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Verbesserung der Ausdauerfähigkeit von Fußballspielern. Trainingsmethoden im Vergleich

Seminararbeit 2019 28 Seiten

Gesundheit - Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Theoretische Rahmung
2.1 Ausdauer
2.2 Wirkungen von Ausdauertraining auf den Körper
2.3 Training und Belastungsgrundsätze
2.4 Methodik des Ausdauertrainings

3. Fragestellung & Hypothesen

4. Methodisches Vorgehen
4.1 Die Stichprobe
4.2 Leistungsdiagnostisches Testverfahren – der 20m-Shuttle-Run Test
4.2.1 Allgemeine Testbeschreibung
4.2.2 Ablauf & Durchführung
4.3 Interventionsplan

5. Forschungsergebnisse

6. Interpretation der Ergebnisse

7. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

Ausdauer ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Sport. Umso interessanter ist es für Trainer, Sportler oder auch (angehende) Sportlehrer herauszufinden ob und wie sich die individuelle Ausdauerleistung von Mannschaftsmitgliedern bzw. Schülerinnen und Schülern steigern und verbessern lässt. Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung nach der Wirksamkeit von Ausdauertraining im Fußball. Inhaltlich widmet sich die Arbeit den Hauptkomplexen Ausdauer und Ausdauertraining, wobei letzteres den Schwerpunkt der Arbeit bildet. Ziel ist es, durch ausgewählte Trainingsmethoden die Ausdauerfähigkeit von Fußballspielern der A-Jugend durch regelmäßige Intervention zu verbessern. Zunächst werden grundlegende theoretische Aspekte des Ausdauersports hergeleitet. Dazu wird der Begriff der Ausdauer und die damit zusammenhängenden physiologischen Aspekte der Energiebereitstellung erläutert. Es werden die Auswirkungen von Ausdauertraining auf den Körper dargestellt und wichtige Trainings- und Belastungsgrundsätze sowie die verschiedenen Trainingsmethoden erläutert. Nach eindeutiger Formulierung der Forschungsfrage und der Hypothesen, folgt die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise für die empirische Datenerhebung des Projekts. Es wird ein spezifischer Interventionsplan skizziert, aufgrund dessen ein leistungssteigernder Effekt erwartet wird. In diesem werden die einzelnen Trainingsinhalte und Belastungsgrundsätze aus der Theorie mit einbezogen. Folglich werden die erfassten Ergebnisse aus den durchgeführten Tests zusammengefasst und in einer anschließenden Interpretation genauer erläutert. Eine allgemeine Zusammenfassung der Arbeit und die persönliche Einschätzung der Teilnehmenden werden zum Schluss im Fazit der Arbeit akzentuiert.

2. Theoretische Rahmung

2.1 Ausdauer

Der Literatur aus Trainingswissenschaften, Sportpädagogik oder Sportmedizin zufolge ist der Begriff der Ausdauer sehr weit gefasst. „Gemeinsam ist den meisten Definitionen der Begriff ‚Widerstand gegen Ermüdung bzw. Ermüdungs-widerstandsfähigkeit‘ “ (Eisenhut & Zintl, 2013, S.30). Oftmals wird die Ausdauer in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer eingeteilt, was jedoch nach Bisanz und Gerisch (2013) für die Trainingspraxis im Fußball wenig nützlich ist. Sie gehen von einer Differenzierung in allgemeine und spezifische Ausdauer aus. Die allgemeine Ausdauer wird auch Grundlagenausdauer genannt und ist die sportartenunabhängige Form der Ausdauer. Im Gegensatz dazu baut die spezifische (oder auch lokale) Ausdauer auf der Grundlagenausdauer auf. Sie kann als sportartenspezifische Form angesehen werden (Dober, 2012). Die beiden genannten Formen der Ausdauer-leistung aktivieren jeweils unterschiedliche Systeme der Energiebereitstellung. So gibt es zum einen den aeroben Prozess, bei dem die Energie unter Verfügung von genügend Sauerstoff gewonnen wird. Dieser Prozess wird auch oxidativer Glykogenabbau genannt und vollzieht sich bei Belastungen von mehr als zwei Minuten. Bei hochintensiven kurzen Belastungen (bis ca. 12 Sekunden) greift die anaerobe-alaktazide Form der Energiebereitstellung. Dies geschieht ohne Sauerstoff durch Abbau der energiereichen Phosphate Adenosintriphosphat (ATP) und Kreatinphosphat (KP). Bei hochintensiven längeren Belastungen wird die Energie ebenfalls ohne Sauerstoff aber über den Abbau von Kohlenhydraten bereitgestellt. Der Prozess wird als anaerob-laktazider Prozess oder Glykolyse bezeichnet (Eisenhut & Zintl, 2013).

2.2 Wirkungen von Ausdauertraining auf den Körper

Ein Ausdauertraining kann verschiedenste Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. So wird zum einen das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflusst. Wie aus jedem anderen Training bekannt, vergrößern sich durch gezielte Trainingsreize die entsprechenden Muskeln. Da das Herz ebenfalls ein Muskel ist, ist eine Vergrößerung dessen durch Ausdauertraining realisierbar. Bei Ausdauersportlern im Hochleistungsbereich ist es so sogar möglich, sich das sogenannte Sportlerherz anzutrainieren. Dieses kann bis zu doppelt so groß werden, wie ein „normales“ Herz. Durch die Vergrößerung des Herzmuskels erhöhen sich das Schlagvolumens sowie das Herzminutenvolumen. Der Ruhepuls kann sich dadurch deutlich senken. So können Spitzensportler durchaus einen Ruhepuls von unter 40 Schlägen pro Minute erreichen (im Gegensatz zu normalerweise 60-80 Schlägen pro Minute). (Prof. Dr. J.-P. Janssen, 2001). Des Weiteren kann Ausdauertraining positive Effekte auf den Stoffwechsel sowie die Sauerstoffaufnahme haben. Auch das Blut lässt sich beeinflussen. So können sich rote Blutkörperchen, Hämoglobin und Blutplasma vermehren und der Blutdruck kann stabilisiert werden. Zudem kann Ausdauertraining eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem erzeugen.

2.3 Training und Belastungsgrundsätze

Durch ein gezieltes Training soll im Allgemeinen eine Leistungssteigerung hervorgerufen werden. Im Fußball bezeichnet das Training „alle zielgerichteten, systematisch aufbauenden physischen und psychischen Aktivitäten zur Entfaltung, Steigerung und Stabilisierung der wettspielspezifischen Leistungsfähigkeit“ (Bisanz & Gerisch, 2013, S.53). Die motorische Leistungsfähigkeit wird nach Bös auf drei Ebenen differenziert. Auf der ersten Ebene werden zunächst energetisch determinierte (konditionelle) sowie informationsorientierte (koordinative) Fähigkeiten differenziert unterschieden. In der zweiten Ebene werden die motorischen Grundeigenschaften Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit entsprechend zugeordnet und gliedern sich zuletzt auf Basis von Dauer und Intensität einer Belastung in neun Fähigkeitskomponenten (s. Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Motorische Fähigkeiten

Quelle: (Bös, 2006, S.87)

Da sich das Hauptmerkt der folgenden Arbeit auf den Bereich der Ausdauer fokussiert, beziehen sich die weiteren Ausführungen auf ausschließlich diesen Bereich. Auf Trainingsprozesse folgen Reaktionen des Organismus in Form von Anpassung. Diese Anpassungen äußern sich durch strukturelle und funktionelle Veränderungen und vergrößern bzw. vertiefen das Leistungspotenzial. Um gezielt Aspekte der Leistungsfähigkeit verbessern zu können, bedarf es einer systematischen Planung der Trainingsprozesse. Für die Verbesserung der Ausdauerfähigkeit, müssen beim Training entsprechende Belastungsfaktoren berücksichtigt werden (Bisanz & Gerisch, 2013, S.56). Einer dieser Faktoren umfasst die Belastungsintensität, die im Bereich des Ausdauertrainings durch die Bewegungsgeschwindigkeit und -frequenz festgelegt werden kann. Deshalb wird „in der Trainingspraxis (…) vielfach von der Herzfrequenz als Maßstab für die Intensität der Trainingsbelastung Gebrauch gemacht“ (Janssen, 2003, S.41). Diese Herzfrequenz (HF) ist jeweils individuell und lässt sich beispielsweise nach der Karvonen-Formel berechnen. Dabei wird die Herzfrequenz- Reserve (das ist die Differenz zwischen der maximalen HF und der HF in Ruhe) als Kriterium herangezogen und zu einem bestimmten Prozentsatz der HF-Reserve mit der Ruhe-HF addiert (Friedrich, 2014, S.94).

Trainingsfrequenz = (max. HF minus Ruhe-HF) x Faktor plus Ruhe-HF

Der Faktor bzw. Prozentsatz, mit dem multipliziert wird, ist abhängig von der Intention. Ist ein intensives Ausdauertraining beabsichtigt, beträgt der Faktor 0,8, bei extensiven Training 0,6 und bei Untrainierten 0,5 (DocCheck Medical Services GmbH, 2017). Mit zunehmendem Alter nimmt die maximale Herzfrequenz ab und auch der aktuelle Trainingszustand hat Auswirkungen. So haben beispielsweise untrainierte Erwachsene eine Ruhe-Herzfrequenz von ca. 72 Schlägen/Min, wohingegen trainierte Ausdauersportler eine Ruhe-Herzfrequenz von 40 Schlägen/Minute oder weniger erreichen können. Da also jedes Individuum seine eigene Herzfrequenz hat, sollte ein Trainer/eine Trainerin seine/ihre Gruppe auf keinen Fall nach derselben Pulsvorgabe trainieren lassen. Genauso ist davon abzuraten, von einer bestimmten Herzfrequenz auf eine bestimmte Leistungsfähigkeit zu schließen.

Die richtig gewählte Intensität ist letztendlich entscheidend für den Trainingserfolg. Ist die Intensität zu niedrig, bleibt er aus. Ist sie zu hoch, kann es zum sogenannten Übertraining kommen, was eine Leistungsstagnation oder sogar den Leistungsabfall zur Folge haben kann (Janssen, 2003, S.166). So haben unterschiedlich gewählte Intensitäten ganz unterschiedliche Effekte, die in der folgenden Abbildung 2 dargestellt sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Auswirkungen unterschiedlicher Trainingsintensitäten

(Bisanz & Gerisch, 2013, S.56)

Die Richtwerte für die Belastungsintensitäten liegen bei einer mittleren Intensität bei 60-80% der max. HF, bei hoher Intensität bei 80- 90% der max. HF und bei maximaler Intensität entsprechend bei 95-100%. Weitere, zu berücksichtigende Trainingsfaktoren sind die Belastungsdauer und -dichte. Im Ausdauertraining wird zur Verbesserung der allgemeinen aeroben Langzeitausdauer in der Literatur ein Richtwert von ca. 30 Minuten genannt, für die Kurz- und Mittelzeitausdauer 20 Sek. bzw. drei Minuten bei unvollständigen Pausen (Bisanz & Gerisch, 2013, S.57).

2.4 Methodik des Ausdauertrainings

Für die Leistungssteigerung im Ausdauerbereich kann man auf drei Trainingsmethoden zurückgreifen (Eisenhut & Zintl, 2013). So gibt es zum einen die sogenannte Dauermethode, bei der die Belastungsintensität bei 60-80% der max. HF liegt. Wie dem Wort „Dauer“ zu entnehmen ist sind hier keine Pausen vorgesehen. Das Training kann im Rahmen von ca. 30 Minuten bis zu zwei Stunden stattfinden, was einen sehr großen Belastungsumfang generiert. Es besteht die Möglichkeit das Training nach der Dauermethode bei konstanter oder wechselnder Intensität durchzuführen. Bei wechselnder Intensität spricht man auch von der Wechselmethode. Zum anderen gibt es die Intervallmethode. Hier liegt die Belastungsintensität bei 80-90% der max. HF und es findet ein systematischer Wechsel von Belastung und Pausen bzw. hoher und niedriger Belastung statt. Für den Fußball bieten sich hier beispielsweise Läufe mit regelmäßigen Tempowechseln an. „Die Belastungen liegen hier um und über der anaeroben Schwelle“ (Bisanz & Gerisch, 2013, S.115). Eine weitere Methode ist die Wiederholungsmethode, bei der Trainingsreize nach vollständigen Pausen erneut wiederholt werden. Die Belastungsintensität ist hier sehr hoch, wohingegen der Belastungsumfang eher gering ist. Aufgrund der hohen Intensität ist im Fußball auf einen dosierten Einsatz dieser Methode während des Trainings zu achten. Je nach Sportart kann man noch eine vierte Methode, und zwar die Wettkampfmethode mit in das Training aufnehmen. Hier kommt es in Spielformen zu wechselnden geringen, mittleren und hohen Belastungen.

3. Fragestellung & Hypothesen

Nach bisheriger theoretischer Skizzierung des Forschungsgegenstandes und der Erörterung der damit zusammenhängenden Aspekte ergibt sich folgende ausformulierte Forschungsfrage:

Inwieweit kann durch regelmäßige Intervention ausgewählter Trainingsmethoden die Ausdauerfähigkeit bei Fußballspielern der A-Jugend verbessert werden?

In Anlehnung an die Forschungsfrage, die bisherigen Überlegungen und die Erkenntnisse der durchgesehenen Literatur wurden folgende Hypothesen formuliert:

- H(0)1: Die Interventionen haben keine Auswirkungen auf die Ausdauerfähigkeit
- H(1)1: Die Ausdauerfähigkeit der Fußballspieler verbessert sich durch die durchgeführten Interventionen
- H(1)2: Die Ausdauerfähigkeit der Fußballspieler verbessert sich unterschiedlich in Abhängigkeit zur Position der einzelnen Spieler

4. Methodisches Vorgehen

4.1 Die Stichprobe

Die Testgruppe besteht aus insgesamt 22 ausschließlich männlichen Spielern der A-Jugend des Duisburger Spielverein 1900 (DSV 1900). Die Spieler befinden sich im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Um eine hohe interne Validität herzustellen, wurde zusätzlich eine Kontrollgruppe in das Projekt mit einbezogen. Die Kontrollgruppe ist ebenfalls eine Mannschaft der A-Jugend und gehört dem Nachbarverein SV Wanheim 1900 e.V. an. Bei beiden Gruppen wurde ein Pre- und Posttest durchgeführt, wobei die Kontrollgruppe – im Gegensatz zur Versuchsgruppe – in der Zeit zwischen Pre- und Posttest keinem spezifischen Ausdauertraining unterzogen wurde. Des Weiteren ist zu erwähnen das das Projekt außerhalb des offiziellen Spielbetriebs satt fand. Beide Mannschaften hatten ihre Meisterschaftsspielehinter sich und ihre Saison beendet. Das Training fand dennoch bis zur Sommerpause statt, umneue Spielerfür die Vereine zu sichten. Somit war das Training der Kontrollgruppe auch nicht spezifisch auf ein Ausdauertraining ausgelegt.

4.2 Leistungsdiagnostisches Testverfahren – der 20m-Shuttle-Run Test

4.2.1 Allgemeine Testbeschreibung

Die quantitative Datenerhebung der vorliegenden Arbeit erfolgte anhand des 20m-Shuttle-Run Test. Es handelt sich dabei um einen „sportmotorischen Test zur Erfassung der allgemeinen aeroben Ausdauer und der Bestimmung der anaeroben Schwelle“ (Bös & Schlenker, 2017, S.7). Der Test ist so konzipiert, dass die Probanden bei einer vorgegebenen Laufgeschwindigkeit zwischen zwei Wende-punkten, die in einem Abstand von 20m entfernt voneinander liegen, hin und her laufen. Gestartet wird auf ein Tonsignal mit einer gemütlichen Laufgeschwindigkeit von 8km/h. Nach jeder Minute nimmt die Laufgeschwindigkeit um 0,5km/h zu, die Tonintervalle werden entsprechend kürzer. Aus Gründen der simplen Handhabung, Planung und Durchführung wurde sich für dieses Testverfahren entschieden. Zudem stellte die Nutzung dieses Testverfahren keinen zusätzlichen finanziellen Aufwand dar und ist ein häufig genutztes Instrument zur Leistungsdiagnostik im Fußball (Tschan, Baron, Smekal & Bachl, 2001, S.7). Beim 20m-Shuttle-Run Test handelt es sich um einen formellen Test mit hohem Standardisierungsgrad, der für Freizeit- und Leistungssportler sowie Schüler aller Altersgruppen ab 8 Jahren geeignet ist und den Hauptgütekriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität entspricht. Zur Bewertung der erhobenen Daten liegen alters- und geschlechtsspezifische Normwerte vor (Beck & Bös, 1995, S.52).

4.2.2 Ablauf & Durchführung

Der Test wurde im gesamten Projektverlauf jeweils zweimal bei der Versuchs- sowie Kontrollgruppe durchgeführt. Vor Projektbeginn wurde in einem Pretest der IST-Zustand beider Gruppen festgestellt. Zu Projektende wurden in einem Posttest erneut die Daten aller Mitglieder beider Gruppen aufgenommen, um die Wirksamkeit der durchgeführten Interventionen überprüfen zu können.

Die Tests fanden auf der Anlage des DSV 1900 statt. Die zu laufende Strecke inklusive der Toleranzzone wurde mit Hütchen eindeutig gekennzeichnet. Vor Beginn des Pretests, erhielten alle Teilnehmer dieselbe Testinstruktion durch den Trainer. Zudem fand ein Probelauf statt, um den Spielern den Ablauf und die Regeln zu verdeutlichen. Das für den Test notwendige Tonsignal stammte aus einer MP3-Datei für den Shuttle-Run-Test (Soccerdrills-Shuttle-Run.mp3 von www.soccerdrills.de). Diese wurde über das Smartphone des Trainers, welches mit einer Musikbox verbunden war, abgespielt. Weiteres Material wurde nicht benötigt.

Auf das Tonsignal hin starten die Spieler den Lauf. Wendepunkte sind jeweils die markierten Linien, die die Spieler bei ertönen des Signals mit dem Fuß berühren müssen. Ist ein Spieler vor dem Tonsignal an der Linie, muss er dort auf das Tonsignal warten, bevor er weiterlaufen darf. Hat ein Spieler bei Ertönen des Signals die Endlinie noch nicht erreicht, muss er bis zu dieser weiterlaufen und darf erst dann die Richtung wechseln. Das Tempo muss entsprechend erhöht werden, um beim nächsten Signal wieder pünktlich zu sein. Die Toleranzzonen dienen der Orientierung und sollen möglichen Diskussionen vermeiden. Befindet sich der Spieler zum dritten Mal bei ertönen des Signals nicht in dieser Toleranzzone, ist der Lauf für ihn beendet. Der Lauf endet ebenfalls, wenn jemand aufgibt. Als Testergebnis gilt für jeden Spieler die Gesamtzahl aller komplett fertig gelaufenen Längen. (Léger, Mercier, Gadoury & Lambert, 1988). Der Ablauf war so organisiert, dass jeweils fünf Spieler den Test absolvierten, während fünf weitere Spieler die Läufer von Rand aus beobachteten. So hatte jeder Läufer einen Beobachter, der die gelaufenen Längen aufnahm und die Einhaltung der Regeln kontrollierte. Im Anschluss wurden die von jedem Spieler gelaufenen Längen durch den Trainer im Shuttle-Run-Test Spielerbogen (s. Anhang) dokumentiert.

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Details

Seiten
28
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346041210
ISBN (Buch)
9783346041227
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v502448
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,3
Schlagworte
verbesserung ausdauerfähigkeit fußballspielern trainingsmethoden vergleich

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Titel: Verbesserung der Ausdauerfähigkeit von Fußballspielern. Trainingsmethoden im Vergleich