Lade Inhalt...

Die Entwicklung des "Zigeuner"-Stereotyps und sein Einzug in die Kinder- und Jugendliteratur nach 1945

von B.Ed. Barbara Lampert (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2016 25 Seiten

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Konstruktion von Stereotype und Vorurteilen

3 Die historische Entwicklung des „Zigeuner“-Stereotyps
3.1. „Zigeuner“-Bild während des Nationalsozialismus und deren Auswirkungen
3.2. „Zigeuner“-Bild nach 1945: Die „vergessenen“ Opfer

4 Literarische Konstruktion des „Zigeuner“-Bildes
4.1. „Zigeuner“-Bilder in der KJL und ihre Relevanz
4.1.1. Literarische Darstellung von „Zigeunern“ in „Jenö war mein Freund“
4.1.2. Literarische Darstellung von „Zigeunern“ in „Nebel im August“

5 Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Der arbeitsscheue Dieb, die geheimnisvolle Wahrsagerin, die verführerische Tänzerin, bunte Planwagen und Musik am Lagerfeuer. All das sind wohlbekannte Typisierungen des „Zigeuners“ in der Literatur, die eine lange Tradition hinter sich haben, aber bis heute kaum hinterfragt werden. Dabei ist die Bezeichnung „Zigeuner“ überaus problematisch. Der Begriff referiert auf das Volk der Sinti und Roma und wird seit Anbeginn ihres Aufkommens in Europa negativ verwendet.1 Die Sinti und Roma haben sich selbst nie als „Zigeuner“ bezeichnet, das Wort gibt es in ihrer Sprache nicht. 2 Aufgrund der diskriminierenden Fremdbezeichnung, wird in dieser Arbeit der Begriff „Zigeuner“ immer in Anführungsstrichen gestellt sein.3

Während die „Zigeuner“-Figuren in der Literatur sowohl mit positiven, als auch mit negativen Klischees ausgestattet werden, so werden die Sinti und Roma von der Mehrheitsgesellschaft durchgängig negativ betrachtet. Besonders während des Nationalsozialismus hat sich die Diskriminierung gegenüber ihnen in ein unermessliches Ausmaß entwickelt. Aufgrund ihrer von der Mehrheitsgesellschaft zugeschriebenen Darstellung, wurden sie wie andere Minderheiten deportiert und in Konzentrationslager gebracht. Dabei prägen nicht nur historiographische Texte das Bild einer Gruppe, literarische Darstellungen tragen ebenfalls maßgebend dazu bei.4 In diesem Zusammenhang kommt der Kinder- und Jugendliteratur (fortan: KJL) eine besondere Relevanz bei der Thematisierung von Minderheiten während und nach dem Nationalsozialismus zu. Denn die erschienen Bücher verstehen sich als authentische Erzählungen, mit der Absicht, die historische Wahrheit zu repräsentieren. 5 Die Wichtigkeit der KJL liegt darin, dass „Kinderbücher, einen effektiven Beitrag zur Entstehung des Geschichtsbildes leisten. In jeder Kultur nimmt die Kinderliteratur bei der Schaffung des Geschichtsbildes und dessen Darstellung eine zentrale Funktion ein.“6

Die vorliegende Arbeit soll die Entwicklung des „Zigeuner“-Bildes auslegen und seinen Einzug in die KJL darstellen und erklären. Weshalb besitzt das Klischee des „Zigeuners“ so eine Standfestigkeit und wie werden sie in der KJL dargestellt? Die Gefahr beruht darauf, dass durch jeweilige Darstellungen, Vorurteile bestätigt oder sogar noch verstärkt werden können. Gleichzeitig besteht dabei jedoch die Hoffnung, dass Klischees durch literarische Darstellungen beeinflussbar seien und somit abgebaut werden können. 7 Dabei werde ich zunächst skizzieren, was das Konstrukt „Stereotyp“ ausmacht und welche Funktion und Wirkung ihm zukommt. Anschließend werde ich das Bild des „Zigeuners“ historisch untersuchen, da die Mechanismen zur Ausgrenzung von den Sinti und Roma für das weitere Verständnis relevant sind und deutlich gemacht werden muss, wie tief das Klischee des „Zigeuners“ in der (europäischen) Gesellschaft verwurzelt ist. Daraufhin erfolgt eine Auslegung über die Rolle der „Zigeuner“ in der Literatur und ihr Einzug in die KJL. Weshalb wurden nach 1945 kaum „Zigeuner“-Figuren in der KJL hervorgebracht? Gelingt es der KJL, Stereotype abzubauen? Anhand einer Analyse von zwei ausgewählten Kinder- und Jugendbücher, die sich beide als autobiographisch ausweisen, „Jenö war mein Freund“ von Wolfdietrich Schnurre aus dem Jahr 1958 und Robert Domes' „Nebel im August“, welches 2008 erschienen ist, sollen die eben gestellten Fragen untersucht werden. Ich werde aufzeigen, dass durch die Darstellung des Protagonisten in „Jenö war mein Freund“ altbekannte Vorurteile aufgegriffen werden und somit zu anhaltender Stigmatisierung beitragen, während es bei „Nebel im August“ gelingt, eine „Zigeuner“-Figur aus der Opferrolle darzustellen und somit deutlich gemacht wird, dass die Schuld am Leid nicht auf Seiten des Opfers liegt, sondern dass die Stigmatisierung der Täter Vorurteile schafft, die die grausamen Taten und unermesslichen Folgen erst möglich machen. Somit regt das Werk an, Vorurteile kritisch zu hinterfragen und stellt gleichzeitig einen bedeutenden und gerechten Beitrag zur KJL, die noch bis heute kaum stereotyp-freie „Zigeuner“-Bilder hervorgebracht hat.

2 Die Konstruktion von Stereotype und Vorurteilen

Stereotype sind, wie BENZ bemerkt, „Bausteine des Vorurteils“, die „geläufige Vorstellungen von Personen, Kollektiven oder auch Sachverhalten und Dingen fixieren“. 8

Sie sind Zuschreibungen, die unreflektiert auf die zu bezeichnende Personengruppe oder Sachverhalte angewendet werden. Dabei genügt es, wenn sich ein Individuum, welches in einen bestimmtem Stereotyp eingeordnet wird, durch einmaliges charakteristisches Verhalten, welches eben diesen Stereotyp auszeichnet, auffällt. Daraufhin wird dieser Sachverhalt als allgemeine Bestätigung des aufgebauten Klischees verstanden und als verbindlich generalisiert. Das Verhalten eines Einzelnen wird pauschalisiert und verallgemeinert. Wenn berichtet wird, dass ein Zugehöriger der Sinti und Roma stiehlt, wird dies sogleich als unhinterfragter Beweis für das gesamte Volk der Sinti und Roma gesehen. Besonders zu bemerken ist die Resistenz von Vorurteilen, die sich gegenüber rationalen Argumenten entziehen und trotz ihrer Zweifelhaftigkeit fortbestehen. Sie werden als gesichertes Wissen verstanden und mit unreflektierter Überzeugung verbreitet. Vorurteile entstehen vor allen Dingen dann, wenn sich die Mehrheit gegenüber einer Minderheit aus unterschiedlichsten, meist irrationalen Gründen, bedroht fühlt und eine Angst gegenüber dieser Minderheit entwickelt. Daraufhin wird alles, was der Mehrheit Sorge bereitet, auf die Minderheit projiziert. Sie seien die Ursache für das Gefühl von Bedrohung. So fungieren Vorurteile als Katalysatoren für Unbehagen und Frustrationen und entwickeln sich zu Feindbildern gegenüber einem Kollektiv, dem die Schuld für die eigenen Ängste angerechnet wird. Dieses Gefühl des Bedrohtseins ist es, das den wesentlichen Teil der Motivation ausmacht, die angebliche Ursache dieses Gefühls aus dem eigenen Leben zu vertreiben. So beginnt die Ausgrenzung von Minderheiten und die Entstehung eines Ressentiments. Ressentiments schaffen wiederum eine engere Zusammengehörigkeit und Überlegenheit der Mehrheit, die auf Kosten der Minderheit baut. Durch die Diskriminierung der Minderheit wird das Gemeinschaftsgefühl der Mehrheit gestärkt, die sich auf ein schlichtes Welterklärungssystem in „gut“ und „böse“ beruft, in dem betroffene Minderheiten in die Kategorie des „Bösen“ gestellt werden und verantwortlich gemacht werden für die eigenen Missstände.9

Mit immer wiederkehrenden Berichten aus unterschiedlichsten Medien wie Literatur, Tageszeitungen, Märchen, Gerüchten etc., die sich an die Wiedergabe von Stereotype anlehnen, wird die Stigmatisierung der betroffenen Personengruppe immer wieder erneuert und scheinbar bestätigt. Welche zerstörerische Wirkung Vorurteile haben, lässt sich anhand der Geschichte in immer wiederkehrenden Ausgrenzungen von Minderheiten nachweisen und dessen Wirkung sich im Nationalsozialismus in einem unermesslichen Völkermord ausdrückt. Daher bemerkt BENZ sehr deutlich die Wichtigkeit von Aufklärung, die Vorurteile unbedingt abbauen und Feindbilder zerstören müsse, die zur intensiven Hinterfragung und Reflexion durch nachvollziehbare Argumentation geschehe. Dabei ist besonders die Vermittlung der Erkenntnis relevant, dass die Stereotype nicht reale Charaktereigenschaften der Stigmatisierenden sind, sondern von der Mehrheit entwickelt und anschließend auf sie projiziert werden. Die Erkenntnis, dass die stigmatisierte Minderheit nicht selbst Schuld an ihrer Ausgrenzung und ihrem Schicksal trägt, sondern dass viel eher die überlegene Gesellschaft Interesse an der Ausgrenzung hat, ist von entscheidender Bedeutung.10

3 Die historische Entwicklung des „Zigeuner“-Stereotyps

Das Konstrukt des „Zigeuner“-Bildes geht ins 15. Jahrhundert zurück. In dieser historischen Umbruchszeit wurde erstmals von dem plötzlichen Auftauchen eines fremden Volkes in ganz Europa berichtet, dessen Existenz völlig unbekannt war. Es gibt kaum Überlieferungen über die Ankunft dieses Volkes, allerdings zeigen einige Dokumente bereits auf, wie die städtische Bevölkerung gegenüber den neu ankommenden Volk stand. Sie empfanden sie als fremd und bedrohlich, als ein Volk, dass sich nicht dauerhaft an einen Ort niederlassen könne. Dabei richtet sich das Interesse der damaligen Europäer nicht auf die Existenz des neuen Volkes, sondern viel eher auf deren Repräsentation. Auf das Selbstbild, dass das neue Volk von außen zu vermitteln schien und die Bilder und Vorstellungen, die von ihnen gemacht wurden.11 Bald schon wurde das als „Zigeuner“ bezeichnende Volk durch ständige Erfindungen vom „Anderssein“ dauerhaft an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Sie wurden als Obdachlose bezeichnet, in Armut lebend und waren durch ständiges Betteln auffallend, die jedoch durch ihre fremde Erscheinung auch eine „Aura des Besonderen“ umgab.12 Die Frage nach der eigentlichen Herkunft der „Zigeuner“ kam bald auf. Viele der Befragten beteuerten, dass sie nicht in Ägypten (dies war das vermutete Heimatland der „Zigeuner“), sondern in benennbaren Orten in Europa geboren wurden. Da jedoch vermutet wurde, dass sie aus Ägypten stammen und somit eine Abstammigkeitsidentität besitzen, können und müssen sie zu ihrem ursprünglichen Heimatort zurückkehren. Da sie jedoch behaupteten, dass sie in Europa geboren seien, wurden sie von der damaligen europäischen Gesellschaft zu einem „Zusammenlauf von Gaunern und Bettlern“ gezählt.13 Alsbald wurden sie für alles verantwortlich gemacht. Als Seuchenträger,14 Spione der Türken,15 als Diebe und Betrüger16, die sich der schwarzen Magie bedienen17 und Kinder stehlen.18 Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde herausgefunden, dass sich die Sprache der Rom sehr mit dem Sanskrit ähnelt und die Schlussfolgerung gezogen, dass das „fremde Volk“ aus Indien stammen müsse. Dies müsse zwangsläufig zu einem gesellschaftlichen Aufstieg führen, da dies als Zeugnis galt, dass die „Zigeuner“ nun ein Teil der indoeuropäischen Kultur waren und aufgrund des gemeinsamen, sprachlichen Ursprungs notwendige Informationen zur Erarbeitung der Indogermanischen Sprache beitragen können.19 Dennoch wurde nicht von den bereits tief verwurzelten Stereotyp abgelassen. Die „Zigeunersprache“ wurde viel eher in einen großen Abstand zu Sanskrit gerückt.20 Gleichzeitig wurden im 18. Jahrhundert auch die ersten „Zigeunergesetzte“ aufgestellt, die eine weitere Ausgrenzung, Verfolgung und Tötung legitimierten.21 „Die Zeitungen und Nachrichtenblätter schürten den Haß gegen sie; erfundene Artikel berichteten davon, wie sie Dörfer in Brand stecken, Frauen schänden, Kinder stehlen und verzehren […].“22 Darüber hinaus wurden in den folgenden Jahren auch nicht Romanes sprechende Menschen wie Jenische, Irish traveller oder andere vermeintlich unangepasste Individuen als „Zigeuner“ stigmatisiert.“23 So ist es die stigmatisierende Mehrheitsgesellschaft, die die Definitionsmacht besitzt und festsetzt, wer unter eine bestimmte Kategorie fällt. Die vielen Erzählungen über „ein Naturvolk inmitten der Zivilisation“ wurde also von Anbeginn ihres Erscheinens in Europa bis heute, nie von den Sinti und Roma selbst geschrieben, sondern ausschließlich von der wertenden Mehrheit nach ihren eigenen Bedürfnissen konstruiert und stigmatisiert. 24 Den „Zigeuner“, wie er in zahlreichen Berichten überliefert wird, gibt es nicht. Er ist ein gesellschaftliches Konstrukt, welches erfunden wurde und als Projektionsfigur für das Fremde oder Andere dient. Das Bild des „Zigeuners“ wie wir es kennen, ist eine Erfindung.25

3.1 „Zigeuner“-Bild während des Nationalsozialismus und deren Auswirkungen

Dem Nationalsozialismus dienten also bereits bestehende Vorurteile. Diese wurden als Begründung der Verfolgung und Ermordung aller als „Zigeuner“ stigmatisierten Menschen herangezogen. Dabei bedurfte es gegenüber der Ablehnung von „Zigeunern“ keiner besonderen erklärerischen Maßnahmen. Die rassistisch motivierten Handlungen der Nationalsozialisten gegenüber der Volksgruppe fielen auf das bekannte und weit verbreitete Bild des „Zigeuners“. Die Mehrheit war bereits an dieses Stereotyp des diebischen und zügellosen „Zigeuners“ und der daraus resultierenden, zwingenden Verachtung gewohnt, sodass die Abschiebung der „Zigeuner“ widerspruchslos akzeptiert wurde.26 Der Aufbau eines polizeilichen Kontroll- und Verfolgungsapparates, wie es zu den Anfängen des Nationalsozialismus errichtet wurde, wurde von der Bevölkerung als selbstverständlich und sogar als notwendig angesehen, um das angeblich kriminelle Verhalten der „Zigeuner“ unter Kontrolle zu bringen.27 Am 5. Juni 1936 unterzeichnete Reichsminister Wilhelm Frick einen Runderlass, welcher sich mit der „Bekämpfung der Zigeunerplage“ befasste. Diese „Bekämpfung“ bestand daraus, alle Sinti und Roma in Berlin zu verhaften und in speziell errichteten „Zigeunerlagern“, außerhalb der Stadt, zu befördern. Hierfür gab es jedoch keine Rechtsgrundlage. Ob sich die Betroffenen selbst als Sinti oder Roma bezeichneten oder nicht, ob sie im Wohnwagen lebten oder sogar eine feste Wohnung besaßen, spielte keine Rolle. Allein die übergeordnete Mehrheit entschied, wer ein „Zigeuner“ sei und wer daraufhin als mögliche Gefahr klassifiziert wurde, die abgeschoben werden müsse.28 Otto Finger, der 1937 Studien zur Erfassung des „asozialen Verhaltens“ an „Zigeunern“ durchführte, lehnte sich an alt überlieferte Vorurteile an und schilderte diese durchweg negativ. Er bezeichnete die Angehörigen als ein „unerwünschtes Element“, als einen „Fremdkörper“ unter der Bevölkerung und stellte ihre „unerträgliche wirtschaftliche Belastung“ heraus. Sie seien „minderwertig und völkisch unbrauchbar“ und stellen eine „vergrößernde Gefahr“ dar. Das beschriebene Verhalten der „asozialen Zigeuner“ sah er als „veranlagt“ und forderte eine zerstörerische Verfolgung der „Zigeuner“.29 Daraufhin lehnten sich weitere Autoren und Wissenschaftler an die von Finger überlieferten Studien, bis letztlich „Zigeuner“ und „Asoziale“ synonym gebraucht wurden.

[...]


1 Bartles, Alexandra: Antiziganismus benennen. Zur sprachlichen Diskriminierung durch das >Zigeuner<-Wort. In: Bartels, Alexandra/ von Borcke, Tobias/ End, Markus/ Friedrich, Anna (Hrsg.): Antiziganistische Zustände 2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse. Münster 2013, S.20-38, hier: S.26.

2 Rosenberg, Petra: Warum ich das nicht mehr hören will! »Zigeuner« - aufgezeichnet und erstellt von Pamo Roth, Onlinepublikation http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/warum-ich-das-nicht-mehr-hoeren-will-teil-2-zigeuner, aufgerufen: 02.02.2017, 17:03.

3 Dabei ist es nicht ausreichend, das Wort „Zigeuner“ lediglich mit „Sinti und Roma“ zu ersetzen. Markus End betont, dass die Bezeichnung „Sinti und Roma“ lediglich als politisch korrekter Platzhalter fungiert. Für den Abbau der

negativen Konnotation sind andere Maßnahmen notwendig. End, Markus: Antiziganismus. Zur Verteidigung eines

wissenschaftlichen Begriffs in kritischer Absicht. In: Bartels, Alexandra/ von Borcke, Tobias/ End, Markus/ Friedrich, Anna (Hrsg.): Antiziganistische Zustände 2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse. Münster 2013, S.39-72, hier: S.52f.

4 Shavit, Zohar: Schlüssel der Erinnerung – Deutsche Geschichten aus Kinderbüchern. In: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte. Bd. XXVI, 1997. S.411-433, hier: S.411.

5 Ebd., S.412.

6 Ebd., S.411.

7 Dahrendorf, Malte: Zur Darstellung von Minderheiten in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. In: Awosusi, Anita (Hrsg.): Zigeunerbilder in Kinder- und Jugendliteratur. Heidelberg 2000, S.11-29, hier: S.11.

8 Benz, Wolfgang: Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit. Über das Vorurteil Antiziganismus. Berlin 2014, S.14.

9 Vgl. Widmann, Peter: Fortwirkende Zerrbilder. Sinti und Roma im Nationalsozialismus und im Nachkriegsdeutschland. In: Quack, Sibylle (Hrsg.): Dimensionen der Verfolgung: Opfer und Opfergruppen im Nationalsozialismus. München 2003, S.203-221.

10 Benz, S.23ff.

11 Bogdal, Klaus-Michael: Europa erfindet die Zigeuner. Berlin 2011, S.23ff.

12 Ebd., S.34.

13 Ebd., S.46f.

14 Ebd., S.55.

15 Hohmann, Joachim S.: Geschichte der Zigeunerverfolgung in Deutschland. Frankfurt a.M./ New York 1981, S.16.

16 Bogdal, S.93.

17 Ebd., S.69.

18 Solms, Wilhelm: Zigeunerbilder. Ein dunkles Kapitel der deutschen Literaturgeschichte. Von der frühen Neuzeit bis zur Romantik. Würzburg, 2008, S.159ff.

19 Die Behauptung, sie seinen das Ferment der zusammengelaufenen Verbrecher, gerät ins Wanken, da das Romanes mit den unterschiedlichen Gaunersprachen in Frankreich, England, Spanien und Deutschland in keiner Weise identisch ist. Auch die Behauptung, sie hätten sich eine eigene Sprache ausgedacht, die sonst niemand versteht, um ihre Diebstähle zu verabreden, gerät ins Wanken. Ebd., S.154f.

20 Ebd., S.158f.

21 Hohmann, S.27.

22 Ebd.

23 End, Markus: Antiziganismus. Zur Verteidigung eines wissenschaftlichen Begriffs in kritischer Absicht. In: Bartels, Alexandra/ von Borcke, Tobias/ End, Markus/ Friedrich, Anna (Hrsg.): Antiziganistische Zustände2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse. Münster 2013, S.39-72, hier: S.47.

24 Bogdal, S.14.

25 Vgl. Bodgal.

26 Benz, S.114f.

27 Ebd., S.100f.

28 Ebd., S.104.

29 Finger, Otto: Studien an zwei asozialen Zigeunermischlingssippen (Ein Beitrag zur Asozialen- und Zigeunerfrage).

Details

Seiten
25
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783346029980
ISBN (Buch)
9783346029997
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v502099
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Roma Sinti Zigeuner Fremde Kinderliteratur Jugendliteratur Domes Jenö Stereotyp 1945 NebelImAugust Nationalsozialismus vergesseneOpfer

Autor

  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.

    B.Ed. Barbara Lampert (Autor)

Zurück

Titel: Die Entwicklung des "Zigeuner"-Stereotyps und sein Einzug in die Kinder- und Jugendliteratur nach 1945