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Vollständiger Inbound-Prozess eines Rohmaterials anhand eines Automobilzulieferers

von Matthias P. (Autor)

Essay 2017 18 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhalt

Management Summary

1. Einleitung

2. Prozessbeschreibung und Prozessanalyse

3. Die Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)
3.1 Grundelemente einer EPK
3.2 Erweiterte Grundelemente einer EPK
3.3 Regeln der ereignisgesteuerten Prozesskette
3.4 Vorteile der ereignisgesteuerten Prozesskette
3.5 Schlussgedanke zur Methodenwahl

4. Wahl des Prozessmodellierungstools
4.1 Grundgedanke zur Wahl
4.2 Modellierungskonzept: ARIS

5. Prozessoptimierung
5.1 Hintergrund zum Prozess
5.2 Prozessoptimierungsmöglichkeiten
5.3 sonstige Prozessoptimierungsmöglichkeiten

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Management Summary

Ein Prozess wurde im Rahmen dieser Studienarbeit als Text beschrieben und anschließend nach der EPK-Methode modelliert und visualisiert. Der textuell beschriebene Text wurde ebenfalls auf Prädikate, Subjekte und Objekte analysiert und als Tabelle zusammengefasst. Als nächstes wurden die Grundelemente, Regeln und Vorteile der EPK-Methode dargestellt und mit einem Schlussgedanken abgeschlossen. Mit einem Grundgedanken wurden anschließen erklärt warum man sich für das Modellierungstool ARIS entschieden hat. Danach wurde das gewählte Modellierungstool ARIS vorgestellt und mit Vorteilen die Wahl des Modellierungstools unterstrichen. Im letzten Kapitel wurde das Thema der Prozessoptimierung bearbeitet. Der Prozess wurde auf Verbesserungs-, Automatisierungs-, Eliminierungs-, Verschmelzungs und Beschleunigungsmöglichkeiten analysiert und optimiert. Die Optimierung stellte fest, dass mit nur 3 Minuten wöchentlicher Einsparung auf langer Sicht (5Jahre) bis zu 10.000,00€ einsparpotenzial vorhanden ist. Mit einem Fazit wurde die Studienarbeit abgeschlossen.

A process was described as a text in this study work and then modeled and visualized according to the EPC method. The textually described text was also analyzed for predicates, subjects and objects and summarized as a table. Next, the basic elements, rules and advantages of the EPC method were presented and concluded with a final idea. With a basic idea it was explained why the modeling tool ARIS has been chosen. Afterwards, the chosen modeling tool ARIS was introduced and the choice of the modeling tool was underlined with advantages. In the last chapter, the topic of process optimization was dealt with. The process was analyzed and optimized for improvement, automation, elimination, merging and acceleration possibilities. The optimization found that with only 3 minutes weekly savings in the long term (5 years) up to € 10,000.00 savings potential exists. The study work was concluded with a conclusion.

1. Einleitung

Die Prozessmodellierung ist in der heutigen Zeit kaum mehr wegzudenken. Der technische Fortschritt hat Arbeitsschritte stark verändert sodass Prozessmodelle notwendig sind um diese verständlich vermitteln zu können. Diese Studienarbeit möchte sich mit dem Prozess „Vollständiger Inbound- Prozess eines Rohmaterials, von der Bestellung bis hin zur Einlagerung, anhand eines Automobilzulieferers“ beschäftigen. Neben einer Textuellen Beschreibung des Prozesses ist die Prozessanalyse des Textes sowie die visuelle Modellierung Teil der Studienarbeit. Die Prozessmodellierung basiert auf der ereignisgesteuerten Prozesskette (EPK) welche im 3. Kapitel näher dargestellt wird. Des Weiteren wird für die visuelle Modellierung ein geeignetes Prozessmodellierungstool gewählt und die Wahl fundiert und nachvollziehbar begründet. Die Diskussion des Prozessmodells mit Fokus auf Optimierungsmöglichkeiten wird den Abschluss dieser Studienarbeit bilden.

2. Prozessbeschreibung und Prozessanalyse

Die folgende Fallstudie betrachtet den vollständigen Inboundprozess eines Automobilzulieferers. Da der Prozess sich im aktuellen Stadium als nicht effizient genug erwiesen hat möchte man mithilfe einer Prozesserstellung, Modellierung und Simulierung mögliche Optimierungsansätze ermitteln. Neben der Prozessbeschreibung wird eine Prozessanalyse ebenfalls durchgeführt. Da es sich um eine aufgabenorientierte Prozessanalyse handelt werden hier die Prädikate analysiert.

Der Kunde sendet neue Abrufzahlen via EDI an die Produktionsplanung. Die Produktionsplanung prüft Abrufzahlen auf Fehler. Die Produktionsplanung informiert Kunden bei Fehler. Bei fehlerfreien Abrufen wird mit diesen Daten von der Produktionsplanung ein Produktionsplan erstellt. Die Werksleitung prüft den Produktionsplan vor der Eintragung. Fehler werden von der Produktionsplanung beseitigt. Der Produktionsplan wird im SAP System von der Produktionsplanung eingetragen. Die Disposition prüft den Produktionsplan auf Fehler. Bei Fehler im Produktionsplan wird die Produktionsplanung von der Disposition zur Behebung aufgefordert. Anschließend erstellt die Disposition die Abrufe für den Lieferanten. Die Disposition sendet die Abrufe per Email and den Lieferanten. Anschließend prüft der Lieferant ob er genügend Bestand zur Deckung der Abrufe besitzt. Bei Lieferengpässen seitens Lieferanten versucht der Einkauf dies mit dem Lieferanten zu klären. Nach Klärung des Lieferengpasses wird der Abruf von der Disposition nochmals per Email and den Lieferanten gesendet. Der Lieferant liefert die abgerufene Ware. Sollte die Ware nicht ankommen kontaktiert der WE- Mitarbeiter den Einkauf. Gelieferte Ware wird vom WE-Mitarbeiter auf Menge und äußere Schäden geprüft. Bei Mengenabweichungen oder äußeren Schäden wir dies vom WE-Mitarbeiter auf dem Frachtbrief vermerkt. WE-Mitarbeiter kontaktiert Einkauf zur Klärung des Problems. Wenn die Ware i.O. ist wird sie vom WE-Mitarbeiter auf die WE-Fläche entladen. Die Qualität prüft die Ware auf Qualitätsabweichungen. Bei Ablehnung durch die Qualität wird die Ware gesperrt. Bei Ablehnung wird der Einkauf durch die Qualität informiert. Bei Freigabe durch die Qualität wird die Ware von der Disposition eingebucht. Die Disposition erstellt Label für das Material. WE-Mitarbeiter etikettiert die eingetroffene Ware. Anschließend wird die Ware vom WE-Mitarbeiter eingelagert.

3. Die Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)

Die ereignisgesteuerte Prozesskette ist eine Modellierungssprache die Geschäftsprozesse (Arbeitsabläufe und Arbeitsschritte) einer Organisation darstellt.1 EPK stellen Arbeitsabläufe in einer semiformellen Modellierungssprache grafisch mit Syntaxregeln (Regelsystem zur Kombination elementarer Zeichen) dar2. Aus der Notwendigkeit heraus zeitlich-logische Abläufe von Funktionen darstellen zu können, wurde Anfang der 1990er die Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) entwickelt.3

3.1 Grundelemente einer EPK

Folgende Grundelemente sind Bestandteil der EPK:

- Ereignisse (Auslöser der Zustandsänderung eines Objektes)
- Aktivitäten (ändern den Zustand eines Objektes)
- Kanten (verknüpfen Ereignisse mit Aktivitäten)
- Konnektoren (verbinden Ereignisse und Aktivitäten zu einem Prozess)4

Ereignisse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Ereignis

Passive Objekttypen die Funktionen auslösen und Ergebnisse ausführender Funktionen sind werden Ereignisse genannt. Ereignisse treten innerhalb („Bewerbung wurde abgelehnt“) und außerhalb („Bewerbung ist erstellt“) eines Das Ereignis Unternehmens auf. Durch die Bearbeitung eines Objektes tritt eine Zustandsveränderung auf. Bei einer Bestellung eines Kunden zum Beispiel, werden Ordnungsmerkmale wie die Kundenummer, Materialnummer etc. hinzugefügt. Ein Objekt, dass eine Zustands Veränderung erfahren hat wird durch ein Ereignis beschrieben. Zur Darstellung von Ereignissen werden Sechsecke verwendet.5

Funktionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Funktion

Die in einem Geschäftsprozess durchgeführten Aufgaben werden Funktionen genannt. Der Umfang einer Funktion darf selbst festgelegt werden. Bei Mitarbeitern werden die operativen Tätigkeiten erfasst und bei Informationssystemen DieFunktion die Transaktionen bzw. betriebswirtschaftlichen Schulungsunterlagen. Funktionen werden mit Hilfe von vier Kategorien beschrieben. Zu den vier Kategorien zählen Ereignisflüsse, Daten- bzw. Objektflüsse, Aufgabenträger und Ressourcen. Funktionen werden in der ereignisgesteuerten Prozesskette (EPK) als abgerundete Rechtecke dargestellt.6

Kanten

Die Elemente Ereignisse, Funktionen und Konnektoren bilden die Grundform einer EPK. Verbunden werden diese Elemente durch Kanten ^ (Linien), dadurch entsteht der sogenannte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Datenflusskante

Kontrollfluss. Man spricht vom Kontrollfluss, wenn Ereignisse Funktionen auslösen und Funktionen Ereignisse erzeugen.7

Konnektoren

Da Funktionen in der Praxis von mehr als einem Ereignis ausgelöst werden und Funktionen mehrere Ereignisse erzeugen können, muss man sich die Frage stellen wie man diese Prozesskette darstellen kann. Zur Darstellung solcher Prozessketten werden folgende logische Konnektoren verwendet. 1 Die Konjunktion („und“ - Verknüpfung); 2 Die Disjunktion („exklusives oder“ - Verknüpfung); 3 Die Adjunktion („inklusives oder“ - Verknüpfung).8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Erweiterte Grundelemente einer EPK

Anmerkung der Reaktion: Diese Abbildung wurde aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.

Abbildung 1: Übersicht der erweiterten Grundelemente einer EPK

[...]


1 Andreas Gadatsch; Grundkurs: Geschäftsprozessmanagement; S. 202

2 J. Staud; Geschäftsprozessanalyse; S. 80

3 Andreas Gadatsch; Grundkurs: Geschäftsprozessmanagement; S. 203

4 Prof. Dr. Dr. Friedrich Rosenkranz; Geschäftsprozesse; S. 43

5 Andreas Gadatsch; Grundkurs: Geschäftsprozessmanagement; S. 204

6 J. Staud; Geschäftsprozessanalyse; S. 60-61

7 Heinrich Seidlmeier; Prozessmodellierung mit ARIS; S.26

8 Andreas Gadatsch; Grundkurs: Geschäftsprozessmanagement; S. 206

Details

Seiten
18
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783346090508
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v508644
Institution / Hochschule
Hochschule Deggendorf
Note
1,0
Schlagworte
vollständiger inbound-prozess rohmaterials automobilzulieferers

Autor

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