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Sportlehrerinnen und Sportlehrer in Großbritannien

Examensarbeit 2002 140 Seiten

Sport - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Einführung
1 Untersuchungsgegenstand und struktureller Aufbau der Arbeit
2 Literatur- und Quellenlage

II Der Sport als Katalysator für eine neue Schulära in Großbritannien
1 Ein Einblick in die Genese des Sportunterrichts Geschichtliche Merkmale und Zusammenhänge
1.1 Die historischen Hintergründe von den Anfängen bis zur Einführung des Sports an englischen Schulen
1.2 Die Public School mit ihrem Wegbereiter Thomas Arnold (1795-1842)
2 Vom Rowdy zum Gentleman - Persönlichkeitserziehung mit und durch Sportunterricht
3 Zusammenfassung

III Vom Schüler zum Lehrer – Der Werdegang eines zukünftigen Sportlehrers
1 Schulabschlüsse und Qualifikationsvoraussetzungen für ein Sportstudium
1.1 Das General Certificate of Secondary Education (GSCE)
1.2 A-level, AS-Level und A2-Level
2 Das Sportstudium
2.1 Die Universitäten und Colleges
2.1.1 Die Rolle des Sports an britischen Hochschulen
2.2 Bewerbungsverfahren und Aufnahmeregelungen der Hochschulen
2.3 Aufbau und Dauer des Studiums
2.3.1 Das Undergraduate- Studium
2.3.2 Das Postgraduate Certificate of Education
(PGCE)
2.4 Eine Auswahl an Studiengängen
in der Sportlehrerausbildung
2.4.1 Das Studium der Primarstufe
2.4.2 Das Studium der Sekundarstufe
2.4.3 Sportwissenschaften
2.4.4 Das Aufbaustudium
2.5 Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten
3 Berufschancen und Perspektiven- Der Arbeitsmarkt in Großbritannienfür den Sportlehrer
4 Zusammenfassung

IV Der Britische Sportlehrer
1 Kategorisierungen von Sportlehrerberufen - ein kritischer Überblick
1.1 Zur allgemeinen Situation von PE Lehrern im Berufsfeld Schule
1.2 PE Lehrer der Primarstufe
1.3 PE Lehrer der Sekundarstufe an staatlichen und privaten Schulen
1.4 PE Lehrer im Hochschulbereich
1.5 Die Tätigkeit als Coach
2 Sozio-ökonomische Bedingungen
für den Sportlehrer
2.1 Ansehen und Status
2.2 Verdienstmöglichkeiten und soziale Sicherung
2.3 Aufstiegs- und Weiterbildungschancen
2.4 Geschlechtsspezifische Aufgabenverteilung –
worin sich weibliche und männliche Sportlehrer
unterscheiden
3 Zusammenfassung

V Das National Curriculum – Aufgaben
und Ziele des Sportlehrers
1 Die Einführung des National Curriculums (NC).
1.1 Begründung für die Einführung und Inhalte
eines Nationalen Curriculums
1.2 Das National Curriculum for
Physical Education (NCPE)
2 Das Aufgabenspektrum des Sportlehrers
2.1 Key Stage I
2.1.1 Beispiel Tanz
2.2 Key Stage II
2.2.1 Beispiel Spiele
2.3 Key Stage III
2.3.1 Beispiel Gymnastik
2.4 Key Stage IV
2.4.1 Beispiel Leichathletik
3 Auswirkungen des NCPE auf den Lehrer
4 Zusammenfassung

VI Biographien von Sportlehrern
Ergebnisse einer Sportlehrerbefragung
in Großbritannien
1 Die Wahl der Methode
2 Die Interviews
2.1 Die Interviewpartner
2.2 Berufswahlmotive
2.3 Aspekte der Arbeit - persönliche Einstellungen zum Beruf
2.4 Wünsche für die Zukunft
3 Zusammenfassung

VII Konklusion

VIII Quellen und Literatur

IX Anhang

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

I Einführung

1 Untersuchungsgegenstand und struktureller Aufbau der Arbeit

Über den Arbeitsbereich des britischen Sportlehrers[1] zu berichten bedeutet, sich mit einem vielseitigen Thema zu beschäftigen. Angesichts der Tatsache, dass sich dieser Beruf nicht nur auf die Tätigkeit in der Schule bezieht, sondern auch auf weitere Aufgabenbereiche, ist es erforderlich, ihn auf verschiedenen Ebenen zu beleuchten. Einen Einblick in dieses Berufsfeld zu erhalten setzt daher voraus, dass man sich ein allgemeines Hintergrundwissen über unterschiedliche Bildungswege und die aktuelle Berufssituation verschafft. Die Frage nach dem Stellenwert des Sports im Allgemeinen und bezogen auf das Bildungswesen in Großbritannien ist dabei ein wichtiges Kriterium, um die Rolle des Sportlehrers und die Bedeutung seines Berufes nachvollziehen zu können. In Kapitel II wird aus diesem Grund näher auf die geschichtliche Entstehung und Weiterentwicklung des Sportunterrichts eingegangen. Es ist dabei erforderlich, einen Hauptvertreter der Einführung des Sports an Schulen zu nennen, da dieser erzieherische Absichten und Ziele vertrat, die das britische Bildungswesen noch heute bestimmen. Dennoch soll dieser historische Einblick lediglich als Kurzinformation dienen, da er weniger über die Funktion des Lehrers als über den Sport informiert.

Die chronologische Darstellung der Schul- und Studienlaufbahn eines angehenden Sportlehrers erscheint sinnvoll, um den Beruf qualitativ bewerten zu können und ein Bild davon zu entwerfen, welchen Wissensstand sportliche Lehrkräfte, sowohl pädagogisch als auch fachlich, in Großbritannien vorweisen müssen. Beginnend mit den allgemeinen Sekundarschulabschlüssen in Kapitel III geht es ferner um das Studium des Faches Sport. Verschiedene Möglichkeiten und Variationen werden durch unterschiedliche Studiengänge dargestellt und durch allgemeine Aspekte, zum Beispiel die Finanzierung des Studiums u.ä., ergänzt. Die Beschreibungen der zahlreichen Studiengänge verschiedener Hochschulen ermöglichen eine Vorstellung von der Vielfältigkeit des Bildungssystems, bei dem auf unterschiedliche Weise die Laufbahn für einen einzigen Beruf eingegangen werden kann. Weiterhin wird der aktuelle Arbeitsmarkt für Sportlehrer durchleuchtet, um auf derzeitige Berufschancen hinzuweisen.

Das sich anschließende Kapitel beschäftigt sich folgerichtig mit der momentanen Situation britischer Sportlehrer und baut somit auf dem zuvor Darlegten auf. Die zunächst stattfindende Unterteilung in verschiedene Berufskategorien dient der Darstellung der vielen Arbeitsfelder für sportliche Lehrkräfte, wird jedoch im zweiten Teil des Kapitels nicht weiter ausgeführt. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, fällt hier der Schwerpunkt auf die Analyse sozio-ökonomischer Faktoren von Sportlehrern an Schulen.

Ein Aspekt, der die Tätigkeit des Lehrers maßgeblich beeinflusst, ist die Vorgabe bestimmter Unterrichtsmerkmale durch einen nationalen Lehrplan. In Kapitel V werden auf spezifische Veränderungen und Richtlinien für Sportlehrkräfte hingewiesen, um herauszustellen, auf welche Weise der Lehrer sein Wissen an die Schulkinder weiterzugeben und inwiefern er sich durch einen verbindlichen Lehrplan einzuschränken hat.

Die Analyse und kritische Hinterfragung der gesammelten Informationen wird durch die Einflechtung persönlicher Eindrücke und Meinungen von befragten Lehrern mit Hilfe einer Interviewstudie illustriert. Verschiedene Aspekte dieser Befragung fließen bereits in vorhergehenden Kapiteln mit ein, wobei die einzelnen Interviews in Kapitel VI explizit durchleuchtet werden. Die von den interviewten Personen geäußerten Ansichten belegen zum einen eigene und aus der Literatur gewonnene Thesenansätze und verweisen zum anderen auf individuelle Perspektiven, so dass die theoretischen Ergebnisse dieser Arbeit durch reelle Erfahrungswerte veranschaulicht werden.

2 Literatur- und Quellenlage

Der aktuelle Literaturstand zu dem Thema „Sportlehrerinnen und Sportlehrer in Großbritannien“ verweist auf eine von Bereich zu Bereich unterschiedlich große Auswahl. Die geschichtliche Darstellung des Sports in Großbritannien, erläutert im zweiten Kapitel dieser Arbeit, wurde bereits von zahlreichen Autoren behandelt. Ältere Veröffentlichungen von VAN DALEN und BENNETT (1971) oder WHITEHEAD und HENDRY (1976) bis hin zu Abhandlungen der Autoren PEISER (1996), STOKES (1994) und TRANTER (1998) informieren umfassend über die historischen Aspekte der Sporterziehung, jedoch findet die Rolle des damaligen Lehrers nur in wenigen Werken große Beachtung. Die Autoren GORDON/ALDRICH/DEAN (1991) befassen sich wie KIRK (1996), KRÜGER (1993) und MERKEL (1998) intensiver mit der Position des Lehrer in der damaligen Zeit und skizzieren detailliert die große Bedeutung des Sports für die weitere Schulentwicklung.

Umfassende Informationen zu aktuellen Gegebenheiten in der Schulbildung und im Studium werden nur sehr selten von Autoren aufgegriffen. Vielmehr ist es hier notwendig, das Internet oder verschiedene Informationsbroschüren britischer Institutionen wie AQA (Assessment and Qualifications Alliance), DfES (Department for Education and Skills), OCR (Oxford Cambridge and RSA Examinations), SAAS (Student Awards Abency Scotland), SCOTTISH EXECUTIVE, TTA (Teacher Training Agency) und UCAS (University and College Admissions Service) hinzuzuziehen. Ferner beziehen sich FYFE (1994) und FISCHER/BURWELL (1995) auf spezifische Aspekte von PE in der Schule, wohingegen sich AHRENS (1998), DÜMPELMANN/ HÄNDLMAYER (2000), MERKEL (1998) und SIEPER (1993) auf die Thematik des Studiums in Großbritannien konzentrieren. Es gilt anzumerken, dass MERKEL (1998) als einziger Autor den Bereich Sport, bezogen auf das Studium, näher durchleuchtet. Alle übrigen Verfasser beschränken sich auf die Skizzierung der universitären Ausbildung im Allgemeinen. Zur Spezialisierung des Themas war es daher erforderlich, Informationshefte von Universitäten einzusetzen. Auskünfte über derzeitige, das Bildungswesen betreffende Stellungnahmen konnten zudem durch das TES (Times Educational Supplement) bezogen werden.

Die Komplexität des vierten Kapitels dieser Arbeit spiegelt sich unter anderem im Bestand der vorhandenen Literatur wider. Eine exzellente Informationsquelle über den britischen Sportlehrer bieten die Autoren DAVIS/ BULL/ROSCOE/ROSCOE (2000). Sie befassen sich sowohl mit verschiedenen Berufsfeldern des Sportlehrers als auch mit allgemeinen Faktoren der jeweiligen Tätigkeit. Aspekte, den Schulsportlehrer betreffend, werden zudem von DEEST (2001) und STOKES (1994) sowie von AHRENS (1998), HALL (1999) und RAYMOND (1998) behandelt. Ferner erweisen sich Ressourcen aus dem Internet und Informationsbroschüren als geeignet, um das Wissen über sportliche Lehrkräfte zu erweitern. Vielseitige Eindrücke über die sozio-ökonomischen Bedingungen von Sportlehrkräften in Großbritannien lassen sich mit Hilfe von Zeitungsartikeln des TES und Werken der Verfasser ARMOUR/JONES (1998), DEEST (2001), EVANS (1990) und GORDON/ALDRICH/DEAN (1991) sammeln. EVANS (1990) und KIRK (1992) nehmen indes Bezug auf die Geschlechterthematik von Lehrern an britischen Schulen.

Eine kritische Begutachtung des in England und Wales existierenden National Curriculums wird von diversen Autoren durchgeführt. Schwerpunkte legen die Werke von BELL (1995), CHRISTIE (1989), COAKLEY/DUNNING (2000), COWLEY (1995), MOON (1991), PENNEY/EVANS (1999), ROBERTSON (1994) und SPACKMAN (1991), die im Allgemeinen einen eher negativen Tonus zu dieser Thematik verbreiten. Positive Anmerkungen zur Einführung eines National Curriculums in Bezug auf die Lehrertätigkeit waren kaum zu finden. Die Verschriftlichung des Lehrplans durch das DfEE (Department for Education and Employment) (1999) sowie neutral verfasste Literatur von HALL (1999) und der QCA (Qualifications and Curriculum Authority) (2001) fand hingegen Verwendung, um das Aufgabenspektrum des Sportlehrers darzustellen.

II Der Sport als Katalysator für eine neue Schulära in Großbritannien

1 Ein Einblick in die Genese des Sportunterrichts. Geschichtliche Merkmale und Zusammenhänge

Dem Sportunterricht an britischen Schulen, wie man ihn heutzutage vorfindet, geht eine Reihe von Entwicklungsphasen und Reformen im Erziehungswesen voraus, die das gesamte Bildungsverständnis in Großbritannien geprägt haben. In diesem Kapitel sollen kurz die geschichtlichen Beweggründe für die Einführung des Sports an damaligen Schulen beleuchtet werden. Dieser Einblick dient nicht dazu, die gesamte Geschichte des britischen Erziehungswesens nachzuzeichnen, sondern es soll vielmehr der Schwerpunkt darauf gelegt werden, inwiefern der Sportunterricht zur Charakterbildung von Schuljungen eingesetzt wurde und welchen Stellenwert er bekam.

1.1 Die historischen Hintergründe von den Anfängen bis zur Einführung des Sports an englischen Schulen

Indeed, since masters in the nineteenth-century public schools of England took charge of the games for pupils, the notion that sport is an agent of socialization and social control has been widely espoused (ARMOUR/JONES 1998,115).

Die Einführung des Sports an englischen Schulen begann im 19. Jahrhundert und war somit in seiner Erscheinung ein eher spät entwickeltes Glied der Schulära. Das Schulwesen im ursprünglichen Sinne entstand bereits im sechsten Jahrhundert durch die stark kirchlich beeinflussten Song Schools, die eine enge Verbindung zwischen Religion und Bildung darstellten und das Lesen sowie das Schreiben vermitteln sollten. Neben den zwei Universitäten Oxford und Cambridge entstand das Merton College als erstes seiner Art in England. Ziel all dieser frühen Bildungsstätten war die Entwicklung eines ‚guten Charakters‘ und weniger die geistige Bildung. Nach der englischen Reformation[2] und der Auflösung der Klöster war das Bildungsmonopol der Kirche beendet, wodurch ein starker Bildungsverlust bei den unteren Schichten sowie bei den Mädchen erkennbar war. Ein Zwei-Klassen-System entwickelte sich und nahm Einfluss auf die Lehrfreiheit. Private Schulen wurden auf diese Weise im 18. Jahrhundert populär, die dazu dienten, die meist armen Schüler der unteren Klassen von den Straßen zu holen und ihnen durch das Lesen des Evangeliums den christlichen Glauben nahe zu bringen. Der Erfolg war sehr groß, so dass man Tagesschulen für das ganze Land einrichtete, die man sinngemäß Public Schools nannte.

Die von kirchlichen Einrichtungen ausgebildeten Lehrer konnten mit der Zeit, vor allem nach dem Education Act von 1870[3], der hohen Anzahl neuer Schüler an den Public Schools nicht mehr nachkommen, denn nicht nur die Bevölkerungszahlen hatten sich verdoppelt, sondern der ihrer Schule vorauseilende gute Ruf veranlasste auch wohlhabende Familien, ihre Kinder zukünftig zu einer Public School zu schicken. Dies hatte ein nicht aufzuhaltendes Defizit an Lehrkräften zur Folge, so dass man Assistenz-Lehrer oder so genannte Pupil Teachers (vgl. GORDON/ALDRICH/DEAN 1991, 250) beschäftigte, die ohne offizielle Lehrbefugnis unterrichten konnten. Ein soziales Missverhältnis zwischen Schülern und Lehrern entstand und begann die Atmosphäre an den Schulen zu verändern. Da die jungen Lehrkräfte nicht nur teilweise unqualifiziert waren, sondern generell auch einer sozial niedrigeren Klasse als der ihrer zunehmend reichen Schüler angehörten, verloren die Schüler nach und nach den Respekt vor ihnen. „In vielen Fällen führte dieser Konflikt zur offenen Rebellion und sogar zum Eingreifen des Militärs“ (MERKEL 1998, 122).

1.2 Die Public School mit ihrem Wegbereiter Thomas Arnold (1795-1842)

Respektlosigkeit und desolate Zustände innerhalb der Schülerschaften sind kennzeichnend für die damalige Situation an vielen Public Schools. Als negatives Beispiel kann die Privatschule Rugby mit ihrem Schulleiter Thomas Arnold angeführt werden. Arnold wollte die Atmosphäre an seiner Schule verändern und einen Ort der Moral und des Anstands schaffen. Zur Realisierung seines Vorhabens machte er sich das schon damals existierende Prefect-Fagging- System zu Nutze, bei dem älteren, charakterlich geeigneten Schülern (Prefects) sowohl die Verantwortung für Disziplin und Ordnung in bestimmten Klassengruppen übertragen wurde (vgl. FISCHER/BURWELL 1995, 198) als auch die Autorität, ihnen untergeordnete Schüler mit Diensten und Arbeiten zu beauftragen (Fagging). Hauptziel war auf diese Weise das Vermitteln von bestimmten moralischen Werten, und diese sollten die von Arnold eigens ernannten Prefects an die jüngeren Schüler weitergeben. Eine Hilfestellung bot ihm die Sozialisierung des Sports, dessen erzieherische und beeinflussende Funktion immer mehr Beachtung fand. EISENBERG beschreibt dies folgendermaßen:

Der Sport [ist, S.K.] stets auch ein integraler Bestandteil der umgebenden Gesellschaft, von der er geprägt wird und auf die er zurückwirkt. Indem er bestimmte Lebensstile und Prinzipien der Lebensführung nahelegt, beeinflußt er die Strukturen sozialer Ungleichheit (Stände, Klassen, Schichten, Minoritäten, Geschlechter, Altersgruppen), die er entweder spiegelbildlich abbildet oder konterkariert. In dieser Dimension kann der Sport sozialen Wandel flankieren oder einleiten (1996, 13).

Der bisweilen außerhalb der Schule stattfindende Sport konnte sehr brutal sein, begeisterte aber viele Schüler. Die Aufnahme verschiedener Sportspiele in den damaligen Lehrplan – hauptsächlich Kricket und Fußball – sorgte somit für hohe Motivation bei den Schülern, setzte aber gleichzeitig ein dem pädagogischen Prinzip der Public Schools entsprechendes Reglementieren voraus, um auch auf diese Weise Verhaltensmerkmale wie Disziplin, Respekt und Gemeinschaftssinn zu bewahren.

Ein Musterfall für diesen Erziehungsstil war das Fußballspiel. Es war auf der einen Seite ein Spiel, in dem die „Tugenden“, die von den Eltern gewünscht wurden, trainiert werden konnten, nämlich sich durchzusetzen, Härte und Stärke, Kampfgeist und Mut zu zeigen, auf der anderen Seite eröffnete sich mit dem Fußballspiel die Möglichkeit, diese Tugenden in einer eher zivilisierten Form, geregelt und trotzdem selbstbestimmt, also „gentleman-like“ zu verbreiten (KRÜGER 1993, 30).

Die ohnehin sportbegeisterten Schüler, meistens Prefects, wurden daher von Arnold beauftragt, Regeln für die Sportspiele zu verfassen.

The safest analysis is to recognise that the athletic momentum came from the boys and Arnold was astute enough to use this enthusiasm to achieve a range of moral reforms which hinged on the boys being given responsibility (DAVIS/ BULL/ ROSCOE/ ROSCOE 2000, 648).

Das Einhalten von Regeln sollte dazu führen, vorgegebene Grenzen nicht zu überschreiten, ein Bewußtsein für Fairness und Teamgeist zu entwickeln und sowohl das Gefühl des Gewinnens als auch des Verlierens würdevoll anzunehmen. Allgemein gültige Spielregeln brachten später noch weitere Vorteile mit sich, wie zum Beispiel die Möglichkeit, sowohl nationale als auch internationale Wettkämpfe auszutragen, „weil sie die Voraussetzung dafür waren, daß solche sportlichen Spiele und Wettkämpfe ‚exportiert‘ und in anderen Ländern verstanden werden konnten“ (KRÜGER 1993, 18).

2 Vom Rowdy zum Gentleman - Persönlichkeitserziehung mit und durch Sportunterricht

Die Einbeziehung des Sports in das damalige Curriculum einer Schule diente mehreren Zwecken: Einerseits war es eine sinnvolle Methode, Schülern zum Beispiel mit dem Fußballspiel auf einer Ebene zu begegnen, mit der sie sich identifizieren konnten, um Respekt, Anerkennung und ebenso Motivation und Ehrgeiz zu fördern. Andererseits lag der Schwerpunkt in der sowohl körperlichen als auch mentalen Erziehung zum zivilisierten Bürger der privilegierten britischen Oberschicht. Im Weiteren soll erläutert werden, welche Aufgabe dem Sport im damaligen Schulwesen insbesondere zugetragen wurde.

„Manners Maketh Man“ (HÄNDEL/GOSSEL 1994, 195). Dieser Leitspruch vieler Privatschulen und Colleges Großbritanniens lässt sich auf das Wertebewusstsein der damaligen Zeit zurückführen, das bis heute noch erkennbar ist. Nicht die fachliche Wissensvermittlung, sondern Charakter- und Persönlichkeitserziehung sowie die individuelle Förderung stehen im Mittelpunkt des Bildungswesens. Ganz besonders den Privatschulen war es ein Bedürfnis, ihre Zöglinge zu Gentlemen, also zu Männern „von Anstand, Lebensart und ehrenhaftem Charakter“ (MEYERS 1985, 83) zu erziehen, um sie auf spätere Führungspositionen im Beruf vorzubereiten. Nach Meinung GELLERTs waren

gutes Benehmen und Selbstdisziplin [...] darüberhinaus Bestandteil einer allgemeinen Neigung in der Oberschicht [...]. So wurde auch an den Internatsschulen und Universitäten darauf hingewirkt, daß die Studenten ihr Eigeninteresse primär als moralisches Prestige interpretierten und Privilegien und Pflichten als zwei Aspekte derselben Sache ansahen (1988, 23).

Trinkgelage und Brutalität sowie mangelnde Disziplin und gesundheitliche Defizite an zahlreichen Schulen und im militärischen Sektor waren unerwünscht, so dass vor allem die Regierung die Meinung vertrat, eine Veränderung durch körperliches Training an Schulen herbeiführen zu können (vgl. WHITEHEAD/HENDRY 1976, 14). Die Nützlichkeit des sportlichen Drills sollte auf mehrere Bereiche abzielen, der Verbesserung einerseits moralischer Verhaltensmerkmale, zum Beispiel gutes Benehmen und sich gentleman-like zu verhalten, und andererseits des Nationalbewusstseins bzw. Gemeinschaftsempfindens. Ebenso unterstreicht TRANTER diese Ansicht, indem er erwähnt, dass „ there was a widespread assumption that sport would play a vital role in establishing and maintaining the unity of the Empire and Commonwealth” (1998, 54), und

an active participation in sport was widely regarded as an essential requirement for the high standards of physical, mental and moral well-being which it was thought Christian man owed a duty to his Creator to attain (1998, 57).

Ein weiterer Aspekt für das Gentleman- Image war der Ausdruck von Männlichkeit, der sich unter anderem in körperlicher Stärke und Gesundheit widerspiegelte. Diese Eigenschaften wurden durch die sportliche Betätigung unterstützt und waren besonders für den militärischen Bereich zur Entwicklung kampffähiger Soldaten wichtig, aber auch, um in der gleichzeitig stattfindenden Industrialisierungsphase ‚tüchtige‘ Arbeitskräfte zu schaffen (vgl. TRANTER 1998, 58). Ursprünglich für die militärische Ausbildung vorgesehene Übungen (Physical Drills) wurden dann auf den Sportunterricht übertragen und zunächst von so genannten Drill Sergeants, vom Kriegsministerium entsandte Soldaten, ausgeführt (vgl. VAN DALEN/BENNETT 1971, 292ff.). Ohne auf das individuelle Leistungsvermögen der Schüler zu achten, versuchte man, mit hartem körperlichen Training psychologische und physiologische Züchtigung zu erreichen, was nicht immer gewaltfrei vonstatten ging. „[...] Physical education of children and adolescents in past centuries was marked by aggressive and, in parts, by sadistic brutality“ (PEISER 1996, 249).

Deutlich wird, dass die Einführung des damaligen Sports an den Public Schools nicht nur darauf abzielte Ordnung an den Schulen zu schaffen und den Schülern verschiedene Normen und Regeln nahe zu bringen, sondern den Grundstein für die Bildung eines bestimmten Persönlichkeitsideals zu legen. Das bedeutet,

a fundamental link being made between manliness and godliness in what has been called muscular Christianity – an educational experience involving physical endeavour and moral integrity (DAVIS/BULL/ROSCOE/ROSCOE 2000, 653).

3 Zusammenfassung

Die Begriffe ‚Sport‘ und ‚Erziehung‘, wie sie sich in der Bezeichnung Physical Education wiederfinden, wurden nicht immer miteinander in Verbindung gebracht. Beide Bereiche existierten getrennt und unabhängig voneinander bereits sehr lange, sowohl der zwar meist brutale und blutige Sport – trotzdem von der breiten Masse der Bevölkerung verehrt – als auch die geistige Erziehung durch die Kirche und erste private Schulen. Die Idee, den Sport als nützliches Werkzeug bei der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen hinzuzuziehen, ergab sich aus der sich zunehmend moralisch verschlechternden Situation an damaligen Public Schools. Immer größer werdende Schülerzahlen hatten zur Folge, dass das Relationsverhältnis zwischen Schülern und Lehrern ins Ungleichgewicht kam. Die der meist unteren Mittelschicht angehörende Lehrerschaft hatte so, durch die Majorität reicher Schüler, keine Autorität mehr und mit mangelnder Disziplin der Schuljungen zu kämpfen. Thomas Arnold war Head Master einer für chaotische Zustände bekannte Public School in Rugby . Er machte sich vor allem den Einsatz des Fußballspiels zu Nutze, um seinen erzieherischen Status sowie moralische Werte und diszipliniertes Verhalten bei den Schülern wiederzuerlangen. Eine Schlüsselfunktion hatte dabei das Verfassen von Spielregeln seitens der Schüler, um „eine Balance zwischen Kontrolle und Disziplin auf der einen und spontaner Spiel- und Kampflust auf der anderen Seite zu halten“ (KRÜGER 1993, 30). Diese Methode etablierte sich und wurde schnell von weiteren Schulen, zunächst in England und später in der ganzen Welt, übernommen. Sportlicher Einsatz hatte zudem bereits im militärischen Bereich seine Effizienz bewiesen, so dass man vom Kriegsministerium entsandte Soldaten für den Sportunterricht einsetzte. Nach KIRK (1998, 96) war „a strict timetable of activities“ vonnöten, „that completely occupied the working and leisure hours [...] to reduce the opportunities for their participation in ‚immoral‘ behaviours.“

Die mit Arnold ins Leben gerufene Idee, dem Sport durch das Verfassen von Regeln einen erzieherischen, disziplinierenden Charakter zu verleihen, hat im Bildungswesen weite Kreise gezogen. Die Möglichkeit, Sportspiele für jedermann zugänglich und verständlich zu machen, etablierte sich global im Bildungs- und allgemeinen Sportwesen und hat bis zum heutigen Tage einen einflussreichen Stellenwert eingenommen.

III Vom Schüler zum Lehrer – Der Werdegang eines zukünftigen Sportlehrers

1 Schulabschlüsse und Qualifikationsvoraussetzungen für ein Sportstudium

Wenn man von dem Bildungswesen in Großbritannien spricht, sollte man beachten, dass es sich dabei um mehrere Systeme handelt. Im gesamten Vereinigten Königreich existieren drei Bildungssysteme, die sich allerdings nicht grundlegend voneinander unterscheiden: das Bildungswesen in England/Wales, Nordirland und Schottland. In diesem Kapitel wird im Wesentlichen die Struktur der beiden in Großbritannien existierenden Schulwesen erläutert, das englisch-walisische und das schottische, um einen Einblick in das sehr komplexe System zu erhalten und die Grundvoraussetzungen für eine Laufbahn zum Sportlehrer darzustellen.

In Großbritannien existieren Einrichtungen, die sich um Qualifikationsvoraussetzungen sowie curriculare Schulbelange kümmern. The Qualifications and Curriculum Authority (QCA) befasst sich mit den allgemeinen Prüfungs- und Aufnahmebedingungen in England. Auch wenn sich das Bildungswesen in Wales von England nicht abgrenzt, existiert hier dennoch eine separate Einrichtung, The Qualification, Curriculum and Assessment Authority (ACCAC) sowie The Welsh Joint Educational Committee. The Scottish Qualifications Authority (SQA) ist verantwortlich für das schottische Bildungssystem.

1.1 Das General Certificate of Secondary Education (GCSE)

GCSE, die Abkürzung für General Certificate of Secondary Education, ist ein allgemein anerkannter Abschluss einer elfjährigen Pflichtschulzeit in England, Wales und Nordirland. Das Scottish Certificate of Education Standard Grade (SCE Standard Grade) stellt das schottische Äquivalent zu diesem Schulabschluss dar. Im Alter von 16 Jahren legen die Schüler Prüfungen in mehreren Fächern und auf verschiedenen Wissensstufen ab. Es finden sowohl mündliche als auch schriftliche Tests statt, die auf einer Notenskala von A bis G bewertet werden. Dieser Schulabschluss ist, bezogen auf seine Gültigkeit, mit der Mittleren Reife in Deutschland zu vergleichen, bei dem ebenso 16-jährige Schüler die Pflichtschulzeit mit einem allgemein anerkannten Abschlusszertifikat beenden.

Im Hinblick auf den Sportlehrerberuf benötigt ein Schüler in England und Wales mindestens fünf erfolgreich abgeschlossene GCSEs, wobei darin die Fächer Englisch, Mathematik und Science[4] enthalten sein müssen (vgl. FYFE 1994, 28). Die Benotung sollte hier bei C oder höher liegen, um die spätere Aufnahme an einer lehrerausbildenden Einrichtung zu ermöglichen (vgl. TTA, 2000, ohne Seitenangabe). Als Grundvoraussetzung in Schottland muss der Schüler seinen SCE Standard Grade in zwei Fächern erfolgreich absolviert haben; Mathematik oder ein „National Course[5] Award“ (SCOTTISH EXECUTIVE 2002, 10.) mit Schwerpunkt in Mathematik gilt dabei als obligatorische Fächerwahl. Hat ein Schüler Interesse am Sport, zieht er Physical Education (PE)[6] als ein weiteres Prüfungsfach hinzu. Hierbei werden Schwerpunkte in den Bereichen Anatomy und Physiology, Culture und History, Health und Fitness sowie Training und Performance gelegt (vgl. BBC SCHOOLS 2002). Nach erfolgreichem Abschluss des GCSE wird der Prüfling entweder in die Berufswelt oder an eine weiterführende Einrichtung zur Vorbereitung auf das A-Level-Exam entlassen. Besteht ein Schüler die GCSE-Prüfung nicht, so kann er diese später in der Sixth Form[7] einer Sekundarschule oder einer weiterführenden Institution nachholen. Bezeichnend ist die schon recht frühe Berücksichtigung der späteren Berufswahl im Hinblick auf die Fächerkombinationen in der GCSE-Prüfung. Sie hat hier zwar noch keinen relevanten Stellenwert bei der Bewerbung für einen zukünftigen Studien- oder Ausbildungsplatz, dennoch soll sie auf einen bestimmten beruflichen Werdegang hinweisen und verlangt eine hohe Entschlussfreudigkeit und Reife seitens des Schülers. Verbindlicher jedoch ist die Fächerwahl im weiteren Schulverlauf. Nach seiner Pflichtschulzeit muss sich der Schüler, hinsichtlich seines Berufswunschs Sportlehrer zu werden, auf das A-Level-Exam vorbereiten, bei dem die Wahl für bestimmte Fächer richtungsweisend ist. Ablauf und Inhalte der Oberstufenzeit in Großbritannien werden im Folgenden näher beschrieben.

1.2 A-Level, AS-Level und A2-Level

Die so genannte Sixth Form, unterteilt in Lower Sixth und Upper Sixth, umfasst eine zweijährige Schulzeit der 16- bis 18-Jährigen und endet mit dem General Certificate of Education Advanced Level (GCE A-Level), welches in zwei bis vier Unterrichtsfächern erworben wird. A-Levels oder das in Schottland bezeichnete Scottish Certificate of Education Higher Grade (SCE Higher Grade) sind gleichwertig, obwohl die Oberstufenzeit in Schottland nur einjährig ist. Schüler, die sich jedoch im Alter von 17 Jahren noch nicht reif genug fühlen, um an der Universität ein Studium zu beginnen, können sich ein weiteres Jahr vorbereiten und mit einer Abschlussprüfung das Certificate of Sixth Year Studies (CSYS) erlangen (vgl. FISCHER/BURWELL 1995, 105). A-Levels und SCE Higher Grades gelten als Grundvoraussetzung, um den Bildungsweg an einer Universität oder Hochschule fortzuführen. Die Qualifikation für eine bestimmte Studienrichtung oder entsprechende Universität setzt voraus, dass der Notenspiegel in zwei bis drei Fächern, je nach Institution, die Bewertung C nicht unterschreitet.

Bei der Wahl der A-Levels muss sich der Schüler über seinen späteren Berufswunsch klar sein, da hier der Grundstein für die Weiterbildung gelegt wird. Es ist daher üblich, dass die Schüler zunächst über eine Bandbreite von Fächern verfügen, sich einen Überblick verschaffen, um sich dann auf ein Gebiet zu spezialisieren und die für sie uninteressanten Fächer wieder abzulegen. Erleichtert wird die Situation durch die Einteilung der Abschlussprüfungen in zwei Einheiten. Die nach einjähriger Dauer nicht weitergeführten Fachgebiete können mit dem Advanced Supplementary- oder auch Advanced Subsidiary- Abschluss (AS-Level), der eine alternative Qualifikation zum A-Level-Abschluss bietet, beendet werden. Auch für die kontinuierten Fächer wird eine AS-Prüfung verlangt, um ein erreichtes Lernniveau zu kennzeichnen und den Aufstieg in das so genannte A2-Level zu gewährleisten. Die Zusammensetzung aus dem AS-Level und dem A2-Level ergibt letztendlich den A-Level-Abschluss in einem Fach nach Beendigung der Sixth Form. Das A-Level-System erinnert an die Oberstufenregelung in Deutschland, da auch dort Grundkurse neben den Leistungskursen weitergeführt und sogar zwei von diesen mit in die Abiturprüfung einbezogen werden. Dem Schüler werden bei der Wahl der A-Levels, sowohl bezüglich der Anzahl der Fächer als auch der Fachrichtung, Freiheiten gelassen, die ihm erlauben, seinen Abschluss gänzlich eigenständig zu gestalten. Der Schüler kann auf diese Weise sehr motiviert arbeiten und ‚Spaß‘ am Lernen entwickeln. Der deutsche Schüler hingegen ist an viele Richtlinien und Fächerkombinationen gebunden, da die Abiturprüfung generell aus einer Zusammensetzung verschiedener Fachgebiete – Naturwissenschaften in Verbindung mit einer Sprache, einem gesellschaftswissenschaften Fach und einem Wahlfach – besteht.

Hat ein Schüler in Großbritannien den Wunsch, sich auf den zukünftigen Sportlehrerberuf vorzubereiten, entscheidet er sich bei der Fächerwahl im A-Level-Bereich unter anderem für die Teilnahme am Sportunterricht sowie für das Fach Science (vgl. LIFETIME CAREERS WILTSHIRE 2001, 3). Neben einer intensiven Wissensvermittlung im Sportunterricht, vor allem im A-Level, besteht außerdem der Sinn und Zweck von PE darin, die persönliche Einstellung des Schülers zum Sport, bezogen auf das gesamte Leben, zu formen. Besonders die intensive Beschäftigung mit dem Sportunterricht zur Vorbereitung auf das A-Level-Exam soll bei dem Schüler Enthusiasmus in Bezug auf die Förderlichkeit des Sports hervorrufen.

All candidates will gain by furthering their knowledge and understanding of the importance of exercise and activity to their personal, social and mental health and well-being. Furthermore, all candidates are required to extend their ability to plan, perform and evaluate an exercise training programme, and in so doing, will demonstrate application of knowledge to improve performance. This specification meets the definition of Physical Education by providing for the development of knowledge, skills and understanding, through the study of physical education and by participation in sport and physical activity (AQA 2001, 7).

Die Vorbereitung im Fach Sport auf die A-Level-Prüfung setzt sich aus sechs Einheiten zusammen. Die ersten drei Bereiche umfassen die Kurse des AS-Levels und zielen darauf ab, dem Schüler ein sowohl theoretisches als auch praktisches Grundwissen in mehreren Teilgebieten zu vermitteln. Die schon im Bereich der GCSE-Prüfung und im Rahmen des National Curriculums[8] (NC) erworbenen Kenntnisse werden wiederholt und erweitert.

Die in Abb.1 aufgeführten Daten zeigen die Aufteilung der einzelnen Unterrichtseinheiten im AS- und A2-Bereich. Es bestehen jeweils drei unterschiedliche „Units“ oder „Modules“ (AQA 2001 7), davon jeweils zwei theoretische Gebiete sowie ein praktischer Teil, der als Coursework bezeichnet wird. Diese praktischen Aufgaben wiederum setzen sich zusammen aus der Darbietung erlernter Fähigkeiten, im A2-Level mit Schwerpunkt auf Aktivitäten im Outdoor-Bereich (vgl. OCR 2002, Website) sowie der Präsentation einer schriftlich verfassten Arbeit, die eine bestimmte Anzahl von Wörtern nicht unterschreiten darf (vgl. HINCHINGBROOKE SCHOOL 2002, Website). Die jeweils zwei theoretischen Teilgebiete in AS und A2 befassen sich hauptsächlich mit anatomischen und physiologischen Themen einerseits sowie sozialwissenschaftlichen und geschichtlichen Aspekten andererseits und werden am Ende eines jeden Schuljahres schriftlich geprüft.

Abb. 1: Übersicht der Aufteilung von AS- und A2-Level-Einheiten zur Erlangung des A-Level Abschlusses[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um die für PE erforderlichen Qualifikationen an einer schottischen Hochschule zu erfüllen, sind mindestens drei SCE Higher Grades erforderlich, von denen Englisch oder ein entsprechender National Course Award mit Schwerpunkt in Englisch den obligatorischen Fächeranteil bildet. Die Benotung sollte auch hier bei C oder höher liegen. Generell gilt es, die individuellen Aufnahmeregelungen - Degree Course Requirements - der präferierten Hochschule zu beachten (vgl. UNIVERSITY OF EDINBURGH 2002, 138). Erfüllt man die Mindestvoraussetzungen für ein Lehramtsstudium, entscheidet außerdem eine zentrale Behörde, The Teacher Education Institution (TEI), ob der Bewerber als Lehramtsanwärter akzeptiert wird oder ob weitere Qualifikationen für das jeweilige Fachgebiet erforderlich sind (vgl. SCOTTISH EXECUTIVE 2002, 10-11).

2 Das Sportstudium

2.1 Die Universitäten und Colleges

There are higher education colleges and universities throughout the UK. These range from large universities with 30,000 students to small colleges of higher education with less than 1,000 students (UCAS 2000, 3).

Die Academic Years bezeichnen die Studienjahre an einer Hochschule oder Universität Großbritanniens. Diese können auf sehr unterschiedliche Weise verlaufen, da sich das universitäre System nicht nur durch verschieden große Hochschulen auszeichnet, sondern auch in fünf Kategorien einzuteilen ist. Zum einen existieren die im Mittelalter entstandenen Universitäten wie Oxford und Cambridge, welche eigene, zum Teil fast elitäre Aufnahmebedingungen fordern; zum anderen verfügen die schottischen Hochschuleinrichtungen, wie die University of Edinburgh, über ein eigenes Ausbildungssystem. Des Weiteren findet man im Vereinten Königreich die im 19. Jahrhundert entstandenen Redbricks – aus rotem Backstein gemauerte Hochschulen – und die modernen Universitäten (Plate-Glass). Seit 1992, mit dem Inkrafttreten eines neuen Hochschulgesetzes, dem Further and Higher Education Act, gehören außerdem die Polytechnics – technische Hochschulen – zum anerkannten Universitätsstatus.

Universitäten bestehen, so wie man es auch von Deutschland kennt, aus mehreren unterschiedlichen Fachbereichen oder Fakultäten, die als Colleges oder Faculties bezeichnet werden können. Ebenso nennt man an die Universität angegliederte oder sogar selbständige Institute und Akademien Colleges oder Schools. Beispielsweise schickt die University of Brighton ihre Sportstudenten zur Chelsea School und zur School of Education (vgl. UNIVERSITY OF BRIGHTON 2002, 55ff.), wohingegen man in Glasgow die Faculty of Education aufsucht, um sich als Lehrer ausbilden zu lassen (vgl. THE UNIVERSITY OF STRATHCLYDE 2000, 54ff.) und die Oxford-Studenten für ein Lehramtsstudium das Kellogg College besuchen (vgl. UNIVERSITY OF OXFORD 2002, Website). Der Ausdruck College wird noch in weiteren Einrichtungen des englischen Bildungswesens verwendet. Er beschreibt unter anderem auch das Gebäude, in dem sich eine Fachhochschule oder Akademie befindet.[10]

Das Hochschulsystem in Großbritannien ist gekennzeichnet durch eine stark ausgeprägte Autonomie der Universitäten und Colleges. Auf diese Weise fällt nicht nur jede dieser Hochschulen eigenmächtig Entscheidungen über die jeweiligen akademischen Ausbildungsformen, sondern auch über die Finanzierungen und den Personalbedarf. Dennoch werden sie vom Staat finanziell unterstützt und von dem Higher Education Quality Council (HEQC), bezogen auf das akademische Niveau, überprüft, um einen einheitlichen Bildungsstandard im Land zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang existieren Hochschulranglisten, die in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden, um zukünftigen Studenten die Suche nach einer guten Universität zu erleichtern. Ausnahmen bezüglich der Unabhängigkeit einer Hochschule bilden hier die Institutes of Higher Education und an Universitäten gebundene Colleges. Ihnen ist es unter anderem nur möglich, akademische Auszeichnungen „in Kooperation mit benachbarten Universitäten oder der Open University“ (THE BRITISH COUNCIL 2002a, Website) zu verleihen.

2.1.1 Die Rolle des Sports an britischen Hochschulen

Der Sport hat nicht nur im Schulwesen einen bedeutenden Stellenwert, sondern auch im Hochschulbereich. Zum einen bieten Universitäten Studenten aus allen Fachbereichen die Option, hochschulinterne Fitnessstudios zu besuchen und in so genannte Societies, kurz Socs, einzutreten. Diese sind vergleichbar mit Vereinen, die jedoch an einzelne Hochschulen gebunden sind. In verschiedenen Sportarten, Sportspielen und anderen Bereichen der sportlichen Betätigung finden Veranstaltungen statt, die von einem Coach geleitet werden. Dieser kann entweder Lehrer an der jeweiligen Hochschule sein, oder aber als Specialist Coach, demnach als entsprechend ausgebildete Lehrkraft, für ein bestimmtes Gebiet angestellt sein (vgl. UNIVERSITY OF BATH o.J., 32). Die bedeutendste Funktion des Coachs ist die des Wettkampfbetreuers und Trainers (vgl. Kap. IV.1.5). Universitäten mit einem hohen Anspruch verfügen über eigene Leistungssportler und Mannschaften, die eine spezielle sportliche Förderung erfahren : „Whatever your game or level, the university [...] will find a way for you to develop your skills“ (University of Brighton 2002, 158). Persönliche Erfahrungen haben gezeigt, dass die offiziell freiwillige Mitgliedschaft an einer Society unterschwellig von jedem Studenten erwartet wird, so dass im Zweifelsfall, besonders bei intensiver Förderung in einer Sportart und Teilnahme an professionellen Wettkämpfen, das eigentliche Studium stark in den Hintergrund gelangt.

2.2 Bewerbungsverfahren und Aufnahmeregelungen der Hochschulen

Studiengänge im Bereich Sport werden an etwa dreißig Hochschulen Großbritanniens angeboten (vgl. UCAS 2001a). Aufnahmevoraussetzungen und Studienbedingungen können von Hochschule zu Hochschule variieren. Besonders im Studiengang PE und Sportwissenschaften ist

die Fähigkeit der Selbstpräsentation [von großer Bedeutung, S.K.], da eine Vielzahl von Hochschulen Bewerbungsgespräche durchführen. Darüberhinaus führen viele der sportwissenschaftlichen Abteilungen für Lehramtsstudenten Eignungstests durch, die grundlegende motorische Fähigkeiten überprüfen (MERKEL 1998, 128).

Ebenso existiert auch in Schottland im Bereich PE eine obligatorische Regelung, neben den allgemein verlangten Voraussetzungen noch sportspezifische Fähigkeiten darzulegen. The Scottish Executive formuliert die Anforderungen der Teacher Education Institution (TEI) folgendermaßen:

Applicants will need to show that they are competent in practical skills. The TEI may set practical tests so that applicants can prove their ability. Applicants should also provide evidence of their personal involvement in relevant activities [...] (SCOTTISH EXECUTIVE 2002, 15).

Um dennoch eine Vereinheitlichung und eine Chancengleichheit zumindest teilweise zu gewährleisten, übernimmt der UCAS (University and College Admissions Service) die Kontrolle über die Vergabe von Undergraduate[11] - Studienplätzen in ganz Großbritannien. Der zukünftige Sportstudent hat nun zur Aufgabe, sich bis zu acht von diesen dreißig Hochschulen herauszusuchen (vgl. AHRENS 1998, 538) und entsprechende, entweder von der jeweiligen Universität oder vom UCAS herausgegebene Bewerbungsformulare auszufüllen. Diese werden daraufhin an die jeweiligen Hochschulen weitergeleitet, bis der Student ein Zusage oder Absage der Universitäten erhalten hat.

Bewerbungen für einen Studienplatz, abgesehen von Oxford und Cambridge, die auch hier, ebenso wie in vielen anderen Bereichen, eine Ausnahme bilden und über Sonderregelungen verfügen, müssen mindestens im Frühjahr des im Spätsommer beginnenden Studiums beim UCAS eingegangen sein. Nur auf diese Weise ist es möglich, von den jeweiligen Universitäten beim Auswahlverfahren berücksichtigt zu werden (vgl. UCAS 2001b, 3). Später eintreffende oder von Universitäten zurückgewiesene Bewerbungen fallen in das als Clearing[12] bezeichnete Verfahren, bei dem letzte freie Studienplätze im ‚Last-Minute-System‘ vergeben werden.

Gegenüber dem deutschen Hochschulwesen zeichnet sich das britische dahingehend aus, dass es, seitens der einzelnen Hochschulen, strenge Aufnahmebedingungen fordert. Diese sind erforderlich, um im Vorfeld die geeigneten Kandidaten herauszufiltern und nicht erst während des Studiums nachdem die Ausbildungszeit bereits fortgeschritten ist, zu selektieren und jemanden als nicht tauglich einzustufen.

2.3 Aufbau und Dauer des Studiums

Das Studium in Großbritannien unterteilt sich in ein Undergraduate- und Postgraduate- Studium. Im Gegensatz zum deutschen Grund- und Hauptstudium kann man bereits nach abgeschlossenem Undergraduate die Hochschule verlassen und mit einem anerkannten Abschluss, dem First Degree bzw. Bachelor - im Falle von PE und weiteren Lehramtsstudiengängen mit dem Bachelor of Arts (BA) oder ~ Education (BEd) - in die Berufswelt gehen (vgl. AHRENS 1998, 540). Dieser Abschluss - irrelevant, welches Fachgebiet man studiert hat - dient in erster Linie einer allgemeinen Beendigung der Ausbildung. Mit Hilfe des Postgraduate- Studiums hingegen besteht die Möglichkeit, sich später noch in anderen Bereichen zu spezialisieren und ausbilden zu lassen.

2.3.1 Das Undergraduate -Studium

Das Undergraduate- Studium gliedert sich in drei verschiedene Programme: Der Single Subject Course bezieht sich auf die Studienwahl eines einzelnen Faches; bevorzugt man die Kombination aus zwei gleichwertigen Fächern, so konzentriert man sich auf den Joint Subject Course; des Weiteren bieten Universitäten die Möglichkeit an, den Combined Subject Course - ein Hauptfach mit bis zu drei Nebenfächern - zu wählen (vgl. DÜMPELMANN/ HÄNDLMAYER 2000, 32). Gleichermaßen trifft dieses System bei der Wahl des Sportstudiums zu. PE kann demnach allein, oftmals mit einer Fremdsprache, einem sozial- oder einem naturwissenschaftlichen Fach, aber auch als Hauptfach in Verbindung mit zwei oder drei Nebenfächern, zum Beispiel Health Studies und Sport Science, studiert werden (vgl. UCAS 2001a). Die jeweilige Fächerkombination wirkt sich dann auf die Länge der Studienzeit aus. Generell ist zu sagen, dass ein Undergraduate- Sportstudium - wird es nicht mit einer Fremdsprache studiert - nicht mehr als drei Jahre in Anspruch nimmt. PE in Verbindung mit einer Fremdsprache benötigt meistens ein vierjähriges Studium, da ein einjähriger Auslandsaufenthalt verpflichtender Bestandteil des Sprachstudiums ist. Charakteristisch für das Studium in Großbritannien ist die verschulte Art des Unterrichtens. Die Atmosphäre an einer britischen Hochschule basiert auf einem persönlichen Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden, „da die Betreuungsrelation zwischen Dozent und Studierenden mit 1:12 [...] sehr günstig ist“ (AHRENS 1998, 538). Die Kurse haben wenig Teilnehmer, so dass das Lernpensum besonders intensiv ist. Den ohnehin, aufgrund der im Vergleich zu Deutschland verkürzten Schulzeit, noch recht jungen Studenten wird auf diese Weise ermöglicht, ihr Studium zügig zu durchlaufen. Eine Folge daraus ist eine geringe Durchfallquote bei den Prüflingen.

Der Lehramtsanwärter hat zwei Möglichkeiten sein Studium mit einer anerkannten Lehrbefugnis zu beenden. Entweder er entscheidet sich für einen fachspezifischen Aufbaustudiengang (PGCE), oder aber er verlässt die wissenschaftliche Einrichtung mit dem Bachelor, so wie es auf etwa 90 Prozent aller britischen Studenten zutrifft (vgl. SIEPER 1993, 205). Voraussetzung ist dann allerdings, zusätzlich den Qualified Teacher Status (QTS) bzw. in Schottland die Teaching Qualification (TQ) – ein national anerkannter Grad zur Befähigung der Lehrtätigkeit[13] – anzustreben. Viele Studiengänge in der Lehrerausbildung beinhalten ohnehin die Möglichkeit der Erlangung dieser Auszeichnung, da sie die inhaltlichen Anforderungen des so genannten Initial Teacher Training (ITT) erfüllen. Absolventen anderer Fachbereiche, im Sport zum Beispiel Sports Science oder Exercise Studies, können den QTS zudem an einer öffentlichen Einrichtung wie der TTA (Teacher Training Agency) nachholen.

2.3.2 Das Postgraduate Certificate of Education (PGCE)

Das Postgraduate- Studium dient im Allgemeinen zur Spezialisierung eines bestimmten Studienfaches und kann ausschließlich mit einem erfolgreichen wissenschaftlichen Abschluss begonnen werden. Die intensivere Fachorientierung lässt hier, im Gegensatz zum Undergraduate- Studium, eher an das deutsche Hochschulsystem erinnern. Mit einer individuell geforderten Abschlussprüfung – Forschungsprojekte, erfolgreich beendete Lehrseminare oder Hausarbeiten - kann der so genannte Master Degree erworben werden (vgl. AHRENS 1998, 540). Etwas differenzierter definiert sich der auf das Lehramt bezogene Abschluss. Er wird mit dem Postgraduate Certificate of Education (PGCE) beendet. „Der PGCE besteht sowohl aus universitären Lehrveranstaltungen, als auch aus praktischen Veranstaltungen/Übungen in Schulen“ (DÜMPELMANN/HÄNDLMAYER 2000, 74). Der sehr nahe Praxisbezug in Kombination mit theoretischer Wissensvermittlung ist mit der in Deutschland existierenden Referendarzeit vergleichbar, wobei der PGCE-Kurs nur von einjähriger Dauer ist. Dies ist möglich, da der britische Student bereits während seiner Studienzeit, zumindest im Bereich Lehramt, eine hohe Anzahl an Praxisstunden an Schulen absolviert. Am Ende dieses Weiterbildungsjahres erhält der Studierende schließlich mit dem PGCE die Befugnis, 11- bis 18-jährige Schüler zu unterrichten oder sich im Hochschulbereich fortzubilden. Letzteres ermöglicht ihm unter anderem, sich auf einen Forschungsbereich zu spezialisieren, eine Dissertation zu verfassen oder zu habilitieren.

2.4 Eine Auswahl an Studiengängen in der Sportlehrerausbildung

Die Ausbildung zum Sportlehrer kann auf zahlreichen, sich voneinander unterscheidenden Wegen bestritten werden. Die Vielseitigkeit der Fächerwahl in Bezug auf den späteren Beruf ist nicht nur durch die Selbstbestimmung der einzelnen Hochschulen erkennbar, indem jede Einrichtung individuelle Studienabläufe anbietet, sondern es werden schon an einer einzigen Hochschule mehrere, differierende Studiengänge angeboten, die zum selben Ziel führen können. Im Hinblick auf seinen späteren Beruf als Sportlehrer trifft der zukünftige Undergraduate- Student daher im Vorfeld Entscheidungen bezüglich seines Schwerpunktes im Studium. Er muss sich, neben der Fähigkeit und dem Wunsch, eine pädagogische Funktion auszuüben und Kompetenz im Umgang mit Heranwachsenden zu beweisen, außerdem darüber klar werden, mit welchen Altersstufen er als Lehrer arbeiten möchte und sich, je nach Präferenz, auf den Primary- oder Secondary- Sektor konzentrieren. Beide Bereiche können in Zusammenhang mit PE studiert werden oder aber als rein erziehungswissenschaftliches Studium, bei dem PE entweder als Begleitfach oder als Aufbaustudiengang im späteren Verlauf der Ausbildung (PGCE) hinzugenommen wird. Ferner eröffnet sich dem Studenten die Möglichkeit, sich bis zum Ende des Undergraduates ausschließlich auf ein sportwissenschaftliches Studium zu konzentrieren und den erziehungswissenschaftlichen Teil nachzuholen.

Beispielhaft sollen nun verschiedene Studienangebote und –inhalte, entnommen aus den Informationsheften der Universitäten Edinburgh, Lancaster (St Martin’s College) und Loughborough, skizziert werden, um die Vielfältigkeit des akademischen Ausbildungssystems Großbritanniens exemplarisch darzustellen.[14]

2.4.1 Das Studium der Primarstufe

St Martin’s College

Dieser Studiengang richtet sich an Kandidaten, die im Primarbereich tätig werden wollen. Die Universität Lancaster bietet ihn in zweierlei Form an : „BA (Hons) QTS (3 year)“ und „BA/BSc (Hons) QTS (4 year)“ (ST MARTIN’S COLLEGE 2002, 123), also den Bachelor of Arts, Honours Degree, Qualified Teacher Status (3 year) und den Bachelor of Arts/Science, Honours Degree, Qualified Teacher Status (4 year).

Im dreijährigen Studium werden didaktische Aspekte für den zukünftigen Lehrer im Umgang mit Schülern der Altersstufen drei bis elf intensiv behandelt und alle, sich im National Curriculum (NC) befindenden Fächer der Primarstufe – Core Subjects (Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften und Religion) - thematisiert. Außerdem finden Kurse in Grundlagenfächern wie Art, Design & Technology, Geography, History, Music, Information & Communication Technology (ICT) und Physical Education statt. Jedem Primar-Studenten wird zudem ein vertieftes Studium in einem Fach seiner Wahl empfohlen. Dies kann unter anderem auch PE sein. Hier ist die Vermittlung folgender Schwerpunkte vorgesehen:

- Grundlagen in PE
- die Rolle als Organisator in PE
- spezielle Studien
- gesundheitsbezogener Sport
- Outdoor- und Abenteuersport
- Spielsportarten
- Tanz und Gymnastik
- Leichtathletik und Schwimmen

Neben der universitären Wissensvermittlung wird die Identifikation mit dem Lehrerberuf durch einen hohen Praxisbezug von Anfang an gefördert. Das St Martin’s College der Universität Lancaster bietet ein Programm an, bei dem der Student bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr regelmäßige Unterrichtsstunden zu absolvieren hat und als Assistent an einer Grundschule tätig sein muss. Im weiteren Verlauf des Studiums finden außerdem regelmäßige Blockpraktika von acht bis neun Wochen statt, bei denen der Student selbständig die Verantwortung für eine Schulklasse übernimmt (vgl. ST MARTIN’S COLLEGE 2002, 124). Am Ende des dritten Studienjahres wird die Ausbildung mit dem Bachelor of Arts Honours Degree und der offiziellen Lehrqualifikation (QTS) abgeschlossen.

Der in Lancaster angebotene vierjährige Studiengang umfasst sämtliche Inhalte des dreijährigen Kurses mit dem Unterschied, dass ein Wahlfach nicht nur vertieft studiert wird, sondern zur Spezialisierung dient und in diesem Fach ein separater Abschluss erlangt werden kann. Dies führt zu der Möglichkeit, die leitende Funktion an einer Grundschule für das jeweilige Fach zu übernehmen, zum Beispiel Head of PE[15], oder sich auf eine andere Laufbahn im Bereich des Wahlfaches zu konzentrieren. Neben den bereits erwähnten Schwerpunkten des dreijährigen Studienganges werden hier in PE außerdem folgende Aspekte behandelt:

- intensive Wissensvermittlung des Curriculums in PE
- selbständiges Vortragen von Abhandlungen
- Identifikation mit der Führungsrolle
- Möglichkeit zur Erlangung weiterer Auszeichnungen, zum Beispiel National Coaching Foundation Awards

Der Bachelor of Arts/Science Honours Degree in Verbindung mit dem QTS bezeichnet den Ausbildungsabschluss dieses Studienganges.

University of Edinburgh

Das Konzept dieser Hochschule soll als schottisches Äquivalent zum Primarstudium in England dienen. Es ist von vierjähriger Dauer für die Altersklassen drei bis zwölf und schließt mit dem Bachelor of Education Honours Degree (BEd [Hons]) ab. Dieser befähigt erst in Verbindung mit einem erfolgreich beendeten PGCE-Kurs im Fach Education zur Lehrqualifikation aller curricularen Fächer der Vor- und Grundschule (vgl. SCOTTISH EXECUTIVE 2002, 5). In den ersten beiden Jahren der Ausbildung sind Studenten dazu verpflichtet, neben den im Curriculum angeführten Hauptfächern Kurse in den Bereichen Lesen, Schreiben, Sprache, Umwelterziehung und Religion zu belegen. Im weiteren Verlauf des Studiums werden Schwerpunktfächer hinzugezogen, die auch PE enthalten, sich jedoch von Jahr zu Jahr ändern können. Die Informationsbroschüre der University of Edinburgh für das Undergraduate- Studium des Jahres 2002 bietet unter anderem Social & Health Education an. PE als solches wird allerdings für diesen Studientonus nicht erwähnt (vgl. UNIVERSITY OF EDINBURGH 2002, 71).

2.4.2 Das Studium der Sekundarstufe

Den Studiengang PE für die Sekundarstufe bieten sowohl die Universitäten Lancaster und Loughborough, als auch Edinburgh an. Die zu unterrichtenden Altersstufen liegen bei 11-16 Jahren (bis zum GCSE) bzw. 11-18 Jahren (A-Level-Exam) in England und Wales sowie 12-17 Jahren in Schottland. In diesen drei Kategorien können Studiengänge gewählt werden.

St Martin’s College

Das St Martin’s College der Universität Lancaster bietet für die Lehrerausbildung der 11- bis 16-jährigen Schüler den „BA/BSc (Hons) QTS (Secondary)“ -Abschluss an (ST MARTIN’S COLLEGE o.J., 123), welcher nach dreijährigem Studium, unter intensiver Berücksichtigung eines ausgewählten Hauptfaches, erlangt werden kann. Das Angebot von insgesamt acht Fächern zur Auswahl eines Schwerpunktfaches beinhaltet unter anderem den Bereich PE. Hier wird, neben der Vermittlung von allgemeinen Aspekten der Lehrtätigkeit, wie „classroom organisation and behaviour management, planning, teaching and assessment and [...] the full range of teachers‘ professional responsibilities“ (ST MARTIN’S COLLEGE o.J., 140), Hauptaugenmerk auf sportpädagogische und sportpsychologische Themengebiete, die Rolle des verantwortlichen Lehrers sowie das Curriculum betreffende Gesichtspunkte gelegt. Bereiche wie Sportmedizin oder Trainingslehre gelangen in den Hintergrund der Ausbildung. Die umfassende pädagogische Vorbereitung auf das zukünftige Aufgabengebiet des Lehrers wird durch eine hohe Anzahl an Schulhospitationen unterstützt. Insgesamt 120 Stunden sollen während des dreijährigen Studiums an Schulen absolviert werden (vgl. ST MARTIN’S COLLEGE o.J., 140), von denen, vor allem im letzten Drittel der Studienzeit, weniger hospitiert als eigenständig in verschiedenen Schulen im Rahmen eines Blockpraktikums unterrichtet wird.

Loughborough University

An der Loughborough University besteht das Studienangebot im Bereich Sport für das Lehramt aus verschiedenen Fächerkombinationen, wobei die Gebiete PE und Sportwissenschaften miteinander verbunden sind und somit grundsätzlich kombiniert studiert werden müssen. Neben dieser üblichen Studienwahl ist es möglich, ein drittes Fach, Englisch, Mathematik, Physik, Chemie, Geographie, Sozialwissenschaften oder Sportmanagement, hinzuzuziehen und das Studium mit einem Bachelor of Arts – im Falle von Englisch – oder einem Bachelor of Science abzuschließen (vgl. LOUGHBOROUGH UNIVERSITY 2002, Website). Alle Fächer können im Vollzeitstudium nach drei Jahren oder im Sandwich- Verfahren[16] nach vier Jahren beendet werden. Das Studium setzt sich zusammen aus verschiedenen Modulen bzw. Kursen, von denen der Sportstudent eine bestimmte Anzahl zu belegen hat. Folgende Fachgebiete sind für PE verpflichtend:

- Biomechanik
- Ernährungslehre und Gesundheitserziehung
- Fitnesstraining
- Forschungsmethoden
- Informationstechnik für PE
- Praxisseminare: Kricket, Hockey, Leichtathletik, Rugby, Fußball, Schwimmen, Tennis, Turnen
- Sportpädagogik
- Sportphysiologie
- Sportpsychologie
- Sportsoziologie
- Trainingslehre

University of Edinburgh

In Schottland richtet man sich in der Lehrerausbildung nach den Vorgaben der SCOTTISH EXECUTIVE, die für die allgemeine Lehrbefähigung entweder einen BEd-Abschluss in den Fächern PE, Music oder Technological Education oder die Kombination aus einem Degree und einem PGCE-Abschluss fordert (2002, 5). Das Fach PE nimmt einen hohen Stellenwert ein, da es in der Lehrerausbildung eines der Grundlagenfächer darstellt. Universitäten wie Edinburgh bieten daher ausschließlich Fächer aus diesem Bereich für das Studium der Sekundarstufe an: BEd (Honours) Physical Education und BEd (Honours) Design and Technology. Lehramtsstudiengänge sind in Schottland in der Regel von vierjähriger Dauer, in denen Schwerpunkte in der Vermittlung von beruflich relevanten Fähigkeiten und Fertigkeiten als Pädagoge und Erzieher gelegt werden. Im Bereich PE befasst man sich zusätzlich intensiv mit den Bestimmungen des Curriculums unter Einbeziehung sportpraktischer Bereiche, entsprechend den schulischen Anforderungen sowohl im Primar-, als auch im Sekundarsektor. Theoriebezogene Kursinhalte konzentrieren sich auf motorische und soziale Entwicklungsstufen von Kindern und Jugendlichen sowie auf die Vermittlung physiologischer Grundlagen. Letzteres dient dazu, dem Studenten einen Einblick in die Essenz körperlicher Betätigungen zu ermöglichen; der Effekt von Sport auf Körper, Geist, Seele und Gesundheit soll verstanden werden. Während der Ausbildung finden außerdem Kurse im Bereich Education statt, die die soziale Funktion von Schulerziehung unterstreichen und den Studenten befähigen sollen, eigene Unterrichtskonzepte zu entwickeln. Hilfreich sind auch hier die zahlreichen, in jedem Ausbildungsjahr stattfindenden Einzel- und Blockpraktika an Schulen, so genannte Placements (vgl. THE UNIVERSITY OF EDINBURGH 2002, 70).

2.4.3 Sportwissenschaften

Mit dem Studium der Sportwissenschaften, welches an allen drei erwähnten Universitäten angeboten wird, kann ebenso – in Verbindung mit einem berufsspezifischen Aufbaustudium - die Laufbahn des Sportlehrers eingegangen werden.

St Martin’s College

In Lancaster verfügt man über zwei dreijährige Studiengänge, Sport and Exercise Science sowie Sports Studies, die beide zum Bachelor of Science Honours Degree (BSc [Hons]) führen. Das erste Studiengang beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Bereich von Sport und konzentriert sich auf die Forschung, Trainings- und Bewegungslehre, Fitness, Physiologie und Ernährungslehre. Grundlagenseminare sowie Tutorien und praxisorientierte Inhalte - Laborstudien und Präsentationen - deuten auf eine umfassende und intensive Ausbildung in dem Bereich der Wissenschaften hin. Das Studium beinhaltet zudem zahlreiche mündliche sowie schriftliche Prüfungen, Forschungsprojekte, Berichte und Untersuchungen seitens der Studenten.

Sports Studies endet mit demselben Abschluss, unterscheidet sich inhaltlich jedoch grundlegend von dem Sport and Exercise Science- Studium. Es existieren Kurse in den Bereichen Sozialwissenschaften und Sportmanagement, Geschichte, Soziologie sowie in dem Bereich Sport und Gesellschaft. In Seminaren, Vorlesungen und Praxisübungen werden Kenntnisse über gesellschaftliche Aspekte des Sports erworben und ein kritisches Bewusstsein demgegenüber entwickelt. Als Prüfungsgrundlage dienen Projekte, Vorträge, kritische Untersuchungen sowie ein Nebenfach, zum Beispiel Tanz.

Loughborough University

An dieser Universität in Leicestershire gibt es den Studiengang Sport and Leisure Management, der entweder mit dem BSc nach drei Jahren oder aber mit dem Diploma in Industrial Studies nach vier Jahren beendet werden kann, da Letzteres ein einjähriges Praktikum in einem Unternehmen der Freizeitindustrie verlangt (vgl. DEPARTMENT OF PHYSICAL EDUCATION, SPORTS SCIENCE AND RECREATION MANAGEMENT 2002, 4). Studierende erlangen hier ein Verständnis für die Intention und Bedeutung des Freizeitsports in der Gesellschaft sowie für „the planning and management of physical, financial, human and environmental resources to meet leisure needs“ (ebd. 2002, 4). Das Studium hat einen betriebswirtschaftlichen Charakter, bei dem folgende Pflichtveranstaltungen belegt werden müssen:

- Sociology of Sport and Leisure
- Information Technology for Physical Education
- The Sport and Leisure Industries
- Environment of Leisure Management
- Research Methods
- Management of Human Resources
- Applied Sport and Leisure Research
- Marketing for Sport and Leisure
- Principles of Financial Management
- Designing Sport and Leisure Organisations
- Research Project
- Fundamentals of Strategic Management
- Sport and Leisure Policy Analysis
- Leisure and Welfare
- Organisational Change for Sport and Leisure

In erster Linie soll dieses Studium Personen ansprechen, die sich auf den Bereich Sportmanagement oder Sportökonomie konzentrieren. Es ist allerdings, wie bereits erwähnt, durchaus die Option vorhanden, nach Beendigung dieses Studiums zum Beispiel einen PGCE-Kurs zu belegen und als Lehrer tätig zu werden.

[...]


[1] Mit der Bezeichnung „Sportlehrer“ (oder ähnliche Bezeichnungen) sind im Verlauf dieser Arbeit sowohl männliche als auch weibliche Personen gemeint. Schreibformen wie „SportlehrerInnen“ werden nicht verwendet.

[2] Die englische Reformation vollzog sich im 16. Jahrhundert und wurde durch einen Streit des damals regierenden Königs Heinrich VIII. mit dem Papst ausgelöst. Nachdem der Papst der Forderung des Königs nicht nachgekommen war, dessen Ehen zu annullieren, beauftragte dieser die Aufhebung seiner Eheschließungen durch den Erzbischof von Canterbury und widersetzte sich somit der Macht des Papstes. Daraufhin wurde der König aus der Kirche ausgeschlossen und gründete die von Rom losgelöste English Church. Auf diese Weise waren Religion und Politik nicht mehr gleichrangig, sondern die Kirche verlor ihren Einfluss bei der Schaffung politischer und kultureller Ordnungen.

[3]The 1870 Education Act (the Forster Act) was perhaps the major landmark in the development of English and Welsh education“ (STOKES 1994, 14). Mit ihm wurde das Schulwesen verstaatlicht und nachfolgend, im Jahre 1880, die allgemeine Schulpflicht für Kinder bis zum 10. Lebensjahr eingeführt (vgl. SIEPER 1993, 76). Die gesetzliche Anwesenheitspflicht für Sekundarschüler setzte mit dem Education Act von 1902 ein (vgl. STOKES 1994, 17).

[4] Science ist der Oberbegriff für die an britischen Schulen angebotenen naturwissenschaftlichen Fächer. In Verbindung mit Sport dienen sie besonders im Fach Biologie dazu, den Schüler über anatomische sowie physiologische Aspekte des menschlichen Körpers zu unterrichten. Auch der Physikunterricht kann in Bezug auf das Erlernen sportlicher Fähigkeiten sehr hilfreich sein.

[5] Zentraler Unterricht in Schottland.

[6] Die Abkürzung PE für Physical Education ist ein gängiger Begriff in Großbritannien und soll im weiteren Verlauf der Arbeit häufige Verwendung finden, um den Lesefluss zu erleichtern.

[7] Einrichtung der allgemeinen weiterbildenden Schulen zur Vorbereitung auf die Hochschulqualifikation (A-Level).

[8] Das National Curriculum (NC) beschreibt den allgemein vorgegebenen Lehrplan für England und Wales. Weitere Angaben siehe Kap. V, „Das National Curriculum – Aufgaben und Ziele des Sportlehrers“.

[9] Eigene Darstellung in Anlehnung an OCR 2002, Website.

[10] Im Weiteren soll der Begriff College ausschließlich für fachspezifische Institute oder Fachbereiche Verwendung finden.

[11] Der Begriff undergraduate bezeichnet das Studium bis zum ersten akademischen Abschluss (vgl. FISCHER/BURWELL 1995, 258). Weitere Erläuterungen zu diesem Begriff siehe Kap. III 2.3, „Aufbau und Dauer des Studiums“).

[12] Hinter der Bezeichnung Clearing verbirgt sich die letzte Möglichkeit zur Erlangung eines Studienplatzes. Betroffene Studienanwärter werden vom UCAS aufgefordert, sich persönlich bei einer Universität, die nach Beendigung des offiziellen Verteilerverfahrens noch über freie Plätze verfügt, zu bewerben (vgl. BRITISH COUNCIL 2002b).

[13] QTS bzw. TQ wird dann verliehen, wenn entsprechende inhaltliche Anforderungen im Studium oder Aufbaukurs, bezeichnet als Initial Teacher Training (ITT), für den Erwerb der Lehrbefugnis gewährleistet wurden. ITT-Kurse werden unter anderem, neben den existierenden Hochschulkursen, an Einrichtungen wie der Teacher Training Agency (TTA) angeboten und finden in Form verschiedener Programme, zum Beispiel teilzeitlich in Verbindung mit einer bereits im Lehrberuf stattfindenden Tätigkeit (Graduate Teacher Programme) statt (vgl. TEACHER SUPPORT NETWORK 2002, Website).

[14] Die Auswahl der präsentierten Hochschulen Edinburgh, Lancaster und Loughborough begründet sich damit, dass sie umfassende Informationen zu verschiedenen Studiengängen im Sport liefern. Das Informationsmaterial anderer Universitäten und Colleges Großbritanniens verweist auf ähnliche Studiengänge, jedoch verfügen diese über eine geringere Anzahl an Kursen.

[15] Schulen in Großbritannien sind in mehrere Abteilungen aufgeteilt. Die in den jeweiligen Abteilungen tätigen Lehrkräfte unterstehen einem Vorgesetzten, dem Head of Department.

[16] Das Sandwich- Verfahren zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, ein Teilzeitstudium zu wählen mit der Option, zeitgleich einen Beruf auszuüben, „als Abendkurse oder teilzeitlich oder als Freistellung von Arbeit für eine gewisse Dauer“ (GLOWKA 1996, 69).

Details

Seiten
140
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638131490
Dateigröße
765 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v5171
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Sportpädagogik und Sportgeschichte
Note
1,0
Schlagworte
Sportlehrerinnen Sportlehrer Großbritannien

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Titel: Sportlehrerinnen und Sportlehrer in Großbritannien