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Umgang mit kultureller Vielfalt

Wie können Erzieher(innen) in der Lernhilfe anhand interkultureller Interaktionsübungen, Kindern und Jugendlichen, den Umgang mit kultureller Vielfalt näherbringen?

Examensarbeit 2020 29 Seiten

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen zur Fragestellung
2.1. Zum Begriff der „Kultur“
2.2. Interkulturelle Kompetenz
2.3. Kulturelle Vielfalt

3. Strukturmerkmale von Kultur
3.1. Sprache
3.2. Vorurteile & Stereotype
3.3. Ethnozentrismus
3.4. Soziale Werte & Normen

4. Interkulturelle Interaktionsübungen
4.1. Auswahl der Übungen
4.2. Durchführungsbedingungen

5. Angeleitete und durchgeführte Interkulturelle Interaktionsübungen
5.1. Übung: "Reden in einer Fremdsprache"
5.2. Übung „Einen Schritt nach Vorn“
5.3. Übung „Kultur Rallye“

6. Resümee

Literaturverzeichnis

Kurzfassung

Diese Arbeit soll zeigen wie Erzieher und Erzieherinnen in der Lernhilfe mit Hilfe von Interkulturellen Interaktionsübungen, Kindern und Jugendlichen, spielerisch den Umgang mit Kultureller Vielfalt näherbringen können. Es werden theoretische Aspekte von Interkulturalität und Interaktionsübungen behandelt. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die theoretischen Erkenntnisse in praktischen Durchführungen überprüft und bestätigt wurden.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Das Leben in unserer Gesellschaft erfordert ein hohes Maß an Sensibilität für Vielfalt. Dazu gehören Toleranz, gegenseitiges Verständnis und eine Kultur der Anerkennung. Der Autor ist der Meinung, dass der gute Umgang mit interkulturellen Situationen und Konflikten eine Kompetenz ist, die sich junge Menschen aneignen sollten. Im Umgang mit Fremdheit das Eigene zu erkennen und dem Fremden wertschätzend zu begegnen, kann unsere Jugend und dadurch auch die Gesellschaft stärken. Der Autor möchte Schüler und Schülerinnen durch ein interkulturelles Training zur Selbstreflexion einladen. Es soll dabei das Ziel verfolgt werden, die Bedeutung der eigenen Kultur für alltägliche Wahrnehmungs­, Zuschreibungs­ und Bewertungsprozesse anschaulich zu machen, sowie Schüler und Schülerinnen auf den Umgang mit kulturellen Unterschieden vorzubereiten.

Das Ziel der Abschlussarbeit ist es aufzuzeigen wie eine Lerneinheit für Schüler und Schülerinnen, die in der Praxis von Erzieher und Erzieherinnen für die Lernhilfe gestaltet und umgesetzt werden kann. Die Fragestellung wird durch Literaturanalyse, die praktische Umsetzung und durch das Feedback der Teilnehmer und Teilnehmerinnen beantwortet.

Fragestellung:

Kann ein „Interkulturelle Kompetenz“ Training, Schülern und Schülerinnen, den Umgang mit kultureller Vielfalt erleichtern? Welche Aspekte sollten in einem “Interkulturelle Kompetenz“ Training berücksichtigt werden?

Im zweiten Kapitel sollen Begriffsklärungen, wie Kultur, Interkulturelle Kompetenz, Kulturelle Vielfalt, Ambiguitätstoleranz zum Verständnis dieser Arbeit beitragen.

Nach den Definitionen und Erklärungen möchte der Autor im dritten Kapitel verschiedenste Aspekte und Strukturmerkmale von Kultur aufzeigen. Sprache, Stereotype, Vorurteile und Ethnozentrismus, sind diejenigen, die in dieser Arbeit berücksichtigt werden.

Im vierten Kapitel werden Interkulturelle Interaktionsübungen vorgestellt, welche die jeweiligen Aspekte spielerisch und in dem sicheren Rahmen eines „Interkulturelle Kompetenz“ Trainings veranschaulichen, sowie die kulturelle Vielfalt spürbar machen können.

Im fünften Kapitel wird die praktische Durchführung eines „Interkulturelle Kompetenz“ Trainings mit drei verschiedenen Übungen und verschiedenen Gruppen verschriftlicht.

Ausgewählte Übungen die ausgeführt und reflektiert wurden, tragen dann im sechsten Kapitel zur Beantwortung der Fragestellung und zum Resümee bei.

2. Begriffsdefinitionen zur Fragestellung

In diesem Abschnitt hat der Autor sich mit verschiedenen, die für die Fragestellung relevanten, Begrifflichkeiten auseinandergesetzt.

2.1. Zum Begriff der „Kultur“

Kultur umfasst neben gesellschaftlichen auch sehr individuelle Aspekte, was auch in der folgenden Definition deutlich wird:

„Kultur umfasst all die Handlungen und Produkte die sich Menschen zur Bewältigung, zur Erleichterung und zur Gestaltung ihres (Alltags-)Lebens schaffen. Dazu gehören der große Bereich der Kunst und der Literatur ebenso wie Kleidung, Essen, Trinken oder technische Errungenschaften. Darüber hinaus umfasst der Kulturbegriff auch die vielfältigen Lebensweisen, die Grundrechte der Menschen sowie ihre Wertesysteme, ihrer Traditionen und ihre Überzeugungen. Kulturkreise umfassen Menschen, deren Kultur sich in gewisser Weise gleicht.“ (Böcher 2013, S.511)

Will man Kulturen miteinander vergleichen, so muss man wissen, was man miteinander vergleicht. Laut Maletzke (1996) hat Kultur unterschiedliche Strukturmerkmale. Die Strukturmerkmale sieht er als die Kategorien, in denen sich Kulturen voneinander abheben und die in ihrer strukturierten Gesamtheit das spezifische Profil einer Kultur bilden. Wahrnehmung, Zeiterleben, Raumerleben, Denken, Sprache, nicht-verbale Kommunikation, Wertorientierungen, Verhaltensmuster und soziale Beziehungen sind einige Merkmale, die eine Kultur ausmacht. (vgl. Maletzke 1996, S.42, zit. nach Erll 2017, S.38)

In den Kulturen, sowohl in den Eigenen als auch in den Fremden, herrschen soziale Normen, die erwünschtes oder nicht erwünschtes Verhalten festlegen.

Das eigene Kulturelle Wissen besteht aus lauter Selbstverständlichkeiten, es ist dabei stark emotional besetzt. Nur Ausnahmen und Abweichungen registrieren wir, aber für das umfangreiche, selbstverständliche Wissen bleiben wir blind. Diese Selbstverständlichkeit und Normalität der eigenen Kultur macht es schwer Besonderheiten greifbar zu machen. Die eigene Kultur ist demnach ein unsichtbares Orientierungssystem. Wenn einem dieses bewusst ist, kann man lernen seinen Ethnozentrismus zu minimieren und den Weg zur Interkulturellen Kompetenz zu ebnen. (vgl. Roth 2011, S.11f)

2.2. Interkulturelle Kompetenz

„Interkulturelle Kompetenz ist eine Fähigkeit, kulturelle Bedingungen und Einflussfaktoren im Wahrnehmen, Urteilen, Empfinden und Handeln bei sich selbst und bei anderen Personen zu erfassen, zu respektieren und produktiv zu nutzen im Sinne einer wechselseitigen Anpassung und Entwicklung von Handlungswirksamen Orientierungsmuster.“ (Akcamete 2006, S.53) Sie ist auch die Fähigkeit und Bereitschaft, mit Menschen aus anderen Kulturen erfolgreich und für alle Seiten zufriedenstellend umgehen zu können. (vgl. Böcher 2013, S.512)

Dabei ist das Erkennen von kulturbedingten Verhalten zweier Menschen, die miteinander interagieren, keine leichte Aufgabe. Das Erkennen von kultureller Differenz und die realistische Einschätzung ihrer Wirkungen macht den Kernteil jener Fertigkeiten aus, die man als „Interkulturelle Kompetenz“ bezeichnet. (vgl. Roth 2011, S.64) Es ist auch das offene Zugehen auf Menschen mit anderen Identitätsentwürfen und Gruppen mit anderer kultureller Orientierung, für die fremde Kulturelemente bedeutsam sind. Die Anerkennung also anderer Orientierungssysteme und Identitätskonstrukte. Das impliziert die Überwindung von Vorurteilen bzw. ein Misstrauen gegenüber den eigenen Wahrnehmungs- und Bewertungsschemata. (vgl. Auernheimer 1998, S.23)

Es gibt einige besondere Kompetenzen die wichtig sind um interkulturell kompetent handeln zu können.

Diese sind:

- Kommunikative Kompetenz: Dies umfasst vor allem die Fähigkeit, eine wertschätzende und aufmerksame zwischenmenschliche Beziehung herzustellen und gestalten zu können.
- Empathiefähigkeit: Ohne die Fähigkeit, sich in Menschen anderer kultureller Herkunft hineinversetzen zu können, ist es undenkbar interkulturelle Situationen zu meistern. Es bedarf der Bereitschaft sich in Empfindungen, Gedanken, Emotionen und Motive hineinzuversetzen um Einfühlungsvermögen und gegenseitiges Verstehen zu ermöglichen.
- Konfliktfähigkeit: Bei der Arbeit mit interkulturellen Situationen können Konflikte entstehen. Solche Konflikte dürfen nicht in falsch verstandener Toleranz vertuscht werden, da sie oft unbemerkt eskalieren können. Die Konfliktfähigkeit ist also eine wesentliche Kompetenz um zu einer Konfliktlösung beizutragen.
- Selbstreflexion: Ein kreativer und produktiver Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen erfordern ein hohes Maß an Selbstbewusstsein, d.h. an Wissen über sich selbst, über die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, über eigene Werthaltungen, Einstellungen und Vorurteile.
- Sachkompetenz: Wenn man Situationen richtig einschätzen möchte, sind Sachkenntnisse erforderlich. Dies umfasst die fremde und die eigene Kultur, die Lebenssituationen in unterschiedlichen Herkunftsländern, das Sprachwissen und die methodischen und didaktischen Möglichkeiten diese Sachkenntnisse zu nutzen. (vgl. Böcher 2013, S.508f)
- Ambiguitätstoleranz: Ist die Fähigkeit und die Bereitschaft, sich schnell und mit geringem Unbehagen auf mehrdeutige, ambivalente oder gar widersprüchliche Situationen einzustellen. Ambiguitätstoleranz trägt dazu bei, interkulturelle Irritationen und Dissonanzen in produktiver, d.h. verständnisvorbereitender Weise auszuhalten. (vgl. Leenen 1998, S.353)

2.3. Kulturelle Vielfalt

"Kulturelle Vielfalt bezieht sich auf die mannigfaltige Weise, in der die Kulturen von Gruppen und Gesellschaften zum Ausdruck kommen. Diese Ausdrucksformen werden innerhalb von Gruppen und Gesellschaften sowie zwischen ihnen weitergegeben. Die kulturelle Vielfalt zeigt sich nicht nur in der unterschiedlichen Weise, in der das Kulturerbe der Menschheit durch eine Vielzahl kultureller Ausdrucksformen zum Ausdruck gebracht, bereichert und weitergegeben wird, sondern auch in den vielfältigen Arten des künstlerischen Schaffens, der Herstellung, der Verbreitung, des Vertriebs und des Genusses von kulturellen Ausdrucksformen, unabhängig davon, welche Mittel und Technologien verwendet werden.“ (Unesco 2005, Artikel 4.1)

Zudem kann man sagen, dass es sich heute niemand mehr leisten kann, die kulturelle Vielfalt zu ignorieren, darauf zu verzichten und bestimmte Bevölkerungsgruppen auszugrenzen oder zu diskriminieren. Unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht, Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Beeinträchtigung, Alter, sexueller Orientierung und Identität, ist ein respektvoller Umgang miteinander wegweisend. Wertschätzung und Anerkennung von kultureller Vielfalt sind wesentliche Voraussetzungen, um den Bedürfnissen aller Menschen gerecht zu werden. (vgl. Konrad 2016, S.13)

Die Wertschätzung von Vielfalt, also den unterschiedlichen Möglichkeiten, wie der Alltag gelebt wird, wie gesprochen wird, wie die Welt verstanden wird, gibt den Einzelnen und den sozialen Gruppen, das bekannte Denk- und Wahrnehmungsmuster zu erweitern, die eigenen Vielfalt zu entdecken und die eigenen Möglichkeiten zu vermehren“ (Kolb-Mzalouet 2009 S.29)

3. Strukturmerkmale von Kultur

Welche Aspekte Kultur ausmachen, sind je nach wissenschaftlichen Fachbereichen sehr unterschiedlich und umfangreich. Der Autor möchte sich nur einem Teil der Aspekte widmen, welche er für wichtig erachtet. Es werden diejenigen behandelt, welche „Interkulturelle Kompetenz“ Trainings brauchen, um Schüler und Schülerinnen dafür zu sensibilisieren, wie viele Aspekte kulturelle Vielfalt inne hat, ohne sie zu überfordern.

3.1. Sprache

Sprache kann man als umfassende, flexible, komplexe Systeme akustischer Laute verstehen. Gestik, Mimik und Körperhaltung sind die unterstützenden nicht-verbalen Kommunikationsarten, die der Mensch nutzt um sich bewusst und unterbewusst zusätzlich mittzuteilen. Der Mensch hat die Fähigkeit eine Sprache zu erlernen von Geburt an, jedoch wird erlernt welche Sprache er spricht. Sprache hilft Sinnzusammenhänge sichtbar zu machen und viele Problemlösungen werden auf sprachlichem Wege gelöst. Psychologische und soziologische Studien haben gezeigt, dass

- die Problemlösefähigkeit,
- die Denkfähigkeit,
- die Wahrnehmungsfähigkeit und
- die Lernfähigkeit

umso ausgeprägter sind, je besser sich jemand sprachlich ausdrücken kann. (vgl. Böcher 2013, S.107f)

Für die Identitätsentwicklung ist die Erstsprache fundamental. Mit der Sprache erfährt ein Kind die Zuwendung durch die primäre Bezugsperson und in dieser Sprache lernt es „ich“ zu sagen, seine Bedürfnisse zu äußern, seine Gefühle auszudrücken und schließlich wird durch sie der familiäre und kulturelle Hintergrund vermittelt. Die Sprache wird zum Teil der Identität. In dieser Erstsprache werden Umgangsformen, Verhaltensregeln, Sitten, Gebräuche, Werte und Normen vermittelt. Dadurch erfährt man ein Stück das Gefühl der Sicherheit und Heimat. (vgl. ebd., S. 550f)

Jede nationale, regionale oder soziale Kultur nutzt eine Sprache, mit der ihre Mitglieder Informationen austauschen. Die verbalen Signale einer Aussage beziehen sich auf die Wortwahl und folgen bestimmten kommunikativen Regeln. In verschiedensten Sprachen können sich diese Regeln gravierend von einander unterscheiden. So kann es vorkommen, dass zwei Personen mit unterschiedlichem Kulturkreis und Sprache beide Englisch als Fremdsprache beherrschen. Dennoch könnte es passieren das Kommunikationsprobleme entstehen, da es üblich ist beim Sprachwechsel die Sprechgewohnheiten ihrer Muttersprache/Erstsprache beizubehalten. (vgl. Roth 2011, S.96)

Auch Signale von nicht-verbaler Kommunikation spielen eine große Rolle. Während Menschen ihre Sprache relativ schnell den Umständen anpassen können, kann die Körpersprache viel schwieriger gesteuert werden. Die nonverbale Kommunikation, wie sie auch genannt wird, ist nicht einfach eine Alternative oder Ergänzung zur Sprache, sondern ein wichtiges Medium für die Vermittlung von Wertehaltungen, Einstellungen, Emotionen und anderen persönlichen Reaktionen. Genau wie die verbale Sprache weist sie kulturspezifische Besonderheiten auf. Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen erkennt man genau so gut an ihren nonverbalen Signalen wie auch an ihren fremden Sprachen. Viele dieser nonverbalen Signale führen auch dazu, dass man Gesten und Mimik bestimmten Gruppen zuschreibt und sich dadurch Stereotype entwickeln. (vgl. ebd., S.98)

3.2. Vorurteile & Stereotype

- Vorurteile

Ein Vorurteil ist das, was ein Mensch weiß, ohne dass er dieses Wissen kontrolliert und verifiziert hat. Häufig wäre ein solche Verifizierung auch gar nicht durchführbar. Vorurteile werden subjektiv als „objektive Erkenntnis“ erlebt. (vgl. Böcher 2013, S.516)

Vorurteile werden abgebaut, wenn

- bei der Begegnung beiden Seiten der gleiche Status zukommt,
- es sich um intensive Kontakte handelt,
- die Begegnung erfreulich, angenehm und befriedigend verläuft,
- beide Seiten ein gemeinsames Ziel zu erreichen suchen oder wenn übergeordnete gemeinsam Überzeugungen und Werteorientierung […], wichtiger erscheinen als individuelle Ziele […].

Vorurteile werden verstärkt, wenn

- die Kontaktsituation durch Konkurrenz zwischen Gruppen bestimmt ist,
- der Kontakt unerwünscht und unerfreulich ist und spannungsgeladen und frustrierend verläuft,
- der Kontakt das Prestige und den Status einer beteiligten Seite mindert,
- wenn die Beteiligten einander widersprechende moralische oder ethische Grundpositionen haben.“ (Maletzke 1996, S.173, zit. nach Böcher 2013, S.516)

Als Vorurteile werden meistens Urteile genannt, die man fällt, ohne sie anhand der Fakten auf ihre Legitimität zu überprüfen. Für viele Autoren ist darüber hinaus die abwertende, diskriminierende Tendenz zusammen mit Emotionen bedeutsam. Vorurteile implizieren negative Gefühle, diskriminierende Handlungen und Überzeugungen oder Handlungstendenzen. Sie sind auch ablehnende oder negative Einstellungen einem Menschen oder einer ethnischen Gruppe gegenüber, die sich aufgrund von Starrheit, selbst bei wiedersprechender Erfahrung, schwer korrigieren lassen. (vgl. Auernheimer 2007, S.84)

Vorurteile sind durch Erfahrungen kaum beeinflussbare positive oder negative Voreingenommenheit gegenüber Personen auf Grund realer oder bloß vorgestellter Merkmale.“ (Elwert 2007, S.285)

Auf lange Sicht führen Vorurteile zu Diskriminierungen. Die Opfer von Vorurteilen passen sich oft an das Vorurteil an. So rechnen Mädchen, denen man sagt, dass Burschen in Mathematik besser sind, tatsächlich schlechter als Mädchen, die von diesem Vorurteil nichts wissen. Manchmal bewirkt also erst das zunächst völlig falsche Vorurteil, dass es später einmal wirklich zutrifft. So zusagen: Eine „selbst erfüllende“ Prophezeiung. (vgl. Horaczek 2015, S.8)

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Details

Seiten
29
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783346106940
ISBN (Buch)
9783346106957
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v513520
Institution / Hochschule
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz – Zentrum für Weiterbildung
Note
2
Schlagworte
Diversität Interkulturell Kultur Umgang mit Vielfalt Training Sozialpädagogik Freizeitpädagogik Integration Migration Schule Sensibilisierung Interaktionsübungen Interkulturelle Kompetenz Stereotype Vorurteile

Autor

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Titel: Umgang mit kultureller Vielfalt