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Digital Natives. Auswirkungen digitaler Medien auf das soziale Miteinander der Generation Y

Seminararbeit 2019 36 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Fragestellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Generation Y
2.1.1 Definition
2.1.2 Werte der Generation Y
2.2 Digitale Medien
2.2.1. Definition
2.2.2. Beispiele und Nutzung von digitalen Medien
2.2.3. Digital Natives
2.3 Soziales Umfeld
2.3.1. Definition
2.3.2. Vorstellungen aus Sicht der Generation Y

3. Anwendung der empirischen Forschung
3.1 Forschungsfrage und Design
3.2 Datenerhebung
3.2.1. Stichprobenauswahl
3.2.2. Konstruktion des Leitfadens
3.3. Datenaufbereitung und Auswertung
3.3.1 Datenanalyse des Textmaterials
3.3.2 Transkription und Interviewanalyse
3.3.3. Interviewanalyse Interview 1
3.3.4. Interviewanalyse Interview 2
3.3.5. Interviewanalyse Interview 3
3.3.6 Auswertung der drei Kategorien
3.4. Kritische Reflexion anhand der Gütekriterien

4. Fazit und Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Eigenschaften der Generation Y.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Fragestellung der Arbeit

Ein gesellschaftlich relevantes Thema stellt der Wandel in die Digitale Welt dar und damit auch die Änderungen des Sozialen Umfelds. Der Titel dieser schriftlichen Seminararbeit ,,Digital Natives – Auswirkung von der Nutzung digitaler Medien auf das soziale Miteinander der Generation Y’’, unterstellt geradezu einen Einfluss auf das soziale Umfeld dieser modernen Welt. Wirkt sich die Nutzung der digitalen Medien auf das soziale Umfeld aus? Gibt es hier positive, wie auch negative Einflüsse? Wie sieht die Generation Y dies selbst?

Die betreffende Zielgruppe muss hierzu zunächst definiert und analysiert werden. Des Weiteren sind Fachbegriffe eindeutig zu definieren.

Unter Berücksichtigung der qualitativen Forschungsmerkmale in der empirischen Arbeit, wird in dieser Ausarbeitung versucht, logische Schlussfolgerungen und Antworten zu geben.

Die exakten Instrumentarien werden im Folgenden Unterkapitel 1.2 kurz beschrieben. Gewollt wird die so genannte Generation Y als ,,Digital Natives’’ hervorgehoben, um die heute Abhängigkeit zur Digitalen Welt klar in den Vordergrund zu stellen. Bewusst provozierend ist der Titel gewählt, um auf einen eher negativen Einfluss der digitalen Medien, welches die Annahme des Verfassers dieser schriftlichen Ausarbeitung wiederspiegelt, anzuspielen. Diese Sichtweise muss von Beginn an dargestellt werden, um eine mögliche Beeinflussung auf die ausgewählten Interviewfragen im Rahmen des Leitfadens zu verdeutlichen. Dieser befindet sich zudem im Anhang dieser Seminararbeit. Das Forschungsergebnis könnte durch gewisse Annahmen des Autors beeinflusst werden.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, grundsätzlich zu klären, inwiefern es einen Einfluss der digitalen Medien auf das soziale Umfeld der Generation Y gibt, oder nicht gibt. Zudem soll hierbei das soziale Miteinander in der benannten Generation genauer beleuchtet werden. Auch wird versucht, herauszufinden, welche Rolle die digitalen Medien im Rahmen des Sozialen Miteinanders spielen und ob dies positive, sowie negative Einflüsse zur Folge haben kann.

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Generation Y

2.1.1 Definition

Im Jahre 1993 wurde der Begriff ,,Generation Y’’ erstmals von der US- amerikanischen Zeitschrift ,,Advertising Age’’, welche größtenteils im Bereich Marketing publiziert, definiert. Es werden dabei alle Menschen bezeichnet, die zwischen den 1984 und 1994 geboren wurden.[1] Die Eingrenzungen auf eine exakte Altersspanne ist nicht eindeutig und klar abzugrenzen, da es vielmehr um die Merkmale und Einstellungen geht, welche die Menschen aus der Generation Y charakterisieren.[2] Die Literatur ist hierbei nicht übereinstimmend, daher dient die erste Definition von 1993 als Grundlage dieser Seminararbeit.

2.1.2 Werte der Generation Y

Die Merkmale dieser Generation sind viel präsenter als die der Vorgängergeneration.[3] Begründet wird dies vor allem durch die mediale Unterstützung und Interesse in der heutigen Zeit. Die Eigenschaften der Generation Y sind vielfältig, da auch in dieser Generation Individuen leben, die individuell sind. Trotzdem lassen sich einige Merkmale herausarbeiten, die die Werte der Generation Y verallgemeinert darstellen können. Im Folgenden ist eine Grafik zu sehen, welche die wichtigsten Eigenschaften dieser Generation darstellen und am Häufigsten auf diese zutreffen.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Eigenschaften der Generation Y[5]

Die Charakteristika sind hierbei allesamt gleich zu bewerten. Die Größe der Runden Formen hat nichts mit der Gewichtung der Eigenschaften zu tun. Eine Studie des Herausgebers Signium International, veröffentlicht durch die Zukunftsinstitut GmbH, hat in einer repräsentativen Studie aus dem Jahr 2003 herausgefunden, dass neben den bereits dargestellten Merkmalen in der Abbildung 1, vor allem die Unabhängigkeit und das Ziel, sein Leben selbst bestimmen zu können, besonders wichtig sind.[6] Hierbei sind keine signifikanten, geschlechterspezifischen Unterschiede hervorgekommen. Auch in Hinblick auf die Karriere spielen die familiären Interessen und Harmonie eine größere Rolle, als der berufliche Erfolg.[7] Dieser Wertewandel wird die Arbeitswelt, aber auch der Gesellschaft im Allgemeinen, neue Herausforderungen bieten.[8]

2.2 Digitale Medien

2.2.1. Definition

Die Literatur ist sich darüber einig, dass die ,,Neuen Medien’’ eine Art Einschnitt in die Geschichte der Medien im Allgemeinen hervorrufen.[9] Auch werden die Digitalen Medien als gesellschaftlich und politisch relevant gesehen, aufgrund Ihrer breiten Einsatzmöglichkeiten in Lern- und Bildungsprozessen.[10] Digitale Medien und Neue Medien sind in der Literatur zunehmend als Synonym zu sehen.[11] Allgemein gesprochen sind die Digitalen Medien der Gegensatz zu den analogen Medien. Sie sind eine Bezeichnung für technische Geräte, die Digitalisierung, Berechnungen und Speicherung ermöglichen, sowie die Verarbeitung und Distribution von digitalen Inhalten umsetzen können.[12] In der Literatur sind unterschiedliche Definitionen von Digitalen Medien anzutreffen. Vor allem in der Medienwissenschaft wird weniger die technische Seite beleuchtet, sondern von der Informationsvermittlung gesprochen und deren Instrument der Massenkommunikation.[13] Es wird deutlich, dass es eine objektive Mediendefinition, die auf allgemeingültigen Merkmalen beruht, nicht gibt.

2.2.2. Beispiele und Nutzung von digitalen Medien

Die erste Generation, die von der Nutzung Digitaler Medien Gebrauch machen durfte geht einige Jahre zurück. Der Psychologe B. F. Skinner hat bereits in den 1960er Jahren, das Modell der programmierten Unterweisung entwickelt, welches die Grundlage für die ersten Lernprogramme ,,Computer Based Trainings’’ darstellte.[14] Im Folgenden werden wir uns auf die Neuen Medien beziehen, unter denen diese Seminararbeit computerbasierte Medien versteht. Auch muss zwischen Software und Hardware im Bereich der Digitalen Medien unterschieden werden.[15] Zu Beginn des Artikels wurde bereits auf eine mögliche Lehrmethode von Skinner Bezug genommen.

Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit wird vor allem Bezug auf die Hardware genommen, in Form von Smartphones oder auch Computertechnik. Netzwerke wie Soziale Medien, z. B. Instagram, Facebook oder Snapchat, spielen hierbei aber auch einen wesentlichen hohen Bestandteil von digitalen, neuen Medien. Die Definition, die wir aus der Literatur entnehmen, spiegelt nicht immer dem Verständnis der Interviewpartner wieder, wie im späteren Abschnitt deutlich wird.

2.2.3. Digital Natives

Der Begriff ,,Digital Natives’’ wurde 10 Jahre nach dem Start des Internets, im Jahre 2001, erstmals eingesetzt.[16] Der amerikanische Hochschullehrer und Publizist Marc Prensky plädierte damals auf einen revolutionären Wandel für die Jugendgenerationen und bezeichnete die heranwachsenden Jugendlichen als eine Art ,,Native Speakers’’ des Digitalen Zeitalters.[17]

Wenn man nun die genannten Zeiträume gemäß der Definition zur Generation Y korrekt einordnet, kann man zu dem Schluss kommen, dass die Digital Natives, Bestandteil von der Generation Y sind. Diese spiegeln somit auch die Charakteristika der Generation Y wieder, was uns erlaubt und dazu führt, diese Unterkapitel abzukürzen.

2.3 Soziales Umfeld

2.3.1. Definition

Ein soziales Umfeld wird durch Personen oder Personengruppen definiert, mit der ein Mensch zwischenmenschliche Beziehungen pfleget – und zwar dauerhaft.[18] Dieses Umfeld kann verschiedene Größenordnungen annehmen. Oft verbindet man Familie und Kinder, sowie Verwandte und Bekannte sofort in sein soziales Umfeld.[19]

In dieser wissenschaftlichen Arbeit werden aber auch die Nachbarschaft, Arbeitskollegen und Freunde aus früheren Zeiten, sowie aktuelle Freundschaften, in das soziale Umfeld integriert. Gerade in Zeiten der flexiblen Arbeitsgestaltung und Wichtigkeit der Selbstverwirklichung, werden Arbeitskolleginnen und Kollegen oft nicht mehr mit der Arbeit verbunden, sondern eher mit Bekannten oder Freunden.

2.3.2. Vorstellungen aus Sicht der Generation Y

Die Generation Y wurde bereits im obigen Abschnitt genauer definiert. Die Vorstellungen der Generation Y bezogen auf das soziale Umfeld liegt vor allem darin, dass diese davon geprägt sind, ein sehr breites und großes soziales Umfeld anzustreben.[20] Das Netzwerken spielt hierbei eine größere Rolle, als das persönliche Kennenlernen.[21] Es gibt aber innerhalb der Generation Y auch unterschiedliche Sichtweisen, sodass die Wichtigkeit von Familie, Geborgenheit und Harmonie insgesamt auch eine große Bedeutung hat.[22] Die Wichtigkeit des sozialen Umfelds der Generation Y sieht in dieser schriftlichen Arbeit folglich eine große Bedeutung, auf digitaler Ebene, aber auch in zwischenmenschlichen Beziehungen.

3. Anwendung der empirischen Forschung

Primärforschung wird betrieben, wenn die Informationen aus der Sekundärquelle nicht genügend Informationen bieten, bezogen auf die aktuell zu untersuchende Situation, oder Thematik. Da dies auch in dieser Ausarbeitung der Fall ist, wurde Primärfoschung angewandt. Das stellt sich in Form von Experteninterviews dar. Dies hat den Vorteil, spezifisch auf das zu untersuchende Problem, oder die zu untersuchende Thematik, zugeschnitten zu sein.[23]

In der qualitativen Forschungsmethodik besteht der Anspruch, die subjektive Sicht des Probanden so weit wie möglich zu erfassen. Die individuelle Perspektive eines jeden einzelnen Probanden soll beschrieben, verstanden und am Ende interpretiert werden.

Es ist immer dann sinnvoll, qualitative Erhebungsmethoden einzusetzen, wenn es sich bei der Untersuchung um einen noch nicht weitreichend erforschten Bereich handelt. Ziel ist es, anhand der subjektiven Sicht der für die Interviews gewählten Gesprächspartner ein Abbild der Wirklichkeit zu schaffen. Für die vorliegende Arbeit wurde das Experteninterview als qualitative Erhebungsmethode gewählt.[24]

3.1 Forschungsfrage und Design

Qualitative Forschung versucht, ein umfassendes wie systematisches Verständnis der Probanden, in Ihrem tatsächlichen Umfeld zu erlangen. Dabei wird auf die subjektive Wahrnehmung des Forschers als Bestandteil der Erkenntnis zurückgegriffen.[25] Dazu kommt, dass im qualitativen Forschungsvorhaben keine bereits bestehenden Hypothesen überprüft werden sollen, sondern versucht wird, neue Theorien und Erkenntnisse zu generieren.[26] Dies kann erst nach mehreren durchgeführten Experteninterviews geschehen, aber auch bereits nach dem ersten Interview der Fall sein. Aufgrund dessen ist bei der qualitativen Forschung die Fallzahl bedeutend geringer, die benötigt wird, um neue Erkenntnisse zu erzielen, als bei der quantitativen Forschungsmethode.

Dieses Ziel der Erkenntnisgewinnung soll durch die vorliegende Seminararbeit erreicht werden. Die Analyse der Interviews soll bei der Beantwortung der Forschungsfrage helfen.

Die Forschungsfrage, die dabei untersucht werden soll, lautet: ,,Wie wirkt sich die Nutzung von digitalen Medien auf das soziale Umfeld der Generation Y aus?’’.

Es wird davon ausgegangen, dass keine geschlechtsspezifischen Unterschiede zu erkennen sind, da die Zielgruppe (hier: Generation Y) unabhängig vom Geschlecht, exakt definiert werden konnte.

3.2 Datenerhebung

3.2.1. Stichprobenauswahl

Die Forschungsfrage sollte so umfassend wie möglich beantwortet werden. Aufgrund dessen wurden drei unterschiedliche Experten ausgewählt. Diese stammen aus den Bereichen Software/ IT- Entwicklung, Zulieferindustrie und des Projektmanagements im Automotive Sektor. Diese schriftliche Seminararbeit beschäftigt sich mit dem sozialen Umfeld und die Auswirkungen daraufhin. Daher wurde bei der Auswahl der Interviewpartner darauf geachtet, dass die Altersgruppen sowie die Berufserfahrung einen Unterschied darstellen, um einen möglichst breiten Einblick zu erlangen. Zudem wurden weibliche, als auch eine männliche Person befragt, um einen geschlechtsspezifischen Unterschied nicht bereits im Voraus endgültig auszuschließen. Zudem sollte die Altersbedingte Nutzung der digitalen Medien untersucht werden, um mögliche Unterschiede dahingehend feststellen zu können.

Die Datenerhebung erfolgte mit Hilfe eines leitfadengestützten Interviews. Mit dem Einverständnis der Interviewpartner wurden alle Gespräche aufgezeichnet. Diese wurden im Nachgang transkribiert und anonymisiert. Dies wurde auch den Probanden zugesichert. Die Befragung selbst wurde in einem persönlichen Gespräch vor Ort durchgeführt. Eine ruhige Besprechungstheke sorgte für eine angenehme und legere Atmosphäre für die Befragten und den Forscher.

3.2.2. Konstruktion des Leitfadens

Für die Forschungsfrage und getroffenen Annahmen relevanten Fragen, wurden vorab in einem Interviewleitfaden hinterlegt (siehe Anhang; Anlage 1).

Die Fragen wurden klar ausformuliert und inhaltlich strukturiert. Der Leitfaden diente als Unterstützung während des Gesprächs und soll eine klare Abfolge der Fragen darstellen. Der Interviewleitfaden wurde vor der ersten Befragung mehrfach getestet. Dadurch wurden im Nachgang Fragen entfernt, sowie Neue hinzugefügt, um die Forschungsfrage umfassend und genau zu untersuchen. Der Leitfaden besteht ausschließlich aus offenen Fragen. Das hat den Vorteil, dass die Befragten mehr eigene Information hinzufügen können. Die Ergebnisse werden dadurch individueller und umfangreicher an Information, was bei einer systematischen Multiple- Choice- Befragung beispielsweise nicht möglich ist.

Um die Struktur besser aufzuteilen wurden drei Kategorien gebildet, die bestimmte Bereiche abdecken sollen:

- Digitale Medien
- Soziales Umfeld
- Generation Y

Diese Kategorien beinhalten drei bis fünf Fragestellungen, die nacheinander an die Interviewpartner gestellt werden. Die Fragen nehmen je Bereich in Ihrer Komplexität minimal zu, wurden aber insgesamt sehr einfach gehalten, um den Probanden viel Spielraum zur ausführlichen Beantwortung zu überlassen.

In Summe werden in den drei Kategorien 11 Fragen an die Probanden gestellt.

3.3. Datenaufbereitung und Auswertung

3.3.1 Datenanalyse des Textmaterials

Das Textmaterial wurde anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Den Fokus setzt diese Auswertungsmethode auf den Inhalt des transkribierten Datenmaterials.[27] Diese Texte werden anhand einem Kategoriensystem strukturiert und dadurch schrittweise analysiert, damit die wesentlichen Fakten erhalten bleiben.[28] Aufgrund des Umfangs dieser Seminararbeit wurde auf Unterkategorien bewusst verzichtet. Bevor die Analyse durchgeführt werden kann, muss eine dreistufige Vorbereitung vollzogen werden. Ist festgelegt, was das Ausgangsmaterial beinhaltet, wird die Entstehungssituation des Materials recherchiert. Abschließend werden die formalen Charakteristika festgehalten.[29] Nachfolgend werden die drei Schritte Zusammenfassung, Explikation und Strukturierung kurz erläutert.

Im ersten Schritt, der Zusammenfassung wird das Material auf ein wesentliches gekürzt. Dazu werden die folgenden vier Schritte angewandt: Paraphrasierung, Generalisierung, Erste Reduktion, Zweite Reduktion. Bei der Explikation wird zusätzliches Material zu den Paraphrasen aufgeführt, um die näher zu erläutern: Lexikalisch- grammatische Definition, Bestimmung des Explikationsmaterials, enge Kontextanalyse, explizierende Paraphrase, sowie Überprüfung der Explikation.[30]

Im letzten Schritt – der Strukturierung – werden die Ergebnisse aufbereitet. Abhängig vom Ziel der Analyse gestaltet sich die Strukturierung unterschiedlich. Dazu empfehlen sich folgende Grundregeln: Bestimmung der Ausprägungen, Formulierung von Definitionen, Fundstellenbezeichnung und die Überarbeitung des Kategoriensystems.[31]

3.3.2 Transkription und Interviewanalyse

Insgesamt wurden drei Interviews durchgeführt, gestützt durch einen Interviewleitfaden. Es wurden den Interviewpartnern jeweils Anonymität zugesichert. Dazu kommt, dass die Aufnahme mit den Interviewten abgesprochen ist und das Einverständnis eingeholt wurde. Diese wurden im Nachgang dazu verwendet, um diese zu transkribieren. Die dazugehörigen Transkriptionsregeln werden in Anhang 2 beigefügt. Mit MS Word 2016 wurden die Audioaufzeichnungen, welche mit Hilfe eines modernen Smartphones getätigt wurden, in eine Textfassung wörtlich transkribiert.

Zudem wurde darauf geachtet, dass Dialekt und Satzbaufehler korrigiert wurden. In den Anhängen 3 bis 5 sind die Transkripte zu den jeweiligen Interviews ersichtlich. Diese Textfassungen bilden die Basis für die Darstellung der Ergebnisse und den dazugehörigen Interpretationen. Neben der ausführlichen, schriftlichen Analyse der einzelnen Interviews, wurde auch eine vergleichende Analyse der drei Kategorien mit aufgenommen, um diese zuvor definierten Themenbereiche anschaulich und zusammenfassend gegenüberzustellen.

3.3.3. Interviewanalyse Interview 1

Die erste Interviewpartnerin ist nach Ihrem Studium seit diesem Jahr in die Berufswelt als UX- Designerin im Softwarebereich eingestiegen und arbeitet in einem dynamischen Start-Up- Unternehmen. Unter digitalen Medien versteht sie hauptsächlich das moderne Smartphone, Fernsehen sowie Notebooks. Auch wenn sie alle genannten Medien nutzt, liegt Ihr Fokus auf dem Smartphone. Soziale Medien wie Instagram, Snapchat, oder WhatsApp gehören für sie zum Smartphone dazu und machen einen Großteil Ihrer Nutzungsdauer aus.[32] Neben der Unterhaltung als Funktion des Fernsehens, ist vor allem das Smartphone ein Kommunikationsmedium, das Sie täglich verwendet. Die Kommunikation läuft hauptsächlich darüber ab. Dies spiegelt sich auch in Ihrem sozialen Umfeld wieder. Die Kommunikation wird hauptsächlich durch das Smartphone durchgeführt, auch wenn Uhr die Wichtigkeit von persönlichen Kontakt wichtig erscheint. Unter dem sozialen Umfeld versteht Sie Ihre Familie, Freunde, aber auch Arbeitskollegen. Die Arten der Kommunikation werden auf das analoge, das digitale und das persönliche Kommunizieren beschränkt. Die Qualität des digitalen Kommunizierens wird nicht besonders hoch eingestuft. Sie hebt allerdings die Vorteile in einem dynamischen Arbeitsalltag hervor. Die Qualität der persönlichen Kommunikation wird deutlich höher angesehen. Trotz dieser Argumente, ist der Anteil der digitalen Welt deutlich größer.[33] Die Generation Y bezeichnet Sie durchaus als Digitale Natives. Der Begriff wurde im Rahmen dieser Seminararbeit bereits zu Beginn definiert. Sie sieht vor allem ein geändertes Sozialverhalten in dieser Generation, sowie einen starken Bezug zur Digitalisierung. Auch die persönliche Kommunikation miteinander, reduziert sich stark bei der Generation Y. Sie charakterisiert die genannte Generation vor allem als sehr tolerant und weltoffen gegenüber anderen Kulturen. Durch die hohe Toleranz ist man sehr offen und eher extrovertiert. Die digitalen Medien fördern dies Ihrer Ansicht nach, da man dadurch immer auf dem Neusten Stand ist und mit Information überflutet wird.[34]

[...]


[1] Vgl. Parment (2009), S. 15.

[2] Vgl. Parment (2009), S. 17.

[3] Vgl. Schulenberg (2016), S. 1.

[4] Vgl. Schulenberg (2016), S. 9-10.

[5] Eigene Darstellung

[6] Vgl. Studie Signium International (2013) in: Zukunftsinstitut, S. 17-18.

[7] Vgl. Studie Signium International (2013) in: Zukunftsinstitut, S. 17-18.

[8] Vgl. Schulenberg (2016), S. 14-16.

[9] Vgl. Schanze (2016), S. 395.

[10] Vgl. Schanze (2016), S. 396.

[11] Vgl. Schanze (2016), S. 399.

[12] Vgl. Böhm (2012), S.30.

[13] Vgl. Böhm (2012), S.33.

[14] Vgl. Skinner (1976), S.68.

[15] Vgl. Tulodziecki/ Herzig (2002), S 64 f.

[16] Vgl. Appel (2013), S. 6.

[17] Vgl. Appel (2013), S. 7.

[18] Vgl. https://www.enzyklo.de/Begriff/soziales%20Umfeld, Zugriff am 05.07.2019.

[19] Vgl. https://www.vituro.ch/de/wissen/wohlbefinden/soziales-umfeld, Zugriff am 05.07.2019.

[20] Vgl. Haller (2015), S. 201.

[21] Vgl. Haller (2015), S. 202.

[22] Vgl. Haller (2015), S. 212.

[23] Vgl. Raab/Poost/Eichhorn (2009), S. 26.

[24] Vgl. Brüsemeister (2008), S. 17ff.

[25] Vgl. Flick et al. (2005), S. 23; Miles et al. (1994), S. 6.

[26] Vgl. Brüsemeister (2008), S. 17ff.

[27] Vgl. Heiser (2018), S. 110.

[28] Vgl. Mayring (2016), S. 114ff.

[29] Vgl. Mayring (2016), S. 27ff.

[30] Vgl. Mayring (2016), S. 73ff.

[31] Vgl. Mayring (2016), S. 73-74.

[32] Vgl. Anlage 3, Interview 1.

[33] Vgl. Anlage 3, Interview 1.

[34] Vgl. Anlage 3, Interview 1.

Details

Seiten
36
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346072221
ISBN (Buch)
9783346072238
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v509536
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule – FOM am Standort Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
Generation Y Digital Natives Soziales Miteinander

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Titel: Digital Natives. Auswirkungen digitaler Medien auf das soziale Miteinander der Generation Y