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Mehrsprachigkeit. Welche Auswirkungen hat sie auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen?

von Tereza Marinova (Autor) Anna Steiner (Autor) Marcel Gräber (Autor)

Diplomarbeit 2018 90 Seiten

Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

GRAFIKVERZEICHNIS

1 SPRACHERWERB
1.1 Begriffe und Definitionen
1.1.1 Sprache
1.1.2 Erwerb von Sprache
1.1.3 Muttersprache
1.2 Das Problem des Spracherwerbs
1.2.1 Der Spracherwerb ist kein Kinderspiel
1.2.2 Das Lernziel der kleinen Kinder
1.3 Gedächtnis
1.3.1 Aufbau des Gedächtnisses
1.3.2 Die Phasen der Informationsverarbeitung
1.3.3 Erinnern und Vergessen
1.3.4 Denken und Sprache
1.4 Lernen
1.4.1 Wie lernen Kinder eine Sprache
1.4.2 Die Kindersprache
1.4.3 Lernmethoden
1.4.4 Vorteile von mehreren Sprachen
1.4.5 Nachteile von mehreren Sprachen
1.6 Zusammenfassung

2 ENTWICKLUNG
2.1 Begriffserklärung
2.1.1 Sprachentwicklung
2.2 Sprachentwicklung
2.2.1 Sprachentwicklung im Kindes- und Jugendalter
2.2.2 Sprachentwicklung im Kontext von Mehrsprachigkeit
2.2.3 Phänomene der Sprachentwicklung bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen
2.3 Störungen und Förderung der Sprachentwicklung
2.3.1 Störungen der Sprachentwicklung bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen
2.3.2 Förderung der Sprachentwicklung
2.3.3 Mehrsprachigkeit bei Kindern und Jugendlichen: Förderung von Deutsch als Zweitsprache
2.4 Sprachentwicklung und kognitive Sprachverarbeitung
2.4.1 Mehrsprachigkeit: Sprachevolution und kognitive Sprachverarbeitung
2.5 Einflüsse in der Sprachentwicklung
2.5.1 Familiäre und Institutionelle Einflüsse auf die Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder und Jugendlicher
2.6 Zusammenfassung Sprachentwicklung

3 MEHRSPRACHIGKEIT
3.1 Begriffe und Definitionen
3.1.1 Muttersprache, Erstsprache
3.1.3 Zweitsprache, Fremdsprache
3.1.4 Zweisprachigkeit – Bilingualismus
3.1.5 Mehrsprachigkeit
3.2 Mehrsprachige Erwerbsformen
3.2.1 Simultane vs. Sukzessive Mehrsprachigkeit
3.2.2 Natürliche vs. Kulturelle Mehrsprachigkeit
3.2.3 Additive vs. Subtraktive Mehrsprachigkeit
3.3 Mehrsprachigkeit bei Kindern mit Migrationshintergrund
3.3.1 Bildungssituation von SchülerInnen mit Migrationshintergrund
3.4 Der Einfluss der Mehrsprachigkeit
3.4.1 Einfluss der Mehrsprachigkeit auf das Denken
3.4.2 Einfluss der Mehrsprachigkeit auf das Träumen
3.4.3 Einfluss der Mehrsprachigkeit auf das Zählen und Rechnen
3.5 Mythen, Vorteile und Nachteile
3.5.1 Mythen
3.5.2 Vorteile und Nachteile einer Mehrsprachigen Erziehung
3.6 (Schein) Probleme in der Erziehung
3.6.1 Sprachverweigerung
3.6.2 Semilinguismus – doppelte Halbsprachigkeit
3.6.3 Sprachmischungen und Interferenzen
3.6.4 Code-Switching
3.7 Zusammenfassung

4 REZEPTIVER TEIL

4.1 Statistiken

5 SCHLUSSWORT

6 LITERATURVERZEICHNIS

7 ANHANG

BEGLEITPROTOKOLL ANNA STEINER

Vorwort

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Mehrsprachigkeit sowie der Entwicklung der Sprache von Kindern und Jugendlichen. In ihren früheren Lebensjahren sind die Kinder mit der schweren Aufgabe der Sprachenerlernung konfrontiert. Viele Kinder wachsen dabei mit mehreren Sprachen auf. Es gibt viele Kriterien, Probleme und Methoden, die dabei zu beachten sind. Mehrsprachigkeit ist in vielen Bereichen des Lebens essentiell. Die Sprache ist der Schlüssel zur Kommunikation. Wäre keine gemeinsame Sprache vorhanden, könnten sich Menschen nicht untereinander ver- stehen.

Aufgrund des Flüchtlingsstroms vor einigen Jahren sind in Europa vermehrt Perso- nen mit anderen Muttersprachen eingereist. Die Prioritäten liegen beispielsweise in der Integration der Jugendlichen in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt, wobei der Erwerb von sprachlichen Qualitäten stets ein Hauptaugenmerk ist. Daher wollen wir in unserer Arbeit herausfinden, wie sich Jugendliche mit ihrer Mehrsprachigkeit zu- rechtfinden.

Außerdem sind wir generell an anderen Sprachen bspw. unserer Nachbarländer inte- ressiert. Kulturen und Bräuche von anderen Ländern wecken unsere Neugier. Dar- über hinaus sind wir von diesem Thema fasziniert, da eine Person aus unserer Ar- beitsgruppe ebenfalls bilingual ist.

Abstract

This diploma thesis is about multilingualism.

First, the main topic is language acquisition. The language learning methods are dis- cussed and in addition the impediments about learning a language are mentioned. The end of the first part discusses various methods of learning a language and the advantages and disadvantages of multilingualism.

The second part of the thesis covers language acquisition. Young children’s and teenagers‘ language learning process is discussed. Additionally, speech disorders are described. Finally, the influences on language development, such as familial and institutional impacts, are presented.

The third part discusses multilingualism. It describes the types of multilingualism as well as the effects on different functions. In addition, the problems and the disorders which can arise from multilingualism are described. It will be clarified in which lan- guage a multi-lingual child thinks and dreams. Furthermore the advantages and dis- advantages of learning several languages are mentioned.

These theoretical parts are followed by the practical part, which consists of several interviews. Four young people were interviewed who grew up with several and differ- ent languages and their answers are evaluated and presented.

Abstract

Die vorliegende Diplomarbeit behandelt das Thema Mehrsprachigkeit und ihr Aus- wirkung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Das erste Kapitel im theoretischen Teil ist der Spracherwerb. Zu Beginn werden die Begriffe sowie Definitionen rund um das Thema genauer erläutert. Anschließend wird das Problem des Spracherwerbs genauer beschrieben. Das Gedächtnis sowie das Lernen werden ebenfalls thematisiert. Das letzte Kapitel ist über die Aufgabe der Lehrer und Erzieher. Zu guter Letzt folgt noch eine kurze Zusammenfassung des gesamten Kapitels Spracherwerb.

Das zweite Kapitel des theoretischen Teils ist die Sprachentwicklung. Anfangs folgen hier eine Begriffserklärung sowie eine Definition zu Sprachentwicklung. Anschließend erfolgt die Beschreibung der Sprachentwicklung bei Kindern sowie bei Jugendlichen. Weiteres wird die Mehrsprachigkeit in Kontext zu der Sprachentwicklung, sowie Phä- nomene der Sprachentwicklung bei Kindern und Jugendlichen und Störungen der Sprachentwicklung behandelt. In Zuge dessen wird ebenfalls auf die Förderung von Mehrsprachigkeit eingegangen. Anschließend wird die Sprachevolution thematisiert.

Der dritte Teil behandelt das Thema Mehrsprachigkeit. Es werden die Arten der Mehrsprachigkeit beschrieben sowie die Auswirkungen auf verschiedene Funktionen. Darüber hinaus werden die Probleme und Störungen beschrieben, die sich aus der Mehrsprachigkeit ergeben können. Es wird geklärt, in welcher Sprache ein mehr- sprachiges Kind denkt und träumt. Außerdem werden die Vor- und Nachteile des Erlernens mehrerer Sprachen erwähnt.

Nach dem theoretischen Teil folgt der praktische Teil, der aus mehreren Interviews besteht. Vier Jugendliche wurden interviewt, die mit mehreren und unterschiedlichen Sprachen aufgewachsen sind. Ihre Antworten wurden ausgewertet und präsentiert.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Begriffe zum Wort Sprache

Abbildung 2: Befragte Personen

Abbildung 3: Die Intelligenz des Kindes wird gefördert

Abbildung 4: Das Kind hat ein besseres soziales Verhalten

Abbildung 5: Die Kommunikationsfähigkeit verbessert sich

Abbildung 6: Das Kind hat dadurch mehr Freunde

Abbildung 7: Das Kind ist erfolgreicher in der Schule

Abbildung 8: Es kann dadurch andere Sprachen besser lernen

Abbildung 9: Das Kind hat bessere Berufschancen

Abbildung 10: Dass alle Sprachen gleich wichtig sind

Grafikverzeichnis

Grafik 1: lnformationsverarbeitung

1 Spracherwerb

Im folgenden Abschnitt wird das Kapitel „Spracherwerb“ aus psychologischer Sicht näher behandelt. Hautsächlich wird beschrieben, wie man eine Sprache erwirbt und wie dies bei unseren kleinen Kindern geschieht. Ebenso wird die Kindersprache näher erläutert.

Die Arbeit ist in mehreren Kapiteln unterteilt. Zu Beginn werden die Begriffe genauer er- klärt, da sie notwendig für ein Verstehen sind. Danach werden das Problem des Sprach- erwerbs, der Aufbau des Gedächtnisses, das Lernen und die Aufgabe der Lehrer und Erzieher dargestellt.

Am Schluss folgt noch ein Resümee. Damit soll eine schlussendliche Zusammenfassung für die LeserInnen erfolgen. Aber auch die Hauptaussagen der einzelnen Kapitel werden dort in kurzen und knappen Sätzen zusammengefasst.

Ziel des Kapitels ist es, zu wissen wie ein Mensch eine Sprache hinsichtlich der Probleme und Erfolge oder Misserfolge lernt.

1.1 Begriffe und Definitionen

Bevor man eine Arbeit beginnt zu lesen, sollen die Begriffe, sowie die Definitionen klar und verständlich sein. Daher werden im ersten Kapitel der Begriff „Sprache“ und der Be- griff „Erwerb von Sprache“ genauer betrachtet. Definitionen und Beispielen werden eben- falls angesprochen.1

Sprachen sind sehr vielfältig und komplex. Im folgenden Kapitel wird ebenfalls die Be- griffsdefinition der Muttersprache/Vatersprache näher geschildert. Die Muttersprache ist die erste Sprache, die ein Kind erlernt, beziehungsweise mit der sie als erstes in Kontakt kommt. 2

Ziel dieses Kapitels ist es, die Begriffe näher zu verstehen und im Hinblick auf die Arbeit einen kleinen Vorgeschmack auf die restlichen Kapitel zu bekommen.3

1.1.1 Sprache

Auf der ganzen Welt werden rund 2.500 bis 5.500 Sprachen gesprochen. Diese werden in Sprachfamilien unterschieden. Unter Sprachfamilie versteht man, wenn eine Sprache auf eine gemeinsame Grundsprache zurückführt. Beispielsweise gehören die Sprachen Deutsch und Englisch zu den germanischen Sprachen.4

Alle Lebewesen besitzen die Fähigkeit untereinander zu kommunizieren. Ohne Sprache kann man auf der Welt nicht kommunizieren, daher ist sie so bedeutend und wichtig. Die Sprache entsteht aus einzelnen Buchstaben, die wiederrum Wörter bilden. Mehrere Wör- ter aneinandergereiht ergeben einen Satz mit einem bestimmten Sinn dahinter. Daher können sich auch Menschen untereinander verstehen.5

Mit der Sprache werden Gefühle zum Ausdruck gebracht. Die Sprache kann mit Schrift- zeichen ausgedrückt werden, damit sind in Österreich die Buchstaben gemeint.6

In einer Sprachgemeinschaft bilden sich im Lauf der Jahre unterschiedliche Sprachformen wie zum Beispiel die unterschiedlichen Dialekte. Dabei können auch andere Formen einer Sprache entstehen, wie beispielsweise eine Umgebungssprache.7

Die Sprache ist auch eine Kommunikation zwischen Sender und Empfänger. Der Soziolo- ge Stuart McPhail Hall hat die Grundlage für weiterführende Kommunikationsmodelle ge- schaffen, nämlich das Kodier-Dekodier-Modell.8

Zwischen SenderIn und EmpfängerIn gibt es eine bestimmte Botschaft, die man dem Empfänger mitteilen möchte. Je nachdem wie die Beziehung zwischen den beiden ist, wird die Botschaft dekodiert oder kodiert. Wenn er diese Botschaft erhalten hat, kann es zu einer Gegenübertragung kommen. Diese erfolgt genauso wie in einer Übertragung.9

Man kann nicht NICHT kommunizieren. (von Paul Watzlawicks 5.Axiome)

1.1.2 Erwerb von Sprache

Unter Spracherwerb versteht man das Erlernen einer Sprache, die auch als Mutterspra- che bezeichnet wird. In dieser werden eigene Gedanken und Gefühle vermittelt, sodass diese andere Menschen verstehen können.10

Aber auch das Erlernen von Sprachen die der Muttersprache ähnlich sind, in Lauten und Vokalen gehört zum Spracherwerb dazu. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, das Erlernen der Beschreibung von Objekten und Symbolen und diese in der Welt erkennen und ver- knüpfen zu können. Außerdem ist auch das Artikulieren in Form von Schreien wichtig, wenn etwas nicht in Ordnung ist.11

Der Spracherwerb erfolgt in unterschiedlichen Stadien:

- vor der Geburt
- 0 - 1.Monat
- 1. - 5.Monat
- 6. Monat
- 7. - 12.Monat
- 1 - 2 Jahre
- 2 - 3 Jahre
- 3 - 12 Jahre12

Eine Sprache ist sehr vielseitig. Kinder beginnen erst mit 1 bis 2 Jahren zu sprechen. Je- doch sind sie noch nicht in der Lage sinnvoll sprechen zu können. Da ihre Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten ist, versuchen sie es aber trotzdem.13

Das erste Wort kann ein Kind mit ungefähr 12 Monaten sprechen. Dies ist in der Regel das Wort Mama oder Papa. Für viele Eltern ist dies der schönste Moment. Bis zum Ende des vollendeten 2. Lebensjahrs kann ein Kleinkind bis zu 50 Wörter sprechen. Bis zum 4. Lebensjahr wird der Wortschatz ausgebaut und erweitert. Nach dem 4. Lebensjahr ist dann wieder eine kleine Verlangsamung zu erkennen. Der Abschluss des Erstspracher- werbs sowie der eigenen Muttersprache ist mit Ende des 12. Lebensjahrs erreicht.14

1.1.3 Muttersprache

Die Muttersprache wird auch als „Erst – und Primärsprache“ verwendet. Kinder lernen eine Sprache in ihrer Kindheit, die als Muttersprache bezeichnet wird. Daher werden die- se Begriffe oft als synonym verwendet. Unter Erstsprache versteht man jene Sprache, die das Kind als erstes erworben hat. Aber es kann damit auch jene Sprache bezeichnet wer- den, die bei einem Menschen besonders gut ausgeprägt ist, die jedoch nicht als erstes erworben wurde.15

Unter Muttersprache versteht man meist die Sprache, die die jeweilige Mutter spricht. Kinder erwerben ihre Muttersprache im frühkindlichen Alter und beherrschen diese meist auch am besten. Diese Sprache wird normalerweise von „alleine gelernt“, ohne Hilfe von schulischem Unterricht. Oftmals sind die Familienangehörigen und vor allem die Mutter als „SprachlehrerInnen“ für das Erlernen der Muttersprache zuständig.16

Unter Vatersprache versteht man, wenn der Vater mit seinem Kind in einer anderen Spra- che kommuniziert, als die Mutter. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Vater mit einer anderen Sprache aufgewachsen ist als die Mutter. Wenn der Vater eine andere Sprache spricht dann heißt das auch Vatersprache. Kinder können die Sprache von ihrem Vater ebenfalls erlernen, dann wird die erste Sprache die ein Kind spricht als Vatersprache be- zeichnet. 17

1.2 Das Problem des Spracherwerbs

Eine Sprache ist sehr kompliziert und schwierig zu lernen, vor allem wenn man noch kei- ne einzige sprechen kann. Dies betrifft in den meisten Fällen kleine Kinder. Erst im Laufe der Zeit bekommen sie ein Gefühl dafür.18

In diesem Kapitel werden der Spracherwerb und das Lernziel eines Kindes erklärt. Au- ßerdem wird genau definiert, welche Hürden Kinder beim Lernen einer Sprache bewälti- gen müssen.19

1.2.1 Der Spracherwerb ist kein Kinderspiel

Das Erlernen einer Sprache ist kein Kinderspiel. Viele Menschen denken jedoch, dass es nicht schwer ist eine Sprache zu lernen. Der Weg zum Ziel ist voller Hindernisse und Par- cours. Das Ziel dieses Lernprozesses wird von fast allen Kindern gleichzeitig erworben. Kinder müssen sich langsam vorwärtsbewegen. Dabei ist es wichtig, dass Eltern die Kin- der bei ersten kleinen Versuchen und Zielen loben und ermutigen weiter zu üben. Dies fördert die Motivation. Eine Erstsprache zu erwerben ist herausfordernd.20

Alle Kinder erreichen das Ziel, die Muttersprache, die auch als Erstsprache bezeichnet wird, zu beherrschen.21

1.2.2 Das Lernziel der kleinen Kinder

Noam Chomsky, Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology, mein- te, dass wir Menschen alle dieselbe Sprache sprechen. Die Sprache ist der Schlüssel zum Verstehen und zum Kommunizieren unter Menschen. Viele Sprachen ähneln sich auch, deshalb versteht man oft auch eine andere Sprache. Wenn man eine Sprache ge- lernt hat, dann ist es nicht schwer eine neue zu erwerben.22

Jedes Kind muss eine Sprache lernen. Welche Sprache das Kind lernt, hängt davon ab, wo es geboren ist und welche Herkunft deren Eltern haben.23

Jede Sprache verfügt über unterschiedliche Lauteinheiten, die sogenannten Phonem e. Es wird zwischen Konsonanten (bspw. p, m,) und Vokalen (bspw. a, e, i, o) unterschieden. Aber auch die Sprechweise ist meist unterschiedlich. Die Aussprache ist aber auch von der Umgebung her verschieden. Auch die Artikulationen stellen für Kinder eine große Herausforderung dar. Die Wortmelodie und die Wortakzente sind ebenso für kleine Kinder herausfordernd.

Aber auch bei mehreren Dingen wie zum Beispiel „3 Tische“, kommt es zu einer gramma- tischen Veränderung, dem Plural. Oftmals fällt dies den Kindern sehr schwer.24

Der Ausdruck und die Bedeutung sind ebenso relevant. Es kann nicht der Ausdruck eines Wortes plötzlich ein anderer sein. Beispielsweise sagen Kinder in einer Schule immer „Tisch“. Eines Tages sagt ein Schulkamerad statt Tisch „Stuhl“ und niemand weiß, was er damit meint. Deshalb sollte man nie den Ausdruck eines Wortes ändern. Bei der Verände- rung des Ausdruckes eines Worts findet ein Sprachwandel statt.25

Aufsätze entstehen anhand von Sätzen. Diese wiederrum entstehen von Gliedsätzen. Das wäre beispielsweise Subjektsatz, Objektsatze, Umstandsatze oder Attributsatz.26

Zum Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

So genau müssen Kinder die Sprache natürlich nicht lernen, aber anwenden können schon. Wie sie das bewältigen ist fraglich.27

Was noch zur Sprachbeherrschung gehört, sind kommunikative Fertigkeiten. Das sind beispielsweise die Gesprächsführung am Familientisch, das Können von Textsorten (All- tagserzählen) aber auch die Umgangssprache gehört dazu. Diese wiederrum gliedert sich in formell und informell. Eine informelle Umgangssprache ist zum Beispiel die Sprache in der Familie. Eine formelle Umgangssprache ist beispielsweise die Sprache mit LehrerIn- nen.28

Ziel ist es, Kinder ihre Erstsprache beziehungsweise Muttersprache beizubringen, ohne Störungen und Komplikationen. Aber auch das Sprechen und Anwenden ist ein wichtiger Punkt davon.29

1.3 Gedächtnis

Das Gedächtnis ist das wichtigste Organ des Menschen um Informationen abzuspeichern und wieder aufzurufen. Ohne das Gedächtnis könnten wir Menschen nicht leben. Ein er- folgreicher Alltag kann nur funktionieren, wenn auch das Gedächtnis seine Aufgabe erfüllt. In diesem Kapitel wird der Aufbau des Gedächtnisses, die drei Phasen die ein Gedächtnis durchläuft beschrieben, sowie Erinnern und Vergessen erläutert. Außerdem wie Denken und Sprachen zusammen harmonieren.30

1.3.1 Aufbau des Gedächtnisses

Unser Gedächtnis besteht aus einem Mehrspeichermodell. Dieses wird in drei Stufen un- terteilt: Ultrakurzzeitgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und das Langzeitgedächtnis (Wis- sensgedächtnis).

Das Ultrakurzzeitgedächtnis wird auch als sensorisches Gedächtnis bezeichnet. Es nimmt kurze Informationen auf, wie beispielsweise einen zwitschernden Vogel. Dieser Ton wird nur wenige Sekunden behalten. Somit können wir uns an flüchtige Details erinnern, diese jedoch innerhalb kurzer Zeit löschen, um Platz für neue Wahrnehmungen zu schaffen.31

Das Kurzzeitgedächtnis wird auch als Arbeitsgedächtnis definiert. Wenn wir uns eine Te- lefonnummer merken müssen und diese nicht sofort aufschreiben, dann vergessen wir diese Information innerhalb von 20 Sekunden. Personen, wie beispielsweise LehrerInnen, die ein Wissen weitergeben wollen, sollten beachten, dass das menschliche Gehirn nur eine begrenzte Informationsmenge aufnehmen kann.32

Das Gegenteil vom Kurzzeitgedächtnis ist das Langzeitgedächtnis. Wie der Name schon sagt, speichert dieses Gedächtnis alle Informationen rund um die Emotionen, Gefühle und vieles mehr. Es ist auch wie eine Art Bibliothek und daher wird es auch als Wissensge- dächtnis bezeichnet.33

1.3.2 Die Phasen der Informationsverarbeitung

Der Mensch nimmt eine Information auf und nimmt sie wahr. Danach verarbeitet er diese Geschehnisse innerhalb von drei Phasen. Die erste Phase ist die Enkodierung. In dieser werden die aufgenommenen Informationen verarbeitet und mit bereits bestehenden ver- knüpft. Danach erfolgt die Phase der Organisation und Speicherung. In dieser zweiten Phase werden die verarbeiteten Informationen gespeichert und auf einem bestimmten Platz aufbewahrt. Danach erfolgt die 3. Phase, der Abruf. Dort können die verarbeiteten Informationen spontan abgerufen werden. Des Weiteren wird dann eine Beurteilung ab- gegeben und der Körper verübt eine Reaktion.34

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 1: Informationsverarbeitung

1.3.3 Erinnern und Vergessen

Damit wir uns an etwas erinnern können, müssen wir zuerst eine Information aufnehmen. Dies kann nur gelingen, wenn wir Aufmerksam zuhören und aufpassen. Ist unsere Auf- merksamkeit gestört, dann kann auch keine weitere Information aufgenommen werden.35

Danach interpretieren wir die enkodierte Information anders, als vielleicht jemand anderer. Wie interpretieren Sie einen Gruß von Ihrer Lehrerin? Als ein Flirt, oder als eine freundli- che Geste? Dabei sehen wir, dass jeder Mensch eine Situation anders wahrnimmt.36

War diese Situation für Sie wichtig, dann speichert ihr Gehirn diese Information ab. Je nachdem welchen Stellenwert diese gerade einnimmt, wird es im entsprechenden Ge- dächtnis abgespeichert.37

Bei Bedarf wird diese Information wieder von unserem Gedächtnis abgerufen.38

1.3.4 Denken und Sprache

Begriffe zu bilden und zu verstehen lernen Kinder schon sehr früh. Ab dem 10. – 12. Mo- nat können sie schon einzelne Wörter sprechen wie Mama oder Papa. Bis zum 12. Le- bensjahr sind Kinder schon in der Lage Unterschiede zu erkennen, Oberbegriffe bilden, Bedeutungen eines Wortes erkennen sowie einzelne Tätigkeiten beschreiben. Jedoch wie funktioniert die Sprache mit dem Denken?39

Was wir denken, kann niemand hören oder nachvollziehen. In Unserem Gehirn können Handlungen durchlaufen, ohne dass ein anderer Mitmensch über diese Bescheid weiß. Wir müssen uns niemanden rechtfertigen, welche Handlung uns geradedurch durch Kopf läuft.40

Denkprozesse können nicht überwacht werden. Jedoch ist es möglich mit Hilfe von Com- puter Geräten zu erkennen, in welchen Gehirnarealen unser derzeitiger Denkvorgang geschieht. Der Inhalt des Denkprozesses ist allerdings nicht zu sehen.41

Wenn wir Selbstgespräche führen können, werden unsere Gendanken in Form von Bil- dern ausgedrückt. Dies kommt sehr oft bei SportlerInnen vor.42

Vier Sprachwissenschaftler SAPIR, WHORF, LEVI STRAUSS und PINKER untersuchten, wie die Sprache das Denken beeinflusst.43

Der Sprachwissenschaftler Edward Sapir und sein Schüler Benjamin Lee Whorf stellten die so genannte Sapir-Whorf -Hypothese auf, in der sie meinen, dass die Sprache unser Denken beeinflusst. Mit dem Begriff linguistischer Determinismus meinen sie, dass unsere Denkinhalte, unsere Einstellung sowie unsere Weltanschauungen unsere Sprache beein- flusst. Daraus ergibt sich, dass wir nicht ohne Sprache nicht denken können.44

Der französische Ethnologe und Anthropologe Levi Strauss meint, dass unser Denken unsere Sprache beeinflusst. Außerdem könnten keine neuen Wörter entstehen, wenn sich nicht das Denken auf unsere Sprache auswirkt. Neue Wörter entstehen durch neue Ge- danken, die mit alten und neuen Wörtern ausgedrückt werden.45

Der US-amerikanische Kognitionspsychologe Steven Pinker geht davon aus, dass unser Sprache und unser Denken getrennt verlaufen. Außerdem meint er, dass Denken eine eigene Sprache sei, eine Sprache für unser Gehirn.46

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

A bbildung 1: Begriffe zum Wort Sprache

1.4 Lernen

Lernen ist für Kinder etwas ganz Wichtiges. Denn ohne Wissen wird man im Leben nicht sehr weit kommen. Auch lernen kann Spaß machen und Freude bereiten. Lernen kann in einer Gruppe oder auch einzeln geschehen. Jeden Tag lernen kleine Kinder etwas Neues oder sehen was sie noch nie davor erlebt haben wie beispielsweise ein Tier bei einem Zoobesuch.47

Im folgenden Kapitel werde ich näher darlegen, wie Kinder eine Sprache lernen und wie eine Kindersprache ausschaut beziehungsweise, wie sie entsteht. Natürlich werde ich auch die Lernmethoden unseren kleinen Kindern beschrieben, sowie kleine hilfreiche Tipps geben. Anschließend werde ich erklären, wie es sich beim Erlernen von mehreren Fremdsprachen verhält.48

Zu guter Letzt werde ich noch die Vorteile und Nachteile vom Erlernen mehreren Spra- chen erläutern.49

1.4.1 Wie lernen Kinder eine Sprache

Ein Fetus kann grundsätzlich ab der 22. Schwangerschaftswoche Stimmen von außen hören. Die Stimme der Eltern ist füt den Fetus besonders wichtig. Das Baby kann dann die Stimmen seiner Eltern nachher besser zuordnen, wenn sie diese schon in der Schwangerschaft gehört hat. Aber auch die Sprache, die sie sprechen, kann das Baby dann besser feststellen und zuordnen.50

Grundsätzlich kommen Kinder ohne Sprache auf die Welt. Bei der Geburt entsteht die erste Lautäußerung – ein Schrei. Bevor Wörter oder kleine Sätze entstehen, durchlaufen Kinder mehrere Phasen. Diese beiden Phasen werden Lallphase und Imitationsphase genannt. 51

Die erste Phase ist die Lallphase. In dieser probiert das Baby seine Stimmorgane aus um erste Laute zu bilden. Das Kleinkind sowie das eigene Ohr gewöhnen sich an die Laute und an die Lautproduktionen. Besonders wichtig ist es, dass Kleinkinder Vokale, Konso- nanten und Silben ausprobieren, denn dies sind erste Anzeichen für das Erlernen einer Sprache. Dies geschieht meistens vom 4. – 6. Lebensmonat. Kinder versuchen sich nachzuahmen und entwickeln individuelle Vorlieben von „Lallphrasen“. Kinder beginnen immer öfter etwas zu wiederholen, auch erste kleine Wörter entstehen, wie „Mama“ und „Papa“.52

Die Im itationsphase ist eigentlich am Ende der Lallphase. Kinder versuchen sich zu wie- derholen, aber auch Wörter zu bilden. Die Elternrolle spielt in dieser Phase eine große Rolle. Kinder merken sich Wörter, die ihre Eltern sagen und versuchen diese verändert wiederzugeben. Je nachdem welche Wortwahl die Eltern vor den Kindern sprechen, ist es anzunehmen das die Kinder diese übernehmen werden. Deshalb sollten alle Eltern be- sonders im 10. oder 11. Lebensmonat achtgeben, welche Wortwahl sie gegenüber ihren Kindern benützen. Die Worte ergeben für Kinder erst dann einen Sinn, wenn diese im Zusammenhang mit ihren Vorlieben und Wünschen zum Ausdruck kommen.53

1.4.2 Die Kindersprache

Die Kindersprache ist sehr komplex und vielfältig. Kinder beginnen mit einem sogenann- ten „Einwortsatz“ zu sprechen. Danach erfolgen die „Zweiwortäußerungen“ und zu guter Letzt „Drei- und Mehrwortäußerungen“.

Kinder fangen mit 1 - 1 ½ Lebensjahren an, sich mit Hilfe von Einwortsätzen auszudrü- cken. Sie versuchen Wünsche oder Bedürfnisse in einem kurzen Satz darzustellen. Wie beispielsweise „Ich habe Durst“ oder „Darf ich den Ball haben?“. Aber auch die Sprach- melodie kommt erst zum Einsatz, wenn sie diese von den Erwachsenen übernommen haben.54

Kinder verwenden Wörter, die bei den Erwachsenen zu den Gruppen Nomen, Verben, Adverbien oder Demonstrativa dazugehören. Wie beispielsweise „Mama“, „Papa“, „es- sen“, „spielen“, „Auto“, „Fußball“, „Garten“, „auch“, „aber“, „hier“, „unter“, etc. Meistens verwenden die Kinder nur ein Wort für ein bestimmtes Thema. Nach einer Zeit wissen die Eltern schon, welches Wort für welchen Gegenstand/ Sache steht. Später kann aber pas- sieren, dass die Kinder zwei aufeinanderfolgende Einwortsätze verwenden, ohne das Thema zu wechseln.55

Unter Zweiwortäußerungen, verstehen Kinder meistens zwei Wörter, die einen komplexe- ren Inhalt und auch unterschiedliche Bedeutungen haben. Wie beispielsweise „Nanni hungi“, das so viel bedeutet wie „Anna hat Hunger“ oder „Ich habe auch Hunger“.56

Außerdem drücken Kinder in ihrer Zweiwortäußerung aus, wenn jemand nicht vorhanden ist, wie beispielsweise „Mama weg“. Dies funktioniert auch, wenn eine Person anwesend ist, wie „Papa da“. Darüber hinaus können sie auch schon beschreiben, wenn ein Objekt oder eine Person wieder vorhanden ist, wie „Auto wieder da“. Aber auch Handlungen die wiederholt werden, „mehr essen“ (sie wollen noch eine zweite Portion haben).57

In den Drei- und Mehrwortäußerungen lernen Kinder die Sprache richtig zu sprechen. Sie lernen die unterschiedlichsten Verben sowie Zeitformen (Vergangenheit, Zukunft, etc.). Fragen und Verneinungen werden ebenso erlernt. Dies geschieht im 2. und 4. Lebens- jahr.58

1.4.3 Lernmethoden

Wer Erfolg beim Erlernen haben möchte, sollte eher auf spielerische Methoden umstei- gen. Kinder lieben Spiele, daher ist die einfachste Lösung lernen und spielen zusammen- zufügen.59

Beim Erbringen einer Leistung sollte das Kind gelobt werden. Dabei wird es ermutigt wei- terzumachen. Außerdem ist zu beachten, dass das Kind keine Unter- oder Überforderung hat. Am meisten bevorzugen Kinder zeichnen und malen. Daher sollte auch auf die Krea- tivität des Kindes eingegangen werden.60

Es ist zu achten, dass Kinder den Fernseher meiden sollen. Dies ist für viele eine Tragö- die, aber verursacht Sprachentwicklungsstörungen bei den Kindern. Der Fernseher ist kein Babysitter! Ein persönliches Gespräch mit den Kindern ist viel bedeutsamer als ein elektronisches Gerät. Bei mehr als 80% der Einjährigen steht schon eine Störung fest. Diese Kinder verbringen im Durchschnitt mehrere Stunden pro Tag vorm Fernseher.61

Ein wesentlicher Hinweis um die Sprachentwicklung früh zu fordern ist, wenn die Eltern ihren Kindern etwas vorlesen. Dieses bindet nicht nur die beiden näher zusammen, son- dern Kinder lernen aus einer Geschichte sich Bilder im Gedächtnis zu bilden. Dies fordert die Kreativität. Vorlesen aus einem Kinderbuch sollte regelmäßig stattfinden. Am meisten lieben Kinder Märchen. Im 5. Lebensjahr können dann auch Kinder versuchen selber Ihre Bücher vorzulesen.62

Aber auch Hörkassetten und Audio – CDs sind erforderlich zum Lernen einer Sprache bei Kindern. Jedoch zu beachten ist, dass das Erzählen nicht das Lesen ersetzt. Empfeh- lenswerte Autoren sind beispielsweise Erich Kästner und Astrid Lindgren.63

Nicht zu vergessen ist die Höflichkeit der Kinder zu trainieren. Sollten Kraftausdrücke auf- tauchen, dann sollten sich Eltern eine Strategie überlegen, wie sie diese ihren Kindern wieder schnell abgewöhnen können. Außerdem sollten Kinder früh lernen, welche Wörter andere verletzen können und welche der Höflichkeit entsprechen.64

1.4.4 Vorteile von mehreren Sprachen

Ein Vorteil von Mehrsprachigkeit ist, dass die berufliche Chance auf einen Arbeitsplatz mit mehreren Sprachen höher ist, als für eine Person mit nur einer Sprache.

Nicht nur im Berufsleben sondern auch in der Freizeit ist das Können von mehreren Spra- chen von Vorteil. Auch ist dadurch der Freundeskreis größer. Automatisch kennt man viel mehr Menschen und ist kontaktfreudiger. 65

Aber auch das Erlernen einer Zweitsprache im Kindesalter wirkt sich positiv auf das spä- tere Leben aus. Kinder lernen eine Sprache schneller und vor allem leichter als Erwach- sene. Daher ist es zu empfehlen, wenn Eltern wollen, dass ihre Kinder spätere einmal mehrere Sprachen sprechen können, dass sie dies auch schon frühzeitig angehen. Kinder können schon bald mit mehreren Sprachen zu sprechen beginnen und vor allem die Un- terscheidung der einzelnen Sprachen in der Anwendung. Außerdem wirkt es positiv auf den kognitiven Erhalt im höheren Alter aus.66

Das Erlernen einer neuen Sprache ist leichter, wenn Vorkenntnisse von anderen Spra- chen vorhanden sind. Es können dann mehrere Wörter miteinander verknüpfen werden. Aber auch viele Sprachen sind sich sehr ähnlich, weil sie sich in derselben Sprachfamilie befinden und daher leichter zu lernen.67

Wenn eine Sprache in der Kindheit erlernt wurde und schon länger nicht gesprochen wur- de, dann ist sie schneller wieder aufrufbar, als wenn sie im Erwachsenalter erworben wurde. Die Aussprache und die Grundlagen einer Sprache wurden im Gehirn abgespei- chert und können jederzeit aufgerufen werden. Natürlich braucht dies ein bisschen Übung, aber nach einer Weile spricht man wieder ähnlich fließend, wie man es zuvor konnte.68

Ein weiterer Vorteil ist, dass man durch Sprachen die Kultur eines Landes kennlernt. Aber auch Rituale und besondere Festigkeiten werden dadurch erlernt. Es ist immer empfeh- lenswert, wenn einem die Umgangsformen und der gesellschaftliche Ablauf in einem Land geläufig sind. Aber auch offen zu sein gegenüber anderer Nation ist dadurch geübt.69

1.4.5 Nachteile von mehreren Sprachen

Einige ForscherInnen meinen, dass das Lernen von mehreren Sprachen zu einem mögli- chen Defizit in einer oder sogar in mehreren Sprachen führt. Außerdem kann es zu Ver- zögerungen der Entwicklung des Kindes führen. Diese Erkenntnisse jedoch wurden von vielen Forschen widerlegt.70

Ein Nachteil für das Erlernen mehrerer Sprachen ist, dass Kinder dadurch eine schwäche- re Leistung erbringen können. Aber auch im Sprachprozess ist eine Verarbeitungsverzö- gerung bekannt. Kinder mit mehreren Sprachen machen bei Aufgaben mit einer bestimm- ten Zeitangabe oft mehr Fehler als andere. Außerdem haben sie einen eingeschränkten Wortschatz. Aber auch das Denken wird dadurch verlangsamt.71

Bei einer Befragung, ob Mehrsprachigkeit ein Nachteil sei, antworteten viele, dass es grundsätzlich keinen gibt. Manchmal lässt sich aber feststellen, dass viele Menschen auf- grund einer Sprache beleidigt oder diskriminiert werden. Durch Mehrsprachigkeit können aber auch Sprachlücken entstehen.72

Beim Erlernen einer Sprache kann es zu Spracherwerbsstörungen kommen. Im Falle ei- ner Störung kann man Präventivmaßnahmen setzen, um dies zu verhindern. Werden Kin- der ohne einer Beeinträchtigung (körperlich oder mental) aufwachsen, ist die Chance ei- ner Spracherwerbsstörung geringer.73

Ein großer Nachteil vom Erlernen von mehreren Sprachen ist Zeit, Kraft und Mühe in das Erlernen einer neuen Sprache zu investieren. Dies benötigt viel Aufwand, sodass viele Menschen erst gar nicht beginnen eine neue Sprache zu lernen. Aber auch Übungen und ständiges Wiederholen müssen erfolgen um eine Sprache nicht zu vergessen.74

Schwächungen und Schlampigkeitsfehler schleichen sich im Laufe der Zeit ein. Es wer- den Präpositionen und Zeitwörter verwechselt und vieles mehr. Aber auch die Ungenau- igkeit passiern nach einer gewissen Zeit ein. Man denkt, dass man Sachen eigentlich schon kann, jedoch liegt man da oftmals falsch. Aber auch das Lernen von einer falschen Aussprache ist nicht korrekt. Dieses wird im Unterbewusstsein abgespeichert und in der Zukunft auch angewendet, obwohl es einem bewusst ist, dass dies nicht stimmt. Daraus lässt sich folgen, dass man immer das richtige sofort lernen soll. 75

Öfters entstehen auch Sprachmischungen. Dabei mischt man die gesprochene Sprache, die man eigentlich spricht, mit einer anderen Sprache. Manchmal mischt eine ganze Be- völkerungsgruppe mehrere Sprachen, hauptsächlich passiert dies in ländlichen Gegenden mit stark ausgeprägten Dialekten oder im Bereich von Sprachgrenzen. Dort wird einer- seits im Dialekt gesprochen und andererseits versucht man Worte und Phrasen einer Fremdsprache mit der deutschen Hochsprache zu mischen.76

1.5 Aufgabe der Lehrer und Erzieher

In einer Schule finden viele verschiedene SchülerInnen mit unterschiedlichen Hintergrün- den und Herkunft zusammen. Daher ist es die Aufgabe der Schule, den SchülerInnen die unterschiedlichsten Kulturen und Sprachen näherzubringen und darauf einzugehen. Das Ziel ist es, vorurteilsfrei zu arbeiten und gute Ergebnisse und Noten zu erzielen.77

In Österreich gibt es viele MigrantInnen sowie Ausländer. Daher ist es besonders wichtig auch diesen jungen Menschen mit in unser Bildungssystem einzubeziehen. Der Anteil von jungen Leuten mit nichtdeutscher Muttersprache steigt rasant an und daher müsste auch das Bildungssystem erneuert werden.78

Oft wird in Schulen eine zweite Fremdsprache oder auch Freigegenstände mit anderen Fremdsprachen angeboten. Dies ist das Angebot um junge Menschen an Schulen mit Fremdsprachen zu faszinieren.79

Es gibt es auch zweisprachige Schulen in Österreich, wie beispielsweise in Südkärnten oder Burgenland. Hingegen gibt es in Südtirol, das eine eigene Provinz der Republik Ita- lien ist, getrennte Schulen. Es gibt keine allgemeinen Regelungen zu diesem Thema. 80

Meist geschieht eine Zwei-oder Mehrsprachige Erziehung dadurch, weil ein Elternteil nicht die Umgebungssprache sprechen kann und daher mit seinen Kindern in der Mutterspra- che kommuniziert. 81

Dies ist der Fall, wenn Familien in ein anderes Land ziehen. Die Gründe für einen Wech- sel können vielfältig sein, beispielsweise wenn ein Elternteil ein besseres Jobangebot erhält oder auch wegen der Wirtschaftslage eines Landes.82

Manchmal ist aber auch der Grund für eine mehrsprachige Familie, dass beide Elternteile aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlicher Muttersprache kommen und sie in ei- nem ganz anderen Land wohnen. Daher lernen die Kinder oft beiden Muttersprachen der Eltern und natürlich auch die Umgebungssprache des Landes, in dem sie wohnen. Hier- bei würden Kinder drei unabhängige Sprachen lernen, dies ist aber sehr selten der Fall.83

Eltern seien sehr konsequent, wenn es um die Sprachwahl innerhalb der Familie geht. In den meisten Familien wird eine Familiensprache ernannt und nur über diese wird inner- halb der Wohnung kommuniziert. Wenn natürlich jemand auf Besuch kommt, wird die Sprache gewählt, mit welcher man sich mit den Gästen zusammen unterhält. Dies ist sehr typisch für Familien, die mehrere Sprachen sprechen.84

Es kann natürlich auch sein, dass sich der Vater mit einer anderen Sprache mit den Kin- dern unterhält als die Mutter. Dabei ist zu achten, dass man die Kinder nicht verwirrt mit den unterschiedlichen Sprachen und deren Konstruktionen.85

Jeder Erziehungsberechtigte eines Kindes kann entscheiden, welche und vor allem wie viele Sprachen sein Kind lernt. Dabei sollte vor allem auch auf das Kind eingegangen werden. Interessiert sich das Kind für Sprachen und dessen Kulturen, wäre es zum Vor- teil, wenn man sein Kind eine weitere Sprache lernen lässt. Ist es jedoch desinteressiert und spricht ungern, dann sollte man auf das Erlernen einer weiteren Sprache verzichten.86

Es ist wichtig auf das Kind zu schauen, ob es auch wirkliche eine weitere Sprache spre- chen will. Denn ohne Übung und Interesse kann keine Sprache erlernt werden.87

1.6 Zusammenfassung

Eines der Ergebnisse der Arbeit ist, dass Mehrsprachigkeit keinesfalls schädlich für Kin- der ist. Es ist sogar sehr gut, wenn Kinder mit mehreren Sprachen erzogen werden. Sie lernen dabei auch gleich die unterschiedlichen Kulturen und Menschen kennen. Dies soll- te sich niemand entgehen lassen. Viele Menschen meinen, dass das Lernen von mehre- ren Sprachen Kinder überfordert. Dieses Argument vertrete ich nicht. Es kommt immer darauf an, wie Kinder eine Sprache lernen und mit welchen Abständen dies geschieht. Kurz zusammengefasst ist das Lernen von mehreren Sprachen im Kindesalter eine wun- derbare Idee, um Kindern Sprachen und fremde Kulturen näherzubringen. Wenn man keine Sprachen im Kindesalter lernt, wann dann?

Eine weitere Erkenntnis, die mir beim Verfassen dieser Arbeit auffiel, ist, dass nicht alle Kinder einwandfrei eine Sprache sprechen können. Es sollte mehrere Angebote und Or- ganisationen geben, die diese Kinder beim Erlernen einer Sprache unterstützen. Vor al- lem Kinder, die aus einem fremden Land kommen und nicht diese Sprache sprechen, brauchen mehr Unterstützung.

Wenn man sich gar nicht mit diesem Thema beschäftigt, ist einem auch nicht bewusst, wie wichtig Menschen mit mehreren Sprachen im Berufsalltag beziehungsweise auch im Privatleben sind. Nicht jeder Mensch kann alle Sprachen auf dieser Welt sprechen. Des- halb ist es umso bedeutender, eine gemeinsame Sprache zu finden, mit der man kommu- nizieren kann. Heute ist es meistens die Sprache Englisch, die sie viele Menschen be- herrschen können. Jedoch soll man sich nicht stets darauf verlassen, es gibt auch Men- schen, die diese Sprache nicht sprechen können. Was soll man dann tun? Dann ist es gut jemanden zu haben, der mehrere Sprachen spricht und einem behilflich ist.

Der Arbeitsprozess verlief gut und ich hatte kaum Schwierigkeiten. Da ich im Vorhinein gut darauf vorbereitet wurde und genügend Informationen bekommen habe, wie ich diese Arbeit verfasse, verlief dies problemlos. Literatur fand ich ausreichend für mein Thema. Meistens habe ich Bücher aus der Nationalbibliothek oder auch Diplomarbeiten aus dem Internet verwendet.

Während des Schreibens dieser Arbeit bin ich auf den Umstand aufmerksam geworden, dass während der Flüchtlingskrise im Jahre 2015 viele Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen und mit vielen verschiedenen Sprachen nach Europa gekommen sind. In dieser Zeit musste man sich intensiv mit diesen beschäftigen und gezielte Angebote für sie an- bieten.

2 Entwicklung

2.1 Begriffserklärung

2.1.1 Sprachentwicklung

„ S prachentwicklung (Spracherwerb, sprachliche Ontogenese), Problemkreis inner- halb der Entwicklungspsychologie, insbesondere der Psycholinguistik: meint die allmähliche Ausbildung jener Fertigkeit (Kompetenz) in der Sprachperzeption (- wahrnehmung) und Sprachproduktion, die die sprachliche Kommunikation auf dem Fertigkeitsniveau einer erwachsenen Gemeinschaft ermöglicht. Das zu diesem Sprachverhalten vorauszusetzende, im Gedächtnis verankerte Kenntnissystem wird zum wesentlichen Teil in einer grammatisch charakterisierten Sprachstruktur (orien- tiert im folgenden vor allem an der Sprachproduktion) dargestellt.“ 88

Mittels der Sprache ist der Mensch in der Lage Botschaften, Informationen, Gedanken, Bedeutungen, Absichten und Forderungen mitzuteilen. Der Mensch kann komplexe Sätze hören oder lesen und kann diese nach deren Sinnhaftigkeit interpretieren und beurteilen, ob diese grammatikalisch richtig sind oder nicht. Das menschliche Verhalten steht in je- dem seiner Bereiche unter Einfluss der Sprache. Das Wissen der Menschheit wurde größ- tenteils mittels Worte und Symbole übermittelt. Das Erlangen der Sprache ist eines der aufregendsten Aspekte der Kinderentwicklung. Gewöhnlich können alle normalen Kinder aller Kulturen mit vier Jahren eine Sprache logisch gebrauchen. Aufgrund dessen die Sprache eine wesentliche Eigenschaft des menschlichen Verhaltens ist und sie für soziale Wechselbeziehungen und kognitive Funktionsweisen bedeutend ist, haben sich Psycho- logInnen mit dem Thema der Sprachentwicklung auseinandergesetzt und Theorien entwi- ckelt, wie Kinder die Fähigkeit ausbilden Sätze zu bilden um somit ihre Gedanken und Bedeutungen zu äußern. Nach dem lernpsychologischen Ansatz von Skinner reden Kin- der nicht nur nach, was sie hören, sie eignen sich die Sprache mittels Assoziationen zwi- schen Stimulus (Reiz) und Reaktion sowie durch Belohnung oder Verstärkung an. Es wird allerdings Kritik an Skinners Theorie ausgeübt, denn FachlinguistInnen und Psycholingu- istInnen, die sich mit dem Ursprung und der Entwicklung der Sprache beschäftigen, sehen Skinners Stimulus-Reaktion-Lerntheorie sowie die Erklärung des Problems des Erwerbs der Sprache als unzureichend an. Theoretiker, darunter Albert Bandura, gehen von einem Konzept des sozialen Lernens ohne Verstärkung aus. Diese Theoretiker sind der Ansicht, dass vieles von dem, was ein Kind lernt, aus der Beobachtung und der Nachahmung des Verhaltens eines Vorbildes resultiert, ohne mehrfache Bekräftigung. Forschungen dieser WissenschaftlerInnen haben ergeben, dass das Vorbild die Entwicklung der Reaktions- muster bei Kindern maßgeblich beeinflusst. Die Theoretiker des sozialen Lernens sind der Ansicht, dass ein gewisses Maß an Vorbildeinfluss unabdingbar für das Erwerben der Sprache ist.89,90

[...]


1 Vgl. Pfreundschuh. (zugegriffen am 19.12.2017, 15:15 Uhr).

2 Vgl. Pfreudschuh. (zugegriffen am 19.12.2017, 15:30 Uhr).

3 Vgl. Pfreundschuh. (zugegriffen am 19.12.2017, 15:36 Uhr).

4 Vgl. Lehmann. (zugegriffen am 03.11.2017, 14:00 Uhr).

5 Vgl. Lehmann. (zugegriffen am 03.11.2017, 13:15 Uhr).

6 Vgl. Lehmann. (zugegriffen am 03.11.2017, 13:30 Uhr).

7 Vgl. Lehmann. (zugegriffen am 03.11.2017, 14:15 Uhr).

8 Vgl. Lahmer & Berger Seite 19.

9 Vgl. Lahmer & Berger Seite 25.

10 Vgl. Hahn & Ude. (zugegriffen am 03.11.2017, 15:00 Uhr).

11 Vgl. Hahn & Ude.

12 Vgl. Hahn & Ude.

13 Vgl. Dr. Leist-Villis. (zugegriffen am 03.11.2017, 14:30 Uhr).

14 Vgl. Hahn& Ude.

15 Vgl. Miltz. (zugegriffen am 29.10.2017, 13:45 Uhr).

16 Vgl. Miltz. Seite 6. (zugegriffen am 29.10.2017, 13:50 Uhr).

17 Vgl. Mayer. (zugegriffen am 29.10.2017, 14:00 Uhr).

18 Vgl. Dittmann. Seite 7.

19 Vgl. Dittmann. Seite 7.

20 Vgl. Dittmann. Seite 9.

21 Vgl. Dittmann. Seite 9.

22 Vgl. Dittmann. Seite 9.

23 Vgl. Dittmann. Seite 10.

24 Vgl. Dittmann. Seite 10/ 11.

25 Vgl. Dittmann. Seite 12.

26 Vgl. Dittmann. Seite 13.

27 Vgl. Dittmann. Seite 13.

28 Vgl. Dittmann. Seite 14.

29 Vgl. Dittmann. Seite 14.

30 Vgl. Rettenwender. Seite 53.

31 Vgl. Rettenwender. Seite 54.

32 Vgl. Rettenwender. Seite 55.

33 Vgl. Weber. Seite 4.

34 Vgl. Rettenwender. Seite 53.

35 Vgl. Weber. Seite 8.

36 Vgl. Weber. Seite 8-9.

37 Vgl. Weber. Seite 9.

38 Vgl. Weber. Seite 10.

39 Vgl. Rettenwender. Seite 85.

40 Vgl. Rettewender. Seite 83.

41 Vgl. Rettenwender. Seite 83.

42 Vgl. Rettenwender. Seite 85.

43 Vgl. Rettenwender. Seite 83.

44 Vgl. Rettenwender. Seite 84.

45 Vgl. Rettenwender. Seite 84.

46 Vgl. Rettenwender. Seite 84.

47 Vgl. Marschnig. Seite 10.

48 Vgl. Marschnig. Seite 10.

49 Vgl. Marschnig. Seite 10.

50 Vgl. Marschnig. Seite 23.

51 Vgl. Marschnig. Seite 23.

52 Vgl. Marschnig. Seite 23 – 24.

53 Vgl. Marschnig. Seite 24.

54 Vgl. Marschnig. Seite 26.

55 Vgl. Marschnig. Seite 26-27.

56 Vgl. Marschnig. Seite 27.

57 Vgl. Marschnig. Seite 27.

58 Vgl. Marschnig. Seite 29.

59 Vgl. Marschnig. Seite 41.

60 Vgl. Marschnig. Seite 44.

61 Vgl. Butzkamm. Seite 333.

62 Vgl. Butzkamm. Seite 337/338.

63 Vgl. Butzkamm. Seite 351.

64 Vgl. Butzkamm. Seite 369.

65 Vgl. Russmair. (zugegriffen am 20.10.2017, 14:50 Uhr).

66 Vgl. Russmair. Seite 70 (zugegriffen am 20.10.2017, 14:55 Uhr).

67 Vgl. Majzlan. (zugegriffen am 29.10.2017, 16:00 Uhr).

68 Vgl. Blocher. Seite 7.

69 Vgl. Majzlan. Seite 80. (zugegriffen am 30.10.2017, 12:00 Uhr).

70 Vgl. Russmair. Seite 67. (zugegriffen am 20.10.2017, 14:30 Uhr).

71 Vgl. Russmair. Seite 72 (zugegriffen am 20.10.2017, 14:55 Uhr).

72 Vgl. Majzlan. Seite 79. (zugegriffen am 20.10.2017, 16:00 Uhr).

73 Vgl. Marschnig. Seite 40.

74 Vgl. Blocker. Seite 9.

75 Vgl. Blocker. Seite 9.

76 Vgl. Blocker. Seite 11.

77 Vgl. Heiny. Seite 36.

78 Vgl. Heiny. Seite 38.

79 Vgl. Heiny. Seite 39.

80 Vgl. Heiny. Seite 41.

81 Vgl. Hofer. Seite 102.

82 Vgl. Hofer. Seite 102.

83 Vgl. Hofer. Seite 103.

84 Vgl. Hofer. Seite 103.

85 Vgl. Hofer. Seite 103.

86 Vgl. Hofer. Seite 105.

87 Vgl. Hofer. Seite 107.

88 Arnold Wilhelm, Eysenck Hans Jürgen, Meili Richard, Lexikon der Psychologie Dritter Band Psychodrama – ZZ. (1987). Seite 2165, 2166

89 vgl. Mussen Paul Henry, Conger John Janeway, Kagan Jerome, Lehrbuch der Kinderpsychologie. (Stuttgart, 1981). Klett-Cotta Verlag I 3-12-924980 Seite 242, 245-247

90 vgl. Rettenwender Elisabeth, Psychologie. (Linz, 2013). Veritas Verlag I 978-3-7058-8198-3 Seite 86

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Titel: Mehrsprachigkeit. Welche Auswirkungen hat sie auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen?