Lade Inhalt...

Stakeholdermanagement beim Projekt Stuttgart 21

Hausarbeit 2018 18 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit

2 Stakeholder Begriff
2.1 Konflikte zwischen Stakeholdern

3 Stakeholdermanagement
3.1 Stakeholderanalyse

4 Projekt Stuttgart
4.1 Chronologie der Ereignisse
4.2 Forschungsfrage

5 Stakeholdermanagement für Stuttgart

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Kategorisierung von Stakeholdern in der Projektentwicklung

Abb. 2: Konflikte mit Stakeholdern

Abb. 3: Inhalte einer Stakeholderanalyse in 9 Stufen

Abb. 4: Relevante Stakeholder des Projekts Stuttgart 21

1 Einleitung

Bauvorhaben und Großprojekte werden in unserer modernen Gesellschaft immer häufiger kritisch hinterfragt und oftmals auch von Protesten begleitet. Beispiele dafür sind die Erweiterung des Frankfurter Flughafens, die Bewerbung für die Winterolympiade in Garmisch-Partenkirchen oder in besonderem Maße das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21.[1] Das Projekt Stuttgart21 ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Europas. Gleichzeitig ist es jedoch bis zum Jahr 2011 zudem die größte Kommunikationsbaustelle Deutschlands gewesen und auch eines der umstrittensten Infrastrukturprojekte. Somit ist es ein Großprojekt welches sich lange Zeit zwischen Protest und Akzeptanz bewegte und darüber hinaus eine immense Medienaufmerksamkeit auf sich zog.[2] Mittlerweile ist es 37 Jahre her, dass der Bund, das Bundesland Baden-Württemberg, sowie die Stadt Stuttgart entschieden haben, das Projekt Stuttgart 21 zu realisieren und somit unter anderem den Kopfbahnhof Stuttgart in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umzubauen. Verschiedene Anspruchsgruppen, insbesondere viele Bürger der Stadt Stuttgart und auch darüber hinaus, sind jedoch auf dem Weg dieses Vorhabens abhandengekommen, wodurch das Bauprojekt in großen Bevölkerungsteilen nicht mehr von einer großen Akzeptanz getragen wurde. Stattdessen entwickelte sich eine intensive Welle von Protesten gegen das Infrastrukturprojekt.[3] Um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken ist ein frühzeitiges und strukturiertes Stakeholdermanagement von großer Bedeutung.

1.1 Zielsetzung der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst den Stakeholder-Begriff zu erklären, sowie darzustellen was Stakeholdermanagement ist und wodurch es sich auszeichnet. Anschließend wird erläutert worum es sich im Einzelnen bei dem Projekt Stuttgart 21 handelt. Durch die gestellte Forschungsfrage: „Welche Strategien, beziehungsweise Maßnahmen, sind nötig, um eine Projektakzeptanz bezüglich Stuttgart 21 herbeizuführen?“ Sollen die Themen Projekt Stuttgart 21 und Stakeholdermanagement zusammengeführt werden und deren Zusammenspiel einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Gab es Fehler im Stakeholdermanagement zu Stuttgart 21 ? Falls ja, welche waren diese? Durch welche Maßnahmen innerhalb des Stakeholdermanagements hätte man Konflikte und somit Probleme innerhalb des Projektverlaufes vermeiden, beziehungsweise frühzeitiger schlichten können?

2 Stakeholder Begriff

Der Begriff “Stakeholder“ wird bis heute noch nicht vollkommen einheitlich verwendet, da immer noch Uneinigkeit darüber herrscht, wie breit der Interessensanteil verschiedenen potenzieller Anspruchsgruppen auszulegen ist. Jedoch hat der Begriff sich sowohl in der Literatur, als auch im Sprachgebrauch, im deutschsprachigen Raum inzwischen durchgesetzt. Der Wortstamm “Stake“ wird dabei mit “Anteil“ übersetzt. In Folge einer zweckmäßigen und praxisorientierten Betrachtung des Stakeholdermanagements wird empfohlen, den Begriff möglichst umfassend auszulegen, da ebenso Beteiligte die zunächst kein Eigeninteresse an einem Projekt haben dieses gefährden können, obwohl sie sich selber zudem nicht als Stakeholder betrachten[4]. Dementsprechend definiert Freeman den Stakeholder Begriff wie folgend:

“Stakeholder sind all jene Gruppen und Individuen, die die Erreichung der Ziele einer Organisation oder eines Projekts beeinflussen können oder von der Organisation bzw. vom Projekt beeinflusst werden.“[5]

Dieser Definition entsprechend, kann eine beinahe unüberschaubare Anzahl an Personen oder Gruppen im Zuge der Projektentwicklung als Stakeholder bezeichnet werden, auch wenn diese sehr heterogen sein können und unterschiedliche Interessen verfolgen, sowie unterschiedliche Bedeutungen für das jeweilige Projekt aufweisen. Um dennoch einen Überblick über die verschiedenen Stakeholder zu behalten, ist eine Kategorisierung dieser unbedingt erforderlich. Für diesen Zweck bestehen unterschiedliche Ansätze zur Kategorisierung der Anspruchsgruppen. Einer der wichtigsten Kategorisierungen ist die Unterteilung in interne, sowie externe Stakeholder, entsprechend der Nähe zum Projekt. Zudem erfolgen weitere Kategorisierungen in direkte und indirekte Stakeholder, bezugnehmend auf die Form der Vertragsbeziehungen, sowie eine Unterteilung in primäre und sekundäre Stakeholder, womit die Bedeutung dieser für das Projekt eingeordnet wird. Um die Kategorisierungen so genau wie nur möglich zu bestimmen, sind verschiedene wichtige Merkmale zu beachten. Kategorisierungen sollten stets nur Momentbetrachtungen sein und müssen im Laufe des Projektprozesses ständig neu angepasst werden. Dies ist erforderlich, weil das Projektumfeld sehr dynamisch sein kann. Das bedeutet, dass sich Eigenschaften oder auch Positionen von Stakeholdern im Verlauf des Projekts verändern können. Beispielsweise können interne zu externen Stakeholdern werden beziehungsweise umgedreht, oder aus sekundären werden primäre Stakeholder.[6]

In der nachfolgenden Grafik, wird die Kategorisierung von Stakeholdern beispielhaft anhand einer fiktiven Projektentwicklung veranschaulicht. Innerhalb dieses Projektes sind beispielsweise die Konkurrenten sowohl indirekte, als auch sekundäre Stakeholder, während die Architekten als direkte, primäre und auch interne Stakeholder angesehen werden. Insgesamt sind alle in der Grafik befindlichen Personen und Gruppen auch Anspruchsgruppe, also Stakeholder, jedoch mit einer unterschiedlich zugeordneten Kategorisiering.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Kategorisierung von Stakeholdern in der Projektentwicklung (Quelle: Krips [2016], S.2)

2.1 Konflikte zwischen Stakeholdern

Die jeweiligen Interessen der Stakeholder können recht widersprüchlich sein und sind oftmals nicht vereinbar. Zum Teil ist besteht auch lediglich die Wahrnehmung, dass diese unvereinbar seien. Letztendlich führen beide Szenarien zu Konflikten während Projektverläufen. Trotzdem ist es für den Umgang mit diesen Konflikten unerlässlich eine Unterscheidung zwischen Konflikten zu externen und internen Stakeholdern zu treffen. Konflikte mit internen Stakeholdern können meist durch das im Vorfeld ausgearbeitete Vertragswerk vermieden werden. Konflikte mit externen Stakeholdern hingegen sind meist unberechenbarer, da sie durch externe Effekte entstehen, beispielsweise der Projektrealisation selber und dessen Prozess.[8]

[...]


[1] Vgl. stuttgarter-zeitung.de [2010], o.S.

[2] Vgl. Brettschneider/Schuster [2013], S.7

[3] Vgl. Dietrich [2016], o.S.

[4] Vgl. Krips [2016], S.1 f.

[5] Freeman [2010], S.32

[6] Vgl. Krips [2016], S.2 f.

[7] Vgl. Krips [2016], S.2

[8] Vgl. Altenburger/Mesicek [2016], S.46 f.

Details

Seiten
18
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783346078674
ISBN (Buch)
9783346078681
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v510680
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Note
1,7
Schlagworte
Projekt Projektmanagement Organisation Organisationsmanagement Stuttgart Stuttgart21 Stakeholder Stakeholdermanagement Stakeholdernalyse

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Stakeholdermanagement beim Projekt Stuttgart 21