Lade Inhalt...

Betriebliches Gesundheitsmanagement zur Reduzierung von Belastungen und Beanspruchungen in der Arbeitswelt

Einsendeaufgabe 2017 11 Seiten

Gesundheit - Stressmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Ziele und Aufgaben eines BGM
1.1 Ziele
1.2 Nutzen

2 Belastungen in der Arbeitswelt
2.1 Belastungen
2.2 Belastung und Beanspruchung

3 Strategie-Workshop
3.1 Organisation
3.1.1 Teilnehmerkreis
3.1.2 Tagesprogramm
3.2 Vorbereitung

4 Modelle zur Fragebogenentwicklung

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Ziele und Aufgaben eines BGM

1.1 Ziele

Laut Beschreibung beschäftigt das Unternehmen „Muster AG“ ein seit Jahren hoher Krankenstand, zunehmend Probleme mit den Führungskräften und der aktuelle und sich weiter verschärfende Fachkräftemangel. Hierzu können verschiedenste Faktoren führen und es ist davon auszugehen, dass sich diese Themen auch gegenseitig beeinflussen.

Es leiten sich folgende mögliche Zielsetzungen zum Start eines BGM in der Muster AG ab:

- Reduktion des Krankenstandes
- Steigerung und Erhalt von Motivation, Engagement und Zufriedenheit der Mitarbeiter
- Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität

Diese Ziele müssen messbar, terminiert und einer bestimmten Zielgruppe zugeordnet festgesetzt werden. Da im vorliegenden Fallbeispiel keine Daten vorliegen, können keine konkreten Zielzahlen angegeben werden.

Die Kenn- bzw. Zielzahlen zur Festlegung und Überprüfung der Zielvorgaben wären hier der Krankenstand in Prozent, Erfassung von Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter anhand von Umfragen (mit standardisierten Skalierungen) und die Erfassung der Produktivität der Mitarbeiter (Umsatzzahlen), sowie die Anzahl an Eingängen von Bewerbungen und die Bewertungen auf den gängigen Bewertungsplattformen (wie bspw. „kununu“).

1.2 Nutzen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Nutzen eines BGM aus Sicht der Mitarbeiter und aus Sicht des Unternehmens (eigene Darstellung)

Für die Mitarbeiter ergibt sich vor allem aus der Tatsache, dass das Unternehmen ihre Belange angeht und sich um sie und ihre Anliegen kümmert eine erhöhte Zufriedenheit, sowie durch eine Unternehmenspolitik, Probleme und Belastungen aufzudecken und anzugehen, ein verbessertes Betriebsklima. Durch verschiedene Leistungen und Maßnahmen, die die Arbeitnehmer zu gesundem Verhalten animieren und für Ausgleich zum beruflichen Alltag sorgen, verringern sich die Beanspruchungen, denen die Mitarbeiter im Arbeitsalltag begegnen, was zu einer Senkung von gesundheitlichen Risiken und einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann. Gleichzeitig wird hierdurch die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit der Angestellten gefördert, was dem Unternehmen zu Gute kommt. Zudem wird durch die Reduzierung von Arbeitsunfähigkeitstagen die harte Kennzahl der betrieblichen Krankheitskosten sinken. Ein BGM-Angebot kann auch nach außen beworben werden und führt bei entsprechender Kommunikation zu einer verbesserten Arbeitgeberattraktivität und sichert damit im Wettbewerb um Fachkräfte einen Vorteil gegenüber Unternehmen ohne funktionierendes BGM.

2 Belastungen in der Arbeitswelt

2.1 Belastungen

Mögliche Belastungen im Unternehmen Muster AG sind:

1. Ständiges Sitzen, da es sich ausschließlich um Büro- und Bildschirmarbeitsplätze handelt.
2. Soziale Beziehungen zu den Vorgesetzten, da sich die Mitarbeiter über Probleme mit den Führungskräften beschweren.
3. Arbeitsintensität, da das Tagesgeschäft durch Konkurrenzdruck und der stetigen Beschleunigung von Prozessen geprägt ist.

2.2 Belastung und Beanspruchung

Um die Frage zu beantworten, ob Belastungen auch per se zu Erkrankungen führen, ist zunächst der Unterschied zwischen dem Begriff „Belastung“ und „Beanspruchung“ zu klären. Nach Rohmert & Rutenfranz (1975, S. 8) beschreibt der Begriff „Belastung“ eine von außen auf den Menschen wirkende, objektive Größe, die jedoch nicht die Auswirkung auf den Menschen beleuchtet. Eine mögliche Belastung an einem Arbeitsplatz in der Muster AG, wäre beispielsweise ständiges Sitzen.

Eine „Beanspruchung“ dagegen beschreibt laut den beiden Arbeitswissenschaftlern die Auswirkungen, die eine Belastung auf verschiedene Menschen hat. Diese Auswirkungen sind je nach Voraussetzungen der entsprechenden Person individuell und können sehr unterschiedlich ausfallen. Beispielsweise kann ständiges Sitzen bei einer Person zu Rückenbeschwerden führen und bei einer anderen zu Gewichtsproblemen, während eine dritte Person keine negativen Auswirkungen wahrnimmt, weil sie sich in ihrer Freizeit vielseitig bewegt. Aufgrund der unterschiedlichen Wirkungen von Belastungen und auf Individuen und den unterschiedlichsten daraus resultierenden Beanspruchungen, sind kausale Zusammenhänge zwischen Belastungen und Erkrankungen nur bedingt zu schließen. Die Belastung stellt einen gewissen Risikofaktor für eine Erkrankung dar, jedoch wirken sehr viele Faktoren wie beispielsweise die unterschiedlichen Voraussetzungen, Fähigkeiten und gesundheitlichen Zustände der Individuen gleichzeitig.

3 Strategie-Workshop

3.1 Organisation

3.1.1 Teilnehmerkreis

Zum Strategie-Workshop „Psychische Belastungen und Gesundheit werden der/die Geschäftsführer, Vertreter des Bereichs Organisation-/Unternehmensstrategie, die Leitung der Personalabteilung, die für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zuständigen Personen im Unternehmen und die Führungskräfte der Abteilungen eingeladen. Es wird folglich mit circa 10-15 Teilnehmern gerechnet. Somit sind alle Akteure der „Muster AG“ vertreten, um gemeinsam die Ziele eines BGM sowie die zugehörige Strategie zu diskutieren und festzulegen.

3.1.2 Tagesprogramm

Für das mittelständische Unternehmen mit rund 400 Mitarbeitern wird ein halber Tag für den Strategie-Workshop angesetzt, da somit die Kosten und der zeitliche Umfang im Rahmen gehalten werden und die Zeit für den geplanten Inhalt ausreichen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Tagesprogramm Workshop (eigene Darstellung)

Die Leitung bzw. Moderation des Workshops übernehme ich als interne Projektverantwortliche.

Die Absicht und das Ergebnis des Workshops ist es, die strategische Ausrichtung eines BGM im Unternehmen zu definieren, daraus Ziele des BGM´s festzulegen und ein Konzept zu entwickeln (To-Do-Liste ausarbeiten und Zuständigkeiten festlegen). Im ersten Abschnitt des Workshops werden die Teilnehmer in das Thema BGM eingeführt, auf den selben Wissensstand gebracht und darüber informiert, was das Ziel des Workshops ist. Dies ist sehr wichtig, damit alle Beteiligen wissen worum es geht, „eine Sprache sprechen“ und der Workshop mit der Präsenz des gemeinsamen Ziels einen „roten Faden“ bekommt.

Nach einer Kaffeepause wird eruiert, wo das Unternehmen aktuell hinsichtlich des Themas BGM steht und wo Potenzial oder Handlungsbedarf liegt. Hier kommt der unter „3.2 Vorbereitung“ dargestellte Fragenkatalog zum Einsatz.

Nachdem der „Status Quo“ gemeinsam erfasst ist, werden im letzten Teil des Workshops von den Beteiligten gemeinsam die strategische Ausrichtung des BGMs und die daraus abgeleiteten spezifischen, messbaren, attraktiven, realistischen und terminierten Ziele (siehe „1.1 Ziele“) definiert und die zugehörige Maßnahmenplanung inklusive der Zuständigkeiten erstellt.

Die Ergebnisse des Workshops werden schriftlich festgehalten und anschließend allen Teilnehmern zusammen mit der Präsentation und allen Dokumenten aus dem Workshop schreibgeschützt zur Verfügung gestellt.

3.2 Vorbereitung

Vorab wird zur Vorbereitung des Workshops ein Fragenkatalog erstellt, der relevante

Informationen für den Workshop „Psychische Belastungen und Gesundheit“ sammelt.

Im Fragenkatalog werden die Kriterien Kennzahlen, Organisation, Führung, aktuelle Datenlage und bisherige Maßnahmen und Erkenntnisse im Arbeitsschutz und im BGM/BGF beleuchtet.

[...]

Details

Seiten
11
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783346049155
ISBN (Buch)
9783346049162
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v501245
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,8
Schlagworte
Betrieblichen Gesundheitsmanagements BGM Belastungen Beanspruchungen Unternehmen Unternehmenspolitik Arbeitsalltag

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Betriebliches Gesundheitsmanagement zur Reduzierung von Belastungen und Beanspruchungen in der Arbeitswelt