war eine der Triebkräfte bei der Zunahme des Handels. Auch der Handel der Industrieländer mit den Schwellenländern einschließlich der ölexportierenden Staaten hatte seinen Anteil an der Steigerung des Warenaustausches. Jedoch spielen sich nur 15 Prozent des Welthandels zwischen unterschiedlichen Erdteilen ab, und weniger als 3 Prozent des Welthandels berühren Afrika. Dennoch ist eine zunehmende Integration der Entwicklungs- und Reformländer hinsichtlich Handelsverflechtung und Direktinvestition festzustellen, auch da diese sich bemühen, als attraktive Investitionsstandorte wahrgenommen zu werden. Der Abbau von Zöllen, technischer Fortschritt und Handels-Deregu-lierung haben den Handel zunehmend rascher wachsen lassen als die Produktion. Die Ausweitung des Welthandels wurde durch die achte GATT-Runde (Uruguay-Runde von 1986–1994), welche die Einbeziehung von Dienstleistungen und geistigen Eigentumsrechten (GATS und TRIPS) enthält, unterstützt. Die anschließende Gründung der Welthandelsorganisation (WTO), deren Ziel die Liberalisierung des internationalen Handels ist und die eine größere Verbindlichkeit als das GATT besitzt, hat ebenso zu dieser Entwicklung beigetragen. Weitere Gründe für die Zunahme weltweiter wirtschaftlicher Aktivitäten sind der enorme Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen,[9] d.h. der Erzeugung von Realkapital durch Ausländer, z.B. durch die Errichtung von Betriebsstätten oder durch Unternehmensbeteiligungen,[10] die Politik der Liberalisierung der Märkte einschließlich der Kapitalmärkte, sowie der Trend zur Zurückdrängung des öffentlichen Sektors.

Die Bildung regionaler Wirtschaftsblöcke wie der EU oder NAFTA sowie laufend abnehmende Transportkosten und der Zusammenbruch der Sowjetunion haben ebenfalls einen Anteil an der zunehmenden weltweiten Vernetzung des Welthandels. Die Intensivierung des Welthandels hatte zur Folge, dass auch die Produktion[11] der gehandelten Waren durch transnationale Unternehmen (TNC) oder durch globale Netzwerke[12] zunehmend globalisiert wurde. Der World Investment Report der Weltwirtschaftskonferenz (UNCTAD) zählt mittlerweile rund 70.000 TNCs[13] und folglich einen breiten Strom von grenzüberschreitenden Direktinvestitionen. Der Großteil der Direktinvestitionen konzentriert sich auf die Industrieländer.[14] Unter den TNCs gibt es inzwischen Konzerne, deren Umsatz größer ist als das Bruttosozialprodukt mittlerer Staaten. Im Besitz der TNCs befindet sich zudem etwa ein Drittel des weltweiten produktiven Anlagekapitals.[15] Diese transnationalen Unternehmen haben die Produktions- und Absatzbeziehungen weltweit internalisiert und verwirklichen das Prinzip der internationalen Arbeitsteilung innerhalb der Unternehmung. Sie sind in der Lage, ihre Investitions-, Produktions- und Absatzentscheidungen im internationalen Vergleich der Standort-bedingungen globalisierter Märkte zu treffen.[16]

Durch die Intensivierung der Handelsbeziehungen folgte die Herausbildung globaler Finanzmärkte. Zunächst entstanden diese zur Finanzierung von Direktinvestitionen der transnationalen Konzerne. Mit der Liberalisierung und Deregulierung der Finanzmärkte seit den 70er Jahren ist die Liquidität der globalen Finanzmärkte enorm gestiegen, sodass die globalen Finanztransaktionen noch um ein Vielfaches schneller expandieren als Weltproduktion und Welthandel. Seit den späten 90er Jahren entfallen allenfalls 5 Prozent der auf den Weltdevisenbörsen gehandelten Finanztransaktionen auf Finanzierungen von Handelsgeschäften und Direktinvestitionen. Der große Rest entfällt auf Interbankenhandel.[17]

2.2. Ökonomie globaler Produktion

Der Anstieg der weltweiten Auslandsdirektinvestitionen (ADI) in den 80er und 90er Jahren zeigt die neue Qualität der globalisierten ökonomischen Beziehungen. Den größten Anteil an ausländischen Direktinvestitionen besitzen die Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Japan.[18] Allerdings waren die internationalen Direktinvestitionsströme 2003 zum dritten Mal in Folge rückläufig. Der milde Konjunkturaufschwung der Weltwirtschaft, Befürchtungen betreffend der internationalen Sicherheit und die Präferenz seitens vieler Unternehmen, keine neuen Unternehmen zu erwerben, sondern eher bestehende Akquisitionen zu konsolidieren, trugen zum Rückgang bei den ausländischen Direktinvestitionen bei.[19] Erst seit 2004 sind die Auslandsdirektinvestitionen wieder leicht gestiegen. Die Erholung war das Ergebnis verstärkter Kapitalströme in Entwicklungsländer, hingegen blieben ADI in den Industriestaaten weiterhin rückläufig. Die Kapitalströme in Entwicklungsländer stiegen um 40 Prozent und erreichten 233 Milliarden Euro, während die Kapitalströme in die Industrieländer um 14 Prozent auf 380 Milliarden Euro zurückgingen. Der größte Zuwachs an ADI-Zuflüssen wurde bei den Entwicklungsregionen in Asien und Ozeanien verzeichnet, gefolgt von Lateinamerika und der Karibik, während die Zuflüsse nach Afrika stabil blieben.[20]

Strukturwandel deutscher Direktinvestitionen

Großen Anteil an der Expansion deutscher Direktinvestitionen hatte zu Beginn der 90er Jahre die Öffnung Chinas und der mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) mit klarer Beitrittsperspektive zur Europäischen Union (EU). Mit dieser Entwicklung vergrößerte sich die Zahl potenzieller Anlageländer, und es traten neue Merkmalkombinationen (niedrige Lohnkosten, ein großes Angebot an Fachkräften, geographische und kulturelle Nähe, politische Stabilität, relativ großer Binnenmarkt) auf. Die Öffnung der östlichen Länder hatte erheblichen Einfluss auf die Regionalstruktur der Auslandsaktivitäten deutscher Unternehmen. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von fast 30 Prozent hat sich der Umsatz von deutschen Tochterunternehmen von 1996 bis 2001 fast vervierfacht. Diese Steigerung wurde nur noch in China/Indien übertroffen. Bei den Beschäftigten waren die Wachstumsraten niedriger, aber auch hier sind die Tochtergesellschaften in MOE-Ländern zusammen mit China/Indien führend.[21]

Abbildung 1: Jährliche durchschnittliche Wachstumsraten deutscher

Unternehmen von Auslandsumsatz und Beschäftigung 1996 bis 2001

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigendarstellung basiert auf Borrmann, C. et al., 2004, S. 659.

Formen internationaler Unternehmenstätigkeiten

Bei der Wahl der Form von grenzüberschreitender Unternehmenstätigkeit bzw. der Produktionsverlagerung kommen der Außenhandel, die Kooperation mit ausländischen Unternehmen oder anderen Institutionen sowie die Auslandsinvestition und -produktion in Betracht.[22] Bei der Internationalisierung durch Außenhandel werden sowohl die inländischen als auch die ausländischen Produktionsstätten als selbstständige Unternehmen geführt. Deren Verhalten und somit auch die gegenseitigen Beziehungen werden durch Märkte bestimmt. Bei der Kooperation in strategischen Allianzen bleiben die Unternehmen beider Länder selbstständig, sie stimmen ihr Verhalten aber durch Vereinbarungen aufeinander ab. Hierzu gehören u.a. Joint Ventures, Lieferverträge, Lohnveredelung, Lizenzvergabe und Franchiseverträge. Bei der Internationalisierung durch Direktinvestition bzw. Auslandsproduktion durch z.B. Gründungen von Auslandstochtergesellschaften oder Auslandsniederlassungen besteht zwischen den inländischen und ausländischen Produktionsstätten ein hierarchisches Verhältnis. Die drei Formen der Internationalisierung sind Idealtypen, die in der Realität ineinander gehen können.[23]

Motive internationaler Unternehmenstätigkeiten

Direktinvestitionen sind hauptsächlich durch Beschaffungs-, Absatz-, und Kostenmotive gesteuert. Beschaffungsmotive sind alle Beteiligungen und Produktionsverlagerungen, die vorgenommen werden, um den Bezug von Rohstoffen und Zwischenprodukten aus dem Ausland langfristig zu sichern. Absatzmotive dienen der Sicherung ausländischer Absatzmärkte und können bei Konkurrenzfähigkeit die Existenz der Muttergesellschaft im Inland sichern. Kostenmotive ergeben sich bei Verschlechterung der ökonomischen Standortbedingungen im Inland, wodurch relativ günstige Standortbedingungen im Ausland gesucht werden. Hierbei wird die inländische Produktion durch eine ausländische Produktion ersetzt.[24] Gerade in lohn- und arbeitsintensiven Branchen spielt die Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer aus Kostengründen eine bedeutende Rolle.[25] Für deutsche Unternehmen sind die im Vergleich mit dem Ausland höheren Kosten der Produktionsfaktoren, insbesondere die Kosten für den Faktor Personal, bedeutend.[26] Nach einer DIHK (Deutscher Industrie und Handelskammertag) -Umfrage zu den Hauptmotiven von standortbedingten Produktionsverlagerungen deutscher Unternehmen wurden die hohen Arbeitskosten sowie die Steuer- und Abgabenlast am häufigsten von den befragten Unternehmen genannt.[27]

Abbildung 2: Hauptmotiv für standortbedingte Produktionsverlagerungen

(deutsche Unternehmen)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) 2003, S. 6.

In Deutschland verfolgen insbesondere Großunternehmen des Fahrzeugbaus, der chemischen oder elektrotechnischen Industrie seit Jahrzehnten Internationalisierungsstrategien. Durch die Umsetzung dieser Strategien der Großunternehmen sowie die Verschärfung der Konkurrenz und des Kostendrucks auf den eigenen Märkten sind auch mittlere und kleinere Unternehmen in Deutschland mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Produktionsstrategien zu verändern. Dies gilt vor allem für viele Zulieferbetriebe, die sich mit neuen, weltweit ausgerichteten Einkaufs- und Beschaffungschancen der großen Endproduzenten auseinandersetzen müssen. Vor allem ist eine große Zahl mittelständischer Unternehmen, beispielsweise des Maschinenbaus, betroffen, deren bisher mehrheitliche europäische Exportorientierung nicht mehr ausreicht, um ihren Absatz zu sichern.[28]

2.3. Die sozialen Folgen der Globalisierung

Seit der Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) und dem damit einhergehenden Abbau von Handelshemmnissen wurde der Trend in Richtung mehr Offenheit im Handel und eines raschen Zuwachses der Handelsströme verstärkt.[29] Eine Argumentationsgrundlage gegen den Protektionismus lieferte bereits David Ricardo mit der Theorie der komparativen Kostenvorteile.[30] Hierbei werden über einen verbesserten Zugang zu den Märkten der internationale Handel und die ausländischen Direktinvestitionen gesteigert. Die WTO geht gleichermaßen davon aus, dass durch Wirtschaftswachstum positive Beschäftigungseffekte folgen und somit die Liberalisierung letztlich allen zugute kommt. Die Liberalisierung des Welthandels ist zweifellos eine wichtige Antriebskraft für das Wirtschaftswachstum,[31] welcher auch weitgehend unbestritten als der wichtigste Einflussfaktor auf die Reduzierung von Armut gilt.[32]

Gewinner und Verlierer des Welthandels

Der Ansatz der Globalisierungskritik ist, dass Wirtschaftswachstum und offener Welthandel keinen fairen internationalen Handelsaustausch und eine gerechte Verteilung der Vorteile des Welthandels sicherstellen können.[33] Zum einen findet eine „Triadisierung“ statt, bei dem der Großteil des Handels zwischen den drei Wirtschaftsgroßmächten USA, Europa und Japan abläuft.[34] Zum anderen kann das rapide Wachstum von Welthandel und ausländischen Investitionsströmen nicht verhindern, dass die Vorteile des Welthandels zwischen den Ländern und innerhalb der Länder ungleich verteilt sind.[35] Nicht nur globalisierungskritische Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) wie Attac artikulieren lautstark und öffentlichkeitswirksam ihren Protest während der Jahrestagungen von IWF, Weltbank, WTO und G7, sondern auch ehemalige hochrangige Mitarbeiter dieser internationalen Finanzinstitutionen selbst äußern Kritik. So weist etwa der ehemalige Präsident der Weltbank (Joseph Stiglitz) darauf hin, dass Privatisierung, Deregulierung und außenwirtschaftliche Öffnung nicht zwangsläufig Wohlstandssteigerungen zur Folge haben. Vor allem die Öffnung gering wettbewerbsfähiger Länder für ausländische Konkurrenten kann zum Abstieg heimischer Industriezweige und zum Verlust vieler Arbeitsplätze führen.[36]

Die Vereinten Nationen machen ebenso auf die Vergrößerung der Einkommenskluft, zwischen den reichsten und den ärmsten Ländern sowie zwischen den sozialen Schichten innerhalb einzelner Nationen aufmerksam.[37] Ebenso wird das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Kapitalbesitzern, die ihre Ressourcen über internationale Grenzen transferieren können, und den Arbeitnehmern, die dies nicht können, kritisch betrachtet. Insbesondere unqualifizierte Arbeitskräfte, deren Arbeit leicht substituierbar ist und somit auch in Billiglohnländer transferiert werden kann, sind betroffen. Durch die internationale Konkurrenz der Arbeitnehmer können Kapitalbesitzer Druck auf die Lohnhöhe durch Produktionsverlagerungen ausüben. Die zunehmende Ersetzbarkeit von Arbeitskraft bewirkt, dass die Arbeitnehmer stärkere Schwankungen der Entlohnung und der Arbeitszeiten in Kauf nehmen müssen, die sich aus den Veränderungen der Arbeitsnachfrage oder der Arbeitsproduktivität ergeben; Instabilität und Unsicherheit auf den Arbeitsmärkten nehmen zu. Die gewerkschaftliche Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer schwindet, sodass die Gewerkschaften nur noch niedrigere Löhne und Sozialleistungen durchsetzen können. Hinzu kommen Konflikte innerhalb und zwischen Nationen um nationale Normen und soziale Institutionen sowie die Schwierigkeiten nationaler Regierungen, einen steigenden Bedarf nach sozialer Sicherung zu gewährleisten.[38] Mit Hinweis auf die Währungskrisen in Lateinamerika, Russland und Asien wird auch die Gefahr der Globalisierung der Kapitalmärkte kritisiert, da die Wirtschaftsmacht der daran teilnehmenden Staaten sehr ungleich verteilt ist. Dadurch können große Finanzinvestoren, Investmentfonds und Devisenspekulanten die Wechselkurse von Währungen zu eigenen Gunsten und zu Lasten ganzer Volkswirtschaften beeinflussen. Kritisiert werden ebenfalls die Bevorzugung der Bereitstellung privater auf Kosten öffentlicher Güter sowie steigender Einfluss multinationaler Unternehmungen vor allem gegenüber kleineren Ländern. Möglich wird dies durch die regionale Mobilität multinationaler Unternehmungen und deren Drohpotenzial, ihre Aktivitäten in diejenigen Länder zu verlagern, die ihnen die günstigsten Rahmenbedingungen bieten. Durch diese globale Standortkonkurrenz geraten auch die Arbeits- und Umweltstandards sowie die Systeme sozialer Sicherung in den Industrieländern zunehmend unter Druck. Es wird befürchtet, dass dieses Machtgefälle zwischen immer größer werdenden und global agierenden Unternehmungen einerseits und Nationalstaaten andererseits zu einer „Spirale nach unten“ (race to the bottom) führen könnte, d.h. zur Senkung von Arbeits- und Umweltstandards.[39] Menschenrechtsorganisationen weisen in diesen Zusammenhang immer wieder auf unakzeptable Arbeitsbedingungen hin, unter denen viele Konsumgüter, wie z.B. Textilien, Bekleidung und Sportartikel, in den Schwellen- und Entwicklungsländern gefertigt werden. Diese Produkte werden zu einem Großteil von den Industrieländern importiert und gelangen dort in den Handel, neben den Artikeln westlicher Produktion, deren Herstellung unter weit strengeren Auflagen erfolgt ist. In den Schwellen- und Entwicklungsländern entsprechen die Arbeits- und Sozialgesetze häufig nicht den Standards der westlichen Industrienationen oder werden von den zuständigen Behörden nicht durchgesetzt. Die Vorwürfe und Kritikpunkte in diesem Zusammenhang sind zahlreich: Unterschreitung gesetzlich vorgeschriebener Mindestlöhne, Kinderarbeit, unzureichende Arbeitssicherheit, Unterdrückung gewerkschaftlicher Betätigung, Diskriminierung, unzumutbare Arbeitszeiten, erzwungene Überstunden etc.[40] Auch die Vorwürfe und Proteste von Menschenrechtsgruppen gegen Nike, in sogenannten Sweatshops produzieren zu lassen, oder der gegen den Sportartikelhersteller Adidas erhobene Vorwurf, in China Fußbälle von Zwangsarbeitern fertigen zu lassen, sind weitere Beispiele.[41]

Der weltweite Anstieg der Informellen Wirtschaft – eines Wirtschaftsbereichs in dem Erwerbstätige oft ohne verbindliche Lohnvereinbarung, für einen geringen Lohn und ohne Arbeitsvertrag sowie ohne soziale Grundsicherung arbeiten, wird ebenfalls als besorgniserregend wahrgenommen.[42]

Diskussion und Lösungsansätze

Zur Verbesserung derartiger Arbeitsbedingungen schlagen einige Autoren „Sozialstandards“ vor, die Arbeitsbedingungen universell regeln, weltweite Geltung erlangen und allen wirtschaftlichen Akteuren als Rahmen ihrer Betätigung dienen sollen. Umstritten ist hierbei jedoch, wer in einer globalisierten Wirtschaft Standards durchsetzen könnte und welche Inhalte diese haben sollte.[43]

Durch die zunehmend internationalen Wirtschaftsaktivitäten der Unternehmen verlieren die Nationalstaaten immer mehr Regelungsgewalt und können somit ihre ordnungspolitische Funktion weniger wahrnehmen.[44] Dadurch gerät die neoliberale Argumentation, dass zur Lösung dieser Probleme der Staat und nicht Unternehmungen beizutragen habe, zuneh-

mend in die Kritik.[45] Daneben scheuen sich viele Regierungen in den Entwicklungsländern, schärfere Regelungen gegen ihre heimische Exportwirtschaft oder ausländische Investoren zu treffen, aus Furcht, die eigene Wirtschaft könne Schaden nehmen oder aber das Kapital könne abwandern. Ein Eingriff von außen durch supranationale Institutionen oder fremde Regierungen ist aufgrund der völkerrechtlich anerkannten inneren und äußeren Souveränität der Nationalstaaten nicht möglich. Viele Entwicklungsökonomen warnen zudem vor rigiden Bestimmungen, da diese den relativen Kostenvorteil der Entwicklungsländer schmälern würde und deren Integration in den weltweiten Handel hemmen könnte.[46] Gleichzeitig haben multinationale Unternehmungen durch ihr starkes Wachstum in den letzten Jahren erheblich an Macht und damit an Einflussmöglichkeiten gegenüber Staaten gewonnen und wurden deshalb zunehmend zu sozio-politschen Akteuren. Aus diesem Grund werden multinationale Unternehmen, nicht nur für ihre ökonomischen, sondern auch für die politischen, sozialen und ökologischen Folgen ihres Handelns verantwortlich gemacht.[47] Zur Durchsetzung von Sozialstandards werden daher vielfach die Unternehmen aufgerufen, sich selbst durch die Einhaltung von Mindestregeln im Rahmen von Verhaltenskodizes zu verpflichten. In diese Richtung weisen auch die Empfehlungen der Vereinten Nationen (UN) hin, die Kofi Annan im Rahmen des „Global Compact“ entfaltet hat (vgl. Kapitel: 4.2.2.).[48]

3. Globale Sozialstandards

Der Begriff Sozialstandards wird umfassend bei der Ausgestaltung von Arbeitsverträgen (Arbeitszeit, Lohn, Sozialversicherung etc.) und für Arbeiterrechte gebraucht. Der Begriff Arbeiterrechte wird hierbei als Sammelbegriff für Koalitionsfreiheit und Tarifverhandlungsrecht, Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf verwendet.[49] Unter dem Begriff „internationale Sozialstandards“ wird auch die Summe an Konventionen und Übereinkommen verstanden, die von internationalen Organisationen auf dem Gebiet des Arbeits- und Sozialrechts seit dem Ende des 1. Weltkrieg erlassen worden sind.[50]

3.1. Historische Betrachtung von Sozialstandards

Die Einsicht, dass die nationale Regulierung der Arbeitsbeziehungen durch die internationalen Konkurrenzverhältnisse der Arbeitsbeziehungen beeinträchtigt werden könnte, führte bereits 1833 in Großbritannien zur Diskussion um internationale Sozialstandards und zur Forderung eines internationalen Vertrages über zulässige Arbeitszeiten. Der erste multilaterale Vertrag über internationale Sozialstandards von 1890 verknüpfte diese mit dem Handel. Dieser Vertrag verbot die Einfuhr von Sklaven. 1906 wurden die Konventionen zum Verbot der industriellen Nutzung weißen Phosphors und der Nachtarbeit von Frauen verabschiedet.

Weitere, vor allem bilaterale Verträge zum Schutz von Arbeitern wurden in der Folgezeit bis zum ersten Weltkrieg beschlossen. Unter dem Eindruck des Krieges wurde 1919 im Friedensvertrag von Versailles die Gründung der ILO beschlossen,[51] einer internationalen Organisation, die sich überwiegend mit der Kodifikation internationaler Regeln befasst, um einen möglichst hohen und einheitlichen Sozialstandard in der Welt herbeizuführen.[52] Die fundamentalen Arbeiterrechte der ILO haben mittlerweile den Status universaler Menschenrechte erlangt. Sie wurden in den wichtigsten internationalen Verträgen und Erklärungen immer wieder bekräftigt.[53]

3.2. Umfang der Verstöße gegen fundamentale Arbeiterrechte

Viele Länder und deren Beschäftigte haben vom Welthandel profitiert, jedoch arbeiten erschreckend viele unter bedrückenden Produktionsbedingungen für den Export. Weltweit werden gewerkschaftliche Aktivitäten zunehmend unterdrückt. Insbesondere in den freien Exportzonen sind die meist jungen und weiblichen Beschäftigten langen Arbeitszeiten und schlechten Arbeitsbedingungen bei niedrigster Bezahlung ausgesetzt.[54] Weltweit werden ca. 246 Millionen Kinder beschäftigt.[55] Die Mehrheit der Kinder arbeitet zwar nicht direkt für die Exportwirtschaft, doch in einigen exportorientierten Branchen, insbesondere in der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Teppichindustrie, tritt Kinderarbeit vielfach auf. Insgesamt werden ca. 10 Prozent des Warenwerts im Welthandel unter Missachtung fundamentaler Arbeiterrechte hergestellt. Aufgrund des geringen Produktivitätsniveaus in den Ländern, in denen es zu Verstößen kommt, ist zu vermuten, dass der Anteil der betroffenen Lohnabhängigen deutlich höher ausfällt.[56]

3.3. Ökonomische Begründungen für Sozialstandards

Die Bemühungen zur Durchsetzung der fundamentalen Arbeiterrechte gelten vor allem den Entwicklungs- und Schwellenländern. Gegner von Sozialstandards sehen diese als Hindernisse im industriellen Aufholprozess. Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen könnten nicht durch internationale Abkommen oder Gesetze verordnet werden, sondern würden am ehesten durch ein möglichst freizügiges Handelsregime gefördert werden.[57] Da in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Liberalisierung des Welthandels auf breiter Basis stattgefunden hat, hätten demnach Verstöße gegen die fundamentalen Arbeitsrechte weltweit abnehmen müssen. Die Jahresberichte von Amnesty International und des Internationalen Bunds Freier Gewerkschaften (IBFG) vermelden jedoch eine Zunahme an Verstößen.

In der Diskussion über die Notwendigkeit von Sozialstandards lassen sich zwei theoretische Position unterscheiden. Aus neoklassischer Sicht können Wohlstandssteigerungen nur dann im Außenhandel erzielt werden, wenn ein ungehinderter Warenverkehr die Spezialisierung der Produktion auf der Basis komparativer Kostenvorteile erlaubt. Dagegen verweist der neo-institutionelle Ansatz auf die destruktiven Potentiale des Marktmechanismus, die sich im globalen Handel entfalten können, da international keine Regulierungsinstanz besteht. Der Außenhandel müsste deshalb außenpolitisch durch multilaterale Abkommen geregelt und innenpolitisch sozial flankiert werden. Aus neoklassischer Sicht wird jede verordnete Erhöhung der Produktionskosten den wesentlichen komparativen Kostenvorteil der Entwicklungsländer gefährden, die Absatzchancen auf dem Weltmarkt und damit auch die Entwicklungschancen der betreffenden Länder beeinträchtigen. Aus neo-institutioneller Sicht wirken die ILO-Normen langfristig entwicklungsfördernd. Als Argumentationsbeispiel werden hierzu oft die Auswirkungen der Kinderarbeit auf das Humankapital dargestellt. Menschen, die als Kinder hart arbeiten müssen, altern demnach meist frühzeitig und besitzen kaum eine Chance, sich für einen besseren Arbeitsplatz ausbilden zu lassen.[58] Eine allgemeine Wohlstandssteigerung könnte demzufolge durch die Nutzung von Wissen und die damit verbundene Notwendigkeit von schulischer Ausbildung und Qualifikation vorangetrieben werden. Die Abschaffung von Kinderarbeit ist somit sowohl aus Sicht der Menschenwürde als auch hinsichtlich der langfristigen Entwicklungspotenziale eines Landes von Bedeutung.[59] Demzufolge müsste ihre Einhaltung im Interesse der betreffenden Länder sein. Doch insbesondere einige der neuen Exportnationen haben aus machtpolitischen Interessen nur wenige Übereinkommen unterzeichnet. Dort, wo Gewerkschaften verboten sind, besteht die Befürchtung, Gewerkschaften könnten zur politischen Opposition werden. Ein weiterer Grund für die Missachtung von Arbeiterrechten liegt darin, dass ungewiss ist, ob sich die langfristigen Vorteile auch kurzfristig einstellen.[60]

Standortkonkurrenz

Der Verdrängungswettbewerb und die Konkurrenz sind dort am stärksten, wo mit ähnlichen Produktionstechniken vergleichbare Produkte angeboten werden. Der Konkurrenzkampf zwischen den Entwicklungs- und Schwellenländern wird u.a. durch einfache Produktionstechniken, die den Markteintritt neuer Konkurrenz erleichtern, und die Fähigkeit transnationaler Konzerne, Produktionsstätten zu verlagern, verstärkt. Die scharfe Konkurrenz dieser Länder begünstigt Verstöße gegen fundamentale Arbeitsnormen und übt einen starken Druck auf die Preise der Anbieter aus, da geringe Kostendifferenzen für die Auftragserteilung entscheidend sind. Wirtschaftsregionen können zudem durch die Unterbietung von in anderen Regionen bestehenden Sozialstandards Wettbewerbsvorteile erlangen. Diese anderen Regionen können dadurch Marktanteile und somit Beschäftigungschancen verlieren. Besonders ausgeprägt ist diese Gefahr, wenn der Markterfolg nur auf einem Faktor, wie geringqualifizierter Arbeitskraft, beruht. Die Bedrohung durch niedrigere Standards kann somit nicht durch andere Faktoren ausgeglichen werden. Derartige Umstände betreffen besonders Entwicklungsländer, die ständig in Gefahr stehen, dass neue Regionen auf den Weltmarkt drängen, die über noch billigere Arbeitskräfte verfügen.[61] Dieser ruinöse Wettbewerb könnte durch eine Kooperation der Nationalstaaten bei der Gestaltung einer globalen Rahmenordnung, welche die Sicherung eines akzeptablen Arbeitsrechts sowie ausreichende Sozial- und Umweltstandards umfasst, vermieden werden.[62] Dadurch müssten einzelne Wettbewerber nicht mehr befürchten, dass sie sich durch die Einhaltung dieser Standards gegenüber der Konkurrenz im Nachteil befinden.[63] Aufgrund der existierenden

direkten Standortkonkurrenz und der Möglichkeit der Vermarktung niedriger Standards auf dem Weltmarkt entsteht jedoch dem Staat, der nicht kooperiert, ein relativer Wettbewerbsvorteil. Das Problem des kollektiven Handelns wird spieltheoretisch als Gefangenendilemma bezeichnet. Die Lösung des Gefangenendilemmas ist die Absprache, zu der die Länder im Gegensatz zu Gefangenen (die im Modell nicht miteinander kommunizieren dürfen) greifen können.[64]

4. Internationale Institutionen und Regierungsorganisationen

4.1. Die Rolle der Nationalstaaten

Durch die Globalisierung verlieren die Staatsgrenzen zunehmend an Bedeutung. Die territorialen Grenzen werden durchlässiger für Kapital, Informationen, Arbeitskräfte, Güter und Dienstleistungen. Mit zunehmender Integration der Weltwirtschaft verlieren die einzelnen Staaten die politische Kontrolle über ihre nationalen Märkte. Diese Veränderungen untergraben die Steuerungseffizienz des nationalstaatlichen Systems und beschränken die Fähigkeit, die gesellschaftliche Integration innerhalb ihres Territoriums zu koordinieren (Funktionskrise). Die gestiegene Mobilität des Kapitals behindert außerdem den staatlichen Zugriff auf Gewinn und Geldvermögen. Hinzu kommt die verschärfte Standortkonkurrenz zwischen verschiedenen Regionen und Staaten. Häufig veranstalten diese einen Steuer- und Subventionswettbewerb mit der Folge, dass Aufkommen aus Steuern auf Kapital immer geringer wird, während die Ausgaben für Subventionen steigen. Die Handlungsspielräume bei der Setzung der Rahmenbedingungen für die nationale Wirtschaft werden somit zunehmend eingeschränkt, und zugleich verringert sich die Fähigkeit, den Verwaltungsapparat und öffentliche Güter aus Steuern zu finanzieren.[65]

Freie Exportzonen als Entwicklungs- und Industrialisierungsstrategie

Seit Mitte der 60er Jahre richteten insbesondere Regierungen von Entwicklungsländern auf ihren Territorien freie Exportzonen ein. Hiermit verband sich die Hoffnung, durch erhebliche finanzielle Anreize Auslandsinvestoren anzulocken, um dadurch eine nachholende Entwicklung in ihren Ländern auszulösen. Auslandsinvestitionen in FEZ fügten sich damit nahtlos in die globalen Umstrukturierungen von Produktion und Erwerbsarbeit ein, wie sie die wirtschaftliche Liberalisierung und der technologische Wandel seit den 70er Jahren mit sich brachten. Seit dieser Zeit haben Unternehmen Produktionsstätten zunehmend in Entwicklungsländer ausgelagert, vor allem arbeitsintensive,[66] technologisch anspruchlose und gering qualifizierte Tätigkeiten aus der Textil-, Bekleidungs- und Elektronikindustrie.[67] Entwicklungsländer lösten die bis dahin vorherrschende Binnenorientierung ihrer Wirtschaft ab durch eine Politik der Öffnung für den Weltmarkt.[68]

Begrifflichkeit

Je nach Ausrichtung oder Region wird für freie Exportzonen eine Vielzahl von Begriffen verwendet, die jedoch synonym verwendet werden können. Zu den häufigsten Bezeichnungen gehören: Free Trade Zone, Export Processing Free Zone, Free Export Zone, Industrial Free Zone, Special Economic Zone (China) und Maquiladora (Mexiko).[69]

Die ILO hat freie Exportzonen als Industrie- und/oder Gewerbegebiete definiert, die auf die Verarbeitung und/oder Weiterverarbeitung von Gütern für den Export spezialisiert sind. Den angesiedelten Firmen oder den sogenannten Weltmarktfabriken und Investoren werden spezielle Anreize und eine besondere Gesetzgebung in den FEZ eingeräumt.[70] Hierzu gehören Zoll- und Steuervergünstigungen, aber auch Infrastrukturmaßnahmen sowie eine weitgehende Außerkraftsetzung der im Lande sonst gültigen Arbeits- und Sozialgesetze.[71] Die FEZ sind daher meist als industrielle Enklaven physisch, sozial und ökonomisch abgegrenzt vom restlichen Teil des Landes.[72]

[...]


[1] Vgl. Scherer, A. G., Multinationale Unternehmen und Globalisierung, Heidelberg 2003, S. 69/70.

[2] Vgl. Fichter, M. et al., Soziale Verantwortlichkeit in globalen Produktionsnetzwerken: Erkenntnisse aus der Bekleidungsindustrie, Abschlussbericht zu dem Studienprojekt „Global Manufacturing and Responsible Business Practices” Berlin 2001, S. 9.

[3] Vgl. Donges, J. B., Die Rolle des Staates in einer globalisierten Wirtschaft, Stuttgart 1998, S. 1.

[4] Vgl. Enquete (2002): Schlussbericht der Enquete-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft? Herausforderungen und Antworten; Drucksache 14/9200, Deutscher Bundestag, 14. Wahlperiode, Berlin, S. 50. Online im Internet: URL:

http://www.bundestag.de/gremien/welt/glob_end/1.pdf [08.10.2005]

[5] Scherer, A. G. (2003), a.a.O., S.69.

[6] Enquete (2002), a.a.O., S. 50.

[7] Scherer, A. G. (2003), a.a.O., S.71.

[8] Vgl. Dicken, P., Global Shift: the internationalization of economic activity, 2. ed, New York 1992, S. 102.

[9] Enquete (2002), a.a.O., S. 51.

[10] Scherer, A. G. (2003), a.a.O., S.71.

[11] Enquete (2002), a.a.O., S. 51.

[12] Scherer, A. G. (2003), a.a.O., S.71.

[13] Vgl. UNCTAD, World Investment Report 2005, Transnational Corporations and the Internationalization of R & D, S. 119, Online im Internet: URL: http://www.unctad.org-/en/docs/wir2005ch4_en.pdf [08.10.2005]

[14] Enquete (2002), a.a.O., S. 51.

[15] Vgl. Altvater, E./Mahnkopf, B., Grenzen der Globalisierung. Ökonomie, Ökologie und Politik in der Weltgesellschaft, 6. Aufl., Münster 2004, S.261.

[16] Vgl. Broll, U., Internationaler Handel: Einführung, 2. Aufl., Oldenbourg 1997, S. 94-95.

[17] Enquete (2002), a.a.O., S. 51.

[18] Vgl. Behr, M./Hirsch-Kreinsen, H., Globale Produktion und Industriearbeit: Arbeitsorganisation und Kooperation in Produktionsnetzwerken, Frankfurt/Main 1998, S. 18.

[19] Vgl. Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD), Investment Statistics and Analysis, 28.07.2004. Online im Internet: URL: http://www.oecd.org-/document/27/0,2340,en_2649_33763_33615003_1_1_1_1,00.html [11.10.2005].

[20] Vgl. United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), World Investment Report 2005. Transnational Corporations and the Internationalization of R & D, S. 1 ff. Online im Internet: URL: http://www.unctad.org/en/docs/wir2005ch1_en.pdf [08.10.2005].

[21] Vgl. Borrmann, C. et al., Strukturwandel und Dynamik deutscher Direktinvestitionen/ HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung, Hamburg 2004, S. 658ff. Online im Internet: URL: http://www.hwwa.de/Publikationen/Wirtschaftsdienst/2004/wd_docs2004-/wd0410-borrmann.pdf [16.10.2005]

[22] Vgl. Härtel, H. H./Jungnickel, R.,Grenzüberschreitende Produktion und Strukturwandel: Globalisierung der deutschen Wirtschaft / HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung, Baden-Baden 1996, S. 40.

[23] Ebenda, S. 204ff.

[24] Broll, U., (1997), a.a.O., S. 96.

[25] Fichter, M. et al., (2001), S. 10.

[26] Vgl. Kinkel, S. et al., Frauenhofer Institut Systemtechnik und Innovationsforschung, Auslandsproduktion - Chance oder Risiko für den Produktionsstandort Deutschland?, Karlsruhe 2002, S. 5-6. Online im Internet: URL: http://www.isi.fhg.de/publ-/downloads/pi-mitteilungen/pimitt26.pdf [15.10.2005].

[27] Vgl. Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK): Produktionsverlagerung als Element der Globalisierungsstrategie von Unternehmen: Ergebnisse einer Unternehmensbefragung, Berlin 2003, S. 6, Online im Internet: URL: http://www.dihk.de-/inhalt/download/produktionsverlagerung.pdf [15.10.2005].

[28] Vgl. Behr, M./Schultz-Wild, R., Herausforderung Internationalisierung: Informationsbedarf der mittelständischen Industrie, München 1997, S. 3-4. Online im Internet: URL: http://www.isf-muenchen.de/pdf/rkw-expertise.pdf [12.10.2005].

[29] Vgl. Adamy, W., Verteidigung und Durchsetzung sozialer Standards durch die Handelspolitik?, in: Kantzenbach, E./Mayer, O. G. (Hrsg.), Von der internationalen Handels- zur Wettbewerbsordnung, Hamburg 1996, S. 133.

[30] Scherer, A. G. (2003), a.a.O., S.65-66.

[31] Adamy, W., a.a.O., S. 133.

[32] Vgl. Wolff, P., Entwicklungspolitik und Armutsbekämpfung, in: Messner, D./Scholz, I. (Hrsg.), Zukunftsfragen der Entwicklungspolitik, Baden-Baden 2005, S. 109.

[33] Adamy, W., a.a.O., S. 133.

[34] Petschow, U. et al., Nachhaltigkeit und Globalisierung: Herausforderungen und Handlungsansätze, Berlin 1998, S.57-58.

[35] Adamy, W., a.a.O., S. 133.

[36] Vgl. Holtbrügge, D./Berg, N., Menschenrechte und Verhaltenskodizes in Multinationalen Unternehmungen, in: Bendel, P./Fischer, T. (Hrsg.), Menschen- und Bürgerrechte: Ideengeschichte und internationale Beziehungen, Zentralinstitut für Regionalforschung, Arbeitspapier Nr. 6, Friedrich-Alexander Universität, Erlangen 2004, S. 182.

[37] Vgl. UNDP (United Nations Development Program): Human Development Report 2005, International cooperation at a crossroads: aid, trade and security in an unequal world, New York 2005, S. 18., Online im Internet: URL: http://hdr.undp.org/reports-/global/2005/pdf/HDR05_chapter_1.pdf [20.10.2005].

[38] Vgl. Rodrik, D., Has globalization gone too far? Institute for International Economics, Washington, D.C. 1997, S.4-6.

[39] Holtbrügge, D./Berg, N., a.a.O., S.182-183.

[40] Vgl. Scherer, A. G. et al., Globalisierung und Sozialstandards, Problemtatstände, Positionen und Lösungsansätze, in: Scherer, A. G. (Hrsg.), Globalisierung und Sozialstandards, München 2002. S. 11.

[41] Holtbrügge, D./Berg, N., a.a.O., S.179.

[42] Vgl. Ascoly, N., IRENE/CCC – Hintergrundpapier, Die globale Bekleidungsindustrie und die informelle Wirtschaft: Zentrale Problemfelder für Akteure auf dem Feld von Arbeitsrechten, 2004, Online im Internet: http://www.irene-network.nl/download-/de_disccc.pdf [28.10.2005]

[43] Scherer, A. G. et al., a.a.O., (2002), S. 11.

[44] Vgl. Albrow, M., Abschied vom Nationalstaat: Staat und Gesellschaft im globalen Zeitalter, Frankfurt/Main 1998, S.208ff.

[45] Holtbrügge, D./Berg, N., a.a.O., S. 183.

[46] Scherer, A. G. et al., (2002), a.a.O., S.12.

[47] Holtbrügge, D./Berg, N., a.a.O., S. 183-184.

[48] Scherer, A. G. et al., (2002), a.a.O., S.12.

[49] Vgl. Scherrer, C./Greven, T., Sozialklauseln: Arbeiterrechte im Welthandel, 1. Aufl., Münster 1998, S. 12.

[50] Vgl. Mayer, U. R., Internationale Sozialstandards. Online im Internet: www.hwp-hamburg.de/fach/fg_jura/dozentinnen/Mayer/Aufsätze-/Internationale%20Sozialstandards.doc [01.11.2005].

[51] Scherrer, C./Greven, T., Sozialklauseln, a.a.O., S.14-15.

[52] Mayer, U. R., a.a.O., [01.11.2005].

[53] Scherrer, C./Greven, T., Sozialklauseln, a.a.O., S.16.

[54] Vgl. Scherrer, C/Greven,T., Sozialstandards im internationalen Handel, Kassel 2001, S. 2., Online im Internet: URL: http://www2.wto-runde.de/uploads-/Scherrer_Sozialstandards_Handel.pdf [09.11.2005].

[55] Vgl. International Labour Organization (ILO), ILO-Studie zur Abschaffung der Kinderarbeit, Online im Internet: URL:http://www.ilo.org/public/german/region/eurpro-/bonn/aktuelles_invest.htm [09.11.2005].

[56] Scherrer, C./Greven,T., Sozialstandards im internationalen Handel, a.a.O., S. 2.

[57] Scherrer, C./Greven, T., Sozialklauseln, a.a.O., S. 39.

[58] Scherrer, C/Greven,T., Sozialstandards im internationalen Handel, a.a.O., S. 8ff.

[59] Enquete (2002), a.a.O., S. 170. Online im Internet: URL: http://www.bundestag.de/-gremien/welt/glob_end/3.pdf [08.10.2005].

[60] Scherrer, C/Greven,T., Sozialstandards im internationalen Handel, a.a.O., S. 8ff.

[61] Ebenda, S. 13ff.

[62] Vgl. Scherrer, C./Greven, T., Instrumente zur globalen Durchsetzung fundamentaler Arbeiterrechte, in: Scherer, A. G. (Hrsg.), Globalisierung und Sozialstandards, München 2002, S. 164.

[63] Scherrer, C/Greven,T., Sozialstandards im internationalen Handel, a.a.O., S. 15.

[64] Scherrer, C./Greven, T., Instrumente zur globalen Durchsetzung fundamentaler Arbeiterrechte, a.a.O., S.164.

[65] Scherer, A. G. (2003), a.a.O., S. 125ff.

[66] Vgl. Wick, I., Südwind Edition, Strukturelle Gewalt in den Nord-Süd Beziehungen –Band 5, Nähen für den Weltmarkt: Frauenarbeit in Freien Exportzonen und der Schattenwirtschaft, Siegburg 2005, S. 5.

[67] Vgl. International Confederation of Free Trade Unions (ICFTU), Behind the brand names: Working Conditions and labour rights in export processing zones, 2004, S. 5. Online im Internet: URL: http://www.icftu.org/www/PDF/EPZreportE.pdf [25.10.2005].

[68] Wick, I., a.a.O., S. 5.

[69] Vgl. Takayoshi, K./ Tzannatos, Z., Export processing zones: a review in need of update, Washington 1998, S. 2. Online im Internet: URL: http://www-wds.worldbank.org-/servlet/WDSContentServer/WDSP/IB/2000/03/21/000094946_00030805302247/Rendered/PDF/multi_page.pdf [24.10.2005].

[70] Vgl. International Labour Organization (ILO), Export processing zones, 2004, Online im Internet: URL: http://www.ilo.org/public/english/dialogue/sector/themes/epz.htm [24.10.2005].

[71] Vgl. Musiolek, B., Nicht nur sauber sondern fair, Die unsichtbaren Flecken auf unserer Kleidung, in: Musiolek, B. (Hrsg.), Ich bin chic und du musst schuften: Frauenarbeit für den globalen Modemarkt, 2. Aufl., Frankfurt/Main 1998, S. 24.

[72] International Labour Organization (ILO), Export processing zones, a.a.O., 24.10.2005].

Details

Seiten
113
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638487498
Dateigröße
1007 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v53242
Institution / Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Soziale Verantwortung Bekleidungsindustrie Chancen Probleme Sozialstandards

Autor

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Titel: Soziale Verantwortung in der Bekleidungsindustrie. Chancen und Probleme von Sozialstandards