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Das Kommunistische Manifest

Referat (Ausarbeitung) 2001 11 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

Inhalt

Vorbemerkungen

1. Das Zeitalter und die Entstehung des Manifestes:

2. Das Manifest – Inhalt
2.2 Wohin geht die Entwicklung?
2.3 Was können wir tun?

3. Philosophische Ansätze im Manifest

4. Das Kommunistische Manifest in der heutigen Bewertung

Literatur:

HANDOUT

Vorbemerkungen

Das also ist das Kommunistische Manifest, das Thema meines heutigen Referates. Kurz ein paar Worte zur Gliederung: Einleitend werde ich kurz das Zeitalter und die Entstehung dieses Werkes skizzieren. Im zweiten Schritt erläutere ich euch den Inhalt, um in Punkt drei kritisch über die philosophischen Ansätze des Manifestes zu sprechen. Mit einer kurzen Analyse der heutigen Bewertung des Manifestes werde ich schließen.

1. Das Zeitalter und die Entstehung des Manifestes:

Im Lauf des 19. Jahrhunderts begann auch auf dem europäischen Kontinent die Umwandlung von der

Agrar- zur Industriegesellschaft. Zwei Maßnahmen hatten daran besonderen Anteil:

1. Die Einführung der Gewerbefreiheit, die das überkommene Zunftsystem ablöste und somit den Unternehmern die Möglichkeit gab, frei zu agieren. Dies ließ viele neue Fabriken wie Pilze aus dem Boden schiessen.
2. Die Bauernbefreiung, mit der man das Lehenswesen endgültig überwand, brachte eine große Anzahl verarmter Menschen hervor, die der Industrie somit als billigste Arbeitskräfte zur Verfügung standen.

Die Massenproduktion führte dann auch Teile der Handwerker ins Elend. Zwei Begriffe werden für dieses frühindustrielle Zeitalter prägend: Pauperismus, zum einen, bezeichnet die Massenverelendung der Arbeiter, die täglich ums bloße Überleben kämpfen. Proletariat, zum Anderen, wird zur Bezeichnung dieser Bevölkerungsschicht.

Karl Marx, der in diese Zeit hineinwächst, entwickelt schon früh ein sozialistisches Verständnis. Das hat die zwangsläufige Folge, dass er eine akademische Laufbahn im restaurativen Deutschen Reich vergessen kann. Als Redakteur arbeitet er zunächst in Köln, wird aber zur Emigration nach Paris gezwungen. Dort lernt er Friedrich Engels kennen. Engels, selbst Sohn eines Fabrikanten, hatte sich durch seine Zeit im industriellen Manchester der Lösung der Arbeiterfrage zugewandt. Gemeinsam werden sie nun zu den Vordenkern des Sozialismus. Sie schließen sich dem in London ansässigen Bund der Kommunisten an und bekommen 1847 den Auftrag diesem Bund ein Programm zu schreiben, das unter der Federführung von Marx entsteht. Ende Februar 1848, pünktlich zum Beginn des revolutionären Frühlings –aber ohne irgendwelche Bedeutung für dessen Entwicklung- wird es in London herausgegeben, das Manifest der Kommunistischen Partei.

2. Das Manifest – Inhalt

Worum geht es im darin? Es geht darin im Wesentlichen um die Beantwortung dreier Fragen:

1. Wie ist die Lage?
2. Wohin geht die Entwicklung?
3. Was können wir tun?

Zunächst zur Struktur: Die mir vorliegende Ausgabe beginnt mit vier Vorreden, die Erste von 1872, die Letzte von 1890. Darin wird die Geschichte des Manifestes und der aktuelle Stand der kommunistischen Sache von den beiden Autoren kommentiert. Nach einer kurzen Einleitung, folgen vier Kapitel, von denen vor allem die ersten zwei von Bedeutung sind, was man auch rein äußerlich an den dafür verwendeten Seitenanzahl erkennen kann.

2.1 Wie ist die Lage?

„Ein Gespenst geht um in Europa – Das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.“(S.19) So leitet Marx seine Agitation ein, um damit sofort zu beweisen, dass das Gespenst sehr wohl Wirklichkeit ist. Das erste, und wohl auch bedeutsamste und längste, Kapitel fährt mit den Worten fort: „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen“.(S.19) Damit umreißen die Autoren ihre Geschichtstheorie und prophezeien ein Ende aller Ausbeutung. Der Klassenkampf ist die treibende Kraft der Geschichte und kommt nun in seine letzte Phase, in der sich nur noch zwei Lager gegenüberstehen: das Proletariat und die Bourgeoisie. Es folgt eine Darstellung der hervorragenden Leistungen der Bourgeoisie: „Die Bourgeoisie hat selbst in ihrer Geschichte eine höchst revolutionäre Rolle gespielt...Erst sie hat bewiesen, was die Tätigkeit des Menschen zustandebringen kann.“ (S.21-22)Doch hat sie den Menschen aller „feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse“(S.22)beraubt. Und die Ausnutzung des Arbeiters geht noch viel weiter: „Ist die Ausbeutung durch den Fabrikanten so weit beendigt, daß er seinen Arbeitslohn bar ausgezahlt erhält, so fallen die anderenTeile der Bourgeoisie über ihn her, der Hausbesitzer, der Krämer, der Pfandleiher usw.“ (S.28)Aber es kommt noch schlimmer.

2.2 Wohin geht die Entwicklung?

Die Bourgeoisie muss –und dahin geht die Entwicklung-, im Gegensatz zu den früheren Gesellschaftsformen, in ihrem Profitstreben laufend die Produktionsmittel revolutionieren und neue Märkte erschließen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Absatzkrisen, die von Mal zu Mal schlimmer werden. Folgendes tiefschwarzes Szenario wird gezeichnet: „Die Gesellschaft findet sich plötzlich in einem Zustand momentaner Barberei zurückversetzt; eine Hungersnot, ein allgemeiner Vernichtungskrieg scheinen ihr alle Lebensmittel abgeschnitten zu haben; die Industrie, der Handel scheinen vernichtet, und warum? Weil sie zuviel Zivilisation, zuviel Lebensmittel, zuviel Industrie, zuviel Handel besitzt.“(S.26) Aus dieser Krise heraus stürzen immer mehr Menschen, auch aus den bürgerlichen Schichten ins Elend, während die Kapitalisten erneut davon profitieren. Das ist der Punkt an dem die Proletarier die Unfähigkeit des Systems erkennen und ein Klassenbewusstsein entwickeln, das in einer Revolution mündet. Die Kommunisten, definiert Marx, werden die Speerspitze des Proletariats sein. Sie unterscheiden sich von den anderen Arbeiterparteien durch ihre „von der Nationalität unabhängigen Interessen“ (S.34) und darin, dass sie stets das Interesse aller Proletarier vertreten werden. Hauptziel des Klassenkampfes wird die Aufhebung des Privateigentums, um es in Gesellschaftseigentum zu verwandeln. Dieser Wandel soll dem Arbeiter aus seiner elenden Existenz befreien. Durch diese Änderung der Lebensverhältnisse wird sich das gesamte gesellschaftliche Bewußtsein ändern. „Was beweist die Geschichte der Ideen anders, als daß die geistige Produktion sich mit der materiellen umgestaltet?“,(S.40) fragt Marx. Um diese Umgestaltung herbeizuführen wird man neben dem Eigentum auch die Religion und die Moral abschaffen, da sie der klassenlosen kommunistischen Gesellschaft im Wege stehen, dieser „Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“(S.43)

[...]

Details

Seiten
11
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638103640
Dateigröße
462 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v532
Institution / Hochschule
Universität Augsburg – Politikwissenschaft
Note
2
Schlagworte
Industrialisierung-Manifest-Philosophie-Bewertung

Autor

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Titel: Das Kommunistische Manifest